Kategorie -Jugendliche

DAK-Studie: Jugendliche von krankhafter Internetsucht bedroht

Viele Jugendliche in Deutschland sind nach Ansicht von Experten von krankhafter Internetsucht bedroht. Laut einer Studie der Krankenkasse DAK besteht bei 4,7 Prozent der Zwölf- bis 17-Jährigen ein “erhöhtes Risiko für die Entwicklung einer Internetsucht”. Grundlage der Untersuchung ist eine Umfrage unter Eltern.

“Die Daten deuten darauf hin, dass etwa fünf Prozent der Kinder und Jugendlichen in Deutschland unter krankhaften Folgen ihrer Internetnutzung leiden”, erklärt Rainer Thomasius, Leiter des Deutschen Zentrums für Suchtfragen des Kindes- und Jugendalters am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE). Das Institut hatte die Befragung gemeinsam mit Experten des DAK-Bereichs Gesundheit erstellt und ausgewertet. 

Nach Angaben der Eltern reagiert demnach etwa jedes fünfte Kind “ruhelos, launisch, niedergeschlagen oder gereizt”, wenn es seine Internetnutzung einschränken oder ganz einstellen soll. Zwölf Prozent der Kinder und Jugendlichen nutzen das Internet zur Flucht vor eigenen Problemen. Elf Prozent haben erfolglos mehrere Versuche unternommen, den Konsum zu reduzieren.

Wegen Internetsucht Bildungschance riskiert

Sieben Prozent der Eltern berichten, dass ihr Kind wegen seiner Internetnutzung eine wichtige Beziehung, Arbeits- oder Bildungschance riskiert habe. Immerhin 50 Prozent erwähnen, dass der Nachwuchs länger online bleibt, als er sich eigentlich vornimmt.

Aus diesen und anderen Angaben schlossen die Experten dann auf eine Suchtgefahr bei insgesamt 4,7 Prozent der Kinder und Jugendlichen. Jungen waren demnach mit 5,6 Prozent betroffen, Mädchen mit 3,9 Prozent. Der Unterschied sei aber “statistisch nicht signifikant”, betonten sie.

Regeln werden nicht umgesetzt

Laut Umfrage stellen 51 Prozent der Eltern keine Regeln für die Dauer der Internetnutzung auf, 32 Prozent machen keine Vorschriften zum Inhalt des Online-Konsums. Selbst bei den Befragten, die Regeln aufstellen, werden diese nach eigenem Bekunden nur in 42 Prozent der Fälle “voll und ganz” umgesetzt.

Den Schätzungen der Eltern zufolge summiert sich die private Internet-Nutzungszeit bei den Zwölf- bis 17-Jährigen an normalen Werktagen auf durchschnittlich zweieinhalb Stunden, an den Wochenenden auf etwa vier Stunden. Jungen spielen demnach vor allem, während Mädchen chatten. In jeder dritten Familie sorgt das Thema manchmal bis sehr häufig außerdem für Streit.

Große Verunsicherung bei den Eltern

Hintergrund der Veröffentlichung ist der Start einer neuen Präventions- und Informationskampagne durch die DAK. “Die Vermittlung einer frühen Medienkompetenz ist der entscheidende Schlüssel zur Prävention gesundheitsschädlicher Auswirkungen des Internetgebrauchs und der Computernutzung”, erklärte dazu die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler (CSU).

DAK-Vorstandschef Herbert Rebscher erklärte, die Studie zeige, “dass bei vielen Eltern offenbar eine große Verunsicherung bei der Internetnutzung ihrer Kinder herrscht.”

