Kategorie -Jugendliche

Jugendleiter zeigt Eltern Kinderporno

Ein mexikanischer Jugendleiter hat bei einem Elternabend aus Versehen Kinderpornos gezeigt.

Der 41-Jährige organisiert Ferienlager für Kinder und Jugendliche in Zapopan im Westen des Landes und wollte den Eltern auf seinem Computer die Pläne für künftige Ausflüge zeigen. Dabei klickte er offenbar eine falsche Datei an und zeigte kinderpornografisches Material.

“Die Eltern und die Verantwortlichen der Schule erstatteten Anzeige, als sie die Bilder sahen”, teilte die Staatsanwaltschaft des Bundesstaats Jalisco mit. Der Verdächtige wurde festgenommen.

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Rütli-Schule in Berlin: Von der Horrorschule zum Vorzeigeprojekt

Rütli – dieser Name stand in Deutschland lange für eine gescheiterte Bildungspolitik. Heute ist die Schule in Berlin-Neukölln ein Erfolgsprojekt, in das viele Millionen Euro geflossen sind. Doch es gibt auch Neider.

Sie waren mutig: Fatmir, Okan, Rozan, Schirin und 20 weitere Jugendliche entschieden sich vor sieben Jahren für die Rütli-Schule in Berlin-Neukölln. Rund ein Jahr nach dem Brandbrief von überforderten und frustrierten Lehrern im März 2006 starteten sie an der vermeintlichen “Terrorschule” ihr Projekt Abitur. Mit Erfolg: 18 Schüler haben im Juli mit dem Reifezeugnis die Schule verlassen.

Nur zwei von ihnen hatten damals eine Empfehlung fürs Gymnasium in der Tasche. “Das ist für uns ein Erfolg”, sagt Schulleiterin Cordula Heckmann. Sie ist geblieben, auch in den Krisenjahren, als Rütli deutschlandweit als Beispiel für eine Bildungskatastrophe Aufsehen erregte. Seit 2009 ist sie Rütli-Rektorin.

Vor acht Jahren herrschte Ratlosigkeit

“In vielen Klassen ist das Verhalten im Unterricht geprägt durch totale Ablehnung des Unterrichtsstoffes und menschenverachtendes Auftreten. Lehrkräfte werden gar nicht wahrgenommen, Gegenstände fliegen zielgerichtet. Wir sind ratlos”, hatten die Lehrer vor acht Jahren in einem Hilferuf an den Berliner Bildungssenator geschrieben. Damals war Rütli eine reine Hauptschule mit sehr hohem Migrantenanteil. Nur noch mit einem Handy würden sie sich in die Klassenräume trauen – um notfalls Hilfe zu rufen, schlugen die Pädagogen vor acht Jahren Alarm.

Heckmann erzählt: “Wer damals hier landete, war mutig – oder uninformiert.” Seit dem Tiefpunkt habe ein Umschwung stattgefunden. Die berüchtigte Hauptschule wurde mit der benachbarten Grund- und Realschule zusammengelegt. Die bundesweite Aufmerksamkeit ist mit viel Geld und neuen pädagogischen Konzepten erfolgreich umgemünzt worden.

Inzwischen bewerben sich Lehrer gezielt am neuen “Campus Rütli”. Die Entscheidung, den alten Namen zu behalten, sei bewusst getroffen worden, sagt Heckmann. Stiftungen, Vereine und Sozialpädagogen unterstützten das Projekt.

Weiterhin hoher Migrantenanteil

Christine Rau, Deutschlands ehemalige First Lady, ist Rütli-Schirmherrin. Auf dem Campus sollen bis 2017 sämtliche Bildungs- und Betreuungsangebote gebündelt werden. Kulturelle Vielfalt und Mehrsprachigkeit sei als Chance begriffen und entwickelt worden, urteilt Heckmann. Schon am Schuleingang wird der Besucher in 13 Sprachen willkommen geheißen, an der Wand hängen zweisprachige Infos: Türkisch-Unterricht für Kinder, Deutschkurse für Eltern.

Weiterhin hoch ist der Anteil von Schülern aus ärmeren Elternhäusern, die Lehrmittel nicht bezahlen müssen (78 Prozent). 84 Prozent der Schüler sind laut Schulstatistik Migranten. Mehrheitlich besteht die Schulgemeinschaft noch immer aus Mädchen und Jungen, die leicht zu sogenannten Bildungsverlierern werden könnten.

