Kategorie -Jugendliche

WHO-Jugendstudie zeigt Fakten zur Jugend in Deutschland

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat das Leben von Jugendlichen aus 42 Ländern betrachtet. Wir haben daraus die wichtigsten Fakten über 15-jährige Mädchen und Jungen in Deutschland herausgefiltert.

Insgesamt liegen die deutschen Jugendlichen bei Tabak- und Alkoholkonsum, Übergewicht und psychischen Belastungen wie Mobbing im Mittelfeld. Sie rauchen und trinken deutlich weniger als noch in den Vorjahren.

 (Quelle: Daten: WHO / Grafik: Ulrike Frey, t-online.de ) (Quelle: Daten: WHO / Grafik: Ulrike Frey, t-online.de )

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 (Quelle: Daten: WHO / Grafik: Ulrike Frey, t-online.de ) (Quelle: Daten: WHO / Grafik: Ulrike Frey, t-online.de )

Weniger Zeit für Freunde

Es gibt aber einige Ausreißer in der Statistik: So verbringen 13- und 15-jährige Deutsche nach der Schule weniger Zeit mit Freunden als Jugendliche in anderen Ländern. Bei den Mädchen finden nur 13 Prozent nachmittags Zeit für Freunde, bei den Jungen 16 beziehungsweise 18 Prozent.

Mit 15 hatte jeder fünfte schon Sex

Mit 15 Jahren hat schon etwa jeder fünfte Teenager in Deutschland den ersten Sex erlebt; etwas mehr Jungen (22 Prozent) als Mädchen (19 %). Bei der Verhütung sind deutsche Jugendliche gewissenhafter als Gleichaltrige in anderen europäischen Ländern und Nordamerika: 69 Prozent der Mädchen und 62 Prozent der Jungen gaben an, mit der Pille zu verhüten – so viele wie in keinem anderen Land der Studie. Kondome nutzen 67 Prozent der Mädchen und 72 Prozent der Jungen.

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In Bremen und Niedersachsen: Verfassungsschutz beobachtet AfD-Jugend


In Niedersachsen und Bremen nehmen Verfassungsschützer die Junge Alternative ins Visier: Die Landesverbände seien “Beobachtungsobjekt” des Geheimdiensts, heißt es. Der Bundesverband möchte die beiden Verbände nun auflösen.

Die Jugendorganisation der AfD in Bremen und in Niedersachsen wird vom jeweiligen Landesamt für Verfassungsschutz beobachtet. Der Landesverband der Jungen Alternative in der Hansestadt sei seit der vergangenen Woche “Beobachtungsobjekt” des Geheimdiensts, teilte die Bremer Innenbehörde mit.

Die Bremer Verfassungsschützer sehen offenbar genügend Verdachtsmomente, die auf verfassungsfeindliche Bestrebungen innerhalb der AfD-Jugendorganisation hindeuten. Die Bundesländer unterhalten jeweils eigene Verfassungsschutzbehörden, die sich eigenen Angaben zufolge als eine Art “Frühwarnsystem” der freiheitlichen demokratischen Grundordnung in Deutschland verstehen.

Auch Niedersachsen hat bekanntgegeben, dass sein Verfassungsschutz den AfD-Nachwuchs überwacht. Er habe in der vergangenen Woche entschieden, die Junge Alternative zu beobachten, sagte Innenminister Boris Pistorius. “Den entsprechenden Antrag habe ich heute früh unterschrieben.” Die Entscheidung habe nichts mit den Ereignissen in Chemnitz zu tun, sagte Pistorius. “Die Junge Alternative vertritt ein Weltbild, in dem Minderheiten wie Flüchtlinge oder Homosexuelle systematisch abgewertet und diffamiert werden”, begründete er den Schritt weiter. Eine strukturelle Nähe des niedersächsischen Jugendverbandes zum organisierten Rechtsextremismus sei unverkennbar. “Damit wird auch der Einsatz nachrichtendienstlicher Mittel möglich”, sagte der SPD-Politiker.

AfD-Jugend will über Auflösung abstimmen

Die Bundesspitze der AfD-Jugend will als Reaktion auf die Observierung durch den Verfassungsschutz seine Landesverbände in Niedersachsen und Bremen auflösen. Dies solle “zum Schutze der Gesamtorganisation” während eines außerordentlichen Bundeskongresses der Jugendorganisation der AfD beschlossen werden, teilte der Bundesvorsitzende Damian Lohr mit. Er nannte die Entscheidungen der Landesämter für Verfassungsschutz nicht nachvollziehbar.

“Weder einzelne Landesverbände der JA, noch die Junge Alternative als Ganzes sind verfassungsfeindliche Organisationen, die sich gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland einsetzen.” Lohr machte zudem seine eigene Zukunft davon abhängig, dass der Bundeskongress die Auflösung beschließt. Andernfalls trete er zurück.

