Biathlon: Herrmann im Verfolger auf Platz drei – Eckhoff siegt


Düsseldorf

Denise Herrmann, Olympiasiegerin im Einzel, ist nach dem Sieg im Sprint auch im Verfolgungsrennen auf das Podest gelaufen. In unserem Biathlon-Telegramm verpassen Sie nichts.

Einen Tag nach ihrem Sprint-Sieg hat sich Denise Herrmann zum Abschluss des Biathlon-Weltcups in Kontiolahti die nächste Podestplatzierung gesichert. Die Einzel-Olympiasiegerin schaffte es am Sonntag in der Verfolgung auf den dritten Platz und musste sich nach drei Strafrunden nur der norwegischen Tagessiegerin Tiril Eckhoff und Dorothea Wierer aus Italien geschlagen geben. Herrmann hätte in Finnland sogar zum zweiten Mal nacheinander gewinnen können, verfehlte aber den 20. und letzten Schuss. Nach zehn Kilometern hatte sie 19,5 Sekunden Rückstand auf die starke Eckhoff.

Herrmann war nach ihrem achten Weltcupsieg mit fünf Sekunden Vorsprung auf Eckhoff in die Loipe gegangen und bewies einen Monat nach ihrem Gold-Coup von Peking erneut ihre anhaltend starke Form. Eckhoff patzte nach zuvor 15 Treffern im letzten Schießen gleich doppelt und eröffnete der Konkurrenz so die kleine Chance, noch vorbeizuziehen. Die 33 Jahre alte Herrmann konnte das nur knapp nicht nutzen, lief aber trotzdem zufrieden und jubelnd ins Ziel.

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Zweitbeste Deutsche wurde Franziska Preuß, die sich nach tadellosem Schießen von Rang 32 auf Platz acht nach vorne arbeitete. Vanessa Voigt (2 Fehler) fiel von Platz sechs auf elf zurück. Franziska Hildebrand (1) verbesserte sich um elf Ränge auf Position 17, auch Vanessa Hinz (3) schaffte es als 19. noch unter die Top 20. Das gelang Janina Hettich (0) auf Platz 27 nicht.

+++ 5. März +++

Kühn auf dem Podest

Biathlet Johannes Kühn hat sich beim Weltcup im finnischen Kontiolahti zum zweiten Mal im Olympia-Winter einen Podestplatz erkämpft. Der 30-jährige Bayer leistete sich am Samstag im Sprint nur einen Schießfehler und wurde Dritter. Im Ziel hatte Kühn nach zehn Kilometern 29,7 Sekunden Rückstand auf Tagessieger Quentin Fillon Maillet aus Frankreich, der ohne Fehler blieb. Den zweiten Rang in den Wäldern Nordkareliens sicherte sich Filip Fjeld Andersen aus Norwegen ebenfalls ohne Strafrunde.

Nach seinem Sieg im Sprint von Hochfilzen im Dezember vergangenen Jahres schaffte es Kühn erneut auf das Podium. Für die deutschen Männer war es nach den medaillenlosen Olympischen Winterspielen von Peking aber nur ein kleiner Trost. Zweitbester Deutscher im ersten Einzelwettbewerb nach Olympia wurde Philipp Nawrath (1 Fehler) als Siebter, Erik Lesser (1) schaffte es kurz vor seinem Karriereende auf den zwölften Rang.

Denise Herrmann gewinnt Sprint in Kontiolahti

Biathlon-Olympiasiegerin Denise Herrmann hat ihre ausgezeichnete Form bestätigt und auch den Sprint von Kontiolahti gewonnen. Fast genau einen Monat nach der Einzel-Goldmedaille in Peking war die 33-Jährige auch im ersten individuellen Rennen nach den Winterspielen trotz einer Strafrunde nicht zu schlagen. Herrmann blieb genau fünf Sekunden vor Tiril Eckhoff (1 Fehler) aus Norwegen und feierte damit ihren achten Weltcupsieg.

„Eigentlich mag ich die Strecke ja nicht so. Aber irgendwie gelingen mir hier oft ganz gute Rennen“, sagte Herrmann, die sich einen Fehler im Stehendschießen leistete: „Ich hatte daheim eine gute Erholung, bin mit guten Gedanken hergefahren, hatte gute Beine und ein richtig gutes Material unter den Füßen.“ Auch vor zwei Jahren hatte die Sportsoldatin den Sprint in Kontiolahti für sich entschieden.

Die fehlerfreie Vanessa Voigt kam nach einem starken Rennen über 7,5 km mit 16,7 Sekunden Rückstand als Sechste ins Ziel. Für die 24-Jährige war es das beste Weltcup-Resultat ihrer Karriere, nachdem sie im olympischen Einzel schon mit Rang vier aufgezeigt hatte. Vanessa Hinz traf ebenfalls all ihre zehn Schüsse und rundete ein starkes Mannschaftsergebnis für den Deutschen Skiverband (DSV) als Zwölfte (+33,7) ab.

Damit haben die deutschen Skijägerinnen eine ausgezeichnete Ausgangsposition für den Verfolger am Sonntag (12.45 Uhr/ZDF und Eurosport). Franziska Hildebrand (1/+1:15,1 Minuten) wurde 28., Franziska Preuß schaffte es nach drei Schießfehlern (+1:24,5) genauso wie Janina Hettich nicht in die Top 30.

+++ 4. März 2020 +

Biathlon-Männer nach Patzern am Schießstand Vierter

Wieder hatte Philipp Nawrath den Sieg vor Augen, wieder wurde es nach zu vielen Schießfehlern nur der vierte Platz. Die deutschen Biathlon-Männer sind genau wie bei den Olympischen Winterspielen von Peking auch im letzten Staffelrennen der Weltcup-Saison ohne den erhofften Podestplatz geblieben. Am Freitag fehlte dem Quartett mit Erik Lesser, Roman Rees, Benedikt Doll und Philipp Nawrath im finnischen Kontiolahti nur eine Sekunde zu Rang drei. Den Sieg sicherte sich Norwegen vor Schweden und Frankreich.

„Nervlich war es wieder eine heiße Situation. Wichtig war, keine Strafrunde zu riskieren“, sagte Schlussläufer Nawrath im ZDF. Genau das war dem Bayer im Februar noch in China passiert. Mit der Aussicht auf Olympia-Gold versagten Nawrath vor wenigen Wochen die Nerven. Und auch in den Wäldern Nordkareliens hatte das Team in der gleichen Besetzung wie in Peking am Ende keine Chance auf den Sprung nach ganz vorne. „Die drei Fehler stehend, die ärgern mich schon ein bisschen“, gab der 29 Jahre alte Nawrath zu.

Auf der Zielgeraden konnte er nicht mehr am Franzosen Quentin Fillon Maillet vorbeiziehen. Insgesamt acht Nachlader waren für die DSV-Skijäger am Ende zu viel für einen versöhnlichen Abschluss des Winters mit dem Team. Die nächsten Chancen auf das Podest gibt es am Wochenende in Sprint- und Verfolgungsrennen. Am Donnerstag waren schon die Frauen als Staffel-Vierte leer ausgegangen.

Am Tag nach seiner Rücktrittsankündigung zum Saisonende startete der Thüringer Lesser fehlerfrei und sicherte sich schnell einen Platz in der Spitzengruppe. Der 33-Jährige wird seine Laufbahn in gut zwei Wochen beenden und nach einer längeren Auszeit anschließend eine Trainer-Ausbildung absolvieren. In seinem letzten Schießen im Rahmen einer Männer-Staffel überhaupt blieb Lesser erneut ohne Patzer und übergab in Führung liegend. „Damit bin ich sehr zufrieden. Ich freue mich jetzt über jedes Rennen, was noch kommt“, sagte Lesser.

Rees fiel anschließend nach zwei Nachladern auf Platz drei zurück und hatte diese Position auch nach einem weitere Bonus-Schuss beim zweiten Gang an den Schießstand inne. Doll kam erst nicht an den führenden Franzosen vorbei und musste sich auch bei seinem zweiten Schießen sputen. Selbst ohne Fehlschuss konnte er als Fünfter gerade noch den Anschluss halten, ehe er nach seiner letzten Laufrunde auf Nawrath übergab.

Der gebürtige Füssener ging mit einer ganz starken Gruppe mit Norwegen, Schweden und Frankreich in die Loipe. Nach einem Fehler im Liegendschießen hielt Nawrath dank seiner starken Laufform zunächst den Kontakt, ehe es das letzte Mal zum Schießen ging. Norwegen zog davon, dahinter blieb für Deutschland nur noch Rang vier. „Aufregend und spannend war es“, sagte Nawrath, der sich trotz der Schießfehler recht zufrieden zeigte: „Dass wir heute bis zum Schluss mit vier Mannschaften dabei sind, hätte ich auch nicht gedacht.“

+++ 3. März 2020 +++

Deutsche Biathletinnen Staffel-Vierte in Kontiolahti

Die deutschen Biathletinnen haben im ersten Staffelrennen nach den Olympischen Winterspielen den vierten Platz belegt. Das Bronze-Quartett von Peking mit Vanessa Voigt, Vanessa Hinz, Franziska Preuß und Denise Herrmann war am Donnerstag im finnischen Kontiolahti im Kampf um die Podestplätze unterlegen, weil sich Hinz im Stehendschießen gleich zwei Strafrunden leistete. Durch die Extrameter und insgesamt neun Nachlader hatte das DSV-Team beim Sieg Norwegens nach 4 x 6 Kilometern im Ziel 1:57,1 Minuten Rückstand. Platz zwei sicherte sich Schweden vor Italien.

Das erste Rennen der Skijägerinnen nach den Spielen in China stand im Zeichen der Solidarität mit der Ukraine. Neben den deutschen Frauen traten viele andere mit gelb-blauen Herzen an ihren Gewehren an. Das tschechische Team erschien mit winterlicher Kopfbedeckung in den ukrainischen Nationalfarben und Norwegens Olympiasiegerin Tiril Eckhoff hatte die Worte „Keinen Krieg bitte“ dick auf ihr Stirnband geschrieben. Zudem wurden vor dem Start Bilder der ukrainischen Skijägerinnen und Skijägern auf einer großen Video-Leinwand gezeigt.

Nach der russischen Invasion in ihr Heimatland hatte die ukrainische Mannschaft beschlossen, nicht mehr bei den verbleibenden drei Weltcups in diesem Winter an den Start zu gehen. In Ex-Weltmeister Dmytro Pidrutschnji und Staffel-Olympiasiegerin Julia Dschima kämpfen die besten Biathleten ihres Landes derzeit an der Front. Auch nicht mehr am Start waren Sportlerinnen aus Russland und Belarus. Sie wurden vom Weltverband IBU ausgeschlossen. Die Rennen in Kontiolahti finden nur gut 70 Kilometer von der russischen Grenze entfernt statt.

+++ 2. März 2022 +++

Russen und Belarussen aus Weltcup ausgeschlossen

Russische und belarussische Sportler dürfen bis auf Weiteres nicht mehr im Biathlon-Weltcup starten. Die Entscheidung des Vorstands verkündete der Weltverband IBU am Mittwochmorgen und reagierte damit auf eine entsprechende Empfehlung des Internationalen Olympischen Komitees. Zudem soll spätestens bei der regulären Vorstandssitzung am 17. März über eine mögliche Suspendierung der IBU-Mitgliedschaft der beiden nationalen Verbände gesprochen werden.

Die Russische Biathlon Union (RBU) war aufgrund ihrer umfangreichen Doping-Vergangenheit bereits 2017 auf eine vorläufige Mitgliedschaft herabgestuft worden. Das bedeutet, dass bis 2026 sowieso keine Veranstaltungen in Russland stattfinden oder geplant sind und kein RBU-Vertreter ein offizielles Amt in der IBU besetzt.

Die IBU verschärfte damit ihre Maßnahmen, nachdem in der Vorwoche zunächst noch beschlossen worden war, dass Biathletinnen und Biathleten aus Russland und Belarus bei den verbleibenden drei Weltcups in diesem Winter zumindest unter neutraler Flagge hätten antreten dürfen. Als Reaktion darauf hatten das russische und das belarussische Team bereits erklärt, unter diesen Umständen in diesem Winter nicht mehr bei den restlichen Stationen in Finnland, Estland und Norwegen starten zu wollen. Nach Estland hätten sie nach der Invasion Russlands in die Ukraine ohnehin nicht einreisen dürfen.

+++ 1. März 2022 +++

Olympiasiegerin Herrmann führt deutsches Team in Kontiolahti an

Mit Olympiasiegerin Denise Herrmann (Oberwiesenthal) an der Spitze reist das deutsche Biathlon-Team zum Weltcup am Wochenende in Kontiolahti/Finnland. Neben der 33-jährigen Herrmann, die in Peking Gold im Einzelrennen gewonnen hatte, starten aus der mit Olympiabronze dekorierten Staffel noch Vanessa Hinz (Schliersee), Vanessa Voigt (Rotterode) und Franziska Preuß (Haag). Janina Hettich (Schönwald) und Franziska Hildebrand (Clausthal-Zellerfeld) komplettieren den Kader.

Bei den Männern, die in Peking ohne Medaille blieben, gehen Johannes Kühn Reit im Winkl), Erik Lesser (Frankenhain), Philipp Nawrath (Nesselwang), Roman Rees (Freiburg) und David Zobel (Partenkirchen) in die Loipe.

„Es hat gut getan, mal ein bisschen durchzuschnaufen, sich vom Jetlag und den kräftezehrenden Bedingungen in Peking zu erholen“, sagte der Sportliche Leiter Bernd Eisenbichler: „Wir freuen uns jetzt auf die letzten drei Wochen dieser Saison, wir sind hoch motiviert.“

+++ 28. Februar 2022 +++

Vierfacher Olympiasieger Bö beendet Saison vorzeitig

Der norwegische Ausnahme-Biathlet Johannes Thingnes Bö steigt vorzeitig aus der Weltcup-Saison aus. „Sowohl physisch als auch mental war das vergangene Jahr aufgrund der Corona-Pandemie und der Vorbereitungen auf die Olympischen Spiele besonders schwierig“, sagte Bö in einer Mitteilung.

Bö war der erfolgreichste Teilnehmer der 24. Olympischen Winterspiele in Peking. Der 28-Jährige sammelte im Zhangjiakou Biathlon Centre in sechs Wettbewerben viermal Gold und einmal Bronze.

Bö liegt im Gesamtweltcup auf dem fünften Platz. Der Franzose Quentin Fillon Maillet, der ebenfalls fünf olympische Medaillen (zweimal Gold, dreimal Silber) gewonnen in Peking gewonnen hatte, hat führt das Klassement an.

Bis zum 20. März stehen noch drei Weltcupstationen der Skijäger in Kontiolahti/Finnland, Otepää/Estland und Oslo/Norwegen auf dem Programm.

Russen boykottieren Rest der Saison

Die russischen Biathletinnen und Biathleten werden den Rest der Saison nicht mehr an Weltcup-Wettbewerben teilnehmen. Das gab der nationale Verband RBU auf seiner Webseite bekannt. Grund für den Boykott ist die Entscheidung des Weltverbandes IBU, russische und weißrussische Athletinnen und Athleten aufgrund des russischen Einmarsches in die Ukraine nur noch unter neutraler Flagge starten zu lassen.

Die RBU nannte die Entscheidung „rechtwidrig, unvernünftig und kategorisch inakzeptabel“. Es handele sich um eine „direkte Diskriminierung unseres Landes und unserer Athleten“, die nicht den olympischen Prinzipien entspreche. Daher werde man weder im Weltcup noch im zweitklassigen IBU-Cup antreten. Russland kündigte an, seine Rechte vor Gericht zu verteidigen.