Doch sie werden ganz anders aufgefangen. Anders als 2006 sei das Personal an der Schule heute bunt gemischt, erläutert Heckmann. Sie hat Kollegen aus Peru, den USA, dem Irak und Frankreich. “Selbst aus Baden-Württemberg”, sagt die 56-Jährige schmunzelnd.

Neues Konzept lockt Schüler an den Rütli-Campus

Die Eltern der Kinder würden nun aktiv in das Schulleben miteingebunden. Beim Eltern-Frühstück sind Ernährungsexperten oder Mitarbeiter des Jugendamtes zu Gast.

Das neue Schulkonzept beginnt schon in der Kita, die auch auf dem Campus liegt. Das lockt: Insgesamt übersteigt die Anmeldezahl inzwischen die Kapazität an Plätzen, berichtet Heckmann. Gerade in der Grundstufe der Gemeinschaftsschule sei der Anteil von Anmeldungen aus “bildungsorientierten Elternhäusern” deutlich gestiegen. Die Garderobe in der Schule zeugt von der neuen Mischung: Merlin teilt sich einen Haken mit Emrecan, Olufemi mit Mika.

Kritik: Mit 32 Millionen geht das überall

Der Wandel bringt jedoch auch Neider mit sich. Der Vorwurf von Kritikern: Mit 32 Millionen Euro, die bis 2017 in den Campus investiert werden sollen, sei ein solches Projekt überall und von jedem zu realisieren.

Dem stellt sich Heckmann entschieden entgegen: “Wir sind kein Ausstattungsparadies”, sagt sie. In der Tat könnten die Wände einen neuen Anstrich vertragen, die Schulmöbel sind nicht die neuesten, Waschbecken kaputt. Mit Geld allein könne keiner bessere Bildung machen, betont die Rektorin. Die Schule habe Fortschritte und Erfolge auch schon ohne die Millionen-Baumaßnahmen nachgewiesen.

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Sexueller Missbrauch: Mehr Zusammenarbeit gegen Kindesmissbrauch

Der Kampf gegen den sexuellen Kindesmissbrauch soll sich nicht nur auf die Verschärfung des Strafrechts beschränken. Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig strebt ein Gesamtkonzept mit Ländern und Verbänden an.

Die Ministerin fordert im Kampf gegen den sexuellen Kindesmissbrauch mehr Zusammenarbeit der verschiedenen Behörden. “Wir müssen aufhören, in Zuständigkeiten oder Professionen zu denken. Jeder in seinem eigenen Verantwortungsbereich, aber dann auch alle gemeinsam müssen beim Schutz vor sexueller Gewalt gegen Kinder und Jugendliche zusammenarbeiten”, sagte Schwesig beim Jahresempfang des unabhängigen Missbrauchsbeauftragen der Bundesregierung, Wilhelm Rörig.

Verjährungsfristen sollen verlängert werden

Schwesig legte ein Gesamtkonzept vor, das sie in den nächsten Wochen mit Ländern, Kommunen und Verbänden beraten will. Darin strebt die Ministerin eine Opferrechtsreform an. Betroffene Mädchen und Jungen sollen bei Strafverfahren besser psychologisch und pädagogisch betreut werden. Außerdem wurden bereits zahlreiche Verschärfungen im Strafrecht beschlossen.

Schutzkonzepte in Schulen und Behinderteneinrichtungen

“Gute Prävention und Intervention gelingt nur durch eine Stärkung der Rechte von Kindern”, sagte Schwesig nach Angaben des Ministeriums. Die Einführung von Schutzkonzepten in Schulen und Behinderteneinrichtungen soll vorangetrieben werden. Schwesig möchte die Initiative des Missbrauchsbeauftragten “Trau Dich” eng mit weiteren Länderinitiativen verschränken. Zudem sollen Beratung, Hilfen und Therapieangebote für Betroffene verbessert werden.

Rörig erklärte: “Missbrauch erledigt sich nicht von alleine und braucht das Engagement aller. Hierfür brauchen wir politischen Willen, gesellschaftlichen Konsens und fachlichen Austausch.”

Verschärfung des Strafrechts: die neuen Maßnahmen

Das Bundeskabinett hat bereits einen umfangreichen Maßnahmenkatalog auf den Weg gebracht, mit dem der Kampf gegen Kinderpornografie und sexuellem Missbrauch effektiver gemacht werden soll.

Sexueller Missbrauch: Bei Sexualdelikten beginnt die Verjährung künftig erst nach dem 30. Lebensjahr des Opfers, bislang galt hier das Alter 21. Da schwere Sexualdelikte einer Verjährungsfrist von 20 Jahren unterliegen, können sie damit künftig nicht mehr vor Vollendung des 50. Lebensjahres des Opfers verjähren – selbst wenn das Opfer zur Tatzeit minderjährig war.

