Kategorie -Sport für junges Volk

„Ganz schwer auszuhalten“: Schiedsrichter Felix Zwayer denkt übers Aufhören nach


Berlin

Der Fall des kritisierten Schiedsrichters Felix Zwayer belastet den DFB und gleicht einem gordischen Knoten, bei dem niemand weiß, wie er zu durchschlagen ist. Der Berliner schwankt zwischen aufhören und weitermachen.

Spitzenschiedsrichter Felix Zwayer denkt über ein Karriereende nach – einen Weg aus seinem Dilemma zeigt ihm im deutschen Fußball derzeit auch niemand auf. Der 40 Jahre alte Berliner, der von seiner Rolle im Wett- und Manipulationsskandal um Robert Hoyzer eingeholt worden ist, hat sich tief getroffen von Anfeindungen erstmals öffentlich geäußert. Ob er nochmal in einem großen Stadion pfeifen wird, erscheint danach fraglich.

„Ich habe vor mir einen Raum, der hat zwei Türen. Der eine Weg führt mich zurück auf den Fußballplatz, und der andere Weg führt mich in ein ganz tolles, erfülltes Privatleben ohne diese Öffentlichkeit, ohne diesen Druck, ohne diesen Stress“, sagte Zwayer in einem Interview bei Sky. „Ich erarbeite mir gerade den Weg. Ich werde völlig frei von zeitlichem Druck, von inhaltlichem Druck, von finanziellem Druck entscheiden können. Darüber bin ich sehr froh.“

In dem Beitrag der Serie „Meine Geschichte“ erzählt Zwayer in leisen Worten von Beleidigungen in den sozialen Netzwerken und von einer Morddrohung, über die ihn die Polizei benachrichtigt hat. „Ich bin belastet. Mental und psychisch“, sagte der Immobilienkaufmann und Vater zweier kleiner Töchter, der derzeit Urlaub von der Schiedsrichter-Tätigkeit genommen hat. Die Situation sei „schwer auszuhalten, ganz schwer auszuhalten“.

Zwayer spricht ausführlich über die Geschichte, die ihn seit vielen Jahren begleitet und zuletzt für eine Eskalation sorgte. Der Referee, der einst mit seinen Aussagen den Skandal um Hoyzer mit aufklärte, soll von dem später zu einer Haftstrafe verurteilten Protagonisten 300 Euro angenommen haben. Manipulation wurde ihm nicht nachgewiesen. Das DFB-Sportgericht sperrte ihn für ein halbes Jahr, machte das Urteil aber merkwürdigerweise – kurz vor der WM 2006 im eigenen Land – nicht öffentlich.

Zwayer bestreitet bis heute, Geld von Hoyzer genommen zu haben, wehrte sich aber damals auch nicht gegen das Urteil, weil er wieder pfeifen durfte. Und weil es ihm bis heute „aussichtslos erscheint, diesen Vorwurf wirklich ausräumen zu können“.

In der Fußballszene war das alles sehr wohl bekannt und auch ab und zu thematisiert worden, auch international: Zwayer ist schließlich UEFA-Referee, FIFA-Referee und war bei der WM 2018 in Russland Video-Assistent. „Wer einmal Geld angenommen und Hoyzers Manipulation ein halbes Jahr verschwiegen hat, sollte keinen Profifußball pfeifen“, kritisierte sein Unparteiischen-Kollege Manuel Gräfe, bei dem Zwayer zu Karrierebeginn als Assistent an der Linie stand, vergangenen Juli in einem Interview des „Zeitmagazin“.

Erneut eskaliert war das Ganze nach dem Bundesliga-Spitzenspiel zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern München (2:3) Anfang Dezember vergangenen Jahres. BVB-Mittelfeldspieler Jude Bellingham attackierte Zwayer verbal: „Man gibt einem Schiedsrichter, der schon mal ein Spiel verschoben hat, das größte Spiel. Was soll man da erwarten?“

Der 18 Jahre alte Profi, der Zwayer damit indirekt Bestechlichkeit vorwarf, wurde deshalb mit einer Geldstrafe von 40 000 Euro belegt. „Ich möchte gerne insbesondere mit Jude Bellingham mich austauschen zu diesem Thema“, sagte Zwayer nun und erneuerte damit sein Gesprächsangebot. Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke kündigte am Samstag bei Sky an, Zwayer anzurufen. „Jetzt, wo das offensichtlich bei ihm auch ein bisschen tiefere Wirkung gezeigt hat, denke ich, dass wir mal direkt zum Hörer greifen. Es muss alles passen. Aber ich habe kein Problem, den ersten Schritt zu gehen.“

Die Causa Zwayer ist aber längst viel mehr als ein Streit zwischen Borussia Dortmund und dem Referee – sondern auch eine Belastung für den Verband. DFB-Schiedsrichter-Boss Lutz Michael Fröhlich hofft, dass der Spielleiter vom SC Charlottenburg ein Comeback gibt. „Wir wünschen uns und würden uns freuen, wenn Felix Zwayer uns und dem Fußball als Schiedsrichter erhalten bleibt“, wird der 64-Jährige auf der Website des DFB zitiert. Fröhlich stellte aber auch klar: „Wir unterstützen ihn nach besten Kräften, unabhängig davon, ob er sich für die Fortsetzung seiner Karriere als Schiedsrichter oder dagegen entscheidet.“

Zwayer pausiert, „weil ich mich aktuell der Verantwortung, ein Bundesligaspiel zu leiten, nicht stellen kann“. Fröhlich hatte zuletzt auch geäußert, man müsste „diese Geschichte rund um die Robert-Hoyzer-Affäre irgendwann mal aufklären“. Doch das wird juristisch nicht möglich sein. „Der Fall ist rechtskräftig abgeschlossen und es gibt keinen Grund, das Verfahren wieder aufzurollen“, sagte der heutige DFB-Sportgerichts-Vorsitzende Hans E. Lorenz der Deutschen Presse-Agentur.

Mit öffentlichen Äußerungen über die Zukunft Zwayers halten sich die meisten Beteiligten zurück. Die einen äußern Mitleid mit ihm, der seit vielen Jahren diesen „Rucksack“ mit sich herumschleppen muss und sehen in Gräfes Kritik einen Rachefeldzug, weil Zwayer auf der Karriereleiter irgendwann an ihm vorbei geklettert ist.

Die anderen sagen, dass der Fußball so schnelllebig ist, dass Zwayer wieder zurück in ein Bundesliga-Stadion kann, wenn etwas Gras über die Sache gewachsen ist. Einig sind sich alle, dass Zwayers internationaler Status massiv gelitten habe: FIFA-Schiedsrichter-Boss Pierluigi Collina, der ehemalige Topreferee aus Italien, ist über alles informiert – und hat keine Lust, Vorfälle wie mit Bellingham bei großen Fußballspielen zu erleben.

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Australian Open in Melbourne: Alexander Zverev scheidet überraschend im Achtelfinale aus

Melbourne – Tief gefrustet schlich Olympiasieger Alexander Zverev mit gesenktem Kopf vom Platz. All seine Titel-Hoffnungen bei den Australian Open muss Deutschlands bester Tennisspieler nach einem rätselhaft schwachen und trägen Auftritt schon im Achtelfinale abrupt begraben. Nach dem 3:6, 6:7 (5:7), 3:6 gegen den Kanadier Denis Shapovalov am Sonntag in Melbourne fällt auch das mögliche Traumduell mit dem spanischen Tennisstar Rafael Nadal im Viertelfinale aus.

„Am Ende des Tages war es einfach nicht gut genug“, sagte der beste deutsche Tennisspieler: „Es gibt keine Ausreden. Es gibt gar nichts. Ich muss es selber auf meinen eigenen Hut nehmen und versuchen, das Beste zu machen“, sagte der Weltranglisten-Dritte.

Zverev galt beim ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres als Mitfavorit und war mit dem Ziel nach Australien gereist, den Titel zu holen. „Ich könnte hier jetzt sitzen, und sagen: „Ich habe eine Erkältung und noch was.“ Aber nein, ich bin immer sehr ehrlich. Ich habe nichts. Ich habe einfach nur eine Scheiß-Woche gehabt, um ehrlich zu sein“, sagte der 24 Jahre alte Hamburger.

Nach dem merkwürdigen Tennis-Match über 2:21 Stunden mit zahlreichen unerklärlichen Fehlern hatte es der schlapp wirkende Hamburger eilig gehabt, vom Platz zu kommen. Aus Frust hatte Zverev zu Beginn des zweiten Satzes einen Schläger zerhackt, aber auch das wandelte er nicht in Energie und sein Weltklasse-Tennis um. Ein 5:3 im zweiten Satz reichte nicht zum Satzausgleich. „Ich habe mich schon extrem langsam gefühlt, ich habe mich nicht frisch gefühlt“, sagte er.

Er habe es versucht. „Ich habe den Schläger kaputt gemacht. Das mache ich ja auch nicht einfach so. Wenn du so schlecht spielst, kannst du machen, was du möchtest, kannst du rumhüpfen wie du möchtest, es ändert nichts“, meinte er. Boris Becker als Experte bei Eurosport urteilte: „So passiv habe ich ihn lange nicht gesehen, vielleicht hatte er irgendwas. Irgendwas ist diese Woche in Australien nicht rund gelaufen.“

Der Weltranglisten-14. Shapovalov, im vergangenen Jahr Halbfinalist von Wimbledon, in Melbourne aber noch nie über die dritte Runde hinausgekommen, zeigte Schwankungen, doch dies konnte Zverev nicht für sich nutzen. „Enttäuschend – er hat nie zu seinem Spiel gefunden, hatte die Dynamik nicht, die Aggressivität“, meinte Becker.

Seinen Ansprüchen wurde Zverev nach den drei Erfolgen in jeweils drei Sätzen in den drei Runden zuvor Down Under nicht mehr gerecht. Weil der serbische Weltranglisten-Erste und Rekordchampion Novak Djokovic aufgrund seines annullierten Visums nicht antreten durfte, waren Zverevs Chancen gestiegen – auch wenn im Viertelfinale nun der 20-malige Grand-Slam-Turniersieger Nadal gewartet hätte.

Dem Weltranglisten-Dritten fehlte gegen Shapovalov die gewohnte Sicherheit bei den Grundschlägen. Von dem Selbstbewusstsein, das ihn in den letzten Monaten der vergangenen Saison nach seiner Goldmedaille von Tokio ausgezeichnet hatte, war nichts zu sehen. Der Melbourne-Halbfinalist von 2020 wirkte müde.

Er kassierte das Break zum 1:3, geriet mit 1:4 in Rückstand. Als er auch im zweiten Satz früh den Aufschlag verlor, hackte Zverev dreimal seinen Schläger auf den Boden, machte ihn spieluntauglich und kassierte eine Verwarnung. Der Wutausbruch schien nur eine Frage der Zeit gewesen zu sein. Doch besser wurde es nicht: Zverev traf falsche Entscheidungen im Ballwechsel, er traf manche Bälle gar nicht richtig und agierte zu passiv.

Sinnbildlich: Als er selbst eine Breakchance zum 2:2 hatte, traf er den Return mit dem Schlägerrahmen. Der Ball landete auf den oberen Zuschauerreihen. Die nächste Breakchance nutzte Zverev dann. Aber dass er im Spiel blieb, hatte er eher der mangelnden Konstanz Shapovalovs zu verdanken.

Bezeichnend für den unsichren Auftritt auch der Verlust des zweiten Satzes: Linkshänder Shapovalov leistete sich im Tiebreak bei seinem ersten Satzball einen Doppelfehler. Doch anstatt dann mit dem eigenen Aufschlag zum 6:6 auszugleichen, kam von Zverev ein völlig missglückter Rahmenball. Auch der dritte Satz begann mit einem schnellen Aufschlagverlust. „Ich werde immer noch alles dafür tun, dass ich irgendwann die Grand-Slam-Trophäe hochhebe“, sagte Zverev: „Im Moment ist es natürlich albern, darüber zu reden, weil ich gerade in der vierten Runde der Australian Open verloren habe.“

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„Rassismusverdacht nicht erhärtet“: Überraschende Wende nach Spielabbruch in Duisburg


Update

Duisburg

Im Dezember wurde erstmals im deutschen Profifußball eine Partie wegen mutmaßlich rassistischer Äußerungen eines Fans des MSV Duisburg abgebrochen. Nach aktuellen Ermittlungsergebnissen der Polizei ist der Rassismusverdacht aber wohl vom Tisch.

In den Ermittlungen nach einer mutmaßlich rassistischen Beleidigung gegen einen Osnabrücker Fußballspieler bei der Drittliga-Partie in Duisburg haben sich die Vorwürfe nach Ansicht der Polizei nicht bestätigt. Der Staatsschutz der Duisburger Kriminalpolizei hat die Untersuchungen gegen einen Zuschauer beim Spiel des MSV gegen den VfL im Dezember vorläufig abgeschlossen. Das teilte die Polizei am Donnerstag mit. Mehrere Medien wie die „Neue Ruhr Zeitung“ hatten zuvor darüber berichtet.

In der Mitteilung hieß es: „Geklärt werden konnte, dass der 55-jährige Tatverdächtige „Du Affe kannst auch keine Ecke schießen“ gerufen hat und damit mutmaßlich den Spieler Florian Kleinhansl und nicht Aaron Opoku gemeint hatte.“ Zudem haben die Ermittlungen nach Einschätzung der Polizei den Verdacht, dass auf der Tribüne Affenlaute imitiert wurden, nicht bestätigt. Der Staatsschutz hatte zuvor Videoaufnahmen ausgewertet und Spieler, Schiedsrichter, Zuschauer sowie Ordner vernommen, hieß es in der Mitteilung.

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Spielabbruch gegen Osnabrück

: Polizei erstattet nach Rassismus-Eklat in Duisburg Anzeige gegen Fan

Die Akte habe man nun der Staatsanwaltschaft übergeben. Dort hieß es zunächst nur, die Unterlagen seien eingegangen. Man werde den Fall prüfen und sich dann öffentlich äußern, kündigte eine Sprecherin auf Anfrage an.

Die Untersuchungen waren nach einer Anzeige der Polizei in Gang gekommen, weil der 55 Jahre Duisburger Opoku rassistisch beleidigt haben soll. Der Schiedsrichter hatte angegeben, dass es auch Affenlaute gegeben habe. Der Vorfall hatte für Entsetzen weit über Fußballkreise hinaus gesorgt. Das Spiel war damals abgebrochen worden.

