Kategorie -Sport für junges Volk

ARD-Sportschau berichtet: Auffällige Dopingproben bei russischen Fußballern


ARD-Sportschau berichtet Auffällige Dopingproben bei russischen Fußballern Wurden auffällige Dopingproben russischer Fußballer vertuscht?

Laut einem ARD-Bericht sollen russische Funktionäre fragwürdige Befunde von Fußballern vertuscht haben, die 2014 bei einer Razzia der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA sichergestellt worden waren.

Berlin – Auffällige Dopingproben von mehreren Fußball-Nationalspielern aus dem vorläufigen WM-Kader Russlands sollen nicht ausreichend verfolgt worden sein. Das berichtet die ARD in der Sportschau und in der Dokumentation „Geheimsache Doping – Russlands Fußball-Freunde“, die am Pfingstsonntag ausgestrahlt werden. Russische Funktionäre werden in den Beiträgen verdächtigt, fragwürdige Befunde vertuscht zu haben, die 2014 bei einer Razzia der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA sichergestellt worden waren.

Die 155 beschlagnahmten Proben von Fußballern waren unter anderem nach Spielen in russischen Ligen genommen worden. Nach Aktenlage wurden sie – sofern auffällig – vom Kontrolllabor in Moskau vertuscht. Die Anweisung kam dabei angeblich direkt vom damaligen Sportminister Witali Mutko. Das sagt der frühere Leiter des Moskauer Anti-Doping-Labors, Grigori Rodschenkow, der ARD. „Ich bekam 2008 die Order von Mutko, dass wir keine positiven Fälle im Fußball gebrauchen können“, sagte Rodschenkow, der Anfang 2016 in die USA geflüchtet ist und unter dem Zeugenschutzprogramm des FBI steht.

Die WADA hat die Ergebnisse an den Fußball-Weltverband FIFA

Die erneuten Hinweise auf Doping im russischen Sport haben WADA-Ermittler im vergangenen Oktober in Form einer Datenbank-Kopie des Moskauer Kontrolllabors erhalten. Der Chefermittler der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA, Günter Younger, stuft die sichergestellten Befunde gegenüber der ARD als „sehr sehr verdächtig“ ein. Die WADA hat die Ergebnisse an den Fußball-Weltverband FIFA weitergeleitet.

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VfB Stuttgart beim FSV Zwickau: Korkut-Elf gewinnt Freundschaftsspiel


VfB Stuttgart beim FSV Zwickau Korkut-Elf gewinnt Freundschaftsspiel Beim FSV Zwickau kann das Team von Trainer Tayfun Korkut überzeugen.

Dieses Mal wird der VfB Stuttgart seiner Favoritenrolle gerecht: Beim Freundschaftsspiel gegen den FSV Zwickau gewinnt der VfB mit 4:1 und lässt dem Drittligisten keine Chance.

Zwickau – Fußball-Drittligist FSV Zwickau hat ein Freundschaftsspiel gegen den VfB Stuttgart am Mittwoch mit 1:4 (0:3) verloren. Vor 4128 Zuschauern trafen Erik Thommy (1.), Chadrac Akolo (3.), Caniggia Elva (23.) und Jacob Bruun Larsen (87.) für den Bundesligisten. Bentley Baxter Bahn gelang in der 90. Minute mit einem verwandelten Foulelfmeter der Ehrentreffer für den FSV.

Zwei Tage nach dem 4:4-Unentschieden gegen Borussia Dortmund waren die Zwickauer gegen den VfB chancenlos. Die Stuttgarter, die am Dienstag ein Testspiel beim Halleschen FC noch mit 3:5 verloren hatten, wurden ihrer Favoritenrolle diesmal gerecht. Bereits nach 35 Sekunden eröffnete Thommy den Torreigen. Anschließend spielten die Schwaben ihre Überlegenheit aus, schalteten im zweiten Durchgang aber mehrere Gänge zurück. Die Westsachsen konnten offensiv kaum Akzente setzen.

Der FSV Zwickau verabschiedet elf Spieler

Vor dem Anpfiff wurden mit Christoph Göbel, Aykut Öztürk, Robert Koch, Christian Mauersberger, Dimitrios Ferfelis, Sinan Tekerci, Bentley Baxter Bahn, Jan Washausen, Fabian Schnabel, Lukas Cichos und Ali Odabas elf Spieler beim FSV verabschiedet. Auch Ronny Garbuschewski wird in der kommenden Saison nicht mehr zum Kader gehören.

