Kategorie -Jugendliche

Jugendarbeitsschutzgesetz: Diese Regeln gelten für Ferienjobs

Ferienjobs helfen, das Taschengeld aufzubessern und gewähren frühzeitig Einblicke in die Arbeitswelt. Die DGB-Jugend gibt Tipps, damit alles reibungslos verläuft und verweist auf das Jugendarbeitsschutzgesetz.

Es gibt ein breites Spektrum an Ferienjobs in den unterschiedlichen Branchen und mit verschiedensten Aufgaben, doch Schüler dürfen nicht jede Tätigkeit ausüben. “Das Jugendarbeitsschutzgesetz regelt, unter welchen Bedingungen Kinder und Jugendliche arbeiten dürfen”, sagt DGB-Bundesjugendsekretär Florian Haggenmiller.

Wann bereits 13-Jährige arbeiten dürfen

So verbietet das Jugendarbeitsschutzgesetz Kindern bis einschließlich zum 14. Lebensjahr zu arbeiten. Es gibt aber Ausnahmen: Mit Zustimmung der Eltern dürfen 13-jährige Kinder bis zu zwei Stunden täglich zwischen 8 und 18 Uhr arbeiten. Im landwirtschaftlichen Bereich sind drei Stunden täglich innerhalb dieses Zeitraums erlaubt. Voraussetzung ist, dass es sich um leichte Tätigkeiten handelt. Das können zum Beispiel Gartenarbeit, Zeitungen austragen oder Botengänge sein.

Für Jugendliche, also 15- bis 17-Jährige, gibt es beim Jobben in den Ferien weniger Einschränkungen. “Aber auch hier sind einige Regeln zu beachten”, so Haggenmiller: “Wenn die Jugendlichen noch schulpflichtig sind, dann dürfen sie nicht länger als vier Wochen pro Jahr in den Ferien jobben. Denn ganz klar gilt: Schulferien dienen in erster Linie der Erholung.”

Diese Arbeiten kommen für Jugendliche nicht in Frage

Wichtig ist, dass für Jugendliche schwere körperliche oder gefährliche Arbeit nicht erlaubt ist. Dazu zählen das Tragen von schweren Gegenständen, das Hantieren mit Chemikalien oder Akkordarbeit. Die Arbeitszeit von acht Stunden am Tag und 40 Stunden pro Woche darf nicht überschritten werden, auch nicht der Arbeitszeitraum zwischen 6 bis 20 Uhr.

Allerdings gibt es auch hier Ausnahmen, wenn der Schüler bereits 16 Jahre alt ist. Sie dürfen im Gaststättengewerbe bis 22 Uhr und in mehrschichtigen Betrieben bis 23 Uhr arbeiten. Wochenendarbeit ist ebenfalls tabu außer zum Beispiel bei Sportveranstaltungen.

Was das Jugendarbeitsschutzgesetz regelt

Das Jugendarbeitsschutzgesetz regelt auch Fragen wie zum Beispiel die Ruhepausen von Unter-18-Jährigen. Bei einer Arbeitszeit von mehr als viereinhalb bis zu sechs Stunden am Tag müssen die Schüler mindestens eine Pause von 30 Minuten bekommen, bei einer täglichen Arbeitszeit von mehr als sechs Stunden mindestens 60 Minuten. Die Arbeitgeber sind nicht nur verpflichtet, das Jugendarbeitsschutzgesetz einzuhalten. Sie müssen Schüler für ihren Ferienjob auch über den Betrieb unfallversichern.

Werden die gesetzlichen Regelungen nicht eingehalten, rät Haggenmiller den Schülern, sich zu wehren: “Verstöße gegen die Arbeitsschutzgesetze für die Jugendlichen sind nicht einfach hinzunehmen. Betroffene sollten sich unbedingt an die örtliche Aufsichtsbehörde wenden.” In der Regel sind das die Gewerbeaufsichtsämter oder die Ämter für Arbeitsschutz.

Faire Bezahlung sollte auch für Ferienjobs gelten

Bei der Auswahl der Jobs empfiehlt Florian Haggenmiller, den Lohn im Blick zu behalten: “Auch Ferienjobs sind Jobs, die fair entlohnt werden sollen. Für Ferienjobs ist es wichtig zu wissen, dass Beiträge zur Sozialversicherung nicht anfallen. Wenn der Lohn allerdings über 896 Euro pro Monat liegt, werden Steuern fällig. Die werden allerdings normalerweise im nächsten Jahr wieder erstattet. Ratsam ist es, eine Lohnsteuerkarte abzugeben.” Auf jeden Fall sollten die Schüler darauf achten, zu Beginn ihres Ferienjobs einen schriftlichen Vertrag zu bekommen, in dem die Aufgaben, Arbeitszeiten und der Lohn klar beschrieben sind.

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Wie sollten Eltern auf den Modegeschmack ihrer Kinder reagieren?

Bauchfreie Tops, Hosen, die bis in die Kniekehlen hängen, Netzstrümpfe, seltsame Kopfbedeckungen und das alles manchmal in sehr ausgefallenen Farben – die von Kindern und Jugendlichen selbst zusammengestellten Bekleidungs-Variationen sind unerschöpflich und nicht immer nach dem Geschmack der Eltern, aber wichtig, um den eigenen Stil zu finden.