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Dynamo Dresden trauert: Hans-Jürgen „Dixie“ Dörner ist tot

Dresden – Dynamo Dresden trauert um seine Klubikone Hans-Jürgen „Dixie“ Dörner. Der Rekordspieler und Ehrenspielführer des Fußball-Zweitligisten verstarb in der Nacht zu Mittwoch nach langer und schwerer Krankheit im Alter von 70 Jahren. Das teilte Dynamo auf seiner Internetseite mit. „Lieber ‚Dixie’, Du wirst uns unendlich fehlen und dennoch immer mit uns sein“, schrieb der Klub: „Ruhe in Frieden!“

„Es ist unbegreiflich, schockierend und sehr, sehr traurig“, sagte Dynamo-Präsident Holger Scholze: „Sein Tod stürzt unsere Sportgemeinschaft in tiefe Trauer.“ In Dörner sei „nicht nur der größte Spieler der Vereinsgeschichte von uns gegangen“, so Scholze, „wir haben auch einen Menschen verloren, der unser aller Herz erobert hatte.“ Dörner habe sich mehr als fünf Jahrzehnte „auf und neben dem Platz für die Farben unserer Stadt und unseres Vereins in beeindruckender und herausragender Art und Weise eingesetzt“.

Dörner war zwischen 1969 und 1986 wettbewerbsübergreifend 558-mal für Dresden aufgelaufen und hatte dabei 101 Tore erzielt. Der 100-malige Auswahlspieler der ehemaligen DDR hatte sich zuletzt auch als Aufsichtsratsmitglied für seinen Klub engagiert. Im Oktober 2019 wurde er in die „Hall of Fame“ des Deutschen Fußballmuseums aufgenommen.

Dynamo will für das Zweitliga-Auswärtsspiel am kommenden Sonntag ( Uhr/Sky) bei Hannover 96 eine Schweigeminute beantragen. Zudem soll die Mannschaft als Zeichen der Anteilnahme mit Trauerflor spielen.

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NFL-Finale: Alle Infos zum Super Bowl 2022


Düsseldorf

Das NFL-Finale gehört zu den größten Sporteignissen der Welt. Und schon jetzt wirft der Super Bowl 2022 seinen Schatten voraus. Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

In der Nacht auf den 14. Februar 2022 findet wieder der Super Bowl statt. Wer überträgt den Super Bowl 2022, wer tritt in der Halbzeitshow auf und wer ist derzeit Titelverteidiger – hier finden Sie die wichtigsten Infos.

Info
Hier gibt’s Infos zu folgende Themen:

Termin und Austragungsort vom Super Bowl 2022

Titelverteidiger beim Super Bowl

Der Weg zum Super Bowl

Super Bowl 2022 im TV oder Livestream

Die meisten Super Bowl Titel

Halbzeitshow beim Super Bowl 2022

Nationalhymne beim Super Bowl 2022

Super Bowl und Zuschauer

Die NFL-Stars 2022

Deutsche NFL-Spieler

Super Bowl 2022: Wann und wo findet das Spiel statt?

Der Super Bowl LVI findet in der Nacht von Sonntag (13. Februar 2022) auf Montag (14. Februar 2022) statt. Kick-Off ist in der Regel um 0.30 Uhr.

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545 Millionen Dollar

: Super Bowl erzielt Rekord-Werbeerlöse

Austragungsort des Super Bowls 2022 wird das SoFi Stadium in Los Angeles (Kaliornien) sein. Das 2020 fertiggestellte Stadion beheimatet sowohl die LA Rams als auch die LA Chargers und bietet 70.270 Zuschauern Platz. Es kann aber auch auf bis zu rund 100.000 Plätze erweitert werden, was beim Super Bowl der Fall sein wird.

Wer ist Titelverteidiger beim Super Bowl?

Die Tampa Bay Buccaneers wurden im vergangenen Februar nicht nur das erste Team, das jemals an einem Super Bowl im eigenen Stadion teinahm, sondern sie gewannen ihn auch direkt. Im heimischen Raymond James Stadium wurden die Kansas City Chiefs deutlich mit 31:9 besiegt.

Zum wertvollsten Spieler (MVP) wurde Tampas Quarterback Tom Brady gewählt. Der 43-jährige Altmeister gewann bereits seinen persönlich siebten Super Bowl und wurde zum fünften Mal zum MVP des Endspiels gewählt.

Wie ist der Weg zum Super Bowl?

Die NFL ist in zwei so genannte Conferences aufgeteilt: Die American Football Conference (AFC) und die National Football Conference (NFC). Beide bestehen aus jeweils 16 Teams, von denen sich in der 17 Spiele umfassenden Regular Season jeweils sieben Mannschaften für die Play-offs qualifizieren.

In den Play-offs, die die NFC und AFC getrennt voneinander spielen, gibt es drei Runden. Die stärkste Mannschaft jeder Conference aus der Regular Season (nach Anzahl der Siege und Niederlagen) hat in der ersten Play-off-Runde ein Freilos. Die Zweitbeste spielt gegen die Siebtbeste und so weiter. Es gibt immer nur ein K.o.-Spiel. Die dritte Runde ist das so genannte Conference Championship Game: Der Sieger aus NFC und AFC ist Gewinner der jeweiligen Conference und vertritt diese anschließend im Super Bowl.

Diese Teams sind für die Playoffs qualifiziert

Die längste Hauptrunde der NFL-Geschichte ist vorbei – die Karriere von Quarterback-Routinier Ben Roethlisberger dagegen noch nicht. Am 18. Spieltag in der National Football League retteten sich die Pittsburgh Steelers mit einem 16:13-Sieg nach Verlängerung gegen die Baltimore Ravens und tatkräftiger Unterstützung anderer Teams doch noch in die Playoffs.

Welche Teams es noch in die Playoffs geschafft haben, können Sie hier nachlesen.

Die Play-offs im Überblick:

Die Play-offs starten am 15./16. Januar 2022 mit der ersten Runde, dem Wild-Card-Wochenende und damit eine Woche später als in den vergangenen Jahren gewohnt. Der Grund ist einfach: Die Regular Season wurde in dieser Saison auf 17 Spiele pro Team ausgeweitet und dauert dementsprechend eine Woche länger – bis zum 10. Januar.

Wild-Card-Wochenende (15./16. Januar 2022)

AFC  

Cincinnati Bengals – Las Vegas Raiders 26:19Buffalo Bills – New England Patriots 47:17Kansas City Chiefs – Pittsburgh Steelers 42:21Tampa Bay Buccaneers – Philadelphia Eagles 31:15Dallas Cowboys – San Francisco 49ers 17:23Los Angeles Rams – Arizona Cardinals: Dienstag, 18.1., 2.15 Uhr

Divisional-Runde (22./23. Januar 2022)

Tennessee Titans – Cincinnati BengalsKansas City Chiefs – Buffalo BillsGreen Bay Packers – San Francisco 49ersTampa Bay Buccaneers – Arizona Cardinals/Los Angeles Rams

Conference-Finale (30. Januar 2022)

Super Bowl (13. Februar 2022)

+++++ Das müssen Sie zur NFL-Saison 2021/2022 wissen +++++

Wo wird der Super Bowl 2022 im TV oder Livestream übertragen?

Der Super Bowl wird von ProSieben live im Free-TV übertragen. Start der Übertragung war im Vorjahr bereits um 22.15 Uhr (Kickoff: 0.30 Uhr). Während der Saison zeigen ProSieben Maxx und inzwischen auch manchmal das ProSieben-Hauptprogramm jeden Sonntag ausgewählte Spiele. Auch beim Streamingdienst Dazn gibt es jede Woche mehrere Partien sowie den Super Bowl zu sehen. Im vergangenen Jahr bot Dazn neben den deutschen Kommentatoren auch den amerikanischen Originalton an.

Bei RP Online bieten wir Ihnen in der Nacht einen Liveticker zum Spiel an. Den Ticker zum Super Bowl 2021 zum Nachlesen finden Sie hier.

Wer hat die meisten Super-Bowl-Titel?

Der erste Titel ging an die Green Bay Packers. Die Packers gewannen das Endspiel gegen die Kansas City Chiefs 35:10. Das Spiel fand damals noch unter dem Namen AFL-NFL World Championship Game statt. Erst zwei Jahre später bekam das Finalspiel dann offiziell den Namen Super Bowl.

1. Pittsburgh Steelers, New England Patriots 6 Siege

2. Dallas Cowboys, San Francisco 49ers 5 Siege

3. Green Bay Packers 4 Siege

4. Denver Broncos, Las Vegas Raiders (Oakland Raiders 1995–2019; Los Angeles Raiders 1982–1994), Washington Football Team (Washington Redskins 1937–2019) 3 Siege

Wer tritt in der Halbzeitshow beim Super Bowl 2022 auf?

Die Megastars Eminem und Snoop Dogg werden der legendären Halbzeitshow des Super Bowl in Inglewood auftreten. Die beiden Rapper zählen zu einem fünfköpfigen und prominenten Line-up. Demnach werden auch die Sängerin Mary Jane Blige sowie die Rapper Dr. Dre und Kendrick Lamar in Kalifornien performen.

Der kanadische HipHop- und R’n’B-Künstler The Weeknd trat beim Super Bowl 2021 auf und folgte damit auf die Pop-Ikonen Jennifer Lopez und Shakira.

+++++Alle Halbzeitshows seit 2000+++++

Wer singt beim Super Bowl 2022 die Nationalhymne?

In den USA wird vor jedem großen Sportevent die Nationalhymne gesungen. Diese beim Super Bowl zu singen gilt als große Ehre. In der Vergangenheit haben schon Stars wie Whitney Houston, Mariah Carey, Alicia Keys oder Neil Diamond die US-Hymne performt.

Auch der Künstler oder die Künstlerin für die Nationalhymne beim Super Bowl 2022 ist noch nichts bekannt.

Wird der Super Bowl LVI mit Zuschauern stattfinden?

Es ist aktuell davon auszugehen, dass das SoFi Stadium in Los Angeles bis auf den letzten Platz gefüllt sein wird. Schon für die Regular Season dürfen alle 32 NFL-Teams wieder mit einer vollen Auslastung ihrer Stadien planen, nochmal einige Monate weiter beim Super Bowl erst recht. Beim Endspiel 2021 waren nur gut 22.000 Zuschauer zugelassen.

Wer sind die NFL-Stars 2022?

Aaron Rodgers ist der amtierende MVP und darf auch 2022 als ein Anwärter auf den Titel des wertvollsten Spieler gesehen werden. Rodgers geht wahrscheinlich in sein letztes Jahr bei den Green Bay Packers und wird alles daransetzen, sich mit einem Titel zu verabschieden. Doch die Konkurrenz ist groß: Tom Brady und auch Patrick Mahomes dürften ebenfalls wieder zu den besten Spielern gehören und sind sowohl mit ihren Teams als auch persönlich favorisiert.

In der Defense dominiert voraussichtlicht wieder einmal ein altbekanntes Gesicht: Defensive Tackle Aaron Donald von den Los Angeles Rams wurde schon mehrfach zum Verteidiger des Jahres gewählt, so auch nach der Saiso 2020. 2019 stand er mit den Rams im Super Bowl, verlor aber gegen die New England Patriots. Nur der Ring fehlt Donald noch zur Krönung seiner schon jetzt großartigen Karriere. Streitig machen kann ihm den Titel als „Defensive Player of the Year“ am ehesten TJ Watt von den Pittsburgh Steelers, der Donald bereits 2020 in allen wichtigen Statistiken überlegen war. Weil Watt aber eine etwas „einfachere“ Position für diese Zahlen spielt, wurde ihm Donald vorgezogen. Noch.

Was ist mit den Deutschen NFL-Spielern?

Weil sich bei den New England Patriots Fullback Danny Vitale 2020 dazu entschloss, die Saison aufgrund der Corona-Pandemie auszusetzen, bekam der Deutsche Jakob Johnson das Vertrauen der Trainer und stand regelmäßig auf dem Feld und überzeugt. Er hat einen guten Eindruck hinterlassen und wird auch in der Saison 2021 seine Rolle spielen.

Equanimeous St. Brown steht, nachdem er kurzzeitig entlassen war, wieder bei den Green Bay Packers unter Vertrag. Sein jüngerer Bruder Amon-Ra wurde in diesem Jahr von den Detroit Lions gedraftet und hinterließ einen glänzenden Eindruck mit mehreren Touchdowns. Er ist einer der besten Rookies der Saison.

Ansonsten hatte es während der Saison noch Mark Nzeocha zurück in den Kader der San Francisco 49ers geschafft.

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Vor Anhörung und Australian-Open-Beginn: Novak Djokovic erneut in Gewahrsam

Melbourne – Kurz vor dem Auftakt der Australian Open ist Titelverteidiger und Rekordchampion Novak Djokovic im Corona-Krimi um seine Einreise nach Australien erneut in Gewahrsam. Statt sich in der Rod-Laver-Arena auf das am Montag beginnende Grand-Slam-Turnier in Melbourne vorzubereiten, wurde der 34 Jahre alte Weltranglistenerste aus Serbien aufgrund des erneut annullierten Visums wieder ins Abschiebehotel gebracht, wie australische Medien am Samstag berichteten. Es ist wahrscheinlich, dass er über Nacht in Gewahrsam bleibt. Für Sonntagmorgen um Uhr Ortszeit ist eine Anhörung vor Gericht geplant.

Das Bundesgericht soll Klarheit schaffen, ob der Weltranglistenerste an den Australian Open teilnehmen darf oder ausreisen muss. Wie die australische Nachrichtenagentur AAP berichtete, wird geprüft, ob die Anhörung vor einem einzelnen Richter oder drei Richtern stattfinden soll. Mit einer kurzen verfahrensrechtlichen Anhörung vor Richter David O’Callaghan wurde der Fall zur Visums-Frage am Samstag fortgesetzt, bei der die Uhrzeit für Sonntag festgelegt wurde.

