Kategorie -Jugendliche

Jugendschutzgesetz 2020: Was darf ich in welchem Alter?

Bis wann dürfen Jugendliche in die Disco? Was sagt das Jugendschutzgesetz zum Konsum von Zigaretten und Alkohol? Ab welchem Alter dürfen Jugendliche Sex haben? Solche Fragen beschäftigen viele. Hier erfahren Sie die wichtigsten Aspekte des Jugendschutzes.

Überblick
  • Wie lange dürfen Jugendliche ausgehen?
  • Wie lange dürfen Jugendliche in Diskotheken und Clubs feiern?
  • Welche Kinofilme sind für Jugendliche erlaubt?
  • Wie lange dürfen sich Jugendliche in Gaststätten aufhalten?
  • Ausnahmen im Jugendschutzgesetz
  • Ab welchem Alter darf man Alkohol und Energy Drinks trinken?
  • Ab wann dürfen Jugendliche rauchen?
  • Wie lange dürfen Minderjährige arbeiten?
  • Welche Altersgrenzen gelten für Tattoos und Piercings?
  • Was sagt das Gesetz zum Thema Sexualität?
  • Wann dürfen Jugendliche einen Führerschein machen?

Das Jugendschutzgesetz (JuSchG) ist dazu da, Kinder und Jugendliche vor Gefahren und negativen Einflüssen in der Öffentlichkeit zu schützen. Es soll sie stärken und schützen, indem es spezifische Aktivitäten und Handlungen an bestimmte Altersstufen bindet. Das Jugendschutzgesetz und weitere Regelungen liefern Eltern eine Orientierungshilfe für die verantwortungsbewusste Erziehung ihrer Kinder.

Erwachsene sind für Jugendschutz verantwortlich

Das Jugendschutzgesetz richtet sich insbesondere an Gewerbetreibende und Veranstalter, aber auch an Eltern und Erziehende. Für sie hat die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz das Internetportal “Jugendschutz aktiv” eingerichtet, um über die gesetzlichen Bestimmungen zum Jugendschutzgesetz zu informieren. Einen Link zum Portal finden Sie in den Quellenangaben.

Die wichtigsten Punkte haben wir Ihnen hier zusammengestellt:

Disco, Kino & Co.: Wie lange dürfen Jugendliche ausgehen?

Kinder oder Jugendlichen wollen abends mit ihren Freunden ausgehen. Eltern müssen sich dann von ihrem Nachwuchs häufig anhören, dass alle anderen länger wegbleiben dürfen. Das spielt aber keine Rolle, denn grundsätzlich ist es die Sache der Eltern, wie lange ihre Kinder unterwegs sein dürfen.

Das Jugendschutzgesetz regelt den Aufenthalt an bestimmten öffentlichen Orten. In der Disco oder im Kino etwa dürfen Kinder nur bis zu einer bestimmten Uhrzeit bleiben.

Wann dürfen Kinder allein ins Kino und wie lange dürfen sie in der Disco oder Kneipe feiern? Diese Tabelle gibt den Überblick:

Was Alter Uhrzeit Bemerkungen
Disco unter 16 ohne Einschränkung nur in Begleitung einer personensorgeberechtigten oder erziehungsbeauftragten Person
Disco 16-18 bis 24 Uhr auch ohne Begleitung
Öffentliche Tanzveranstaltungen von anerkannten Trägern der Jugendhilfe, bei künstlerischer Betätigung oder zur Brauchtumspflege unter 14 bis 22 Uhr auch ohne Begleitung
Öffentliche Tanzveranstaltungen von anerkannten Trägern der Jugendhilfe, bei künstlerischer Betätigung oder zur Brauchtumspflege 14 bis 18 bis 24 Uhr auch ohne Begleitung
Konzerte keine offizielle Beschränkung keine offizielle Beschränkung findet das Konzert in einer Gaststätte statt, gelten die Jugendschutzregeln für Gaststätten; ansonsten erlässt der Veranstalter häufig die gleichen Regeln wie beim Besuch einer Disco
Kino 6 bis 14 bis 20 Uhr Film muss um 20 Uhr zu Ende sein (oder sie werden von den Eltern oder einer erziehungsbeauftragten Person begleitet)
Kino 14 bis 16 bis 22 Uhr Film muss um 22 Uhr zu Ende sein (oder sie werden von den Eltern oder einer erziehungsbeauftragten Person begleitet)
Kino 16 bis 18 bis 24 Uhr Film muss um 24 Uhr zu Ende sein (oder sie werden von den Eltern oder einer erziehungsbeauftragten Person begleitet)
Gaststätten unter 16 5 Uhr bis 23 Uhr  ohne Begleitung nur, wenn sie eine Mahlzeit oder ein Getränk einnehmen
Gaststätten  16 bis 18 5 Uhr bis 24 Uhr  ohne Begleitung
Gaststätten unter 18 ohne Einschränkung mit Begleitung einer personensorgeberechtigten oder erziehungsbeauftragten Person

Wie lange dürfen Jugendliche in Diskotheken und Clubs feiern?

Unter 16 Jahren dürfen Jugendliche nur in eine Disco, wenn ein Erziehungs- oder Sorgeberechtigter dabei ist. Ab 16 dürfen sie sich auch ohne eine solche Begleitung bis 24 Uhr in einer Disco aufhalten.

Personensorgeberechtigte Personen sind alle jene, die das Sorgerecht für ein Kind haben, also in der Regel die Eltern. Eine erziehungsbeauftragte Person hingegen kann jede Person ab 18 Jahren sein, die eine Vereinbarung mit den Eltern über die Beaufsichtigung getroffen hat.

Ausnahmen gibt es bei Veranstaltungen von einem “anerkannten Träger der Jugendhilfe”. Das sind zum Beispiel Jugendtreffs von Gemeinden, Vereinen oder der Kirche. Dann ist allen unter 14 die Anwesenheit bis 22 Uhr gestattet, für die 15-, 16- und 17-Jährigen ist um 24 Uhr Schluss. Außerdem kann die “zuständige Behörde” Ausnahmen genehmigen.

Konzerte sind von diesen Regelungen ausgenommen, denn sie gelten nicht als Tanzveranstaltungen. Somit gelten auch die zeitlichen Beschränkungen nicht. Manchmal werden aber Altersbeschränkungen von der zuständigen Behörde oder vom Veranstalter angeordnet. Oftmals dürfen Jugendliche unter 16 Jahren nur in Begleitung eines Elternteils oder Außerdem brauchen Jugendliche immer die Erlaubnis ihrer Eltern.

Der Aufenthalt in Nachtbars oder -clubs ist für alle unter 18 Jahren verboten.

Welche Kinofilme sind für Jugendliche erlaubt?

Die “FSK” steht für die Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft und gibt vor, ab welchem Alter, welcher Film gesehen werden darf. Dabei gibt es die Altersbeschränkungen

  • ab 6,
  • ab 12,
  • ab 16 und
  • ab 18 Jahre.

