Kategorie -Jugendliche

Mädchen in der Pubertät: Hilfe und Tipps

Mädchen in der Pubertät leiden häufig unter einem Rollenkonflikt: Sie schwanken zwischen den Bedürfnissen eines Kindes und denen einer erwachsenen Frau. Vielen Eltern fehlt das nötige Wissen, um ihrer Tochter Tipps zu geben, die bei der Bewältigung dieses Zwiespalts helfen.

So verändern sich Mädchen in der Pubertät

Bereits ab dem neunten Lebensjahr kann die weibliche Geschlechtsreife einsetzen. Körperlich verändern sich Mädchen in der Pubertät besonders deutlich: Die Menstruation setzt ein, Hüfte und Busen runden sich und die Behaarung an Achsel- und Schambereich nimmt zu. Mütter sollten Ihrer Tochter erklären, dass diese Entwicklungen ganz normal sind. Tipp: Begleiten Sie Ihre Tochter beim ersten Besuch beim Frauenarzt und beim BH-Kauf. So verlieren diese Erlebnisse an Schrecken. 

Parallel zur körperlichen Entwicklung wollen die meisten Mädchen in der Pubertät ausprobieren, wie sie auf andere wirken. Sie tragen weite Ausschnitte und kurze Röcke, frisieren sich die Haare und lackieren die Nägel. Diplom-Psychologin Elisabeth Raffauf erläutert gegenüber “sueddeutsche.de”, dass dies zum Erwachsenwerden dazugehört: “Sie sind gerade auf der Suche nach ihrer Identität.”

Vorbilder für die eigene Verwandlung vom Kind zur Frau seien Schauspielerinnen und Models, aber auch Mitschülerinnen, die von den Jungs umschwärmt werden. (Pubertierende Mädchen: Wenn der Körperkult gefährlich wird)

Tipps zum Umgang mit Konflikten

Mit Verboten von aufreizender Kleidung werden Eltern wenig erreichen. Schon bei abfälligen Kommentaren machen Mädchen in der Pubertät häufig dicht und sind dann nicht mehr für Hilfe und Tipps erreichbar. Tipp: Wenn Sie Ihrer Tochter ihre Wirkung auf fremde Männer und Lehrer sowie mögliche Konsequenzen verdeutlichen, kann sie Ihren Standpunkt besser nachvollziehen. So lassen sich Kompromisse finden. 

Generell gilt: Wenn Mädchen in der Pubertät sind, müssen Eltern Geduld beweisen. Meist häufen sich dann Auseinandersetzungen: “Die Pubertät ist eine Zeit voller Zwist und Reibung, und das ist auch wichtig”, wie Raffauf betont. So lernen Jugendliche in Diskussionen, Argumente sachlich vorzutragen und anzuhören, Positionen gegeneinander abzuwägen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln. Auf lange Sicht vermitteln Sie Ihrer Tochter zudem Sicherheit und Rückhalt. (Extremes Verhalten in der Pubertät: Normal oder Grund zur Sorge?)

Mädchen in der Pubertät ernst nehmen

Der wichtigste Tipp für Eltern von pubertierenden Mädchen ist, ihre Tochter ernst zu nehmen und Verständnis für ihre individuellen Sorgen und Ängste zu zeigen. Während äußerliche Veränderungen in vielen Situationen thematisiert werden, bleibt ein Austausch über psychische Reifungsprozesse, Sinnkrisen und Stimmungsschwankungen meist die Ausnahme. “Die Diskrepanz zwischen dem Kind-Sein und der körperlichen Entwicklung ist natürlich riesengroß. Ein Kind soll diese Phase ja auch genießen, wir müssen es auch weiterhin Kind sein lassen. Nur: Wir dürfen die Augen vor bestimmten Fragen eben nicht verschließen”, wie Diplom-Psychologe Michael Thiel gegenüber “Bild.de” erklärt. 

Dazu gehören Gespräche über Leben und Tod genauso wie über Liebe und Sex. Eltern sollten Mädchen in der Pubertät aber weder “aufklärende Gespräche” noch zu viel Nähe aufzwängen. Das erzeugt viel mehr Gegenwehr als Annäherung. (Erste sexuelle Erfahrungen der Kinder: Tipps für Eltern)

Sie können mehr von den Nachrichten auf lesen quelle

Jungen in der Pubertät: Wie Söhne erwachsen werden

Jungen in der Pubertät erleben körperliche und psychische Entwicklungen häufig als kräftezehrend und verwirrend. Sie haben das Gefühl, dass niemand die Probleme des Erwachsenwerdens versteht. Dabei können Eltern ihre Söhne am besten unterstützen, wenn sie ehrlich mitfühlen.

Jungen in der Pubertät suchen männliche Vorbilder

Genau wie bei Mädchen, setzt bei Jungen laut aktueller US-Studien, über die “Spiegel Online” berichtet, die Geschlechtsreife heutzutage deutlich früher ein als noch vor wenigen Jahrzehnten. Frühe Anzeichen des Erwachsenwerdens wie eine stärkere Körperbehaarung, Wachstumsschübe, Pickel oder der erste Samenerguss zeigen sich schon ab dem zehnten Lebensjahr. Beim Erwachsenwerden suchen junge Männer die Nähe des männlichen Vorbilds. Söhne orientieren sich häufig am eigenen Vater, an Männern aus dem Bekannten- oder Verwandtenkreis, aber auch an Filmhelden und Profisportlern.