Erste Gerichtsentscheidung war zu Djokovic Gunsten ausgefallen

Nachdem die Behörden dem ungeimpften Djokovic die Einreise in der vorigen Woche verweigert hatten, hatte er mehrere Nächte im Park Hotel im Melbourner Stadtteil Carlton verbracht. Die erste Gerichtsentscheidung am vergangenen Montag war zu seinen Gunsten ausgefallen, Djokovic hatte daraufhin die Vorbereitung auf das erste Grand-Slam-Turnier der Saison fortgesetzt.

Am Freitag war sein Visum in einer persönlichen Entscheidung von Einwanderungsminister Alex Hawke ein zweites Mal für ungültig erklärt worden. Die australische Regierung argumentierte Gerichtsunterlagen zufolge, der Aufenthalt des ungeimpften Tennisprofis im Land könne eine „Anti-Impf-Stimmung“ fördern. Die Aufhebung von Djokovics Visum hatte Einwanderungsminister Alex Hawke mit Gründen der Gesundheit gerechtfertigt.

Lesen Sie aus unserem Plus-Angebot: Der Fall Novak Djokovic – Ein Held wird zum Verlierer

Tennis-Olympiasieger Alexander Zverev sprach sich unterdessen für eine Teilnahme von Djokovic an den Australian Open aus. „Ich verstehe die Perspektive der Australier und der Regierung“, sagte der Weltranglisten-Dritte aus Hamburg: „Die australische Regierung und die Regierung Victorias hätten sich im Voraus im Klaren darüber sein müssen, was passieren wird. Ich denke, es ist nicht sehr fair für eine Person, hier herzukommen und nicht spielen zu können.“ Den enormen Wirbel in diesem Fall machte Zverev am Status von Djokovic fest: „Ich weiß nicht genug über die Situation, aber ich denke, wenn es nicht Novak Djokovic wäre, der Weltranglistenerste mit 20 Grand-Slam-Titeln, all das, dann wäre es nicht so ein großes Drama.“.

Andere Tennis-Konkurrenten äußerten sich zwei Tage vor dem Auftakt des ersten sportlichen Höhepunkts der Saison genervt von dem Dauerthema und würden lieber über ihren Sport sprechen. Wie zum Beispiel der Spanier Rafael Nadal. Es sei klar, dass Djokovic einer der besten Tennisspieler der Geschichte sei. „Aber kein Tennisspieler der Geschichte ist wichtiger als das Event“, sagte der 35-Jährige. „Wenn er am Ende spielt, ok. Wenn er nicht spielt, werden die Australian Open großartige Australian Open sein – mit oder ohne ihm.“ Seiner Meinung nach gebe es in diesem Fall „viele Fragen, die beantwortet werden müssen“, sagte der Weltranglisten-Sechste: „Ich denke, es wäre gut, wenn sich bald alles klärt.“

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Torarmut in Kamerun: „Hinten stehen und warten“ beim Afrika Cup


Düsseldorf

Von wegen Spektakel: Beim Afrika Cup enden zehn der ersten 14 Partien 1:0 und zwei 0:0. Lediglich Gastgeber Kamerun entzieht sich der kuriosen Torarmut.

Abwarten statt Pressing, Rasenschach anstelle von Spektakel: Beim Afrika Cup sorgt die geballte defensive Lust für gehörig offensiven Frust. Tormaschinen wie Ägyptens Mohamed Salah oder Senegals Sadio Mane laufen auf Sparflamme, zehn der ersten 14 Spiele endeten 1:0, zwei 0:0. Außer Kamerun traf noch kein Team mehrfach – 18 Tore sind bei einem Durchschnitt von 1,28 Treffern pro Spiel ein Allzeittief.

„Es war schon immer so, dass die Mannschaften in Afrika vorsichtig in den Wettbewerb gegangen sind. Diese Feststellung ist nicht neu“, sagte der langjährige nigerianische Fußball-Nationaltrainer Gernot Rohr dem SID: „In dieser besonderen Zeit war die Vorbereitung für alle schwierig, dadurch ist zusätzlich noch mal eine größere Vorsicht entstanden.“ Doch gegenüber den letzten Ausgaben oder anderen Kontinentalturnieren wirkt die kuriose Trefferarmut bedenklich.

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: Schiedsrichter pfeift gleich zweimal zu früh ab – falsche Hymne eingespielt

Beim letzten Afrika Cup im Jahr 2019 waren es nach 14 Spielen noch zwölf Tore mehr. Europas Topteams trafen bei der EM im Vorjahr in den ersten 14 Begegnungen 31 Mal ins Schwarze, selbst bei der trefferärmsten EM im Jahr 1980 fielen 1,93 Tore pro Partie. Verschärft wird das Problem dadurch, dass Gastgeber Kamerun mit seinen sechs Toren alleine für ein Drittel der Treffer verantwortlich ist.

Dennoch sieht Rohr keinen Grund zur Panik. „Der Druck wird auch immer größer, die Spieler müssen erst die Nervosität ablegen. Ab dem zweiten Spiel sollten mehr Tore kommen. Das war meistens der Fall“, betonte der 68-Jährige. Auch Otto Pfister sieht die enorme Erwartungshaltung in der Heimat als Last für viele Stars. „Man erwartet den Turniersieg. Egal, ob in Gambia oder Ghana“, sagte der langjährige Trainer Kameruns der Schweizer Zeitung Blick.

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Dazu komme die Belastung mitten in der europäischen Saison. „Viele von ihnen sind kurzfristig angereist, haben viele Spiele in den Beinen und sind müde. Da fehlt die Frische für ein Fußballspiel bei 32 Grad im Schatten ohne Angewöhnungszeit“, führte der gebürtige Kölner aus. Laut Rohr bleiben die Mannschaften wegen der Hitze „eher hinten stehen und warten. Taktisch ziehen sie da ihre Konsequenzen aus dem Klima und pressen nicht ganz vorne wie in Europa bei Abendspielen oder im Winter.“

Dazu verleite der Turniermodus, bei dem 16 der 24 Mannschaften das Achtelfinale erreichen, Favoriten in der Vorrunde teilweise zum Schonen von Kräften. „Ich glaube“, so Rohr, „dass es im Turnierverlauf immer besser wird.“ Und so dann doch noch Werbung für den afrikanischen Fußball betrieben wird.

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American Football: Das sind die Playoffs in der NFL


Los Angeles

18 Wochen NFL-Hauptrunde – das gab es noch nie. Am Ende dieses langen Vorspiels vor den Playoffs in der National Football League gibt es überraschende Sieger, mindestens ein Bonus-Spiel für einen ganz großen und ein weiteres Ausrufezeichen von einem deutschen Profi.

Die längste Hauptrunde der NFL-Geschichte ist vorbei – die Karriere von Quarterback-Routinier Ben Roethlisberger dagegen noch nicht. Am 18. Spieltag in der National Football League retteten sich die Pittsburgh Steelers mit einem 16:13-Sieg nach Verlängerung gegen die Baltimore Ravens und tatkräftiger Unterstützung anderer Teams doch noch in die Playoffs. Nach 18 Jahren in der besten Football-Liga der Welt bekommt Roethlisbergers Karriere also noch mindestens eine Zugabe, wenn es in der deutschen Nacht zu Montag (2.15 Uhr) gegen die Kansas City Chiefs geht. Doch das ist längst nicht die einzige bemerkenswerte Geschichte zum Abschluss der NFL-Hauptrunde.

Abknien, Unentschieden einsacken und gemeinsam mit dem Gegner in die Playoffs einziehen? Nicht mit den Las Vegas Raiders. Beim Stand von 32:32 gegen die Los Angeles Chargers mit nur noch wenigen Sekunden auf der Uhr riskierte das Team aus der Glücksspielmetropole den sicheren Einzug für den Sieg, gewann per Field Goal 35:32 – und ermöglichte nur deswegen auch den Steelers um Roethlisberger die kaum noch für möglich gehaltene Teilnahme an der K.o.-Runde. Für die Raiders ist es der Lohn für eine wilde Saison mit viel Turbulenzen, Kritik und dem erzwungenen Rücktritt von Trainer Jon Gruden nach sechs Spielen. Die Chargers dagegen sind trotz grandioser Aufholjagd und einer erneut beeindruckenden Leistung von Quarterback Justin Herbert raus.

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Für die Detroit Lions war die Saison vor allem frustrierend mit nur drei Siegen – für Amon-Ra St. Brown aber waren insbesondere die letzten Monate in seinem Debüt-Jahr in der NFL ein riesiges Ausrufezeichen. Sehchs Touchdowns, 912 Yards bei 90 gefangenen Pässen und dazu einen NFL-Rekord für Rookies durch die zuletzt sechs Partien in Serie mit mindestens acht gefangenen Bällen sammelte er alles in allem. Der 22-Jährige mit deutscher Mutter, amerikanischem Vater und Pässen beider Länder ist in der Liga kein No-Name mehr. „Ich bin nicht überrascht über mich, ich weiß, was ich kann, ich kenne meine Fähigkeiten“, sagte St. Brown nach dem abschließenden 37:30 gegen die Green Bay Packers. Einzig das Timing mit der starken Serie von vier Touchdowns in vier Spielen zum Ende der Saison habe ihn überrascht.

Tom Brady ist 44 Jahre alt. Dem mit sieben Super-Bowl-Siegen erfolgreichsten Quarterback der NFL-Geschichte wurde in seiner Karriere schon mehrfach nachgesagt, dass er die beste Zeit hinter sich hat – nur um seine Kritiker jedes Mal eines besseren zu belehren. Zum Abschluss der Hauptrunde durchbrach Brady die Marke von 5000 Yards an Pässen – zehn Jahre nachdem ihm das im Alter von 34 Jahren zum ersten Mal gelungen war. Nur der nicht mehr aktive Drew Brees und Brady haben diese Marke mehr als einmal in ihrer Karriere durchbrochen, älter als Brady war dabei kein Quarterback in der Geschichte der NFL.

Nicht die Kansas City Chiefs um Quarterback-Superstar Patrick Mahomes, sondern die Tennessee Titans haben sich das einzige Freilos der AFC gesichert. Und statt auf dem letzten Platz wie noch vor zwölf Monaten arbeiteten sich die Cincinnati Bengals vor den Pittsburgh Steelers, den Baltimore Ravens und den Cleveland Browns vor auf Rang eins der AFC North und damit einem garantierten Playoff-Platz – in der American Football Conference war dieses Jahr vieles anders, als es die meisten Fans gewohnt waren. Die Chiefs kostete vor allem die Schwächephase früh in der Saison die begehrte Pause am ersten Spieltag der Playoffs, die Bengals verdienten sich ihren Platz mit zehn Siegen und sieben Niederlagen vor allem dank einer starken zweiten NFL-Saison von Quarterback Joe Burrow.

Die Spiele werden allesamt im deutschen Free-TV übertragen. Alle Partien der Wild-Card-Round werden im Hauptprogramm bei ProSieben gezeigt. Parallel streamt Ran die die Begegnungen auf der eigenen Webseite. Auch der Streaming-Anbieter Dazn zeigt einige Spiele der NFL-Playoffs – allerdings keines in der Wild-Card-Round.

Die Begegnungen der NFL-Playoffs in der Übersicht:

AFC

Tennessee Titans FreilosCincinnati Bengals – Las Vegas Raiders Samstag, 15.1. 22.35 Uhr (ProSieben und ran.de)Buffalo Bills – New England Patriots Sonntag, 16.1. 2.15 Uhr (ProSieben und ran.de)Kansas City Chiefs – Pittsburgh Steelers Montag, 17.1. 2.15 Uhr (ProSieben und ran.de)

NFC 

Green Bay Packers Freilos Tampa Bay Buccaneers – Philadelphia Eagles Sonntag, 16.1. 19 Uhr (ProSieben und ran.de)Dallas Cowboys – San Francisco 49ers Sonntag, 16.1. 22.30 Uhr (ProSieben und ran.de)Los Angeles Rams – Arizona Cardinals Dienstag, 18.1. 2.15 Uhr (ProSieben und ran.de)

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Moderner Fünfkampf bei Olympia: Verfahren gegen Schleu und Raisner nach Reit-Eklat eingestellt

Potsdam – Nach dem Eklat im Modernen Fünfkampf bei den Olympischen Spielen in Tokio sind die Ermittlungsverfahren gegen Annika Schleu und Bundestrainerin Kim Raisner eingestellt worden. Das teilten am Dienstag die jeweiligen Rechtsanwälte der beiden mit. 

Die Staatsanwaltschaft Potsdam habe demnach die Ermittlungsverfahren „wegen angeblicher Verstöße gegen das Tierschutzgesetz“ gegen Schleu und wegen „Tierquälerei bzw. Beihilfe zur Tierquälerei“ gegen Raisner eingestellt. Laut Schleus Anwälten werde die 31-Jährige 500 Euro an eine gemeinnützige Einrichtung zahlen. Damit werde das Ermittlungsverfahren „endgültig abgeschlossen“. 

Auch Raisner habe einer Einstellung zugestimmt, der Schuldvorwurf entfalle, „sodass sich unsere Mandantin weiterhin als unschuldig bezeichnen darf“. Die 49-Jährige betone, „dass mit der Zustimmung zur Verfahrenseinstellung keinerlei Schuldeingeständnis verbunden ist“, hieß es in einer Mitteilung.

Schleu hatte in Tokio auf Goldkurs gelegen. Beim Springreiten blockte das ihr zugeloste Pferd Saint Boy jedoch ab. Schleu versuchte unter Tränen, das Tier mit Sporen und Gerte zurück in den Parcours zu bringen. Bundestrainerin Raisner animierte ihre Athletin zusätzlich mit umstrittenen Zurufen und einem Faustschlag gegen das Pferd.

Schleu sei weiter „an einer Fortführung der Diskussion zum Schutz von Tieren, speziell Pferden in- und außerhalb des Sports“ gelegen, teilten ihre Anwälte mit: „Die weitere Diskussion um den Schutz von Pferden im Sport sollte nicht auf dem Rücken von Frau Schleu ausgetragen werden, sondern innerhalb der zuständigen Verbände fortgesetzt werden.“

Der Weltverband UIPM hatte aus dem Vorfall bereits Konsequenzen gezogen und angekündigt, das Springreiten aus dem Programm des Fünfkampfs zu streichen. Nach den Sommerspielen 2024 in Paris soll die Disziplin durch eine neue ersetzt werden.