Auch wenn Erziehungsberechtigte dabei sind, ändert das nichts. Ausnahme: Filme ab 12 dürfen Kinder ab 6 Jahren sehen, wenn ein Erziehungsberechtigter dabei ist. Eine erziehungsbeauftragte Person reicht als Begleitung nicht aus. Zudem gibt es bezüglich der Uhrzeiten, zu denen ein Film endet, bei Kinobesuchen Beschränkungen für Kinder und Jugendliche (siehe Tabelle oben).

Wie lange dürfen sich Jugendliche in Gaststätten aufhalten?

Ohne Begleitung einer personensorgeberechtigten oder erziehungsbeauftragten Person dürfen sich Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren nur zur Einnahme einer Mahlzeit oder eines Getränks zwischen 5 Uhr und 23 Uhr in einer Gaststätte aufhalten. Dabei gilt als Richtwert für das Trinken eines Getränks eine halbe Stunde und für den Verzehr einer Mahlzeit eine Stunde.

Jugendliche ab 16 Jahren dürfen sich ohne Begleitung zwischen 5 Uhr und 24 Uhr in Gaststätten aufhalten. In Begleitung einer personensorgeberechtigten oder erziehungsbeauftragten Person dürfen sich Kinder und Jugendliche zeitlich unbeschränkt in Gaststätten aufhalten.

Ausnahmen im Jugendschutzgesetz

Soweit die gesetzlichen Regelungen. Aber diese allein werden in einer Familie nicht ausreichen, um Lösungen zu finden, mit denen alle zufrieden sind. Außerdem werden private Feten und auch der Aufenthalt im Freien mit Freunden damit nicht geregelt. Hier kommt es darauf an, dass Eltern und Jugendliche Absprachen treffen.

Ab welchem Alter darf man Alkohol und Energy Drinks trinken?

unter 14 14 bis 16 16 bis 18 über 18
Bier verboten nur im Beisein eines Erziehungsberechtigten erlaubt erlaubt
Wein/Sekt verboten nur im Beisein eines Erziehungsberechtigten erlaubt erlaubt
Mixgetränke mit Wein oder Bier verboten nur im Beisein eines Erziehungsberechtigten erlaubt erlaubt
Mixgetränke mit Spirituosen verboten verboten verboten erlaubt
Spirituosen verboten verboten verboten erlaubt
Energydrinks erlaubt erlaubt erlaubt erlaubt

Das Gesetz regelt den Konsum von Alkohol und gibt vor, ab welchem Alter und wie lange sich Jugendliche in Discos, Spielhallen und Gaststätten aufhalten dürfen. Bei Verstößen gegen das Jugendschutzgesetz, beispielsweise wenn an Jugendliche unter 16 Jahren Alkohol ausgeschenkt wird, drohen Gewerbetreibenden und Veranstaltern Bußgelder.

Eine Regelung für den Konsum von Energydrinks ist aktuell nicht in Aussicht. In manchen anderen Ländern verkaufen einige Discounter die Wachmacher nicht mehr an Kinder und Jugendliche unter 16 beziehungsweise unter 18 Jahren. Organisationen wie Foodwatch oder die Gesellschaft der Europäischen Kinderkardiologen sprechen sich auch in Deutschland für eine Regelung aus, die eine Altersbeschränkung für den Konsum von Energydrinks vorsieht.

Ab wann dürfen Jugendliche rauchen?

Für unter 18-Jährige gilt ein Rauchverbot. Das Jugendschutzgesetz regelt zudem, dass Tabakwaren und nikotinhaltige Erzeugnisse nicht an Kinder und Jugendliche abgegeben werden dürfen.

Wie lange dürfen Minderjährige arbeiten?

 Demnach dürfen Kinder bis zu einem Alter von 13 Jahren überhaupt nicht arbeiten, und auch ältere Jugendliche nur unter bestimmten Voraussetzungen.

Schüler ab 13 Jahren dürfen ihr Taschengeld durch leichte Arbeiten aufbessern – Zeitungen austragen oder Babysitten zum Beispiel. Während der Schulzeit dürfen Kinder und Jugendliche maximal zwei Stunden pro Tag und nur zwischen 8 Uhr morgens und 18 Uhr Geld verdienen.

Schüler ab 15 Jahren können dagegen bis zu vier Wochen im Jahr, also 20 Arbeitstage zu jeweils acht Stunden, einem Ferienjob nachgehen.

Welche Altersgrenzen gelten für Tattoos und Piercings?

Derzeit gibt es für Tätowierungen und Piercings in Deutschland keine gesetzliche Altersgrenze. Das liegt daran, dass man nicht genau sagen kann, ab welchem Alter ein Jugendlicher die Folgen der “mutwilligen Körperverletzung” abschätzen kann.

Auch die verbreitete Praxis, Jugendliche ab einem bestimmten Alter zu tätowieren, wenn sie eine Einwilligungserklärung der Eltern vorlegen oder von ihnen begleitet werden, hat keine sichere rechtliche Grundlage.

Was sagt das Gesetz zum Thema Sexualität?

Wenn der Sohn die erste Freundin hat, oder die Tochter mit Freund losziehen will, dann schrillen bei Eltern die Alarmglocken. Kein Wunder, denn eine unerwünschte Schwangerschaft im Teenie-Alter ist für viele Familien eine Horrorvorstellung.

Im Jugendschutzgesetz selbst ist nichts zum Thema Sex geregelt.  Wenn zum Beispiel ein 13-jähriges Mädchen mit ihrem 14-jährigen Freund intim wird, könnten die Eltern des Mädchens theoretisch Strafanzeige erstatten.

Wann dürfen Jugendliche einen Führerschein machen?

Ab wann Jugendliche welchen Führerschein machen dürfen, regelt die Fahrerlaubnisverordnung, nicht das Jugendschutzgesetz.  Mit 15 Jahren dürfen Jugendliche ein Mofa oder einen Roller fahren, mit 16 Jahren bestimmte Motorräder. Einen Führerschein fürs Auto gibt es bereits ab 17 Jahren (begleitetes Fahren).

Verwendete Quellen:

  • Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz: Jugendschutz aktiv
  • Bundesministerium für Familie, Frauen und Jugend: “Jugendschutz – verständlich erklärt”
  • Jugendschutzgesetz (JuSchG)
  • Jugendarbeitsschutzgesetz (ArbSchG)
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Schlaganfall bei Kindern: Das sind Ursachen und Symptome

Auch Kinder und Jugendliche können einen Schlaganfall bekommen. Jährlich werden etwa 300 Fälle in Deutschland registriert – das scheint zwar wenig, doch Experten vermuten, dass die Dunkelziffer deutlich höher liegt, weil ein Schlaganfall bei Kindern oft nicht erkannt wird. Umso wichtiger ist es, die Warnsignale zu kennen, sonst kann es zu Spätfolgen kommen.

Eric traf es mit elf Jahren auf dem Fußballplatz. Der siebenjährige Marc erhielt die Diagnose, nachdem die Ärzte drei Tage nach der Ursache seiner heftigen Kopfschmerzen gesucht hatten. Emma und Max erlitten schon im Mutterleib einen Schlaganfall. 