Baggy-Pants – nichts für Erwachsene und Schüchterne

“Meine Güte! Wie halten die bloß? Warum rutschen die nicht ganz runter?” Gedanken, die wohl nur Erwachsene jenseits der 25 bewegen beim Anblick von Baggy-Pants, den Hosen, die auf Halbmast irgendwo zwischen Bauchnabel und Kniekehle hängen und Ausblicke bieten auf Unterwäsche und Bauchpartie ihrer Träger. Ein Anblick, der sicherlich nicht jedem gefällt. Verbieten lässt es sich hierzulande aber sicherlich keiner der coolen Jungs- weder von den Eltern noch vom Gesetzgeber. Anders in Florida: In Palm Beach Gardens regte sich die Bevölkerung so stark über die Hosen auf, dass sie das Tragen 2008 kurzerhand unter Strafe stellte. Wer sich dennoch in Baggy-Pants zeigt, dem drohen Bußgeld oder sogar Gefängnis. Jetzt gingen zwei Rechtsanwälte gegen das Verbot an: Es verstoße gegen das in der Verfassung garantierte Recht auf Selbstbestimmung und auf persönliche Freiheit.

Auf dem Weg zum eigenen Stil

Irgendwie berufen sich wohl weltweit die Teenager auf das Recht der freien Entfaltung, wenn es um ungewöhnliche und hochgradig kreative Kleidungs-Kreationen und Kombinationen geht, besonders ihren Eltern gegenüber. “Das ist doch wohl nicht Dein Ernst?” ist häufig die erste Frage, die Kinder an der Schwelle zum Erwachsenwerden morgens zu hören bekommen. Der Nachwuchs ist auf dem Weg zum eigenen Stil und das treibt bisweilen etwas seltsame Blüten.

Kleider machen Leute

Die Wahl unserer Kleidungsstücke zeigt nach außen, wer wir sind, beziehungsweise wer wir sein wollen. Unsere Persönlichkeit, Individualität aber auch unseren Status in der Gesellschaft signalisieren wir damit auf den ersten Blick. Ein perfektes Feld für Pubertierende, die sich durch nichts besser von ihren Eltern und deren Generation abgrenzen können, als durch Kleidung, (Körper-)Schmuck und die Wahl der Frisur. Aber es geht nicht nur um Abgrenzung, es geht auch um die Identifikation mit anderen Jugendlichen.

Eine Frage des Geschmacks

Die Suche nach dem eigenen Stil kann eine Weile dauern und elterliche Nerven schwer strapazieren. Die Kleidung der Erwachsenen gilt ab sofort als spießig und das, was beispielsweise Popstars tragen, als schick. Auch der Gruppendruck spielt eine große Rolle. Jugendliche sind dabei, ihren Platz in der Gesellschaft zu finden. Ihre Unsicherheit und der Wunsch nach Anerkennung durch Gleichaltrige stehen dabei im Vordergrund.

Der finanzielle Aspekt

Trendige Kleidung kann teuer werden. Und immerhin geben, einer Studie des Münchner Meinungsforschungsinstituts iconkids&youth zufolge, Jugendliche mehr als 4,4 Milliarden Euro im Jahr für Kleidung aus. Bestimmte Labels stehen hier oft im Vordergrund. Plötzlich muss es eine teure Markenjacke sein, eine Hose vom Trödelmarkt und sei sie noch so schön, geht gar nicht und wer nicht ein bestimmtes Zeichen auf seinen Schuhen trägt, ist out. Bereits in der Grundschule bekommt man teilweise die ersten Tendenzen zu spüren. Dem Kind dann zu erklären, dass es nicht auf die Marke ankommt, ist nicht einfach. Vor allem dann nicht, wenn Mobbing und Ausgegrenztwerden die Folge der “falschen” Kleidung sind. Doch nicht alle Eltern können und vor allem nicht alle Eltern wollen sich das leisten.

Schnäppchen online kaufen

Manchmal hat man Glück und kann die angesagten Markenprodukte als Schnäppchen ergattern, sei es bei Räumungsverkäufen, Outlet-Shops oder in speziellen Online-Shops im Internet. Hier gibt es oft bis zu 70 Prozent Nachlass bei Markenwaren. “Besonders Kleidung sowie Schuhe können online zu Preisen erworben werden, zu denen es im Einzelhandel oft nur No-Name-Produkte gibt. Darüber hinaus müssen Online-Käufer nicht wie im Einzelhandel bis zum Schlussverkauf warten, um Schnäppchen zu machen”, sagt Chris Klotz, Geschäftsführer des Internetdiscounters Magic-Price.

Nur seriöse Shops nutzen

Diese Shops bieten die Sicherheit, Originalware zu kaufen, was bei Internet-Auktionen von Privatleuten nicht garantiert ist. Die deutlichen Rabatte können die Markendiscounter durch ihre großen Bestellmengen sowie geschickten Wareneinkauf ermöglichen. “Kids und Teens ist es egal, wo und wie ihre Kleidung eingekauft wird. Wie Befragungen ergeben haben, zählen für sie vor allem die Marke und das Design”, erläutert Klotz. Das Shopping-Erlebnis holen sich die Kids auch so, beim Stadtbummel mit der Clique. Kleidung zählt heute neben Technik, Büchern und Tonträgern zu den am häufigsten im Internet erworbenen Produkten.

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Busunglück in Frankreich: Fahrer sterben bei Unfall auf A6 bei Fleurville

Beim Unfall eines Reisebusses mit deutschen Jugendlichen an Bord sind die beiden Fahrer ums Leben gekommen. Vier Menschen wurden bei dem Unglück in Frankreich verletzt, zwei von ihnen schwer.

Bei den Verletzten handele es sich um zwei Begleiterinnen und zwei Jugendliche. Sie sind nach Mâcon ins Krankenhaus gebracht worden.