Am Samstag hatte die IBU sowohl die russische als auch die belarussische Flagge und Hymne für den Rest der Weltcup-Saison verboten: „Es dürfen keine russischen oder belarussischen Nationalflaggen, Symbole oder Embleme gezeigt werden.“ Die Anzüge müssten „in neutralen Farben und Mustern gehalten sein“, auch dürften „keine nationalen Embleme oder Flaggen“ gezeigt werden, erklärte die IBU.

Das ukrainische Biathlon-Team hatte die IBU bereits darüber informiert, an keinem der verbleibenden Weltcup-Wettbewerbe teilzunehmen. Der Weltverband habe aber beschlossen, „die ukrainische Flagge bei den Veranstaltungen zu hissen, um das ukrainische Team zu ehren“.

+++++23. Januar 2022+++++

Denise Herrmann enttäuscht – Herren-Staffel überraschend auf Podest

 Biathletin Denise Herrmann hat bei der Olympia-Generalprobe eine herbe Enttäuschung erlebt. Die 33-Jährige belegte im Massenstart über 12,5 km beim Weltcup in Antholz nur den 23. Platz. Dafür überzeugte Vanessa Voigt nach einer tadellosen Schießleistung mit Rang sieben. Es war das beste Weltcup-Ergebnis ihrer Karriere.

In Abwesenheit von Hanna und Elvira Öberg (Schweden) sowie der Gesamtführenden Marte Olsbu Röiseland aus Norwegen nutzte die Italienerin Dorothea Wierer die Gunst der Stunde. Sie holte ihren ersten Saisonsieg mit zwei Schießfehlern in 35:58,7 Minuten vor Dsinara Alimbekawa aus Belarus (1/+3,7 Sekunden) und Anais Chevalier-Bouchet aus Frankreich (1/+11,6). Voigt hatte 35,8 Sekunden Rückstand. Herrmann, die sich drei Fehler leistete, lag 2:11,4 Minuten zurück. Franziska Hildebrand (4/+ 1:46,5) wurde 19.

Franziska Preuß, die sich nach Fußverletzung und Corona-Infektion im Aufbau befindet, fehlte in Antholz ebenso wie Vanessa Hinz. Anna Weidel, die für Olympia nominiert wurde, war für den Massenstart nicht qualifiziert.

Ab Montag bereitet sich das Team des Deutschen Skiverbandes (DSV) in einem Höhentrainingslager in Antholz auf Olympia vor. Am 31. Januar ist der Abflug von Frankfurt nach Peking geplant. Am 5. Februar findet die Mixed-Staffel statt. Danach folgen die Einzelrennen der Frauen (7.2.) und Männer (8.2.).

Deutsche Ersatz-Staffel läuft überraschend aufs Podest

Die deutsche Ersatz-Staffel ist beim Biathlon-Weltcup in Antholz überraschend aufs Podest gelaufen. Das DSV-Quartett mit Roman Rees, Philipp Horn, David Zobel und Lukas Fratzscher belegte nach starken Leistungen am Schießstand einen tollen dritten Platz. Es war das zweite Top-3-Ergebnis des Winters nach Rang zwei in Ruhpolding.

Knapp zwei Wochen vor den Olympischen Winterspielen in Peking (4. bis 20. Februar) unterstrichen die Norweger um die Brüder Johannes Thingnes und Tarjei Bö mit ihrem dritten Saisonsieg ihre Favoritenrolle. Sie gewannen in 1:12:14,7 Stunden mit vier Nachladern beeindruckend vor Russland (1+12/+1:57,2 Minuten) und dem DSV-Team (+2:04,4), das sich ebenfalls nur vier Nachlader leistete.

Johannes Kühn und Benedikt Doll, der am Samstag im Massenstart triumphiert hatte, verzichteten auf das Staffelrennen. Erik Lesser und Philipp Nawrath waren beim Weltcup in Antholz überhaupt nicht im Einsatz.

Ab Montag bereitet sich das Team des Deutschen Skiverbandes (DSV) in einem Höhentrainingslager in Antholz auf Olympia vor. Am 31. Januar ist der Abflug von Frankfurt nach Peking geplant. Am 5. Februar findet die Mixed-Staffel statt. Danach folgen die Einzelrennen der Frauen (7.2.) und Männer (8.2.).

+++++22. Januar 2022+++++

Doll stürmt zu Sieg im Massenstart – B-Staffel der Frauen auf Rang acht

 Biathlet Benedikt Doll hat 13 Tage vor dem Start der Olympischen Spiele in Peking (4. bis 20. Februar) ein dickes Ausrufezeichen gesetzt und seine Medaillenambitionen eindrucksvoll unterstrichen. Der 31-Jährige triumphierte beim Weltcup in Antholz im Massenstart über 15 km. Für Doll, zuletzt schon Zweiter im Sprint von Ruhpolding, war es der dritte Weltcupsieg seiner Karriere. Zuletzt gewann er im Dezember 2019 im Sprint von Annecy.

Doll siegte im letzten Einzelrennen der Männer vor Olympia in 37:14,9 Minuten mit einem Schießfehler vor den Norwegern Johannes Thingnes Bö (3/+31,3) und Sturla Holm Lägreid (3/1:28,8 Minuten). Johannes Kühn, bisher einziger deutscher Saisonsieger, kam nach überstandener Corona-Infektion nach fünf Schießfehlern (+3:21,4) auf Rang 19. Roman Rees (6/3:33,0) belegte den 21. Platz. Erik Lesser und Philipp Nawrath hatten auf den Weltcup in Antholz verzichtet.

Deutsches B-Team auf Rang acht

Die deutsche B-Staffel hat beim Biathlon-Weltcup in Antholz den achten Platz belegt. Anna Weidel, die als einzige aus dem deutschen Frauen-Quartett für Olympia nominiert ist, Franziska Hildebrand, Janina Hettich und Hanna Kebinger leisteten sich im Rennen über 4×6 km 13 Nachlader und lagen 1:08,2 Minuten hinter den siegreichen Norwegerinnen um Tiril Eckhoff. Norwegen (1 Strafrunde+10 Nachlader) holte sich den ersten Staffelerfolg des Winters in 1:12:54,1 Stunden vor Russland (3+12/+24,6 Sekunden) und Frankreich (0+13/+32,6).

Der Deutsche Skiverband (DSV) setzte knapp zwei Wochen vor den Olympischen Winterspielen in Peking (4. bis 20. Februar) seine zweite Garnitur ein. Franziska Preuß, die sich nach einer Fußverletzung und Corona-Infektion im Aufbau befindet, fehlt beim Weltcup in Antholz ebenso wie Vanessa Hinz. Denise Herrmann und Vanessa Voigt sind nur im Massenstart am Sonntag (15.15 Uhr/ARD und Eurosport) im Einsatz.

+++++ 20. Januar +++++

Frustrierte Hildebrand auf Rang 15 in Antholz

 Ohne Franziska Preuß und Denise Herrmann war Franziska Hildebrand beim Weltcup in Antholz im Einzel über 15 km beste Biathletin des Deutschen Skiverbandes (DSV). Die 34-Jährige, die nicht für die Olympischen Winterspiele in Peking (4. bis 20. Februar) nominiert ist, belegte beim Sieg der Französin Justine Braisaz-Bouchet den 15. Platz. Anna Weidel, die in China dabei ist, kam nur auf Rang 26.

In Abwesenheit von Marte Olsbu Röiseland (Norwegen) sowie Hanna und Elvira Öberg (Schweden) triumphierte Braisaz-Bouchet nach einem Schießfehler in 42:20,6 Minuten vor ihrer Teamkollegin Julia Simon (2/+51,1 Sekunden) und der Schwedin Mona Brorsson (2/+1:37,2 Minuten). Hildebrand hatte nach vier Fehlern 3:39,9 Minuten Rückstand, zeigte sich aber mit der achtbesten Laufzeit in der Loipe stark.

Die 34-Jährige hatte noch auf Olympia gehofft. Sie habe „leider fälschlicherweise angenommen, dass die Rennen in Antholz auch zu einer möglichen Nominierung zählen. Umso größer ist die Enttäuschung nun, dass ich mich trotz ansteigender Form nicht für Peking qualifizieren konnte“, sagte die ehemalige Staffel-Weltmeisterin. Sie sei „nicht glücklich, wie das gelaufen ist“.

Weidel leistete sich nur einen Fehler am Schießstand, wies aber dennoch 4:19,0 Minuten Rückstand auf. Janina Hettich (5/+5:14,2), Juliane Frühwirt (2/+5:36,4), Hanna Kebinger (3/+5:50,9) und Sophia Schneider (3/+6:00,9) verpassten die Top 30 klar.

Preuß, die sich nach Fußverletzung und Corona-Infektion im Aufbau befindet und in Antholz nicht am Start ist, fehlte ebenso wie Denise Herrmann. Die 33-Jährige kommt wie Vanessa Voigt nur am Sonntag im Massenstart zum Einsatz.

+++++ 20. Januar +++++

Frust und Enttäuschung bei Hildebrand nach geplatztem Olympia-Traum

Bei Biathletin Franziska Hildebrand hat die Nichtberücksichtigung für die Olympischen Spiele in Peking (4. bis 20. Februar) für Frust gesorgt. Die 34-Jährige hatte „leider fälschlicherweise angenommen, dass die kommenden Rennen in Antholz auch zu einer möglichen Nominierung zählen. Umso größer ist die Enttäuschung nun, dass ich mich trotz ansteigender Form nicht für Peking qualifizieren konnte“, sagte Hildebrand.

Der Deutsche Skiverband (DSV) musste seine Nominierung für Olympia nach dem Weltcup in Ruhpolding am vergangenen Wochenende vornehmen. Man habe versucht, das Einzelrennen über 15 km beim aktuellen Weltcup in Antholz am Freitag „noch mit reinzunehmen“, sagte Bernd Eisenbichler, Sportlicher Leiter des deutschen Biathlon-Teams, der ARD, „das wurde vom DOSB leider nicht gewährt. Wir finden das sehr bedauerlich. Wir wollten das noch möglich machen.“

Hildebrand hatte sich zuletzt in Oberhof und Ruhpolding mit den Rängen 20 und 17 stabil gezeigt, die Olympianorm (einmal Top 8 oder zweimal Top 15) jedoch verpasst. Anna Weidel hatte durch einen neunten Platz immerhin die halbe Olympianorm gleich im ersten Rennen der Saison geschafft, befindet sich aber seit Wochen im Tief. Dennoch wurde sie neben den gesetzten Denise Herrmann, Franziska Preuß, Vanessa Voigt und Vanessa Hinz nominiert.

Zu viele Schießfehler – Doll auf Rang zwölf bester Deutscher

Die deutschen Biathleten haben ohne vier Olympiastarter beim Weltcup in Antholz im Einzel über 20 km eine Top-Ten-Platzierung verpasst. Benedikt Doll war beim Überraschungssieg des Russen Anton Babikow auf Rang zwölf bester Athlet des Deutschen Skiverbandes (DSV). Justus Strelow belegte den 22. Platz.

Doll, zuletzt Zweiter im Sprint in Ruhpolding, leistete sich vier Schießfehler, präsentierte sich aber beim letzten Weltcup vor den Olympischen Winterspielen in Peking (4. bis 20. Februar) in der Loipe stark. Doll lag 2:44,6 Minuten hinter dem fehlerfreien Babikow, der in 49:46,8 Minuten vor dem Norweger Tarjei Bö (2/+9,7 Sekunden) und seinem Landsmann Said Karimulla Khalili (1/+48,5 Sekunden) triumphierte.

Strelow leistete sich zwei Fehler am Schießstand (+3:49,3). David Zobel (4/+4:27,1), Lucas Fratzscher (5/+6:50,4) und Marco Groß (3/+7:10,7) bei seinem Weltcup-Debüt kamen auf die Ränge 31, 59 und 65.

Erik Lesser und Philipp Nawrath fehlen in Antholz wegen der Vorbereitung auf Olympia. Johannes Kühn, in diesem Winter bislang einziger deutscher Sieger, verzichtete auf das Rennen, um mit Blick auf Peking nach überstandener Corona-Infektion „einen sinnvollen Aufbau zu realisieren“. Er wird wie Roman Rees am Samstag beim Massenstart zum Einsatz kommen. Philipp Horn fiel kurzfristig wegen eines Magen-Darm-Infekts aus.

Am Freitag (14.15 Uhr/ARD und Eurosport) findet das Einzel der Frauen über 15 km statt. Franziska Preuß, die sich nach Fußverletzung und Corona-Infektion im Aufbau befindet und in Antholz nicht am Start sein wird, fehlt ebenso wie Denise Herrmann. Die 33-Jährige kommt wie Vanessa Voigt nur am Sonntag im Massenstart zum Einsatz.

Bei den Männern steht neben dem Massenstart am Sonntag die Staffel über 4×7,5 km auf dem Programm. Die Frauen-Staffel über 4×6 km findet am Samstag statt.

+++++17. Januar+++++

Kühn nach Corona-Infektion zurück – Preuß fehlt auch in Antholz

Biathlet Johannes Kühn kehrt nur eine Woche nach seinem positiven Corona-Test in den Weltcup zurück. Wie der Deutsche Skiverband (DSV) am Montag mitteilte, gehört der 30-Jährige zum Aufgebot für die Olympia-Generalprobe ab Donnerstag im italienischen Antholz. Der Bayer Kühn, der im Dezember den bislang einzigen Sieg der Skijäger in dieser Saison einfahren konnte, wurde in der Vorwoche in Ruhpolding positiv auf Corona getestet. Er musste sich danach sofort in Quarantäne begeben und verpasste die Heimrennen.

Nicht in Antholz dabei ist Franziska Preuß. Die Gesamtweltcup-Dritte der Vorsaison ist nach ihrer Corona-Infektion Ende Dezember und einer Fußverletzung noch nicht wieder voll bereit. „Wir werden von Tag zu Tag entscheiden, wie die Belastungsmöglichkeiten für sie sind. Wir sind natürlich positiv gestimmt, dass alles noch rechtzeitig klappt“, sagte Bernd Eisenbichler, der für Biathlon zuständige Sportliche Leiter beim DSV: „Die Ausgangslage ist logischerweise nicht optimal.“

Generell setzen die Skijäger zwei Wochen vor den Winterspielen in Peking (4. bis 20. Februar) auf individuelle Lösungen. So werden Roman Rees, Denise Herrmann und Vanessa Voigt lediglich im Massenstart zum Einsatz kommen und sich ansonsten auf das Training konzentrieren. Erik Lesser und Philipp Nawrath lassen den Weltcup in Südtirol wegen der Trainingssteuerung aus.

Dafür bekommen auch Athleten aus der zweiten Reihe wie Hanna Kebinger, Sophia Schneider, Marion Wiesensarter und Justus Strelow die Chance, sich im Weltcup zu präsentieren.

Nach den Rennen in Italien wird die Mannschaft weiter in Antholz trainieren und sich mit den nominierten Sportlerinnen und Sportlern am 31. Januar auf den Weg in Richtung Peking machen.

+++++16. Januar 2022+++++

Das letzte Schießen kostet Lesser Podestplatz, DSV-Damen enttäuschen

Die deutschen Biathleten haben drei Wochen vor dem Start der Olympischen Spiele in Peking (4. bis 20. Februar) eine weitere Podestplatzierung verpasst. Zum Abschluss des Heimweltcups in Ruhpolding war Erik Lesser in der Verfolgung über 12,5 km beim Sieg von Quentin Fillon Maillet als Sechster bester DSV-Athlet. Der überraschend starke David Zobel, der sich die halbe Olympia-Norm sicherte, als Zehnter und Benedikt Doll auf Rang elf rundeten das gute Mannschaftsergebnis für den Deutschen Skiverband (DSV) ab.