Oft haben die Kinder ihr ganzes Leben unter den Folgen zu leiden. “Die frühzeitige Erkennung von Schlaganfällen bei Kindern ist von großer Bedeutung, um Einschränkungen in der motorischen und geistigen Entwicklung soweit wie möglich zu verhindern”, betont Hans-Jürgen Nentwich vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte.

Symptome: Das sind die Warnzeichen für einen Schlaganfall

Ein  wird durch Durchblutungsstörungen im Gehirn ausgelöst. Ursache dafür ist entweder eine Verstopfung der Blutgefäße oder eine Hirnblutung. Wenn das Gehirn in Folge dessen nicht ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt wird, fallen wichtige Funktionen schlagartig aus und Zellen sterben ab.

Anzeichen für einen Schlaganfall können Lähmungen, Schwäche oder Zuckungen bei einer Körperhälfte sein. Auch starke Kopfschmerzen, eventuell mit Erbrechen, eine undeutliche Sprache oder Schluckbeschwerden sind Warnsignale. Außerdem sollten Eltern alarmiert sein, wenn Kinder über Sehstörungen, wie Doppelbilder oder verschwommene Sicht, klagen oder ihr Gang unsicher wirkt.

Schlaganfall bei Kindern: Sehstörungen, einseitige Lähmungen und Zuckungen sind Warnsignale. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)Sehstörungen, einseitige Lähmungen und Zuckungen können bei Kindern auf einen Schlaganfall hindeuten.

Schlaganfall während der Geburt

Ein Drittel aller registrierten Schlaganfälle bei Kindern tritt während der Geburt auf, ausgelöst durch den Geburtsstress. Tückisch ist, dass solche Schlaganfälle oft erst spät diagnostiziert werden, weil die  erst nach mehreren Monaten Symptome entwickeln. Den Eltern fällt dann zum Beispiel auf, dass das Kind eine Hand nicht beziehungsweise weniger zum Greifen einsetzt oder beim Krabbeln eine Seite weniger benutzt als die andere.

Risikofaktoren: Welche Kinder besonders gefährdet sind

Während bei Erwachsenen vor allem Faktoren, wie Bluthochdruck, Übergewicht, Diabetes mellitus, erhöhte Blutfettwerte, Rauchen und übermäßiger Alkoholkonsum, das Risiko für einen Schlaganfall erhöhen, müssten bei Kindern mehrere Faktoren zusammenkommen, sagt der Neurologe Matthias Spranger aus Bremen. Dazu gehören genetisch bedingte Blutgerinnungsstörungen, Herzfehler oder Verengungen der Gefäße (Arteriosklerose). Kinder mit Krebs haben ebenfalls ein erhöhtes Risiko. Weitere Risikofaktoren sind:

  • Infektionen: Gefährdet sind Kinder, die gerade eine Infektion überstanden haben. So ereigne sich ein Schlaganfall bei Vorschulkindern häufig infolge eines Infekts, vor allem mit Windpocken, erklärt Kinderarzt Netwich. In Ländern ohne routinemäßige Windpockenimpfung ließen sich bis zu einem Drittel aller Schlaganfälle im Kindesalter auf diese Virusinfektion zurückführen.
  • Pubertät: Auch zu Beginn der Pubertät ist die Gefahr eines Schlaganfalls nach Angaben des “Fördervereins Schlaganfall und Thrombosen im Kindesalter” groß. Das hängt mit der Hormonumstellung zusammen, aber auch mit dem Rauchen und der Einnahme der Antibabypille.
  • Gefäßverletzungen: Ein weiterer Risikofaktor sind Gefäßverletzungen, die bei insbesondere bei Jugendlichen beim Sport passieren können. Auch durch ruckartige Halsbewegungen in rasanten Fahrgeschäften auf Volksfesten kann unter Umständen die Halsschlagader reißen.

Folgen: Auswirkungen eines Schlaganfalls bei Kindern

Ein Schlaganfall bei Kindern ist häufig zunächst nicht lebensbedrohlich. Im Unterschied zu Erwachsenen würden Kinder nach einem Schlaganfall schneller wieder gesund. Die neurologischen Ausfälle könne das kindliche Gehirn gut ausgleichen, legt eine Langzeitstudie der Universität Münster, die bundesweite Daten von Schlaganfällen bei Kindern sammelt. Der Grund: Das kindliche Gehirn ist in gewisser Hinsicht “flexibler”. So können die Aufgaben von geschädigten Bereichen des Gehirns von anderen Hirnarealen übernommen werden. Dies gilt jedenfalls bei Schlaganfällen bei jungen Kindern bis zum Jugendalter von etwa 14 Jahren. Im Pubertätsalter nehmen die Möglichkeiten der Kompensation durch andere Hirnregionen dann deutlich ab.

Es gibt allerdings auch Hinweise, dass ein unerkannter Schlaganfall bei Kindern eine bleibende Narbe im Gehirn hinterlässt, die im weiteren Lebenslauf zu schwerwiegenden Problemen führen kann. In der Schule können Gedächtnis-, Aufmerksamkeits- und Lernstörungen auftreten, die wiederum komplexe psychosoziale Probleme verursachen. Das zeigt sich in Verhaltensstörungen, Depressionen, Angst und Aggressionen. “Die Folgen eines Schlaganfalls zeigen sich oft erst viele Jahre später”, sagt der Schlaganfallexperte Spranger. Wichtig sei deshalb, betroffene Kinder langfristig zu fördern.

Zudem gilt grundsätzlich: Bleibt ein Hirninfarkt unerkannt und wird er entsprechend nicht behandelt, besteht ein erhöhtes Risiko von weiteren und folgenreicheren Hirninfarkten, die in der Folge tödlich sein können. Sollten Sie bei Ihrem Kind beschriebene Auffälligkeiten feststellen, ist umgehend ein Arzt zu konsultieren. Je schneller die Symptome gedeutet werden, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit für bleibende Hirnschäden.

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Experte: Schulen sind auf dem Holzweg

Wie steht es um die Bildung unserer Schüler? Die Politik versucht nicht zuletzt mit Reformen, Schüler schnell schlau zu machen. Vorsicht, mahnen Experten. Richtige Bildung habe viel mit Entschleunigung zu tun.

Ein schlechtes Zeugnis stellt der österreichische Philosoph, Autor und Bildungsexperte Konrad Paul Liessmann den Bildungspolitikern in Deutschland und Österreich aus. In den Schulen dominiere der Glaube an den Erwerb von Kompetenzen, egal, an welchen Texten, Aufgaben und Theorien diese geübt würden, sagt der 64-Jährige der Deutschen Presse-Agentur. Für ihn ein Irrweg. “Die effizienz- und kompetenzorientierte Schule hindert junge Menschen, die nötige Fantasie und Kreativität zu entwickeln.”

Deutsche Presseagentur: Die deutschen Schüler sind laut Pisa-Studie recht gut in “Teamarbeit”. Teilen Sie die Freude?