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Michael Reschkes Aberglaube und die beeindruckende VfB-Serie


VfB Stuttgart Michael Reschkes Aberglaube und die beeindruckende VfB-Serie

VfB-Sportchef Michael Reschke hat in der Rückrunde einen gewissen Hang zum Aberglauben entwickelt. In 13 von 14 Spielen ging dies gut.

Holger Badstuber wurde bei seiner Rückkehr nach München vom FC Bayern geehrt. Foto: dpa Der VfB begann gegen den FC Bayern mit einer offensiven Aufstellung, das sollte sich bereits früh auszahlen. Foto: Bongarts

Stuttgart – Es war auffallend in den letzten Wochen: Immer, wenn die Partien des VfB Stuttgart in die heiße Phase gingen, wechselte Michael Reschke von seinem Platz auf der Tribüne hinunter auf die Trainerbank am Spielfeld. In allen 14 Spielen unter Tayfun Korkut war dies zu beobachten, als Hannes Wolf noch Trainer war, verzichtete Reschke darauf.

Auffallend auch: Reschke kam immer in der 76. Minute an die Trainerbank. Von diesen 14 Spielen verlor der VfB nur eines – in Dortmund. Ausgerechnet da schaffte es Reschke nicht in der 76. Minute an den Spielfeldrand. „Als Mensch entwickelt man ja einen gewissen Aberglauben. Irgendwann sagte ich mir, mach es genau in dieser Minute, nicht früher, nicht später“, sagte Reschke augenzwinkernd, angesprochen auf die Tatsache.

Dass sein Ritual irgendetwas mit der beeindruckenden Rückrunde zu tun haben könne, davon wollte Reschke nichts wissen. „In der neuen Saison lasse ich das sein, auch wenn es jetzt in 13 von 14 Spielen gut ging“, kündigte der sichtlich gut gelaunte Sportchef noch an, bevor es für ihn auf die Heimfahrt gen Stuttgart ging.

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Norbert Haug und Toto Wolff über Mercedes, Motorsport und die Formel 1: „Die Formel E ist unser Start-up“


Norbert Haug und Toto Wolff über Mercedes, Motorsport und die Formel 1 „Die Formel E ist unser Start-up“ Norbert Haug (re.) und Toto Wolff: Zwei, die den Motorsport bei Mercedes geprägt haben und noch prägen.

Der Start des Mercedes-Teams in die Formel-1-Saison war holprig. „Ich war entspannt“, sagt dennoch Norbert Haug, der frühere Motorsportchef von Mercedes – im exklusiven Doppelinterview unserer Redaktion mit seinem Nachfolger Toto Wolff. Bei dem es noch ganz andere Themen zu besprechen gab.

Stuttgart – An diesem Wochenende startet die Formel 1 erstmals in dieser Saison in Europa, beim Großen Preis von Spanien auf dem Circuit Catalunya in Barcelona. Vorab hat unsere Zeitung die Mercedes-Motorsportchefs von gestern und heute zum Gespräch gebeten: Norbert Haug und Toto Wolff.

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Borussia bleibt mit Heimsieg im Rennen – „Das war eine klasse Mannschaftsleistung“


Christian Streich und Dieter Hecking verbindet ein durchaus freundschaftliches Verhältnis. Und auch in der Analyse der Bundesligapartie zwischen ihren beiden Mannschaften waren sich die Kollegen einig: Freiburgs Trainer sprach von einem „verdienten Sieg“ der Hausherren, Borussias Trainer ebenso.

Die Beurteilungen schwankten naturgemäß nur innerhalb der Sichtweisen. Während Hecking sich über das 1:0 von Thorgan Hazard freuen durfte, haderte Streich: „Dass wir so ein Tor kriegen, ist ärgerlich. Natürlich ist das eine sensationelle Leistung von Hazard, wie er den Ball mit dem Kopf mitnimmt. Aber wir verteidigen es auch schlecht. Es wäre schön gewesen, wenn wir 1:0 in Führung gegangen wären, die Chance dazu hatten wir.“ Gemeint war da Nils Petersens Kopfball nach elf Minuten, den Borussias Torwart Yann Sommer „überragend“ hielt, wie Hecking es zu Recht nannte.