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Ski Alpin 21/22: DSV-Athletin Schlosser in Kranjska Gora schwer gestürzt


Düsseldorf
DSV-Athletin Paulina Schlosser ist beim Riesenslalom-Weltcup im slowenischen Kranjska Gora schwer gestürzt. Die 20-Jährige musste noch auf der Piste minutenlang behandelt werden. In unserem Ski-Alpin-Telegramm verpassen Sie nichts.

Die deutsche Skirennläuferin Paulina Schlosser hat sich beim Weltcup-Riesenslalom im slowenischen Kranjska Gora allem Anschein nach schwer verletzt. Die 20-Jährige vom Ski-Club Kreenheinstetten auf der Schwäbischen Alb stürzte im ersten Durchgang ihres zweiten Weltcup-Rennens, dabei verdrehte sich das rechte Bein.

Mehr als 20 Minuten musste Schlosser auf der Piste behandelt werden, ehe sie mit dem Rettungsschlitten abtransportiert werden konnte. Wie der Deutsche Skiverband (DSV) zunächst mitteilte, erlitt sie eine Verletzung am Unterschenkel. Eine genau Diagnose steht noch aus.

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Emma Aicher, zweite deutsche Starterin am Berg Vitranc, verpasste mit einem Rückstand von 3,33 Sekunden auf die in Führung liegende Schwedin Sara Hector das Finale. Ihr folgen Ex-Weltmeisterin Tessa Worley aus Frankreich (+0,08 Sekunden) und Parallel-Weltmeisterin Marta Bassino aus Italien (+0,23 Sekunden). Das Rennen hätte ursprünglich im slowenischen Maribor stattfinden sollen.

+++++6. Januar 2022+++++

Irreguläre Verhältnisse – Slalom-Abbruch nach Farce in Zagreb

Der Weltcup-Slalom in Zagreb ist wegen irregulärer Pistenverhältnisse im ersten Durchgang nach 19 Startern abgebrochen worden. Der Münchner Linus Straßer lag zu diesem Zeitpunkt auf Platz neun (+2,16 Sekunden) und damit auf Olympiakurs. Dem 29-Jährigen fehlt noch die halbe Norm und damit eine Platzierung unter den Top15 zur Teilnahme an den Winterspielen in Peking (4. bis 20. Februar).

In Zagreb ließen die schlechten Schneeverhältnisse kein faires Rennen zu. Der Slalom war wegen der jüngsten Wetterkapriolen in der kroatischen Hauptstadt bereits von Mittwoch auf Donnerstag verschoben worden. Am Dienstag hatten die Frauen am „Bärenberg“ einen kompletten Slalom in zwei Läufen trotz widrigster Bedingungen absolviert.

Frauen-Slalom in Flachau abgesagt – Inzidenz zu hoch

Der für den 11. Januar geplante Nachtslalom der alpinen Skirennfahrerinnen wird coronabedingt von Flachau nach Schladming verlegt. Aufgrund der hohen Inzidenzzahlen in Flachau habe sich das Land Salzburg gegen eine Durchführung des Rennens dort ausgesprochen, teilte der Österreichische Skiverband (ÖSV) am Donnerstag mit. Stattdessen wird nun auf der Planai gefahren.

Die weiteren Weltcup-Events im Salzburger Land in der kommenden Woche – die Skirennen der Damen in Zauchensee (15./16. Januar) und die Parallelrennen der Snowboarder in Bad Gastein (11./12. Januar) – sollen wie geplant stattfinden.

Hilzinger positiv getestet

Skirennfahrerin Jessica Hilzinger ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die 24-Jährige vom SC Oberstdorf kann deshalb nicht an den Weltcup-Rennen in Kranjska Gora am kommenden Wochenende teilnehmen, wie der Deutsche Skiverband (DSV) am Donnerstag mitteilte. In Slowenien stehen für die alpinen Damen am Samstag und Sonntag ein Riesenslalom und ein Slalom an. Beim Torlauf im kroatischen Zagreb hatte Hilzinger als 21. am Dienstag ihr bestes Saisonergebnis eingefahren.

+++ 5. Januar +++

Slalom der Männer auf Donnerstag verschoben

Wetterkapriolen in der kroatischen Hauptstadt Zagreb haben am Mittwoch für eine Absage des dortigen Weltcup-Slaloms der Männer gesorgt. Auch die Möglichkeit einer späteren Austragung am Abend wurde nach eingehender Prüfung verworfen. Das Rennen soll nun am Donnerstag (13.00/16.10 Uhr) stattfinden.

Nachdem die Jury den Start zunächst um 15 Minuten verschoben hatte, teilte sie dann aufgrund der „extremen Wetterverhältnisse“ die Absage mit. Bei einer abermaligen Inspektion der Piste am „Bärenberg“ hatte sich herausgestellt, dass diese kein reguläres Rennen ermöglichen würde.

+++++4. Januar 2022+++++

Vlhova gelingt Hattrick in Zagreb – Dürr verpasst Top Ten

Petra Vlhova bleibt die große Slalom-Dominatorin in diesem Olympia-Winter. Die 26 Jahre alte Slowakin siegte beim traditionellen Jahresauftakt in Zagreb vor ihrer großen Konkurrentin Mikaela Shiffrin aus den USA (+ 0,50 Sekunden). Dritte wurde die Österreicherin Katharina Liensberger mit einem Rückstand von 2,11 Sekunden.

Für Vlhova war es in Zagreb der dritte Erfolg hintereinander. In fünf Slalom-Rennen in diesem Olympia-Winter stand die Gesamtweltcupsiegerin viermal ganz oben. Lediglich in Killington musste sie sich Shiffrin geschlagen geben.

Die US-Amerikanerin und zweimalige Olympiasiegerin feierte auf der ruppigen Piste in Zagreb ihr Comeback. Den Torlauf in Lienz hatte die Freundin vom norwegischen Ski-Star Aleksander Aamodt Kilde nach einer Corona-Infektion noch verpasst. „Viel trainieren konnte ich nicht“, hatte Shiffrin vor dem Start berichtet.

Für das Alpin-Quintett des Deutschen Skiverbandes (DSV) lief es zum zweiten Mal in Folge enttäuschend. Lena Dürr, die vor 14 Jahren in Zagreb ihr Weltcup-Debüt gegeben hatte, wurde Elfte. Nach dem ersten Durchgang hatte die Sportlerin vom SV Germering noch auf Rang sechs gelegen. Jessica Hilzinger erreichte mit Platz 21 immerhin ihr bestes Saisonergebnis. Emma Aicher, Marlene Schmotz und Paulina Schlosser verfehlten die Punkteränge.

Die Athletinnen hatten auf dem gesamten Kurs mit umherfliegenden Blättern und Tannennadeln zu kämpfen. Die Piste glich zeitweise eher einem Laubwald als einer gut präparierten Wettkampfstätte. „Es ist sehr warm und dementsprechend auch wenig Schnee“, hatte Schmotz den Hang im Vorfeld beschrieben.

+++++3. Januar 2022+++++

Drei Schweizerinnen positiv getestet – Shiffrin gibt Comeback

Auch im alpinen Ski-Weltcup gibt es vor dem nächsten Damen-Rennen weitere Corona-Fälle. Die Schweizerinnen Camille Rast, Aline Danioth und Mélanie Meillard wurden in den vergangenen Tagen positiv getestet, wie der Schweizer Ski-Verband am Montag mitteilte. Sie fehlen beim Slalom am Dienstag in Zagreb. Weltmeisterin Lara Gut-Behrami fällt wegen eines positiven Corona-Tests weiter aus. Dagegen ist die zuletzt ebenfalls an Covid-19 erkrankte Amerikanerin Mikaela Shiffrin in Kroatien wohl wieder dabei. Die Ausnahme-Rennfahrerin wurde am Montag offenbar negativ getestet. „Wir sehen uns morgen, Zagreb“, schrieb Shiffrin auf Instagram.

Angesichts der Omikron-Variante dürfte es vier Wochen vor Beginn der Olympischen Winterspiele in Peking weitere Fälle geben. „Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Infektionen auch bei den Herren in die Höhe schnellen“, sagte Markus Waldner, Renndirektor des Ski-Weltverbandes Fis, zuletzt in einem Interview. Der Ski-Weltcup hänge „am seidenen Faden“, sagte der Südtiroler. „Sollten wir bis Olympia im Februar heil durchkommen und dort wirklich alle weltbesten Athleten am Start stehen, dann grenzt das an ein Wunder.“

+++ 30. Dezember 2021 +++

Super-G in Bormio fällt aus

Das letzte alpine Weltcup-Rennen des Jahres ist am Donnerstagmorgen abgesagt worden. Angesichts der hohen Temperaturen im italienischen Bormio und der daraus resultierenden gefährlichen Pistenverhältnisse auf der Stelvio entschied sich die Rennjury, den geplanten zweiten Super-G der Männer „aus Sicherheitsgründen“ zu canceln.

Am Mittwochabend hatte es in Bormio zunächst stark geregnet, über Nacht war es dann gefroren. Die Stelvio hatte sich daher am frühen Donnerstagmorgen zunächst als Eisbahn präsentiert, der schließlich die hohen Temperaturen zusetzten.

Die nächsten geplanten Rennen sind im neuen Jahr die Slaloms im kroatischen Zagreb am 4. und 5. Januar (Frauen/Männer).

+++ 29. Dezember +++

Dürr verpasst Top-Resultat

Skirennläuferin Lena Dürr hat im letzten Frauen-Rennen des Jahres eine weitere Spitzenplatzierung klar verpasst. Beim Weltcup-Slalom im österreichischen Lienz kam die 30-Jährige vom SV Germering, die im Olympia-Winter bislang mit den Rängen drei, drei und fünf geglänzt hatte, nicht über Rang 18 hinaus.

„Es ärgert mich brutal“, sagte Dürr in der ARD, nachdem sie in beiden Läufen gut gestartet war, dann aber jeweils folgenschwer patzte. Das Podest verfehlte sie um 1,57 Sekunden. Das deutsche Nachwuchstalent Emma Aicher war bereits im ersten Lauf ausgeschieden, Jessica Hilzinger und Marlene Schmotz waren für das Finale zu langsam.

In Abwesenheit der mit dem Coronavirus infizierten Mikaela Shiffrin (USA) fuhr Gesamtweltcupsiegerin Petra Vlhova aus der Slowakei zu ihrem dritten Saisonsieg: Ihr folgten Weltmeisterin Katharina Liensberger aus Österreich (+0,27 Sekunden) und Michelle Gisin aus der Schweiz (+0,08). Shiffrin geht dennoch als Führende im Gesamtweltcup in das neue Jahr.

Kilde dominiert beim Super-G in Bormio, die Deutschen enttäuschen

Skirennläufer Aleksander Aamodt Kilde hat beim Weltcup im italienischen Bormio mit einem Traumlauf das erste von zwei Super-G-Rennen gewonnen. Der 29 Jahre alte Norweger, der sich erst im vergangenen Januar das Kreuzband gerissen hatte, fuhr auf der eisigen Stelvio zu seinem vierten Sieg in dieser Saison.

Während die deutschen Starter enttäuschten, gewann Kilde vor dem Überraschungsmann Raphael Haaser aus Österreich (+0,72 Sekunden) und dessen Landmann, Doppel-Weltmeister Vincent Kriechmayr (+0,85 Sekunden). „Es war am Limit, aber es hat genau gepasst“, sagte der 29 Jahre alte Norweger in der ARD.

Die fünf deutschen Starter, die sich allesamt schon für Olympia qualifiziert haben, konnten auch ihre eigenen Erwartungen nicht erfüllen. Andreas Sander, Josef Ferstl, Simon Jocher und Romed Baumann belegten die Plätze 19, 21, 22 und 26. Dominik Schweiger, am Vortag starker Fünfter in der Abfahrt, schied aus.

Am Donnerstag folgt auf der Stelvio ein weiterer Super-G. Es ist das letzte alpine Ski-Rennen des Jahres.

Schwaiger überrascht bei Paris-Sieg

Skirennläufer Dominik Schwaiger hat bei der spektakulären Weltcup-Abfahrt im italienischen Bormio für eine große Überraschung gesorgt. Der 30 Jahre alte Draufgänger vom Königssee raste auf der herausfordenden Pista Stelvio, auf der er vier Jahre zuvor schwer gestürzt war, auf den bemerkenswerten fünften Rang. Mit dem besten Ergebnis seiner Karriere sicherte er sich zugleich als fünfter deutscher Abfahrer das Ticket für Olympia.

„Ich habe einfach eine geilen Lauf erwischt“, sagte Schwaiger in der ARD. Auf der berüchtigten Strecke im Schatten des Stilfserjochs lag er 1,10 Sekunden hinter Dominik Paris, der in Bormio wieder mal eine Klasse für sich war. Dem 32 Jahre alten Südtiroler Kraftpaket gelang der siebte Weltcupsieg auf der Stelvio, der sechste in der alpinen Königsdisziplin. Sechs Abfahrtsrennen an einem Ort hat noch kein Skirennläufer gewonnen.

Auf der 3270 Meter langen Strecke lag Paris, der seinen insgesamt 20. Sieg im Weltcup feierte, 0,24 Sekunden vor dem unmittelbar vor ihm gestarteten Marco Odermatt aus der Schweiz. Dessen Mannschaftskollege Niels Hintermann schob sich mit 0,80 Sekunden Rückstand auf den Sieger ein wenig überraschend auf Rang drei.

Schwaiger überstrahlte das ansonsten eher schwache deutsche Abschneiden. Schnellster seiner Kollegen war Josef Ferstl auf Rang 16. Romed Baumann, WM-Zweiter im Super-G, und Andreas Sander, WM-Zweiter in der Abfahrt, belegten die Plätze 22 und 28. Simon Jocher schied aus. Alle fünf sind allerdings für Olympia qualifiziert, vor Ort wird es somit zu einer Ausscheidung kommen.

Worley gewinnt in Lienz

Die französische Skirennfahrerin Tessa Worley hat den letzten Riesenslalom des Jahres in Lienz gewonnen. Die 32-Jährige feierte am Schlossberg am Dienstag ihren ersten Saisonsieg – und ihren 15. im Weltcup insgesamt. Zweite hinter der Weltmeisterin von 2013 und 2017 wurde die slowakische Gesamtweltcupsiegerin Petra Vlhova mit 0,30 Sekunden Rückstand. Auf Platz drei und zum dritten Mal in Serie auf das Podium fuhr die Schwedin Sara Hector (+0,38).