Konrad Paul Liessmann: Ich stehe Pisa-Studien prinzipiell skeptisch gegenüber. Darüber hinaus glaube ich, dass Teamarbeit wenig mit Bildung zu tun hat und überschätzt wird. Zudem wurde diese Kompetenz nicht in realen Situationen, sondern in Computersimulationen getestet. Das ist ein sehr zeitgeistiger Ansatz. Bildung ist eine Sache von Einzelnen und auch von Einsamen.

Was ist Bildung?

Die Bildung des Menschen beinhaltet Formung, Entfaltung, Orientierung, Selbstgestaltung und das Gewinnen einer auch ästhetischen Urteilskraft. Bildung lässt sich nicht reduzieren auf den Erwerb von Wissen, aber auch nicht auf den Erwerb von Kompetenzen. Bildung meint immer, wie kann ein Mensch seine Haltung, seinen Charakter, seine Fähigkeiten zu einer Mündigkeit entwickeln. Bildung kennt also letztlich keine definierbaren Ziele, sondern ist ein offener Prozess.

Was hat die Bildungspolitik in Österreich und Deutschland mit Bildung zu tun?

Gar nichts. Es geht ihr nicht mehr um die Bildung des Menschen, sondern es geht ihr um das Schulen und Testen von einzelnen Fähigkeiten. Es geht ihr nicht mehr, und da wage ich eine Trendwende zu prognostizieren, um die Inhalte der Bildung. In den Lehrplänen geht es um den Erwerb der Lesekompetenz, aber dabei wird völlig ausgeklammert, was gelesen wird. Dabei sind Inhalte entscheidend. Denn nur diese berühren Menschen. Kompetenzen lassen kalt.

Sind die Lehrer die neuen Coaches fürs Leben?

Ich würde Lehrer davor warnen, ihr Selbstverständnis in dieser neuen Form des Coachings und der Begleitung der Schüler zu sehen. Lehrer sollen Lehrer sein. Pädagogen müssen das Gefühl haben, dass sie etwas Wichtiges weitergeben wollen, gerne mit persönlicher Färbung und persönlichem Stil. Der gute Deutschlehrer begnügt sich nicht damit, Leseprozesse zu coachen, sondern ist von der Notwendigkeit überzeugt, Kafka, Thomas Mann oder Peter Handke zu lesen.

Die Lehrer leiden Ihrer Ansicht nach unter einer selbst auferlegten “Zerknirschungsstrategie”. Was meinen Sie damit?

Das ist eine neue Mode in der Lehreraus- und fortbildung: Ständige Selbstreflexion und Selbstrechenschaft, ständige Selbstüberprüfung von eigenen Defiziten und dem Nicht-Erreichen von Zielen. Das Selbst-Monitoring ist eine Variante der pietistischen Selbstbeobachtung. Natürlich braucht man kritische Distanz zu sich und seiner Tätigkeit. Aber wir müssen weg von diesem Phantasma permanenter Kontrollierbarkeit und der permanenten Vergleichstest. Das schafft nur unglückliche Lehrer und damit unglückliche Schüler.

Was haben Bildung und Muße miteinander zu tun?

In der Antike wusste man, dass Bildungsprozesse keine Arbeitsprozesse sind. Muße bedeutet, dass ich mich mit Dingen um ihrer selbst willen befassen kann und nicht ständig darauf schielen muss: Erreiche ich damit ein Ziel, löse ich damit ein Problem? Nur Freiräume befördern die Bildung. Effizienz allein bedeutet keinen Fortschritt. Gerade heute wäre nichts so sehr nötig wie Fantasie. Die effizienz- und kompetenzorientierte Schule hindert junge Menschen, die nötige Fantasie und Kreativität zu entwickeln.

Kann man einfach das Ruder herumreißen?

Das ist keine unmögliche Aufgabe. Man kann natürlich Zeitordnungen und Lehrpläne an Schulen und Universitäten anders gestalten. Man kann aus den Bildungssystemen den dramatischen Druck nehmen. Wir sind die reichste Gesellschaft aller Zeiten mit der höchsten Lebenserwartung aller Zeiten – wir können problemlos 40 bis 45 Jahre arbeiten und hätten noch viel Zeit für Bildungsprozesse mit Muße. Ich sehe keinen Grund für den Zeitdruck im Bildungssystem.

Wo mangelt es auffallend an Bildung?

In den sozialen Netzwerken. Dort herrscht Bildungsmangel schon durch den Mangel an Kinderstube und Selbstbeherrschung. Viele wissen nicht, wie man argumentiert, wie man unterscheidet zwischen Argumenten einer Sache gegenüber und unzulässigen Argumenten einer Person gegenüber. Dabei wäre eine profunde Diskussion mit auch scharfer Kritik hilfreich. Ich sehe eine Paradoxie. Wir machen Bildungseinrichtungen zu schmerzfreien Räumen, wo nichts mehr gedacht werden darf, was jemand als anstößig empfinden könnte. Dieser Hyper-Empfindlichkeit steht gleichzeitig eine Vulgarisierung der Öffentlichkeit gegenüber. Beides ist das Gegenteil von Bildung.

Welche Rolle spielen Intellektuelle in Zeiten der “Political Correctness”?

Intellektuelle tendieren dazu, das Volk zu bevormunden. Diese Gefahr muss man sehen. Die einfachste Art, sich mit den Positionen des Anderen nicht auseinanderzusetzen, ist, ihn zu pathologisieren wie bei der Flüchtlingsfrage. Da wurden Skeptiker zu Kranken erklärt: Islamophobie. Wenn Erwachsene Angst haben, Anstoß zu erregen, führt das zu einer Verkümmerung des Sprech- und Denkvermögens. Es muss aber auch klar sein: Niemand ist verpflichtet, sich mit anderen unter seinem Niveau auseinanderzusetzen. Ich muss mich wirklich nicht mit den primitivsten Vorurteilen und Hassorgien befassen.

Was erwarten Sie vom EU-Bildungsgipfel 2018?

Es wäre eine schöne Bildungsinitiative, einen Kanon von 20 bis 25 Schlüsselwerken europäischer Literatur von der griechischen Antike bis zu James Joyce zu empfehlen. Diese Bücher waren und sind doch die Grundlage für die kulturelle Identität Europas. Meine Prognose ist, dazu wird es nicht kommen. Es wird wieder nur um Standardisierung gehen, darum wie man Kompetenzen noch präziser evaluieren kann, noch effizienter die Arbeitsmärkte bedienen kann und den Internet-Konzernen im Bildungsbereich noch mehr Spielwiesen verschaffen kann.

Zur Person:
Der 64-Jährige lehrt an der Universität Wien, ist Autor vieler Publikationen und befasst sich seit langem intensiv mit der Bildungspolitik. Zuletzt erschien sein Buch “Bildung als Provokation”. Der Rennradfahrer ist Kritiker des Autoverkehrs und Karl-May-Fan.

Quelle:
– Nachrichtenagentur dpa, Matthias Röder

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Kinderärzte lehnen Sandwesten für Grundschüler ab

Seit einigen Wochen wird darüber diskutiert, ob schwere Sandwesten unkonzentrierte Schüler im Unterricht beruhigen können. Jetzt äußert sich der Verband der Kinderärzte.