Parteivizechef Kay Gottschalk sagte: “Rechtsradikale Tendenzen sind in keinster Weise in der JA, noch in der AfD, zu dulden und müssen im Keim erstickt werden.” Er fügte hinzu: “Sollte den Schiedsgerichten es nicht gelingen, solche Personen aus der JA zu entfernen, muss notfalls der JA der Status der offiziellen Jugendorganisation aberkannt werden.”

“Offen verfassungsfeindlich”

Angesichts der Nähe der AfD zur offen fremdenfeindlichen Pegida-Bewegung waren in den vergangenen Tagen wiederholt Stimmen laut geworden, die eine Beobachtung der “Alternative für Deutschland” (AfD) durch den Verfassungsschutz forderten. Nach dem gewaltsamen Tod eines 35-Jährigen hatte es in Chemnitz in den vergangenen Tagen mehrfach rechte Demonstrationen gegeben, zu denen auch die AfD aufgerufen hatte. Am Rande der Kundgebungen kam es auch zu gewaltsamen Ausschreitungen von Rechtsextremen. Am vergangenen Samstag schlossen sich AfD und die ausländerfeindliche Pegida-Bewegung zu einer Demo zusammen.

In der Politik wurden daraufhin die Rufe nach einer härteren Gangart gegenüber der AfD lauter, die für die Radikalisierung der Bevölkerung in Sachsen mitverantwortlich gemacht wird. “Teile der AfD agieren offen verfassungsfeindlich”, sagte etwa Bundesjustizministerin Katarina Barley dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Die SPD-Politikerin sprach sich für eine weitgehende Beobachtung der AfD durch den Verfassungsschutz aus. Bundesinnenminister Horst Seehofer erklärte, die Voraussetzungen für eine Beobachtung der Partei “als Ganzes” durch den Verfassungsschutz lägen derzeit nicht vor.

Bundeskanzlerin Angela Merkel sieht die Frage einer AfD-Beobachtung durch den Verfassungsschutz nicht in der Verantwortung der Politik. Die Verfassungsschutzbehörden in Bund und Ländern beobachteten die Lage und zögen Schlussfolgerungen. “Das sind also keine politischen Entscheidungen, sondern das sind Entscheidungen, die auf Tatsachen beruhen”, sagte sie in Meseberg nördlich von Berlin. Mit Blick auf die AfD sagte sie, aus einigen Ländern sei zu hören gewesen, dass es Beobachtungspunkte gebe. “So wird das auch auf der Bundesebene gehandhabt.” Vizekanzler Olaf Scholz von der SPD stimmte Merkel zu, betonte aber auch, klar sei nach den jüngsten Anlässen, dass aller Anlass bestehe, neu hinzuschauen und nachzudenken.

“Das ist absurd”

Die AfD-Führung selbst bezeichnete es als unverständlich, dass Politiker anderer Bundestagsparteien die Beobachtung der AfD durch den Verfassungsschutz fordern. “Das ist absurd, denn wir sind eine demokratische Partei, die für einen starken Rechtsstaat eintritt”, heißt es in einer Stellungnahme von fünf AfD-Spitzenpolitikern, die zu Wochenbeginn veröffentlicht wurde. Unterzeichnet ist die Erklärung unter anderem von den beiden Parteivorsitzenden Alexander Gauland und Jörg Meuthen.

Die beiden Spitzenpolitiker der AfD hatten am Wochenende nicht an einer umstrittenen Veranstaltung der AfD in Chemnitz teilgenommen, bei der im Rahmen eines Gedenkmarsches an die Tötung eines 35-jährigen Deutschen mit kubanischen Wurzeln mutmaßlich durch zwei junge Männer aus Syrien und dem Irak erinnert werden sollte. Die Parteispitze erklärte, bei den AfD-Veranstaltungen in der sächsischen Stadt habe es keine Gewalt gegeben.

Die Polizei vor Ort sprach dagegen von 18 Verletzten. Die “übergroße Mehrzahl der Teilnehmer” habe friedlich von ihrem Grundrecht auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit Gebrauch gemacht, lautete die Bilanz von Sachsens Innenminister Wöller. Um die rund 11.000 Anhänger der rechten Szene und Gegendemonstranten auseinanderzuhalten, sei allerdings ein erhebliches Polizeiaufgebot erforderlich gewesen. Aus dem ganzen Bundesgebiet waren demnach auch Teilnehmer in “unfriedlicher Absicht” angereist, wie Wöller betonte.

Vor diesem Hintergrund sprachen sich Politiker wie Bundestagsvizepräsident Thomas Oppermann oder CDU-Parteivize Thomas Strobl dafür aus, eine mögliche Kooperation zwischen der AfD und Rechtsradikalen vom Verfassungsschutz beobachten zu lassen. “Die Flüchtlingsfrage spaltet die Gesellschaft, und die AfD reitet immer radikaler auf dieser Welle”, sagte SPD-Politiker Oppermann. “Deshalb muss der Verfassungsschutz das arbeitsteilige Zusammenwirken von AfD und Neonazis sehr genau beobachten.”