Kinderpornografie: Das Strafmaß für den Besitz von Kinderpornografie wird auf bis zu drei Jahre erhöht. Um das bislang schon strafbare “Posing” künftig besser ahnden zu können, wird in die entsprechenden Gesetze die Formulierung “unnatürlich geschlechtsbetonter Körperhaltung” als Kriterium mit aufgenommen. Künftig wird es für eine Bestrafung nicht mehr erforderlich sein, dass die Körperhaltung aktiv eingenommen wird. Auch Bilder von schlafenden Kindern in einer solchen Körperhaltung sind zukünftig strafbar.

Unbefugte Aufnahmen: Wer Bildaufnahmen unbefugt herstellt und verbreitet, durch die das Ansehen des Abgebildeten erheblichen Schaden nehmen kann, kann künftig mit bis zu zwei Jahren Haft bestraft werden. Damit wird gegen das so genannte Cybermobbing vorgegangen. In derselben Weise strafbar sind auch Aufnahmen unbekleideter Menschen, insbesondere von Kindern. Mit der Regelung soll gewährleistet werden, dass gegen Nacktaufnahmen auch dann vorgegangen werden kann, wenn sie keine Pornografie darstellen. Erfasst wird damit auch das Austauschen von Nacktbildern in “Tauschbörsen”. Private Aufnahmen, etwa Strandfotos fürs Familienalbum, sollen hingegen nicht betroffen sein.

Cybergrooming: Beim Cybergrooming versuchen die Täter über das Internet, Kontakt zu Kindern aufzunehmen, und geben sich dabei meist selbst als jugendlich aus. Künftig werden alle Formen der modernen Kommunikation erfasst, also auch das Chatten im Internet.

Erweitert wird auch das Gesetz, das den sexuellen Missbrauchs von Schutzbefohlenen unter Strafe stellt. Damit werden künftig auch die Fälle erfasst, in denen es sich bei dem Täter um den Vertretungslehrer des Opfers handelt.

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Italien: Auto rast in Caféterrasse – Vier Tote

Bei einem schweren Autounfall in Süditalien sind vier Jugendliche ums Leben gekommen. Eine schwere Limousine raste am Sonntag in eine Caféterrasse, auf der sich die Zuschauer eines Fußballspiels versammelt hatten, wie italienische Medien berichteten. Zwei der Toten seien minderjährig gewesen. Der Fahrer und weitere Kunden der Bar in Sassano wurden demnach verletzt.

Ersten Ermittlungen zufolge fuhr der Wagen schnell, und der Fahrer verlor offenbar die Kontrolle. Der tragische Unfall ereignete sich kurz vor 17.00 Uhr, als die Jugendlichen ein Fußballmatch anschauen wollten.

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Sexting: entblößende Bilder im Netz

Es bereitet Eltern und Lehrern zunehmend Sorgen – das Phänomen “Sexting”. Dabei machen Teenager erotische Fotos von sich und schicken diese dann per Handy an Freunde. Doch was privat gemeint ist, wird nicht selten an Dritte weitergeleitet oder sogar ins Internet gestellt. Das hat für die Betroffenen oft schlimme Folgen.

Eine 15-Jährige ist in einen Jungen aus ihrer Schule verliebt. Die beiden flirten miteinander, schicken sich unzählige SMS – bis er mehr von seinem Schwarm sehen will. Das Mädchen erfüllt seinen Wunsch, posiert nur noch im BH und Slip vor der Smartphone-Kamera und sendet das Bild an den Jungen. So oder ähnlich spielt es sich ab, wenn Jugendliche Sexting betreiben – ein Trend, der ursprünglich aus den USA kommt. Sexting ist ein Mischwort aus “Sex” und “texting”, dem englischen Begriff fürs Nachrichten-Verschicken.

Jedes fünfte Mädchen hat Erfahrung mit Sexting

Angeschoben wurde das Phänomen vor allem durch die rasante Verbreitung von Smartphones. Rund 62 Prozent der minderjährigen Nutzer sind in Deutschland laut Studien erst zwischen 14 und 15 Jahre alt. Wie viele davon allerdings schon Erfahrung mit Sexting gemacht haben, ist bislang nicht genau untersucht. Erhebungen aus den USA und Großbritannien belegen aber, dass dort jeder vierte Teenager schon einmal freizügige Handyfotos von sich an vertraute Personen geschickt hat.

