Kategorie -Sport für junges Volk

Basketball-Euroleague: Schiedsrichter durfte wegen seines Barts nicht mehr pfeifen

Der deutsche Basketball-Schiedsrichter Benjamin Barth hat in der Euroleague ab einem gewissen Zeitpunkt keine Spiele mehr zugeteilt bekommen, weil er seinen Bart nicht abrasiert hat. Dies erzählte der 43-Jährige der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ und dokumentierte den Vorfall mit Chatprotokollen aus dem Herbst 2021. „Stokes erklärte mir, dass Headcoaches und Sportdirektoren Bärte nicht mögen und sich darüber beschweren würden“, sagte Barth der „FAZ“ mit Bezug auf Richard Stokes, den Schiedsrichter-Chef der Euroleague.

Der deutsche Referee weigerte sich demnach auch nach mehrmaliger Aufforderung, seinen Bart abzurasieren. „Ich verstehe nicht, was das soll. Was für einen Unterschied macht es, ob ich mich rasiere oder nicht? Das ist eine Form von Diskriminierung. So gern ich Euroleague pfeifen würde, das kann ich nicht akzeptieren“, begründete der Münchner seine Entscheidung. In Europas höchster Basketball-Clubliga kam er fortan nicht mehr zum Einsatz.

Barth schaltete fortan Juristen ein und drohte der Liga, an die Öffentlichkeit zu gehen. Der Deutsche sagt, ihm gehe es nun nicht mehr um sich selbst, sondern dass es solche Vorfälle in Zukunft nicht mehr gebe. „Ob sich die Organisation wirklich ändert, muss man sehen. Aber es ist wichtig, dass die Öffentlichkeit von diesem Vorgang weiß“, schilderte Barth, der in der Bundesliga mehr als 500 Partien geleitet hat.

Die Euroleague äußerte sich am Dienstag dazu und bedauerte den Vorfall. „Die Empfehlung an Herrn Barth, keinen Bart zu tragen, war ein Fehler. Die Entschuldigung der Euroleague Basketball wurde im April 2022 von ihm angenommen“, hieß es in einem Statement. Barth sei zudem informiert worden, dass die Euroleague zukünftig keinerlei solcher Maßnahmen mehr vornehmen wird.

Sie können mehr von den nachrichten auf lesen quelle

Vorsitzender der Geschäftsführung: Andreas Rettig und Viktoria Köln trennen sich


Köln

Andreas Rettig verlässt den Drittligisten Viktoria Köln. Dies gab der Klub am Montag bekannt. Der 59-Jährige war seit einem Jahr Vorsitzender der Geschäftsführung bei der Viktoria gewesen.

Die Trennung aufgrund unterschiedlicher Auffassungen über die zukünftige Ausrichtung und Strategie erfolgte laut offizieller Angaben „einvernehmlich“. „Die Entscheidung, den Klub, bei dem ich schon als Spieler aktiv war, zu verlassen, ist mir auch angesichts der aktuell schwierigen sportlichen Situation nicht leicht gefallen. Diese war für die Entscheidung jedoch nicht relevant“, betonte Rettig.

Da es unterschiedliche Vorstellungen über die notwendigen nächsten Schritte bei der zukünftigen Entwicklung der Viktoria gegeben habe, „sind wir im Sinne des Vereins zu dieser Entscheidung gekommen. Ich drücke der Viktoria für den Endspurt kräftig die Daumen und werde selbstverständlich auch weiterhin emotional mit diesem Klub verbunden bleiben“, so Rettig.

Präsident Günter Pütz meinte: „In Andreas Rettig verlieren wir eine tolle Führungspersönlichkeit, die in der kurzen Amtszeit wichtige Impulse gesetzt hat. Er verlässt eine besonders wirtschaftlich, aber auch ansonsten gut aufgestellte Viktoria.“

Sie können mehr von den nachrichten auf lesen quelle

„So etwas habe ich noch nicht erlebt“: Heftige Kritik nach Attacke auf ARD-Reporter – Uefa verzichtet auf Ermittlungen


London

Am Rande des siegreichen Europa-League-Auftritts von Eintracht Frankfurt in London sorgt ein tätlicher Angriff auf zwei deutsche Radioreporter für Wirbel. Die Entrüstung darüber ist groß. Die Uefa wird jedoch kein Disziplinarverfahren eröffnen.