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Härterer Kurs beim Alkohol gefordert

JugendschutzHärterer Kurs beim Alkohol gefordert

Jugendliche Testkäufer haben in Stuttgart reichlich Hochprozentiges bekommen Foto: AP

Stuttgart – Im Jugendhilfeausschuss hat am Montag Willi Pietsch, zuständig für gewaltspezifische Jugendkriminalität beim Polizeipräsidium Stuttgart, die Ergebnisse der Alkohol-Testkäufe vorgestellt. Seit April 2010 dürfen Behörden mit Segen des Landessozialministeriums Testkäufer einsetzen, um Verstöße gegen das Alkoholverkaufsverbot aufzuspüren.

Die Zahlen, die belegen, dass Verkäufer und der Ladenbetreiber häufig gegen diese Regel verstoßen, waren bereits durch die Medien bekanntgeworden. Jetzt fordert der Jugendhilfeausschuss Konsequenzen.

Da bei den Testkäufen auf dem Cannstatter Volksfest das Jugendschutzgesetz zu 100 Prozent nicht eingehalten wurde und die Stadt durch die Vermietung der städtischen Wasenfläche Verantwortung und Einfluss auf das dortige Geschehen hat, sieht man dringenden Handlungsbedarf.

Einstimmig wurde ein Antrag beschlossen, den der Jugendhilfeausschuss an das Referat Wirtschaft, Finanzen und Beteiligungen (WFB) weiterreichen wird, das für das Volksfest verantwortlich zeichnet. Darin wird der WFB aufgefordert, die Beschicker des Frühlingsfests schriftlich darauf aufmerksam zu machen, dass sie das Jugendschutzgesetz einzuhalten haben. Zudem soll der WFB prüfen, ob ein Verstoß dagegen vergaberechtliche Konsequenzen für die Beschicker haben könnte. “Wir müssen schärfer werden”, forderte der SPD-Stadtrat Andreas Reißig.

Von August bis Oktober 2010 waren in der Landeshauptstadt die sogenannten jugendlichen Lockvögel unterwegs, die in Begleitung von Polizei und Ordnungsamt das Cannstatter Volksfest überprüft haben. Fünf Festzelte und vier Außenbetriebe wurden an einem Tag aufgesucht – und in allen Fällen kamen 17-Jährige problemlos auch an hochprozentigen Alkohol. Bei den 18 überprüften Supermärkten, Tankstellen und Kiosken im Stadtgebiet liegt die Quote der Beanstandungen bei 44,4 Prozent. Zusammen mit den Zahlen vom Volksfest liegen die Testergebnisse in Stuttgart also bei 61 Prozent – und sind somit deutlich schlechter als die in anderen Landkreisen.

Willi Pietsch vom Polizeipräsidium Stuttgart betont, dass die Polizei zusammen mit dem Ordnungsamt und der Gewerbebehörde auch weiterhin Testkäufe machen werde. Er ging dabei auf den Vorschlag aus dem Jugendhilfeausschuss ein, dass es sinnvoll sei, nicht nur – wie bisher – bereits auffällig gewordene Geschäfte aufzusuchen. “Wir werden bei der nächsten Runde auch alle anderen Geschäfte in Betracht ziehen”, sagt Pietsch.

Auch wolle man den Läden am Wochenende und zu Stoßzeiten einen Lockvogel-Besuch abstatten – bisher fanden die Testkäufe nur von Montag bis Mittwoch und zwischen 16 und 20 Uhr statt.

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Endlich 18! Was verändert sich mit der Volljährigkeit?

Freiheit, du kannst kommen! Dieses Gefühl der Unabhängigkeit ersehnen Jugendliche am meisten, wenn ihr 18. Geburtstag naht. Doch die vermeintlich “große Freiheit” ist auch mit Verpflichtungen verbunden. Wir erklären, was sich nach dem 18. Geburtstag ändert und was auch die Eltern volljähriger Kinder wissen sollten.

Mit der Volljährigkeit, so der § 2 des Bürgerlichen Gesetzbuches, verlassen Jugendliche den geschützten Raum der Kindheit und werden von einem Tag auf den anderen in die Welt der Erwachsenen katapultiert. Der einstige Teenager ist nun für sein Handeln voll verantwortlich, denn die Eltern sind nicht mehr länger die gesetzlichen Vertreter. Alle rechtlichen Beschränkungen, die für Minderjährige gegolten haben, entfallen jetzt. Dies hat in vielerlei Hinsicht Konsequenzen und birgt auch Risiken.

18 ist für Stella eine magische Zahl. Bald wird die 17-jährige Gymnasiastin volljährig und sie fiebert auf diesen Tag hin. Mit Freunden plant sie ein rauschendes Fest, um den Abschied von der Kindheit gebührend zu feiern. “Das wird cool, schwärmt Stella, endlich kann ich ausgehen, solange ich will, muss nicht mehr fragen und auch bei den Türstehern vor den angesagten Clubs muss ich nicht mehr bangen, ob sie mich nach meinem Perso fragen. Und ich kann endlich ohne einen Aufpasser auf dem Beifahrersitz Auto fahren.”