Neben US-Superstar Mikaela Shiffrin fehlte auch die amtierende Weltmeisterin Lara Gut-Behrami erneut wegen eines positiven Corona-Tests. Die Schweizerin hatte deshalb schon die vorangegangen vier Weltcup-Rennen in Val d’Isère und Courchevel verpasst und dadurch vermutlich wichtige Punkte für das Gesamtklassement verloren.

Die einzige deutsche Starterin, Marlene Schmotz, verpasste als 43. des ersten Durchgangs das Finale deutlich und blieb zum wiederholten Mal ohne Zähler. Am Mittwoch steht in Österreich noch ein Slalom an. Das neue Jahr beginnt mit dem Torlauf in Zagreb am 4. Januar.

+++ 27. Dezember +++

Shiffrin positiv auf Corona getestet

Die alpinen Skiwettbewerbe der Frauen im österreichischen Lienz werden ohne die Dominatorin Mikaela Shiffrin aus den USA stattfinden. Der Ski-Star verkündete am Montag, dass ein obligatorischer Coronatest positiv ausgefallen sei. Shiffrin gehe es aber gut, schrieb sie dazu.

Noch vor Weihnachten war Shiffrin in Courchevel zu einem Sieg und einem zweiten Platz bei den beiden Riesenslaloms gefahren. In Lienz stehen die kommenden Tage ebenfalls Technik-Wettbewerbe an, in denen sie als Favoritin gilt.

Welche Auswirkungen Shiffrins positiver Coronatest auf ihren Freund Aleksander Aamodt Kilde haben wird, ist noch offen. Der norwegische Speed-Spezialist feierte zusammen mit Shiffrin und den Familien der beiden zusammen Weihnachten. Am Montag stand er aber beim Abfahrtstraining in Bormio am Start. In den kommenden Tagen wollte er bei den Speed-Wettbewerben um die Siege kämpfen.

+++ 26. Dezember +++

Zwangspause für Filser

Skirennläuferin Andrea Filser (Wildsteig) hat sich beim Slalomtraining in Kühtai/Österreich verletzt. Das teilte der Deutsche Skiverband (DSV) am Sonntag mit. Filser erlitt einen Anriss der Syndesmose im linken Sprunggelenk und muss vorerst pausieren. „Aktuell wird die Verletzung konservativ, durch Ruhigstellung und Entlastung des Gelenkes, behandelt“, schrieb der DSV.

Filser, WM-Dritte mit dem Team, wird damit auch beim kommenden Weltcup im österreichischen Lienz fehlen. Die DSV-Mannschaft wird angeführt von der zweimaligen Weltcup-Dritten Lena Dürr (Germering). Am Dienstag (28. Dezember) ist in Lienz ein Riesenslalom, einen Tag später ein Slalom angesetzt.

Für die Männer um die Vizeweltmeister Romed Baumann (Kiefersfelden) und Andreas Sander (Ennepetal) stehen vom 28. bis 30. Dezember im italienischen Bormio eine Abfahrt und zwei Super-G auf dem Programm. Ebenfalls zum Aufgebot gehören Simon Jocher (Garmisch) und Josef Ferstl (Hammer), die zuletzt in der Abfahrt von Gröden die Norm für die Winterspiele in Peking (4. bis 20. Februar) schafften.

+++22. Dezember 2021+++

Straßer scheidet erneut aus

Linus Straßer schaute etwas ratlos als er nach wenigen Sekunden schon wieder Feierabend hatte. Der Münchner Skirennfahrer ist auch im zweiten Slalom-Weltcup der Saison ohne Punkte geblieben. Der 29-Jährige schied im ersten Durchgang des Nachtevents von Madonna di Campiglio am Mittwoch nach einem Patzer im oberen Streckenabschnitt aus. Auch seine Teamkollegen verpassten das Finale.

Der Sieg ging an Weltmeister Sebastian Foss-Solevaag aus Norwegen. Der Franzose Clement Noel, der vor eineinhalb Wochen in Val d’Isère gewonnen hatte, steuerte als Schlussläufer im zweiten Durchgang klar auf eine neue Bestzeit zu – ehe er am letzten Tor noch wegrutschte. Zweiter wurde der französische Gesamtweltcup-Sieger Alexis Pinturault mit 0,10 Sekunden Rückstand, Dritter der Schwede Kristoffer Jakobsen (+0,11).

„Das war schon sehr unglücklich“, sagte Wolfgang Maier, Alpindirektor des Deutschen Skiverbandes (DSV), mit Blick auf Straßers Aus der dpa. Bereits in Val d’Isère hatte sich die größte Slalom-Hoffnung unter den deutschen Herren nicht für den zweiten Lauf qualifiziert – damals geschwächt von einem Magen-Darm-Infekt. Diesmal unterlief Straßer ein „klassischer Fahrfehler“, so Maier. „Nach den ersten zwei Rennen ohne etwas dazustehen, ist für keinen Athleten einfach. Aber der Linus ist zäh. Der hatte ja schon mehrere Aufs und Abs“, sagte der Alpinchef.

In Maiers Worten schwang also durchaus Zuversicht mit, dass Straßer beim ersten Torlauf nach dem Jahreswechsel am 6. Januar in Zagreb wieder weiter vorne mitmischen kann. Vergangenen Winter war er in Kroatien völlig überraschend zum Sieg gefahren.

Dass es in Madonna di Campiglio auch sonst kein Deutscher in die Punkte schaffte, befand Maier aber schon als „enttäuschend“. Fabian Himmelsbach, Julian Rauchfuß und Anton Tremmel belegten die Plätze 34, 36 und 48. David Ketterer schied aus – genau wie die beiden hoch gehandelten Österreicher Marco Schwarz und Manuel Feller.

Shiffrin verpasst nächsten Sieg – Deutsche erneut ohne Punkte

Die amerikanische Skirennfahrerin Mikaela Shiffrin hat einen Doppelsieg in Courchevel nur knapp verpasst. Die 26-Jährige fuhr im zweiten Riesenslalom in den französischen Alpen am Mittwoch auf Platz zwei. 0,35 Sekunden trennten sie am Ende von der Schwedin Sara Hector, die tags zuvor noch Zweite hinter Shiffrin geworden war und nun ihren zweiten Weltcup-Sieg feierte – den ersten seit fast sieben Jahren. Dritte wurde die Italienerin Marta Bassino (+0,60 Sekunden).

Die deutschen Damen blieben erneut ohne Punkte. Marlene Schmotz als 36. und Jessica Hilzinger als 43. konnten sich wie schon am Dienstag nicht für das Finale der besten 30 qualifizieren.

+++++21. Dezember 2021+++++

Shiffrin feiert in Courchevel 72. Weltcup-Sieg – DSV-Läuferinnen enttäuschen

Skirennläuferin Mikaela Shiffrin hat beim ersten Riesenslalom im französischen Courchevel ihren 72. Weltcup-Sieg gefeiert. Die US-Amerikanerin unterstrich ihre Ausnahmestellung in einem schwierigen Rennen mit einem Vorsprung von 0,86 Sekunden auf die zweitplatzierte Schwedin Sara Hector. Dritte wurde die Schweizerin Michelle Gisin (+1,08).

„Es war ein sehr schwieriger Tag“, sagte Shiffrin, „der Kalender ist so eng. Aber ich habe mein bestes Skifahren gezeigt, das ist wirklich unglaublich. Ich bin super glücklich.“ Mit ihrem 14. Sieg im „Riesen“ zog die 26-Jährige in der „ewigen“ Bestenliste mit Viktoria Rebensburg auf Rang drei gleich.

Die beiden deutschen Starterinnen hatten im WM-Ort von 2023 nichts mit dem Ausgang des Rennens zu tun. Marlene Schmotz verpasste den zweiten Durchgang knapp, Jessica Hilzinger schied im ersten Lauf aus.

Shiffrin hat bereits am Mittwoch die Gelegenheit, ihren siebten Sieg in ihrem Lieblingsort im Weltcup zu holen. Dann findet in Courchevel mit dem zweiten Riesenslalom das letzte Rennen vor Weihnachten statt.

In Weltmeisterin Lara Gut-Behrami (Schweiz), Katharina Liensberger aus Österreich und Ausnahmetalent Alice Robinson (Neuseeland) sind drei Spitzen-Athletinnen nicht am Start – alle wegen positiver Coronatests. Auch mehrere Trainer hat es getroffen.

+++++20. Dezember 2021+++++

Schmid rast beim Riesenslalom in Alta Badia aufs „Stockerl“

Skirennläufer Alexander Schmid ist beim Riesenslalom-Klassiker in Alta Badia erstmals in seiner Spezialdisziplin aufs „Stockerl“ gefahren. Der Allgäuer raste mit einer äußerst angriffslustigen, teilweise fast spielerisch leichten Vorstellung auf der anspruchsvollen „Gran Risa“ auf den dritten Platz.

„Es ist einfach Wahnsinn und ein Traum, dass ich jetzt auf dem richtigen Weltcup-Podest stehen darf“, sagte Schmid fast ungläubig, „das bedeutet mir sehr viel, ich bin überglücklich.“ Nach seinem Aus im ersten Rennen am Vortag habe er mit seinem verletzten Bruder Manuel telefoniert und „gedacht: Ich fahre für uns beide.“

Auf Saison-Dominator Marco Odermatt aus der Schweiz, der im vierten Rennen seinen dritten Sieg holte, fehlten Schmid 1,09 Sekunden. Vize-Weltmeister Luca De Aliprandini (Italien) war als Zweiter nur 0,08 Sekunden schneller. Es war das erste Podest für den Deutschen Skiverband (DSV) im Riesenslalom seit dem Sieg von Stefan Luitz in Beaver Creek vor drei Jahren.

Schmid lag schon vor dem Finale auf Rang drei. „Die Ausgangsposition ist sehr, sehr gut“, sagte er im BR, „aber die Zeitabstände sind sehr eng. Ich darf jetzt nicht das Rechnen anfangen und muss meine Chance nutzen.“ Das tat er mit Bravour und machte endlich seinen Frieden mit dem „Riesen“.

In Parallel-Rennen war Schmid zweimal Dritter im Weltcup, zwei weitere Male mit dem Team, dazu gewann er im Frühjahr Mannschaftsbronze bei der WM. Im Riesenslalom hatte er dort ebenfalls Bronze im Blick, ehe er im Finale ausschied. Besser als Sechster war er im Weltcup im Riesenslalom nie, zuletzt vor eineinhalb Wochen in Val d’Isere/Frankreich.

Julian Rauchfuss kam mit einem Rückstand von über vier Sekunden nicht ins Finale. Fabian Gratz hatte sich eine Schuhrandprellung am linken Bein zugezogen und war nicht am Start.

+++++19. Dezember 2021+++++

Kristoffersen siegt in Alta Badia – Deutsche enttäuschen

Die deutschen Ski-Herren haben im dritten Riesenslalom-Weltcup des Olympia-Winters eine enttäuschende Nullnummer kassiert. Ohne den verletzten Stefan Luitz verpasste das DSV-Trio am Sonntag auf der Gran Risa in Alta Badia die Qualifikation für den zweiten Durchgang. Alexander Schmid landete beim Sieg des Norwegers Henrik Kristoffersen nach einem Fahrfehler außerhalb der Punkteränge auf Platz 42. Zweiter wurde Marco Odermatt aus der Schweiz mit einem Rückstand von 0,31 Sekunden gefolgt vom Österreicher Manuel Feller (+0,37).

„Ziemlich bitter“, kommentierte Schmid seinen Lauf. Im Übergang ins Steile hatte es dem 27-Jährigen die Ski verrissen, wodurch er komplett die Kontrolle verlor. „Dann habe ich keine Chance mehr gehabt. Voller Fokus jetzt auf morgen“, sagte der Techniker mit Blick auf den zweiten Riesentorlauf am Montag. Julian Rauchfuss und Fabian Gratz verpassten am Sonntag ebenfalls die Top 30.

Kristoffersen feierte auf der Gran Risa seinen insgesamt 24. Weltcup-Sieg, den ersten in diesem Olympia-Winter. Odermatt baute durch seinen fünften Podiumsplatz der Saison die Führung im Gesamtweltcup aus.

Goggia dominiert auch im Super-G

Ausnahme-Skirennfahrerin Sofia Goggia ist der Konkurrenz in Val d’Isere erneut davon gerast. Nach ihrem Erfolg in der Abfahrt am Samstag triumphierte die italienische Olympiasiegerin auch am Sonntag im Super-G. Ragnhild Mowinckel aus Norwegen wurde mit 0,33 Sekunden Rückstand Zweite, gefolgt von Elena Curtoni (+0,51) aus Italien.

Goggia bleibt somit die große Dominatorin in den schnellen Ski-Disziplinen. Bei den Olympischen Spielen in Peking gilt die 29-Jährige als klare Favoritin auf Gold. Der Sieg in den französischen Alpen war bereits ihr fünfter Weltcup-Erfolg in diesem Winter.

Deutschlands Hoffnungsträgerin Kira Weidle zeigte im Vergleich zum Vortag mit Platz 39 eine Leistungssteigerung und verpasste als 16. ihr bestes Super-G-Ergebnis der Karriere nur knapp. „Unter den ganzen Umständen bin ich heute ganz zufrieden“, sagte die WM-Zweite im ZDF mit Blick auf ihre Erkältung.

+++ 18. Dezember +++

Jocher und Ferstl stark beim Überraschungssieg von Bennett

Die deutschen Skirennfahrer Simon Jocher und Josef Ferstl haben im Abfahrts-Weltcup in Gröden für eine kleine Überraschung gesorgt. Der 25-Jährige Jocher belegte am Samstag beim ersten Weltcup-Sieg des Amerikaners Bryce Bennett als bester Deutscher Rang acht. Ferstl wurde Neunter. Beide DSV-Athleten können nun fest für die Olympischen Winterspiele in Peking planen.

Die Vize-Weltmeister Andreas Sander und Romed Baumann verpassten hingegen wie schon am Vortag beim Super-G eine Top-Ten-Platzierung. „Es will noch nicht klappen. Es fühlt sich so an, als haben sich Unsicherheiten eingeschlichen“, sagte Sander nach seinem elften Platz. Baumann belegte Rang 18, Dominik Schwaiger wurde 30.