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Polizei stellt über 4000 Schokoladentafeln sicher

Diebstahl in KarlsruhePolizei stellt über 4000 Schokoladentafeln sicher

Die Schokolade wurde wohl bei diversen Raubzügen gestohlen (Symbolbild). Foto: dpa

Karlsruhe – Polizisten haben in einer Wohnung in Karlsruhe mehr als 4000 Tafeln Schokolade im Wert von rund 10 000 Euro entdeckt. Die Beamten kamen dem Diebstahl nach Polizeiangaben vom Freitag auf die Spur, nachdem sie zuvor eine fünfköpfige Bande auf dem Weihnachtsmarkt beim Stehlen beobachtet hatten. Sie überprüften die Männer nach dem Vorfall vom Donnerstag und durchsuchten schließlich die Ein-Zimmer-Wohnung eines 36-Jährigen. Dort fanden sie die Schokolade, die vermutliche bei diversen Raubzügen gestohlen worden war.

Wo die Tafeln geklaut wurden und wer dafür verantwortlich ist, wird noch ermittelt. Der 36-Jährige kam allerdings sofort ins Gefängnis – gegen ihn lag bereits ein Haftbefehl in anderer Sache vor.

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Bad Vilbel: Jugendliche schießen mit Softair-Pistole auf Schüler

Mit einer Softair-Pistole haben drei 14-Jährige in Bad Vilbel (Wetteraukreis) auf andere Schüler geschossen. Die drei Kinder im Alter von zehn und zwölf Jahren blieben bei dem Vorfall am Dienstag unverletzt, wie die Polizei in Friedberg berichtete. Sie konnten demnach durch Ducken und Weglaufen den Geschossen ausweichen. Die Kinder erlitten allerdings einen Schock, weil sie davon ausgingen, dass es sich um eine echte Waffe handelte. Die 14-Jährigen wurden ihren Eltern übergeben, die Polizei ermittelt nun gegen die Jugendlichen.

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Fahrzeug überschlagen – Zeugen gesucht

Stuttgart-MühlhausenFahrzeug überschlagen – Zeugen gesucht

Stuttgart – Aus bislang ungeklärter Ursache ist am Mittwoch ein 57 Jahre alter VW-Golf-Fahrer mit seiner 48 Jahre alten Frau und seinem 13 Jahre alten Sohn in der Mönchfeldstraße (Stuttgart-Mühlhausen) von der Fahrbahn abgekommen. Wie die Polizei mitteilt, erlitten alle drei Insassen Verletzungen. Rettungskräfte kümmerten sich um sie und brachten sie in ein Krankenhaus.

Der 57-Jährige befuhr gegen 15.45 Uhr die Mönchfeldstraße in Richtung Zuffenhausen. Im Bereich des Bürgeramts Mühlhausen kam er von der Fahrbahn ab. Das Auto überschlug sich und blieb auf dem Dach liegen. Die Insassen konnten sich selbst aus dem Unfallwrack befreien.

Die alarmierte Polizei nahm den Unfall auf und sperrte die Mönchfeldstraße bis zur Bergung des Fahrzeugs für zirka eine Stunde vollständig. Es entstand ein Sachschaden von rund 14.000 Euro.

Da die Unfallursache unklar ist, bitten die Beamtinnen und Beamten der Verkehrspolizei unter der Telefonnummer 0711/8990-4100 um Zeugenhinweise.

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AOK: Region Magdeburg mit den meisten Mandel-Operationen

In der Region Magdeburg werden so vielen Jugendlichen die Mandeln entfernt wie in keiner anderen deutschen Region. 2012 seien dort rund 66 Patienten je 10 000 Einwohner bis 24 Jahre operiert worden, wie eine Studie des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) zeigt, die am Mittwoch in Berlin vorgestellt wurde. Deutschlandweit lag die Rate bei 37 operierten Patienten je 10 000 Einwohnern.

In Sachsen-Anhalt wurde 47 Jugendlichen je 10 000 Einwohner die Mandeln entfernt. Deutlich unter dem Landesschnitt lagen die Altmark mit 30 Patienten je 10 000 Einwohner sowie Anhalt-Bitterfeld-Wittenberg (32) sowie die Region Halle (37,5). Die Studie vergleicht Raumordnungsregionen – für Sachsen-Anhalt waren es vier.