Zu ähnlichen Ergebnissen kam 2012 eine Umfrage der Hochschule Merseburg: Danach haben fast zwanzig Prozent der Mädchen und elf Prozent der Jungen zwischen 16 und 18 Jahren schon einmal erotische Fotos oder Filme von sich gemacht und versendet.

Problematisch werden die vertraulichen Aufnahmen, wenn sie ohne Einverständnis der abgebildeten Person weitergeleitet werden.

Foto an alle Klassenkameraden weitergeleitet

So erging es auch einer vierzehnzehnjährigen Schülerin aus der Nähe von Fulda, deren Fall letztes Jahr als einer von vielen in den Medien diskutiert wurde. Nachdem sie ihrem Freund ein sexy Foto von sich geschickt hatte, besaßen wenig später fast alle ihre Klassenkameraden das freizügige Bild, das eigentlich vertraulich gemeint war. Der Junge hatte die Aufnahme einfach ins Netz gestellt. Gefragt hatte er das Mädchen nicht und sie hatte keine Chance der Bloßstellung zu entgehen, so dass sie so zum Gespött der ganzen Schule wurde.

Cybermobbing durch freizügige Sexting-Fotos

Oft geschieht die digitale Streuung anzüglicher Sexting-Fotos einfach aus einer Laune heraus. Die Beteiligten machen sich keine Gedanken über mögliche Folgen. Sie verbreiten die Bilder schnell per Whatsapp oder mit einem anderen Messenger.

Nicht selten steckt aber auch eine negative Absicht dahinter, wie etwa Rachsucht oder Neid. Schlimmstenfalls werden die Fotos sogar missbraucht, um jemanden zu erpressen. Manchmal dienen sie aber insbesondere Jungs dazu, mit den anzüglichen Bildern anzugeben und sie wie eine Trophäe im Netz zur Schau stellen.  

Dass Sexting zum Cybermobbing missbraucht werde, liegt nach Ansicht der Medienpsychologin Nicola Döring, die sich in einem Aufsatz dazu äußert, nicht nur an dem Verhalten derjenigen, die die Fotos zuerst verbreiten, sondern auch an den vielen anderen, die bedenkenlos sogar bei böswilligen Postings auf ‘Weiterleiten’ drücken. Erst dadurch könne überhaupt ein Schneeballeffekt in Gang gesetzt werden. Doch die meisten Jugendlichen fühlten sich nicht als Täter, könnten die Tragweite ihres Handelns nicht abschätzen, weil auch die vermeintliche Anonymität im Netz die Hemmschwelle herabsetze.

Unter den negativen Auswirkungen von Sexting leiden vor allem Mädchen. Sie sind in Erstellung und Versenden der Aufnahmen deutlich aktiver als Jungs. Dadurch werden sie auch häufiger Opfer von Anfeindungen und Schmähungen, wenn ihre freizügigen Posen ohne ihre Einwilligung öffentlich werden.

Medienexpertin Döring begründet dies unter anderem mit traditionellen Geschlechterrollen, wo von Mädchen immer noch sexuelle Zurückhaltung erwartet werde. Sonst liefen sie Gefahr, als billige Schlampe beschimpft zu werden und damit zugleich die Schuld für ihre kursierenden Fotos zu tragen. Jungs werde dagegen nach wie vor mehr sexuelle Eigeninitiative zugestanden.

Das können Betroffene tun

Rechtlich erfüllt Sexting in Deutschland nicht den nach §184 StGB strafbaren Tatbestand der Kinder- beziehungsweise Jugendpornographie, der die Produktion, Verbreitung und Besitz solcher Materialien verbietet. Denn bei den allermeisten Bildern werden die Merkmale der Pornographie nicht erfüllt, weil die Teenager sich typischerweise in Unterwäsche oder oben ohne ablichten und zudem die vertraulichen Bilder nur an einen Adressaten senden.

Strenger ist die Rechtsprechung in den USA. Hier sind Jugendliche, die entsprechende Aufnahmen ausgetauscht hatten, wegen Kinderpornographie als Sexualstraftäter zu Haftstrafen verurteilt worden.

Kritischer wird es allerdings auch hierzulande, wenn es um die Weiterleitung freizügiger Fotos geht. Das ist nämlich aufgrund der Persönlichkeitsrechte, etwa dem Recht auf das eigene Bild, ohne das Einverständnis der abgebildeten Person strafbar.