Der Franzose Maillet gewann mit zwei Schießfehlern in 31:30,6 Minuten vor dem Russen Alexander Loginow (1/+8,6 Sekunden) und Alexander Smolski aus Belarus (2/+13,1). Lesser lag nach einem Schießfehler 37,9 Sekunden zurück, Zobel (1) fehlten bei seinem besten Weltcupstart 47,3 Sekunden zur Spitze.

Doll, nach dem Sprint noch Zweiter, hatte nach vier Schießfehlern keine Chance mehr auf eine weitere Spitzenplatzierung. Zuvor hatte neben Doll bereits die Männer-Staffel als Zweite ein Ausrufezeichen gesetzt.

Ohne Denise Herrmann und Franziska Preuß haben die deutschen Biathletinnen dagegen eine herbe Enttäuschung erlebt. Beim Sieg der Norwegerin Marte Olsbu Röiseland musste sich Franziska Hildebrand in der Verfolgung über 10 km mit Rang 20 begnügen. Vanessa Hinz wurde 26., Vanessa Voigt belegte den 28. Platz.

Die überragende Röiseland holte sich mit null Schießfehlern in 30:55,0 Minuten ihren sechsten Saisonsieg vor den Schwedinnen Elvira (2/+20,8 Sekunden) und Hanna Öberg (1/32,4). Hildebrand, 17. nach dem Sprint, lag nach drei Schießfehlern 2:32,1 Minuten zurück. Hinz (2/2:42,5) zeigte immerhin aufsteigende Tendenz. Sie war von Rang 60 aus gestartet.

Herrmann, im Sprint ohnehin nur enttäuschende 24., ließ die Verfolgung planmäßig aus. Dies teilte der Deutsche Skiverband (DSV) kurz vor dem Rennen mit. Frontfrau Franziska Preuß fehlte wegen der Folgen einer Corona-Infektion. Zuvor hatte sie wegen einer Fußverletzung passen müssen.

Vor Olympia steht in Antholz vom 20. bis 23. Januar die Generalprobe an.

+++++15. Januar 2022+++++

Herren-Staffel läuft in Ruhpolding erstmals aufs Podium

Die deutsche Biathleten haben in der dritten Staffel des Olympia-Winters ein Ausrufezeichen gesetzt und sind erstmals aufs Podium gelaufen. Das Quartett des Deutschen Skiverbandes (DSV) mit Erik Lesser, Roman Rees, Benedikt Doll und Philipp Nawrath belegte beim Heimweltcup in Ruhpolding hinter Russland einen starken zweiten Platz. Drei Wochen vor den Winterspielen in Peking (4. bis 20. Februar) sammelten die DSV-Männer in Abwesenheit des coronakranken Johannes Kühn weiter Selbstvertrauen.

Das DSV-Quartett lag nach nur zwei Nachladern sieben Sekunden hinter den Russen (0+4), die in 1:11:06,1 Stunden siegten. Belarus (+23,0/0+6) wurde Dritter. In den beiden ersten Staffel-Rennen des Olympia-Winters in Östersund und Hochfilzen hatten die DSV-Männer das Podium als Vierte jeweils knapp verpasst. Die Norweger, Sieger der ersten beiden Staffel-Wettbewerbe des Winters, traten ohne ihre Stars an, die derzeit ein Höhentrainingslager absolvieren.

Zum Abschluss der Ruhpolding-Woche stehen am Sonntag die Verfolger der Frauen (12.45 Uhr) und Männer (14.45 Uhr/beide ZDF und Eurosport) auf dem Programm. Danach geht es am Montag zur Olympia-Einkleidung nach München, ehe in Antholz (20. bis 23. Februar) die letzten Rennen vor den Winterspielen stattfinden.

+++++13. Januar 2022+++++

Deutsche Biathletinnen in Ruhpolding Staffel-Vierte – Sorgen um Preuß

Nach ihrem nächsten Aussetzer am Schießstand war Vanessa Hinz untröstlich und einfach nur ratlos. „Das Schlimme ist, ich kann es mir nicht erklären. Ich habe auch kein psychisches Problem oder so. Ich fahre mit guten Gedanken an den Schießstand. Und dann stehe ich auf der Matte und weiß nicht mehr, was los ist“, sagte die erfahrene Biathletin, die mit ihrer Strafrunde die deutsche Frauen-Staffel am Freitag beim Weltcup-Heimspiel in Ruhpolding um den möglichen ersten Podestplatz des Olympia-Winters brachte.

Das Quartett mit Vanessa Voigt, Hinz, Franziska Hildebrand und Denise Herrmann musste sich drei Wochen vor den Spielen in Peking mit dem vierten Platz begnügen. Nach einer Strafrunde und insgesamt fünf Nachladern betrug der Rückstand auf Sieger Frankreich 1:26,6 Minuten. Platz zwei über 4×6 Kilometer sicherte sich Schweden vor Russland.

Deutlicher wurde Disziplintrainer Florian Steirer. Denn Hinz passierte es nicht zum ersten Mal in ihrer bisher schwachen Saison, dass sie vor allem beim Stehendschießen patzte. Im Sprint von Ruhpolding hatte sie es als 60. geradeso in den Verfolger am Sonntag geschafft. „Wir sind wieder an unseren eigenen Fehlern – auch wenn es nur bei einem Schießen war – gescheitert“, sagte der Österreicher, der mit Blick auf Hinz „stinkig“ war. „Das Beschissene ist, es klappt im Training. Ich hasse es immer, das zu sagen. Aber sie schießt im Training 80, 100 Schuss und macht einen Fehler“, sagte Steirer“, „und heute trift sie mit acht Schüssen fünf Scheiben nicht.“

„Es war ab dem ersten Schuss nur ein Kampf. Ich zittere, ich bekomme nicht eine Sekunde die Waffe ruhig“, sagte Hinz und musste zugeben: „Ich bin froh, dass ich nicht fünf Fehler geschossen habe. Mir tut es brutal leid für die Staffel.“

Startläuferin Voigt attestierte Steirer ein „Bombenrennen“. Damit dürfte sich die 24-Jährige ihren Platz in der Olympia-Staffel verdient haben. Voigt absolviert ihre erste komplette Saison im Weltcup und zeigt sich mit der Waffe enorm stark, so dass sie Schwächen im Laufen oft auffangen kann.

Die dreimalige Weltmeisterin Hinz fiel dann nach ihrer Extrarunde zwischenzeitlich bis auf Platz 16 zurück. Ohne Schießfehler brachte Hildebrand das Team aber wieder weiter nach vorne und darf auf eine Berücksichtigung für Peking hoffen. Noch hat die Ex-Weltmeisterin, die die letzten Jahren mehrheitlich im zweitklassigen IBU-Cup lief, zwar die Norm nicht erfüllt. Doch eine Nominierung wäre trotzdem möglich. Steirer sprach von einer sehr guten Leistung der 34-Jährigen aus Sachsen-Anhalt.

Die gut agierende Schlussläuferin Herrmann ging mit mehr als eineinhalb Minuten Rückstand als Neunte in die Loipe und riskierte am Schießstand alles. Trotz zwei Nachladern half ihr ein Kraftakt auf der Schlussrunde, dass nur 14,4 Sekunden zum Podestplatz fehlten.

Sorgen bereitet weiter der Gesundheitszustand von Franziska Preuß, die unter normalen Umständen als Schlussläuferin gesetzt gewesen wäre. Für Deutschlands beste Skijägerin sei derzeit noch nicht an Wettkämpfe zu denken, sagte Frauen-Bundestrainer Kristian Mehringer. Am Montag soll sie mit einem leichten Aufbautraining beginnen.

Preuß hatte sich im Dezember bei einem Treppensturz am Sprunggelenk verletzt und fing sich später auch noch eine Corona-Infektion ein. Die Gesamtweltcup-Dritte der Vorsaison fehlte bereits in Oberhof und Ruhpolding. Kommende Woche steht der letzte Weltcup vor Olympia im italienischen Antholz an. Dort in der körperlich anstrengenden Höhe von knapp 1500 Metern – ähnlich wie auf den Olympia-Strecken – wird Preuß nicht starten. Auch ihre Teilnahme an der letzten Vorbereitung vor Peking dort ist noch nicht sicher.

+++++13. Januar 2022+++++

Doll Zweiter in Ruhpolding – nur 7,2 Sekunden fehlen zum Sieg

Dem 31 Jahre alten Ex-Weltmeister fehlten am Donnerstag nur 7,2 Sekunden zum dritten Sieg in seiner Karriere. Grundlage für das Top-Resultat war ein fehlerfreies Schießen. Das hatte der laufstarke Schwarzwälder zuvor überhaupt erst fünfmal in seiner Laufbahn geschafft und kam so ganz knapp an den im Gesamtweltcup führenden Quentin Fillon Maillet aus Frankreich heran, der sich den Erfolg sicherte. Hinter Doll belegte Anton Smolski aus Belarus mit einer Strafrunde Rang drei.

Für Doll war es in Abwesenheit der Stars aus Norwegen um Johannes Thingnes Bö, die allesamt ein Höhentrainingslager absolvieren und auf Starts in Ruhpolding verzichteten, eine Befreiung. Zuvor hatte es der Routinier in dieser Saison nur einmal unter die Top Ten geschafft. Pünktlich gut drei Wochen vor dem Beginn der Olympischen Winterspiele in Peking meldete sich Doll nun zurück. In Erik Lesser (1 Fehler) schaffte es ein zweiter Deutscher als Sechster weit nach vorne und ließ den bitteren Ausfall von Johannes Kühn vergessen. Deutschlands bester Skijäger der vergangenen Wochen fehlte in Bayern aufgrund einer am Mittwoch festgestellten Corona-Infektion.

Der coronabedingt vor leeren Zuschauerrängen stattfindende Heim-Weltcup wird am Freitag (14.30 Uhr/ZDF und Eurosport) mit der Damen-Staffel fortgesetzt. Für die Frauen geht es dabei nach dem enttäuschenden Sprint um eine klare Steigerung. Franziska Hildebrand war am Mittwoch als beste DSV-Skijägerin 17. geworden.

+++++11. Januar 2022+++++

Deutsche Frauen enttäuschen beim Sprint von Ruhpolding

Die deutschen Biathletinnen haben zum Auftakt des zuschauerlosen Heim-Weltcups in Ruhpolding die Spitzenplätze deutlich verpasst. Medaillenhoffnung Denise Herrmann kam am Mittwoch im Sprint über 7,5 km nach zwei Schießfehlern nicht über einen enttäuschenden 24. Platz hinaus, als beste Deutsche empfahl sich Franziska Hildebrand auf Rang 17 für einen Olympia-Startplatz.

„Stehend läuft es zurzeit einfach nicht. Ich kämpfe weiter, man kann es nicht erzwingen“, sagte Herrmann im ZDF: „Es kommt der Tag, an dem es auch mal aufgeht. Es fehlt nicht viel, dass ich es in den Wettkampf rüberbringe.“

Ihren dritten Weltcup-Sieg in diesem Winter holte sich die fehlerfreie Schwedin Elvira Öberg in 19:45,2 Minuten, deutlich vor der Gesamtweltcupführenden Marte Olsbu Röiseland aus Norwegen (0/+21,6) und der Italienerin Dorothea Wierer (0/+29,7).

Hildebrand (1/+1:17,9) hat für den Verfolger am Sonntag (12.45 Uhr/ZDF und Eurosport) aus deutscher Sicht die beste Ausgangsposition, Herrmann liegt 1:26,7 Minuten zurück. Frontfrau Franziska Preuß erholt sich weiter von einer Fußverletzung und einer Corona-Infektion und setzt in Ruhpolding aus.

Vanessa Voigt (1/+1:36,7) landete auf Platz 29., Vanessa Hinz (3/+2:21,0) qualifizierte sich als 60. gerade noch für das Jagdrennen der besten 60. Anders als Marion Wiesensarter (1/+2:24,9) auf Rang 63 und Weltcup-Debütantin Hanna Kebinger (0/+2:31,9) auf Platz 66.

Kühn positiv auf Corona getestet

Deutschlands derzeit bester Biathlet Johannes Kühn ist positiv auf das Coronavirus getestet worden und verpasst kurzfristig den Heim-Weltcup in Ruhpolding. Das teilte der Deutsche Skiverband am Mittwoch mit. Alle weiteren zusätzlich durchgeführten PCR-Tests bei den Mitgliedern des deutschen Teams fielen in Bayern negativ aus. Kühn, der Zehnter des Gesamtweltcups ist, musste sich in Isolation begeben. Wie der Weltverband IBU bekanntgab, läuft eine Kontaktnachverfolgung durch die lokalen Gesundheitsbehörden. Eine Entscheidung über eine Quarantäne steht deswegen noch aus.

Eigentlich hätte Kühn am Donnerstag (14.30 Uhr/ZDF und Eurosport) im Sprint in den Chiemgauer Alpen antreten sollen. Nun wird der Thüringer Philipp Horn den Startplatz des 30-Jährigen übernehmen. Der Bayer Kühn hatte im Dezember in Hochfilzen seinen ersten Weltcupsieg gefeiert. Der Erfolg im Sprint war zugleich der bislang einzige für die deutschen Skijäger im Olympia-Winter.

Erst am Montag war der Corona-Fall von Top-Biathletin Franziska Preuß bekannt geworden. Die 27-Jährige hatte sich allerdings bereits Ende Dezember infiziert und könnte in der kommenden Woche wieder antreten. Die Gesamtweltcup-Dritte der Vorsaison verpasst genau wie Kühn die Rennen bis Sonntag in Ruhpolding.

Weniger als einen Monat vor dem Beginn der Olympischen Winterspiele in Peking (4. bis 20. Februar) nehmen die Corona-Sorgen auch im Biathlon langsam zu. Wie die IBU mitteilte, wurden in Ruhpolding auch ein Mitglied der norwegischen Delegation und eine Person aus der Ukraine positiv getestet. Zwar handelte es sich dabei nicht um Sportler, für alle betroffenen Teams mit Corona-Fällen wurden die Überwachungsmaßnahmen jedoch verschärft. Sie werden in den kommenden Tagen verstärkt getestet, um eine Ausbreitung zu verhindern.

+++++11. Januar 2022+++++

Auch Weltcup in Ruhpolding coronabedingt ohne Fans

 Auch der Biathlon-Weltcup in Ruhpolding findet nun coronabedingt ohne Fans statt. Das teilten die Organisatoren am Dienstag mit, nachdem das bayerische Kabinett die Corona-Beschränkungen bis 9. Februar verlängert hatte. „Wir als OK haben bis zuletzt versucht, unseren Fans in irgendeiner Art und Weise das Zuschauen zu ermöglichen unter entsprechenden sehr strengen Schutzbedingungen. Aber wir haben vollstes Verständnis angesichts der aktuellen Infektionszahlen. Wir akzeptieren die Entscheidung zu 100 Prozent“, sagte Ruhpoldings Bürgermeister Justus Pfeifer.

Nach Hochfilzen/Österreich, Oberhof und dem kommenden Weltcup in Antholz ist Ruhpolding bereits die vierte Station, bei der in dieser Saison Geisterrennen ausgetragen werden müssen.

Für Ruhpolding ist es ein erneuter Rückschlag, nachdem in der Vorsaison die Rennen wegen der Corona-Pandemie ganz ausgefallen waren und stattdessen ein Doppel-Weltcup in Oberhof ausgetragen wurde.