Dass mit der Volljährigkeit vor allem rosige Zeiten anbrechen, ist für die meisten Jugendlichen selbstverständlich – Zweifel sind ausgeschlossen. Auch Stellas Klassenkamerad Jan blickt dem großen Tag mit freudiger Spannung entgegen: “Dann kann ich alles selbst bestimmen und muss mit meinen Eltern nicht mehr bei jedem kleinsten Anlass stundenlang rumdiskutieren. Und das Abgefahrenste ist: Ich kann jetzt endlich meine Klassenarbeiten selbst unterschreiben, genauso wie die Entschuldigungen.”

Offizielle Abnabelung von den Eltern

Bei den Eltern mit dem neu erworbenen Status “Erziehungsberechtigte a.D.” wird die Volljährigkeit ihrer “flüggen Küken” oftmals weniger euphorisch gesehen. Denn mit dieser aus rechtlicher Perspektive offiziellen Abnabelung nach 18 Jahren Kindheit geht bei Müttern und Vätern allzu oft auch ein Gefühl der Wehmut einher. Aber auch Ängste und Sorgen spielen eine große Rolle. Welche Eltern von erwachsenen Kindern erinnern sich nicht mehr an die unruhigen Nächte, wenn ihre Sprösslinge mit dem Familienauto unterwegs waren und Vater und Mutter erst entspannt einschlafen konnten, wenn sie am frühen Morgen das vertraute Geräusch des Hausschlüssels in der Tür hörten und sicher sein konnten, dass ihr erwachsener Nachwuchs wieder heil zuhause angekommen war.

Vom unmündigen Kind zum mündigen Bürger

Doch neben der “Lizenz zum unbegrenzten Nachtschwärmen” ist mit dem Eintritt in das Erwachsenenleben auch Vieles verbunden, das weniger mit Gaudi und Freizeit zu tun hat. Volljährigkeit ist nämlich zu allererst eine Veränderung des rechtlichen Status: vom unmündigen Kind zum mündigen Bürger, der für sein Handeln selbst verantwortlich ist und dafür auch haftet. Deshalb ist es wichtig, sich frühzeitig zu informieren. Diese wichtigen Neuerungen sollten nicht nur Jugendliche vor ihrem 18. Geburtstag kennen, sondern auch ihre Eltern.

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Jugendliche leben gerne hier

Wohlfühloase StuttgartJugendliche leben gerne hier

Jugendliche fühlen sich wohl in Stuttgart: Nicht nur im Sommer und nicht nur auf dem Schlossplatz. Foto: dpa

Stuttgart – Jung, lebenswert, liebenswert: Mit diesen Schlagworten können die Marketing-Strategen der Stadt werben. 86 Prozent der Jugendlichen im Alter zwischen 15 und 21 leben gerne in Stuttgart. Aus dem Blickwinkel dieser großen Mehrheit einer Umfrage bietet die Stadt insgesamt eine hohe Lebensqualität und gute Zukunftschancen.

Was macht den Wert einer Stadt aus? Die Frage stellen immer wieder hochmögende Menschen: Städteplaner, Architekten, Politiker. Auch die Stadt Stuttgart beschäftigt sich natürlich damit – und befragt dazu alle zwei Jahre regelmäßig ihre volljährigen Bürger. Das ist nicht gerade neu und wird keinen besonders überraschen. Ganz neu ist dagegen der Ansatz, mehr über die Lebenswirklichkeit und die Wünsche von Jugendlichen wissen zu wollen. Mit großer Neugierde forschte die Stadt jetzt bei Bürgern im Alter zwischen 15 und 21 Jahren nach deren Ansichten zum Thema Lebensqualität in Stuttgart. Und die Ergebnisse einer Internet-Umfrage unter 4391 Jugendlichen überraschen Bürgermeister Martin Schairer. Denn sie zeigen auch, dass das herrschende Verständnis oder gar Vorurteile über diese Generation entweder falsch oder überholt sind. “Das ist sehr bemerkenswert”, sagte Schairer und schürzte die Lippen, “die Jugend ist doch nicht so schlecht, wie man sie immer macht.”

Es wird schnell klar, an welche Klischees Schairer denkt. Die Liste der Etiketten, die man Jugendlichen gerne anhaftet, ist ebenso lang wie breit gefächert: Null-Bock-Generation, Spaßgesellschaft, Ich-AGs oder gewinnorientierte Start-up-Gesellschaft. All das wird von einer einzigen Zahl widerlegt: 77 Prozent der Jugendlichen zwischen 15 und 21 Jahren sind in einem Verein, einem Jugendverband, einer Initiative oder einem Projekt aktiv.

