Kategorie -Sport für junges Volk

Frisch Auf Göppingen: Tobias Ellebaek verlängert – Tim Kneule dürfte folgen

Durch den Trainerwechsel sind die Personalplanungen bei Handball-Bundesligist Frisch Auf Göppingen für die neue Saison etwas ins Stocken geraten. Schließlich muss sich der neue Coach Markus Baur erst einmal ein genaues Bild von seinem Kader machen. Nun ist aber eine Entscheidung gefallen: Rückraumspieler Tobias Ellebaek hat vor dem Spiel am 26. Dezember (14 Uhr) beim deutschen Meister SC Magdeburg seinen am Saisonende auslaufenden Vertrag bis 2024 verlängert. Der 30-Jährige war 2020 vom dänischen Spitzenclub Aalborg Handbold nach Göppingen gekommen.

„Tobias Ellebaek passt sowohl spielerisch als auch menschlich hervorragend in unsere Mannschaft. Er ist im Rückraum flexibel einsetzbar und übernimmt immer wieder Verantwortung in schwierigen Phasen“, teilte Göppingens Sportlicher Leiter Christian Schöne mit. Ellebaek wird im linken Rückraum künftig mit Sebastian Heymann spielen, der nach seinem Kreuzbandriss im neuen Jahr wieder angreifen will. Noch offen ist auf dieser Position die sportliche Zukunft des kroatischen Nationalspielers Josip Sarac und auch die von Eigengewächs Oskar Neudeck (Zweifachspielrecht mit TSB Heilbronn-Horkheim), dem ein Angebot zur Vertragsverlängerung vorliegt.

Nach vier Jahren Pause ist Markus Baur zurück im Handballgeschäft. Der neue Trainer von Frisch Auf Göppingen sagt, was ihn am Traditionsclub reizt und was er mit dem aktuellen Bundesligadrittletzten erreichen will.

Noch unklar ist die Nachfolge von Torwart Daniel Rebmann, der im Sommer zum Ligarivalen VfL Gummersbach wechseln wird. Marin Sego besitzt noch einen Vertrag bis 2024, als sein künftiger Partner wird der 2,05 Meter große Däne Mike Jensen (27) an der Gerüchteküche gehandelt. Der Ex-Balinger wird den SC Magdeburg am Saisonende verlassen.

Wenn ein erfahrener Trainer wie Markus Baur betont, wie groß die Felsbrocken waren, die ihm vom Herzen gefallen sind, dann zeigt das die Bedeutung des 33:29 von Handball-Bundesligist Frisch Auf Göppingen gegen die TSV Hannover-Burgdorf. War das die Wende?

Noch nicht verlängert hat auch Spielmacher Tim Kneule, wobei die Tendenz eindeutig dahin geht, dass der 36-Jährige noch ein weiteres Jahr bei Frisch Auf dranhängt. Der Kapitän trägt bereits seit 2006 den Göppinger Dress. Offen ist nach wie vor die Nachfolge von Stamm-Rechtsaußen Kevin Gulliksen, der zum dänischen Erstligisten TTH Holstebro wechselt.

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So lief das Testspiel gegen den FC Luzern

Kein Einstand nach Maß für Bruno Labbadia auf der Stuttgarter Trainerbank: Im Testspiel gegen den FC Luzern verlor der VfB am Freitagnachmittag klar mit 0:3 (0:1). Asumah Abubakar brachte den Tabellensechsten der Schweizer Super League in der 31. Minute in Führung – profitierte dabei aber auch von einem Patzer von VfB-Torhüter Florian Müller, der die nicht sonderlich platzierte Direktabnahme durchrutschen ließ.

Der Stuttgarter Trainer kann dem 0:3 (0:1) gegen den FC Luzern Positives abgewinnen – sieht aber auch noch Verbesserungsbedarf in der Offensive.