Ohne Fans wird nun ein Defizit im niedrigen siebenstelligen Bereich zwischen 1,2 und 1,3 Millionen erwartet. „Wir hoffen inständig, dass die Politik uns dahingehend nicht alleine lässt“, sagte Pfeifer. Er hofft, dass die Corona-Hilfen für den Profisport verlängert werden und „dass die Entscheidung zugunsten der Wettkampforte getroffen wird. Und wir so auch einen Ausgleich der entfallenen Ticketeinnahmen für den Ort generieren können.“

Die Ausrichter können aber auf Zuschüsse durch den Weltverband hoffen. Die IBU erhöhte vor der Saison den regulären Zuschuss für die Organisationskomitees bereits um ein Drittel, wie IBU-Kommunikationsdirektor Christian Winkler der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. „Die IBU wird nach der laufenden Saison entscheiden, wie eine zusätzliche finanzielle Unterstützung für Veranstalter, die ihre Events ohne Zuschauer durchführen mussten, aussehen wird“, sagte Winkler. In der vergangenen Saison hatte die IBU die finanzielle Unterstützung für die Organisationskomitees aufgrund der Corona-Situation bereits verdoppelt.

+++ 10. Januar 2022 +++

Franziska Preuß hatte Corona – Norweger verzichten auf Ruhpolding

Medaillen-Hoffnung Franziska Preuß muss in der Vorbereitung auf die Olympischen Winterspiele in Peking den nächsten Rückschlag verkraften und fehlt auch beim Biathlon-Weltcup in Ruhpolding in dieser Woche. Die 27 Jahre alte Ex-Weltmeisterin hatte sich zusätzlich zu einer im Dezember erlittenen Fußverletzung mit dem Coronavirus infiziert. Wie der Deutsche Skiverband am Montag mitteilte, wurde die Infektion vor 13 Tagen festgestellt. Die Bayerin habe sich zwar erholt, sei aber noch nicht wieder voll belastbar.

„Die ersten Tage war ich ehrlich gesagt schon sehr niedergeschlagen“, wurde Preuß in einer DSV-Mitteilung zitiert: „Aber inzwischen bin ich wieder optimistischer und versuche das Beste aus der Situation zu machen.“ Ihr Wunsch sei es, „dass ich vor Olympia noch Wettkämpfe machen kann. Aber das werden wir im Lauf der Woche entscheiden.“. Die letzte Chance bietet sich bereits in der kommenden Woche. Dann findet im italienischen Antholz die Olympia-Generalprobe statt.

Norwegens Biathlon-Stars verzichten auf Weltcup in Ruhpolding

Die norwegischen Top-Biathleten um den zwölfmaligen Weltmeister Johannes Thingnes Bö verzichten auf die Teilnahme am Weltcup in dieser Woche in Ruhpolding. Wie der norwegische Verband am Montag mitteilte, steht für einen Großteil der Männer-Mannschaft, zu der auch die Weltmeister Tarjei Bö und Sturla Holm Laegreid gehören, ein Höhentrainingslager in Vorbereitung auf die Olympischen Winterspiele in knappen einem Monat auf dem Programm.

Dafür wird bei den Rennen ab Mittwoch überwiegend Norwegens Team aus dem zweitklassigen IBU-Cup in den Chiemgauer Alpen antreten. Zur Olympia-Generalprobe in Antholz in der nächsten Woche sollen Bö und Co. wieder zurückkehren, ehe sie anschließend nach Peking reisen.

+++ 8. Januar 2022 +++

Lesser vergibt Podest beim letzten Schießen

Biathlet Erik Lesser hat zum Abschluss des Heimweltcups in Oberhof das Podium nur knapp verpasst. Der 33-Jährige lief in der Verfolgung über 12,5 km trotz drei Fehlern von Rang 15 auf acht nach vorne und holte sein bestes Saisonergebnis. Allerdings vergab er im dichten Schneetreiben mit zwei Strafrunden beim letzten Schießen den greifbaren Sieg, letztlich fehlten 40 Sekunden zu seinem ersten Podest seit 13 Monaten.

Auf der Schlussrunde zog Roman Rees (3 Strafrunden/+44,9 Sekunden) sogar noch an Lesser vorbei und wurde als Sechster bester Deutscher. Das Rennen gewann der als Neunter gestartete Quentin Fillon Maillet trotz zwei Fehlern in 36:48,3 Minuten. Für den Franzosen war es bereits der dritte Sieg in einer Verfolgung in Serie. Zweiter wurde der Schwede Sebastian Samuelsson (1/+9,9), Tarjei Bö (3/+15,6) aus Norwegen lief auf Rang drei.

Benedikt Doll (3/+1:40,8) komplettierte als 15. das gute deutsche Mannschaftsergebnis, Philipp Nawrath (3/+2:15,1) verbesserte sich von Platz 51 auf 25. Für die Männer geht es in Ruhpolding am Donnerstag mit dem Sprint weiter. Nach dem zweiten Heimweltcup kommt es in Antholz (20. bis 23. Januar) zur Generalprobe für die Olympischen Winterspiele in Peking (4. bis 20. Februar).

Herrmann erlebt mit Rang 41 ein Debakel

Biathletin Denise Herrmann hat zum Abschluss des Heimweltcups in Oberhof ein Debakel erlebt. Nach Platz 26 im Sprint fiel die Medaillenhoffnung für die Olympischen Spiele in der Verfolgung über 10 km nach acht Strafrunden auf Rang 41 zurück und kam mit einem Rückstand von 4:36,5 Minuten zum dritten Mal in Serie nicht unter die besten 25. Im Hinblick auf Peking stimmt lediglich die Tendenz in der Loipe, der 33-Jährigen gelang die fünfte Laufzeit.

Vanessa Voigt (2/+2:17,5) war in Abwesenheit der weiter wegen einer Fußverletzung fehlenden Frontfrau Franziska Preuß als Zwölfte erneut die beste Deutsche. Die Norwegerin Marte Olsbu Röiseland gewann mit zwei Fehlern in 33:18,8 Minuten nach dem Sprint auch das Jagdrennen. Die Schwedin Hanna Öberg (2/+33,4) und Dsinara Alimbekawa (2/42,7) aus Belarus komplettierten das Podest. Die Sprintzweite Hanna Sola fiel kurzfristig krankheitsbedingt aus.

Franziska Hildebrand (2/+2:57,1) schaffte als 20. ihr bestes Saisonergebnis, Vanessa Hinz (4/+3:57,6) und Janina Hettich (5/+4:59,2) enttäuschten. Die Frauen eröffnen schon am Mittwoch mit dem Sprint über 7,5 km den zweiten Heimweltcup in Ruhpolding, möglicherweise könnte Preuß dann zurückkehren. Nach den Rennen in Bayern steht vom 20. bis 23. Januar nur noch die Olympia-Generalprobe in Antholz an.

+++ 8. Januar 2022 +++

Lesser und Hildebrand nach langer Führung nur auf Platz sieben

Erik Lesser und Franziska Hildebrand sind im Single Mixed von Oberhof an einem Überraschungscoup vorbeigelaufen. Das Duo des Deutschen Skiverbandes (DSV) lag am Rennsteig lange in Führung, ehe Hildebrand auf ihrem letzten Teilstück bis auf Platz sieben durchgereicht wurde. Nach elf Nachladern fehlten letztlich 22,1 Sekunden aufs Podest. Das Single Mixed gehört in Peking noch nicht zum olympischen Programm.

Die Athleten des Deutschen Skiverbandes (DSV) waren in der jüngsten Disziplin im Biathlon zuletzt nicht ganz so erfolgreich, seit der WM in Antholz im Februar 2020 gab es keinen Podiumsplatz mehr. Das russische Duo Anton Babikow und Kristina Reszowa gewann mit einer Strafrunde und zwölf Nachladern in 41:37,1 Minuten vor Österreich (1 Strafrunde+13 Nachlader/+41,5). Dritter wurde die Ukraine (0+12/+1:03,6).

Lesser wechselte nach seinem ersten Teilstück mit nur einem Nachlader als Führender auf Hildebrand, die in dieser Saison zwischen Weltcup und dem zweitklassigen IBU Cup pendelt. Die 34-Jährige verteidigte die Führung trotz zweier Nachlader. Lesser leistete sich dann bei seinem zweiten Einsatz einen Strauchler und drei Fehlschüsse, dadurch zog Russland vorbei. Hildebrand verspielte mit fünf Nachladern noch den Stockerlplatz.

Deutsche Mixed-Staffel nur auf Rang sechs

Die deutsche Mixed-Staffel hat bei der Olympia-Generalprobe in Oberhof den sechsten Platz belegt. Das Quartett mit Roman Rees, Benedikt Doll, Vanessa Voigt und Vanessa Hinz leistete sich beim Heim-Weltcup am Samstag in Thüringen sechs Nachlader und landete 2:10,7 Minuten hinter dem siegreichen Weltmeister Norwegen. Platz zwei belegte Belarus vor Frankreich. Dem Team des Deutschen Skiverbands fehlten 9,4 Sekunden auf das Podest.

Startläufer Rees zeigte erneut eine starke Leistung. Einen Tag nach seinem fünften Platz im Sprint leistete er sich nur einen Nachlader und übergab als Dritter auf Doll. Die Bedingungen am Rennsteig waren dabei deutlich besser als noch einen Tag zuvor. Bei recht wenig Wind, wärmeren Temperaturen und ohne Nebel gaben die favorisierten Norweger in Bestbesetzung von Beginn an das Tempo vor. Doll benötigte beim Schießen drei Extrapatronen, hielt sich aber auf Position drei.

In ihrer Thüringer Heimat patzte Voigt nur einmal am Schießstand, konnte in der Loipe aber nicht mithalten und fiel auf Rang vier zurück. Norwegen hatte sich zu diesem Zeitpunkt einen großen Vorsprung erarbeitet, den niemand mehr aufholen konnte. Die deutsche Schlussläuferin Hinz konnte nach vorne nichts mehr ausrichten.

Vor dem Start der Olympischen Winterspiele war es das letzte Rennen in diesem Wettbewerb. Mit der Mixedstaffel werden am 5. Februar im Nordwesten Pekings die olympischen Biathlon-Wettbewerbe eröffnet. Das deutsche Team dürfte dann in ganz anderer Formation antreten. In Oberhof wurden Denise Herrmann und Johannes Kühn nicht eingesetzt, Franziska Preuß fehlte wegen einer Fußverletzung.

+++++7. Januar 2022+++++

Deutsche Männer holen Platz vier und fünf im Sprint von Oberhof – Voigt wird Zwölfte

Anhaltender Aufwärtstrend bei den Männern, weiter Sorgen bei den Frauen: Im wilden Oberhofer Schneesturm haben die deutschen Skijäger im Olympia-Jahr ihre jüngsten Trends fortgesetzt. Während die Frauen ohne Franziska Preuß erneut der Weltspitze nachliefen, mausert sich Johannes Kühn vier Wochen vor Beginn der Spiele immer mehr zur größten deutschen Medaillenhoffnung für Peking.

Trotz zweier Schießfehler verpasste der einzige deutsche Saisonsieger bei starkem Flockenwirbel und böigem Wind das Stockerl als Vierter nur um 3,5 Sekunden. Hadern wollte Kühn allerdings überhaupt nicht. „Klar war es knapp mit dem Podest. Aber zum Reinkommen nach der Weihnachtspause und dann noch mit den Bedingungen bin ich auf jeden Fall zufrieden“, sagte der 30-Jährige in der ARD: „Es war richtig, richtig hart.“

Doch nicht nur Kühn trotzte beim Sieg des Russen Alexander Loginow den teils wüsten Schneeverwehungen auf der Strecke. Das deutsche Team zeigte sich geschlossen in hervorragender Laufform und fuhr das beste Mannschaftsergebnis des Winters ein. „Ich bin sehr zufrieden“, sagte der Sportliche Leiter Bernd Eisenbichler: „In den Laufzeiten haben wir fast alle in den Top 16, die Techniker haben den Heimvorteil genutzt und einen top Job gemacht.“

Roman Rees schaffte als Fünfter mit nur einem Schießfehler sein drittbestes Karriereergebnis. „Normal bin ich ein Schönwetter-Sportler, aber heute kam ich echt gut damit klar“, sagte der 28-Jährige. Erik Lesser schaffte mit Rang 15 und Erfüllung der zweiten Teilnorm für Olympia seine persönliche Erlösung, doch freuen darüber wollte er sich wegen seiner drei Schießfehler nicht.

„Stehend ist nicht ausreichend, das wäre eine Fünf plus in der Schule gewesen. Es war fast null Wind, und ich schieße die letzten zwei weg. Damit bin ich absolut unglücklich“, sagte der 33-Jährige gewohnt selbstkritisch. Schlechte Ausgangspositionen für den Verfolger am Sonntag (12.30 Uhr) haben einzig Benedikt Doll als 38. und Philipp Nawrath auf Rang 51.

Nicht viel besser lief es bei zunehmendem Nebel für das Frauen-Sextett. Hoffnungsträgerin Franziska Preuß musste beim ersten Heimrennen der Saison wegen ihrer Fußverletzung nach dem verflixten Treppensturz kurz vor Weihnachten pausieren. Und einmal mehr zeigte sich: Ohne die Frontfrau laufen die Skijägerinnen des Deutschen Skiverbandes (DSV) derzeit nicht um die Podestplätze. Auf der Strecke sind die Rückstände zu groß.

Außer bei Denise Herrmann, die sich mit der siebtbesten Laufzeit nach ihrer kurzen Erkältung vor Weihnachten auf der Strecke ordentlich präsentierte. Sie verbaute sich ein Topergebnis aber mit drei Fehlern, zwei davon im Stehendanschlag. „Es war stehend vom Wind machbar, aber die Schüsse habe ich komplett weggezogen“, sagte die 33-Jährige: „Auch im Laufen hätte ich mich gerne noch näher dran gesehen. Ein paar Körner haben gefehlt.“

Beste Deutsche beim Sieg der Norwegerin Marte Olsbu-Röiseland war die fehlerfreie Thüringerin Vanessa Voigt mit Platz zwölf. Vor den Verfolgern stehen am Samstag noch die Mixed-Staffel (12.15 Uhr) und das Single Mixed (14.45 Uhr/alles ARD und Eurosport) auf dem Programm.

+++ 5. Januar +++

Zwei Athleten in Oberhof positiv getestet

Der Schweizer Benjamin Weger ist beim Biathlon-Weltcup im thüringischen Oberhof positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte Swiss-Ski am Freitag kurz vor den ersten Rennen mit. Der 32-Jährige habe „keine Symptome und befindet sich in Isolation“, erklärte der Verband. „Alle anderen Tests innerhalb des Schweizer Teams in Oberhof fielen negativ aus“, hieß es weiter.

Bereits am Donnerstag war der Russe Eduard Latypow (27) positiv auf Covid-19 getestet worden. Einen Tag später wurde dann auch ein Offizieller des russischen Teams nach Angaben des Weltverbandes IBU positiv getestet und isoliert. Derzeit läuft noch die Kontaktnachverfolgung durch die lokalen Gesundheitsbehörden, ein Entscheidung über die Quarantäne steht noch aus.

Insgesamt wurden vor dem Weltcup in Thüringen knapp 250 PCR-Tests bei nicht geimpften Teammitgliedern und Akkreditierten oder Personen mit Corona-Symptomen durchgeführt. Insgesamt rund 75 Prozent der Teammitglieder im Biathlon-Weltcup gelten in Deutschland als geimpft oder genesen.

+++ 4. Januar +++

Hildebrand ersetzt Preuß beim Heimweltcup in Oberhof

Die deutschen Biathletinnen müssen beim Heimweltcup in Oberhof erwartungsgemäß auf Hoffnungsträgerin Franziska Preuß verzichten. Die 27-Jährige fehlt nach ihrer Fußverletzung im sechsköpfigen Aufgebot des Deutschen Skiverbandes (DSV) für die Wettkämpfe vom 7. bis 9. Januar und wird durch Franziska Hildebrand ersetzt. Preuß befindet sich nach ihrem Treppensturz im Aufbautraining, sie könnte in Ruhpolding (12. bis 16. Januar) oder Antholz (20. bis 23. Januar) zurückkehren.