Kinderärzte lehnen den Einsatz von sogenannten Sandwesten bei Grundschülern ab. Der therapeutische Nutzen der Sandwesten bei zappeligen und unkonzentrierten Schülern sei bisher nicht belegt, erklärt Josef Kahl, Sprecher des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte. Zudem warnt er davor, unruhige Kinder dadurch “als Störenfriede oder gar als ADHS-Patienten zu stigmatisieren”.

Sandwesten sollen zappelige Kinder beruhigen

Im Dezember 2017 hatten Medienberichte über den Einsatz von Sandwesten an Grund- und Förderschulen für Wirbel gesorgt. Die Westen wiegen bis zu sechs Kilo und sollen zappelige und unkonzentrierte Grundschüler im Unterricht beruhigen.

Sandwesten seien “kein Ersatz” für eine Therapie einer sogenannten Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS), erklärt Kahl. “Unruhige, unkonzentrierte Kinder brauchen eine gründliche Abklärung, jedoch nicht durch die Lehrerin.”

Bis zu fünf Prozent haben ADHS

Etwa drei bis fünf Prozent eines Jahrgangs sind dem Experten zufolge ADHS-Patienten, die eine Therapie brauchen. Die vielen anderen Kinder, die sich nicht konzentrieren können oder den Unterricht stören, hätten Kahl zufolge meist einfach nicht gelernt, sich den Erfordernissen des Unterrichts anzupassen und eine bestimmte Zeit still zu sitzen. 

In vielen Schulen seien aber auch die Klassen zu groß, die Räume zu eng und überforderte Lehrer berücksichtigten die individuellen Bedürfnisse der Kinder nicht ausreichend.

“Unruhige Kinder als krank ‘auszusortieren’ und ihnen die Sandweste überzuziehen, löst diese Probleme nicht”, warnt der Ärzteverband. Sinnvoller wäre es, die Kinder besser zu fördern, kleinere Klassen einzurichten und mehr Bewegung in den Unterricht zu integrieren.

Quelle:
dpa

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Sexuelle Spannungen verwirren Väter von Teenagertöchtern

Missbrauch rückt immer mehr in den Blick der Öffentlichkeit. Wir sind alarmiert und achten auf Anzeichen. Aber vor allem Männer sind auch verunsichert. Wie viel Zärtlichkeit ist eigentlich erlaubt mit dem eigenen Kind? Wie geht man damit um, wenn die Tochter zur Frau wird? Und welche natürliche Rolle spielt die Erotik in der Vater-Tochter-Beziehung?

Papas kleine Prinzessin

Papa ist der Mann, den sie später mal heiraten will. Sie schmiegt sich an ihn, sitzt auf seinem Schoß, himmelt ihn an … und plötzlich ist alles anders. Das Mädchen ist kein Mädchen mehr, sondern wird zur Frau. Viele Männer sind jetzt verwirrt, wissen nicht, was sie denken und fühlen dürfen, wie sie sich verhalten sollen – und möchten auf keinen Fall in irgendwelche unberechtigten Verdachtsmomente geraten. “Dabei ist der Vater für das positive Selbstbild eines Mädchens sehr wichtig. Er ist der personifizierte männliche Blick, die männliche Rückmeldung”, erklärt der Diplompsychologe Andreas Engel. Vor allem Töchter in der Pubertät brauchen ihre Väter zur Orientierung, sie brauchen aber auch eine gewisse Distanz.

Gemeinsames Baden in der Wanne ist unangebracht, das ist jedem klar. Aber wie viel und was ist erlaubt? Darf die zwölfjährige Tochter sich noch auf dem Schoß des Vaters räkeln oder muss sie liebevoll in Schranken gewiesen werden? Darf der Vater mit der Tochter Unterwäsche kaufen gehen? Wie soll er reagieren, wenn er sie beim Umarmen aus Versehen an der Brust angefasst hat? Darf man(n) hingucken, Veränderungen feststellen?

Wo früher Vertrautheit war, ist plötzlich Scham

Die Verwandlung vom Mädchen zur Frau führt nicht nur beim Kind zu Verunsicherung. Auch die Erwachsenen sind verunsichert. Schwierig für die Mutter, die durch das Erwachsenwerden der Tochter in einen Generationenkonflikt gerät. Schwierig für den Vater, der in seiner eigenen Jugend die aufblühenden Mädchen um sich herum spannend und sexy fand und nur schwer akzeptieren kann, dass seine eigene Tochter nun Teil der erotischen Fantasien anderer sein könnte. “Aber es liegt in der Natur der Sache, dass ein junger Mensch erotische Signale aussendet”, so der Erziehungsberater.

“Kompliziert wird es, wenn unbewusste Besitzansprüche entstehen. Denn die Tochter gehört nicht dem Vater, sondern sich selbst.” Schwierig aber auch für das Mädchen, das sich zu Beginn der Pubertät der Ausstrahlung ihres sich verändernden Körpers vielleicht gar nicht bewusst ist und sich durch die plötzliche Distanz des Vaters zurückgestoßen fühlt.

Mit den eigenen Emotionen im Reinen sein

Durch den Vater erlebt ein Mädchen die erste männliche Zuneigung und sein Verhalten, zum Beispiel auch gegenüber der Mutter oder anderen Frauen, prägt ihr Männerbild. Und kann, das hat der berühmte Väterforscher Wassilios E. Fthenakis herausgefunden, unter anderem vor Drogen und Essstörungen schützen. Väter dürfen ihre Töchter also auch über das zwölfte Lebensjahr hinaus vergöttern, wenn die Bedürfnisse des Mädchens an Distanz und Eigenständigkeit nicht verdrängt werden.

Aber ein Vater ist nur dann fähig, seine Tochter bei der Bewältigung ihrer Konflikte zu unterstützen, wenn er mit sich und seinen Emotionen im Reinen ist. “Unsere Wahrnehmung ist immer subjektiv geprägt von bewussten und unbewussten Wünschen und Motiven – manch ein Vater sieht gar nicht, dass seine Tochter zur Frau wird, weil er es nicht sehen will. Umso überraschter ist er dann, wenn sie anfängt, sich für Jungs zu interessieren oder die Blicke anderer Männer auf sich zieht.” 

Patchwork erschwert die Situation

Dass die eigene kleine Tochter zur Frau wird, ist eine schleichende Entwicklung. Väter sollten ihre Töchter dabei so wahrnehmen, wie sie sind, sich für sie und ihre Probleme interessieren, sich Zeit nehmen – wenn eine gute Bindung besteht, dann bleibt man mit dem Kind auch in dieser Phase in Kontakt und ist offen für das, was sich entwickelt. “Ich war überrascht, dass ich dann doch so gut loslassen konnte”, erinnert sich Uwe. Seine Tochter ist inzwischen 17 und natürlich hat er wahrgenommen, dass sie zur Frau wird. “Das geht ja nicht von heute auf morgen, aber irgendwann wollte sie auch gar nicht mehr, dass ich sie ins Bett bringe oder wir gemeinsam im Bad sind. Und wenn ich es selbst mal nicht gemerkt habe, dann hat ihre Mutter mich schon darauf hingewiesen”, schmunzelt der 48-Jährige.