Konflikt zwischen männlichem Idealbild und romantischer Liebe

Um erwachsen zu werden, müssen sie zunächst ihre eigene Identität finden und Rollen entwickeln. Zum einen wollen Jungen in der Pubertät dem männlichen Idealbild entsprechen, indem sie Stärke und Unabhängigkeit demonstrieren, zum anderen entwickeln sie in dieser Zeit auch Interesse am weiblichen Geschlecht. Tränen und Schwäche sollten daher von Eltern ebenso wenig negativ kommentiert oder gar belächelt werden wie Fragen zu Liebe und Sexualität. (Erste sexuelle Erfahrungen der Kinder: Tipps für Eltern)

Erwachsenwerden mit Hindernissen

Wenn sich Jungen in der Pubertät befinden, geraten sie mit ihren Eltern häufig aneinander. Sie wollen ihre Grenzen austesten, verhalten sich häufig launisch, unberechenbar und kämpferisch. Der Umgang mit den körperlichen Veränderungen wie Bartwuchs, Muskelaufbau oder dem Stimmbruch, den eigenen Gefühlen und Fremdwahrnehmungen, lässt Jungen in der Pubertät häufig verzweifeln.

Pubertierende Jungen neigen zu Rückzug oder Rebellion

Manche jungen Männer ziehen sich zurück, werden zu Einzelgängern oder entwickeln Depressionen. Andere suchen den Kick, rebellieren gegen Eltern, Lehrer und die Polizei. Beides ist häufig Ausdruck des täglichen Kampfes mit sich selbst. Da das männliche Gehirn zu einem späteren Zeitpunkt als das weibliche vollkommen ausgereift ist, reagieren Jungen in der Pubertät laut Familienberater Dr. Jan-Uwe Rogge vom Fachportal “elternwissen.com” häufig impulsiver und unkontrollierter als Mädchen. Auch zeigen sie eine höhere Risikobereitschaft und schwanken zwischen Zorn, Wut und Verzweiflung. Lassen Söhne ihre Aggressionen an Eltern und Geschwistern aus, kann dies das Familienleben nachhaltig beeinträchtigen. (Extremes Verhalten in der Pubertät: Normal oder Grund zur Sorge?)

Wie Eltern ihren Söhnen helfen können

Nahestehende Personen sollten Jungen in der Pubertät Schutz, Geborgenheit und Halt anbieten. Wenn junge Männer Ablehnung und Härte demonstrieren, sehnen sie sich häufig nach einem offenen Ohr und Verständnis. Nehmen Sie die individuellen Sorgen, Ängste und Nöte Ihres Kindes ernst. Versuchen Sie außerdem, eine gute Balance zwischen Festhalten und Loslassen sowie Kontrolle und Vertrauen zu finden. 

Feste Regeln bieten Orientierung

Im Zweifel müssen Eltern ihren Söhnen aber auch Grenzen aufzeigen. Kinder, die erwachsen werden, brauchen einen festen Orientierungsrahmen. Einmal aufgestellte Regeln sollten nicht wahllos aufgehoben oder eingeschränkt werden. Überzeugen Söhne durch sachliche Argumente und Kompromissbereitschaft, können Konsequenzen eines Regelverstoßes und Zeiten für das Computerspielen, Fernsehschauen oder Nachhausekommen neu verhandelt werden. (Ausgehzeiten: Ohne Konflikte geht es nicht)

Sie können mehr von den Nachrichten auf lesen quelle

Welche Ursachen führen zu Magersucht bei Jugendlichen?

Die Ursachen für Magersucht können individuell sehr unterschiedlich sein. Es kommen sowohl psychologische als auch gesellschaftlich sowie genetische Faktoren in Betracht. Und gerade weil die Ursachen so stark variieren, ist es schwierig, rechtzeitig zu erkennen, dass jugendliche Mädchen oder Jungen an einer Essstörung leiden.

Häufig betroffen: Jugendliche in der Pubertät

Besonders oft nimmt die Essstörung in der Pubertät ihren Anfang, weshalb Jugendliche überdurchschnittlich häufig betroffen sind. Psychologische Faktoren spielen in dieser Lebensphase als eine der Ursachen für Magersucht eine große Rolle. Wie die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) berichtet, versuchen manche Jugendliche mit ihrem Essverhalten sich gegen Eltern aufzulehnen, die ihnen kaum Entfaltungsspielraum lassen. Ebenfalls möglich ist es, dass Betroffene durch ihre Essstörung von anderen Schwierigkeiten ablenken wollen: Steht die Erkrankung für sie im Mittelpunkt, müssen andere Probleme vermeintlich nicht gelöst werden.