Der Trainer vergaß bei der Analyse des 1:0 auch den Vorbereiter nicht, der nach seiner langen Kreuzbandverletzung erstmals in dieser Saison von Anfang an ran durfte: „Tobias Strobl stand nach langer Zeit wieder in der Startelf und spielt dann diesen super Pass auf Toto. Das sind genau die Bälle, für die er heute auf dem Platz stand.“ Manager Max Eberl ergänzte: „Der Pass zum 1:0 war sensationell. Und vor der Abwehr hat er einen ganz ruhigen Part gespielt. Er tut uns gut.“

Borussia – Freiburg: Bilder des Spiels

Das zwischenzeitliche 2:0 erzielte Nico Elvedi nach einer Ecke per Kopf. Auch damit haderte Streich naturgemäß: „Wenn du dann auch noch ein Standard-Tor kriegst, wenn Gladbach eh solche Fußballer auf dem Rasen hat, die die Räume nutzen können, dann kannst du hier nicht unentschieden spielen“, sagte der Freiburger Trainer. Hecking ergänzte: „Es ist, wie Christian sagt: Wenn wir diese Räume kriegen, sind wir in der Lage, einen Gegner so zu bespielen. Das war eine klasse Mannschaftsleistung und gibt jetzt schon einmal Zuversicht für die neue Saison.“

Hecking drückt Freiburg die Daumen

In der hofft Hecking, auch die Breisgauer wiederzusehen, deren Situation im Abstiegskampf sich trotz der Niederlage „verbessert hat“, wie Streich anmerkte: „Uns reicht nächste Woche gegen Augsburg ein Unentschieden, um die Klasse zu halten und damit diese vermaledeite Saison mit den vielen Verletzten und den Entscheidungen gegen uns positiv zu beenden.“ Hecking wünschte alles Gute: „Ich hoffe, dass ihr mindestens diesen einen Punkt holt und wir uns dann nächste Saison hier wiedersehen.“

Eberl analysierte den Spielverlauf so: „Klar hatte Freiburg die erste Chance, aber was uns ein Stück weit ausgezeichnet hat, war, die Ruhe zu behalten und trotzdem auch fußballerisch Akzente setzen zu können. Wir hatten das Spiel sehr gut im Griff, mit dem Kopfball von Matthias Ginter an die Latte wäre kurz vor der Pause das 2:0 möglich gewesen. Dann machst du das 2:0, kriegst direkt das 2:1. Das war so ein Moment, wo man schon aufpassen muss. Aber die Mannschaft hat es über 90 Minuten sehr gut hinbekommen auf dem Platz und hat auch völlig verdient gewonnen.“ Den Schlusspunkt zum 3:1 setzte Josip Drmic nach Flanke von Tony Jantschke.

Tabellarisch hatte der Sieg allerdings keine Auswirkungen für Borussia, da auch die Konkurrenz um die internationalen Plätze gewann. RB Leipzig, das zu Hertha BSC reist, hat drei Punkte Vorsprung. Eintracht Frankfurt, beim Vizemeister FC Schalke gefordert, liegt zwei Punkte vor Borussia, der VfB Stuttgart, der beim FC Bayern spielt, einen. Dennoch fand Eberl: „Es hat sich schon was getan: Wir haben am letzten Spieltag noch die Chance, etwas zu erreichen. Mit dem Sieg heute sind wir im Rennen geblieben. Wer hätte vor zwei Monaten gedacht, dass wir am 34. Spieltag die Möglichkeit haben, noch etwas zu schaffen? Das ist eine Situation, über die ich mich sehr freue.“

33. Spieltag: Reaktionen

Somit geht es am letzten Spieltag beim Hamburger SV noch für beide Mannschaften um etwas. „Das wird ein hochemotionaler Nachmittag werden“, sagte Eberl. „Das wird eine sehr große Aufgabe, aber wir fahren dahin, um gewinnen. Es ist das Ende einer Saison, da gibt es nichts mehr zu reparieren. Für Hamburg geht es darum, sich zu retten, für uns darum, unsere kleine Chance noch zu nutzen, die wir noch haben.“ Mit Blick auf Christoph Kramer, Denis Zakaria und Jannik Vestergaard, die gegen Freiburg fehlten, ergänzte der Sportliche Leiter: „Momentan haben wir eine relative Stabilität. Es kommen wieder drei gesperrte Spieler zurück, und dann wollen wir gucken, was Samstag in Hamburg möglich ist.“

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MHP Riesen Ludwigsburg verpassen Finale: Das Millionenspiel ist im Halbfinale zu Ende


MHP Riesen Ludwigsburg verpassen Finale Das Millionenspiel ist im Halbfinale zu Ende Ludwigsburgs Elgin Cook hat zwar den Ball, aber nicht den Sieg in den Händen.