Nach der Attacke auf zwei Rundfunkreporter der ARD beim Europa-League-Halbfinale von Eintracht Frankfurt bei West Ham United haben der Hessische Rundfunk und der Fußball-Bundesligist heftige Kritik am englischen Club geübt und den tätlichen Angriff scharf verurteilt. „Ein Fußballstadion ist kein rechtsfreier Raum“, sagte Programmdirektorin Gabriele Holzner am Freitag in einer Mitteilung des Senders. Man erwarte „vom veranstaltenden Verein, dass er Bedingungen auch für Reporter der Gastmannschaft schafft, so dass diese ihren Job ohne Angst vor Übergriffen machen können“, fügte Holzner an. Schläge und körperliche Gewalt seien in keinem Fall tolerierbar.

Lesen Sie auch



Zwischenfall in London

: ARD-Radioreporter bei Frankfurts Gastspiel bei West Ham attackiert

Auch die Eintracht reagierte empört auf den Vorfall beim 2:1-Sieg. „Der Angriff auf Journalisten des Hessischen Rundfunks ist nicht zu tolerieren und bei aller Emotionalität eines wichtigen Halbfinalspiels mit all den dazugehörigen Begleitumständen inakzeptabel“, sagte Jan Martin Strasheim, Leiter Medien und Kommunikation des Vereins. „Die Vorkommnisse bedürfen einer sorgfältigen Aufarbeitung, der West Ham United auch nachkommen wird. Dies wurde uns vonseiten des Clubs zugesichert.“

Zwei Reporter des ARD-Hörfunks sind beim Europa-League-Spiel von Eintracht Frankfurt bei West Ham United attackiert worden. Wir konnten mit einem von beiden, Philipp Hofmeister, darüber sprechen. #UEL pic.twitter.com/wyjuhO9mPr

— Sky Sport (@SkySportDE) April 29, 2022

Ich bin damit einverstanden, dass mir
Inhalte von Twitter
angezeigt werden.

Dieses Element enthält Daten von Twitter. Sie können die Einbettung solcher Inhalte auf unserer Datenschutzseite blockieren

Aus diesem Grund sieht die Europäische Fußball-Union von einem Disziplinarverfahren gegen den Tabellensiebten der englischen Premier League ab. „Der Club hat schnell reagiert und wird den Vorfall nun untersuchen, um die Schuldigen zu ermitteln und zu sperren“, hieß es von der UEFA. Die ARD sei mit diesem Vorgehen einverstanden.

Den betroffenen Rundfunkreportern Tim Brockmeier und Philipp Hofmeister geht es nach eigenen Angaben gut. Ihren Schilderungen zufolge erhielten sie am Donnerstagabend während des Halbfinal-Hinspiels im Londoner Olympiastadion „mehrfach Faustschläge an den Hinterkopf, in den Nacken, in den Rücken“. Das sei wohl nicht „die feine englische Art“, schrieb Brockmeier bei Twitter. Er bedankte sich bei den Medienmitarbeitern des hessischen Fußball-Bundesligisten, aber auch des gastgebenden Premier-League-Clubs, „die uns in der Pause regelrecht in Sicherheit gebracht haben, bringen mussten“.