50 Feuerwehrleute im Einsatz

In dem Bus, der nach Angaben der Behörden aus der Gegend von Köln gekommen ist, waren 51 Jugendliche im Alter zwischen 15 und 17 Jahren. Sie waren auf dem Weg zur Costa Brava in Spanien, als das Fahrzeug auf der Autobahn A6 bei Fleurville im Département Saône-et-Loire aus noch ungeklärter Ursache auf einen Lastwagen fuhr.

Der Unfall habe sich gegen 0.25 Uhr ereignet. Das Fahrzeug sei weder umgestürzt noch in Brand geraten. 49 Menschen seien zu einem Rastplatz nördlich von Mâcon gebracht worden. Dort sollten sie die Nacht verbringen, bevor sie mit einem anderen Bus die Fahrt fortsetzen können. Etwa 50 Feuerwehrleute seien im Einsatz gewesen.

Inzwischen hat sich der betroffene Reiseanbieter aus Rheinland-Pfalz erschüttert geäußert: “Wir können uns den Unfall nicht erklären”, teilte das Unternehmen Bischoff-Touristik mit.

Unternehmen: Busfahrer äußerst gewissenhaft

Der Bus sei erst drei Jahre alt gewesen, entspreche dem neuen Stand der Technik und habe im Juli eine letzte Sicherheitsprüfung durchlaufen, erläuterte Inhaber Uwe Bischoff in einer Mitteilung. “Unser Bus war vorschriftsmäßig mit zwei Busfahrern besetzt.” Die beiden Fahrer im Alter von 48 und 57 Jahren seien als äußerst gewissenhaft bekannt gewesen. “Einer der Fahrer ist schon über 20 Jahre in unserem Unternehmen”, hieß es. 

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Jugend-Studie: Deutsche Jugendliche sind Streber statt Rebellen

Schluss mit den Vorurteilen über die Null-Bock-Mentalität der Jugend: “Die heutige junge Generation ist der genaue Gegenpol”, sagt die Geschäftsführerin des Allensbach-Instituts, Renate Köcher. Laut einer Studie ihres Instituts ist die Mehrheit der Jugendlichen von heute ehrgeizig, leistungsbereit und schätzt die Eltern als wichtigste Ratgeber.

Das Institut befragte im Auftrag der Imbisskette McDonald’s rund 3000 Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 15 und 24 Jahren. Das Ergebnis: Junge Leute sind leistungsbereiter als noch vor etwa 20 Jahren. 63 Prozent sind der Meinung, dass sich Leistung im deutschen Wirtschaftssystem lohne. Ein Großteil strebt nach einem erfolgversprechenden Beruf, der Zukunft hat und zugleich Spaß macht. Eher auf den hinteren Plätzen rangieren dagegen Aspekte wie wenig Stress oder viel Urlaub.

Jugendforscher Hurrelmann: “Keine Flausen im Kopf”

Sehr realistisch sei diese Generation und sehr angepasst, sagt der Jugendforscher Klaus Hurrelmann von der Hertie School of Governance: “Ohne Flausen im Kopf.” Passend dazu sind die wichtigsten Ratgeber der jungen Menschen die Eltern. 83 Prozent der Schüler sprechen mit ihnen über ihre beruflichen Möglichkeiten. Das Elternhaus sei für die jungen Menschen eine sichere Basis, sagt Hurrelmann.

Zu viele Jugendliche wollen studieren

Der Studie zufolge wollen 51 Prozent aller Schüler nach der Schulzeit studieren – mit teils problematischen Folgen. Denn gleichzeitig verliert damit das duale System aus Schule und Berufsausbildung. Ursprünglich sollten an einer Hauptschule handwerklich Begabte ausgebildet werden – mittlerweile gilt diese Schulform vielen aber als “Resterampe”. Der Ansturm auf die höheren Schulen verändert die Situation auf dem Ausbildungsmarkt: Es fehlen Lehrlinge, obwohl es nicht an Bewerbern mangelt.

Mit Beginn des neuen Ausbildungsjahres Anfang September waren laut Bundesagentur für Arbeit bundesweit noch über 100.000 Lehrstellen als unbesetzt gemeldet. Gleichzeitig waren etwa ebenso viele Jugendliche unversorgt. “Viele Lehrstellen erreichen junge Leute nicht”, sagt Hurrelmann.

Die Schattenseite: “Wir haben eine verfestigte Unterschicht”

Doch längst nicht alle jungen Menschen sind so ehrgeizig: Gut jeder Fünfte glaubt, dass sich der soziale Status durch Leistung nicht verbessern lässt. Besonders pessimistisch schätzen junge Leute aus den unteren gesellschaftlichen Schichten ihre Aufstiegschancen ein. “Wir haben in Deutschland eine zu verfestigte Unterschicht”, sagt Köcher. Doch im Vergleich mit europäischen Krisenländern ist das Lebensgefühl der jungen Deutschen insgesamt positiv: Laut Studie blicken 71 Prozent mit Optimismus in ihre berufliche Zukunft.

 

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Erstes Jugendhospiz in Niedersachsen öffnet – mit Disco und Bar

Unheilbar kranke Jugendliche finden im ersten Jugendhospiz in Niedersachsen Ablenkung: Laute Discomusik ist dort ebenso erlaubt wie Fernsehen. Bundesweit gibt es elf Kinderhospize und vier für Jugendliche.