Der Traum vom Gewinn der einen Million Euro ist für die Basketballer aus Ludwigsburg zu Ende. Der Basketball-Bundesligist verliert beim Final Four der Champions League gegen AS Monaco 65:87.

Athen/Ludwigsburg – Das Millionenspiel hat sich für die MHP Riesen Ludwigsburg erledigt. Der Basketball-Bundesligist verlor am Freitagabend nicht im Casino von Monte Carlo, dafür aber das erste Halbfinale des Final Four in der Champions League gegen das Team des AS Monaco am Ende deutlich mit 65:87 (38:36) – und hat damit keine Chance mehr auf den Jackpot von einer Million Euro für den Sieger. „Wir haben zuletzt drei Spiele in fünf Tagen absolviert und in Justin Sears einen wichtigen Spieler verloren, Monaco hatte eine Woche spielfrei und konnte sich perfekt vorbereiten“, nannte Trainer John Patrick als Grund. „Dennoch sind wir hervorragend gestartet.“

In der Tat erwischte seine Mannschaft in der Oaka-Arena von Athen einen Start nach Maß, beherrschte das erste Viertel nach Belieben und führte 20:11. Auch weil die Monegassen in dieser Phase nur einen Zweipunktewurf trafen. Diese Schwäche legte der Tabellenführer der französischen Liga nach und nach ab, kurzzeitig einen 12:1-Lauf hin – und führte so 34:29 (18. Minute). Allerdings besaß das Patrick-Team da noch die Kraft und Konzentration zurückzuschlagen – vor allem dank der Dreipunktewürfe von Adika Peter-McNeilly (11) hieß es zur Halbzeit 38:36 für die Ludwigsburger. Wenig später sogar 42:36, doch dann war es mit der Herrlichkeit vorbei. Der Gegner konnte mehr und vor allem besser wechseln, nachdem bei den Ludwigsburgern auf der Centerposition Johannes Thiemann und Justin Sears ausgefallen waren; immerhin stand Jacob Wiley (5) wieder zur Verfügung. Auf der Gegenseite avancierte Ex-Alba-Profi Elmedin Kikanovic zum überragenden Spieler mit 19 Punkten, den bosnischen Center bekam die Riesen-Abwehr nie in den Griff.

16 Ballverluste sind zu viel

Die Mannschaft um Spielmacher Kerron Johnson (mit zwölf Punkten bester Riesen-Werfer) leistete sich zudem im Aufbau viel zu viele Fehler, so dass Teamkapitän David McCray sagte: „Nach der Pause hatten wir ungewöhnlich viele Ballverluste.“ 16 an der Zahl, das bleibt nicht ohne Folgen gegen einen Gegner wie Monaco, der sowohl physisch als auch spielerisch zu überzeugen wusste. „Monaco hatte mehr Saft als wir“, musste Patrick zugeben. Mit zunehmender Spieldauer schien es, als hätte jemand den Stecker im Spiel der Ludwigsburger gezogen. Johnson leistete sich im letzten Viertel gleich drei Ballverluste nacheinander, Monaco zog mit einem 16:0-Lauf leicht und locker davon, da war nichts mehr zu holen.

Außer vielleicht 200  000 Euro im Spiel um Platz drei, das die Riesen am Sonntag (16.30 Uhr) gegen den Sieger der Partie des Gastgebers AEK Athen gegen UCAM Murcia bestreiten.

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Kenia wieder im Zwielicht – Kenianischer Lauf-Star Kiprop offenbar positiv getestet


Das berichtet die englische Tageszeitung „Daily Mail“. Fedrico Rosa, Manager des 28-Jährigen, teilte dem Blatt mit, dass er „Gerüchte gehört“ habe und sich um eine Bestätigung bemühe.