Nach der Pause wurde es dann deutlich: Erst erhöhte Sofyan Chader, der den eingewechselten VfB-Keeper Fabian Bredlow tunnelte. Dann besorgte Thibault Klidjé den 0:3-Endstand.

Vor rund 400 Zuschauern im Robert-Schlienz-Stadion – darunter auch VfB-Berater Sami Khedira und der künftige Leiter der Stuttgarter Lizenzspielerabteilung, Christian Gentner – hatte der VfB zwar meist mehr Spielanteile, konnte in der Offensive aber kaum Durchschlagskraft entwickeln und agierte in der Defensive in den entscheidenden Aktionen zu inkonsequent.

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Die beste Stuttgarter Chance vergab Verteidiger Dan-Axel Zagadou (40.), der nach einer Ecke per Kopf die Latte traf. Labbadia setzte auf ein 4-1-4-1-System mit Nikolas Nartey auf der Position des linken Außenverteidigers in der Viererkette.

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Kommentator bei der WM 2022: Béla Réthy hört auf – drei Jahrzehnte am Mikrofon im Rückblick

Der Titelverteidiger Frankreich ist erneut auf dem Weg ins WM-Finale. Über eine selbstsichere Equipe, die weiß, was sie tut.

Am Tag der Halbfinal-Partie wird der gebürtige Wiener 66 Jahre alt. Über die Hälfte seines Lebens hat er im Sportbereich gearbeitet, einiges erlebt und viele großen Fußballturniere kommentiert. Auch war er bei den meisten Endspielen im Einsatz. So kommentierte er das WM-Finale 2002, 2010, 2018 sowie die EM-Endspiele 1996, 2004, 2012. In Katar wird er das WM-Finale nicht vor dem Mikrofon begleiten – da sein Stammsender ZDF das Finale nicht überträgt, sondern die ARD.

In das Gedächtnis des Sportkommentators eingebrannt hat sich in über 30 Jahren Sportjournalismus ein besonders tragischer Moment: Der 12. Juni 2021, als Dänemarks Profi Christian Eriksen im EM-Spiel gegen Finnland einen Herzstillstand erlitt und wiederbelebt werden musste.

„Es war unheimlich schwierig, das Geschehene in Worte zu fassen. Alle waren geschockt, natürlich ich auch als Reporter, denn auf eine solche Situation kann sich niemand vorbereiten“, erinnert sich der Journalist im Interview mit dem „Sport-Informations-Dienst“.

Neben dem Horrormoment, der die ganze Welt in Atem hielt, hat Réthy in seiner Karriere aber auch viele positive erlebt. Seine einprägsamsten zeigt die Bildergalerie. Viel Spaß beim Durchklicken.

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Fußball-WM: Ronaldo, der allgegenwärtige Bankdrücker

Portugal gegen die Schweiz. Achtelfinale. Beide Teams nehmen Aufstellung, die Hymnen werden gespielt. Doch die meisten Fotografen und Kamerateams haben dem Spielfeld den Rücken gedreht. Fast alle Blicke und Objektive sind auf einen Portugiesen gerichtet, der vor der Auswechselbank steht und nicht von Beginn an mitspielen darf: Cristiano Ronaldo. Der Star der Mannschaft befindet sich nicht auf dem Platz. Und doch oder gerade deshalb absorbiert er die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit. Das dürfte auch an diesem Samstag (16 Uhr/ZDF) so sein, wenn Portugal im Viertelfinale Marokko gegenübersteht – und Ronaldo wohl erneut zuschauen muss.

37 ist der Angreifer inzwischen. Ein biblisches Alter für einen Fußballprofi, der in der Weltspitze mitmischen möchte. Der Kroate Luka Modric, Ronaldos langjähriger Teamkollege bei Real Madrid, ist genauso alt. Modric bekommt es noch ganz gut hin, ist aber nicht nur ein anderer Spielertyp, sondern erfüllt auch eine andere Rolle. Der Kroate kompensiert seine nachlassende physische Robustheit mit Erfahrung, seiner Fähigkeit zur Antizipation, einer herausragenden Technik und Spielintelligenz.