Woran die teils großen regionalen Unterschiede liegen, ist nicht mit Sicherheit zu sagen. Das Wissenschaftliche Institut der AOK sagt, es könnten unter anderem Hinweise auf eine regionale Über- oder Unterversorgung sein sowie auf einen fehlenden gemeinsamen Maßstab, um die Notwendigkeit von OPs zu beurteilen.

Nach dem Versorgungsreport ging die Zahl der Mandeloperationen bei Kindern und jungen Erwachsenen bis 24 Jahren deutschlandweit von 2005 bis 2014 um ein Fünftel (19,3 Prozent) auf rund 108 000 OPs zurück.

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Teilsperrung der Autobahn führt zu Stau

Unfall auf der A81 bei EhningenTeilsperrung der Autobahn führt zu Stau

Böblingen – Nach einem schweren Unfall mit einem Lastwagen waren zwei Spuren der Autobahn 81 bei Ehningen (Kreis Böblingen) in Richtung Stuttgart studenlang gesperrt.

Wie die Polizei berichtet, war der Lkw um 13.45 Uhr mit seinem Ladekran an einer Brücke hängen geblieben. Dieser war offenbar nicht richtig eingefahren worden, sagte ein Polizeisprecher. Der 55-jährige Lkw-Fahrer zog sich bei dem Unfall leichte Verletzungen zu und kam ins Krankenhaus. An seinem Laster entstand Totalschaden.

Auch die Brücke wurde durch die Kollision beschädigt, allerdings ist sie nach Aussage eines Prüfingenieurs statisch nicht beeinträchtigt. Trotzdem lösten sich durch die Wucht des Aufpralls Teile von der Brücke und stürzten auf die Autobahn. Zwei Autos sowie die Fahrbahn der rechten Spur wurden dadurch leicht beschädigt. Letztere muss von Mitarbeitern der Autobahnmeisterei ausgebessert werden. Dazu wurden zwei der drei Spuren gesperrt. Der Verkehr staute sich.

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Junge Flüchtlinge bei Gasteltern

Unter den vielen Flüchtlingen in Deutschland sind auch Zehntausende Minderjährige, die alleine gekommen sind. Als Kinder und Jugendliche brauchen sie besondere Fürsorge. Manche deutsche Pflegefamilie ist bereit, das auf sich zu nehmen. Wie bei einem 17-jährigen Afghanen, der mit seinem Lerneifer das Leben einer schwäbischen Pflegefamilie bereichert. 

“Lernen, lernen, lernen”, will Farschid in Deutschland.Er ist einer von inzwischen gut 60.000 unbegleiteten, minderjährigen Flüchtlingen in der Bundesrepublik. Eine Schule hatte er kaum besucht, seine Eltern sind nach seinen Angaben tot. Doch nun geht er zum Unterricht – und auch eine neue Familie hat er gefunden. Mit der steigenden Zahl der Flüchtlinge bemühen sich die Kommunen verstärkt um Pflegefamilien für die Minderjährigen. Das kann Halt geben, fordert aber alle Seiten.

“Ich liebe es Deutsch zu sprechen”

Statt in einer Wohngruppe oder einem Heim ist Farschid seit fünf Wochen bei Mabel Engler und Peter Grunwald im oberschwäbischen Biberach bei Ulm untergekommen. “Er hat immer seinen Block dabei. Wenn wir gemeinsam essen, liegt er daneben”, sagt Pflegemutter Engler. Erst gut drei Monate ist Farschid im Land, doch er kann sich schon verständigen. “Ich liebe es Deutsch zu sprechen”, sagt er.

Farschid, der eigentlich anders heißt, sitzt im Café seiner Zieheltern in der Altstadt. Draußen ist es nasskalt, doch er trägt Flipflops an den nackten Füßen. In Afghanistan war er größere Kälte gewöhnt. Das Café sei sein zweites Zuhause, sagt Engler. Hier soll auch ein Treffpunkt für Pflegeeltern entstehen.

Schon lange ist die Sozialpädagogin im Kinderschutzbund aktiv und in der Gegend gut vernetzt. Im Kreis Biberach gibt es rund 40 Familien, die einen Flüchtling aufgenommen haben. Man habe früh mit der Suche begonnen, heißt es vom Landratsamt.