Schwieriger haben es da Patchworkfamilien. Sie hatten nicht die Möglichkeit, hineinzuwachsen, werden oft mehr oder weniger von heute auf morgen zusammengewürfelt. In vielen Foren beklagen Frauen, dass sie das Verhältnis ihrer neuen Partner zu deren Töchtern befremdlich finden. Fragen sich, ob das Mädchen sie eifersüchtig machen möchte, etwas beim Papa sucht, was es bei einem Freund noch nicht findet, ob es ihm nur schmeichelt oder ihn auch erregt oder ob alles normal ist und sie überreagieren. Auch getrennte Frauen, deren Ex-Männer ihre Töchter nur noch selten sehen, haben oft Bedenken, ob die Väter die natürlichen Grenzen der Intimsphäre überhaupt erkennen. “Ich-Botschaften sind da der Königsweg”, rät Andreas Engel. “Ohne Vorwurf über die eigene Wahrnehmung sprechen kann helfen, die Situation zu entzerren.”

Inzest: der Ursprung aller Tabus

Kein Mann möchte in irgendeiner Weise mit sexuellen Absichten zu jungen Mädchen in Verbindung gebracht werden. Und hat sie ja im Normalfall auch nicht. Trotzdem erhalten bisher völlig selbstverständliche Zärtlichkeiten eine neue Qualität. Das zur Frau werdende Mädchen und ihr weiblicher Körper bringen sexuelle Dimensionen ins Spiel, die unter ein Tabu fallen und über die man am liebsten nicht einmal nachdenken möchte. “Der Inzest gehört quer durch alle Gesellschaften zu den größten Tabus, er ist sozusagen der Ursprung aller Tabus. Gleichzeitig ist aber auch ein Vater nicht blind. Er sollte sich daher damit auseinandersetzen, dass aufkommende Fantasien in gewisser Weise normal sind, aber eben nicht ausgelebt werden dürfen”, so der Psychologe. Um schwierige Situationen zu meiden, könnte jetzt der richtige Zeitpunkt für einen Morgenmantel und einen Schlüssel zum Bad sein – denn Intimsphäre und der Respekt derselben gehören zum Erwachsenwerden dazu.

Nicht hinter flapsigen Bemerkungen verstecken

Vorsichtig sein sollten Erwachsene auch mit flapsigen Bemerkungen, mit denen sie peinliche Situationen vermeintlich optimal überspielen. “Ich kann es nicht ausstehen, wenn mein Vater mich mit so einem doofen Grinsen fragt, wozu ich denn einen BH brauchen würde, da wäre ja nichts, was man da rein tun könnte”, ärgert sich die vierzehnjährige Fenja. Die psychologische Erklärung für so ein Verhalten: “Hinter solchen Bemerkungen verstecken sich Unsicherheit und Hilflosigkeit, die auf diese Weise in eine Überlegenheit umgewandelt werden. Erotische Fantasien werden so unbewusst gebannt und richten sich gegen die Tochter. Die sich dann sozusagen stellvertretend schämt.”

Grenzen setzen – bei Tochter und Sohn

Das Problem besteht natürlich nicht nur bei Mädchen. Aber wer denkt sich schon etwas dabei, wenn ein Junge mit seiner Mutter intensiv kuschelt, wenn er bei Albträumen in ihr Bett kriecht? Intensiver Körperkontakt, bei dem ein Mann längst einen schrägen Blick abbekommen würde, gilt bei Müttern als ganz normal. Aber auch hier gibt es Grenzen. In einer Forenunterhaltung bringt AnnKathrin die Lösung auf den Punkt: “Mein Sohn darf mich knuddeln und streicheln und abknutschen, aber wenn ich spüre, dass er an mir Sexualität üben will, blocke ich, so freundlich wie möglich, ab. Das muss er wegstecken können, denn er muss lernen, dass ich nicht das Objekt seiner Begierde sein kann.” Genau wie die Tochter lernen muss, dass Papa sie nie heiraten wird.

Verwendete Quellen:

  • Eigene Recherchen

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Unisef: Digitalisierung verschärft Ungleichheit bei Kindern

Das Internet bietet Kindern weltweit Chancen, zu lernen und sich zu informieren. Allerdings sind Millionen Kinder davon ausgeschlossen, warnt Unicef.

Das UN-Kinderhilfswerk Unicef hat vor den Gefahren der Digitalisierung insbesondere für benachteiligte Kinder gewarnt. Regierungen und Wirtschaft hätten mit den Auswirkungen des technologischen Wandels nicht mitgehalten, heißt es im Unicef-Jahresbericht. “Hierdurch entstehen neue Risiken für Kinder und die Gefahr, dass Millionen benachteiligter Kinder noch weiter zurückgelassen werden.”

Zwar hebt der Bericht ausdrücklich den Nutzen digitaler Technologien hervor, den diese für die am stärksten benachteiligten Kinder haben können. Mädchen und Jungen, die in Armut, in entlegenen Regionen der Entwicklungsländer oder in Krisengebieten aufwachsen, könnten hierdurch Chancen für Lernen und Bildung bekommen. Millionen Kinder und Jugendliche auf der Welt profitierten jedoch nicht davon.

346 Millionen Heranwachsende in den Entwicklungs- und Schwellenländern – insbesondere in Afrika – seien von der digitalen Welt ausgeschlossen. Es gebe eine “digitale Kluft” beim Zugang und der Art und Weise, das Internet zu nutzen, welche eine “Informationsarmut” besonders bei benachteiligten jungen Menschen verfestige.

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Wird der Numerus Clausus in Medizin abgeschafft?

Das Bundesverfassungsgericht verkündet am Dienstag sein von vielen Studierenden mit Spannung erwartetes Urteil zur Regelung der Studienplatzvergabe im Fach Medizin. Das könnte das Ende des Numerus Clausus für dieses Fach bedeuten.

Weil es seit Jahren immer mehr Bewerber als Studienplätze gibt, gilt für das Medizinstudium ein sogenannter Numerus Clausus (NC) mit strengen Zulassungsbeschränkungen. Diese beruhen auf der Abiturnote und Wartezeiten sowie jeweils unterschiedlichen Auswahlverfahren der Hochschulen.

Bei der mündlichen Verhandlung Anfang Oktober stellten die Karlsruher Richter überaus kritische Fragen zum Auswahlverfahren. Das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen hatte das höchste deutsche Gericht mit der Frage konfrontiert, ob die Auswahl von Bewerbern für das Medizinstudium noch “nach sachgerechten Kriterien” erfolgt. Diese Kriterien hatte Karlsruhe in NC-Urteilen in den 1970er Jahren gefordert.