Ronaldos Quoten sind atemberaubend, ob man ihn mag oder als Selbstdarsteller verachtet. Nicht atemberaubend, aber doch ziemlich beeindruckend war der Auftritt seiner Nationalelf-Kollegen beim Sieg im Achtelfinale gegen die Schweiz. Das 6:1 zeigte: Es geht auch ohne Ronaldo. Sehr gut sogar. Ronaldo-Ersatz Gonçalo Ramos vom FC Porto erzielte drei Tore. Es war ein Statement.

Der Superstar hockt im Achtelfinale lange auf der Bank – und Portugals Auswahl dreht wie befreit auf. Der 37-Jährige sieht eine glorreiche Zukunft fürs Team. Ein früherer DFB-Kapitän hat kein Mitleid.

Cristiano Ronaldo schaute zu und jubelte mit. Möglicherweise ist dem 37-Jährigen in dem Augenblick klargeworden, dass er sich selbst ins Abseits katapultiert hat. Wie schon bei Manchester United, seinem bislang letzten Arbeitgeber. Dort klagte Ronaldo in Interviews lautstark über mangelnde Unterstützung und seine Reservistenrolle, provozierte damit seinen Rauswurf.

Im letzten WM-Gruppenspiel gegen Südkorea (1:2) stampfte der Superstar – Trainer Fernando Santos hatte es tatsächlich gewagt, ihn auszuwechseln – missmutig und schimpfend vom Platz. „Wir stehen in einem engen Austausch. Er ist unser Kapitän. Deshalb muss ich mit ihm sprechen“, sagte Santos am Freitag in Doha.

Nach großer Nähe zu seinem Kapitän hörte sich das nicht an. Der erfahrene Coach dementierte Meldungen, wonach sein Superstar Katar nach dem Achtelfinale vorzeitig verlassen wollte. Santos wünschte sich vielmehr, der Wirbel um den 37-Jährigen möge enden. Offen ließ der Trainer, welche Elf er am Samstag auf den Platz schicken wird und welche Rolle Ronaldo dann einnimmt.

Cristiano Ronaldo ist nach seinem Elfmeter-Treffer zum 1:0 im Vorrundenspiel gegen Ghana der erste Fußball-Profi, der bei fünf verschiedenen Weltmeisterschaften getroffen hat. Der 37 Jahre alte Portugiese ist damit alleiniger Rekordhalter in dieser Kategorie.

Was Santos nicht sagte: Unabhängig davon, ob Cristiano Ronaldo bei dieser WM nochmal zuschlägt oder nicht. Der Portugiese wird als einer der besten Fußballer in die Geschichte eingehen. Und wer weiß: Vielleicht wird der Portugiese tatsächlich Weltmeister. Wenn auch nur als Bankdrücker.

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WM 2022 in Katar: Jude Bellingham – der englische Dirigent

Die Trommler sowie die Tänzerinnen und Tänzer aus dem Senegal hatten alles gegeben. An drei Plätzen verteilt standen sie in der Arena zu Al-Khor: unten auf der seitlichen Haupttribüne, auf Höhe der Eckfahne und hinter dem Tor. Das WM-Achtelfinale gegen England bot ihnen die große Bühne, und was soll man sagen: Sie rockten sie. 90 Minuten lang spielten sie zusammen in einem Takt, perfekt aufeinander abgestimmt. Allesamt trugen sie dabei bunte Kostüme und Kopfbedeckungen, einer trug einen riesigen Löwenkopf als Maske. Ihre drei Trommelwirbel aus den drei Ecken verbanden sie zu einem Klang, der nur durch die Halbzeitpause unterbrochen wurde.

Dazu lieferten die Anhänger einen Tanz, der ebenfalls einen Rhythmus hatte – und zu dem so mancher senegalesische Reporter auf der Pressetribüne hoch droben unterm Dach fleißig mitwippte.