Ursachen für Magersucht: Geringes Selbstwertgefühl

Jugendliche sind häufig auch von den körperlichen sowie psychischen Veränderungen überfordert, die sie während der Pubertät erleben – was ebenfalls eine der möglichen Ursachen für Magersucht sein kann. Hinter dem folgenschweren Abnehmen kann der unbewusste Wunsch stehen, die eigene Kindergestalt zu erhalten. Auf diese Weise würden laut der BZgA auch sexuelle Wünsche und Misshandlungen abgewehrt, die andere Menschen auf die erkrankte Person projizieren. (Beugen Sie Essstörungen vor, indem Sie den Kids Komplimente machen)

Erwartungen sollen erfüllt werden

Model-Castings im Fernsehen, Frauen mit Traummaßen in der Werbung und mit Bildprogrammen schlank und makellos modellierte Menschen in Magazinen sind mit einer Erwartungshaltung verbunden, die Jugendliche gerne erfüllen wollen: Nur wer schlank und schön ist, hat in dieser Gesellschaft eine Chance, so die verbreitete Angst. Dabei haben betroffene Jugendliche häufig nicht einmal mit Übergewicht zu kämpfen. Trotzdem machen sie eine Diät, die sich nach und nach zu einer Essstörung ausweiten kann. Das Risiko, an Magersucht zu erkranken, steigt zusätzlich, wenn Mädchen oder Jungen einen Sport oder ein Hobby betreiben, bei dem ein geringes Körpergewicht von Bedeutung ist, wie beispielsweise Ballett, Turnen, Leichtathletik oder aber Model-Jobs.

Genetische und biologische Ursachen für Magersucht

Wie die “Apotheken Umschau” berichtet, können jedoch auch genetische Faktoren zu den Ursachen für Magersucht zählen: Untersuchungen haben demnach ergeben, dass das Risiko, an Magersucht zu erkranken, steigt, wenn Verwandte ebenfalls betroffen sind. Je enger der Verwandtschaftsgrad, desto höher das Risiko.

Zu den möglichen biologischen Ursachen für Magersucht können zusätzlich Störungen im Hormonhaushalt oder bei diversen Botenstoffen des Gehirns gehören. Sie steuern unter anderem das Hunger- und Sättigungsgefühl. Experten sind sich sicher, dass sie eine wichtige Rolle bei der Aufrechterhaltung von Magersucht spielen. Ihr Einfluss bei der Entstehung der Krankheit ist wahrscheinlich, aber noch nicht eindeutig geklärt.

Sie können mehr von den Nachrichten auf lesen quelle

So erkennen Sie eine Essstörung bei Jugendlichen

Eine Vielzahl von Jugendlichen leidet an Essstörungen. Betroffene sind meist Mädchen, doch auch immer mehr Jungen haben ein gestörtes Verhältnis zur Ernährung. Eine der Ursachen: Ein falsches Schönheitsideal. Wenn Sie bei Ihrem Kind die Symptome erkennen, sollten Sie zügig handeln.

Essstörungen bei Jugendlichen: Insbesondere bei Mädchen

In Deutschland sind Essstörungen unter Jugendlichen weit verbreitet, wie die Bundesregierung 2012 mitteilte. Die Anzeichen von Magersucht oder Essattacken lassen sich bei 21,9 Prozent der 11- bis 17-Jährigen erkennen – insbesondere jüngere Mädchen zeigen die Symptome. Gerade sie sind sehr kritisch mit ihrem Körper: Rund die Hälfte der Mädchen fühlt sich zu dick, bei den Jungen sind es nur etwas mehr als ein Fünftel. Auch wenn bei manchen von Ihnen das Körpergewicht tatsächlich zu hoch ist – zum Beispiel aufgrund biologischer oder familiärer Faktoren –, kann aber auch ein falsch vermitteltes Schönheitsideal die Ursache sein. (Welche Ursachen führen zu Magersucht bei Jugendlichen?)

Unterschiedliche Formen von Essstörungen

Es gibt mehrere Essstörungen, zu denen Ess-Brechsucht, Essattacken oder Magersucht zählen. Sie haben zum Teil unterschiedliche Anzeichen, doch ein häufiges Symptom haben sie gemein: “Bei Essstörungen kommt es oft vor, dass die Kinder plötzlich nicht mehr mitessen wollen”, sagt Andreas Schnebel, Vorsitzender des Bundes Fachverbands für Essstörungen in München, in einem Artikel der “Aachener Zeitung”. Um das gemeinsame Essen mit der Familie zu meiden, erfinden die Jugendliche Ausreden – etwa, dass sie schon in der Schule oder bei Freunden gegessen haben.

Frühzeitig die Symptome erkennen

Bei einer Magersucht ist es offensichtlich, dass ein geringes Körpergewicht ein Anzeichen für die Essstörung ist – damit einher gehen aber auch physische Symptome wie Hautprobleme, brüchige Fingernägel, Haarausfall und Muskelschwäche, an denen sich die Magersucht erkennen lässt. Bei Personen, die an Bulimie leiden, muss hingegen nicht das Körpergewicht ausschlaggebend sein. Sie halten ihr Gewicht oftmals dadurch, dass sie geradezu anfallartig größere Mengen an Essen zu sich nehmen und dieses kurz darauf erbrechen.