West Ham United verurteilte das Geschehen ebenfalls. „Wir werden daran arbeiten, die Täter ausfindig zu machen“, wurde ein Club-Sprecher am Freitag vom „Kicker“ zitiert. „Sie werden eine unbefristete Sperre erhalten und weder das London Stadium betreten noch mit dem Club reisen dürfen. Es gibt keinen Platz für ein solches Verhalten.“

Lesen Sie auch



Nächste magische Europa-Nacht

: Frankfurts Traumreise durch Europa geht weiter



Europa League in deutscher Hand

: Frankfurt und Leipzig legen Grundsteine für deutsches Finale

Zu den Angriffen war es kurz nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich von West Ham in der 21. Minute gekommen. „Wir werden hier attackiert“, berichtete Hofmeister während der Live-Übertragung. In den Sekunden davor waren Tumulte hörbar gewesen. „So etwas habe ich noch nicht erlebt“, sagte Brockmeier, dem das Headset vom Kopf gerissen worden war: „Wir sind geschockt.“ In der Pause wechselten die beiden Reporter des Hessischen Rundfunks die Plätze und kommentierten von dort weiter. „Mental war das danach schwierig“, sagte Hofmeister.


Sie können mehr von den nachrichten auf lesen quelle

Frankfurt gegen West Ham: UEFA leitet nach Attacke auf ARD-Reporter keine Ermittlungen ein

Nach der Attacke auf zwei Rundfunkreporter der ARD beim Europa-League-Halbfinale von Eintracht Frankfurt bei West Ham United (2:1) wird die Europäische Fußball-Union UEFA kein  Disziplinarverfahren eröffnen. Dies teilte der Verband am Freitag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. „Der Club hat schnell reagiert und wird den Vorfall nun untersuchen, um die Schuldigen zu ermitteln und zu sperren“, hieß es von der UEFA. Die ARD sei mit dem Vorgehen einverstanden und hatte demnach keine weiteren Beschwerden.

Den betroffenen Rundfunkreportern Tim Brockmeier und Philipp Hofmeister geht es nach eigenen Angaben gut. Ihren Schilderungen zufolge erhielten sie am Donnerstagabend während des Hinspiels im Londoner Olympiastadion „mehrfach Faustschläge an den Hinterkopf, in den Nacken, in den Rücken“. Das sei wohl nicht „die feine englische Art“, schrieb Brockmeier bei Twitter. Der englische Fußballclub hat nach den Vorfällen Konsequenzen angekündigt.

Sie können mehr von den nachrichten auf lesen quelle

Harte Kritik und Ruf nach Reform: Der Video-Schiedsrichter am Pranger


Berlin

Gleich mehrere Fehlentscheidungen, eine davon im Spitzenspiel zwischen Bayern und dem BVB, brachten den viel kritisierten Schiedsrichtern am Bundesliga-Wochenende neuen Ärger ein. Ex-Referee Manuel Gräfe und Lothar Matthäus fordern grundlegende Änderungen.

Lothar Matthäus fordert eine Reform, Manuel Gräfe den kompletten Neustart: Der Videobeweis und mit ihm das gesamte deutsche Schiedsrichterwesen steht nach den jüngsten Fehlentscheidungen am Pranger. Von mangelnder Fußballkompetenz ist die Rede, der Ruf nach inhaltlichen, aber auch nach drastischen personellen Konsequenzen wird lauter.

„Es wird Zeit, nachdem der DFB die Schiedsrichterei strukturell und personell zwölf Jahre gegen die Wand gefahren hat, die Verantwortungsfrage zu stellen“, schrieb der frühere FIFA-Schiedsrichter Gräfe in einem Gastbeitrag für die Bild-Zeitung – und er ging die Führung um Jochen Drees (DFB-Projektleiter für den Videobeweis), Florian Meyer (Leiter Coaching) und Schiedsrichter-Chef Lutz Michael Fröhlich hart an.

Lesen Sie auch



Elfmeter-Situation für den BVB

: Schiedsrichter Siebert räumt Fehler bei Bundesliga-Topspiel ein



VAR im Fokus

: Der klarste Elfmeter bei Freiburg gegen Gladbach wurde nicht gegeben

Werde „trotz eindeutiger TV-Bilder“ falsch entschieden, fehle es laut Gräfe, seit seinem altersbedingten Ausscheiden so etwas wie der Chef-Kritiker des Verbandes, „oft an der notwendigen Fußballkompetenz – oder an der Linie, wann man eingreifen soll oder wann nicht. Dort ist seit Jahren ein Hin und Her zu beobachten.“ Es sei „eigentlich unvorstellbar, dass selbst mit Bildern so viele Fehlentscheidungen (…) die Spiele beeinflussen“.