Bei den Männern rückt der IBU-Cup-Führende Lucas Fratzscher bei seinem Heimrennen für Philipp Horn ins Team. „Unsere Athletinnen und Athleten konnten die Weihnachtspause trotz der warmen Witterung gut zum Trainieren an den verschiedenen Stützpunkten nutzen“, sagte der Sportliche Leiter Bernd Eisenbichler: „Einige waren auch noch in der Höhe am Lavazze-Pass und in Davos, um sich dort auf die kommenden Heimweltcups vorzubereiten.“

So auch Denise Herrmann, die in Abwesenheit von Preuß bei den Frauen die größten Hoffnungen trägt. Die Oberwiesenthalerin startet allerdings mit gedämpften Erwartungen ins Olympiajahr. „Eine konkrete Zielplatzierung“ habe sie nach ihrer Erkrankung kurz vor Weihnachten nicht, sagte die 33-Jährige. Sie spüre gesundheitlich aber zumindest keine „großen Nachwehen“.

+++++3. Januar+++++

Zu warm – Weltcup in Oberhof wird um einen Tag verkürzt

Der Biathlon-Weltcup in Oberhof wird aufgrund der schwierigen Wetterlage von vier auf drei Wettkampftage verkürzt und beginnt später als ursprünglich geplant erst an diesem Freitag. Das teilte der Biathlon-Weltverband IBU am Montagabend mit. Zu warme Temperaturen und Regen erschwerten den Organisatoren im Thüringer Wald in den vergangenen Tagen die Vorbereitung auf die ersten Wettbewerbe der Skijäger im Olympia-Jahr.

Eigentlich sollte es am Rennsteig bereits an diesem Donnerstag mit dem Sprint der Männer losgehen. Der Wettkampf über zehn Kilometer wird als Folge der zu warmen Witterung nun jedoch auf Freitag (11.30 Uhr) verlegt und findet nur wenige Stunden vor dem Rennen der Frauen (14.15 Uhr) statt. Durch diese Maßnahme sollen die Strecken geschont und eine bessere Präparierung ermöglicht werden. Im Laufe der Woche soll es beim ersten von zwei deutschen Heim-Weltcups nacheinander deutlich kälter werden und die Temperaturen phasenweise wieder unter den Gefrierpunkt sinken.

Am kommenden Wochenende sind auf den WM-Strecken von 2023 außerdem noch die Mixed-Wettbewerbe (Samstag) und Verfolgungsrennen (Sonntag) geplant. Zuschauer sind aufgrund der angespannten Corona-Lage in Oberhof das zweite Jahr nacheinander nicht zugelassen. Die IBU verkündete zudem, dass die Corona-Regeln im Vergleich zu den vergangenen Wochen wieder verschärft werden. Demnach müssen alle Teilnehmer unter anderem verpflichtend PCR-Tests absolvieren.

+++++29. Dezember+++++

Hettich und Lesser patzten bei World Team Challenge

Janina Hettich und Erik Lesser haben bei der traditionellen World Team Challenge der Biathleten trotz einer souveränen Halbzeit-Führung den vierten deutschen Sieg und das Podium verpasst. Das Duo des Deutschen Skiverbandes (DSV) belegte bei der Sonderausgabe in Ruhpolding nur den vierten Rang.

Der Sieg ging an Lisa Hauser und Felix Leitner aus Österreich vor den Titelverteidigern Jewgenija Burtassowa und Matwei Jelissejew aus Russland. Vanessa Hinz und Benedikt Doll enttäuschten als Letzte.

Hettich und Lesser lagen bei strömenden Regen nach acht fehlerfreien Schießeinlagen im Massenstart noch 38 Sekunden vor der Konkurrenz. Bei der anschließenden Verfolgung büßten sie ihren deutlichen Vorsprung jedoch ein. Beide leisteten sich je vier Schießfehler. Für den letzten deutschen Erfolg hatten 2016 Hinz und Simon Schempp gesorgt. Zuvor waren Martina Glagow/Michael Greis (2002) und Laura Dahlmeier/Florian Graf (2013) siegreich gewesen.

Die DSV-Topathletinnen Franziska Preuß und Denise Herrmann fehlten beim diesjährigen Team-Wettbewerb. Herrmann war vor Weihnachten gesundheitlich angeschlagen, Preuß muss derzeit wegen einer Fußverletzung pausieren. Wann die 27-Jährige wieder in den Weltcup zurückkehren kann, ist offen.

Die World Team Challenge war wegen der Corona-Pandemie wie im Vorjahr kurzfristig von der Arena auf Schalke nach Ruhpolding verlegt. Das Rennen musste aber erneut ohne Zuschauer stattfinden.

Im Biathlon-Weltcup geht es vom 6. bis 9. Januar in Oberhof weiter. Danach folgt ab 12. Januar der Weltcup in Ruhpolding.

Lesser und Doll gegen Olympia-Boykott

Die deutschen Biathleten Benedikt Doll und Erik Lesser haben sich klar gegen einen sportlichen Boykott von Olympia 2022 ausgesprochen, sehen die Spiele in China aber kritisch. „Ich bin ehrlich gesagt auch absolut kein Fan davon, die Spiele an ein Land zu vergeben, wo solche Problematiken auftreten“, sagte Doll dem Portal „Sport1“. „Aber wenn ich vier Jahre meines Lebens dafür investiere, ist das einfach ein Highlight und dann möchte ich aus sportlicher Sicht teilnehmen und um Medaillen kämpfen.“ Lesser sagte dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) (Dienstag): „Ich finde es nicht okay, von Sportlern zu erwarten, die Spiele zu boykottieren.“

Beide Athleten sehen mit Blick auf die Spiele in Peking im kommenden Jahr vor allem das Internationale Olympische Komitee (IOC) in der Pflicht. „Den Schuh muss sich das IOC anziehen – auch wegen der Vergabe. Zum einen ist China kein Wintersportort und zum anderen natürlich auch wegen der politischen Situation“, sagte der 33 Jahre alte Lesser. Der zwei Jahre jüngere Doll urteilte: „Ich finde, das IOC muss solche Themen intensiver in Entscheidungen miteinbeziehen.“ Olympische Spiele seien aus seiner Sicht ein „hochpolitisches Thema“.

Zuletzt hatten unter anderem die USA, Australien, Großbritannien und Kanada angekündigt, keine Politiker zu den Spielen vom 4. bis 20. Februar zu schicken. China steht wegen Menschenrechtsverletzungen im Umgang mit Uiguren und Tibetern, den Drohungen gegen Taiwan oder der Unterdrückung der Demokratiebewegung in Hongkong in der Kritik.

Lesser forderte, das IOC müsse bei der Vergabe der Spiele stärker auf Nachhaltigkeit schauen. „Winter- und Sommerspiele sollen wieder das werden, was sie mal waren, und es soll nicht einfach nur auf Diplomatie geachtet werden“, sagte der Olympia-Zweite von 2014.

+++++27. Dezember+++++

Hinz/Doll und Hettich/Lesser bei World Team Challenge am Start

Vanessa Hinz mit Benedikt Doll und Janina Hettich mit Erik Lesser wollen bei der traditionellen World Team Challenge der Biathleten für den ersten deutschen Sieg seit 2016 sorgen. Vor fünf Jahren war Hinz mit Simon Schempp erfolgreich gewesen, es war der erst dritte deutsche Erfolg bei der seit 2002 ausgetragenen Veranstaltung.

Zuvor hatten Martina Glagow/Michael Greis (2002) und Laura Dahlmeier/Florian Graf (2013) den Team-Wettkampf gewonnen. Kati Wilhelm siegte 2009 an der Seite des Österreichers Christoph Sumann.

Beim DSV-Team fehlen bei der Sonderausgabe am Dienstag (ab 18.15 Uhr/ARD) in Ruhpolding die verletzten Franziska Preuß und die angeschlagene Denise Herrmann. Titelverteidiger ist das russische Duo Jewgenija Burtassowa und Matwei Jelissejew. Die bekanntesten Namen im Feld der zehn gemischten Teams sind Einzel-Weltmeisterin Marketa Davidova aus Tschechien und die Österreicherin Lisa Hauser.

Die World Team Challenge mit Massenstart und Verfolgung wurde wegen der Corona-Pandemie auch in diesem Winter kurzfristig von der Arena auf Schalke nach Ruhpolding verlegt. Das Rennen muss aber erneut ohne Zuschauer auskommen.

„Wir hatten uns alle darauf gefreut, in diesem Winter wieder nach Schalke zu kommen“, sagte Präsident Franz Steinle vom Deutschen Skiverband (DSV): „Aber ich bin wirklich überaus dankbar, dass die Biathlon World Team Challenge noch einmal als Sonderausgabe in Ruhpolding stattfinden kann.“

Im Biathlon-Weltcup geht es vom am 6. bis 9. Januar in Oberhof weiter. Danach folgt ab 12. Januar der Weltcup in Ruhpolding.

+++ 23. Dezember +++

Preuß fällt länger aus

Die Weihnachtspause hatte sich Franziska Preuß ganz anders vorgestellt. Statt wichtige Grundlagen für ihren Olympia-Traum zu legen, ist die Hoffnungsträgerin der deutschen Biathleten nach ihrem verflixten Treppensturz zur Tatenlosigkeit gezwungen. Während die Konkurrenz fleißig Kilometer um Kilometer abspult, muss sich die 27-Jährige schonen. Mehr als den linken Fuß hochlegen, ist für sie über die Feiertage schlicht nicht möglich.

Ihr folgenschwerer Fauxpas in Annecy-Le Grand Bornand zwingt sie zur Unzeit zu einer längeren Zwangspause – der Weg zur Topform wird gut 40 Tage vor dem Start der Olympischen Spiele von Peking verdammt mühselig. Die Ärzte verordneten nach eingehenden Untersuchungen für zehn Tage ein komplettes Belastungsverbot, danach darf sie sich auch nur sukzessive wieder an die Vollbelastung herantasten.

Wettkämpfe vor Mitte Januar sind voraussichtlich nicht möglich, eine Teilnahme beim Heimweltcup in Oberhof scheint nahezu ausgeschlossen. Auch für die Rennen vor der eigenen Haustür in Ruhpolding vom 12. bis 16. Januar dürfte es eng werden – und danach bliebe schon nur noch Antholz für den letzten Feinschliff vor der Abreise nach Peking (5. bis 20. Februar).

Wie dringend die deutschen Biathletinnen Preuß in Topform brauchen, zeigte sich schon nach ihrem Ausfall beim Weltcup in Frankreich. Spitzenplatzierungen ohne die Frontfrau? Fehlanzeige! Für Preuß sei das „eine ganz blöde Situation“, hatte ZDF-Expertin Laura Dahlmeier da schon im ZDF gesagt. Eine Pause zu diesem Zeitpunkt fühle „sich sicher sehr lange an.“

Dabei lief bis zum Treppensturz fast alles nach Plan. Drei Top-Acht-Ergebnisse gab es in den ersten vier Rennen, Preuß war mittendrin in der Weltspitze. „Läuferisch ist sie noch nie so gut in die Saison gestartet. Wenn es den gleichen Verlauf nimmt wie die letzten Jahre, als sie von Woche zu Woche immer stärker geworden ist, stimmt mich das sehr positiv. Das kann eine sehr, sehr gute Saison werden“, mutmaßte ihr Freund Simon Schempp damals im SID-Interview.

Doch stattdessen muss Preuß wegen ihrer Fußverletzung nun erstmal den Wettlauf mit der Zeit gewinnen.

+++++22. Dezember 2021+++++

Tora Berger gewinnt nachträglich Gesamtweltcup der Saison 2013/14

Die norwegische Biathletin Tora Berger kann sich mit über sieben Jahren Verspätung doch noch über einen zweiten Triumph im Gesamtweltcup freuen. Der Biathlon-Weltverband IBU erklärte am Dienstagabend Berger und die bislang als alleinige Siegerin geltende Finnin Kaisa Mäkäräinen gemeinsam zu Gewinnerinnen der großen Kristallkugel der Saison 2013/14. Die einstimmige Entscheidung der IBU ist eine Reaktion auf das jüngste Urteil des Internationalen Sportgerichtshofs CAS im Fall der russischen Athletin Olga Saizewa.

Die wurde nachträglich wegen diverser Dopingvergehen bei neun Wettkämpfen disqualifiziert. Bei neuer Punkteberechnung läge dann Berger in der Endabrechnung vier Zähler vor Mäkäräinen, laut ursprünglicher hatte sie noch um fünf Punkte zurückgelegen und so ihren zweiten Erfolg im Gesamtweltcup verpasst. Die salomonische Lösung mit zwei Siegerinnen begründete die IBU damit, „dass saubere Athleten nicht für die Dopingvergehen anderer bestraft werden dürfen“.

Es solle noch in diesem Winter im Rahmen eines Weltcups eine gemeinsame Siegerehrung beider Skijägerinnen geben, außerdem erhalte Berger nachträglich das entgangene Preisgeld. „Das ist eine faire und gute Entscheidung für uns beide. Ich hätte mich wirklich schlecht gefühlt, wenn Kaisa ihre Kristallkugel hätte zurückgeben müssen“, sagte Berger. Auch Mäkäräinen zeigte sich „glücklich“ über die Entscheidung. Es sei die „fairste Lösung“, sagte die mittlerweile 38-Jährige.

+++ 19. Dezember +++

Kühn und Doll laufen in die Top 10 – Biathletinnen schwach

Johannes Kühn und Benedikt Doll haben zum Abschluss des Biathlon-Weltcups in Annecy-Le Grand Bornand für die besten deutschen Ergebnisse gesorgt. Kühn landete im Massenstart über 15 km mit einer Strafrunde auf Rang sechs, Doll lief bei gleicher Fehlerzahl direkt dahinter auf Position sieben. Dem einzigen deutschen Saisonsieger Kühn fehlten nur sieben Sekunden auf das Podest.

„Ich bin echt, echt glücklich mit dem Rennen“, sagte Doll im ZDF und betonte zugleich: „Es ist aber unfassbar, was auf der Strecke abgeht.“ Die französischen Lokalmatadoren feierten einen Doppelerfolg. Verfolgungsweltmeister Emilien Jacquelin gewann mit einer Strafrunde in 35:54,8 Minuten vor dem Gesamtweltcupführenden Quentin Fillon Maillet (2 Strafrunden/+3,5). Dritter wurde der Norweger Tarjei Bö (1/+10,3).

Erik Lesser (+2:30,0) verpasste einen Tag nach seinem besten Saisonrennen den zweiten Teil der Olympia-Norm deutlich. Mit vier Fehlern landete der Routinier auf Platz 27. Philipp Nawrath (3/+1:32,6) wurde 19., Roman Rees (2/+2:56,6) beendete das Biathlon-Jahr auf Rang 28.

Nach dem Jahreswechsel stehen die beiden Heimweltcups an. Das erste Rennen in Oberhof ist am 6. Januar der Sprint über 10 km.

Deutsche Biathletinnen enttäuschen

Die deutschen Biathletinnen haben in Abwesenheit der Hoffnungsträgerinnen Denise Herrmann und Franziska Preuß beim Weltcup in Annecy-Le Grand Bornand einen schwarzen Tag erwischt. Vanessa Hinz lief im Massenstart über 12,5 km als beste Deutsche auf Rang 22, nach vier Strafrunden fehlten der Bayerin 2:15,4 Minuten auf Siegerin Elvira Öberg (Schweden). Vanessa Voigt (3 Strafrunden/+2:36,1 Minuten) landete bei ihrer Weltcuppremiere in diesem Wettbewerb auf Platz 24.

Herrmann hatte ihren Start am Morgen kurzfristig abgesagt. „Ich bin schon lange genug als Sportlerin aktiv, um zu wissen, dass man nur hundert Prozent gesund eine Spitzenleistung erbringen kann“, schrieb die 32-Jährige bei Instagram. Preuß fehlte wie schon in den ersten beiden Rennen in Frankreich wegen ihrer Fußverletzung nach einem Treppensturz.