Sofern es sich nicht um Wiederholungstäter handelt, kommen Jugendliche bei uns meist mit Sozialstunden davon. Bei einer Veröffentlichung im Internet haben Betroffene Unterlassungsanspruch gegenüber dem Betreiber der Webseite. Auch können zivilrechtlich Schadenersatzansprüche geltend gemacht werden. Bei minderjährigen Opfern muss ein Strafantrag jedoch durch Erziehungsberechtigte gestellt werden – was voraussetzt, dass sich die Jungen und Mädchen ihren Eltern oder Lehrern anvertrauen.

Scham und Angst verhindern Anzeigen

Wie häufig geschädigte Familien tatsächlich rechtliche Schritte einleiten, ist nur schwer zu konkretisieren. Laut dem hessischen Landeskriminalamt wurden 2013 in dem Bundesland 120 Fälle als Folge von Sexting zur Anzeige gebracht. Doch die Behörde geht dabei von einer hohen Dunkelziffer aus, da sich die minderjährigen Opfer häufig aus Scham und Angst niemandem anvertrauten. Zudem sei ist es oft auch schwer, Täter, die Fotos online stellen, zu ermitteln und ihre wahre Identität eindeutig nachzuweisen.

“Sexting kann dich berühmt machen”

Die Schweizer Initiative “Pro Juventute” kämpft schon länger mit offensiver Aufklärungsarbeit gegen die unerwünschten Auswüchse von Sexting an. So lautet der sarkastische Slogan einer Plakat-Kampagne “Sexting kann dich berühmt machen. Auch wenn du es gar nicht willst.” Mit einer eigens entwickelten App können Jugendliche testen, wie riskant ihr Medienverhalten ist. Zudem können betroffene Jugendliche auf einer Notrufnummer um Hilfe bitten.

Die “Generation Kassettenrekorder” ist oft ahnungslos

Auch immer mehr Eltern und Lehrer schlagen mittlerweile Alarm, zumal die Sexter immer jünger werden. Manche sind erst zwölf Jahre alt. So startete ein Schulleiter im niedersächsischen Cloppenburg mittels eines offenen Briefes eine übergreifende Kampagne, die Lehrkräfte, Eltern und Schüler für die Risiken bei Sexting sensibilisieren sollte.

Ebenfalls besorgt ist die Hamburger Schulbehörde, die zusammen mit Beratungsstellen und dem Jugendinformationszentrum den Internetauftritt “Zu nah dran” plant. Und auch der Landeselternbeirat von Hessen wies gerade auf “die digitalen Entgleisungen” hin, die durch Sexting ausgelöst werden können. Deshalb fordert er mehr regelmäßige medienpädagogische Aufklärung an Schulen, zumal viele Eltern und Lehrer der “Generation Kassettenrekorder” oftmals keine Ahnung von der digitalen Geschäftigkeit ihrer Kinder hätten.

Tipps für Safer Sexting

Die Generation der “Digital Natives” mindert indes auf ihre Weise die Risiken von Sexting. So kann man im Netz unter dem Stichwort “Safer Sexting” nützliche Tipps bekommen: Wie etwa beim Fotografieren am besten nicht das Gesicht in die Kamera zu halten oder individuelle Kennzeichen wie Muttermale und Tattoos, anhand derer man identifiziert werden könnte, unsichtbar zu machen. So können die intimen Bilder wenigstens nicht mehr für alle Ewigkeit im Netz zugeordnet werden.

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Drei Verdächtige nach Mord festgenommen

Nach tödlichen Stichen auf einen 15-Jährigen in Bremen hat die Polizei drei Verdächtige festgenommen. Ihnen werde Mord beziehungsweise versuchter Totschlag vorgeworfen, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Zwei junge Männer und eine Jugendliche sollen den 15-Jährigen nach einem Streit so heftig getreten und geschlagen haben, dass dieser lebensbedrohlich verletzt wurde. Um diese Tat zu vertuschen, sollen ihm der 18- und der 20-Jährige danach die tödlichen Stiche in den Hals zugefügt haben.

Ein vierter Verdächtiger ist inzwischen wieder auf freiem Fuß. Er hatte den Rettungswagen zu einer Sportanlage im Stadtteil Gröpelingen gerufen. Für den 15-Jährigen kam aber jede Hilfe zu spät.

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Crystal Meth für Teenager verlockend: Experte im Interview

Crystal Meth ist die Droge, die nach Cannabis weltweit am häufigsten konsumiert wird, die aber in Deutschland bisher am wenigsten beachtet wurde. Seit einiger Zeit rücken die gefährlichen Kristalle mehr und mehr auch in den Fokus der Politik. Man muss handeln, das weiß man inzwischen. Doch wie, ist unklar. Denn die Konsumenten sind nicht unbedingt nur im Drogenmilieu zu finden, sondern ebenfalls in Schulen, in Ausbildungsstätten, an Universitäten, beim Sport, aber auch in der Arbeitswelt und auf Elternabenden.