Auf dem Platz gab am Sonntagabend Jude Bellingham den Takt vor.

40 Minuten müht sich England gegen Außenseiter Senegal, dann ändert das Führungstor das komplette Spiel. Kanes WM-Torflaute ist beendet, nun folgt das große Duell mit dem Titelverteidiger.

Wo er am Ball war, spielte die Musik im englischen Spiel. Das 19-jährige Mittelfeldtalent orchestrierte beim souveränen 3:0-Sieg den Auftritt seiner Nebenleute. Bellingham war es, der wie ein erfahrener Virtuose den Rhythmus bestimmte. Er schwang sich, um im Bild zu bleiben, zum Dirigenten auf – die beste Kritik bekam aber hinterher zumindest von offizieller Seite der Stürmer und Torschütze zum 2:0, Harry Kane.

Als von einer Expertenkommission des Weltverbands Fifa offiziell ausgezeichneter „Spieler des Spiels“ musste Kane dann später in den Katakomben rauf aufs Pressepodium – und dann nicht über sich, sondern über Bellingham reden, den wahren „Man of the Match“. Das sah übrigens auch der „Guardian“ so, der Bellingham in seiner Notenskala von null (ganz schwach) bis zehn (überragend) eine neun gab: Bestwert im englischen Team.

Kapitän Kane legte also los auf der Empore, er hatte sein Trikot noch an – und kam ins Schwärmen über seinen jungen Kollegen. „Jude“, sagte der Tottenham-Star, „ist einfach ein fantastischer Spieler, er hat alles.“ Dann ratterte der Torjäger im Stakkatotakt die Liste von Bellinghams Qualitäten herunter: „Er ist stark mit dem Ball, ohne Ball beim Pressing. Er rennt, spielt Pässe und ist wichtig, wenn es um Tore geht.“

Das sieht auch der englische Trainer Gareth Southgate so, der am Ende dieser Fußballnacht zur ultimativen Lobhudelei über Bellingham ausholte. „Das Entscheidende bei Jude“, sagte er, „ist seine Mentalität. Er hat den festen Willen, sich zu verbessern, und will unbedingt weiter lernen.“

DFB-Geschäftsführer Oliver Bierhoff steht nach dem WM-Aus mehr denn je in der Kritik. Warum die in der emotional überhitzten Debatte aber nicht immer berechtigt ist.

Mit einem Kniff brachte Southgate Bellinghams Qualitäten gegen den Senegal noch mehr zur Geltung – der Trainer beorderte Routinier Jordan Henderson vom FC Liverpool ins defensive Mittelfeld und Bellingham dafür weiter nach vorne, auf die Spielmacherposition. „Die Hereinnahme von Jordan hat Jude mehr Freiheiten gegeben“, sagte Southgate hinterher noch trocken. Mit all seinen Vorzügen – Bellingham ist mit seinen 1,86 Metern schnell und beweglich, aber auch extrem robust und zweikampfstark – dominierte er die Partie.

Wie gut dieser junge Bursche ist, das wiederum wissen auch die Strategen von Borussia Dortmund genau. Im Sommer 2020 holten sie das Juwel für 25 Millionen Euro von Birmingham City, Bellingham startete beim BVB durch, auch bei den Schwarz-Gelben hat er längst eine Führungsrolle inne. Inzwischen beläuft sich sein geschätzter Marktwert auf 100 Millionen Euro. Manchester City, der FC Liverpool und Real Madrid haben ihn auf dem Zettel – es ist davon auszugehen, dass Bellingham Dortmund im Sommer verlassen wird.

Jetzt aber will er erst einmal bei der WM in Katar weiter Eindruck machen. An diesem Samstag (20 Uhr) steigt das große Viertelfinalduell des Vizeeuropameisters mit dem Weltmeister Frankreich. „Jeder von uns hat so viel Qualität, Temperament und Charakter gezeigt“, sagte Bellingham nach dem 3:0 über den Senegal – und blickte voraus: „Ich denke, wir kommen an den Punkt, an dem wir sagen: Wir können jeden schlagen.“

Mit Bellingham in der aktuellen Form ist das zumindest nicht auszuschließen.