62.000 Bewerber auf knapp 11.000 Studienplätze

Das in erster Instanz bundesweit für die zentrale Studienplatzvergabe in Human-, Zahn- und Tiermedizin sowie Pharmakologie zuständige Gelsenkirchener Gericht ist der Auffassung, dass mit durchschnittlichen Abiturnoten – wie in den Ausgangsfällen von 2,0 und 2,6 – auch nach einer “angemessenen Wartezeit” ein Medizinstudium möglich sein muss.

Aktuell rangeln im Fach Humanmedizin 62.000 Bewerber um knapp 11.000 Studienplätze. Davon werden 20 Prozent zentral über die Abiturnote vergeben, 20 Prozent über Wartezeiten und 60 Prozent über höchst unterschiedliche Kriterien der Hochschulen selbst. Ob sich die Hochschulen bei der Vergabe der Plätze nach ihren jeweils eigenen Kriterien auf ihre im Grundgesetz verbürgte Wissenschaftsfreiheit berufen können oder ob das Grundrecht der Studierenden auf Berufsfreiheit Vorrang hat, ist eine der Kernfragen des anstehenden Urteils.

Sehr unterschiedliche Auswahlkriterien an den Universitäten

Der Vizepräsident des Gerichts, Ferdinand Kirchhof, sprach mit Blick auf die höchst unterschiedlichen Standards der Universitäten von einem “Weizenfeld der Auswahlkriterien”. Gut möglich, dass die Verfassungshüter mit Verweis auf die Grundrechte dieses Feld für mehr Chancengleichheit lichten und vom Gesetzgeber etwa ein bundeseinheitlich geltendes, transparentes Testverfahren zur Eignung für ein Medizinstudium einfordern werden.

Dies könnte auch für die Wartezeitregelung als Noten-Korrektiv bei der Studienplatzvergabe gelten. Das aktuelle Problem hier: Studierende ohne einen Einserschnitt müssen derzeit bis zu siebeneinhalb Jahre auf eine Studienplatz warten – also länger als die Regelstudienzeit von zwölf Semestern, die als denkbare Obergrenze in Karlsruhe angesprochen wurde.

Der Kampf um die Studienplätze bleibt

Aber selbst wenn die Verfassungshüter nun klarere Auswahlkriterien einfordern sollten, am Kampf der Vielen um die wenigen Studienplätze wird das nichts ändern. Die Standesvertretung der Ärzte, der Marburger Bund, fordert deshalb zehn Prozent mehr Studienplätze. Doch dagegen wehren sich die Länder. Ihre Ausgaben je Student beliefen sich 2014 laut Statistischem Bundesamt auf rund 33.000 Euro, Tendenz steigend. Damit ist die Humanmedizin im Vergleich mit anderen Fächern am teuersten.

Der dieses Jahr von der Bundesregierung und den Ländern beschlossene “Masterplan Medizinstudium 2020” sieht zwar eine “Weiterentwicklung” der Zulassungskriterien vor und will “soziale und kommunikative Kompetenzen” der Bewerber stärker gewichten. Mehr Studienplätze wurden aber nicht vereinbart.

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Schule schickt Mädchen zum Schminken, Jungs in Baumarkt

Geschlechterklischees sind offenbar auch im Jahr 2017 in Australien noch weit verbreitet: An einer Schule sind kürzlich Mädchen zum Schminken und Jungen in den Baumarkt geschickt worden. Ein Vater hat darauf mit einem humorvollen Brief reagiert.

Es klingt nicht so ganz, als wäre es im 21. Jahrhundert passiert: An einer Schule in Australien sollen Kinder streng den Geschlechtern nach in Schulaktivitäten eingeteilt worden sein. Die Mädchen sollten in die Bücherei gehen und ihre Haare machen und sich schminken. Die Jungen hingegen wurden in den Baumarkt geschickt. So schildert es Stephen Callaghan, der Vater einer Schülerin der sechsten Klasse der Schule, in einem Brief an den Schulleiter.

Schulaktivitäten nur für Mädchen und nur für Jungen?

In diesem wundert er sich über den Vorfall: “Als Ruby [seine Tochter] gestern zur Schule losging, war es 2017. Nachmittags kam sie aus dem Jahr 1968 wieder.” Er schildert den Vorfall an der Schule und bittet den Schulleiter darum, nachzusehen, ob irgendwo im Schulgebäude eine Zeitmaschine versteckt ist. Er freue sich, wenn seine Tochter und die anderen Mädchen wieder in dieses Jahrtausend zurückgebracht würden – in ein Jahrtausend, “in dem Schulaktivitäten nicht streng nach Geschlechtern unterteilt werden”.

Seinen Brief veröffentlichte Stephen Callaghan auf dem Kurznachrichtendienst Twitter. Er wurde über 3000 Male retweetet und erhielt fast 9000 Likes.

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Kindliche Sexualität: Den eigenen Körper “begreifen”

Prinzipiell sind wir ja offen. Völlig entspannt, was den Umgang mit dem eigenen Körper und Sexualität angeht. Wenn aber Sohnemann in aller Öffentlichkeit die Hand in die Hose steckt oder die kleine Tochter sich schon leicht schwitzend auf dem Bussitz hin- und herschiebt, dann ist es mit der Coolness schnell vorbei.

Für Kinder sind die Geschlechtsteile ein Körperteil wie jeder andere

Der Mensch ist ein sinnliches Wesen. Schon zu Beginn des Lebens erfahren wir unsere Umwelt durch unseren Körper. Im Mutterleib und auch danach: Wir werden gestillt, wir rollen und robben, wir spüren und spüren nach, werden gekitzelt, gestreichelt und geküsst und erfahren die Welt um uns herum, indem wir alles in den Mund nehmen und im wahrsten Sinne des Wortes zu begreifen versuchen. Das gilt für unsere Füße genauso wie für unsere Geschlechtsteile.

Infantile Sexualität bestimmt das spätere Körperbewusstsein

Meine Nase, meine Arme, meine Zehen und das da unten – unsere Gesellschaft ist in punkto natürlichem Umgang mit Geschlechtsteilen und Sexualität ziemlich zwiegespalten. Wir wissen, dass die Berührung der eigenen Genitalien etwas völlig Natürliches ist – auch und gerade bei einem Kind. Körpererfahrung gehört zur kindlichen Entwicklung von Körpergefühl und eines “Selbst-Bewusstseins” dazu.

Ob wir uns später selbst mögen, wie wir unsere eigene Sexualität erleben und ob wir sie als positiv empfinden, hängt stark auch mit den Erfahrungen von Körperlichkeit zusammen, die wir in der Kindheit machen dürfen. “Die Grenzen zwischen dem Bedürfnis nach körperlichem Kontakt und sexuellen Gefühlen ist fließend”, so Klaus Seifried vom Bundesverband Deutscher Psychologen. “Genau wie die Grenze zwischen Neugierde, Explorationsdrang, Erkundung der Umwelt und Erregung.”