Der 29 Jahre alte Bennett feierte am Fuße des Langkofels den ersten Weltcup-Sieg seiner Karriere. Zweiter wurde Otmar Striedinger aus Österreich mit einem Rückstand von 0,14 Sekunden, gefolgt vom Schweizer Niels Hintermann (+0,32). Topfavorit und Vortagessieger Aleksander Aamodt Kilde verpasste nach einem Fahrfehler seinen vierten Dolomiten-Triumph in Serie.

Goggia dominiert auch in Val d’Isere

Kira Weidle war fassungslos. „Das gibt’s nicht“, sagte die WM-Zweite und meinte damit weniger Platz 39 und ihren riesigen Rückstand auf Seriensiegerin Sofia Goggia bei der Weltcup-Abfahrt von Val d’Isere. Was Weidle wütend machte: Dass ihr in dieser verflixten Rechtskurve schon wieder derselbe Fehler passiert war.

Weidle verhinderte mit Mühe einen schlimmen Sturz und schickte einen wilden Schrei in die hochsavoyer Alpen. Noch während ihrer verkorksten Fahrt schlug sie verärgert mit dem Skistock auf die Piste, im Ziel trommelte sie mit den Fäusten auf ihren Helm.

Kein Wunder: Schon im Training war sie an derselben Stelle gestützt und hatte sich leicht am Daumen verletzt. Und: Auch im Vorjahr kam sie in beiden Trainings von der traditionsreichen „O.K.“-Piste ab, auch damals tat sie sich am Daumen weh.

War die Erkältung schuld? „Es war eher ein taktisches Problem“, berichtete Weidle hustend in der ARD, „ich war nicht ganz selbstbewusst über dem Außenski, habe die Richtung nicht mehr ganz fertig gekriegt und bin wieder sehr weit in dieses Loch reingeflogen.“ Daher konnte sie die Körperspannung „nicht ganz halten, das passiert“.

Von Olympiasiegerin Goggia (Italien), die ihre siebte Abfahrt nacheinander gewann, trennten Weidle 4,32 Sekunden. Nur die US-Amerikanerin Tricia Mangan und Greta Small (Australien) waren langsamer.

Dabei hatte sie sich trotz Erkältung „bereit“ gefühlt – aber „vielleicht nur mit 95 Prozent der Kräfte“. Das reichte nicht. Im Super-G am Sonntag, meinte die 25-Jährige, sei so „nicht viel zu erwarten, aber ich gebe mein Bestes“.

Das gelingt keiner so gut wie Goggia. Die Topfavoritin auf olympisches Abfahrtsgold in Peking setzte sich auch im dritten Saisonrennen vor der US-Amerikanerin Breezy Johnson (+0,27) durch. Dritte wurde Mirjam Puchner (Österreich/+0,91).

Gut-Behrami positiv auf Corona getestet

Die 30 Jahre alte WM-Goldmedaillengewinnerin im Super-G und im Riesenslalom reiste am Freitag ebenso wie zwei ebenfalls betroffene Betreuer umgehend zurück in die Schweiz, um sich in Isolation zu begeben.

Wie der Schweizer Skiverband Swiss Ski mitteilte, hätten Gut-Behrami und die zwei Betreuer milde Erkältungssymptome verspürt. Alle anderen Mitglieder der Schweizer Frauen-Mannschaft wurden negativ getestet.

+++++17. Dezember 2021+++++

Deutsche Skirennläufer enttäuschen beim Weltcup im Grödnertal

Nächstes Ausrufezeichen von Aleksander Aamodt Kilde, Dämpfer für die beiden großen deutschen Speed-Hoffnungen. Die Skirennfahrer Andreas Sander und Romed Baumann haben beim Sieg des Norwegers Kilde im Super-G von Gröden am Freitag die Top Ten klar verpasst. Sander belegte auf der legendären Saslong mit 1,23 Sekunden Rückstand Rang 18, Baumann (+1,27) landete auf Platz 20. Josef Ferstl (+1,04) als Elfter und Simon Jocher (+1,19) als 15. werteten die Bilanz des Deutschen Skiverbandes etwas auf. Dominik Schwaiger schied aus.

„Das war nicht so ganz der Andi, den ich sonst kenne oder sehe hier“, sagte Sander, der genau wie Baumann besonders im letzten Streckenteil Zeit verloren hatte. „Ich bin sicher unzufrieden“, betonte der WM-Zweite in der Abfahrt. Er habe bei der Ausfahrt aus der Ciaslat-Wiese „zu wenig Tempo“ und „am Zielhang noch einen Schnitzer gehabt“ analysierte Baumann, der bei der WM im Februar Silber im Super-G geholt hatte. Ferstl war mit seinem besten Weltcup-Ergebnis seit Rang sieben im März 2019 in Soldeu „durchaus zufrieden“.

Kilde indes präsentiert sich knapp ein Jahr nach seinem Kreuzbandriss weiter in bestechender Form. „Es geht schnell. Der Schnee ist fantastisch. Es ist ein Traum, hier zu fahren“, sagte der frühere Gesamtweltcupsieger dem ZDF. Vergangene Saison hatte Kilde sowohl im Super-G als auch in der Abfahrt in Gröden triumphiert. In diesem Winter gewann er zuvor schon die beiden Speedrennen im amerikanischen Beaver Creek. Das nun war also schon sein dritter Sieg in Serie.

Zweiter beim Dolomiten-Auftakt am Freitag wurde der österreichische Olympiasieger Matthias Mayer (+0,22) vor seinem Landsmann und Weltmeister Vincent Kriechmayr (+0,27). Am Samstag (11.45 Uhr) steht für die Herren eine Abfahrt an.

+++++ 15. Dezember +++++

Deutsches Speed-Quintett startet in Gröden

Fünf deutsche Skirennfahrer werden bei den Speedevents am kommenden Wochenende in Gröden antreten. Neben Romed Baumann (WSV Kiefersfelden) wurden für den Super-G der Herren am Freitag und die Abfahrt am Samstag vom Deutschen Skiverband (DSV) Andreas Sander (SG Ennepetal), Josef Ferstl (SC Hammer), Simon Jocher (SC Garmisch) und Dominik Schwaiger (WSV Königssee) nominiert.

„Nach der Rückkehr aus den USA habe ich einige Tage regeneriert und die Akkus wieder aufgeladen“, sagte Super-G-Vizeweltmeister Baumann in einer Verbandsmitteilung vom Mittwoch. In Beaver Creek hatte der 35-Jährige zuletzt enttäuscht. In den Super-G-Rennen war er jeweils ausgeschieden, in der Abfahrt 23. geworden. Die Speedevents im italienischen Gröden sind nun die ersten der Saison in Europa.

Bei den Riesenslaloms der Herren in Alta Badia am Sonntag und Montag werden Alexander Schmid (SC Fischen), Julian Rauchfuß (RB Burig Mindelheim) und Fabian Gratz (TSV Altenau) am Start sein. „An die Gran Risa habe ich gute Erinnerungen“, sagte Schmid. „Die Piste liegt mir. Ich bin fit und freue mich auf die zwei Rennen.“ Vergangenes Jahr war er in Alta Badia Siebter geworden und hatte so sein bestes Riesentorlauf-Ergebnis der Saison eingefahren. Am vergangenen Wochenende knackte er als Sechster des Riesenslaloms in Val d’Isère die nationale Norm für die Olympischen Winterspiele.

+++ 12. Dezember +++

Bitterer Slalom-Auftakt für Straßer

Slalom-Ass Linus Straßer hat in seiner Spezialdisziplin einen Saisonstart zum Vergessen erlebt. Der 29 Jahre alte Münchner verpasste beim Weltcup im französischen Val d’Isere bei schwierigen Pistenverhältnissen als 32. das Finale denkbar knapp. Ausgerechnet sein Teamkollege Julian Rauchfuss fuhr ihn aus den Top 30 und holte beim Sieg des Franzosen Clement Noel als 24. sein bestes Karriere-Resultat im Slalom.

„Linus war enttäuschend“, sagte ARD-Experte Felix Neureuther. Straßer, zuletzt von einer Magen-Darm-Erkrankung geschwächt, meinte: „Es war nicht einfach, mehr Kampf als gut Skifahren.“

Nur neun Hundertstelsekunden fehlten zum Finale, in dem Rauchfuss einziger Deutscher war. Dort fehlte ihm „ein bisschen die Überzeugung“, sagte der Mindelheimer, der schon im Riesenslalom an gleicher Stelle als 22. so gut wie nie in dieser Disziplin war. „Zweimal Punkte in Val d’Isere, ich bin ganz happy damit“, meinte Rauchfuss.

Alexander Schmid, im Riesenslalom noch starker Sechster, Anton Tremmel und Julian Himmelsbach waren im ersten Durchgang ausgeschieden. Die Unterlage sei „extrem unterschiedlich“ gewesen, berichtete Straßer: „Teilweise ziemlich eisig, sehr glatt. Dann hast du Stellen, wo sich die Piste völlig auflöst. Es war extrem schwierig, damit umzugehen.“ Zu allem Überfluss hatten spätere Starter bessere Bedingungen.

„Natürlich war es ein verkorkster Lauf, da brauchen wir nicht drüber zu reden“, sagte Neureuther zu seinem einstigen Zimmerkollegen: „Immer wenn du Gas geben wolltest, sind die Fehler gekommen.“ Straßer habe „massive Böcke drin gehabt“, was Neureuther aber auch dem vermutlich „zu aggressiv abgestimmten“ Material zuschrieb.

Als die beiden live im Fernsehen diskutierten, wähnte sich der beste deutsche Slalom-Fahrer beim ersten Rennen der Olympia-Saison noch im zweiten Durchgang. Auch Neureuther meinte: „So wie Linus Skifahren kann, ist es egal, ob er eine oder zwei Sekunden hinten ist – er kann immer noch vorne reinfahren.“ Daraus wurde jedoch nichts.

Weidle fährt im Super-G hinterher

Kira Weidle schlug sich mit der Faust auf den Helm und fluchte, es läuft einfach nicht im Super-G für die beste deutsche Speed-Fahrerin. Die Plätze 19 und 29 beim Weltcup in St. Moritz – das war weit weg vom eigenen Anspruch der WM-Zweiten in der Abfahrt.

Beim ersten Rennen hatte sie bei schwierigen Sichtverhältnissen 2,81 Sekunden Rückstand auf die Schweizer Weltmeisterin Lara Gut-Behrami, die ihren 33. Weltcup-Sieg holte. Beim zweiten Versuch lag sie auf wegen Windes verkürzter Strecke 2,10 Sekunden hinter Federica Brignone aus Italien, für die es der 17. Erfolg war.

Gut-Behrami stürzte am Sonntag schwer, kam allem Anschein nach aber mit dem Schrecken davon. Sie flog bei ihrem Unfall über die Fangzäune, konnte später aber zu Tal fahren. „Geht so“, sagte sie auf die Frage von Siegerin Brignone, wie es ihr gehe.

+++++11. Dezember 2021+++++

Alexander Schmid löst Olympia-Ticket

Beim zweiten Weltcup-Riesenslalom der Saison im französischen Val d’Isere belegte der Allgäuer Schmid auf der enorm anspruchsvollen Piste Face de Bellevarde den sechsten Rang und erfüllte damit problemlos die deutsche Norm für die Teilnahme in Peking.

Mit Ausnahme von zwei Podestplatzierungen bei Parallel-Rennen stellte Schmid außerdem das beste Resultat seiner Karriere im Weltcup ein: 2017 war er ebenfalls in Val d’Isere auf Rang sechs gefahren. Eine respektable Leistung zeigte auch Julian Rauchfuß aus Mindelheim. Der 27-Jährige kämpfte sich mit der hohen Startnummer 38 auf Rang 22 und damit zum besten Resultat seiner Karriere.

Überlegener Sieger am Olympiaberg von 1992 war der Schweizer Marco Odermatt. Der Gesamtweltcup-Zweite aus der Schweiz feierte seinen zweiten Saisonsieg, er lag mit einem Vorsprung von 0,59 Sekunden deutlich vor Gesamtweltcupsieger Alexis Pinturault aus Frankreich. Dritter wurde Manuel Feller aus Österreich (+1,24 Sekunden).

Kira Weidle im Super-G nur auf Rang 18

Doppel-Weltmeisterin Lara Gut-Behrami aus der Schweiz hat beim ersten von zwei Super-G-Rennen in St. Moritz/Schweiz ihren ersten Saisonsieg im Olympiawinter gefeiert. Bei schwierigen äußeren Bedingungen lag die 30-Jährige 0,18 Sekunden vor der italienischen Abfahrts-Olympiasiegerin Sofia Goggia, die am vergangenen Wochenende alle drei Rennen in Lake Louise/Kanada gewonnen hatte.

Der Rest des Feldes folgte weit abgeschlagen, angeführt von der drittplatzierten Mikaela Shiffrin aus den USA (+1,18 Sekunden). Kira Weidle vom SC Starnberg, WM-Zweite in der Abfahrt, kam in ihrer schlechteren Disziplin auf Rang 18 (+2,81).

+++++8. Dezember 2021+++++

Ski-Ass Jansrud verpasst Olympische Spiele

Der ehemalige Abfahrtsweltmeister Kjetil Jansrud kann bei den Olympischen Spielen in Peking wie befürchtet nicht an den Start gehen. Nach seinem Sturz im Super-G von Beaver Creek soll der Norweger Ende der kommenden Woche am linken Knie operiert werden, der 36-Jährige hatte sich eine Verletzung am Kreuzband sowie den inneren Seitenbändern zugezogen.

„Die Saison ist für mich vorbei, aber ich werde alles tun, was getan werden muss, um zurückzukommen“, wurde Jansrud in einer Mitteilung des norwegischen Verbands zitiert. Teamarzt Marc Strauss rechnet mit einer Ausfallzeit von „sechs bis neun Monaten“. Erst nach der OP wisse man Genaueres.

Der fünfmalige Olympia-Medaillengewinner Jansrud hatte sich bei seinem Unfall in den USA nach 25 Fahrsekunden das Knie verdreht und war mit dem Kopf voraus in den Fangzaun eingeschlagen. Zunächst blieb er auf der Piste liegen, schnallte sich dann aber seine Skier an und fuhr zu Tal. Jansrud wollte seine erfolgreiche Karriere eigentlich nach dem Olympia-Winter beenden.

