Das Vereinsheim ist jetzt ein Jugendhaus

Neuer Treffpunkt in Rommelshausen
Das Vereinsheim ist jetzt ein Jugendhaus

Die Sozialarbeiter richten sich im neuen Jugendhaus ein. Foto: Eva Herschmann

Der neue Treff für die Jugendlichen in Rommelshausen wird am Samstag mit Reden und einer Party eröffnet.

Rommelshausen – Die Räume sind fast fertig eingerichtet. Im großen Saal stehen Sofas, Tische, Billardtisch und Kicker. Nach mehr als einem Jahr Umbau und Renovierung ist aus dem ehemaligen Vereinsheim der Kleintierzüchter Rommelshausen in der Kelterstraße ein attraktives Jugendhaus geworden, das am Samstag mit Reden und einer Party eingeweiht wird.

Auch ein Streetball-Platz im Außenbereich ist geplant

Der große Freibereich des 15 Ar großen Grundstücks sieht hingegen noch kahl aus. Früher standen dort Gehege für Hasen, Hühner und Tauben. Doch Kristina Bredow vom Mobilen Jugendreferat Kernen hat schon Bilder im Kopf. „Da vorne wollen wir einen kleinen Gemüsegarten anlegen. Da drüben kommt ein Streetball-Platz hin, da eine Grillstelle und dahinten eine Laube“, sagt die Sozialpädagogin und zeigt auf verschiedene Bereiche. „Das alles machen wir nach und nach in den nächsten Jahren.“

„Wir sind total happy, es ist ein schönes, helles Haus geworden“, sagt Kristina Bredow. Sie und ihre Kollegen Valerie Paulus und Mark Gutwinski richten gerade ihr Büro im Erdgeschoss ein, damit zur Einweihungsfeier alles an seinem Platz ist. Lang genug habe es ja gedauert, sagt Kristina Bredow. Schon vor drei Jahren hatten einige Jugendliche unterstützt von Bauhofmitarbeitern und freiwilligen Helfern die Gehege abgebaut. Vor zwei Jahren halfen junge Gäste aus der ungarischen Partnerstadt Dombóvár, die Solaranlage aufs Dach zu montieren. Im vergangenen März begannen dann die Umbauarbeiten. „Ich bin gespannt, was Siegfried Kauffmann zum Haus sagen wird“, erklärt Kristina Bredow. Der langjährige Chef des aufgelösten lokalen Zuchtverbands, der nun in der Nähe von Heidenheim wohnt, hat sich nämlich zum Eröffnungsfest angekündigt.

Das Gebäude ist runderneuert – zum Gesamtpreis von an die 550 000 Euro brutto

Eigentlich war nur die dringend notwendige Erneuerung der Haustechnik geplant. Fenster und Türen, Bodenbeläge sowie Wand- und Deckenbekleidungen sollten bestehen bleiben. „Das ganze lief unter dem Stichwort Renovierung“, erläutert Thomas Bauer vom Bauamt Kernen. Jetzt ist das Gebäude runderneuert – zum Gesamtpreis von voraussichtlich an die 550 000 Euro brutto. Allerdings hat die Gemeinde für Fassadendämmung, Erneuerung von Fenstern und Türen sowie eine neue Heizungsanlage Zuschüsse in Höhe von 90 Prozent durch das Kommunalinvestitionsförderungsgesetz des Bundes für energetische Maßnahmen bekommen. Das Haus ist barrierefrei, hat neue sanitäre Einrichtungen im Untergeschoss, die alte WC-Anlage im Erdgeschoss wurde zum Behinderten-WC mit Dusche umgebaut. „Schlussendlich wurde das Gebäude durch eine vollständige Sanierung auf den Stand eines Neubaus gebracht“, sagt Bauer.

Einen Namen hat das Haus noch nicht. Die drei Sozialarbeiter haben die Jugendlichen aufgerufen, sich Gedanken zu machen und etwas Originelles einfallen zu lassen.

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