Pitschnass auf der ebenen Rutsche

Trendsportfestival in FellbachPitschnass auf der ebenen Rutsche

Fellbach – Die Slackline hat als Trendsportart in Fellbach ausgedient. Zumindest nutzten sie Sarah Koch, 13 Jahre, und die elfjährige Sabine Kohn nicht zum Balancieren, sondern als Sitzgelegenheit. Die beiden Mädchen warteten darauf, dass sie Bubble-Soccer, die neue trendige Funsportart ausprobieren können. Umhüllt von großen und durchsichtigen Plastikbällen geht es dabei weniger darum, Tore zu erzielen, als vielmehr überhaupt vorwärts zu kommen.

Am Sonntag haben sich an die 200 Kinder und Jugendliche ab zehn Jahren auf neue Bewegungstrends gestürzt. Und Bubble-Soccer war eines der begehrtesten Angebote beim zweiten Trendsportfestival des SV Fellbach. „Es ist witzig, wenn man beim Bubble-Soccer auf dem Kopf steht, und manchmal kommt man allein gar nicht mehr auf die Füße“, sagte Sabine Kohn. Die beiden Mädchen waren schon im vergangenen Jahr beim ersten Trendsportfestival „Loop in Motion“ dabei. „Der Sprungturm war absolut der Höhepunkt, schade, dass es den in diesem Jahr nicht gibt“, sagte Sarah Koch. Den knapp acht Meter hohen Kletterturm, von dem aus sich die Teilnehmer in ein Luftkissen stürzen konnten, hatten die Veranstalter in diesem Jahr aus mehreren Gründen nicht im Programm. „Zum einen ist er ziemlich teuer, zum anderen konzentriert sich dann alles auf diesen Turm, und wir haben so viel mehr im Angebot“, sagte Christian Bauer vom Vorstandsteam des SV Fellbach.

In diesem Jahr beschränkte sich der Nervenkitzel auf bodenständige Angebote: Parkour, Airtrack, Waterslide, Bubble-Soccer oder Luftsprünge in der Bewegungslandschaft im Loop. „Bei sommerlichem Wetter ist die Wasserrutsche immer Trend“, sagte Christian Bauer. Spaß machten auch andere Angebote: „Das Trampolin ist voll cool, und es macht tierisch Spaß, sich in die Schnitzelgrube hineinzustürzen“, sagte Sabine Kohn.

Spikeball war neu im Angebot. Es wurde von Volleyballern entwickelt, die auch auf kleinstem Raum ihrem Sport frönen wollten. Spikeball kann auf Sand, auf Rasen, in der Sporthalle, sogar im Schnee gespielt werden. Der runde Rahmen mit Netz wird einfach auf den Boden gestellt. Nach der Angabe, bei der ein Spieler den Spikeball mit einer flachen Hand auf das Netz in Richtung des gegnerischen Teams spielt, wird der Ball immer volley weitergespielt und zwar mit allen Körperteilen mit Ausnahme der Füße. „Es macht mega viel Spaß“, sagt Tatanka Skupin, der im Loop Parkour unterrichtet.

Parkour ist seit Jahren Trend, und die Workshops für Mädchen und Anfänger waren beim Trendsportfestival begehrt. Einer, der Parkour bestens beherrscht, ist Benjamin Grams aus Stuttgart. Auch Sarah Koch und Sabine Kohn, die bei Tatanka Skupin Parkour lernen, waren begeistert von dem durchtrainierten 23-Jährigen, der rasend schnell die Hindernisse überwand.

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