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Erwin Staudt: Trennung von Sven Mislintat war „richtig“

Ehrenpräsident Erwin Staudt lehnt nach dem Aus von Sven Mislintat interne Nachfolgelösungen auf den zentralen Führungspositionen im sportlichen Bereich des VfB Stuttgart ab. „Es ist wichtig, externe Personen zu holen“, sagte der 74-Jährige der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag über die zu besetzende Sportdirektoren- und Trainer-Stelle. „Der Verein musste handeln, denn er ist zum zweiten Mal in die Misere gerutscht.“

Der Tabelle-16. der Fußball-Bundesliga und der bisherige Sportdirektor Mislintat hatten sich tags zuvor getrennt. „Ich halte die Entscheidung für richtig, akzeptiere sie und habe kein Problem damit“, sagte Staudt. Wichtig sei es nun, rasch Lösungen zu präsentieren. „Der Verein wird jetzt versuchen, einen adäquaten Nachfolger zu finden, der die Kaderplanung vorantreibt“, sagte er über den offenen Posten des Sportdirektors. Zuletzt hatte er die fehlende „Erfahrung“ im Kader kritisiert. Auf der Trainerposition wünscht sich Staudt einen Coach, der „im Abstiegskampf Impulse setzt“. 

Die Ära Sven Mislintat beim VfB Stuttgart ist zu Ende. Nun geht es um dessen Nachfolge – und viele andere Fragen, die der Bundesligist schnell beantworten muss.

Medienberichten zufolge soll Bruno Labbadia Nachfolger des vor mehreren Wochen freigestellten Pellegrino Matarazzo werden. „Es ist ja aber noch nichts verkündet“, sagte Staudt und kommentierte diesen Namen nicht. Interimstrainer Michael Wimmer, dessen Beförderung Mislintat befürwortet hatte, könnte wieder in die zweite Reihe rücken.

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Basketball-Bundesliga: MHP Riesen Ludwigsburg stürzen den Spitzenreiter aus Bonn

Dabei waren die Ludwigsburger durchaus schlecht ins Spiel gekommen, 20:26 hieß es nach dem ersten Viertel, schafften nach der Pause aber die Wende. Coach Josh King: „Da haben wir einfach besser verteidigt.“ Und nur noch 31 Punkte der offensivstarken Bonner zugelassen. Deren Trainer sparte nicht mit Lob an seinem Kollegen („Er macht einen super Job“) und Kritik an den Schiedsrichtern, die im Laufe der 40 Minuten etwas zu viel pfiffen. „Leider waren bestimmte Leute nicht auf dem Niveau der anderen Teilnehmer des Spiels“, drückte der Finne seine Unzufriedenheit etwas verklausuliert aus. Doch die insgesamt 49 Fouls, die eine unnötige Hektik in die Partie in der mit 4000 Zuschauern am Ende erneut ausverkauften MHP-Arena brachten, verteilten sich nahezu gleichmäßig auf diese beiden Top-Teams der Liga.

Ludwigsburgs Basketballer erwarten am Samstag im Spitzenspiel der Bundesliga den Tabellenführer aus Bonn. Doch in den nächsten Jahren warten noch ganz andere Hürden.