 

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Lars Eidinger als Bertolt Brecht: “Man darf nicht auf seinen Hype reinfallen”


Er gilt vielen als bester Schauspieler des Landes – wohl auch, weil er es einfach selbst behauptet hat. Shakespeares Hamlet setzte er die Krone verkehrt herum auf, dann war da noch diese Geschichte mit der Wurst. Doch Lars Eidinger ist schon lange nicht mehr nur der Star des deutschen Theaters, sondern auch ein besonders gefragter Filmdarsteller. Gerade ist er als Bertolt Brecht in “Mackie Messer – Brechts Dreigroschenfilm” zu sehen. n-tv.de erzählt er, wieso er Skrupel hatte, die Rolle überhaupt anzunehmen, was ihn an dem berühmten Theatermacher beeindruckt und wie er selbst mit seinem Image umgeht.

n-tv.de: Brecht ist Pflichtlektüre. Hatten Sie Ihre erste Begegnung mit seinem Werk auch in der Schule?

Lars Eidinger: Ja, ich habe damals tatsächlich Arturo Ui in “Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui” gespielt.

Genau. Wir hatten in der Schule Darstellendes Spiel. Ich habe am Ende auch eine Zensur bekommen, die ins Abitur eingeflossen ist.

Und wie wurden Sie benotet?

Während des Schauspielstudiums hat Brecht sicher auch eine Rolle gespielt?

Am Ende des Studiums hat Angelica Domröse bei uns eine Studioinszenierung gemacht. Kennen Sie die? Sie war in den 70er- und 80er-Jahren ein Star in der DDR. Es gibt diesen Film mit ihr und Winfried Glatzeder: “Die Legende von Paul und Paula”. Der ist echt super. Jedenfalls hat Angelica Domröse bei uns “Happy End” von Dorothy Lane inszeniert. Es läuft unter “Dorothy Lane”, ist aber eigentlich ein Brecht-Stück. (Mittlerweile gilt Elisabeth Hauptmann als Autorin, Brecht hatte das Projekt an sie übergeben. Er selbst steuerte die Texte zu Kurt Weills Liedern bei; Anm. d. Red.) Da habe ich mitgespielt zusammen mit Nina Hoss, Devid Striesow und Mark Waschke.

Sie hatten also schon Brecht-Stücke gespielt. Mit welchen Gefühlen sind Sie die Rolle des berühmten Theatermachers selbst angegangen?

Das war nicht so, dass ich sofort gedacht habe: Den muss ich spielen! Ich hatte erst einmal Skrupel. Brecht ist ein echter Held von mir. Ich orientiere mich an ihm. Das wollte ich mir nicht kaputt machen, indem ich mir anmaße, Brecht zu spielen und es gelingt mir dann nicht. Was mir dann geholfen hat, war Brechts Lehre selbst: Es ging mir weniger darum, ihn zu imitieren, sondern darum, ihn zu interpretieren.

Ich habe Kollegen, die können super andere Leute nachmachen. Ich kann das nicht. Brecht hat ja aber gerade gesagt: “Zeigt, dass ihr zeigt.” Er wollte das Prozesshafte der Schauspielerei ausstellen. Es ging mir also nicht um die perfekte Illusion, ich musste nicht zu Brecht werden. Viel interessanter ist es doch vielleicht umgekehrt, einem Schauspieler dabei zuzusehen, wie er Brecht spielt.

Jetzt spricht Ihr Brecht nur in Zitaten.

Eidingers Brecht spricht in Zitaten.

Teilweise sind es Zitate aus mitnotierten Gesprächssituationen wie Interviews. Das war dann nicht so schwer. Aber teilweise entstammen die Zitate auch Brechts schriftlich verfasster Lehre. Das sind komplexe Gedanken. Da ist es natürlich schwierig, die als Schauspieler so zu verkaufen, als würden sie sich in dem Moment entspinnen. Beim Film sagt man, man hört das Drehbuch rascheln, wenn man das Gefühl hat, da sagt einer einfach nur Text auf. Aber bei diesem speziellen Film ist das vielleicht gar nicht so schlimm. Brecht wollte den Zuschauer gerade nicht einlullen. Er sollte stattdessen analytisch auf das Gezeigte schauen. Deswegen hat er gesagt: “Glotzt nicht so romantisch!”. Ich musste die Illusion also gar nicht bedienen. Selbst wenn ich den Text einfach aufgesagt hätte: Der Inhalt wäre auch so transportiert worden.

“Es setzt sich nur so viel Wahrheit durch, wie wir durchsetzen” oder “Die Widersprüche sind die Hoffnung”. Das sind Zitate aus dem Film, die in Erinnerung bleiben, auch weil sie sich so aktuell anfühlen. Aber sind sie auch wahr?