Eine Disco, eine Bar, Sitzecken zum Chillen und Fernseher in jedem Zimmer: So sieht es im ersten Hospiz für todkranke Jugendliche in Niedersachsen aus. Der 19 Jahre alte Dennis hat das Haus in Syke bei Bremen mitgeplant. “Ich konnte sagen, wie das aussehen soll”, sagt der junge Mann aus Marienhafe in Ostfriesland selbstbewusst. Dennis kommt seit langer Zeit regelmäßig nach Syke, zweimal im Jahr für etwa 14 Tage. Bisher wohnte er dann nebenan im Kinderhospiz Löwenherz. Nun freut er sich auf die neuen Zimmer.

Zu wenige Kinder- und Jugendhospize

Nach Angaben des Bundesverbandes Kinderhospiz leben in Deutschland etwa 22.600 Kinder und Jugendliche mit schwersten, lebensbegrenzenden Erkrankungen. Jährlich sterben rund 5000 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene daran. Bundesweit gibt es inzwischen elf Kinderhospize. Spezielle Einrichtungen für Jugendliche und junge Erwachsene gibt es neben Syke in Olpe in Nordrhein-Westfalen, Hamburg und Berlin.

Dennis sitzt im Rollstuhl. Er leidet am Louis-Bar-Syndrom, einem seltenen genetischen Defekt, der erblich ist. Dennis arbeitet regelmäßig bei den Ostfriesischen Behinderten Werkstätten in Emden. Über seine Krankheit weiß er alles. “Ich bin da ein Profi. Es wird keine absolute Heilung geben.” Zu den Symptomen gehören Störungen der körperlichen und geistigen Entwicklung, die Lebenserwartung ist deutlich herabgesetzt. Die Sprache entwickelt sich nur in den ersten zehn Lebensjahren, danach wird das Sprachvermögen schlechter.

“Wenn man sich Zeit nimmt, versteht man mich auch”

Dennis gibt sich große Mühe, seine Sätze zu formen. “Wenn man sich Zeit nimmt, versteht man mich auch”, sagt er. Seine Mutter Roswitha Schoolmann freut sich: “An Selbstbewusstsein mangelt es ihm nicht. Und er hat einen starken Lebenswillen.”

Mit Begeisterung erzählt Dennis über die Planungen für das Jugendhospiz. Im Kinderhospiz habe ein Pädagoge nebenbei Disco gemacht. Jetzt wurde im neuen Haus eine richtige Disco eingebaut. “Partys wird es sicher auch mal da geben”, sagt der 19-Jährige und lacht. “Ich habe auch vorgeschlagen, dass in jedem Pflegezimmer ein Fernseher steht. Das ist auch durchgekommen.”

Dennis freut sich, dass die Jugendlichen bald unter sich sind. “Die Kinder dürfen uns besuchen”, gibt er sich zunächst großzügig. “Aber eigentlich”, überlegt er, “gibt es dafür das Kinderhospiz.” Das kümmert sich seit zehn Jahren um unheilbar erkrankte Kinder und deren Eltern. Pünktlich zum Jubiläum öffnet nun das erste Jugendhospiz in Niedersachsen. Bundesweit ist es das vierte.

Dennis wünscht sich mehr Männer

Die Mitgründerin und Geschäftsführerin Gaby Letzing schob den Neubau mit an, die räumliche Trennung der Kinder und Jugendlichen hält sie für sinnvoll. “Teenager finden es nicht immer so cool, von den Kleinen umgeben zu sein”, sagt sie. Etwa 30 Prozent der Gäste seien älter als 14 Jahre, und es gebe immer mehr Anfragen von Eltern größerer Kinder. Dank der Fortschritte in der Medizin verlängere sich die Lebenserwartung schwer kranker Kinder oft. Dem wird mit dem Neubau Rechnung getragen, acht Pflegezimmer gibt es dort künftig.

Und Dennis, der Werder-Fan und Modellauto-Sammler, hat noch einen ganz speziellen Wunsch: “Ich würde mir wünschen, dass mehr männliche Pfleger da wären. Im ganzen Hospiz sind nur drei Männer, davon einer in der Pflege.”

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Magen-OP: Einzige Chance bei fettsüchtigen Kindern

Wenn Teenager 150 Kilo auf die Waage bringen, werden sie nicht nur gehänselt. Folgeerkrankungen machen ihnen das Leben schwer. Kinderchirurgen sehen bei Adipositas inzwischen in einer Magenoperation den einzigen Ausweg – trotz des gravierenden Eingriffs. Dennoch ist eine solche Operation mit Skepsis zu betrachten, da sie nicht für alle für alle fettleibigen Jugendlichen in Frage kommt und die Grundprobleme nicht löst.

15-Jährige, die über 100 Kilo wiegen

Hunderte Kinder und Jugendliche in Deutschland sind so dick geworden, dass Chirurgen in einer Magenverkleinerung die einzige Chance für mehr Lebensqualität sehen. “Wir reden hier von 15-Jährigen, die deutlich über 100 Kilogramm wiegen”, sagte Philipp Szavay, Chefarzt am Luzerner Kantonsspital (Schweiz) und Sprecher der Deutschen Gesellschaft für Kinderchirurgie auf dem Weltkongress der Kinderchirurgen in Berlin. “Wenn Ernährungsumstellung und Sport keinen Erfolg zeigen, wiegen sie mit 20 Jahren 200 Kilo”, ergänzte er. Durch das Gewicht und die Folgeerkrankungen sinke ihre Lebenserwartung erheblich.