Rekordnationalspieler Matthäus präsentierte einen Lösungsvorschlag für das seit der Einführung der Videobilder zur Bundesliga-Saison 2017/18 gärende Problem. „Spätestens nach diesem Wochenende steht für mich fest: Wir brauchen ehemalige Profifußballer, um den VAR zu unterstützen“, schrieb der 61-Jährige in seiner Sky-Kolumne. Entscheidungen wie am vergangenen Bundesliga-Spieltag in Leipzig und in München seien „so einfach nicht mehr zu akzeptieren“.

Lesen Sie auch



Diskussionen um Hummels-Rot

: Schafft den VAR endlich ab – er schadet dem Fußball

Ex-Fußballer könnten strittige Szenen „besser bewerten, weil wir selber permanent und jahrelang in diesen Situationen waren und wissen, wie es aussieht, wenn man foult oder gefoult wird“, so Matthäus.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) zeigte sich offen für „konstruktive Vorschläge“. Auf welcher Ebene die von Matthäus geforderte Einbindung „stattfinden könnte oder sinnvoll wäre, sollte vor allem fernab von emotionalen sowie spieltagsbezogenen Diskussionen sachlich bewertet werden“, teilte Schiedsrichter-Chef Lutz Michael Fröhlich auf SID-Anfrage mit.

Lesen Sie auch



Schiri in der Kritik

: Der Fall Zwayer kennt nur Verlierer

Im Topspiel zwischen Bayern München und Borussia Dortmund (3:1) waren der Elfmeterpfiff nach einem klaren Foulspiel an BVB-Profi Jude Bellingham und auch eine Intervention durch den Video-Assistenten ausgeblieben. In Leipzig hätte es in der Partie gegen Union einen Strafstoß für die Berliner geben müssen. Hier gab es zwar einen Hinweis des VAR – der Schiedsrichter blieb aber bei seiner Entscheidung.

Beide Szenen räumte DFB-Mann Drees bereits als Fehler ein – den aufgestauten Ärger bei Beteiligten und Experten konnte er damit aber nicht wirklich runterkochen. Es müsse festgestellt werden, „dass die beiden Entscheidungen trotz (oder wegen) der VAR-Unterstützung so eklatant falsch waren, dass man Abhilfe schaffen muss, um den Fußball noch gerechter und fairer zu gestalten“, schrieb Matthäus, der sich zugleich dagegen aussprach, „den Video-Schiedsrichter wieder abzuschaffen, denn das wäre ein Rückschritt“.

Gräfe sieht das Problem offenbar in der Qualität des Personals, beim DFB gelte nicht das Leistungsprinzip. So sei es früher „bei den Bossen Fandel und Krug“ gewesen, „heute bei Fröhlich, Meyer und Drees“. Fehlentscheidungen hätten „offensichtlich keine notwendigen Konsequenzen, da man lieber nach persönlichen, regionalen oder politischen Aspekten die Schiedsrichter für Positionen oder Aufgaben auswählt“.

Manche Schiedsrichter seien für bestimmte Aufgaben nicht oder noch nicht geeignet, so Gräfe: „Wenn es in einem Verein oder in einer Firma über Jahre nicht funktioniert, wird auch irgendwann zu Recht die Managementebene zur Verantwortung gezogen.“

Fröhlich konterte: „Weniger konstruktiv schätzen wir die Form ein, wie ein ehemaliger Schiedsrichter die aktuelle Diskussion nutzt, um sich mit seiner persönlichen Meinung öffentlich einzuschalten.“