+++++4. Dezember 2021+++++

Weidle rast als Vierte zum Olympia-Ticket

Skirennläuferin Kira Weidle ist auch bei der zweiten Abfahrt der Olympia-Saison klar am Podium vorbeigefahren, hat sich aber gesteigert. Beim nächsten Triumph von Olympiasiegerin Sofia Goggia aus Italien in Lake Louise raste die 25-Jährige auf Rang sieben. Damit sicherte sie sich frühzeitig das Ticket für die Winterspiele in Peking.

Das „Stockerl“ verpasste Weidle aber deutlich um 0,46 Sekunden. „Ich bin auf jeden Fall zufriedener als gestern, es waren weniger Fehler“, sagte die WM-Zweite. Bei ihrem ersten Renneinsatz in diesem Winter am Freitag war sie an gleicher Stelle bei deutlich besseren Sichtverhältnissen Zehnte geworden.

Ihr Rückstand auf Goggia betrug diesmal 1,44 Sekunden. Zweite wurde wie am Vortag Breezy Johnson aus den USA (+0,84) vor der Schweizer Weltmeisterin Corinne Suter (+0,98).

Es schneite, die Wolken hingen tief, die Sicht war alles andere als ideal – und Weidle gab mit Startnummer 1 die „Testpilotin“. Ein Wackler hier, ein Schnitzer da – im Ziel schien sie nicht so recht zu wissen, was sie mit ihrer durchwachsenen Fahrt anfangen sollte.

„Hier und da wurde ich überrascht von der ein oder anderen Welle“, sagte sie später. Vor allem die Schlüsselstelle „Fishnet“ sei „immer noch sehr verbesserungsfähig“ gewesen.

Ihren Platz auf dem „heißen Stuhl“ der Führenden war Weidle schon bei Suter, der dritten Starterin, los. Bis Johnson, der Nummer 9, durfte sie noch aufs Podest hoffen. Doch dafür war ihr Lauf schlicht zu wacklig. Auch Rang fünf, den sie lange Zeit inne hatte, verlor sie schließlich noch.

Jansrud nach Horrorsturz mit Kreuzband-Verletzung

Dem ehemaligen Abfahrtsweltmeister Kjetil Jansrud droht das Aus für die Olympischen Spiele in Peking. Wie der norwegische Skiverband mitteilte, zog sich der 36-Jährige bei seinem Sturz im Super-G von Beaver Creek eine Verletzung am Kreuzband sowie den inneren Seitenbändern zu. Über eine Operation wird nach weiteren Untersuchungen in Oslo entschieden, auch die Ausfalldauer soll erst danach feststehen.

Der Norweger hatte sich bei seinem Unfall nach 25 Fahrsekunden das linke Knie verdreht und schlug mit dem Kopf voraus in den Fangzaun ein. Zunächst blieb er auf der Piste liegen, schnallte sich dann aber seine Skier an und fuhr zu Tal. Im Ziel wurde Jansrud, der seine erfolgreiche Karriere nach dem Olympia-Winter beenden will, mit Standing Ovations begrüßt.

Schwaiger überrascht mit Platz elf bei Abfahrts-Weltcup

Dominik Schwaiger hat beim Abfahrts-Weltcup in Beaver Creek für eine positive Überraschung aus deutscher Sicht gesorgt. Der 30-Jährige vom Königssee raste am Samstag auf den 11. Platz. Im zweiten Abfahrts-Weltcup der Saison fuhr der WM-Zweite Andreas Sander aus Ennepetal auf Rang 20, Romed Baumann belegte den 23. und Josef Ferstl den 26. Rang.

Einen Tag nach seinem Sieg im Super-G an gleicher Stelle siegte Aleksander Aamodt Kilde überlegen. Der Norweger verwies den Österreicher Matthias Mayer um 0,66 Sekunden auf Platz zwei. Dritter wurde Beat Feuz aus der Schweiz mit 1,01 Sekunden Rückstand.

Weidle und Sander in den Top ten

Kira Weidle schimpfte mit sich selbst und schüttelte verärgert den Kopf: Die WM-Zweite in der Abfahrt hat den Start in die Olympia-Saison verpatzt. Beim überlegenen Triumph der Olympiasiegerin Sofia Goggia (Italien) in Lake Louise/Kanada reichte es für die 25-Jährige zwar immerhin zu einem soliden zehnten Rang. Doch Weidles Fahrt war von Anfang an fehlerbehaftet.

„Ich bin auf gar keinen Fall zufrieden“, sagte Weidle: „Es war ganz schwierig, die Mischung zu finden zwischen feinem Skifahren und trotzdem Anzugasen. Sofia hat das in Perfektion gemacht.“

Von Goggia, die ihren zwölften Weltcup-Sieg holte, trennten sie stolze 2,32 Sekunden. Schon nach rund 20 Fahrsekunden unterlief Weidle noch im Flachen ein erster gröberer Schnitzer, den sie mit einem erbosten Schrei kommentierte. „Danach war es schwer, Zeit gutzumachen“, sagte sie. Weitere technische Patzer kamen hinzu, zum erhofften Podium fehlten 0,78 Sekunden.

Für Goggia, Saisonbeste in der Königsdisziplin 2018 und 2021, war es der erste Sieg im zweiten Rennen nach einem Bruch des Schienbeinkopfes im Januar. Wegen der Verletzung hatte die 29-Jährige die Heim-WM in Cortina d’Ampezzo verpasst, wo sie als Medaillenbank galt.

Nach einer fast perfekten Fahrt auf der „Men’s Olympic“ in den Rocky Mountains betrug ihr Vorsprung auf die zweitplatzierte Breezy Johnson (USA) unglaubliche 1,47 Sekunden. Dritte wurde Mirjam Puchner aus Österreich (+1,54).

Sander Zehnter – Jansrud stürzt schwer

Skirennläufer Andreas Sander ist beim Comeback-Sieg von Aleksander Aamodt Kilde erneut in die Top 10 gefahren. Einen Tag nach seinem vierten Rang in Beaver Creek/USA raste der WM-Zweite in der Abfahrt beim zweiten Weltcup-Super-G der Saison an gleicher Stelle auf Platz zehn.

„Ich hätte mir mehr zutrauen müssen. Es ist nicht ganz das Ergebnis, das ich mir erhofft hatte“, sagte Sander. Von Kilde, der erstmals seit seinem Kreuzbandriss im Januar gewann, trennten ihn 1,56 Sekunden.

Romed Baumann, Vize-Weltmeister in der zweitschnellsten Disziplin, schied auf der berühmt-berüchtigten „Raubvogel“-Piste wie am Vortag aus. Josef Ferstl (+2,09) kam nicht unter die besten 20. Simon Jocher vermied nur mit Mühe einen Sturz und brach das Rennen kurz vor dem Ziel ab.

„Es ist gewaltig, richtig geil“, sagte der Norweger Kilde nach seinem siebten Weltcup-Sieg im ORF. Der Lebensgefährte von Topstar Mikaela Shiffrin, die beim Weltcup in Lake Louise/Kanada per Handy zuschaute, setzte sich hauchdünn vor Marco Odermatt (+0,03) durch. Der Schweizer hatte den ersten Super-G am Donnerstag gewonnen.

Kildes Teamkollege Kjetil Jansrud stürzte scher. Der Sotschi-Olympiasieger verdrehte sich das linke Knie und schlug mit dem Kopf voraus im Fangzaun ein, fuhr aber kurz darauf scheinbar unversehrt ins Ziel.

Dort scherzte er mit Kilde, später begab er sich aber zum Check in die Klinik von Vail. Laut eigener Aussage habe er sich neben dem Knie auch am Schlüsselbein weh getan. „Mir läuft es kalt den Rücken runter“, sagte Eurosport-Experte Fritz Dopfer, als sich Jansrud aufgerappelt hatte, „das ist fast wertvoller als ein Sieg.“

Der diesmal vom französischen Trainer deutlich drehender gesetzte Kurs verlangte den Athleten alles ab. Sander schüttelte im Ziel enttäuscht den Kopf. „Er kann ruhig ein bisschen mehr die Kampflinie auspacken“, sagte Dopfer. Baumann schrie seinen Ärger heraus.

In Beaver Creek ist am Samstag (19 Uhr) und Sonntag (20 Uhr) noch jeweils eine Abfahrt geplant.

+++ 3. Dezember +++

Weidle führt Aufgebot in Lake Louise an

Skirennfahrerin Kira Weidle führt das deutsche Damen-Aufgebot beim Speed-Auftakt an diesem Wochenende im kanadischen Lake Louise an. „Lake Louise ist eine meiner Lieblingsstrecken. Ich freue mich sehr darauf. Ich war dort die letzten Jahre immer recht erfolgreich“, sagte die Abfahrtsspezialistin und WM-Zweite am Mittwoch. Neben Weidle geht auch Nadine Kapfer an den Start. In Lake Louise stehen zwei Abfahrten und ein Super-G auf dem Programm.

Schon am Donnerstag starten die Herren im US-amerikanischen Beaver Creek in ihr zweites Speed-Wochenende der Saison. Romed Baumann will seinen starken sechsten Platz der vergangenen Woche bestätigen, Vize-Weltmeister Andreas Sander hofft auf eine Leistungssteigerung. Ergänzt wird das Team durch Josef Ferstl, Simon Jocher und Dominik Schwaiger. In Colorado kämpfen die Herren in zwei Super-G und zwei Abfahrten um wichtige Punkte für Olympia.

+++++28. November 2021+++++

Dürr bestätigt gute Slalom-Form – Shiffrin holt 71. Sieg

Skirennläuferin Lena Dürr hat ihre dritte Podiumsplatzierung nacheinander knapp verpasst, im Slalom-Weltcup aber erneut vollauf überzeugt. Die 30-Jährige aus Germering, zuletzt zweimal Dritte, fuhr in Killington/USA auf einen guten fünften Rang.

Im Schneetreiben in den Green Mountains im Bundesstaat Vermont fehlten Dürr 0,72 Sekunden auf den nächsten Stockerlplatz. Im Ziel zeigte sie die linke Faust, schien aber nicht restlos mit sich zufrieden. Drei Podiumsränge im Slalom-Weltcup in Serie waren aus deutscher Sicht zuletzt Maria Höfl-Riesch 2010/11 gelungen.

„Es war ein Traum zu fahren, das ist ein cooler Hang, es hat wieder so Spaß gemacht. Ich bin froh, dass ich es wieder so umsetzen und Levi bestätigen konnte“, sagte Dürr. Alpinchef Wolfgang Maier lobte: „Das war wieder eine absolute Weltklasse-Leistung von dir!“

Von Mikaela Shiffrin (USA), die ihren 71. Weltcup-Sieg holte, trennten Dürr 1,55 Sekunden. Für Shiffrin, die auch den insgesamt fünften Slalom in Killington gewann, war es der 46. Sieg in ihrem Spezialgebiet – so viele schaffte in einer Disziplin nur der große Schwede Ingemar Stenmark (Riesenslalom). Beim Siegerinterview brachte sie zunächst kein Wort heraus, weinte hemmungslos. „Es war ein großer Kampf“, sagte die 26-Jährige.

Petra Vlhova (Slowakei), die zuletzt in Levi beide Rennen für sich entschieden hatte, blieb diesmal „nur“ Rang zwei (+0,75). Dritte wurde die Schweizerin Wendy Holdener (+0,83).

Hinter Dürr klaffte aus DSV-Sicht diesmal eine Lücke: Andrea Filser und Emma Aicher verpassten das Finale, Marlene Schmotz schied im 1. Lauf aus.

Der Riesenslalom am Samstag wurde wegen starker Winde nach neun Starterinnen abgebrochen. Zu diesem Zeitpunkt hatte Frankreichs Ex-Weltmeisterin Tessa Worley geführt, Olympiasiegerin Shiffrin lag auf dem letzten Platz.

Auch Super-G in Lake Louis wegen Schneefalls abgesagt

Permanenter Schneefall in Lake Louise/Kanada hat im alpinen Ski-Weltcup auch für die Absage des ersten Super-G der Männer in der Olympia-Saison gesorgt. Weil keine Wetterbesserung in Sicht war und die Piste schon arg gelitten hatte, teilte die Jury am Sonntag kurz vor der Besichtigung durch die Athleten mit, dass das Rennen ausfallen müsse.

Am Freitag war aus demselben Grund bereits die erste Abfahrt abgesagt worden. Bei der Abfahrt am Samstag, die der Österreicher Matthias Mayer gewann, belegte Romed Baumann als bester Deutscher Rang sechs.

Baumann fährt in Lake Louise auf Rang sechs – Österreicher Mayer vorn

Der deutsche Skirennfahrer Romed Baumann durfte beim Speed-Auftakt im kanadischen Lake Louise gleich doppelten jubeln. Der WM-Zweite fuhr am Samstag nicht nur als einziger DSV-Athlet unter die besten Zehn, sondern löste durch seinen sechsten Platz auch auf Anhieb das Ticket für die Olympischen Winterspiele in Peking im Februar. „Das Ergebnis ist sehr gut, Romed ist stark gefahren“, lobte Alpinchef Wolfgang Maier.

Der Abfahrtssieg ging an Olympiasieger Matthias Mayer, der seinen insgesamt elften Weltcup-Erfolg feierte. Der Österreicher hatte 0,23 Sekunden Vorsprung auf Landsmann und Weltmeister Vincent Kriechmayr. Dritter wurde Beat Feuz aus der Schweiz (+0,35), der sich in den letzten vier Jahren jeweils die kleine Kristallkugel in der Abfahrt gesichert hatte.

Die deutschen Athleten müssen in der Weltcup-Saison einmal unter die Top 8 oder zweimal unter die Top 15 fahren, um sich für Olympia zu qualifizieren. Vize-Weltmeister und Deutschlands zweiter Hoffnungsträger Andreas Sander verpasste als 20. dieses Ziel zunächst ebenso wie die übrigen DSV-Athleten Josef Ferstl (19.), Dominik Schwaiger (23.) und Simon Jocher (30.).

„Das Ergebnis ist vielleicht nicht ganz das, was sich die Jungs erwartet haben. Gerade Andi hat sich wohl etwas mehr ausgerechnet“, sagte Maier.