Tausende kommen für OP in Frage

In Deutschland gelten heute rund 800.000 Kinder und Jugendliche als stark übergewichtig. Selbst bei strengsten Kriterien für eine Operation würden immer noch Hunderte oder gar Tausende von ihnen für eine Magenverkleinerung oder einen Magenbypass infrage kommen, sagte Szavay. “Das sind erschreckende Zahlen. Aber in diesem jungen Alter können wir die Weichen noch umstellen.” Fettsüchtige Kinder und Jugendliche litten nicht nur körperlich unter ihrem Gewicht, sondern müssten auch viele Hänseleien ertragen. Oft fehlten auch ein Freundeskreis und später ein Partner und ein Ausbildungs- und Arbeitsplatz. In Deutschland wurde bei bisher schätzungsweise 1000 fettsüchtigen Jugendlichen Magen-Darm-Trakt operativ verkleinert worden.

Nur Operieren allein reicht nicht aus

Für die Zukunft sieht Szavay eine deutlich größere Zahl von Adipositaszentren für Heranwachsende als notwendig an – und auch eine Änderung bei der Haltung vieler Krankenkassen. Die Finanzierung sei oftmals noch nicht selbstverständlich, sagte der Arzt. Die Operation solle dabei aber immer in ein Programm aus Vor- und Nachsorge eingebettet sein – mit Hilfe von Kinder- und Narkoseärzten, Kinderchirurgen, Psychologen, Ernährungsberatern, Physiotherapeuten und Psychiatern. Solche Zentren für Heranwachsende gebe es zum Beispiel bereits in Leipzig, Berlin, Essen und Ulm.

Dicke sind ein Kostenfaktor

Bisher werden Adipositasoperationen vorwiegend bei fettsüchtigen Erwachsenen vorgenommen. Zwischen 2005 und 2012 waren das in Deutschland rund 22.000 Menschen – Tendenz steigend. Die Krankenkasse DAK sieht bei ihren Versicherten seit 2008 einen Anstieg der Eingriffe um 60 Prozent. Die Gesamtkosten für Adipositasoperationen beliefen sich bei “XXL”-Patienten der AOK 2012 auf 30 Millionen Euro.

Erfolge zeigen sich meist schnell

Auch wenn die Therapie durch eine Magenoperation nicht unumstritten ist, kann die stark gebremste Nahrungsaufnahme bei Erwachsenen bereits nach einem Jahr Erfolge zeigen. Nach einer norwegischen Studie verschwinden viele Fettsuchtsymptome wie Rücken- und Gelenkschmerzen oder starkes Schwitzen. Viele Patienten fühlten sich nicht nur körperlich, sondern auch mental und emotional besser. Wegzaubern kann die OP bereits erworbene Folgeerkrankungen wie Herz-Kreislauf-Störungen und Diabetes aber nicht. Und manchmal ist die Gewichtsreduktion so stark, dass Haut und Bindegewebe in Lappen herabhängen.

Daten aus den USA

Valide Daten zu Adipositas-Chirurgie bei Heranwachsenden gibt es in Europa noch kaum. Untersuchungen aus den USA haben aber gezeigt, dass ab einem Body Mass Index von 35 oder 40 keine andere Therapie mehr erfolgversprechend ist. Forscher Thomas Inge vom Kinderkrankenhaus in Cincinnati (US-Bundesstaat Ohio) berichtete auf dem Kongress, dass bereits vier bis sechs Prozent aller Heranwachsenden in den USA von Fettsucht betroffen seien – mit steigender Tendenz. Bei einer Meta-Studie mit 637 jungen Patienten habe sich nach einer Magenoperation aber bereits nach einem Jahr eine signifikante Gewichtsabnahme gezeigt.

Langzeitergebnisse fehlen noch

Doch das Abspecken per Operation sei bei Heranwachsenden nach wie vor umstritten schränkt Szavay ein. Ohne Ernährungsumstellung könne der Magen bei Jugendlichen auch wieder wachsen. Eine Magenverkleinerung sei ein gravierender Eingriff und könne nicht mehr rückgängig gemacht werden. Neben ethischen und juristischen seien auch einige medizinische Fragen noch unbeantwortet. “Uns fehlen Informationen über Langzeitergebnisse”, berichtet der Kinderchirurg. Denn Adipositas-Chirurgie bei Jugendlichen gibt es erst seit rund zehn Jahren.

Kritische Stellungnahme der Arbeitsgemeinschaft Adipositas

Die Arbeitsgemeinschaft Adipositas im Kindes- und Jugendalter (AGA), in der sich Experten verschiedener Fachrichtungen zusammengeschlossen haben, hat eine kritische Stellungnahme zur Adipositas-Chirurgie veröffentlicht. Die Eingriffe hätte ein hohes Risikopotenzial und könnten zu schweren Nebenwirkungen mit unklaren Langzeitfolgen führen. Eine solche Operation dürfe nur das letzte Mittel sein, wenn alle anderen Therapiemöglichkeiten ausgeschöpft seien und der Patient schwer krank sei, betont die Expertengruppe. Auch dann könne die Magenverkleinerung nur eine ergänzende Maßnahme sein, denn langfristig müssten die Betroffenen lernen, ihre Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten zu ändern. Ungeeignet sei diese Art der Therapie für Patienten mit Ess- oder Persönlichkeitsstörungen.

“Operation löst weder gesundheitliche, noch psychische Probleme”

Professor Martin Wabitsch, Präsident der Deutschen Adipositas Gesellschaft, gibt zu bedenken: “Die Operation löst weder die gesundheitlichen noch die psychischen Probleme. Beide bestehen weiterhin. Die Operation führt lediglich zu einem deutlichen Gewichtsverlust. Suchtähnliches Verhalten wird nach wie vor vorhanden sein. Gesundheitliche Folgen werden zwar vermindert, jedoch bestehen die Anlagen weiterhin. Wir wissen bei Erwachsenen zum Beispiel, dass ein Altersdiabetes durch eine solche Operation zunächst verschwindet, aber im Verlauf dann wieder auftreten kann.”