Crystal Meth zieht sich quer durch alle Bevölkerungsschichten, mit verheerenden Auswirkungen nicht nur auf Körper und Seele, sondern auch auf die Gesellschaft an sich. Das Nervengift kann schon nach kurzer Zeit zu schweren Schäden führen. Es wurde bereits im Zweiten Weltkrieg unter dem Namen Pervitin flächendeckend eingesetzt und später als “Hausfrauenschokolade” in Form von kleinen, nur leicht dosierten Pralinen, die den Alltag erleichtern sollten, verbreitet. Heute gilt das Methamphetamin, das sehr schnell reizbar und abhängig macht, als eine der gefährlichsten Drogen der Welt.

Um der Situation angemessen begegnen zu können, erarbeitet der Diplomsozialpädagoge Norbert Wittmann von der Nürnberger Drogenberatung mudra mit seinen Kollegen derzeit ein spezielles Behandlungs- und Beratungskonzept. Der Schwerpunkt, so betont er, liege bei den jungen Konsumenten, da gerade bei dieser Zielgruppe der Konsum erschreckend gestiegen sei.

t-online.de: Gesteigerte Konzentration und Leistungsfähigkeit, mehr Selbstbewusstsein, keine Müdigkeit, keine Sorgen – stattdessen wird man von Glück durchflutet und am Ende durch das mangelnde Hungergefühl auch noch schlank. Klingt eigentlich ziemlich verlockend, oder?

Norbert Wittmann: Klar, das sind Werte, die in unsere Gesellschaft passen und scheinbar von hohem Wert sind. Obwohl oder gerade weil sie dem natürlichen Wesen des Menschen mit seinen Schwächen einen Gegenentwurf liefern. “Damit bekomm’ ich alles hin”, ist die typische Erklärung vieler Konsumentengruppen. Es ist eine Wirkungsweise, die zu unseren Scheinbedürfnissen beziehungsweise dem, was wir an Leistungsdruck aufgedrängt bekommen, wunderbar passt. Denn die Wirtschaft wird nicht sagen: “Alles cool, jetzt habt Ihr richtig was geleistet, jetzt lehnt Euch mal zurück.” Die Leistungserwartung wird weiter steigen und so für die Verbreitung von Drogen wie Crystal Meth sorgen.

Immer wieder kann man lesen, dass Meth-User überwiegend in der Nähe zur tschechischen Grenze leben, wo die Droge billig produziert wird. Also kein deutschlandweites Problem? Können sich die Eltern zum Beispiel in Rheinland-Pfalz entspannen?

Nein, das können sie leider nicht. Crystal Meth hat auch die anderen Bundesländer erreicht und nimmt vor allem in den großen Städten schon einen erheblichen Stellenwert ein. Bekannt wird ja immer nur die Spitze des Eisbergs. Die Dunkelziffer ist bei solchen Drogen sehr hoch. Ich persönlich kann mir vorstellen, dass zehn bis 15 Prozent aller Deutschen zwischen 15 und 60 Jahren bereits Kontakt damit hatten, direkt oder indirekt.

Auffallend aber ist der Schub, den das Ganze in letzter Zeit bekommen hat. Den kann man auch nicht eindämmen, indem man, wie immer wieder diskutiert wird, die Verfügbarkeit der Grundstoffe erschwert. Das ist allein europarechtlich schon ein hochkomplexes Thema und inzwischen sind auch Länder wie China in die Großproduktion eingestiegen. Die Gewinnspannen sind einfach zu verlockend. Mit repressiven Mitteln oder Verboten kommt man hier weder auf dieser Seite noch auf der Seite der Konsumenten weiter. Crystal trifft ein Bedürfnis unserer Zeit und genau das steht dem Eindämmen entgegen.

Eine erste öffentlich geförderte Studie hat gezeigt, dass die Konsumenten in jeder Gesellschaftsschicht zu finden sind. Hat Crystal schon unsere Schulen erobert?

Soweit würde ich nicht gehen. Aber es gibt eine Entwicklung, die erfordert, genauer hinzusehen. Unsere Schüler sollen leistungsstark sein, keine Schwächen haben. Schulzeit- und Studienverkürzungen schaffen einen enormen Druck. Das sind fragwürdige Reformen, die einen idealen Nährboden für solche Drogen schaffen.