„Ich habe die Berichte gelesen, die mich mit Doping in Verbindung bringen. Als Athlet bin ich immer ein Vorkämpfer gegen Doping in Kenia gewesen, und ich glaube zutiefst an diesen Kampf“, zitiert der Guardian Kiprop: „Ich würde nicht alles, für das ich seit meinem ersten internationalen Rennen 2007 gearbeitet habe, ruinieren wollen. Ich hoffe, dass ich beweisen kann, dass ich in jeder Hinsicht ein sauberer Athlet bin.“

Kiprop war der bestimmende 1500-m-Läufer des vergangenen Jahrzehnts, holte nach Olympia-Gold 2008 die WM-Titel 2011, 2013 und 2015. In den vergangenen beiden Jahren schwächelte er allerdings, wurde bei Olympia 2016 nur Sechster und bei der WM 2017 Neunter.

Der Fall Kiprop, dem zwei Jahre Sperre drohen, würde die lange Serie von Dopingaffären rund um kenianische Läufer fortsetzen. Seit 2011 wurden mehr als 40 kenianische Athleten positiv getestet, darunter die Marathon-Stars Jemima Sumgong und Rita Jeptoo. Sumgong, die 2016 in Rio de Janeiro Olympia-Gold geholt hatte, und die dreimalige Boston-Siegerin Jeptoo sind mittlerweile wegen Epo-Dopings für vier Jahre gesperrt worden. Ihren Olympia-Sieg durfte Sumgong bislang behalten.

Die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA hatte Kenia zwischenzeitlich für „non compliant“, also nicht den Vorgaben entsprechend, erklärt, dies aber kurz vor Olympia 2016 wieder aufgehoben.

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Tennisprofi: 25 Jahre nach dem Attentat auf Monica Seles


Tennisprofi 25 Jahre nach dem Attentat auf Monica Seles Von einem Tag auf den anderen war die Karriere von Monica Seles beendet – der Täter hat sein Ziel erreicht (Archivbild).

Am 30. April 1993 stach Günter Parche Monica Seles beim Tennisturnier in Hamburg in den Rücken. Das Attentat hinterließ eine Wunde, die niemals heilt.

Hamburg – Als Günter Parche am 30. April 1993 mit einer Plastiktüte in der Hand die Tennisanlage am Hamburger Rothenbaum betritt, hat er Angst. Der arbeitslose Dreher aus Görsbach in Thüringen sorgt sich jedoch nicht um die Kontrollen am Eingang an der Hallerstraße. Er sorgt sich nicht darum, dass die Ordner das Ausbeinmesser in seiner Tasche entdecken und ihn verhaften lassen könnten. Parche fürchtet, auf der roten Asche des Center Courts auszurutschen – und zu scheitern.

Also beschließt er, Monica Seles das Messer in den Rücken zu rammen. Ein Angriff von hinten, in sicherem Stand auf der Tribüne, und sein Star ist zurück an der Spitze. Ein Attentat für Steffi Graf – das hatte Parche geplant. An diesem Freitagnachmittag spielt Seles nicht ihr bestes Tennis und steht doch auf dem Sprung in die nächste Runde. Im Viertelfinale des WTA-Turniers führt die Weltranglistenerste aus Jugoslawien 6:4, 4:3 gegen Magdalena Maleewa, es könnte der letzte Seitenwechsel der Partie sein. „Die Pause in einem solchen Spiel dauert gewöhnlich etwa eine Minute, ich musste mich also beeilen“, gibt Parche später beim Landeskriminalamt zu Protokoll.

Seles stößt spitzen Schrei aus

Mit beiden Händen stößt er zu. Lange hat Günter Parche an seinem Plan gefeilt, schnell setzt er ihn in die Tat um. Ein Stich zwischen Wirbelsäule und Schulterblatt und Parches Träume werden Wirklichkeit. Doch zum Glück dringt des Messer „nur“ zwei Zentimeter tief in den Rücken ein, Seles hatte sich gerade weit nach vorne gebeugt. Dennoch fügt Parche Monica Seles eine Wunde zu, die niemals verheilt, und hilft seiner Königin zurück auf den Tennis-Thron.