Sie können mehr von den nachrichten auf lesen quelle

Wladimir Klitschko: Ex-Champion denkt über Rückkehr in den Boxring nach

Der frühere Boxweltmeister Wladimir Klitschko hat erneut ein Comeback ins Gespräch gebracht. Zwei Tage nach dem Rücktritt von WBC-Weltmeister Tyson Fury, gegen den Klitschko 2015 verlor, sagte der 46 Jahre alte Ukrainer der „Bild“-Zeitung. „Wenn ich in guter Form bin, wer weiß, vielleicht habe ich diesen Traum, den Rekord von George Foreman zu brechen. Das motiviert mich, jeden Tag aufzustehen und Sport zu machen.“

Klitschko hatte schon vor einigen Jahren berichtet, dass ihn der Altersrekord von Ex-Champion George Foreman reizen würde. Damals betonte er, es sei zwar kein Comeback geplant, aber „ein einmaliges Spektakel“ könne er sich vorstellen. Das erneuerte er jetzt: „Ich möchte keinen Kiefer brechen, ich möchte einen Rekord brechen.“

Foreman hatte mit 45 Jahren, 9 Monaten und 25 Tagen die WM-Titel der Verbände WBA und IBF gegen seinen 18 Jahre jüngeren Landsmann Michael Moorer gewonnen. Klitschko, der derzeit während des Krieges in der Ukraine seinen Bruder – Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko – unterstützt, ist bereits älter.

Foreman hatte Klitschko vor zwei Jahren von einem Comeback abgeraten. „Warum sollte er noch einmal boxen? Nur falls er das Geld wirklich bräuchte, dann soll er es versuchen. Aber falls finanziell alles passt, würde ich ihm raten, nicht noch einmal zu boxen“, sagte der Amerikaner.

Klitschko hatte seine Ringkarriere im Sommer 2017 nach 69 Profikämpfen (64 Siege) beendet. Ausschlaggebend dafür waren die Niederlagen gegen Fury und dessen Landsmann Anthony Joshua zum Abschluss seiner Laufbahn.

Sie können mehr von den nachrichten auf lesen quelle

Borussias B-Junioren: Gladbachs U17 verpasst Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft


Liveblog

Mönchengladbach

Trotz eines 3:1-Erfolgs gegen Arminia Bielefeld am letzten Spieltag der B-Junioren-Bundesliga hat sich Borussias U17 nicht mehr für das Halbfinale der B-Junioren-Bundesliga qualifizieren können. Das Team von Trainer Eugen Polanski belegt letztlich den dritten Tabellenplatz.

Alles Wichtige zum Nachlesen gibt es im Fohlenfutter.Unsere Einzelkritiken zu den Spielen finden Sie hier.So haben unsere Reporter den Endspurt getippt.Borussias Scorerliste der Saison 2021/22.

Sie können mehr von den nachrichten auf lesen quelle

SC Freiburg gegen RB Leipzig: Diese sechs Ex-Stuttgarter kämpfen um den Sieg im DFB-Pokal

Für den SC Freiburg war’s im Halbfinale eine klare Angelegenheit – mit 3:1 besiegte der Bundesligist den Zweitligisten Hamburger SV. Knapper ging es bei RB Leipzig zu, erst in der Nachspielzeit traf Emil Forsberg zum 2:1 gegen Union Berlin. So oder so stehen nun die Kontrahenten fest, die am 21. Mai in Berlin den Sieg im DFB-Pokal unter sich ausmachen. Für Robin Dutt ist es ein „Duell auf Augenhöhe“. Der ehemalige Coach des SC Freiburg ergänzt: „Auch wenn Leipzig seit einigen Wochen sehr stabil geworden ist: Freiburg ist es die gesamte Saison über gewesen.“

Lesen Sie aus unserem Plus-Angebot: Unser Kommentar zum Finaleinzug des SC Freiburg

Dutt begann seine Trainerkarriere in der Region Stuttgart, war Coach bei den Stuttgarter Kickers und Sportvorstand beim VfB Stuttgart. Am Pokalfinale ist er nicht mehr direkt beteiligt – dafür haben sechs andere ehemalige Stuttgarter die Möglichkeit, am Ende die goldene Trophäe in den Berliner Nachthimmel zu stemmen.