Die Schwedin Öberg legte trotz zwei Fehlern in 35:21,7 Minuten nach ihrem Premierensieg im Verfolger am Samstag gleich nach. Lokalmatadorin Julia Simon (2/+10,7) sicherte sich in einem packenden Vierkampf auf der Schlussrunde Rang zwei vor der Russin Kristina Restsowa (2/+12,1).

Nach dem Jahreswechsel geht es zu den beiden Heimweltcups. Für die Skijägerinnen ist das erste Rennen in 2022 am 7. Januar der Sprint von Oberhof.

+++ 18. Dezember +++

Doll knackt Olympia-Norm

Erik Lesser hat beim Biathlon-Weltcup in Annecy-Le Grand Bornand sein erstes Topergebnis der Saison eingefahren. Der 33-Jährige lief in der Verfolgung über 12,5 km um 16 Plätze auf Position zehn nach vorne und holte sich damit trotz einem Fehler die erste Hälfte der Olympia-Norm. Benedikt Doll (2 Strafrunden/+1:52,7) löste derweil mit Rang 15 und der zweiten Teilnorm sein Peking-Ticket.

Der fehlerfreie Franzose Quentin Fillot Maillet gewann beim Heimweltcup in 30:58,3 Minuten souverän seine zweite Verfolgung nacheinander. Der Russe Eduard Latypow (2 Strafrunden/+16,1 Sekunden) wurde wie schon im Sprint Zweiter, das Podest komplettierte der Norweger Vetle Sjastaad Christiansen (0/+16,2). Sprintsieger Johannes Thingnes Bö (3/+43,3) fiel auf Rang fünf zurück.

Philipp Nawrath (2/+1:48,9) komplettierte das ordentliche deutsche Mannschaftsergebnis mit Platz 13. Abgeschlagen im Feld landete der einzige deutsche Saisonsieger Johannes Kühn (4/+2:40,0) auf Rang 24, Philipp Horn (3/+2:56,2) lief auf Position 28.

Zum Jahresabschluss findet am Sonntag (14.45 Uhr/ZDF und Eurosport) noch der Massenstart über 15 km statt, ehe es 2022 mit den Heimweltcups in Oberhof und Ruhpoldung weitergeht.

Biathletinnen enttäuschen in Verfolgung

Die deutschen Biathletinnen haben ohne Franziska Preuß eine Spitzenplatzierung beim Weltcup in Annecy-Le Grand Bornand erneut klar verpasst. Nach durchwachsenem Sprint war Vanessa Hinz in der Verfolgung über 10 km beste Deutsche, die 29-Jährige verbesserte sich am Samstag mit zwei Fehlern um zwölf Ränge auf Position 15. Denise Herrmann (6 Strafrunden/+3:15,3) erlebte mit Platz 38 ein Debakel.

Hoffnungsträgerin Preuß war nach ihrer Pause im Sprint im Jagdrennen zwar ohnehin nicht startberechtigt, muss allerdings nach ihrem Treppensturz eine Zwangspause von mindestens zehn Tagen einlegen. Eine genaue Diagnose ihrer Fußverletzung soll es nach der Rückkehr in die Heimat geben. Den geplanten Start bei der World Team Challenge in Ruhpolding am 28. Dezember muss sie wohl absagen.

Die Sprintzweite Elvira Öberg (Schweden) feierte mit zwei Strafrunden in 29:27,0 Minuten ihren ersten Weltcupsieg, auch ihre Schwester Hanna (2/+11,6) stand als Dritte auf dem Podest. Die Französin Julia Simon (1/+4,2) komplettierte das Stockerl. Vanessa Voigt (2/+1:49,8) verbesserte sich als zweitbeste Athletin des Deutschen Skiverbandes (DSV) um 13 Ränge auf Platz 19.

Zum Jahresabschluss findet am Sonntag (12.45 Uhr/ZDF und Eurosport) noch der Massenstart über 12,5 km statt, ehe es 2022 mit den Heimweltcups in Oberhof und Ruhpolding weitergeht.

+++ 17. Dezember +++

Deutsche Biathletinnen enttäuschen im Sprint

Die deutschen Biathletinnen haben es beim Weltcup im französischen Le Grand-Bornand im Sprint-Wettkampf nicht in die Top Ten geschafft. Beim Sieg der Norwegerin Marte Olsbu Röiseland am Donnerstag über die 7,5 Kilometer war Denise Herrmann als 14. beste deutsche Skijägerin. Die ehemalige Langläuferin lag nach zwei Strafrunden 48,9 Sekunden hinter der fehlerfrei gebliebenen Roiseland. „Ich habe schlecht angefangen und schlecht aufgehört“, sagte Herrmann im ZDF über ihre Schießleistung. Der erste und der letzte Schuss der Ex-Weltmeisterin waren daneben gegangen.

Vor gut 9000 Zuschauern wurde die Französin Anais Bescond Zweite vor der Schwedin Elvira Öberg. Hinter Siegerin Röiseland lag Vanesa Hinz (1 Fehler) als 27. 1:07 Minuten zurück, Vanessa Voigt (1) als 32. hatte einen Rückstand von 1:14,6 Minuten. Obwohl fehlerfrei am Schießstand, lag Anna Weidel als 59. bereits 1:55,6 Minuten zurück. Janina Hettich (4) schaffte als 79. die Qualifikation für das Jagdrennen nicht.

Franziska Preuß war erst gar nicht am Start gewesen. Die Staffelweltmeisterin war kurz vor dem Rennen auf der Treppe ausgerutscht und mit dem linken Fuß umgeknickt. Teamarzt Klaus Marquardt erteilte der 27 Jahre alten Bayerin umgehend ein Startverbot. „Als Vorsichtsmaßnahme“, wie er sagte. Ob Preuß beim ersten Massenstart der Saison dabei sein könne, werde sich zeigen.

+++++16. Dezember 2021+++++

Franziska Preuß fällt nach Treppensturz für Weltcup aus

Biathletin Franziska Preuß ist kurz vor dem Sprintrennen der Frauen beim Weltcup an diesem Donnerstag im französischen Le Grand-Bornand auf der Treppe ausgerutscht und mit dem linken Fuß umgeknickt. Teamarzt Klaus Marquardt erteilte der 27 Jahre alten Bayerin umgehend ein Startverbot. „Als Vorsichtsmaßnahme“, wie Marquardt sagte.

Die erste Untersuchung inklusive einer Ultraschalluntersuchung vom Fuß habe keine gravierende Verletzung gezeigt. „Aber der Fuß an sich ist deutlich schmerzhaft“, sagte der Mannschaftsarzt. Insbesondere eine langlauftypische Belastung gerade im Schuh sei nicht möglich.

Beim letzten Weltcup in Hochfilzen war Staffel-Weltmeisterin Preuß unter ihren eigenen Erwartungen geblieben, wollte in Frankreich wieder angreifen.

+++++15. Dezember 2021+++++

World Team Challenge steigt erneut in Ruhpolding

Die Biathleten ziehen für die traditionelle World Team Challenge in diesem Winter erneut von der Arena auf Schalke nach Ruhpolding um. Nachdem der Team-Wettkampf wegen der Coronakrise nicht wie gewohnt im Schalker Fußballstadion stattfinden kann, springt wie schon im Vorjahr die Biathlon-Hochburg Ruhpolding mit der Chiemgau-Arena ein. Das Rennen am 28. Dezember muss aber erneut ohne Zuschauer auskommen.

„Wir hatten uns alle darauf gefreut, in diesem Winter wieder nach Schalke zu kommen“, sagte Präsident Franz Steinle vom Deutschen Skiverband (DSV): „Aber ich bin wirklich überaus dankbar, dass die Biathlon World Team Challenge noch einmal als Sonderausgabe in Ruhpolding stattfinden kann.“ Für Deutschland gehen Franziska Preuß und Benedikt Doll sowie Janina Hettich und Erik Lesser an den Start, die ARD überträgt live.

+++++14. Dezember 2021+++++

Hildebrand muss Platz im Aufgebot wieder räumen – Weidel startet in Frankreich

Die ehemalige Biathlon-Staffelweltmeisterin Franziska Hildebrand muss ihren Platz im deutschen Weltcup-Team nach nur zwei Einsätzen wieder räumen. Wie der Deutsche Skiverband am Dienstag mitteilte, wird die 34-Jährige aus Sachsen-Anhalt in dieser Woche im französischen Annecy/Le Grand-Bornand von Anna Weidel verdrängt. Die gebürtige Österreicherin Weidel hatte zuletzt in Hochfilzen angeschlagen gefehlt. Hildebrand hatte in Österreich die Plätze 37 (Sprint) und 21 (Verfolgung) belegt, während Weidel beim Saisonstart in Schweden nur knapp die Olympia-Qualifikation verpasst hatte.

Das Team der Männer um Hochfilzen-Überraschungssieger Johannes Kühn bleibt für die letzten Rennen vor Weihnachten derweil unverändert. In Frankreich steht am Donnerstag (14.15 Uhr/ZDF und Eurosport) zunächst der Sprint der Frauen über 7,5 Kilometer auf dem Programm, einen Tag später folgen die Männer über zehn Kilometer. Am Wochenende sind die Verfolgungs- und Massenstartrennen angesetzt.

„Wir freuen uns sehr auf Frankreich. Angeblich ist das Stadion ausverkauft. Es herrscht dort immer eine super Stimmung und eine tolle Atmosphäre“, sagte der Sportliche Leiter Bernd Eisenbichler: „Es wird sicherlich interessant und für die Athleten ein Highlight, nach so langer Zeit wieder vor vollen Tribünen zu laufen.“

Zuletzt in Österreich waren aufgrund der Corona-Situation keine Fans zugelassen, auch zum Start ins neue Jahr beim Heim-Weltcup im thüringischen Oberhof wird es kein Publikum auf den Rängen geben.

+++++12. Dezember 2021+++++

Vanessa Hinz knackt Olympia-Norm

Die Biathletinnen Denise Herrmann und Vanessa Hinz sind in der Verfolgung von Hochfilzen nach starken Leistungen in die Top 10 gelaufen. Herrmann (+1:26,3 Minuten) leistete sich im Jagdrennen über 10 km drei Schießfehler und landete auf Platz sieben, Hinz (+1:27,9) wurde nach zwei Strafrunden starke Achte und löste die Olympia-Norm des Deutschen Skiverbandes (DSV).

„Für mich ist der achte Platz viel wichtiger. Aber natürlich bin ich glücklich, dass ich die Hürde geschafft habe“, sagte Hinz in der ARD.

Die Norwegerin MarteOlsbuRöiseland feierte mit nur einem Fehler in 30:04,1 Minuten ihren zweiten Saisonsieg. Die überlegene Sprint-Siegerin Hanna Sola aus Belarus, die mit einem Vorsprung von 47 Sekunden in die Loipe gegangen war, leistete sich drei Fehler und wurde Zweite (+4,1 Sekunden). Die Schwedin Elvira Öberg (1/+23,3) komplettierte das Podest.

Vanessa Voigt (+1:30,0) zeigte mit nur einem Fehler eine ausgezeichnete Leistung und kletterte von Platz 27 auf 11. Auch die als 37. gestartete Franziska Hildebrand (1/+1:59,5) konnte bei ihrer Rückkehr in den Weltcup mit Rang 21 mehr als zufrieden sein. Janina Hettich (1/+2:09,1) rundete als 26. ein starkes Ergebnis ab.

Einzig Franziska Preuß erlebte nach fünf Schießfehlern auf Platz 38 (+2:49,7) eine herbe Enttäuschung.

Männer-Staffel verpasst Podium erneut knapp

Die deutschen Biathleten haben in der zweiten Staffel des Olympia-Winters das Podium erneut knapp verpasst. Erik Lesser, Sprint-Sieger Johannes Kühn, Roman Rees und Philipp Nawrath fehlten im sonnigen Hochfilzen nach 4×7,5 km und zehn Nachladern auf Platz vier 12,7 Sekunden aufs Stockerl.

Weltmeister Norwegen gewann mit nur fünf Nachladern in 1:14:34,8 Stunden vor Frankreich (0 Strafrunden+8 Nachlader/+21,2 Sekunden) und Russland (1+8/+47,3). Nawrath gab in der Schlussrunde den dritten Platz für das Quartett des Deutschen Skiverbandes (DSV), das erstmals seit Februar 2019 ohne Benedikt Doll an den Start gegangen war, aus der Hand.

Das Rennen hatte vielversprechend begonnen. Startläufer Lesser kam mit zwei Nachladern aus, ließ seine Konkurrenten um den vierfachen Weltmeister Sturla Holm Lägreid in der Loipe stehen und übergab als Führender an Kühn. „Läuferisch habe ich das umsetzen können, was ich mir vorgenommen habe. Ich bin schon zufrieden“, sagte der Routinier in der ARD.

Kühn leistete sich wie schon am Samstag in der Verfolgung drei Fehler im Stehendanschlag. „Ich bin muskulär nicht ganz auf der Höhe gewesen. Da habe ich Tribut zollen müssen. Stehend hat der Oberschenkel manchmal gezuckt, wo er nicht zucken sollte“, sagte der 30-Jährige.

Kühn übergab trotzdem im Spitzenfeld an Rees, der mit drei Nachladern die Position verteidigte. Schlussläufer Nawrath lag nach dem letzten Schießen noch auf Podestkurs, brach in der Schlussrunde aber ein.

In der ersten Staffel der Saison hatten die deutschen Skijäger auf Platz vier das Podium ebenfalls noch knapp hinter Russland verpasst.

+++++10. Dezember 2021+++++

Damen-Staffel verpasst Podium

Die deutschen Biathletinnen haben in der zweiten Staffel des Olympia-Winters das Podium nach einer Aufholjagd knapp verpasst. Vanessa Voigt, Denise Herrmann, Vanessa Hinz und Franziska Preuß liefen in Hochfilzen nach 4×6 km auf Platz vier. Das Quartett aus Schweden feierte trotz einer Strafrunde und acht Nachladern einen ungefährdeten Sieg.

Russland (0 Strafrunden+10 Nachlader) wurde Zweiter mit einem Rückstand von 29,1 Sekunden, auf Rang drei landeten die Französinnen (0+14/+59,2). Das DSV-Quartett kam mit einer Strafrunde und zehn Nachladern 1:06,5 Minuten hinter den Schwedinnen ins Ziel.

Startläuferin Voigt musste nach dem Stehendschießen in die Strafrunde und übergab nur auf Position 19. „Ich bin an den Stand gekommen und habe schon gemerkt, dass ich unruhig auf der Scheibe stehe. Ich bin aber auch mental nicht so klar bei der Sache. Liebe Grüße an die Oma daheim, zu Weihnachten sehen wir uns“, sagte die 24-Jährige in der ARD.

Herrmann machte mit einer starken Schlussrunde genauso wie Hinz einige Plätze gut. Preuß benötigte nur einen Nachlader, für das Podium reichte es allerdings nicht mehr.

Kühn verschenkt Verfolgungs-Sieg beim letzten Schießen

Einen Tag nach seinem Sprint-Sieg in Hochfilzen hat Biathlet Johannes Kühn mit drei Fehlern beim letzten Stehendschießen einen Podestplatz aus der Hand gegeben. Der 30-Jährige musste sich im Jagdrennen über 12,5 km beim Sieg des Franzosen Quentin FillonMaillet (1 Strafrunde) mit einem Rückstand von 55,3 Sekunden mit dem enttäuschenden 15. Platz begnügen.