Allgemeine Anzeichen bei Jugendlichen sind aber auch etwa eine schlechte Konzentration oder ein Leistungsabfall beim Sport. Gerade hier lässt sich auch das Gespräch mit Jugendlichen ansetzen, wenn Sie das Gefühl haben, dass sie an einer Essstörung leiden. (Beugen Sie Essstörungen vor, indem Sie den Kids Komplimente machen)

Professionelle Hilfe in Anspruch nehmen

Wenn Sie in Ihrem Umfeld Personen haben, bei denen Sie die Anzeichen einer Essstörung erkennen, sollten Sie unbedingt handeln. Es ist weit verbreitet, dass die Betroffenen sich danach sehnen, dass jemand ihren Zustand bemerkt. Allerdings sollten Sie ihnen damit nicht vor den Kopf stoßen, sondern behutsam an das Thema herangehen, rät der Bayerische Rundfunk (BR). Ansonsten könnten die Betroffenen schnell abblocken oder aggressiv werden. Wichtig ist, dass nach der Einsicht auch professionelle Hilfe in Anspruch genommen wird.

Sie können mehr von den Nachrichten auf lesen quelle

Warum Streetworker eigentlich so wichtig sind

Streetworker sind für viele Jugendliche, die auf die schiefe Bahn geraten sind, eine wichtige Hilfe, um in ihrem Leben wieder Fuß zu fassen. Die Sozialpädagogen suchen die jungen Menschen in sozialen Brennpunkten auf, um ihnen verloren geglaubte Perspektiven aufzuzeigen und sie zu motivieren, sich selbst zu helfen.

Streetworker: Vertrauen aufbauen, um zu helfen

Zu den Aufgaben von Pädagogen, die auf der Straße arbeiten, gehört unter anderem die Betreuung von Jugendlichen. Diese befinden sich sehr häufig in Konfliktfeldern und haben den Anschluss etwa an das Familienleben oder die Schule verloren. Drogen- und Alkoholmissbrauch gehören für Streetworker ebenso zum Berufsalltag wie Gewalt, Armut und Hoffnungslosigkeit. Viele Jugendliche haben das Vertrauen in Familie, Gesellschaft, Institutionen und sich selbst verloren. Dieses Vertrauen wieder herzustellen gehört für Streetworker deshalb zu den wichtigsten Aufgaben. Denn nur, wenn Jugendliche ihnen dieses entgegenbringen, können Streetworker etwas bewegen.

Hilfe zur Selbsthilfe für Jugendliche

Die Schweigepflicht ist hierbei ein wesentlicher Faktor. Gerade bei Drogenmissbrauch handeln Jugendliche außerhalb des gesetzlichen Rahmens. In solchen Fällen würden Streetworker nur dann die Polizei einschalten, wenn andere Personen gefährdet sind. Stattdessen versuchen sie, in zahlreichen Beratungsgesprächen junge Menschen beispielsweise zu einem Entzug zu bewegen.

eltern.t-online.de: Drogen und Sucht – Kinderpsychiater schlagen Alarm

In anderen Fällen werden hingegen nicht die Eltern informiert, sondern stattdessen Hilfe zur Selbsthilfe angeboten. Beispielsweise dann, wenn Jugendliche von zu Hause ausgerissen sind und ihr Leben auf der Straße führen. Die Pädagogen versuchen dann, die Probleme, die zu dieser Situation geführt haben, zu verstehen und Lösungswege aufzuzeigen. Können oder wollen Jugendliche nicht in ihr Elternhaus zurückkehren, helfen Streetworker bei der Wohnungssuche sowie bei Behördengängen.

Wie man Streetworker wird

Um Streetworker zu werden, sollten Interessierte ein Studium in den Bereichen Soziale Arbeit oder Sozialpädagogik abschließen. Die Aussichten auf dem Arbeitsmarkt sehen derzeit ausgesprochen gut aus, weiß Ulrich Bartosch, Vorsitzender des Fachbereichstags Soziale Arbeit und Professor an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt: “So gut wie heute sah es lange nicht aus. Die meisten bekommen sogar etwas in ihrer Region”, verrät er gegenüber den Verantwortlichen des CHE Hochschulrankings 2012/13.

Wer nach seinem Studium als Streetworker arbeiten will, findet häufig in folgenden Einrichtungen einen Job: Kirchliche Verbände wie Caritas und Diakonie, Einrichtungen der freien Wohlfahrtspflege wie die Arbeiterwohlfahrt oder beim Deutschen Roten Kreuz sowie Non-Profit-Organisationen und Stiftungen.

Sie können mehr von den Nachrichten auf lesen quelle

Cybermobbing in Facebook & Co. – Jeder sechste Schüler betroffen

Diese Studie sollte Eltern und Lehrer aufrütteln: Jeder sechste Schüler in Deutschland ist schon einmal Opfer von Cybermobbing geworden. Schikane, Hetze und Beleidigung im Internet, vor allem über soziale Netzwerke, werden zunehmend zum Problem. Das geht aus einer umfangreichen Studie mit Angaben von bundesweit 9350 Schülern, Eltern und Lehrern aller Schulformen hervor, die das Bündnis gegen Cybermobbing am 16. Mai in Köln vorstellte.

Viele Schüler gaben auch zu, selbst schon einmal gemobbt zu haben. Knapp 60 Prozent der befragten Pädagogen kennen demnach Fälle von Cybermobbing unter ihren Schülern. An etwa einem Drittel der Schulen tritt mindestens einmal pro Woche ein solcher Fall auf.