Wer diese sechs sind? Haben wir unserer kleinen Bildergalerie zusammengefasst. Viel Spaß beim Durchklicken.

Sie können mehr von den nachrichten auf lesen quelle

Klub bestätigt: Arminia Bielefeld trennt sich von Trainer Frank Kramer


Update

Bielefeld

Der Fußball-Bundesligist hat die Reißleine gezogen und sich von Trainer Frank Kramer getrennt. Die Ostwestfalen stehen im Abstiegskampf mit dem Rücken zur Wand. Als Nachfolger wird der bisherige Torwarttrainer Marco Kostmann zusammen mit einem alten Bekannten aus der Bundesliga interimsmäßig übernehmen.

Erst wurde das Training verschoben, dann hatten die Profis von Arminia Bielefeld Gewissheit: Die stark abstiegsbedrohten Ostwestfalen wollen den Klassenerhalt im Saisonendspurt der Fußball-Bundesliga ohne ihren bisherigen Trainer Frank Kramer schaffen. Der 49-Jährige wird nach 13 Monaten im Amt vor dem Auswärtsspiel beim 1. FC Köln am Samstag (15.30 Uhr/Sky) bis zum Saisonende durch den bisherigen Torwarttrainer Marco Kostmann und dem neuen Co-Trainer Michael Henke ersetzt.

„Wir möchten der Mannschaft einen Impuls geben, um den Verbleib in der Bundesliga zu realisieren“, sagte Sport-Geschäftsführer Samir Arabi und nahm die Mannschaft in die Pflicht: „Es gilt, den Blick jetzt nach vorne und nicht mehr zurückzurichten. Alle Beteiligten sind gefordert. Die Zeit der Ausreden auf und neben dem Platz ist jetzt vorbei.“

Kostmann wird von den bisherigen Assistenten Stefan Kleineheismann und Sebastian Hille unterstützt. Henke stößt neu dazu. Der frühere Assistent von Ottmar Hitzfeld bei Bayern München und Borussia Dortmund war zuletzt beim FC Ingolstadt tätig gewesen. Neben Kramer wurde auch dessen Assistent Ilja Grujew von seinen Aufgaben entbunden.

„Wir haben den Klassenerhalt in der letzten Saison aus einer ähnlichen Situation heraus geschafft, und ich bin der festen Überzeugung, dass die Arminia dieses große Ziel auch diesmal erreichen wird. Ich glaube an die Gruppe und drücke der Arminia die Daumen“, sagte Kramer.

Die Arminia steht vier Spieltage vor dem Saisonende auf dem vorletzten Tabellenplatz. Der Relegationsplatz ist zwei, das rettende Ufer drei Punkte entfernt. Zuletzt zeigte der sportliche Trend nach unten: Seit sieben Spielen ist der Traditionsklub ohne Sieg, einzig beim 1:1 gegen den VfB Stuttgart Anfang April erzielten die Bielefelder dabei einen Treffer.

Kramer war erst im März 2021 für den entlassenen Aufstiegstrainer Uwe Neuhaus nach Bielefeld geholt worden, um den Abstieg in der ersten Saison nach der Bundesliga-Rückkehr zu verhindern. Dies gelang – sogar ohne den Umweg Relegation. „Nach vielen intensiven Gesprächen und einer ausführlichen Analyse der aktuellen Situation sind wir nicht mehr überzeugt davon, dies in der bestehenden Konstellation noch einmal zu schaffen“, sagte Arabi.

Der Zeitpunkt der Trennung kommt überraschend, zuletzt soll Nachwuchsfachmann Kramer Teile der Mannschaft aber nicht mehr erreicht haben. Dabei war die Leistung bei der Niederlage gegen Bayern München (0:3) am Ostersonntag durchaus ordentlich. Doch die Gesamtbilanz bereitete den Verantwortlichen Kopfzerbrechen. In seiner Zeit als Arminia-Coach holte Kramer lediglich zehn Siege (bei 44 Pflichtspielen).