Überfluss nicht gewohnt

“Man muss sich aber auf jemanden einlassen können”, warnt Engler. Vieles seien die jungen Flüchtlinge nicht gewöhnt: Den Überfluss, die Regeln, das Familienbild. In Afghanistan aß Farschid dreimal am Tag Brot, mal mit etwas Tee, mal mit einer Kartoffel. Jetzt strömt viel Neues auf ihn ein, nicht nur beim Essen. “Wie soll ich erklären, dass es hier Taschentücher, Toilettenpapier und Küchenrolle gibt?”

Vorher gab es ein Gespräch mit Farschid, dem Jugendamt und einem Dolmetscher. Dann zog der Junge ein. Wichtig sei die Prüfung in jedem Einzelfall, betont Niels Espenhorst, Referent beim Bundesfachverband Unbegleitete Minderjährige Flüchtlinge. Nicht für jeden sei eine Familie die richtige Lösung – zudem blieben viele nur kurz bei Gasteltern, weil sie fast schon volljährig seien. 

Gitarrenunterricht, Karate und Theater

Doch solange er da ist, wollen Engler und Grunwald ihrem Ziehsohn Struktur bieten. Im kleinen Haus mit dem großen Garten hat er sein Zimmer. Er geht zur Schule, bekommt Nachhilfe in Deutsch und Mathe. Daneben haben sie Gitarren-Unterricht organisiert und eine Karate-Gruppe, auch beim Improvisations-Theater soll er mitmachen. Er soll Kontakte knüpfen, die deutsche Gesellschaft kennenlernen. “Er weiß etwas mit sich anzufangen”, sagt Grunwald.

Farschids Eltern und sein großer Bruder wurden bei Taliban-Angriffen getötet, wie er erzählt. Seit er zehn Jahre alt war, ging er arbeiten. Narben an Händen und Armen zeugen von seiner Zeit in einer Glasfabrik im Iran. Mit Geld von seinem Onkel machte er sich schließlich auf den beschwerlichen Weg in Richtung Europa.

Deutschland trägt Schuld

Für das Paar, beide 57, hat die Hilfe auch eine moralische Komponente: Deutschland trage die Schuld an viel Leid in der Welt, meint Grunwald. Doch sie wollen helfen, weil sie helfen können. Ihre leiblichen Kinder sind erwachsen und stehen auf eigenen Beinen.

“Das ist die ideale Konstellation”, sagt Carmen Thiele, Referentin beim Bundesverband der Pflege- und Adoptivfamilien: Die Eltern profitieren von ihrer Erfahrung, müssen sich aber nicht mehr um die eigenen Kinder kümmern. Reibungspunkte könnten die unterschiedlichen Kulturkreise sein, und schlicht die Pubertät. 

Jugendliche haben Chance verdient

“Die Dankbarkeit steht nicht jedem ins Gesicht geschrieben”, sagt Engler. Doch mit Farschid ist es einfach. Er hilft eifrig im Haushalt, kümmert sich um die Hunde, zeigt sich erkenntlich. Fünfmal am Tag betet der gläubige Muslim. Höflich hatte er zu Beginn gefragt, ob das ein Problem sei.

Am 1. Januar wird Farschid 18 – auf dem Papier. Seinen echten Geburtstag kennt er nicht. Auch weiterhin wird er in Biberach bleiben. Doch eins ist klar: “Das Gehen muss man aushalten”, sagt Engler. Farschid hat seine Duldung, doch nicht jeder bleibt für immer in Deutschland. Trotzdem will das Paar einen weiteren Flüchtling aufnehmen. “Die Jugendlichen haben hier eine Chance verdient.”

