EM, Olympia und Co.: Das waren die wichtigsten Sport-Momente im Jahr 2021


Düsseldorf
Das zweite Pandemie-Jahr begann im Lockdown. Doch die etwas entspanntere Lage im Sommer erlaubte es, dass Fußball-EM und Olympia aus 2020 nachgeholt werden konnten. Was das Sport-Jahr 2021 sonst noch brachte.

Auch 2021 war geprägt von der Corona-Pandemie. Während die Fallzahlen jetzt, Ende des Jahres, wieder bedenklich gestiegen sind, sah die Situation im Sommer anders aus. Die Fußball-Europameisterschaft konnte nachgeholt werden. Die deutsche Nationalmannschaft musste sich jedoch im Achtelfinale bereits vom Turnier verabschieden. Im Finale standen die späteren Sieger aus Italien der englischen Mannschaft gegenüber, die bis zum Elfmeterscheißen auf den ersten Sieg seit Jahrzehnten gehofft hatten. Doch volle Stadien und frenetische Siegesfeiern irritierten viele Menschen, die noch immer unter der Pandemie litten.

Das Jahr begann mit einer traurigen Nachricht, am 5. Januar verstarb der Tennis-Trainer Bob Brett an Krebs. Er hatte einst Boris Becker zum Weltklasse-Spieler gemacht. Für Aufsehen sorgte auch die Meldung von Gladbachs Profi Breel Embolo, der nach Ansicht der Essener Polizei versucht haben soll, von einer illegalen Party in einem Restaurant in Essen über das Hausdach zu fliehen. Dänemark gewann die Handball-WM, Deutschland musste sich mit dem zwölften Platz begnügen.

Im Februar trat der Vorsitzende des Organisationskomitees der Olympischen Spiele in Tokio, Yoshiro Mori, wegen sexistischer Aussagen zurück. Die Spiele hätten schon im Vorjahr stattfinden sollen, mussten aber wegen Corona verschoben werden. Den deutschen Fußball beherrschte in dieser Zeit die Meldung, dass Gladbachs Trainer Marco Rose zum Rivalen Borussia Dortmund wechseln wird.

Und noch ein weiterer Trainer ging: Joachim Löw gab überraschend bekannt, bereits direkt nach der EM im Sommer den Trainerposten der Nationalmannschaft frei zu machen. Nur wenig später verlor die Mannschaft das letzte Pflichtspiel vor dem Turnier gegen Nordmazedonien.

In anderen Sportarten sah es hingegen rosiger aus: Gewichtheber Jon Luke Mau aus Schwedt holte bei den Europameisterschaften in Moskau überraschend Gold, im Schwimmen gelang Weltmeister Florian Wellbrock eine Jahresweltbestzeit über 400 Meter Freistil.

Bayern-Trainer Hansi Flick bat den deutschen Fußball-Rekordmeister um die Auflösung seines bis 2023 laufenden Vertrags. Damit zeichnete sich sein Weg auf den Posten des scheidenden Nationalrainers Löw ab.

Für große Aufregung im Fußball sorgten in diesem Jahr zwölf europäische Top-Klubs mit der Ankündigung, eine Super League gründen zu wollen. Doch die Pläne waren schnell vom Tisch, innerhalb weniger Tage stiegen die meisten Klubs wieder aus, der Druck der UEFA und Fans war zu massiv. Die Super League war bald vom Tisch.

Die Bundesliga endete, wie es sich für Gelsenkirchener Fans bereits abgezeichnet hatte: Schalke 04 stieg zum vierten Mal in der Vereinsgeschichte in die zweite Liga ab. Mit ihnen ging Werder Bremen, Bayern München gewann mal wieder den Titel.

Im Handball entschied der THW Kiel zum 22. Mal die Meisterschaft für sich. Am letzten Spieltag setzten die Kieler sich nach einem Sieg gegen die Rhein-Neckar Löwen punktgleich dank des gewonnenen direkten Vergleichs gegen die SG Flensburg-Handewitt durch.

Novak Djokovic feiert in Wimbledon seinen 20. Grand-Slam-Titel und zog mit den Rekordhaltern Roger Federer und Rafael Nadal gleich. Der 22-jährige Slowene Tadej Pogacar verteidigt erfolgreich seinen Titel bei der Tour de France.

Als die Olympischen Spiele in Tokio begannen, war klar: Die Sportlerinnen und Sportler werden ihre Wettkämpfe vor leeren Rängen austragen müssen. Die deutschen Athleten triumphierten vor allem im Bahnrad-Vierer der Frauen, im Kajak-Vierer der Herren und mit Julia Krajewski im Reiten. Auch Malaika Mihambo holte Olympia-Gold im Weitsprung und wurde später ebenfalls wiederholt zur Sportlerin des Jahres ausgezeichnet. Alexander Zverev erhielt ebenfalls die Ehre als Sportler des Jahres, nachdem er in Tokio für den ersten deutschen Olympiasieg im Tennis gesorgt hatte.

Im Handball erklärte Kapitän Uwe Gensheimer nach dem enttäuschenden Abschneiden bei den Olympischen Spielen seinen Rücktritt aus der deutschen Nationalmannschaft.

Gegen Ende des Jahres machte der Fußball noch einmal von sich reden. Zunächst mit der sicheren Qualifikation der Nationalmannschaft für die WM in Katar 2022, dann mit den Aussagen von Bayerns Joshua Kimmich bezüglich seiner Bedenken gegenüber der Corona-Schutzimpfung.

In China verschwand die Tennisspielerin Peng Shuai, nachdem sie einen ranghohen Politiker einss sexuellen Übergriffs beschuldigt hatte. Wochen später meldete sich sich mit einer Videobotschaft zurück, die Damen-Organisation WTA zeigte sich aber noch immer tief beunruhigt.

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