“Die Widersprüche sind die Hoffnung” ist auf jeden Fall mein absolutes Lieblingszitat von Brecht. Es ist wie der Schlüssel zu allem – zu Brechts Persönlichkeit genauso wie zum Mensch sein im Allgemeinen. Das menschliche Sein folgt keiner Logik und es ist auch nicht stimmig, sondern fehlerhaft. Brecht war bekanntermaßen Antikapitalist und Kommunist. Und er hat Werbung für eine große Autofirma gemacht. Das auszuhalten und zu sagen: Genau das macht den Menschen aus! Das imponiert mir. Der Widerspruch ist nicht das Ende eines Gedankens, sondern der Anfang.

Was beeindruckt Sie an Brecht am meisten?

Er hatte den Anspruch, freundlich zu sein. Wenn ich jetzt zu Ihnen sage: “Sie sind nett”, dann denken Sie sich: “Na toll.” Man will nicht nett sein. Nett ist mittlerweile fast negativ konnotiert. Man will lieber aufregend sein, provokant, rebellisch oder so was. Aber Brecht hat die Menschen geliebt. Er war kein Zyniker! Die Welt heute ist extrem zynisch und menschenverachtend geworden.

Freundlich sein klingt gut. Gar nicht so leicht, wenn die Zustände zuweilen so düster scheinen, oder?

Es ist schlimm, dass sich die Geschichte immer wiederholt. Die rechtsextremen Tendenzen sind erschreckend. Da denkt man schon manchmal, der Mensch lerne nicht dazu. Als wäre man verdammt dazu, die gleichen Fehler immer wieder zu machen. Ich laufe natürlich total Gefahr, zum Zyniker zu werden. Ich verliere teilweise wirklich den Glauben an die Menschheit. Ich empfinde einfach nur Wut und Verzweiflung. Aber so war Brecht eben nicht!

Halten Sie Brecht für unterschätzt?

Mit Brecht ist es ein bisschen wie mit Galilei. Der hat gesagt: Die Erde ist nicht das Zentrum des Universums, sie kreist um die Sonne. Für die Aussage wurde er bestraft und gefoltert. So war es bei Brecht auch: Der hat es eigentlich schon gewusst und wir haben es überhört. Deswegen lohnt es, sich heute mit seinem Werk auseinanderzusetzen. Bei Brechts Kunst geht es um Freiheit. Die haben die Nationalsozialisten durch ihre Propaganda und ihre Vorschriften, wie Kunst dargeboten werden muss, zerstört. Die wenigsten wissen, welchen Einfluss die Lehren des Propagandaministeriums noch heute haben. Goebbels diktiert viel mehr, wie wir Filme machen, als Brecht.

Zu Beginn Ihrer Kino-Karriere haben Sie immer sehr selbstbewusst von Ihrem Talent als Schauspieler gesprochen. Jetzt sind Sie wohl so populär wie nie zuvor. Bestätigt Sie das in Ihrer Selbstsicherheit?

Weil ich gesagt habe: “Ich bin der größte Schauspieler der Welt!”? Ich habe das damals ja nur gemacht, um zu thematisieren, dass man als Schauspieler immer zweifelt – oder als Mensch. Das hört auch nicht auf. Es wäre vermutlich schrecklich, wenn die Zweifel auf einmal weg wären. Im Grunde sind sie es ja, die einen antreiben. Ich habe natürlich nie gedacht, dass ich der größte Schauspieler der Welt bin. Aber ich habe gedacht, ich könne es ja einfach mal behaupten. Wenn einer sagt, er könne fünf Meter hoch springen, muss er das unter Beweis stellen. Bei meiner Arbeit ist es schwierig, Kriterien der Messbarkeit zu finden.

Was ist mit positiven Kritiken? Fans?

Ich fühle mich in gewisser Weise geschmeichelt, befriedigt und auch bestätigt durch das Feedback. Aber es ist ja nicht so, dass mich alle toll finden. Es gibt auch viele Leute, die mich nicht mögen. Man muss lernen, mit Prominenz umzugehen. Je populärer man ist, desto schärfer wird auch das Bild, das die Leute von einem haben. Das existiert losgelöst von der eigenen Persönlichkeit. Die Zeitungen schreiben: Der ist ein Egozentriker und eine Rampensau. Eben hat mich eine Journalistin einen Sexgott genannt … Man darf nicht den Fehler machen, auf seinen eigenen Hype reinzufallen und zu seinem eigenen Klischee zu verkommen. Ich kann mit meinem Image leben, aber es entspricht mir nicht.

Sie haben kürzlich in einem Interview gesagt, Sie würden sich oft mit Zwanzigjährigen identifizieren. Warum denn das?

Ich würde mal behaupten, dass das nicht nur mein Problem ist. Irgendwann beginnt man auszublenden, dass der Körper zerfällt. Man sieht sich weiter so wie früher einmal und bleibt irgendwie bei einem gewissen Alter stehen. Es gibt doch diesen Laden, Forever21. Als ich neulich daran vorbeigelaufen bin, habe ich gedacht: Eigentlich wollen alle für immer 21 bleiben. Da bin ich ja nicht alleine mit, oder?