Wichtig für den Erfolg sei außerdem, dass der Jugendliche aus stabilen Familienverhältnissen komme, die Entscheidung zu dem Eingriff und seinen Folgen mittrage und bereit sei, an einer Therapie mitzuwirken.

Warum der Körper nach Magen-OP an Gewicht verliert

Dass Patienten nach der magenverkleinernden Operation abnehmen, basiert im wesentlichen auf zwei Faktoren: Nahrungsmittel werden schlechter verdaut und verarbeitet. Zudem ändert sich die Ausschüttung von Hormonen im Magen- und Darmtrakt, die das Hunger- und Sättigungsgefühl regulieren. “Auf Grund der veränderten Physiologie muss davon ausgegangen werden, dass durch eine solche Operation dem Körper langfristig ein erheblicher Schaden zugefügt werden kann, da es zu Mangelerscheinungen bei der Nährstoffversorgung kommt. Unklar ist auch die Wirkung auf das zentrale Nervensystem und die psychische Gesundheit”, sagt Wabitsch.

Üblicherweise muss der Patient nach der OP dauerhaft Nahrungsergänzungsmittel einnehmen. Doch Studien belegen, dass weniger als 20 Prozent der Jugendlichen nach der OP die nötigen Protein- und Vitaminzusätze einnehmen.

“Das sind keine Einzelfälle mehr”

Vor 20 Jahren war das Wegoperieren von Übergewicht bei Kindern in Deutschland noch kein Thema, denn Fettsucht in Massen gab es nicht. Doch mit einem geänderten Lifestyle wie übergroßen Getränkebechern, zucker- und fettreichem Fast Food und ausgeprägtem Bewegungsmangel hat sich das Bild stark gewandelt. “Das sind keine Einzelfälle mehr, sie fallen in jeder Sprechstunde auf”, berichtet Szavay. “Zu mir kommen 16-Jährige und sagen, dass sie es allein nicht mehr schaffen.” Darauf müssten sich Kinderchirurgen einstellen.

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Körperkult: Wie Sie Mädchen in der Pubertät unterstützen

Der Körperkult ist durch seine mediale Verbreitung allgegenwärtig und verkauft häufig ein idealisiertes Bild von Schönheit und Gesundheit. Wenn Mädchen – und natürlich auch Jungen – sich in der Pubertät an den Idealtypen aus Fernsehen und Modezeitschriften messen, führt das häufig zu Frustration und Unsicherheit. Studien belegen, dass Jugendliche in dieser Phase ihrer Entwicklung ein verzerrtes Bewusstsein für ihren eigenen Körper entwickeln können.

Mädchen in der Pubertät

Erst 2012 hat eine Studie der Universität Bielefeld unter der Leitung von Professorin Dr. Petra Kolip herausgefunden, dass sich jedes zweite Mädchen in Deutschland im Alter von 15 Jahren zu dick findet, auch wenn das objektiv gar nicht der Fall ist. „Damit sind die deutschen Jugendlichen traurige Spitzenreiter in Sachen Körperunzufriedenheit“, so Kolip auf dem Portal der Universität.

Dieses verzerrte Selbstverständnis in der Pubertät durch den in den Medien verbreiteten Körperkult kann sich vor allem in psychischer Belastung niederschlagen. Zudem besteht die Gefahr, dass auf der Jagd nach dem Idealbild unnötige Diäten den jungen Körper in Mitleidenschaft ziehen.

Körperkult und Diät

Wenn sich Ihr Kind besonders stark am Körperkult orientiert und beispielsweise abnehmen will, gilt: Stehen Sie einer Diät bei Jugendlichen kritisch gegenüber. Eine einseitige Ernährung raubt dem Körper wichtige Nährstoffe, kann das Wachstum beeinflussen und sogar den Hormonhaushalt durcheinanderbringen. Tipp: Unterstützen Sie Ihr Kind in dieser Phase der Unsicherheit, denn Ihre Reaktion auf das Selbstbild Ihres Nachwuchses kann durchaus Positives bewirken.

Wenn Ihr Kind sich Ihrer Hilfe bewusst ist und Rückhalt bekommt, folgt in vielen Fällen aus diesem Gefühl der Sicherheit auch ein gesunder Lebensstil – das gilt gleichermaßen für Jungen und Mädchen.

Unterschiede bei den Geschlechtern

Dr. Petra Kolip erläutert, warum besonders Mädchen in der Pubertät ein falsches Selbstbild haben: Das liegt daran „dass sich Mädchen durch die körperlichen Veränderungen mehr vom gängigen Schlankheitsideal entfernen. Mit der Pubertät runden sich die Hüften, das macht manchen Mädchen zu schaffen.“

Damit sich Ihr Kind dem Körperkult nicht zu sehr unterwirft, gilt: Suchen Sie das offene Gespräch und versuchen Sie, gemeinsam Schönheitsideale zu hinterfragen. Sie sollten in jedem Fall die Belange Ihres Nachwuchses ernst nehmen und vor allem viel Geduld aufbringen.

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Kiffen bei Jugendlichen: Wie Eltern reagieren sollten

Viele Jugendliche geraten im Laufe des Erwachsenwerdens in irgendeiner Form in Kontakt mit Drogen. Kiffen gehört dabei zu den häufigsten Suchtmitteln, wenn man von Alkohol und Tabak einmal absieht. Doch wie sollen Eltern reagieren, wenn sie feststellen, dass der Nachwuchs hin und wieder zum Joint greift? Diese Tipps können Ihnen weiterhelfen.