Jeder fünfte Schüler wird selbst zum Täter – aus Spaß

In der repräsentativen Erhebung gaben 17 Prozent der Schüler an, Opfer geworden zu sein. In der besonders betroffenen Gruppe der 14- bis 16-Jährigen seien es 20 Prozent gewesen und damit jeder Fünfte. Und 19 Prozent der Schüler räumen ein, dass sie selbst einmal Täter waren. Häufig angegebene Mobbingmotive sind “Langeweile” oder “Spaß”, aber auch das Ziel, jemanden “fertig zu machen”. Die Tatorte sind zu 80 Prozent soziale Netzwerke wie Facebook.

Anbieter dieser Plattformen müssten ihre Verantwortung stärker wahrnehmen, verlangte Uwe Leest, Vorstandsvorsitzender des Bündnisses gegen Cybermobbing, einem Zusammenschluss von Forschern, Medizinern, Pädagogen, Juristen und Eltern. Sie sollten Hinweise auf Gefahren und Risiken geben und bei Mobbingmeldungen sofort handeln.

Cybermobbing beginnt schon in der Grundschule

Am stärksten betroffen sind Jugendliche von 14 bis 16 Jahren. Aber schon mit elf und zwölf Jahren zeigt sich eine deutliche Zunahme. “Die Ergebnisse zeigen, dass Cybermobbing ein deutliches Problem an allen deutschen Schulen ist”, heißt es in der Studie.

In Haupt- und Realschulen wurden dabei vergleichsweise viele Fälle beobachtet. Es geht aber schon in der Grundschule los. Catarina Katzer, die Präventionsexpertin des Bündnisses findet, dass die Aufklärung schon in der Kita einsetzen muss. Das Phänomen tritt insgesamt in den ostdeutschen Bundesländern seltener auf als in den westdeutschen.

Auf diese Signale müssen Eltern und Lehrer achten

Zu Cybermobbing gehören Beschimpfungen, üble Gerüchte und Verleumdungen, die überwiegend Täter aus dem eigenen Schulumfeld im Internet verbreiten. Zunehmend würden peinliche Fotos und Filme gestreut. Die beobachteten Folgen bei den Opfern: bedrückte Stimmung, Konzentrationsprobleme, Leistungsabfall, plötzliche Verschlossenheit, Rückzug, Angstzustände, Kopf- und Magenschmerzen, Wut. Gut ein Fünftel fühlt sich durch die Attacken dauerhaft belastet. “Cybermobbing tut weh”, betont Katzer.

Immer häufiger werden zum Mobben internetfähige Handys benutzt, die laut Untersuchung zwei Drittel aller Schüler besitzen. Die hohe Anonymität mache das Internet “zu einem idealen Tatort”. Die Hemmschwelle im Netz sei geringer.

Bündnis regt Hotline für Opfer von Cybermobbing an

Das Problem werde von den Schulen zwar ernst genommen und es gebe vielerorts Aktivitäten, allerdings oft unstrukturiert, berichtet Leest. Recht selten seien feste Institutionen wie Anti-Mobbing-Beauftragte. Der Bündnisvorsitzende forderte die Einführung einer deutschlandweit zentralen Hotline-Nummer, an die sich Opfer wenden könnten. An den Schulen solle ein spezielles Unterrichtsfach eingeführt werden. Lehrer bräuchten mehr Schulung und Unterstützung. In der Befragung gibt die Mehrheit der Pädagogen an, dass ihnen das Fachwissen fehlt.

Eltern, schaut genauer hin!

Auch Eltern müssten gezielter informiert und eingebunden werden. Denn: “Bei Eltern, die ihre Kinder intensiver in ihrem Internetkonsum begleiten, sind weniger Cybermobbingfälle zu beobachten.” Nur eine Minderheit der Väter und Mütter kontrolliere aber die Internetnutzung ihrer Kinder und fühle sich hier kompetent, sagt Katzer. Freunde und Eltern sind für Schüler die wichtigsten Helfer nach Attacken im Netz. Nur wenige melden Vorfälle an die Betreiber der Plattformen.

Laut dem Bündnis handelt es sich um die umfassendste Studie – unterstützt von der Arag-Versicherung – im deutschsprachigen Raum zum Thema Cybermobbing.

Sie können mehr von den Nachrichten auf lesen quelle

Jugendliche kommen leichter an Cannabis als an Zigaretten

Die gute Nachricht: Immer weniger Jugendliche rauchen Zigaretten, die schlechte, es sind immer noch zu viele und Nikotin ist nicht der einzige Suchtstoff, den Jugendliche konsumieren. Das sagen Suchtexperten dazu.

Dass immer weniger Jugendliche rauchen, liegt nach Meinung des Suchtexperten Daniel Fauth auch an den strengeren Alterskontrollen. Außerdem färbe das steigende Gesundheitsbewusstsein auf die Kinder ab. “Dennoch raucht noch jeder achte Jugendliche in Deutschland”, erklärt DAK-Sprecher Ralf Kremer. Insgesamt sei die Zahl der jugendlichen Raucher in den vergangenen Jahren zurückgegangen, berichtete die Kasse. “Seit 2001 hat sich die Zahl der jugendlichen Raucher mehr als halbiert”.

Zigarettenkauf ist schwierig geworden

Kinder und Jugendliche kommen mittlerweile nur noch auf Umwegen an Zigaretten – nach Ansicht des Suchtberaters Daniel Fauth hält das viele junge Leute gleich ganz vom Rauchen ab. “Das ist ein erheblicher Rückgang”, sagte der Experte der Sucht- und Jugendberatungsstelle Ingelheim bei Mainz.