Denn auch wenn noch nicht einmal ein Viertel der Spiele absolviert sind, lässt sich zumindest erahnen, dass es sich bei Bonn aber auch Ludwigsburg erneut um zwei ernsthafte Play-off-Anwärter handeln dürfte. Wobei die Ludwigsburger in der ersten Hälfte vor allem Prentis Hubb (18 von 24 Punkten) mit seinen Distanzwürfen im Spiel hielt. Während Isaiah Whitehead auch am Samstag zwischen Genie und Wahnsinn agierte, nach der Pause das Pendel aber positiv ausschlug (15 Punkte). „Der Teamgeist ist eine unsere großen Stärken“, sagte Josh King. Ein kleines Indiz: Unter der Woche feierte das von den US-Amerikanern geprägte Team gemeinsam mit den Familien Thanksgiving, am Samstag dann den Sieg gegen den bis dato noch ungeschlagenen Spitzenreiter aus Bonn, wobei bei den Riesen gleich fünf dieser US-Boys zweistellig trafen (bei Bonn eben nur zwei). Und mit 13 vergebenen Freiwürfen machten sich die Ludwigsburger das Leben ganz nebenbei noch selbst schwerer als nötig.

Beide Bundesligisten sind ja auch in der internationalen Champions League bisher erfolgreich unterwegs. Dort haben die Bonner unter der Woche den griechischen Traditionsclub AEK Athen besiegt. Was wiederum den Riesen in die Karten gespielt haben könnte. Stichwort: Belastung „Die Ludwigsburger haben die Zeit unter der Woche gut zur Vorbereitung nutzen können“, sagte jedenfalls Iisalo. Nun ja, die Mehrfachbelastung droht nun den Riesen: Die empfangen in der BCL am Mittwoch (20 Uhr) Darüssafaka aus der Türkei, ehe es nächsten Samstag ( Uhr) zum nicht minder brisanten Pokal-Derby nach Crailsheim geht. Eins nach dem anderen, so Josh King: „Damit beschäftigen wir uns ab Donnerstag.“

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Fußball-WM in Katar: Fußball-Neudeutsch einfach erklärt

Den Ausputzer gibt es längst nicht mehr, auch der Libero hat sich spätestens vor 20 Jahren aus dem Fußball-Sprachgebrauch verabschiedet. Stattdessen wimmelt es heute nur noch so vor Mentalitätsspielern, Zielspielern und Wandspielern, der sich in der Box für Steil-Klatsch anbieten sollen. Alles klar? Zielspieler: Hieß früher einfach Mittelstürmer oder wahlweise Kopfballungeheuer. Ist nicht selten der Größte im Angriff und vornehmlich für das zuständig, worauf es im Fußball ankommt: Die Bälle reinmachen.

Wandspieler: Eng verwandt mit dem Zielspieler. Nur kommt ihm noch eine weitere Aufgabe zu, nämlich die Bälle mit dem Rücken zum Tor abzuschirmen und zu verteilen. Wie eine Ballwand eben.

Steil-Klatsch: Einer der Trend-Begriffe der modernen Trainingslehre. Der Wandspieler eignet sich besonders für diese Passform, indem er einen Steilpass (wahlweise: Vertikalpass) mit dem Rücken zum Tor zu seinem nahe und frei stehenden Mitspieler abtropfen (klatschen) lässt. Während der Wandspieler dabei einen Gegenspieler bindet, öffnen sich für den Passempfänger Räume.

In einer Shoppingmall in Doha kommt es zu einer lustigen Begegnung mit mexikanischen Fans. Zudem entdeckt unser DFB-Reporter klein Venedig in Katar.

Räume: Oder auch Zonen. Absolute Lieblingsvokabel aller Trainer. „Wir haben die Räume gut bespielt“ ist oft zu hören, und man fragt sich, was genau damit nun gemeint sein könnte. Im Grunde ist es aber ganz einfach: Wir, also die Zuschauer, Fans, Journalisten, richten unseren Blick in erster Linie auf den Ball(führenden). Die Spieler ohne Ball müssen aber gleichzeitig erkennen, wann sie welchen Zipfel des Feldes freigeben, erlaufen oder besetzen müssen.

Gegen den Ball: Kommt unter Trainern gleich hinter den Räumen. Also: „Wir haben gut gegen den Ball gearbeitet“ heißt nichts anderes, als dass die Mannschaft fleißig war, viel gelaufen ist und das Prinzip des ballorientierten Fußballs gut umgesetzt hat: Immer dem Ball hinterher und attackieren, pardon: Pressen.