Keine Panik, aber: Konfrontieren Sie Ihr Kind

Wenn Sie Ihr Kind beim Kiffen erwischen oder mitbekommen, dass es Cannabis konsumiert, sollten Sie nicht gleich in Panik geraten, raten die Experten der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Ein Joint bedeutet nicht sofort, dass Ihr Kind drogenabhängig ist. Dennoch sollten Sie nicht vergessen, dass der Besitz von Cannabis strafbar ist – auch wenn der Gesetzgeber laut BZgA bei geringen Mengen in der Regel von einer Strafverfolgung absieht. Welche Mengen als gering angesehen werden, unterscheidet sich von Bundesland zu Bundesland.

Deshalb sollten Sie das Thema auch nicht verschweigen, sondern offen ansprechen, ohne dabei eine vorwurfsvolle Haltung einzunehmen oder den jugendlichen Nachwuchs mit Unterstellungen zu konfrontieren. Sinnvoll ist es stattdessen, dass Sie für ein offenes Gesprächsklima sorgen, in dem Sie Ihre Ängste und Sorgen äußern können, ohne dass sich Ihr Kind in die Ecke gedrängt fühlt.

Vorbereitung: Haben Sie als Jugendlicher auch Joints geraucht?

Bevor Sie das Gespräch suchen, sollten Sie sich unbedingt darauf vorbereiten. Tipp: Sie sollten damit rechnen, dass Sie gefragt werden, ob Sie als Jugendlicher nicht auch hin und wieder einen Joint geraucht haben. Neben dem Kiffen könnte außerdem Ihr aktuelles Konsumverhalten bei Suchtmitteln zur Sprache kommen. Stellen Sie sich daher die Frage, ob Sie selbst verantwortungsvoll mit Suchtmitteln wie Alkohol oder Zigaretten umgehen. Tipp: Wer offen mit diesem Thema umgeht und eigene Fehler eingesteht, kann bei Jugendlichen eher auf Gesprächsbereitschaft hoffen.

Versuchen Sie in Erfahrung zu bringen, weshalb Ihr Kind zum Joint greift und klären Sie den Nachwuchs über die gesundheitlichen Gefahren des Kiffens auf. Auch hier ist Vorbereitung wichtig. Informieren Sie sich ausführlich über das Thema. Denn wenn Sie nicht wirklich wissen, worüber Sie sprechen, ernten Sie womöglich bloß genervte Reaktionen.

Appellieren Sie an die Vernunft und Eigenverantwortung ihres Kindes und sehen Sie davon ab, zukünftig das Zimmer nach Cannabis oder Joints zu durchsuchen. Ansonsten riskieren Sie einen großen Vertrauensbruch, dem Jugendliche mit Trotz statt mit Einsicht begegnen.

eltern.t-online.de: Jugendwort 2013: Nachfolger von “YOLO” gesucht

Ist es sinnvoll, Kiffen zu bestrafen?

Doch nicht nur durch ständiges Kontrollieren erreichen Sie wahrscheinlich eine entgegengesetzte Wirkung. Auch harte Strafen führen in der Regel dazu, dass Sie den Zugang zu Ihrem Kind verlieren. Mit dem Kiffen wird es hingegen nicht aufhören. Bringen Sie deshalb auch auf keinen Fall die Polizei ins Spiel, da Sie Ihr Kind damit kriminalisieren würden.

Sinnvoller ist es stattdessen, Ihrem Kind alternative Möglichkeiten aufzuzeigen. Bei Jugendlichen bietet sich vor allem an, Sie in Ihren Hobbys zu stärken oder gemeinsam mit ihnen Aktivitäten zu planen, um zu zeigen, dass Sie sich als Eltern für Ihr Kind interessieren und hinter ihm stehen.

Tipp: Suchtberatungsstellen aufsuchen

Sollte sich keine Besserung einstellen, empfiehlt die BZgA, eine Suchberatungsstelle oder Selbsthilfegruppe aufzusuchen. Dort finden Sie Hilfe und erhalten Tipps, wie in Ihrem ganz individuellen Fall vorzugehen ist. Erste Ansprechpartner können die Deutsche Hauptstelle für Suchfragen unter “dhs.de” sein oder etwa die Internetseite “averca.de”, wo man auf Probleme mit Cannabiskonsum spezialisiert ist.

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“Young Brand Awards 2013”: Auf diese Marken stehen Jugendliche

Zeig mir, welche Klamotten du trägst, mit welchem Smartphone du telefonierst und was du trinkst, und ich sage dir, ob du cool bist – Marken sind für viele Jugendliche Statussymbole. Bei einer Internetabstimmung haben junge Leute ihre Lieblingsmarken gewählt. Wir nennen die Gewinner der “Young Brand Awards 2013”.

Die Münchener Agentur Youngcom hatte junge Leute zwischen 13 und 29 Jahren zum dritten Mal aufgerufen, die beliebtesten Marken in 27 Kategorien zu nennen. Sie konnten unter insgesamt 161 vorgegebenen Marken wählen. Nach Angaben der Agentur stimmten zwischen Mai und Oktober rund 20.000 Jugendliche ab.

Das trägt der markenbewusste Jugendliche

Der markenbewusste Durchschnittsjugendliche trägt Levi’s-Jeans und Nike-Schuhe, duftet nach einem Nivea-Deo, telefoniert mit einem Smartphone von Samsung mit einem Telekom-Vertrag, geht bei McDonald’s essen und trinkt eine Coca Cola dazu. Wenn er sich später ein Auto anschafft, soll es am liebsten ein VW oder Audi sein.