Cannabis leichter zu kriegen als Zigaretten

Beim Zigarettenkauf seien die Alterskontrollen mittlerweile sehr strikt, es sei sogar leichter, an Cannabis und Kräutermischungen zu kommen, gibt Fauth zu bedenken.

Nach Angaben der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung rauchten 2011 rund 11,7 Prozent der 12- bis 17-Jährigen mindestens gelegentlich. Zehn Jahre zuvor waren es noch mehr als doppelt so viele gewesen. Viele Erwachsene taugten außerdem mittlerweile als gutes Vorbild, so Fauth. “Es entsteht mehr Gesundheitsbewusstsein.” Das färbe auf die Kinder ab.

“Rauchen ist die Einstiegsdroge Nummer eins”

Dennoch gebe es keinen Grund zu Entwarnung. “Rauchen ist die Einstiegsdroge Nummer eins”, betonte der Experte. Viele Jugendliche, mit denen er spreche, seien sich zwar der gesundheitsschädlichen Wirkung des Rauchens bewusst. “Allerdings gehen viele davon aus, dass sie mit dem Rauchen bald wieder aufhören.” Das sei aber oft ein Trugschluss. Um noch mehr junge Menschen vom Rauchen abzuhalten, müssten besonders Schulen ihr Engagement ausbauen. Auch Entwöhnprogramme seien erfolgversprechend.

Tabakwerbung verleitet Jugendliche zum Rauchen

Tabakwerbung verleitet Jugendliche einer neuen Studie zufolge tatsächlich zum Rauchen. “Je mehr Tabakwerbung Jugendliche schauen, desto häufiger rauchen sie – und werden letztendlich abhängig”, teilten die DAK-Gesundheit und das Kieler Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT-Nord) mit. Vor dem Weltnichtrauchertag am 31. Mai forderte die Kasse die Politik auf, ein umfassendes Tabakwerbeverbot durchzusetzen.

Für die Untersuchung beobachteten Forscher rund 1300 Kinder und Jugendliche zwischen zehn und 15 Jahren zweieinhalb Jahre lang. Zu Beginn der Studie rauchten sie nicht. Nach zehn Kontakten mit Tabakwerbung aber habe sich das Risiko des täglichen Rauchens um 30 Prozent erhöht, hieß es. “Damit ist der Weg in eine Abhängigkeit getan”, erklärt DAK-Suchtexperte Ralf Kremer.

 

Sie können mehr von den Nachrichten auf lesen quelle

Wie lange dürfen Jugendliche abends ausgehen?

Sobald das Teenager-Alter erreicht ist, wollen Jugendliche auch häufiger mit Freunden ausgehen. Die Frage, wie lange sie wegbleiben dürfen, sorgt dabei immer wieder für jede Menge Zündstoff. Trotz klarer gesetzlicher Regelungen sollten Jugendliche und ihre Eltern auch gemeinsame Regeln absprechen, an die sich die Kinder dann halten.

Disco: Wie lange dürfen Jugendliche feiern?

Das Jugendschutzgesetz (JuSchG) erlaubt den Discobesuch unter 15 Jahren nur in Begleitung eines Erziehungsberechtigten. Ab 16 Jahren dürfen Jugendliche allein mit ihren Freunden in die Disco gehen – um 24 Uhr ist jedoch Schluss. Ab der Volljährigkeit mit 18 Jahren gelten dann keine Beschränkungen mehr. (Jugendschutz: Was Jugendliche dürfen – und was nicht)

Ausnahmen bei Kirche und Vereinen

Diese Regelungen gelten auch für andere Arten von öffentlichen Tanzveranstaltungen – es sei denn, diese werden von einem Träger der Jugendarbeit, etwa einer Kirche oder einem Verein, veranstaltet: Dort dürfen sich dann auch Jugendliche von 14 bis 16 Jahren bis 24 Uhr aufhalten, Kinder bis 14 Jahre jedoch nur bis 22 Uhr.

Dürfen Jugendliche alleine auf Konzerte gehen?

Konzerte gelten rechtlich nicht als Tanzveranstaltungen. Mit Erlaubnis der Eltern dürfen Jugendliche diese frei besuchen und können selbst mit den Eltern absprechen, wie lange sie ausgehen. Der Veranstalter oder eine zuständige Behörde kann jedoch für einzelne Konzerte einschränkende Regelungen aussprechen, wenn die Inhalte beispielsweise nicht jugendgerecht sind. (Ausgehzeiten – Ohne Konflikte geht es nicht)

eltern.t-online.de: Gefährliche K.o.-Tropfen – 13 Sicherheitsregeln für Jugendliche

Ausgehen: Kino und Gaststätten

Bei Kinobesuchen regelt das Jugendschutzgesetz: Kinder unter 14 Jahren dürfen nur Filmvorführungen besuchen, die um 20 Uhr zu Ende sind. Unter 16 Jahren gilt, dass der Film um 22 Uhr zu Ende sein muss. Kinobesuche für 16- bis 17-Jährige müssen spätestens um 24 Uhr enden.