Mentalitätsspieler: Eine vergleichsweise einfache Herleitung. Der Mentalitätsspieler zeichnet sich mehr als alle andere durch althergebrachte Tugenden wie Wille, Einsatzbereitschaft und Teamgeist aus.

Mindset: Wird gerade gerade im Kreis der Nationalmannschaft inflationär verwendet. Gemeint ist Mentalität. Wahrscheinlich lässt der Mindset-Spieler nicht mehr lange auf sich warten.

Die Debatte um die One-Love-Binde reißt nicht ab. Vor dem ersten WM-Spiel der Deutschen wird in den sozialen Medien diskutiert – auch über ein Statement von Thomas Müller.

Unterschiedsspieler: Auch nicht schwer zu verstehen: Er verfügt über fußballerische Qualitäten (skills), die nicht jeder mitbringt.

Schienenspieler: Sorgt beim gelegentlichen WM-Gucker schon eher für Rätselraten. Die Schiene befindet sich in dem Fall parallel zur Seitenlinie. Die Anforderung an den Schienenspieler lautet vor-zurück, vor-zurück, wie ein Zug. Den Prellbock markieren in dem Fall die Torauslinien.

Wingback: Im Prinzip dasselbe wie der Schienenspieler. Also ein Hybrid aus Außenverteidiger und Außenangreifer (der frühere Flügelflitzer), der möglichst zwei Sachen gut kann: laufen und flanken.

Box-to-Box-Spieler: Er bewegt sich eher mittig zwischen der Box – also dem Strafraum – vorne wie hinten. In der deutschen Nationalmannschaft sind das Typen wie Leon Goretzka oder Joshua Kimmich, die im Prinzip alles können und für die eine Position ganz vorne oder weiter hinten fast verschenkt wäre. Falsche Neun: In Deutschland gerade wieder etwas aus der Mode, seit Jogi Löw und Pep Guardiola (aus der Bundesliga) weg sind. Statt der hängenden Spitze (Prototyp: Lionel Messi) setzen viele Trainer wieder auf das Modell mit zwei klassischen Stürmen Marke Füllkrug. Einem echten Zielspieler eben.

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Denkwürdige Pressekonferenz: Infantino beerdigt den Grundgedanken des Fußballs


Meinung

Doha

Mit seiner Pressekonferenz vor dem Beginn der WM in Katar hat sich Gianni Infantino selbst entlarvt. Die Aussagen sind reinste Realitätsverweigerung, er und die Fifa haben jegliche Moral verloren.

Gianni Infantino hat es endlich geschafft. Der mächtige Fifa-Präsident hat sich noch vor Beginn der umstrittenen Fußball-Weltmeisterschaft gänzlich der Lächerlichkeit preisgegeben und den von Millionen Menschen geliebten Sport bis aufs Blut verraten. Seine denkwürdige Pressekonferenz am Samstagvormittag machte deutlich, dass schon längst das arabische Emirat Katar alle Zügel beim Weltfußballverband in der Hand hält. Die Aussagen Infantinos lassen keinen anderen Schluss zu.

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: Infantino bezeichnet WM-Kritik als „reine Heuchelei“

„Heute fühle ich mich katarisch, heute fühle ich mich arabisch, heute fühle ich mich afrikanisch. Heute fühle ich mich homosexuell, heute fühle ich mich behindert, heute fühle ich mich als Gastarbeiter.“ Ja, meine Damen und Herren, diese Aussage hat der Schweizer tatsächlich so getätigt. Und es waren noch andere Sätze zu vernehmen, die kaum einen Deut besser waren. Wäre es nicht so traurig, man könnte fast lachen über diesen inszenierten Auftritt in einem Theater in Doha. Wüsste man es nicht besser, hätte man auch sekündlich darauf warten können, dass ein Komiker plötzlich seine Maske herunterzieht und den anwesenden Journalisten die lange Nase zeigt. Dann wäre so ein Auftritt zumindest noch zu verstehen gewesen. Beste Satire eben.