Das Bild, das wir in unserer medialen Gesellschaft von uns selbst geschaffen haben, ist klar definiert: immer präsent, immer hell und wach, dazu topmodisch und gestylt kombiniert mit diesem dauernden Hunger nach Anerkennung. Es geht immer wieder um Lifestyle und Leistungsfähigkeit. Klar, dass es dann verlockend ist, chemisch ein bisschen nachzuhelfen. Schließlich erfüllt die Droge zunächst diese Bedürfnisse extrem gut, sie lässt einen in hohem Maße funktionieren. Bis sich das Blatt wendet.

Was passiert denn, wenn sich das Blatt wendet?

Regelmäßiger Konsum birgt das Risiko enormer körperlicher und seelischer Schäden. Angefangen von Schlafstörungen, einem gesteigerten Aggressionspotenzial, Persönlichkeitsveränderungen und Panikattacken bis hin zu Nerven- und Gehirnschäden. Auch Psychosen und Depressionen sind bei Dauerkonsum wahrscheinlich. Es ist ganz schwierig, vorherzusagen, wo das Ganze langfristig hinführen wird.

Wie können wir also unsere Kinder schützen?

Man muss den Entwicklungen entgegensteuern. Meine Sorge ist, dass junge Menschen, die einmal sehen, das hilft mir, eine gute Leistung zu erbringen, immer wieder dazu greifen, statt natürliche Kompetenzen zu entwickeln. Hier präventiv zu arbeiten, ist wirklich die einzige effektive Möglichkeit, dem zu begegnen. Schulen und Ausbildungsstätten müssen Aufklärungsarbeit leisten, bevor das Einnehmen von Leistungssteigerern lockt. Da sind wir aber alle gefordert. Denn eine Gesellschaft, die Funktionalität fordert und Schwächen nicht zulässt, leistet dem Missbrauch von Drogen wie Amphetaminen Vorschub.

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler, sieht schon allein aufgrund der von der Studie aufgedeckten sehr unterschiedlichen Konsumenten Handlungsbedarf. Sie fordert zielgruppenspezifische Maßnahmen. Welche Strategien greifen denn hier?  

Ich würde mir wünschen, dass die Politik nicht nur von Prävention redet, sondern anpackt. Wobei Prävention nicht bedeutet, in eine Schule zu gehen, einen Koffer zu öffnen und zu sagen: Schau, das ist Crystal und das ist gefährlich. Man muss stattdessen Angebote machen, die den Bedürfnissen der Jugend entsprechen. Nur Information bietet Wissen und Sicherheit. Denn das einzige, was Leute vor Drogenabstürzen schützen kann, sind sie selbst.

Eins muss uns klar sein: Kontrolliert bekommen wir es nicht. Wir müssen also anders mit der Thematik umgehen und die Jugendlichen in ihrer Entwicklung stärken. Die Kompetenz mit eigenen Schwächen umzugehen, muss man sich erwerben. Dazu brauchen Jugendliche Partner auf Augenhöhe, die mit ihnen offen und ehrlich reden. Pädagogisch geschulte Partner, die helfen, richtige Entscheidungen zu treffen. Ich träume seit Jahren von einem Schulfach “Soziale Kompetenz” – das wäre ein guter Schutz.

Doch nicht nur Schüler nehmen Crystal. Auch Eltern versuchen sich damit über den Alltag zu retten, leistungsfähig zu bleiben. Rund jeder vierte Meth-Konsument hat selbst Kinder. Was bedeutet das langfristig für diese Familien?

Crystal ist kein Puppentheater. Wenn der Konsum sehr regelmäßig oder sogar täglich stattfindet, ist das ein katastrophales Umfeld für Kinder. Ich glaube aber, dass in Familien eher in Krisensituationen konsumiert wird, indem man versucht, Leistung zu bringen, aber keine Kraft mehr da ist. Das gilt für Alleinerziehende zum Beispiel, die kein stützendes Umfeld haben. Wenn man erfährt dass es etwas gibt, das einen durchhalten lässt, dann kommt man in Versuchung.

Diese Konsumenten zu erreichen, das ist die Herausforderung, vor der wir stehen. Denn gerade die, die nur alle paar Wochen oder Monate “mal nachhelfen”, rutschen in eine Abhängigkeit, ohne es zu merken und ohne irgendwelche kriminellen Energien zu haben. Es geht rein darum, seinen Job – auch als Mutter oder Vater – anständig zu machen, nicht müde zu sein. Vom Grund her also um Bedürfnisse, die in Ordnung sind, die aber nicht mehr erfüllt werden können. Hier muss man wertungsfrei ansetzen und Hilfe anbieten.