Samsung bei der Jugend beliebter als Apple

Für Agenturinhaber Alexander Homeyer ist besonders überraschend, dass die Kult-Marke Apple in der Gunst der Jugendlichen gesunken ist. In der Kategorie “Beliebtestes Smartphone” belegte Samsung 2013 zum zweiten Mal den ersten Platz mit deutlich ausgebautem Abstand zu Apple. 2011 war Apple noch Spitzenreiter.

Coca Cola und McDonald’s dominieren

Bei den Schnellrestaurants steht Fast-Food-Riese McDonald’s an erster Stelle. Konkurrent Burger King wird von der Sandwich-Kette Subway auf den dritten Rang verwiesen. Coca Cola ist auch 2013 das Lieblingsgetränk der Jugend, während Pepsi auf den fünften Platz abgerutscht ist. Bionade steht in der Beliebtheitsskala auf Platz zwei. Bei Süßigkeiten gilt: Haribo macht Kinder froh – junge Erwachsene ebenso, um es in leichter Abwandlung mit dem Slogan des Süßwarenherstellers auszudrücken.

Diese Modemarken sind angesagt

Trendbewusste Jugendliche definieren ihr Image auch über Markenkleidung. Die beliebtesten Marken sind Levi’s, Diesel und G-Star bei Jeans, Nike, Converse und Puma bei Sneakers. Wenn Jugendliche in der Stadt shoppen gehen, dann am liebsten bei H&M. Aber auch C&A ist attraktiv für junge Leute und belegt Platz zwei. Schuhe werden entweder in den Läden von Deichmann, Görtz und Reno oder im Internet bei Zalando gekauft.

Banken und Versicherung umwerben die junge Zielgruppe

Die “Young Brand Awards” wurden auch in den Kategorien Bank, Bausparkasse, Versicherung und Krankenkasse vergeben. Am besten haben Sparkasse, LBS, Allianz und AOK abgeschnitten. Laut Homeyer zahlt sich für die Institute aus, wenn sie gezielte Werbekampagnen für junge Kunden starten. Für alle Produktkategorien gilt: “Werbung greift bei Jugendlichen”.

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Alkoholsucht: Alkoholkonsum in der Pubertät erhöht das Suchtrisiko

Alkoholkonsum in der Pubertät hat einen Einfluss auf das spätere Trinkverhalten und erhöht das Risiko, eine Alkoholsucht zu entwickeln. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Mannheimer Zentralinstituts für Seelische Gesundheit (ZI), die von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) veröffentlicht wurde. Besonders gefährdet sind demnach Jugendliche, die zwischen zwölf und 14 Jahren erstmals Alkohol trinken.

Bislang gingen Forscher davon aus, dass das spätere Trinkverhalten umso riskanter wird, je früher Jugendliche Alkohol konsumieren. Die neuen Erkenntnisse zeigten jedoch, dass nicht alleine der frühe Beginn sich negativ auswirkt. Entscheidend sei vielmehr, ob sich das Gehirn des Jugendlichen gerade in der empfindlichen Reifungsphase befindet. Mädchen sind etwa mit zehn bis 14 Jahren in der Pubertät, Jungen etwa zwischen zwölf und 17 Jahren.

In der Pubertät wird das Gehirn zur Großbaustelle

Die Pubertät ist mit massiven Umbauprozessen des Gehirns verbunden. So reifen Gehirnareale heran, die unter anderem mit Motivation, der Verarbeitung von Gefühlen, aber auch mit der Entwicklung von Abhängigkeit in Verbindung gebracht werden. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass Alkohol diese Reifungsprozesse möglicherweise stört. Die Folge ist, dass jugendliche Alkoholkonsumenten auch später deutlich mehr und öfter trinken. “In der Pubertät wird häufig das Fundament für späteres Trinkverhalten gelegt”, erklärt Miriam Schneider, Co-Autorin der Studie.

Grundlage der Studie sind Daten von 283 Jugendlichen, die im Alter von drei Monaten und dann regelmäßig bis zu ihrem 23. Lebensjahr untersucht wurden. Erfasst wurde unter anderem, wie sich die Kinder entwickeln und in welcher Umwelt sie aufwachsen.

Je später Jugendliche Alkohol entdecken, desto besser

Ein Ziel der Suchtprävention müsse es sein, das Einstiegsalter für den Alkoholkonsum möglichst weit hinauszuzögern, betont BZgA-Direktorin Elisabeth Pott. Sie verweist zugleich auf frühere Studien, wonach immer weniger Jugendliche im Alter zwischen zwölf bis 15 Jahren Alkohol trinken. Demnach hat sich das Durchschnittsalter, in dem Jugendliche in Deutschland erstmals Alkohol trinken, zwischen 2004 und 2011 um knapp fünf Monate nach hinten verschoben. Demnach greifen Teenager im Durchschnitt mit 14,5 Jahren erstmals zur Flasche.

Immer mehr Jugendliche saufen sich ins Koma

Pessimistisch stimmt dagegen eine Statistik, die die Krankenkasse DAK mit Zahlen aus 14 Bundesländern zusammengestellt hat: 2012 wurden mehr als 25.600 Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus eingeliefert. Die Zahl der jungen “Komasäufer” ist gegenüber 2011 um 0,4 Prozent gestiegen. Das ist zwar nicht so viel, aber im Vergleich zum Jahr 2003 sind es fast 90 Prozent mehr Fälle.

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