Der Tag: Jugendliche greifen immer seltener zur Zigarette

Bei jungen Menschen geht der Trend weg von der „klassischen“ Zigarette. Dagegen sind Shisha und E-Zigarette auf dem Vormarsch. Laut einer Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung...

Coronavirus-Liveticker: +++ 12:41 Studie: Streamingzeiten bei Kindern und Jugendlichen in Pandemie explodiert +++

In der Corona-Pandemie sind die Streamingzeiten bei Kindern und Jugendlichen explodiert. Die Zeit des täglichen Schauens von Videos und Clips stieg um 45 Prozent an, wie eine Studie der Krankenkasse DAK...

Urteil im Prozess um Filmaufnahme von tödlichem Angriff

Als ein Mann in Kaiserslautern angegriffen und tödlich verletzt wird, zückt ein Passant sein Handy und macht Fotos. Jetzt steht er deswegen vor Gericht. Am Landgericht der westpfälzischen Stadt wird heute das...

Senner auf einer Schweizer Alp: Viehhüten ist doch Käse

Ich bin so alt, wie ich mich fühle“, sagt Volker Oppold und lächelt freundlich. Er hebt seine Brille an und reibt sich die Augen. Dem Mann, der einen Bart trägt und dessen rotes Haar leicht ins Gesicht fällt...

Zweifel an Demokratiekompetenz der Jugend

Es geht um Verantwortung der Generationen füreinander und um nichts weniger als unsere politische Zukunft: Wie steht es um das Vertrauen zwischen den Generationen in Deutschland, wenn es um grundlegende Werte...

Nachwuchs für Familien-Clan: Ist Kylie Jenner etwa schwanger?

Seit April sind Kylie Jenner und ihr Freund Travis Scott ein Paar. Ein Spiegel-Selfie der 20-Jährigen sorgt jetzt für Schwangerschaftsgerüchte. Angeblich soll der Rapper sogar schon das Geschlecht des Babys...

Maskenbildnerin Karla Meirer über ihre Arbeit beim Film

In einer ruhigen Nebenstraße in Berlin stehen an einem verregneten Samstagmorgen Lastwagen, Anhänger und Wohnmobile hintereinander. Vereinzelte Frühaufsteher bewegen sich geschäftig zwischen den Wagen. Einige...

Darts-WM in London: So blickt Martin Schindler auf das dramatische Aus

Der Stolz war Martin Schindler zunächst nicht anzusehen. Mit bedröppelter Miene verließ der Deutsche die riesige Darts-Bühne im Londoner Alexandra Palace. Schon kurze Zeit nach dem WM-Aus konnte Schindler im...

Jugendliche spielen Amoklauf nach

Schießerei in MünchenJugendliche spielen Amoklauf nach Königsbrunn – Nur einen Tag nach dem Münchner Amoklauf haben drei Jugendliche in Königsbrunn bei Augsburg mit Spielzeugwaffen die Bluttat...

Schweizer Schneiderin Monica Peixoto

Monica Peixoto steht vor ihrem Schneidertisch und misst mit einem Pfiffikus, einem zehn Zentimeter langem Saummaß, das Gurtband ab. Die 27-Jährige vergrößert gerade ein rotes Hundegewand. Ein unüblicher...

Jugendliche

Pallas aus Diepholz ist eines von fünf Schallplattenunternehmen in Europa


Wenn ich Qualität hören will, dann muss ich Schallplatte hören“, sagt Holger Neumann, der Geschäftsführer der Schallplattenfa­brik Pallas GmbH aus Diepholz. „Das ist so eine Art, die Musik zu zelebrieren, wie vielleicht ein anderer einen Wein genießt oder eine Zigarre raucht. Dafür muss ich mir Zeit nehmen.“ Ein erstes Gespür für die Renaissance der Vinylplatte hatte Neumann 1996 während der Love Parade in Berlin, wo eine Nachfrage nach Schallplatten aufkam. „Das waren zwar nicht viele in einer hohen Auflage, aber ich persönlich hatte so ein Feeling, dass die Schallplatte nicht tot ist und sich da eventuell was entwickeln könnte.“

Etwa im Jahr 2008 setzte dann der Vinyl-Boom ein; die hohe Nachfrage „hat uns völlig überrollt“, sagt Neumann – zum Vorteil für das Unternehmen, denn man war vorbereitet. Zur Verfügung standen Maschinen und Mitarbeiter mit Erfahrung. Diese waren während der Vinyl-Flaute von der Schallplattenproduktion in den CD-produzierenden Bereich gewechselt. „Viele andere Firmen hatten ihre ganzen Fertigungsgeräte für die Schallplatte vernichtet, einfach verschrottet. Die konnten gar kein Vinyl mehr machen“, erzählt Neumann.

Pallas ist nach Angaben des Geschäftsführers eines von fünf verbliebenen Plattenunternehmen in Europa. Sie produzieren und produzierten für internationale Stars wie Beyoncé, Miley Cyrus, Sam Smith, Metallica und Michael Jackson. Die Platten verkauft die Fabrik nicht direkt, sondern an Auftraggeber wie Sony Music, Universal Music Group und Warner Music Group. Diese haben Labels, in denen die Künstler unter Vertrag sind. Sony Music und die Universal Music Group seien die Hauptkunden und garantierten die Aufträge, sagt Neumann. „Hier sieht es teilweise aus wie im Fort Knox: Tore zu, Kameraüberwachung, Handys müssen abgeschottet werden“, berichtet Neumann. So werde verhindert, dass Topsecret-Aufträge vor ihrem eigentlichen Veröffentlichungsdatum auf den Markt kämen.

Nachfrage in der Pandemie gestiegen

Gerade hat man das 75-jährige Jubiläum gefeiert. Das Familienunternehmen beschäftigt rund 240 Mitarbeiter. Die Produktion läuft fünf Tage die Woche, jeweils in drei Schichten. Die Kapazitäten der Maschinen ermöglichen die Fertigung von 170.000 Schallplatten in der Woche. Für 2023 schätzt der Geschäftsführer das Gesamtvolumen der Tonträger auf weit über 13 Millionen. 2020 seien es erst rund 5,1 Millionen Tonträger gewesen.

„In der Corona-Pandemie ist die Nachfrage nach Tonträgern besonders stark gestiegen, denn die Menschen hatten viel Zeit und haben viele Vinylplatten vor allem online gekauft“, berichtet Neumann. Es sei schwierig gewesen, die vielen Aufträge abzuarbeiten. 2023 habe der Umsatz deutlich über 10 Millionen Euro gelegen.

Wie erklärt sich Holger Neumann den Vinyl-Boom trotz steigender Bedeutung von gestreamter Musik? „Das ist zwar alles Musik, aber keine Qualität“, sagt er. „Da die Tonsignale, anders als bei der CD, nicht in Datenpaketen vorliegen, hat die Vinylplatte eine höhere Klangdynamik, und die musikalische Darbietung ist somit dynamischer und gewinnt an Authentizität.“

Nach seiner Erfahrung lassen sich Tonträger besonders auf Konzerten gut verkaufen, wo die Menschen im direkten Kontakt zu der Musik stehen und sie live erleben. Sie bewahrten sich das Musikerlebnis dann auf der Schallplatte. Nach Neumann kaufen besonders zwei Altersgruppen die Schallplatten: Menschen über 50 Jahre und, was ganz verwunderlich sei, viele Jugendliche im Alter zwischen 18 und 32 Jahren.

Der Artikel stammt aus dem F.A.Z.-Schülerprojekt „Jugend und Wirtschaft“

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