Dem Verein machen mit Blick in die Zukunft vor allem die personellen Abgänge zu schaffen. So ist jetzt schon klar oder es zeichnet sich ab, dass unter anderem Leistungsträger wie Patrick Wimmer (VfL Wolfsburg), Fabian Klos oder Torhüter Stefan Ortega Moreno (beide offen) den Verein am Saisonende verlassen werden. Zudem ist die Offensive viel zu harmlos: Selbst Schlusslicht Greuther Fürth (24 Tore) hat einen Treffer mehr erzielt als Bielefeld (23). Jetzt sollen es Kostmann und Henke richten.

Sie können mehr von den nachrichten auf lesen quelle

Borussias dritte Pleite in Folge: Diese Zahlen unterstreichen das Ausmaß der blamablen Derby-Serie


Mönchengladbach

Um herauszufinden, wann Borussia Mönchengladbach so häufig in Folge gegen den 1. FC Köln verloren hat, muss man weit zurückgehen. In einem Punkt gab es sogar eine Premiere. Unterdessen feiern die Kölner einen besonderes Derby-Helden.

Derby-Niederlagen legen eine Saison häufig unter ein Brennglas. Gladbachs 1:3 gegen den 1. FC Köln ereignete sich darüber hinaus an dem Tag, als der Borussia-Park erstmals seit fast zweieinhalb Jahren bis auf den letzten Platz gefüllt war. Das Debakel vom Karsamstag hat für einige Ereignisse gesorgt, die es in dieser Form noch deutlich länger nicht gegeben hatte.

Erstmals seit 1989/90 verlor Borussia beide Derbys gegen den Erzrivalen in einer Saison. Damals waren allerdings zwei verschiedene Trainer dafür verantwortlich: Wolf Werner coachte das 0:2 im Hinspiel, Gerd vom Bruch das 0:3 im Rückspiel.Neben Werner ist Adi Hütter nun der einzige Gladbach-Trainer, der seine ersten beiden Derbys verlor. 1987 erlitt Werner in Köln ebenfalls eine 1:4-Pleite, zu Hause hieß es dann nur 0:1, weshalb Hütter den noch schlimmeren Start hinnehmen musste. Unter Werner verlor Borussia vier von fünf Derbys.Vergangene Saison ging nach dem 1:2 gegen Köln Anfang Februar die Saison den Bach runter. Unter Hütters Vorgänger Marco Rose begann die Serie von jetzt drei Derby-Pleiten in Folge – auch das gab es zuletzt vor 32 Jahren.


Das 1:4 im November war die höchste Derby-Niederlage seit 25 Jahren. Mit seinem Tor zum 1:3 in der 85. Minute verhinderte Breel Embolo die höchste Heim-Pleite seit 40 Jahren. So lange liegen auch zwei Heimniederlagen gegen Köln in Folge zurück.Ein Derby im eigenen Stadion mit zwei Toren Differenz verlor Borussia zuletzt vor 33 Jahren. Noch weiter zurückgehen muss man, um überhaupt ein Heim-Derby mit drei Gegentoren zu finden. Das passierte zuletzt 1985 und ist fast genau 37 Jahre her.Krasser wird es bei einem Pausenrückstand von 0:3: In Köln widerfuhr Borussia das zuletzt 1989 (derbymäßig war die Wendezeit definitiv eine schwierige), zu Hause in der Bundesliga noch nie. Da muss man schon zurückgehen ins Jahr 1961 und in die Oberliga West. Damals hieß es am Ende 1:6 aus Gladbacher Sicht. Doch vor der Ära Hennes Weisweiler war die Rivalität zwischen beiden Vereinen beileibe nicht so ausgeprägt wie heute.Ein besonderer Derby-Held auf Seiten der Kölner ist Salih Özcan. Der hat seit 2016 genau fünf Derbys gespielt und alle gewonnen. Als der FC in der Saison 2019/20 beide Duelle verlor, war der gebürtige Kölner Özcan an Holstein Kiel ausgeliehen.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Borussia – Köln: die Fohlen in der Einzelkritik

Sie können mehr von den nachrichten auf lesen quelle

background