Emilien Jacquelin (1/+32,1 Sekunden) aus Frankreich wurde Zweiter, der Schwede Sebastian Samuelsson (2/+38,2) sicherte sich im Zielsprint den dritten Platz. „Schuss zwei und drei waren richtig katastrophal schlecht“, sagte Kühn verärgert: „Ich habe vieles gut und richtig gemacht, aber so manches kann man doch noch lernen.“

Nach seinem überraschenden Erfolg im Sprint am Freitag war Kühn mit einem Vorsprung von 14 Sekunden auf den Schweden Martin Ponsiluoma bei leichtem Schneetreiben gestartet. Erstmals seit fast genau zwei Jahren, als Benedikt Doll in Annecy den Sprint gewonnen hatte, führte ein DSV-Athlet ein Verfolgungsrennen zu Beginn an.

Bis zum letzten Schießen hatte Kühn alle Siegchancen, doch dann versagten die Nerven. Roman Rees (+1:18,0 Minuten) kam mit zwei Schießfehlern beim letzten Schießen auf Platz 23. Routinier Erik Lesser (+1:45,0) verbesserte sich mit ebenfalls zwei Strafrunden beim abschließenden Schießen von Platz 34 auf 28. Benedikt Doll (3/+2:43,8) startete von Platz 60 und holte als 39. noch Weltcuppunkte.

++++++10. Dezember 2021+++++

Vanessa Hinz wird beim Hochfilzen-Sprint als Zehnte beste Deutsche

Die frühere Biathlon-Weltmeisterin Vanessa Hinz ist beim Weltcup in Hochfilzen als beste Deutsche auf Rang zehn gelaufen. Denise Herrmann und Franziska Preuß schafften es im Sprint-Wettkampf am Freitag nach jeweils zwei Strafrunden dagegen nicht in die Top Ten. Beim ersten Weltcup-Sieg der am Schießstand fehlerfreien Hanna Sola aus Belarus vor der Französin Justine Braisaz-Bouchet und der elfmaligen Weltmeisterin MarteOlsbuRoiseland aus Norwegen kam Herrmann auf Rang 13, Preuß beendete das 7,5-Kilometer-Rennen auf Platz 18. „Blöd gelaufen“, sagte sie in der ARD. „Die Zufriedenheit ist nicht so vorhanden.“

Vanessa Hinz meldete sich nach ihrem verpatzten Saison-Auftakt dagegen zurück: „Ich habe das Optimalste für mich herausgeholt und kann zufrieden ins Bett gehen“, sagte sie. Bei ihrer Rückkehr in den Weltcup kam die frühere Staffel-Weltmeisterin Franziska Hildebrand (2 Fehler) auf Platz 37. Ohne Schießfehler blieb Vanessa Voigt, hat als 27. allerdings bereits 1:47,6 Minuten Rückstand in der Verfolgung am Sonntag. Janina Hettich (3 Fehler) schaffte als 55. ebenfalls die Qualifikation für das Jagdrennen. Bei den Frauen geht es am Samstag in Hochfilzen aber zunächst mit dem Staffel-Wettbewerben weiter.

Johannes Kühn stürmt sensationell zu erstem Weltcup-Sieg

Johannes Kühn hat den deutschen Biathleten überraschend den ersten Sieg des Olympia-Winters beschert. Der 30-Jährige bestätigte im Sprint von Hochfilzen über 10 km seine ausgezeichnete Früh-Form und feierte nach einer furiosen Schlussrunde seinen ersten Weltcup-Sieg. Mehr zu seinem sensationellen Erfolg finden Sie hier.

++++++8. Dezember 2021+++++

Hildebrand rückt in Hochfilzen für Anna Weidel ins Aufgebot

Die ehemalige Staffel-Weltmeisterin Franziska Hildebrand (Clausthal-Zellerfeld) kehrt nach mehr als anderthalb Jahren in den Biathlon-Weltcup zurück. Wie der Deutsche Skiverband (DSV) am Mittwoch mitteilte, rückt die 34-Jährige bei den Rennen in Hochfilzen für die erkältete Anna Weidel ins Aufgebot. Hildebrand feierte in dieser Saison bereits zwei Siege im zweitklassigen IBU Cup, ihr letztes Weltcuprennen absolvierte sie im März 2020.

Angeführt wird das ansonsten unveränderte Aufgebot der Frauen von Franziska Preuß und Denise Herrmann. Bei den Männern geht dasselbe Sextett um Erik Lesser und Benedikt Doll ins Rennen wie bei der letzten Station in Östersund. Der Weltcup in Österreich startet am Freitag mit den Sprints (11.25 und 14.15 Uhr/jeweils ARD und Eurosport), am Wochenende stehen dann die Verfolger und die Staffeln auf dem Programm.

In der Vorwoche seien „ansprechende Leistungen“ dabei gewesen, sagte Bundestrainer Mark Kirchner: „Die Chance, um die Top Ten und für die Spitzenathleten um das Podium zu kämpfen, ist da. Das werden wir weiter versuchen umzusetzen.“

Bernd Eisenbichler sah bei den Männern insbesondere den Verfolger am Sonntag als Mutmacher. „Die Laufleistungen waren im Vergleich zur internationalen Konkurrenz gut. Damit gehen wir positiv in die nächste Woche in Hochfilzen“, sagte der Sportliche Leiter.

++++++7. Dezember 2021+++++

Biathlon World Team Challenge um ein weiteres Jahr aufgeschoben

Die für den 28. Dezember angesetzte Biathlon World Team Challenge in der Schalker Arena wird ins kommende Jahr verlegt. Aufgrund der neuen Coronaschutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen wird das Event auf einen Termin zwischen Weihnachten und Neujahr 2022 verschoben. Das teilte der Veranstalter am Dienstag mit.

Bereits im vergangenen Jahr war die World Team Challenge abgesagt worden, dafür fand eine Ersatzveranstaltung in Ruhpolding statt. Diese Option wird für dieses Jahr erneut geprüft.

„Nach der Verschiebung im vergangenen Jahr hatten wir diesmal bis zuletzt gehofft, die World Team Challenge wieder in bewährter Form durchführen zu können“, sagte Thorsten Kramer, Leiter Vertrieb Veranstaltungen, Ticketing und Services bei Schalke 04: „Aufgrund der zahlreichen Neuinfektionen, der drohenden Überlastungen der Krankenhäuser und den damit verbundenen politischen Entscheidungen der Ministerpräsidenten-Konferenz und unserer Landesregierung bleibt uns aber keinerlei Spielraum für eine andere Entscheidung.“

+++++5. Dezember 2021+++++

Deutsche Herren verpassen Top Ten in der Verfolgung

Die deutschen Biathleten haben den ersten Saison-Weltcup im schwedischen Östersund ohne Podestplatz beendet. Im abschließenden Verfolgungsrennen avancierte Roman Rees als 13. zum Besten des deutschen Teams. Er schoss einmal daneben und hatte 1;34,5 Minuten Rückstand auf VetleSjastad Christiansen. Der Norweger musste am Sonntag bei seinem zweiten Weltcuperfolg nur einmal in die Strafrunde und hatte 9,8 Sekunden Vorsprung auf den zweimaligen Saisonsieger Sebastian Samuelsson aus Schweden, der vier Fehler schoss. Dritter wurde Weltmeister EmilienJacquelien aus Frankreich (3 Fehler/+ 11 Sekunden).

Johannes Kühn (3/+ 1:35,1 Minuten) wurde 14. und schaffte damit die Olympia-Norm. Einen großen Sprung machte Erik Lesser (2 Fehler), der sich nach zwei Strafrunden vom 48. auf den 18. Rang verbesserte. Der ehemalige Sprint-Weltmeister Benedikt Doll musste sich nach drei Extrarunden mit Rang 22 begnügen. Philipp Nawrath kam als 24. ins Ziel und Philipp Horn wurde 29.

Deutsche Damen-Staffel verpasst das Podium knapp

Die deutschen Biathletinnen haben in der ersten Staffel des Winters den erhofften Podestplatz knapp verpasst. Vanessa Voigt, Denise Herrmann, Janina Hettich und Franziska Preuß kamen im bitterkalten Östersund nach 4×6 km auf Rang fünf, auf das Treppchen fehlten trotz einer guten Schießleistung mit lediglich vier Nachladern 17 Sekunden. Vor allem eine schwache Laufleistung von Hettich kostete den Stockerlplatz.

Das Quartett aus Frankreich gewann bei minus 13 Grad mit ebenfalls vier Nachladern in 1:10:30,3 Stunden souverän vor Belarus (0 Strafrunden+6 Nachlader/+57,9 Sekunden) und Schweden (2+11/+1:09,6). Voigt blieb bei ihrem Staffeldebüt im Weltcup als Startläuferin fehlerfrei, Herrmann hielt das deutsche Quartett trotz drei Nachladern als Dritte auf Podestkurs. Die fehlerfreie Hettich verlor dann viel Zeit, die Preuß nicht mehr aufholen konnte.

Auf Frankreich fehlten dem Team des Deutschen Skiverbandes letztlich 1:26,8 Minuten. Am Freitag geht es für die Biathletinnen mit dem dritten Weltcup des Winters in Hochfilzen weiter. Dort stehen ebenfalls Sprint, Staffel und Verfolgung auf dem Programm.

+++++4. Dezember 2021+++++

Deutsche Männer-Staffel verpasst das Podium

Die deutschen Biathleten haben in Östersund im ersten Staffelrennen der Olympiasaison den vierten Platz erkämpft. Das Quartett mit Erik Lesser, Roman Rees, Benedikt Doll und Philipp Nawrath leistete sich beim überlegenen Sieg von Weltmeister Norwegen um Johannes Thingnes Bö nur sechs Nachlader und hinterließ einen positiven Eindruck. Nach 4 x 7,5 Kilometern betrug der Rückstand in Schweden 1:07,8 Minuten auf die Norweger und nur 21,9 Sekunden auf das Podest. Platz zwei belegte Frankreich vor Russland.

Startläufer Lesser begann optimal und brachte seine Mannschaft in die Führungsgruppe. Alle zehn Schüsse des Thüringers fanden den Weg ins Ziel und Rees ging als Zweiter auf die Strecke. Der 28-Jährige musste insgesamt dreimal nachladen und übergab als Siebter mit gut einer halben Minute Rückstand auf Norwegen an Ex-Weltmeister Doll. Der Schwarzwälder benötigte zwar zwei Extrapatronen, sprintete in der Loipe aber wieder auf Rang vier nach vorne. Schlussläufer Nawrath verteidigte diesen Platz dank nur eines Nachladers bis zur Ziellinie.

Preuß Fünfte in der Verfolgung – Herrmann Achte

Biathletin Franziska Preuß hat im ersten Verfolgungsrennen des Olympia-Winters Platz fünf belegt. Am Samstag hatte die 27-Jährige im schwedischen Östersund nach zwei Strafrunden 18,8 Sekunden Rückstand auf die norwegische Siegerin MarteOlsbuRöiseland (1 Fehler). Die Bayerin Preuß, die bereits im Sprint starke Fünfte geworden war, bestätigte ihre gute Frühform, dabei fehlten ihr nach zehn Kilometern im Ziel nur 11,8 Sekunden zum Sprung auf das Podest. Rang zwei belegte die fehlerfreie Französin Anais Bescond vor ihrer Landsfrau Anais Chevalier-Bouchet (1 Fehler).

„Rang fünf – das passt schon. Das Rennen war schon okay“, sagte Preuß. Dass die ehemalige Staffel-Weltmeisterin gleich den ersten Schuss daneben setzte, habe sie etwas verunsichert, sagte sie: „Ich war mir dann nicht ganz so sicher wegen dem Wind.“ Gefreut hat sich Preuß am Ende über das fehlerfreie letzte Schießen und schickte vor der ARD-Kamera noch einen Gruß in die Heimat: „Liebe Oma, gute Besserung und ich hoffe, wir sehen uns an Weihnachten wieder!“

Zweitbeste Deutsche wurde Denise Herrmann als Achte. Die Sächsin war vor zweieinhalb Jahren in Östersund noch Weltmeisterin in dieser Disziplin geworden, zwei Fehler im ersten Schießen waren aber für den Sprung nach ganz vorne zu viele. Anschließend räumte die 32-Jährige alle Scheiben ab und schaffte es 52,9 Sekunden hinter der Spitze erneut in die Top Ten. Vanessa Voigt fiel nach drei Strafrunden von Rang zehn auf 27 zurück. Janina Hettich (2) kam als 29. über die Ziellinie, Vanessa Hinz (4) musste sich mit Platz 45 begnügen.

Zum Abschluss des Weltcups in Mittelschweden steht für die Frauen am Sonntag (12.35 Uhr/ARD und Eurosport) das Staffelrennen an.

+++ 2. Dezember +++

Preuß Fünfte im Spring – Männer verpassen Top ten

Beim Sieg der Österreicherin Lisa Hauser verschaffte sich Preuß eine vielversprechende Ausgangsposition für den ersten Verfolger des Winters am Samstag (13.00 Uhr/ARD und Eurosport) über 10 km. Die 27-Jährige lag am Donnerstag 24,2 Sekunden hinter der fehlerfreien Hauser, die sich bei minus 12,5 Grad und leichtem Schneetreiben in 19:30,2 Minuten ihren dritten Weltcupsieg vor der laufstarken Elvira Öberg aus Schweden (2/+12,5) und Hanna Sola (Belarus/1/+14,4) sicherte. Aussichtsreich im Rennen für den Verfolger liegen auch Denise Herrmann (1/+43,1), die zum Auftakt im Einzel als Dritte überzeugt hatte, als Neunte und Vanessa Voigt (0/+44,4) auf Rang zehn.

Voigt schaffte damit nach ihrem zwölften Platz im Einzel überraschend früh die DSV-Norm (einmal Top 8, zweimal Top 15) für die Olympischen Winterspiele in Peking (4. bis 20. Februar). Die hatten Herrmann und Preuß bereits perfekt gemacht.

Die deutschen Biathlon-Herren haben im Sprint derweil die Top 10 verpasst. Nachrücker Johannes Kühn war auf Rang zwölf bester Athlet des Deutschen Skiverbandes (DSV). Benedikt Doll belegte den 14. Platz. Beide sicherten sich die halbe Norm für die Olympischen Winterspiele in Peking (4. bis 20. Februar 2022).

Sebastian Samuelsson, bereits Sieger am Sonntag, triumphierte mit einem Fehler in 22:58,7 Minuten vor den Franzosen Emilien Jacquelin (1/+18,0) und Quentin FillonMaillet (1/+21,5). Kühn, zuletzt im zweitklassigen IBU-Cup am Start, liegt vor dem Verfolger am Sonntag über 12,5 km (15.15 Uhr/ARD und Eurosport) nach einem Fehler 54,8 Sekunden zurück. Doll (1), in den ersten beiden Rennen auf den Rängen 18 und 32 platziert, fehlen 56,7 Sekunden.

Roman Rees (0/+1:05,1) kam auf Rang 18, Philipp Horn (1/1:23,5) belegte Platz 30. Philipp Nawrath, am Sonntag noch starker Sechster, musste sich nach drei Schießfehlern mit dem enttäuschenden 38. Rang begnügen. Sein Rückstand vor dem Rennen am Sonntag beträgt bereits 1:18,0 Minuten. Routinier Erik Lesser (3/+1:57,1) schaffte es als 48. noch in den Verfolger.

+++++1. Dezember+++++

Anna Weidel fällt für Sprint in Östersund kurzfrisitig aus

Biathletin Anna Weidel muss kurzfristig auf einen Start beim Weltcup-Sprint im schwedischen Östersund verzichten. Wie der Deutsche Skiverband am Donnerstag wenige Stunden vor dem Rennen am Nachmittag (13.45 Uhr/ARD und Eurosport) mitteilte, kann die 25-Jährige wegen einer leichten Erkältung über 7,5 Kilometer nicht antreten. Die Skijägerin aus Kiefersfelden hatte mit den Plätzen neun und 16 an gleicher Stelle am vergangenen Wochenende zuvor einen überraschend starken Saisoneinstand hingelegt und eine frühzeitige Olympia-Qualifikation nur ganz knapp verpasst. Weidel war als einzige Deutsche in beiden Wettbewerben ohne Schießfehler geblieben.