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Haftbefehl gegen 17-jährigen Enkel erlassen

Familientragödie in BiberachHaftbefehl gegen 17-jährigen Enkel erlassen

Die Polizei vermutet, dass der 17-Jährige seine Oma erstochen hat (Symbolbild). Foto: dpa

Biberach – Offenbar ist es am Freitagabend im Kreis Biberach zu einem furchbaren Familiendrama gekommen: Ein 17-Jähriger ist dringend verdächtig, seine Großmutter getötet zu haben. Gegen den Jugendlichen erließ der zuständige Ermittlungsrichter nun Haftbefehl. Der Junge ist so schwer verletzt, dass er die nächsten Tage unter ärztlicher Obhut stehen wird.

Die ersten Ermittlungen der Polizei und der Kriminalpolizei haben ergeben, dass die Verstorbene verschiedene Verletzungen aufweist, unter anderem zahlreiche Stichwunden.

Der junge Mann wird verdächtigt, die 79-Jährige so schwer misshandelt zu haben, dass diese starb. Die nähere Umstände der Tat sind Gegenstand der weiteren Spurenauswertungen und Ermittlungen, teilte die Polizei mit. Die Seniorin wird in den nächsten Tagen obduziert. Ermittelt werden muss auch noch, ob der 17-Jährige die Frau mit demselben Küchenmesser verletzt hat, mit dem er auf sich selbst und seinen Vater einstach.

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Golf kollidiert im Leuzetunnel mit zwei Lkw

Unfall in Stuttgart-OstGolf kollidiert im Leuzetunnel mit zwei Lkw

Stuttgart-Ost – Ein 44 Jahre alter Autofahrer hat mit seinem VW Golf am Donnerstagmittag im Leuzetunnel in Stuttgart-Ost einen Unfall verursacht, in den zwei Lkw verwickelt wurden.

Wie die Polizei meldet, fuhr der 44-Jährige gegen 12.35 Uhr im Leuzetunnel auf dem linken Fahrstreifen in Richtung Neckartalstraße. Bei stockendem Verkehr wechselte er auf den rechten Fahrstreifen zwischen zwei dort fahrende Sattelzüge, von denen der vordere abbremste.

Der Golf fuhr auf den inzwischen zum Stehen gekommenen Mercedes-Sattelzug auf, der von einem 31-Jährigen gefahren wurde. Ein 59-Jähriger im dahinter fahrenden MAN-Sattelzug konnte offenbar nicht mehr rechtzeitig bremsen und krachte in den Golf. Der 44-Jährige verletzte sich dabei leicht, Rettungskräfte versorgten ihn.

Die Feuerwehr musste die Fahrbahn reinigen. Der Schaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf rund 20.000 Euro. Zeugen werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0711/8990-4100 bei der Polizei zu melden.

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Diabetes: Jugendliche sollten vor Berufswahl mit Arzt sprechen

Jugendliche mit Diabetes – können sie wirklich jeden Beruf erlenen? Grundsätzlich ja, sie sollten sich aber vor einer endgültigen Entscheidung mit ihrem Arzt besprechen. Das sagt Oliver Ebert, Experte für das Thema bei der Deutschen Diabetes Gesellschaft.

Ausgeschlossen sind für Diabetiker grundsätzlich nur solche Tätigkeiten, bei denen es aufgrund der Krankheit zu unverhältnismäßigen Risiken kommen kann.

Schutzanzug und Unterzuckerung – gefährliche Mischung

Das kann zum Beispiel der Fall sein, wenn bei der Arbeit ein Schutzanzug getragen werden muss, etwa beim Umgang mit radioaktivem Material oder Chemikalien. Bei Unterzuckerung ist es hier unter Umständen nicht möglich, den Schutzanzug ohne Gefahr auszuziehen.

Da die mit der Krankheit einhergehenden Gesundheitsveränderungen nicht vorhersehbar sind, kann es außerdem sinnvoll sein, nicht unbedingt solche Berufe zu wählen, die dauerhaft eine hohe körperliche Leistungsfähigkeit erfordern.

Probleme können auf lange Sicht auftreten

Auch wenn die Ausübung des Berufs vielleicht derzeit möglich ist, kann es hier auf lange Sicht aufgrund der Erkrankung Probleme geben. Deshalb ist es gut, im Vorfeld mit dem Arzt zu klären, was sinnvoll ist.

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