Während Ordner und Zuschauer Parche zu Boden ringen, bekommt dieser mit, wie Seles einen spitzen Schrei ausstößt, aufsteht und zum Netz taumelt. Seles greift sich an den Rücken, sieht das Blut an ihrer Hand, realisiert jedoch nicht, was geschehen ist. Im Krankenwagen rasen ihre Gedanken, „und immer wieder kam mir das Wort ’erstochen’ in den Sinn“, erinnert sich Seles: „Ich hatte dieses Wort noch nie benutzt und nie daran gedacht.“

19 Jahre alt ist Seles und auf dem Weg, alle bisherigen Rekorde zu brechen. Bei den letzten neun Grand Slams triumphierte sie siebenmal. Seles ist längst die dominierende Spielerin der Tour, sie hat Steffi Graf abgelöst. Die Serbo-Kroatin mit den ungarischen Wurzeln, aufgewachsen in Nick Bollettieris Akademie, ist schon damals der Prototyp der heutigen Spielerinnengeneration: Druckvoll, aggressiv, offensiv und bis zum 30. April 1993 kaum verwundbar.

Für den Täter war Steffi Graf die Traumfrau

„Ich konnte den Gedanken nicht ertragen, dass irgendjemand Steffi Graf schlagen könnte“, sagt Parche bei seiner Vernehmung: „Für mich ist Steffi die Spitzenfrau. Ihre Augen glänzen wie Diamanten. Sie ist eine absolute Traumfrau.“ Sie sei für ihn „fast wie der Liebe Gott“. Das psychiatrische Gutachten diagnostiziert bei Parche „eine irreale Idealisierung mit wahrscheinlich unbewussten sexuellen Elementen und einem Fanatismus, der bis zur Selbstaufopferung ging.“ Parche rechnet fest damit, für seine Tat ins Gefängnis zu wandern. Vorsichtshalber nimmt er deshalb die Graf-Poster von den Wänden des kleinen Zimmers im Haus seiner Tante, damit sie in seiner Abwesenheit nicht beschädigt werden.

Die Justizbehörden in Hamburg verurteilen ihn jedoch nicht wegen versuchten Totschlags, sondern wegen gefährlicher Körperverletzung. Parche bekommt Bewährung, Seles’ Weltbild weitere Risse: „Ich kann nicht verstehen, warum dieser Mensch nicht für seine Tat büßen musste.“ Auch Steffi Graf, die Seles zwei Tage nach dem Attentat im Krankenhaus besucht und mit ihrer Rivalin stumme Tränen weint, äußert ihr „totales Unverständnis“ für das Urteil: „Wie kann ein Mann, der, unter welchen Umständen auch immer, ein Menschenleben gefährdet hat, den Gerichtssaal in Freiheit verlassen?“

Seles hat mit dem Tennis abgeschlossen

Kritik hagelt es zudem von der internationalen Presse, doch Parche bleibt auch nach der Berufungsverhandlung auf freiem Fuß. „Ich bin niedergestochen worden, auf dem Tennisplatz, vor zehntausend Leuten. Es ist nicht möglich, distanziert darüber zu sprechen“, schreibt Seles in der 2009 erschienenen Biographie „Immer wieder aufstehen“: „Es veränderte meine Karriere unwiderruflich und beschädigte meine Seele. Ein Sekundenbruchteil machte aus mir einen anderen Menschen.“ Die äußerliche Wunde heilt schnell, und dennoch dauert es Jahre, ehe die einst zähe Kämpferin mit den beidhändigen Treibschlägen wieder auf den Tennisplatz zurückkehrt.

Parche hatte sein Ziel erreicht. Einen weiteren Grand-Slam-Sieg feiert Seles bei den Australian Open 1996, doch ihr Leben ist aus den Fugen geraten. Immer wieder flüchtet sie in Fressattacken und nimmt bis zu 30 Kilogramm zu, bis sie 2008 endgültig ihre Laufbahn beendet. Heute, 25 Jahre nach dem Attentat in Hamburg, ist Seles zurück im Leben, hat Bücher geschrieben und mit dem Tennis abgeschlossen. Verheiratet ist sie mit dem 32 Jahre älteren amerikanischen Milliardär Tom Golisano. Ihr Essstörungen hat sie überwunden. Günter Parche lebt nach mehreren Schlaganfällen zurückgezogen und entmündigt in einem Seniorenheim in Thüringen.

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Stindl schwer verletzt beim 1:1 – Borussia macht Boden gut mit „Pyrrhus-Punkt“


Das international verständliche Signal für „Auswechseln!“ kam zu schnell, um noch guter Dinge zu sein. Vor allem kam es von Lars Stindl selbst, während er sich mit schmerzverzerrtem Gesicht am Boden wälzte. Auch die Verteidigung des FC Schalke um Thilo Kehrer, Benjamin Stambouli und Naldo ließ nun von Borussia Mönchengladbachs Kapitän ab, nachdem sie ihm zuvor noch befohlen hatte, wieder aufzustehen. Nein, hier lag keinerlei Theatralik mehr in der Luft, hier war gerade ein großer Traum geplatzt, nämlich der von der Teilnahme an der WM in Russland.