In Gaststätten dürfen sich unter 16-Jährige nur in Begleitung der Eltern oder eines Betreuers aufhalten. Wenn sie dort zwischen 5 und 23 Uhr etwas trinken oder essen, dürfen sie die Gaststätte jedoch auch alleine besuchen. 16- bis 17-Jährige dürfen sich zwischen 5 und 24 Uhr in Gaststätten aufhalten, ohne dass die Eltern die begleiten. Zwischen 0 und 5 Uhr dürfen sie jedoch keine Gaststätten besuchen.

Keine gesetzliche Regelung gibt es übrigens in der Frage, wie lange Jugendliche sich abends oder nachts auf der Straße aufhalten dürfen. Hier sind die Eltern gefragt und müssen klare Regeln aussprechen. (Ab welchem Alter sind Lippenstift und Lidstrich ok?)

eltern.t-online.de: Jugendwort 2013: Nachfolger von “YOLO” gesucht

Ausgehen braucht klare Regeln

Neben der gesetzlichen Regelung sollte es zwischen Eltern und Jugendlichen klare und verbindliche Absprachen geben, was das Ausgehen betrifft. Diese sollten nicht nur beinhalten, wie lange der Jugendliche weg bleiben darf, sondern auch, wo er hingeht und wie vor allem am späten Abend das Heimkommen organisiert wird.

Ausgangsregelung möglichst konfliktfrei lösen

Je nach persönlicher Situation könnten Eltern anbieten, den Teenie zu einer bestimmten Uhrzeit abzuholen. So kommt der Teenager nicht auf die Idee, per Anhalter zu fahren. Für den Notfall sollte der Heranwachsende ein Handy dabei haben. Auch was den Alkoholkonsum anbelangt, sollte ein aufklärendes und hinweisendes Gespräch vorher nicht fehlen. (Ab wann darf mein Kind Alkohol trinken?)

Sie können mehr von den Nachrichten auf lesen quelle

Was tun, wenn das Kind Liebeskummer hat?

Früher oder später leidet so gut wie jeder Jugendliche unter Liebeskummer. Genauso ratlos wie sie selbst fühlen sich die meisten Eltern. Was dabei hilft, den Trennungsschmerz zu verarbeiten und positiv in neue Beziehungen zu starten, lesen Sie hier.

Hilfe gegen Liebeskummer von Jugendlichen

Eltern sollten dem eigenen Kind ausreichend Möglichkeit geben, sich den Frust von der Seele zu reden. Regen Sie Ihr Kind an, darüber nachzudenken, was schief gelaufen ist und was an der Zeit mit dem Verflossenen besonders schön war. Das Reflektieren einer Beziehung hat einen positiven Effekt auf zukünftige Partnerschaften. (Erste Liebe: Akzeptieren Sie den ersten Freund bzw. die erste Freundin)

Versuchen Sie, die starken Gefühle aus der Perspektive Ihres Kindes zu begreifen. Fällt es Ihnen schwer, sich in diese Situation hineinzuversetzen, erinnern Sie sich daran, wie sich Ihr letzter Liebeskummer angefühlt hat. Was hat damals geholfen? Was war kontraproduktiv? Jugendliche wünschen sich nach einer Trennung Ehrlichkeit und Offenheit. Dazu gehört manchmal auch, zuzugeben, wie hoffnungslos eine Situation zunächst erscheint. 

Was Eltern vermeiden sollten

Floskeln als Reaktion auf Trauer, Schmerz, Wut und Verzweiflung helfen selten und sollten daher von Eltern vermieden werden. Zu tief sitzt der Schmerz über die gebrochene Beziehung. Phrasen und Sprichwörter treffen selten den Kern einer Sache und signalisieren Desinteresse.

Wurde Ihr Kind emotional verletzt, lindern abfällige Bemerkungen über den Ex den Liebeskummer genauso wenig wie der Versuch, Gleiches mit Gleichem zu vergelten. Familien- und Kommunikationsberater Jan-Uwe Rogge vom Fachportal “elternwissen.de” rät: “Schützen Sie Ihr Kind vor ‘kopflosen’ Handlungen”. Versuchen Jugendliche, gegen die gesetzten Grenzen zu rebellieren, befinden sie sich noch in der Phase, in der Wut gegenüber Trauer dominiert.

Eine Lösungsmöglichkeit: Versuchen Sie, den Ärger durch gemeinsame Aktivitäten wie Sport, Shoppen oder einem Wellnessprogramm zu überwinden. Dabei setzt der Körper Glückshormone frei. 

eltern.t-online.de: Himmelhoch jauchzend – zu Tode betrübt: 10 Tipps gegen Liebeskummer

Mitfühlen, aber nicht mitleiden

Mitleid hilft nicht gegen Liebeskummer. Im Gegenteil: Es signalisiert Verzweiflung und Ausweglosigkeit. Zeigen Sie stattdessen ehrliches Mitgefühl, Akzeptanz und Gesprächsbereitschaft. Geben Sie Ihrem Kind den Halt, der ihm verloren gegangen ist. (Extremes Verhalten in der Pubertät: Normal oder Grund zur Sorge?)

Weil die Hirnareale, die für Motivation und Antrieb zuständig sind, nach einer Trennung insbesondere bei Frauen häufig brachliegen, wie Forscher der Universität Tübingen laut “Focus Online” herausgefunden haben, geraten häufig auch Schlaf- und Essgewohnheiten aus dem Gleichgewicht. Helfen Sie Ihrem Kind, einen normalen Lebensrhythmus zurückzugewinnen. (So erkennen Sie eine Essstörung bei Jugendlichen)

Das bedeutet: Die Schule oder Freizeitangebote vor Kummer ausfallen zu lassen, ist keine Lösung.