Es kann peinlich werden

Das ist die eine Seite, die andere aber ist unser Schamgefühl: Die Familie hat Besuch, man sitzt gemeinsam zusammen und plötzlich können alle beobachten, wie sich die dreijährige Tochter mit Genuss an der Sofalehne reibt und mit leicht abwesendem Blick stöhnt. Eine Situation, in der die wenigsten Eltern gelassen bleiben können. Genauso wenig, wie wenn man von anderen Eltern oder Erziehern darauf angesprochen wird, dass diese es schon ein bisschen befremdlich fänden, dass der Sohnemann dauernd die Hand in der Hose habe und kräftig rubbele.

Barbara Langzeuner ist Leiterin eines Nürnberger Kindergartens und weiß, dass das Thema in unserer Gesellschaft missverstanden wird und Kinder daher Begleitung brauchen: “In der Öffentlichkeit nehme ich Kontakt zu dem Kind auf, nehme es zum Beispiel an die Hand und hole es so aus der Situation. Im geschützten Raum – wie im Kindergarten – schreite ich nicht ein. Aber ich behalte die Situation aus der Ferne im Auge und suche bei Bedarf das Gespräch.”

Kinder sind neugierig auf den eigenen Körper

Auch, wenn die Eltern bisweilen vor Scham im Boden versinken möchten: Ihre Kinder denken sich gar nichts dabei, wenn sie sich gezielt an Kitzler oder Penis reiben. Gerade in den ersten Lebensjahren sind sie neugierig auf den eigenen Körper und wenn mit dem Sich-selbst-Streicheln schöne Gefühle verbunden sind, dann möchten sie das wiederholen. Dabei ist die Sexualität kleiner Kinder eine ganz andere als die von Teenagern oder Erwachsenen. Masturbieren, Onanieren, Selbstbefriedigung sind auf Lustgewinn ausgerichtet mit dem Ziel eines Orgasmus. Das Kind aber spielt einfach gedankenverloren an sich herum und genießt.

Kleinkinder unterscheiden nicht zwischen Zärtlichkeit, Sinnlichkeit und Sexualität. Für sie sind schöne Gefühle das Entscheidende. Wir Erwachsenen reagieren darauf irritiert, weil die Bilder, die wir dazu im Kopf haben, so gar nicht zu Kindern passen und auch nicht passen dürfen. Der Begriff Sexualität in Verbindung mit Kindern ist zu Recht ein Tabu. Das macht es zwar leichter, notwendige Grenzen einzuhalten, aber das macht Kinder nicht zu asexuellen Wesen. Und es macht es schwieriger, richtig mit kindlicher Sexualität umzugehen.

Liebevoll aber verantwortungsbewusst begleiten

Die richtige Unterstützung bei der psychosexuellen Entwicklung hängt stark ab von eigenen Erfahrungen, von eigenen Schamgrenzen und natürlich von der Individualität des Kindes. Bei manchen Kindern ist es gar kein Thema; andere können von der Selbstberührung nicht genug bekommen. Dann kann es entscheidend sein, wie die Umgebung reagiert, ob die Kinder in der Erkundung des eigenen Körpers bestärkt oder begrenzt werden, ob die damit verbundenen Gefühle toleriert werden oder ob es sofort “Pfuis” und “Igitts” regnet.

Dein Körper gehört dir, deine Gefühle sind wichtig…

Wenn Kinder sich selbst berühren, kann das nicht nur Langeweile vertreiben, sondern auch Spannungen abbauen. Daher kommt es auch relativ häufig in Situationen vor, in denen sie sich unsicher fühlen. Es ist nichts, wofür man sich als Mama oder Papa schämen oder das einen beunruhigen muss.

“Auf keinen Fall”, so Barbara Langzeuner, “sollte man schimpfen oder empört reagieren.” Denn das angeekelte Verhalten verwirrt das Kind und führt dazu, dass es ein schlechtes Gewissen bei etwas empfindet, das völlig natürlich ist. Das bestätigt auch der Psychologe: “Wenn Eltern negativ, empört oder angeekelt reagieren, sagt dies eher etwas aus über die Verdrängung oder Leugnung der eigenen sexuellen Bedürfnisse. Das Kind wird durch solche eine Reaktion in die Scham, in das Verstecken gedrängt.”

…aber nicht überall ist Raum dafür

Trotzdem ist es wichtig, dass das Kind von klein auf lernt, dass manches privat ist – das Kind ablenken ist in Momenten, in denen es peinlich werden kann, also völlig in Ordnung. Auch, weil es anderen unangenehm sein kann und es nun mal nicht üblich ist, an seinem Penis herumzuspielen oder den Rock zu heben und sich an der Scheide zu streicheln während andere dabei sind. Auch dann nicht, wenn es gerade so schön kitzelt.

Der bekannte dänische Familientherapeut Jesper Juul rät, dem Kind Folgendes zu sagen: “Es ist für mich in Ordnung, wenn du das zuhause machst, aber nicht in der Öffentlichkeit.” Und dazu gehört ein geschützter Raum, in den auch die Eltern nicht einfach reinplatzen. Kindgerecht erklären kann man das zum Beispiel, indem man mit Vergleichen arbeitet. Die Küche ist zum Kochen da, zum Waschen das Badezimmer und zum Spielen, auch mit sich selbst, das Kinderzimmer. Im Rahmen eines solchen Gespräches ist es wichtig, mit Themen wie Scham offen und kindgerecht umzugehen und freundlich, aber bestimmt klarzumachen, dass keine Gegenstände in irgendwelche Körperöffnungen gesteckt werden. Nicht in die Ohren, aber auch nicht in die Scheide. Nicht bei anderen und auch nicht bei sich selbst.

Die Vermittlung angemessener Sprache kann schützen

Die Geschlechtsteile gehören wie jeder andere Körperteil zum Ganzen. Gehen Eltern damit offen um und benennen sie, geben sie dem Kind auch Worte für den Fall eines Missbrauchs. Nicht unerheblich, wenn man bedenkt, dass jedes vierte Mädchen und jeder siebte Junge sexuellen Missbrauch erleben muss. Stark sexualisiertes Verhalten und ein nicht dem Alter angemessenes Verhalten können Alarmsignale dafür sein.

Klaus Seifried warnt aber zur Vorsicht bei der Interpretation: “Wenn Lehrkräfte oder Erzieher hier einen Verdacht haben, sollten sie sich von Experten, zum Beispiel einem Schulpsychologen, beraten lassen und den Fall besprechen, bevor sie das Kind oder die Eltern ansprechen.”

Scham ist ein Hüter der Grenzen

Kleine Kinder sind neugierig. Auf sich selbst, aber auch auf andere. Selbstbefriedigung gehört genauso zur gesunden psychosexuellen Entwicklung wie Doktorspiele. Und auch das Interesse für die Körper der Eltern oder Geschwister, die so ganz anders aussehen als der eigene. Scham kennen sie dabei vor dem vierten Lebensjahr nicht.

Wenn die Kinder also die Geschlechtsteile der anderen Familienmitglieder berühren wollen, ist es wichtig, genau auf das eigene Schamgefühl zu achten und ganz klar und ruhig zu sagen, was man nicht möchte. Das verstehen bereits die ganz Kleinen und lernen dabei wie von selbst, dass jeder das Recht hat, nein zu sagen.

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