Den schweren Gang an der pöbelnden Schalker Nordkurve vorbei in die Kabine trat Stindl mit Unterstützung der Mannschaftsärzte an, am Sonntagvormittag stützten ihn dann Krücken auf dem Weg in den Borussia-Park. Die Diagnose: Verletzung des Syndesmosebandes im linken Sprunggelenk, Stindl muss operiert werden. „Sich zu diesem Zeitpunkt so schwer zu verletzen, ist sehr hart“, sagte der 29-Jährige.

Was die Verletzung für Stindl bedeutet, ist mit Blick auf die WM klar. Dass die Folgen für Borussias Europapokal-Ambitionen nicht so leicht abzusehen sind, hat auch mit diesem 1:1 beim FC Schalke zu tun, das Trainer Dieter Hecking zurecht als „hochemotionales und intensives Westderby“ bezeichnete. Benötigt Stindl eine für seine Verletzung durchschnittliche Genesungszeit, wäre Ende Juli wieder mit ihm zu rechnen. Entweder kommt Borussia dann gerade aus dem Trainingslager und läutet die heiße Phase der Vorbereitung an – oder es steht das erste von bis zu sechs Qualifikationsspielen für die Europa League an.

Die zahlreichen Geschichten dieser hitzigen Partie auf Schalke sind am besten chronologisch zu erzählen, weil sie größtenteils zusammenhängen. In der 13. Minute sah Nabil Bentaleb nach einer kleinen Handgreiflichkeit gegen Stindl die Rote Karte, der Kapitän machte etwas mehr daraus, als nötig war. Borussia ging in Überzahl nach einem feinen Angriff durch Raffael in Führung, Stindl knickte folgenschwer um, Christoph Kramer bekam den Ball an die Hand und Daniel Caligiuri schoss vom Elfmeterpunkt am Ende der ersten Halbzeit den Ausgleich – zwei Minuten nachdem Schiedsrichter Harm Osmers noch entschlossen signalisiert hatte, weiterzuspielen. Für drei Verwarnungen gegen Gladbach ist in der Aufzählung kaum Platz, aber sie sorgten dafür, dass Kramer, Zakaria und Jannik Vestergaard gegen den SC Freiburg gesperrt fehlen werden.

Minus drei minus eins aus personeller Sicht, aber plus eins plus drei minus eins in der Tabelle – Borussias Rechnung war kompliziert, aber einleuchtend. Da Eintracht Frankfurt beim FC Bayern 1:4 verlor, ist die Mannschaft dem siebten Platz einen Punkt und drei Tore näher gekommen. Gleiches gilt für den sechsten, weil RB Leipzig beim FSV Mainz ein 0:3 kassierte. Zwei Punkte liegt Borussia hinter der möglichen Teilnahme an der Europa-League-Qualifikation, drei hinter dem direkten Ticket – immer vorausgesetzt, Frankfurt gewinnt nicht den DFB-Pokal. Nur der VfB Stuttgart funkte ein wenig dazwischen und ließ Borussia auf den neunten Platz abrutschen. Der Aufsteiger spielt allerdings noch gegen 1899 Hoffenheim und die Bayern.

„Ich kann mit dem Punkt leben“, sagte Hecking, obwohl er selbst zugab, dass Borussia die Überzahl nach der Pause nicht mehr gut ausgespielt habe. „All in“ konnte man allerdings auch nicht gehen, weil noch niemand weiß, wie wertvoll dieser vermeintliche „Pyrrhus-Punkt“ am Saisonende womöglich sein wird. Hecking gratulierte Domenico Tedesco aufrichtig zum so gut wie feststehenden Einzug in die Champions League und beantragte „Schalker Hilfe“ am letzten Spieltag. Dann ist Eintracht Frankfurt in der Arena zu Gast. Es hängt alles mit allem zusammen in dieser Saison. Borussia ist das beste Beispiel dafür, wie selbst- und fremdverschuldete Probleme zu einem schwer zu entwirrenden Geflecht werden. Am Wochenende haben Gladbacher Pessimisten wie Optimisten ausreichend Futter bekommen.