Mit Lars Eidinger sprach Anna Meinecke

“Mackie Messer – Brechts Dreigroschenfilm” läuft derzeit im Kino.



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Abi-Krawalle: Sind G8-Schüler bei Reifeprüfung zu unreif?

Sind das die Folgen von G8? Sind Abiturienten wegen der Schulzeitverkürzung zu jung und zu unreif? Oder sind dies die Auswüchse von “Wohlstandsverwahrlosung”? Nach der Abitur-Randale in Köln hat die Ursachenforschung begonnen. Manche Experten machen es sich dabei allerdings zu leicht.

Bis zu 200 Schüler gingen aufeinander los, zwei wurden schwer verletzt – die Gewaltexzesse rund um das Kölner Humboldt-Gymnasium in der Nacht vom 14. auf den 15. März werfen einen Schatten auf den Abiturjahrgang 2016. Die Kölner Oberbürgermeisterin, Henriette Reker, bringt auf den Punkt, was viele denken: “Früher sprach man von einem “Reifezeugnis”, hier aber ist die Unreife offenkundig.”

Vermerk im Abizeugnis?

Der Vorsitzende des Philologenverbandes, Heinz-Peter Meidinger, empfiehlt härtere Strafandrohungen, wenn Schüler derart über die Stränge schlagen. “Die schlimmste Sanktion wäre ein Vermerk im Abiturzeugnis, dass es da gewisse Vorfälle in der Schullaufbahn gab.” Offen sei, ob eine solche Strafe vor Gerichten Bestand hätte.

Schüler wetteifern um die heftigste Abi-Party

Meidinger sieht generell einen “Niveauverlust” bei vielen Scherzen und sogenannten “Motto-Wochen” angehender Abiturienten. “Abi-Streiche gibt es ja seit den 70er Jahren, teilweise waren sie auch schon früher nicht immer freundlich”, sagt Meidinger. “Aber was jetzt passiert, ist etwas Anderes: Welche Schule toppt die andere, und zwar nicht bei Intelligenz oder Feinsinnigkeit des Abiturscherzes, sondern in der Heftigkeit.”

Folge von G8: unreif zur Reifeprüfung

Meidinger vermutet: “Vielleicht liegt es daran, dass die Schüler bei der Reifeprüfung zu jung sind. Dass G8-Schüler teilweise schon mit 17 ihr Abi machen, hat die persönliche Reife sicher nicht befördert.” 

Seit dem G8-Start vor rund 15 Jahren werden die Ergebnisse mit Spannung beobachtet. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hat ermittelt, dass die Reform das Durchschnittsalter der Abiturienten statistisch um 10,3 Monate reduziert hat. Bei einer Einschulung mit fünf Jahren ist ein Schüler – und das gar nicht so selten – beim Abitur erst 17, also noch nicht einmal volljährig.

Den Eindruck einer Gymnasiallehrerin, dass “in dieser Lebensphase ein Jahr eine ganze Welt bedeuten kann”, bestätigt der Bildungsforscher Marko Neumann. Allerdings lasse sich persönliche Reife kaum messen. “Es gibt natürlich die Klagen von Hochschullehrern, dass Abiturienten, die jetzt in die Hörsäle strömen, unreifer sind. Aber empirisch belastbar ist das nicht”, sagt der Abitur-Experte des Deutschen Instituts für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF).

Abi-Randale als Zeichen von “Wohlstandsverwahrlosung”?

Das Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit (IZA) untersuchte Daten von 2005 bis 2012 – mit dem Ergebnis, “dass G8 extrovertiertere, aber emotional weniger stabile Abiturienten hervorbringt”. DIPF-Experte Neumann warnt allerdings davor, daraus für Fälle wie Köln zu viel abzuleiten: “Es gibt doch auch gesamtgesellschaftliche Aspekte. Jugendliche wachsen heute anders auf als früher, auch so verändern sich Persönlichkeitsmerkmale. Es ist also schwierig, nun alles auf den Faktor Schulzeitverkürzung zurückzuführen.” Auch Kölns Oberbürgermeisterin Reker bringt den Begriff “Wohlstandsverwahrlosung” ins Spiel.

Schulstress ist keine Ausrede fürs Ausflippen

Hat denn der von Schülern und Eltern beklagte Stress durch eine verkürzte Gymnasialzeit tatsächlich zugenommen? Es gebe “klare Hinweise, dass sich größere Belastungen bei G8-Schülern zeigen”, sagt Neumann. Als Ausrede fürs Ausflippen bei der Abi-Feier sei der G8-Stress gleichwohl inakzeptabel. 

Nicht erst seit den Kölner Ausschreitungen wird über Sinn und Unsinn von Abi-Scherzen, “Mottowochen” und Saufgelage vor Abschlussprüfungen diskutiert. Die Bonner Kulturwissenschaftlerin Katrin Bauer sagt, dass Schulen die Abi-Gags in den vergangenen Jahren stärker reglementiert hätten, nicht zuletzt wegen Vorfällen mit Alkohol. Abiturienten müssten teilweise Verträge unterschreiben und würden für eventuelle Schäden haftbar gemacht. Teilweise seien Abi-Gags verboten oder abgesagt worden.