Gianni Infantino verhält sich so unfassbar, da kommt selbst der beste Satiriker nicht mehr heran. Der Multimillionär, der übrigens längst einen Wohnsitz in Doha hat, unterwarf sich mit seinen Aussagen der katarischen Regierung. Er und die Fifa wirken nicht einmal mehr anstandshalber unabhängig. Das zeigte sich schon in der Bier-Frage in den Stadien, bei der die Fifa erstmals überhaupt einem Gastgeber nachgab.

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Infantino offenbarte am Samstag deutlich, dass er nicht einen Funken Anstand in sich trägt, dass er nicht einmal ansatzweise die berechtigte Kritik am WM-Gastgeber nachvollziehen kann. Es war Realitätsverweigerung. Dreist behauptet er sogar, dass sich einzig die Fifa um die „Arbeiter kümmere“. Welch Hohn, ist es doch ausgerechnet Infantino, der einen geforderten Fonds für Arbeitsmigranten blockiert. Er warf der westlichen Welt eine „Doppelmoral“ im Umgang mit Katar vor, findet, diese alte Welt müsse sich 3000 Jahre entschuldigen. Er unterstellte Kritikern Polemik. Ausgerechnet Infantino.

Der mächtigste Mann im Weltfußball lebt ganz offensichtlich auf einem anderen Planeten und reißt den Volkssport Fußball immer tiefer zu Boden. Die ohnehin schon massive wie berechtigte Kritik an ihm und am Weltverband wird nicht verstummen. Zumal Infantino ungehindert mit einer dritten Amtszeit rechnen darf. Einen Gegenkandidaten für die Präsidenten-Wahl gibt es schließlich nicht. Der Mann, der so viele Menschen in seiner Pressekonferenz verhöhnt hat, ist in seinem Verband unantastbar. Und das ist die größte Tragik rund um diese Weltmeisterschaft. Denn Veränderungen geschweige denn Verbesserungen sind so sicherlich nicht zu erwarten.

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Gianni Infantino: FIFA-Boss: „Heute fühle ich mich homosexuell“

FIFA-Präsident Gianni Infantino hat allen queeren Menschen einen Tag vor der Eröffnung der Weltmeisterschaft in Katar zugesichert, dass sie im Land des WM-Gastgebers herzlich willkommen und sicher sind. „Ich kann bestätigen, dass hier alle willkommen sind“, sagte der 52 Jahre alte Präsident des Fußball-Weltverbandes am Samstag in Al-Rajjan. „Es ist eine klare Anforderung der FIFA, dass alle, die herkommen, willkommen sein müssen. Egal, welche Religion, Hautfarbe oder sexuelle Orientierung sie haben.“ Die katarische Regierung halte sich daran, betonte der FIFA-Chef.

 LGBT ist die englische Abkürzung für lesbisch, schwul, bisexuell und Transgender. Oft werden auch die Varianten LGBTQ, LGBTQI oder LGBTQIA+ verwendet. Jeder Buchstabe steht für die eigene Geschlechtsidentität oder die sexuelle Orientierung.

Infantino betonte, Veränderungen erreiche man nur im Dialog. „Wenn jemand denkt, es reicht, harsche Kritik zu üben, das nützt nichts, das wird als Provokation gesehen“, sagte der Schweizer. „Die Reaktion wird dann eher sein, sich noch mehr zu verschließen.“ 

Wandel brauche Zeit, auch er selbst habe seine Haltung gegenüber diesen Themen im Laufe der Jahre verändert. „Natürlich bin ich überzeugt, dass es erlaubt sein sollte, aber auch ich habe einen Prozess durchlaufen“, sagte er in Bezug auf drohende Strafen für Homosexuelle in Katar. Laut Gesetz ist Homosexualität in dem Land verboten und wird mit bis zu sieben Jahren Gefängnis bestraft.

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