Am Sonntag steht zum Abschluss des Speed-Wochenendes ein Super-G in Lake Louise an. Die erste Abfahrt am Freitag war wegen Schneefalls abgesagt worden.

Frauen-Riesenslalom abgebrochen

Der Riesenslalom beim Ski-Weltcup der Frauen in Killington/Vermont ist am Samstag nach neun Starterinnen abgebrochen und schließlich abgesagt worden. Starke Winde machten eine Fortsetzung des Rennens unmöglich. Zu diesem Zeitpunkt hatte Frankreichs Ex-Weltmeisterin Tessa Worley geführt, US-Topstar Mikaela Shiffrin lag auf dem letzten Platz.

Am Sonntag (15.45 Uhr MEZ) steht in Killington ein Slalom auf dem Programm. Bereits am Freitagabend war der Weltcup-Auftakt der Abfahrer in Lake Louise/Kanada wegen heftiger Schneefälle abgesagt worden, für Samstagabend (20.15 Uhr MEZ) ist eine weitere Abfahrt angesetzt.

+++ 26. November +++

Zu viel Schnee: Männer-Abfahrt in Lake Louise abgesagt

Permanenter Schneefall in Lake Louise/Kanada hat im alpinen Ski-Weltcup für die Absage der ersten Männer-Abfahrt der laufenden Saison gesorgt. Nur Stunden vor dem geplanten Start um 20.00 Uhr MEZ gab der Weltverband FIS die Entscheidung bekannt.

„Aufgrund des Schneefalls am Vortag, des aktuellen Schneefalls und der Wettervorhersage haben die Jury und das Organisationskomitee entschieden, die Abfahrt abzusagen“, hieß es in der FIS-Mitteilung. Für Samstag ist beim Speed-Auftakt in Lake Louise eine weitere Abfahrt vorgesehen, für Sonntag ein Super-G.

Für den Deutschen Skiverband (DSV) hätten am Freitag Romed Baumann, Josef Ferstl, Simon Jocher, Andreas Sander und Dominik Schwaiger an den Start gehen sollen.

+++ 24. November +++

Dürr fährt auch im zweiten Levi-Rennen aufs Podium

Lena Dürr führt das vierköpfige DSV-Damenaufgebot für die Weltcup-Rennen am kommenden Samstag und Sonntag in Killington/USA an. Das gab der Deutsche Skiverband am Mittwoch bekannt. Die formstarke Dürr, die am vergangenen Wochenende im finnischen Levi zweimal sensationell aufs Podest fuhr, geht mit Selbstvertrauen in den Slalom in den USA.

„Mir geht es richtig gut nach dem Wochenende in Levi. Es hat so viel Spaß gemacht. Ich habe jetzt kurz nochmal Energie getankt und hoffe, dass wir unsere Teamleistung auch dort wieder umsetzen können“, sagte Dürr.

Dürr geht zusammen mit Emma Aicher im Slalom an den Start, Andrea Filser und Marlene Schmotz starten zusätzlich noch im Riesenslalom.

Für die Herren stehen im kanadischen Lake Louise von Freitag bis Sonntag zwei Abfahrts- und ein Super-G-Rennen an. Für den DSV gehen Romed Baumann, Josef Ferstl, Simon Jocher, Andreas Sander und Dominik Schwaiger an den Start.

+++++21. November 2021+++++

Ski-Ass Dürr fährt erneut auf Slalom-Podest in Levi – Vlhova gewinnt

Die deutsche Skirennfahrerin Lena Dürr ist auch im zweiten Slalom des Wochenendes in Levi aufs Podest gefahren. Die 30 Jahre alte Münchnerin wiederholte beim erneuten Triumph der Slowakin Petra Vlhova ihren starken dritten Platz (+0,78 Sekunden) vom Vortag. Zweite wurde wie schon am Samstag die zweimalige Olympiasiegerin Mikaela Shiffrin mit 0,47 Sekunden Rückstand. Für Vlhova war es bereits der vierte Levi-Erfolg in Serie. Neben Dürr fuhren in Andrea Filser (18.), Jessica Hilzinger (22.) und Emma Aicher (23.) drei weitere Starterinnen aus dem deutschen Ski-Aufgebot in die Punkteränge. Marlene Schmotz verpasste den Finaldurchgang.

+++++20. November 2021+++++

Lena Dürr erstmals auf Podest im Slalom-Weltcup – Vlhova siegt

Die deutsche Skirennfahrerin Lena Dürr ist im finnischen Levi erstmals auf das Podium bei einem Slalom-Weltcup gefahren. Die Münchnerin kämpfte sich dank eines starken zweiten Laufes am Samstag von Platz sechs auf Rang drei vor und machte einen großen Schritt in Richtung Olympia. Den Sieg holte sich zum dritten Mal in Folge beim Lappland-Rennen Gesamtweltcupsiegerin Petra Vlhova aus der Slowakei vor US-Skistar Mikaela Shiffrin (+0,31 Sekunden)

Neben Dürr fuhren aus dem fünfköpfigen DSV-Aufgebot auch Youngster Emma Aicher (14.) und Jessica Hilzinger (25.) in die Punkteränge. Marlene Schmotz und Andrea Filser hatten das Finale der besten 30 knapp verpasst. Ein Top-8- oder zwei Top-15-Plätze sind im Verlauf der Saison nötig, um die nationale Olympia-Norm für die Winterspiele in Peking zu knacken. Am Sonntag (10.30/13.30 Uhr/ARD und Eurosport) steht in Lappland ein weiterer Slalom der Damen auf dem Programm.

+++++13. November 2021+++++

Deutsche Starter enttäuschen beim Parallel-Weltcup

Linus Straßer ließ den Kopf hängen, die Enttäuschung war ihm deutlich anzusehen. Die deutschen Skirennläufer haben ihre hervorragende Ausgangsposition beim Weltcup in Lech/Zürs nicht genutzt und die Spitzenplätze klar verpasst. Straßer, Alexander Schmid und Julian Rauchfuss schieden beim Parallel-Event am Arlberg bereits im Achtelfinale aus.

„Ich bin ein bisschen zu ungeduldig geworden und nie auf Tempo gekommen“, sagte Straßer über den entscheidenden Lauf, „dafür ist der Hang zu kurz und zu einfach, als dass man sich da irgendwelche Fehler erlauben kann.“

Der Münchner zog gegen den Kanadier Trevor Philp in zwei Läufen klar den Kürzeren (+0,37 Sekunden). Schmid (Fischen) musste sich Lokalmatador Adrian Pertl geschlagen geben, obwohl er zeitgleich mit dem Österreicher ins Ziel kam. Rauchfuss (Mindelheim) scheiterte am Slowenen Stefan Hadalin (+0,08), fuhr aber immerhin erstmals in seiner Karriere in die Top 16 im Weltcup.

+++++4. November 2021+++++

Keine Impfung – Schweizer Skifahrer verpassen Abfahrts-Auftakt

Das Schweizer Alpin-Team muss zum Speed-Auftakt Ende November in Lake Louise auf seine zwei Fahrer Urs Kryenbühl und Ralph Weber verzichten. Beide erhalten aufgrund einer fehlenden Corona-Impfung keine Einreisegenehmigung für das Rennen in Kanada, wie sie am Donnerstag auf ihren Instagram-Kanälen mitteilten. „Das ist ein harter Schlag und ein Stich in mein Rennfahrerherz“, schrieb Kryenbühl. Der 27-Jährige zeigte sich enttäuscht vom Weltverband FIS, welcher keine Absichten hege, das Rennen an einem anderen Ort durchzuführen.

Auch Teamkollege Weber erfüllt die derzeitigen Einreisebestimmungen nicht. „Es ist für mich etwas befremdlich, wenn wir jeden anderen Menschen als potenzielle Gefahr und potenziellen Virusträger betrachten“, übte der einstige Juniorenweltmeister im Super-G auf Instagram Kritik.

Beide Athleten hatten sich laut eigener Aussage vor ein paar Monaten bereits mit dem Coronavirus infiziert. „Mein Körper hatte die Chance die Antikörper selbst zu bilden, gegen das Virus anzukämpfen und hat dann die Krankheit nach wenigen Tagen überstanden“, schrieb Weber.

Luitz und Schmid verpassen Top 15 in Sölden

Beim fünften Weltcup-Sieg des Schweizers Marco Odermatt im spektakulären Riesenslalom von Sölden kam Luitz auf Platz 17, Schmid wurde 19. Zur Spitze fehlten Luitz (Bolsterlang) 1,35 Sekunden, Schmid hatte einen Rückstand von 1,53 Sekunden.

„Das wird nicht mehr mein Lieblingshang“, sagte Luitz über den anspruchsvollen Rettenbachgletscher, der bei perfekten Bedingungen aber gut wie selten zu fahren war. Nach dem Wechsel seiner Skimarke hatte der Allgäuer vor allem im Steilhang zu kämpfen. „Ich muss schauen, dass ich der Chef bin – und nicht die Ski mit mir fahren“, sagte der 29-Jährige.

Schmid (27) hatte im Vorfeld mit Problemen an der Quadrizepssehne zu kämpfen, als Siebter des ersten Laufs aber auf deutlich mehr gehofft. Julian Rauchfuss (Burig Mindelheim) schied im ersten Lauf aus. Das Podium in einem sehr spannenden Rennen komplettierten der Österreicher Roland Leitinger (0,07 Sekunden zurück) und Zan Kranjec aus Slowenien (+0,10).

+++++23. Oktober 2021+++++

Shiffrin gewinnt alpinen Saisonstart in Sölden

Mikaela Shiffrin hat beim Saisonauftakt der Skirennläuferinnen in Sölden ihren 70. Weltcup-Sieg gefeiert. Die US-Amerikanerin setzte sich im Riesenslalom auf dem Rettenbachgletscher bei traumhaften Bedingungen mit 0,14 Sekunden Vorsprung auf Weltmeisterin Lara Gut-Behrami (Schweiz) durch.

Dritte wurde Gesamtweltcupsiegerin Petra Vlhova aus der Slowakei (1,30 Sekunden zurück). Marlene Schmotz (Leitzachtal/+4,32) kam in ihrem Comeback-Rennen nach Kreuz- und Innenbandriss im rechten Knie auf Rang 28, Andrea Filser (Wildsteig) hatte das Finale als 52. im ersten Lauf verpasst.

„Es ist für mich hervorragend, dass ich überhaupt in den zweiten Durchgang gekommen bin und ein paar Punkte mitgenommen habe“, sagte Schmotz, die außerdem einen „sehr wertvollen“ dritten Startplatz für das DSV-Team einfuhr. Im Ziel ließ sie den Kopf hängen, weil sie im Steilhang „nicht ganz so konsequent“ gefahren war, „das ist im ersten Moment immer ärgerlich, aber jetzt vergessen“, sagte sie, ihr Comeback sei „auf jeden Fall“ gelungen.

+++++20. Oktober 2021+++++

Rekord-Preisgeld beim Weltcup in Kitzbühel

Bei den Hahnenkamm-Rennen in Kitzbühel wird in der neuen Saison im alpinen Ski-Weltcup ein Rekord-Preisgeld von insgesamt einer Million Euro ausgezahlt. Die Sieger in zwei Abfahrten und einem Slalom vom 21. bis 23. Januar 2022 erhalten jeweils 100 000 Euro. Zudem werde „erstmals in der Geschichte des Weltcups Preisgeld bis zum 45. Rang in der Abfahrt ausbezahlt“, hieß es in einer Mitteilung der Veranstalter weiter. Das bisher höchste Preisgeld in Kitzbühel betrug 725 000 Euro im Jahr 2020.

+++++19. Oktober 2021+++++

Josef Ferstl fällt mit Oberschenkelverletzung zum Saisonstart aus

 Skirennfahrer Josef Ferstl wird aufgrund einer Beinverletzung die nächsten Wochen ausfallen. Der Kitzbühel-Sieger von 2019 hatte sich am Montag im Riesenslalomtraining einen Faszienriss im Oberschenkel zugezogen, wie der 32-Jährige am Dienstag auf Instagram mitteilte. „3-4 Wochen Zwangspause“, schrieb Ferstl. Dazu postete der Traunsteiner ein Bild aus einem Behandlungszimmer des Fußball-Bundesligisten FC Bayern München, auf dem auch sein dick bandagierter Oberschenkel zu sehen war.

Für die deutschen Speedfahrer ist die Verletzung von Ferstl bereits der zweite Rückschlag, nachdem zuvor schon Thomas Dreßen angekündigt hatte, den Speed-Start Ende November in Lake Louise in Kanada zu verpassen. Die Techniker starten schon am kommenden Wochenende zum traditionellen Saison-Auftakt in Sölden.

Stefan Luitz führt deutsches Ski-Aufgebot in Sölden an führt deutsches Ski-Aufgebot in Sölden an

Skirennfahrer Stefan Luitz führt das deutsche Aufgebot beim ersten alpinen Weltcup am Wochenende in Sölden an. Neben dem Oberallgäuer gehen bei den Herren Alexander Schmid und Julian Rauchfuß an den Start, wie der Deutsche Skiverband (DSV) am Dienstag mitteilte. Andrea Filser und Marlene Schmotz wollen für die Frauen beim traditionellen Winter-Auftakt im Ötztal angreifen.

„Ich freue mich auf den Auftakt und möchte mit vollem Einsatz, Attacke und Selbstvertrauen gut Skifahren“, sagte Luitz, der im vergangenen Jahr als 14. bester Deutscher in Sölden war. Die Vorbereitung im Sommer sei gut gewesen.

Die deutschen Skirennfahrerinnen hoffen am Rettenbach-Gletscher auf ein besseres Ergebnis als im Vorjahr, als beim Sieg der Italienerin Marta Bassino keine DSV-Athletin unter die besten 30 fahren konnte. „Aktuell macht mir das Skifahren großen Spaß und entsprechend hoch ist die Motivation“, sagte Filser.

In Sölden stehen die Riesenslaloms der Frauen am Samstag (10.00/13.15 Uhr) und der Männer am Sonntag (10.00/13.30 Uhr) an. Im Gegensatz zum pandemiebedingten Geisterrennen vom Vorjahr werden in diesem Jahr bis zu 9000 Fans erwartet.

Hier finden Sie den DSV-Kader der Herren.

Hier finden Sie den DSV-Kader im Ski Alpin der Damen.

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