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6:3 gegen Eisbären Berlin – Red Bull München schafft Titel-Hattrick in DEL


München (dpa) – Eishockey-Serienmeister EHC Red Bull München lässt sich einfach nicht entthronen. Mit einer Offensive der Extraklasse und rechtzeitig wiedergefundener Nervenstärke siegten die Bayern mit 6:3 (4:1, 1:0, 1:2) gegen die Eisbären Berlin im finalen Showdown der Deutschen Eishockey Liga und krönten sich zum dritten Mal in Serie zum Champion. Am Donnerstag gelang dem Favoriten und DEL-Krösus mit gleich sieben Olympia-Silbergewinnern von Pyeongchang im Team eine souveräne Reaktion nach zuvor zwei Niederlagen in der Finalserie.

Letztlich hatte der Ex-Meister keine Chance. Das Team von Trainer Uwe Krupp war durch seine Aufholjagd in der Best-of-Seven-Serie von 1:3 auf 3:3 selbstbewusst nach München gereist. Aber das in der DEL zuvor noch nie gesehene Happy End gelang nicht. Die Eisbären warten nunmehr seit 2013 auf ihren achten Titel.

Eisbären gleichen in der Finalserie zum 3:3 aus

Die Münchner Konrad Abeltshauser (13. Minute), Jon Matsumoto (16.), Doppeltorschütze und Geburtstagskind Steven Pinizzotto (17./28.), Mads Christensen (20.) und Brooks Macek (47.) sorgten mit ihren Toren für die Ouvertüre zu einer langen Meisterparty. Micki Dupont (12.) hatte Berlin zwar in Führung gebracht – doch dann wurden die Gäste zeitweise nahezu überrollt. Treffer von Jamie MacQueen (45.) und James Sheppard (48.) kamen für Berlin zu spät.

Zum Abschluss einer langen, wilden und hochklassigen Finalserie war beiden Teams keine Erschöpfung anzumerken – im Gegenteil: In einem famosen Anfangsdrittel gelang vor allem den Gastgebern ein Start nach Maß. Zwar ging Berlin im Powerplay dank Verteidiger Dupont in Führung. Doch mit einem spektakulären Zwischensprint drehte München das Match binnen Augenblicken: Abeltshauser traf mit einem platzierten Fernschuss, Matsumoto legte wenig später nach einem sehenswerten Sololauf nach. Für den Stürmer war es bereits der sechste Treffer in dieser Finalserie. Dann dauerte es ganze zehn Sekunden, bis Pinizzotto die verdutzten Eisbären mit dem 3:1 schockte. Diese drei Münchner Treffer fielen binnen nur 205 Sekunden.

Zum Abschluss des Auftakt-Durchgangs erhöhte der frühere Berliner Christensen sogar auf 4:1 in Überzahl. „Wir sind heißer. Emotional sind wir genau da, wo wir sein wollten“, sagte Olympia-Silbergewinner Patrick Hager in der ersten Drittelpause bei Telekomsport.

Berlin verkürzt in der Finalserie auf 2:3

Nach den zwei vergebenen Titelchancen in den Spielen fünf und sechs war dies nicht selbstverständlich. Zu Beginn aber gelang der Jackson-Truppe vor 6142 Zuschauern – darunter die Fußball-Nationalspieler Thomas Müller und Joshua Kimmich – fast alles: Vier von zehn Torschüssen gingen rein.

Diese Kaltschnäuzigkeit hatte München bei der Aufholjagd der Berliner in der Serie vermissen lassen. Die Hauptstädter waren entsprechend selbstbewusst zum finalen Showdown angereist. „Keine Ahnung, ob die Münchner einen mentalen Knacks haben. Das ist auch egal“, hatte Routinier André Rankel gesagt. Sein Wunsch erfüllte sich nicht.

Nach einer halben Stunde stocherte Pinizzotto im Powerplay den Puck zum 5:1 über die Linie – und das an seinem 34. Geburtstag. Für die vor dem Spiel so zuversichtlichen Berliner wurde es langsam aussichtslos. Dennoch kämpften die Eisbären wie so oft in der gesamten Serie auch im Schlussdrittel noch mal. MacQueen und Sheppard brachten Berlin noch einmal heran, doch diesmal wurde München nicht nervös. Im Gegenteil: Macek legte zwischendurch noch den sechsten Treffer nach. Das genügte für die dritte Meisterparty in Serie.

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