An anderen Gymnasien registrieren Schulleiter hingegen, dass viele Schüler wegen der anstrengenden Prüfungen zu erschöpft für Abi-Scherze waren. Bildungsforscher Neumann fände eine solche Entwicklung “ein Stück weit schade, weil es ja ein Teil der Schultradition ist. Man kann nur hoffen, dass bei künftigen Abi-Generationen für moderate, kreative Scherze noch genügend Kraft ist.” 

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Jugendliche begehen 36 Einbrüche

EsslingenJugendliche begehen 36 Einbrüche

 Foto: dpa (Symbolbild)

Esslingen – 15 Einbrüche in Kirchheim und 21 Einbrüche in Nürtingen seit Ende des vergangen Jahres sollen auf das Konto von neun polizeibekannten Jugendlichen gehen, die die Polizei jetzt ermittelt hat. Die Tatverdächtigen gingen zu zweit oder zu dritt in wechselseitiger Besetzung vor. Durch ihre brachiale Vorgehensweise richteten sie Sachschaden in Höhe von etwa 35.000 Euro an. Die Jugendlichen klauten hauptsächlich Bargeld. Der Gesamtwert ihrer Beute beläuft sich auf etwa 5000 Euro.

Wie die Polizei mitteilte, brachen am Montagabend drei Jugendliche in das Markthaus am Stadtplatz in Wernau ein. Einer der Tatverdächtigen verlor auf der Flucht seinen Geldbeutel. In derselben Nacht konnten das Trio im Autohof Kruichling in Kirchheim beim Verzocken der Beute an einem Geldspielautomaten festgenommen werden. Die drei mutmaßlichen Einbrecher im Alter von 16 und 19 Jahren stammen aus Kirchheim. Weitere Recherchen führten die ermittelnden Beamten auf die Spur von sechs weiteren Jugendlichen im Alter von 14 bis 17 Jahren aus Nürtingen, die ebenfalls in Geschäfte in den beiden Städten eingebrochen waren.

Ein 16-Jähriger, der schon einmal in Haft saß, wurde erneut inhaftiert. Die Ermittlungen nach weiteren Tatverdächtigen dauern an.

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Kriminelle junge Flüchtlinge sollen in geschlossene Einrichtung

Bremen und Hamburg wollen straffällig gewordene junge Flüchtlinge künftig in einer neuen geschlossenen Einrichtung unterbringen. Diese soll bis Ende 2017 auf dem Gelände des ehemaligen Gefängnisses im Bremer Blockland entstehen. Beide Bundesländer sollen nach Plänen der Bremer Landesregierung jeweils 16 Plätze belegen. Die Einrichtung richte sich an Jugendliche, bei denen alle anderen Instrumente der Jugendhilfe versagten, sagte Sozialsenatorin Anja Stahmann (Grüne) am Dienstag. Dabei handelt es sich nach Angaben des Innenressorts um eine Gruppe von etwa 50 Migranten, die hauptsächlich aus den Maghreb-Staaten stammten. Ein Drittel aller von Jugendlichen in Bremen begangenen Straftaten gingen auf ihr Konto.

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Haftbefehl erlassen: 17-Jähriger soll Anschlag geplant haben


In Hessen wird gegen einen 17-jährigen Deutschen ermittelt, der einen islamistischen Anschlag geplant haben soll. Der Jugendliche hat offenbar den Bau einer Bombe mit hochexplosivem Sprengstoff vorbereitet. Er sitzt in Untersuchungshaft.

Weil er einen islamistisch motivierten Anschlag im Rhein-Main-Gebiet geplant und vorbereitet haben soll, ist ein 17-jähriger Deutscher aus dem hessischen Florstadt im Wetteraukreis festgenommen worden. In der Vernehmung durch den Haftrichter habe der Jugendliche die Pläne gestanden, teilte die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main heute mit. Ihm wird die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat mit hochexplosivem Sprengstoff vorgeworfen.

Der junge Mann soll sich laut Staatsanwaltschaft eine Anleitung zum Bau einer Bombe besorgt haben. Außerdem soll er versucht haben, über einen Internetversand Chemikalien für den Sprengstoff Triacetontriperoxid zu bestellen. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung fanden die Ermittler nach eigenen Angaben geringe Mengen von Bestandteilen, die zum Bau einer Bombe geeignet gewesen wären.

Den Hinweis auf den Jugendlichen bekamen die Ermittler vom Bundesamt für Verfassungsschutz. Die Festnahme erfolgte den Angaben zufolge bereits am 1. September. Am Folgetag wurde Haftbefehl erlassen. Seither sitzt der Jugendliche in Untersuchungshaft. Das hessische Landeskriminalamt übernahm die weiteren Ermittlungen.



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