 

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Diebe in Berlin geben geklautes Handy zurück – zu altmodisch

Drei Diebe haben einem Bestohlenen sein Handy zurückgegeben – allerdings nicht aus schlechtem Gewissen, sondern weil es ihnen zu altmodisch war. Der rief damit gleich die Polizei.

Wie die Polizei mitteilte, hatten die Diebe am Mittwochfrüh an einem Berliner U-Bahnhof einen 18-Jährigen überfallen und dessen Handy und Geldbörse verlangt. Weil ihnen das Handy zu alt war, gaben sie es dem 18-Jährigen aber gleich wieder zurück.

Das hätten sie besser nicht getan, denn der Überfallene rief mit seinem Handy die Polizei. Die Beamten nahmen die mutmaßlichen Täter – zwei 17-Jährige und einen 18-Jährigen – in der Nähe fest. Der Überfallene blieb unverletzt.

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Jugend: Das sind die Lieblingsmarken von Jugendlichen

Marken sind für viele Jugendliche Statussymbole. Welches Smartphone ist gerade Kult, welches Mode-Label angesagt und welche Fast-Food-Kette am populärsten? Bei einer Internetabstimmung haben junge Leute ihre aktuellen Lieblingsmarken gewählt und sich als überraschend markentreu erwiesen. Wir nennen die Gewinner der “Young Brand Awards 2014”.

Die Jugend wechselt ihre Vorlieben nicht so schnell, wie Erwachsene oft annehmen. Im Vergleich mit den Vorjahresergebnissen zeigt sich, dass Jugendliche ihren Lieblingsmarken treu bleiben. In den meisten Kategorien sind die Spitzenreiter dieselben wie bei den Young Brands Awards 2013:

Der Durchschnittsjugendliche telefoniert mit einem Smartphone von Samsung mit einem Telekom-Vertrag, trägt Nike-Schuhe, duftet nach einem Nivea-Deo, geht bei McDonald’s essen und trinkt eine Coca Cola dazu. Wenn er sich später ein Auto anschafft, soll es am liebsten ein VW oder Audi sein. Das gilt 2014 genauso wie im Vorjahr.

Coca Cola, McDonald’s und Samsung dominieren

Wechsel auf den Plätzen zwei bis sechs gab es am ehesten bei Mode, Schuhen und Aceessoires.

McDonald’s bleibt die beliebteste Fast-Food-Kette, gefolgt vom Aufsteiger Vapiano und Subway. Burger King ist in der Gunst der Jugendlichen auf Platz vier gesunken. Bei den Softdrinks dominiert Coca Cola, während Konkurrent Pepsi nicht mehr unter den ersten sechs auftaucht. Bei elektronischen Medien hat sich Samsung als Lieblingsmarke der Jugendlichen etabliert und verweist Apple bei Smartphones und Tablets auf Rang zwei. Der einstige Handy-Gigant Nokia rutscht immer weiter ab und liegt bei den Smartphones hinter Sony und HTC auf Platz fünf.

So wurden die Lieblingsmarken ermittelt

Die Münchener Agentur Youngcom richtet jährlich diese große Markenwahl unter 13- bis 29 Jährigen aus. Im ersten Schritt werden bei einer Umfrage die beliebtesten Marken in verschiedenen Kategorien ermittelt. Die sechs meistgenannten stehen schließlich für die Young Brands Awards zur Wahl. Diesmal beteiligten sich nach Angaben der Agentur rund 20.000 Teilnehmer an der Online-Abstimmung.

Die beliebtesten Marken der Jugendlichen
Smartphone Samsung
Mobilfunkanbieter Telekom
Tablet-PC Samsung
Digitalkamera Canon
Auto (klein) VW
Auto (groß) Audi
Motorrad BMW
Roller Vespa
Schnellrestaurant McDonalds
Supermarkt Kaufland
Drogeriemarkt DM
Schuhgeschäft Deichmann
Fashion-Store H&M
Bank Sparkasse
Krankenkasse AOK
Versicherung Allianz
Bausparkasse LBS
Uhrenmarke Fossil
Sneaker Nike
Styling Taft
Shampoo Head&Shoulders
Deo Nivea
Softdrink Coca-Cola
Snack Funnyfrisch
Süßigkeiten Haribo
Schokolade Kinder Schokolade
Schokoriegel Kinder Riegel
Brotaufstrich Nutella

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