+++++30. November 2021+++++

Kühn rückt in Östersund ins Team – Strelow und Frühwirt wieder im IBU-Cup

Johannes Kühn rückt beim zweiten Teil des Biathlon-Weltcups im schwedischen Östersund ins deutsche Männerteam. Für den 30-Jährigen muss Justus Strelow Platz machen, der am Samstag im Einzel als 13. bester Deutscher wurde und die halbe Olympia-Norm schaffte. Ansonsten bleibt das Team mit Benedikt Doll, Philipp Horn, Erik Lesser, Philipp Nawrath und Roman Rees unverändert.

Bei den Damen ist Juliane Frühwirt nicht mehr mit dabei, sie startet wieder im zweitklassigen IBU-Cup. Bei den ersten Saisonrennen hatten die deutschen Damen noch sieben Startplätze gehabt durch das persönliche Startrecht von IBU-Cup-Gesamtsiegerin Vanessa Voigt. Neben ihr gehen wieder die Einzel-Dritte Denise Herrmann, Janina Hettich, Vanessa Hinz, Franziska Preuß und Anna Weidel an den Start.

„Juliane Frühwirt hat die Leistung nicht ganz so umsetzen können, die sie in den Qualifikationswettkämpfen in Obertilliach gezeigt hatte. Vielleicht war ein bisschen zu viel Aufregung da oder sie hat sich zu viel vorgenommen. Wichtig ist, dass junge Athletinnen ihre Chance im Weltcup bekommen“, sagte Damen-Disziplintrainer Kristian Mehringer.

Am Donnerstag stehen die zweiten Sprintrennen der neuen Saison an, am Wochenende folgen die Verfolgungs- und Staffelrennen.

+++ 28. November +++

Nawrath erfüllt die Olympia-Norm

Philipp Nawrath hat beim Biathlon-Sprint von Östersund sein zweitbestes Weltcupergebnis geschafft. Der 28-Jährige setzte alle zehn Schuss ins Schwarze und kam am Sonntag mit einem Rückstand von 27,5 Sekunden auf die Spitze als Sechster ins Ziel, nachdem er im Einzel tags zuvor noch nach sieben Fehlern nur 80. geworden war. Den Platz teilte er sich zeitgleich mit dem Franzosen Fabien Claude. Als bester Deutscher knackte der 28-Jährige auch die Olympia-Norm.

Nicht zu stoppen war der Schwede Sebastian Samuelsson, der vor heimischem Publikum die Laufbestzeit hinlegte. Er verwies die beiden Norweger VetleSjastad Christiansen (+ 11,8 Sekunden) und Johannes Thingnes Bö (+ 12,2 Sekunden) auf die Plätze. Das Trio war fehlerfrei geblieben.

In der ersten Saison nach den Rücktritten von Olympiasieger Arnd Peiffer und Ex-Weltmeister Simon Schempp schafften es Philipp Horn (1 Fehler) als 17. und der frühere Sprint-Weltmeister Benedikt Doll (1) auf Rang 18 noch in die Top 20.

Erik Lesser, der angeschlagen am Samstag das schwere Einzelrennen ausgelassen hatte, wurde nach zwei Fehlern 44. Justus Strelow kam als 48. ins Ziel, Roman Rees wurde 65.

Weltcup in Oberhof ohne Fans

Die deutschen Biathleten müssen auch in diesem Jahr beim Weltcup in Oberhof ohne Fan-Unterstützung auskommen. Wie das Organisationskomitee der Traditionsveranstaltung mitteilte, werden die Wettkämpfe vom 6. bis 9. Januar 2022 angesichts der aktuell dramatischen Coronalage in Thüringen und der deshalb geltenden Verordnungslage gänzlich ohne Zuschauer ausgetragen. Bereits im Vorjahr fand der Weltcup am Rennsteig vor leeren Rängen statt.

Ob beim eine Woche später geplanten zweiten Heimweltcup in Ruhpoldings Fans zugelassen werden, scheint derzeit ebenfalls mehr als fraglich. Der Landkreis Traunstein liegt mit einer Inzidenz von 1233 derzeit über dem in Bayern gültigen Grenzwert von 1000, ab dem Veranstaltungen nur noch ohne Zuschauer ausgetragen werden dürfen.

Erstmals in diesem Winter wird es bereits bei der zweiten Weltcupstation in Hochfilzen vom 10. bis 12. Dezember leere Ränge geben.

Preuß knackt als Siebte Olympia-Norm

Nach Platz drei von Denise Herrmann zum Auftakt in den Olympia-Winter haben die deutschen Biathletinnen am Sonntag im Sprint von Östersund das Podium verpasst. Franziska Preuß war über 7,5 km auf Rang sieben beste Athletin des Deutschen Skiverbandes. Herrmann, die am Samstag beim Sieg von Weltmeisterin Marketa Davidova im Einzel über 15 km überzeugt hatte, musste sich nach zwei Schießfehlern mit Rang 25 begnügen.

Preuß, im Einzel nur 23., leistete sich im Sprint einen Fehler und hatte 38,8 Sekunden Rückstand auf die schwedische Siegerin Hanna Öberg (0/19:01,5 Minuten). Anais Chevalier-Bouchet aus Frankreich (0/+11,3) und MarteOlsbüRöiseland aus Norwegen (1/15,4) landeten auf den Rängen zwei und drei. Herrmann lag 1:22,4 Minute zurück.

Preuß sicherte sich die DSV-Norm (einmal Top 8 oder zweimal Top 15) für die Winterspiele in Peking (4. bis 20. Februar). Die hatte Herrmann bereits am Samstag perfekt gemacht.

Die halbe Norm hatten sich im Einzel Anna Weidel als Neunte und Vanessa Voigt als Zwölfte gesichert. Mit Platz 16 im Sprint verpasste Weidel (+1:01,3) nach einer fehlerfreien Schießleistung die Olympia-Qualifikation knapp.

Am Donnerstag geht es in Östersund mit den Sprints der Frauen und Männer 13.45 und 16.30 Uhr) weiter.

+++ 27. November +++

Biathleten enttäuschen zum Auftakt

Die deutschen Biathleten haben im ersten Rennen ohne Erfolgsgarant Arnd Peiffer eine Top-Ten-Platzierung verpasst. Allerdings überraschte der 24 Jahre alte Justus Strelow zum Auftakt in Östersund beim Einzelrennen über 20 km mit einem guten 13. Platz, es war die beste Weltcup-Platzierung für den 24-Jährigen. Strelow war damit auch bester Athlet des Deutschen Skiverbandes (DSV). Roman Rees belegte Rang 14. Beide sicherten sich die halbe Olympia-Norm.

Nicht zu schlagen war der überragende Norweger Sturla Holm Lägreid, der nach einer tadellosen Schießleistung in 51:04,0 Minuten vor seinem Teamkollegen Tarjei Bö (2/+59,2 Sekunden) und dem Franzosen Simon Desthieux (2/1:00,6 Minuten) seinen achten Weltcup-Sieg holte.

Strelow lag nach einem Schießfehler 2:33,1 Minuten zurück. Rees (3/2:47,2) Minuten vergab mit zwei Fehlern im letzten Schießen womöglich sogar einen Podestplatz. Benedikt Doll leistete sich vier Schießfehler und musste sich mit einem enttäuschenden 32. Platz zufrieden geben.

Erik Lesser verzichtete kurzfristig auf einen Start. Der 33-Jährige habe „die letzten Tage eine leichte Erkältung gehabt. Deshalb ist er nicht dabei“, sagte Bundestrainer Mark Kirchner im ZDF. Er hoffe aber, „dass Erik im Sprint laufen kann“. Das Rennen über 10 km findet am Sonntag (13.45 Uhr) statt.

Herrmann zum Start auf dem Podest

Denise Herrmann hat dem deutschen Biathlon-Team einen tollen Auftakt in den Olympia-Winter beschert. Die 32-Jährige belegte beim Weltcup-Start in Östersund im Einzelrennen über 15 km einen starken dritten Platz. Herrmann lag mit nur einem Schießfehler 1:23,0 Minuten hinter der fehlerfreien Einzel-Weltmeisterin Marketa Davidova aus Tschechien und der Österreicherin Lisa Theresa Hauser (1/+1:17,7).

Für Herrmann war es der 15. Podiumsplatz ihrer Karriere. Sie hat damit bereits die Qualifikation für die Winterspiele in Peking (4. bis 20. Februar) perfekt gemacht. „Ich bin happy mit dem Auftakt. Das Laufen war noch ein bisschen zäh, aber das habe ich so erwartet. Der eine Fehler ärgert mich, aber ich fühle mich stabil im Schießen“, sagte Herrmann im ZDF.

Zweitbeste Biathletin des Deutschen Skiverbandes (DSV) wurde bei eiskalten minus 8,5 Grad überraschend Anna Weidel. Die 25-Jährige sicherte sich nach einer tadellosen Schießleistung (+2:28,6) den neunten Rang und die halbe DSV-Norm für Olympia (einmal Top 8, zweimal Top 15) – genauso wie Vanessa Voigt (1/+2:51,8) als Zwölfte. Für Weidel und Voigt war es das jeweils beste Weltcup-Resultat ihrer Karriere.

Nicht ganz so gut lief der Auftakt für Franziska Preuß, die im vergangenen Winter den dritten Rang im Gesamtweltcup belegt hatte. Die 27-Jährige musste sich mit vier Schießfehlern (+3:28,3) mit Rang 23 zufrieden geben. Dennoch sei sie „positiv“ für die kommenden Rennen.

Für die Männer startet die Saison mit dem Einzel über 20 km um 15.00 Uhr. Am Sonntag stehen die Sprints über 7,5 und 10 km (11.00 und 13.45 Uhr/ZDF) an.

Schempp dämpft Erwartungen an deutsche Biathleten

Der zurückgetretene Ex-Weltmeister Simon Schempp hat die Erwartungen an die deutschen Biathleten im Olympia-Winter gedämpft. „Von einigen Siegen würde ich erst einmal nicht ausgehen. Wenn aber beispielsweise Benedikt Doll am Schießstand die Leistung bringt, ist er zu absoluten Topplatzierungen fähig“, sagte Schempp bei „t-online.de“ und ergänzte: „Ich glaube jedoch, dass es vermessen wäre, konstante Topleistungen vom deutschen Team zu erwarten. Ich lasse mich aber gerne positiv überraschen und drücke die Daumen.“

Nach den Rücktritten von ihm und Olympiasieger Arnd Peiffer im vergangenen Winter gebe es nun eine Lücke im Team. „Zusammen haben Arnd und ich 23 Einzelsiege eingefahren. Alle anderen Starter, die jetzt noch im deutschen Weltcup-Team sind, haben zusammen vier Siege. Um Platz eins zu laufen, ist schon etwas anderes, als in die Top 10 zu kommen“, sagte der 33 Jahre alte Schwabe, der zwölf Weltcuperfolge feierte.

Im Gegensatz zu anderen Top-Nationen wie Norwegen oder Frankreich verfügen die deutschen Skijäger zudem über zu wenige starke Talente. „Es ist ja offensichtlich, dass in den letzten Jahren aus dem Nachwuchs nicht allzu viel hochkam. Heute gelten die 26- bis 28-Jährigen noch als jung, vor einigen Jahren waren das noch die etablierten und älteren Athleten“, sagte Schempp und forderte „schlaue Entscheidungen“, „um junge Athletinnen und Athleten wesentlich schneller an den Weltcup heranzuführen.“

Der Weltcup-Winter der Biathleten beginnt an diesem Samstag mit den ersten Rennen im schwedischen Östersund. Höhepunkt der Saison sind die Olympischen Winterspiele im Februar 2022 in Peking. Bei den Frauen Ruhen die Hoffnungen auf Franziska Preuß und Denise Herrmann. Dort starten die Biathletinnen mit einem Einzel- am Samstag (11.45 Uhr) und einem Sprint-Rennen am Sonntag (11.00 Uhr/beide ZDF und Eurosport) in den Olympia-Winter – mit großen Ambitionen.

+++++26. November 2021+++++

98 Prozent aller Biathleten geimpft oder genesen

Vor dem Start in die neuen Biathlon-Saison am Samstag in Östersund sind 98 Prozent der Teammitglieder, einschließlich Athleten, Trainer, Offizielle und Techniker, vollständig geimpft oder kürzlich von einer Corona-Infektion genesen. Die restlichen zwei Prozent müssen alle 72 Stunden einen PCR-Test durchführen, wie der Weltverband (IBU) am Freitag mitteilte.

Die IBU selbst lässt bei den Veranstaltungen bei den eigenen Mitarbeitern und Offiziellen nur geimpfte Personen zu. Eine generelle Impfpflicht würde den coronabedingt „extremen“ Organisationsaufwand deutlich vereinfachen, sagte IBU-Sportdirektor Felix Bitterling der Deutschen Presse-Agentur.

„Aber ich bin da mittlerweile relativ emotionslos. Wir müssen sicherstellen, dass die Veranstaltungen sicher sind für alle Beteiligten, dass sie die Grundlage für ihren Lohnerwerb haben. Und die muss so sicher sein, wie sie nur kann“, sagte Bitterling.

Das Thema wird auch in der deutschen Mannschaft diskutiert, wie Ex-Weltmeister Erik Lesser berichtete. Er selbst ist geimpft und empfiehlt auch jedem den Piks. „Ich kann es aber auch nachvollziehen, wenn jemand unsicher ist und sich nicht impfen lässt, wenn er sich dann aber an bestimmte Regeln hält, wie Maske tragen, Hände desinfizieren, Abstand halten“, sagte der 33-Jährige der Deutschen Presse-Agentur. Im Deutschen Skiverband liegt nach Verbandsangaben die Impfquote bei nahezu hundert Prozent.

+++++23. November 2021+++++

Überraschungen im Kader der Biathleten für den ersten Weltcup

Am Wochenende beginnt die neue Biathlon-Saison im schwedischen Östersund. Bei der Aufstellung der deutschen Mannschaft für die ersten Rennen gibt es einige Überraschungen. Der Kader in der Übersicht.

+++++16. November 2021+++++

Doll und Preuß starten gemeinsam beim „Biathlon auf Schalke“

Die deutschen Hoffnungsträger Benedikt Doll und Franziska Preuß werden beim 19. „Biathlon auf Schalke“ gemeinsam an den Start gehen. Bei der am 28. Dezember ausgetragenen World Team Challenge in Gelsenkirchen bildet das Duo eines der beiden deutschen Teams. „Es ist einfach cool, in diesem Stadion vor vielen Zuschauern laufen zu können“, sagte Doll.

Insgesamt planen die Veranstalter mit „rund 50 Prozent“ der normalen Kapazität. Preuß war im vergangenen Jahr, als das Event wegen der Corona-Pandemie nach Ruhpolding verlegt werden musste, mit ihrem mittlerweile zurückgetretenen Partner Simon Schempp Zweite geworden.

„Auch wenn es nicht um Weltcup-Punkte geht, läuft man natürlich auf Anschlag. Sobald man als Sportler eine Startnummer an hat, will man zeigen was man kann“, sagte die 27-Jährige, im vergangenen Winter auf Platz drei im Gesamtweltcup.

„Gerade im Hinblick auf die Olympischen Spiele ist die WTC perfekt“, ergänzte Doll: „Mit maximaler Spannung und Aufregung. Und ich hoffe natürlich, dass Franzi und ich dann auch bis zum Schluss vorne dabei sind.“

Hier beantworten wir die wichtigsten Fragen zur Biathlon-Saison.

Benedikt Doll

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