Ruhe und Zeit

Wenn Jugendliche nicht über den Liebeskummer sprechen wollen, müssen sie auch nicht. Hilfe anzubieten ist in Ordnung, sie aufzudrängen, jedoch nicht. Wer Liebeskummer hat, muss sich zunächst mit der neuen Situation zurechtzufinden – das braucht Ruhe und Zeit. Sie sollten Ihr Kind nicht zu Nichts drängen.

Völlig normal ist, dass Teenager Beistand und Unterstützung bei Gleichaltrigen suchen. Eltern sind keine geschulten Therapeuten oder Psychologen und sollten sich auch nicht so verhalten.

Sie können mehr von den Nachrichten auf lesen quelle

Das erste Mal: So bereiten Sie Ihr Kind darauf vor

Das erste Mal ist aufregend, schwierig und mit vielen Fragen verbunden. Eltern fehlt es leider häufig an Souveränität, mit der Sexualität Ihrer Kinder umzugehen. Wichtig: Sie sollten dieses Thema auf keinen Fall tabuisieren.

Der richtige Zeitpunkt für das erste Mal

Per se gibt kein ‘richtiges Alter’ für den ersten Geschlechtsverkehr. Selbst die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) will sich auf keine Altersempfehlung festlegen. Im Schnitt erleben Mädchen das erste Mal früher als Jungen. Die Langzeituntersuchung der BZgA zum Thema Jugendsexualität zeigt: Der Einstieg ins Sexualleben erfolgt bei beiden Geschlechtern heute früher als zu Beginn der 1980er-Jahre. Doch seit der Jahrtausendwende verlangsamt sich diese Entwicklung. Im Jahr 2010 gab ein Drittel der befragten 14- bis 17-Jährigen an, noch keinen Sex gehabt zu haben.

Marita Völker-Albert, Pressesprecherin der BZgA, erkennt darin einen Trend unter Teenagern, sich mehr Zeit bei der Entwicklung der eigenen Sexualität zu lassen, erklärt sie in einem Interview mit dem Portal “frauenzimmer.de”. “Sie werden wieder älter. Und das Gros der Jugendlichen sagt: Wir haben nur Sexualverkehr, wenn wir in einer festen Beziehung sind”, so Völker-Albert.

Sexualität von Jugendlichen: Die Rolle der Eltern

Beruhigend für viele Eltern: Die Zahl der Teenagerschwangerschaften geht stetig zurück. Dennoch erleben laut der BZgA-Studie etwa acht Prozent der Jugendlichen das erste Mal ungeschützt. Um Schwangerschaften und Geschlechtskrankheiten zu vermeiden, sollten Eltern Ihre Kinder frühzeitig auf mögliche Konsequenzen ihrer Sexualität hinweisen und verschiedene Szenarien durchspielen.

eltern.t-online.de: Teenagerschwangerschaft: Schwanger und doch selbst noch ein Kind

Die Expertin dazu: “Beginnen Sie von sich aus ein Gespräch, wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihr Kind demnächst sexuell aktiv sein wird und nicht erst dann, wenn Ihr Kind Sie über sein erstes Mal in Kenntnis setzt.” Wird Aufklärung in den Alltag eingebunden, kann die Hemmschwelle beim Thema Sexualität abgebaut werden. Beantworten Sie neugierige Fragen Ihres Kindes geduldig und ohne moralischen Zeigefinger. (Wenn die Kinder erste sexuelle Erfahrungen machen: Tipps für Eltern)

Wie Eltern Ihr Kind auf das erste Mal vorbereiten

Ab einem bestimmten Alter suchen viele Teenager eher den Rat von Gleichaltrigen. Wenn sich Kinder mit Fragen zur Sexualität aber an die Eltern wenden, gilt: Zeigen Sie unbedingt Offenheit und Verständnis. Mütter sollten ihre Tochter zu einem Frauenarztbesuch animieren und sie bei Bedarf begleiten. (Der erste Besuch beim Frauenarzt ist aufregend)

Hören Sie Ihrem Kind aufmerksam zu: Kennt es sich bereits gut aus, brauchen Sie nicht mit Bienchen und Blümchen anzufangen. Bereiten Sie sich auf diesen Moment vor. Antworten Sie möglichst natürlich und locker und vermeiden Sie Babysprache. Besser ist es, die Dinge beim Namen zu nennen, und sie direkt und präzise anzusprechen.

Rufen Sie sich Ihre eigene Pubertät in Erinnerung: Was hätten Sie sich damals gewünscht, als Ihnen das erste Mal noch bevorstand? Betonen Sie, dass Sexualität bedeutet, sich und einen anderen Menschen zu lieben. Sie sollten Ihrem Kind erklären, dass es nicht schlimm ist, wenn beim ersten Mal nicht gleich alles perfekt klappt. Viel wichtiger ist, dass sich beide Partner miteinander wohlfühlen. (Petting: Wissenswertes zur Sexualpraktik)

Sie können mehr von den Nachrichten auf lesen quelle

background