Doch keine geschlossene Jugendhilfeeinrichtung in Bremen

Die Bremer Landesregierung hat ihren Plan für eine geschlossene Jugendhilfeeinrichtung für kriminell gewordene junge Flüchtlinge aufgegeben. „Es gibt einfach eine neue Sachlage, die zu einer Neubewertung...

Ein Bonner Atelier schneidert für Let’s Dance

Bloß T-Shirts und Jeans zu schneidern – das hätte mich gelangweilt“, sagt Katia Convents. Die 56-Jährige besitzt ein Atelier in Bonn und entwirft Tanz-, Braut- und Abendmode sowie Haute Couture. Was damals im...

USA gegen Deutschland: Hartford? Klingelt’s? Da war doch was!

USA gegen Deutschland in Hartford. Na, klingelt’s? Da war doch was! Wenn Julian Nagelsmann an diesem Samstag sein Debüt als Bundestrainer gibt, weht ein Hauch von großer Sportgeschichte durch die Hauptstadt...

Kurz vor Grundschul-Amoklauf: Schütze soll 15-jährige Deutsche kontaktiert haben

Er werde nun das Feuer eröffnen – diese Nachricht soll der 18-jährige Amokläufer von Uvalde einer Jugendlichen aus Frankfurt geschickt haben. Das geht aus einem CNN-Bericht hervor. Nach Angaben der 15...

„Der Rechtsruck hat mir den letzten Kick gegeben“

Junge Parteimitglieder vor der Bundestagswahl„Der Rechtsruck hat mir den letzten Kick gegeben“ Herrenberg – Der Rechtsruck in der Gesellschaft, sagt Felix Leonhardt, habe ihm den letzten Kick gegeben...

Ferguson (USA): Neue Schüsse auf Teenager nach Tod von Michael Brown

Nach den tödlichen Polizeischüssen auf einen jungen unbewaffneten Schwarzen ist in der US-Kleinstadt Ferguson Medienberichten zufolge erneut ein Teenager von Polizeikugeln getroffen worden. Der 19-Jährige...

Inklusionsbeauftragter Schorndorf

Der Marktplatz in Schorndorf ist von Fachwerkhäusern umgeben, passend dazu Kopfsteinpflaster, um ein altertümliches Flair zu schaffen. Optisch ist das gelungen, aber für Rollstuhlfahrer nicht – für sie ist...

Umstrittene „Ankerzentren“: Vor allem für junge Flüchtlinge ungeeignet

Fast die Hälfte der nach Deutschland kommenden Flüchtlinge sind Kinder und Jugendliche. Vor allem für sie sind die geplanten Ankerzentren gar keine gute Idee, heißt es in einem offenen Brief von zahlreichen...

Nationaltorwart Neuer – „Meiner WM-Teilnahme steht nichts im Wege“

„Ich gehe fest davon aus, dass ich bei der WM im Tor stehe. Meiner Meinung nach steht der WM-Teilnahme gar nichts im Wege“, sagte der 31 Jahre alte DFB-Kapitän mit Blick auf die Weltmeisterschaft...

Vorwürfe gegen George Foreman: Box-Legende wird wegen sexuellen Missbrauchs verklagt

George Foreman war Schwergewichtsweltmeister und boxte in einem der größten Kämpfe der Box-Geschichte. Nun wird der 73-Jährige außerhalb des Rings attackiert: Foreman wird von zwei Frauen verklagt, die er in...

Jugendliche

Pallas aus Diepholz ist eines von fünf Schallplattenunternehmen in Europa


Wenn ich Qualität hören will, dann muss ich Schallplatte hören“, sagt Holger Neumann, der Geschäftsführer der Schallplattenfa­brik Pallas GmbH aus Diepholz. „Das ist so eine Art, die Musik zu zelebrieren, wie vielleicht ein anderer einen Wein genießt oder eine Zigarre raucht. Dafür muss ich mir Zeit nehmen.“ Ein erstes Gespür für die Renaissance der Vinylplatte hatte Neumann 1996 während der Love Parade in Berlin, wo eine Nachfrage nach Schallplatten aufkam. „Das waren zwar nicht viele in einer hohen Auflage, aber ich persönlich hatte so ein Feeling, dass die Schallplatte nicht tot ist und sich da eventuell was entwickeln könnte.“

Etwa im Jahr 2008 setzte dann der Vinyl-Boom ein; die hohe Nachfrage „hat uns völlig überrollt“, sagt Neumann – zum Vorteil für das Unternehmen, denn man war vorbereitet. Zur Verfügung standen Maschinen und Mitarbeiter mit Erfahrung. Diese waren während der Vinyl-Flaute von der Schallplattenproduktion in den CD-produzierenden Bereich gewechselt. „Viele andere Firmen hatten ihre ganzen Fertigungsgeräte für die Schallplatte vernichtet, einfach verschrottet. Die konnten gar kein Vinyl mehr machen“, erzählt Neumann.

Pallas ist nach Angaben des Geschäftsführers eines von fünf verbliebenen Plattenunternehmen in Europa. Sie produzieren und produzierten für internationale Stars wie Beyoncé, Miley Cyrus, Sam Smith, Metallica und Michael Jackson. Die Platten verkauft die Fabrik nicht direkt, sondern an Auftraggeber wie Sony Music, Universal Music Group und Warner Music Group. Diese haben Labels, in denen die Künstler unter Vertrag sind. Sony Music und die Universal Music Group seien die Hauptkunden und garantierten die Aufträge, sagt Neumann. „Hier sieht es teilweise aus wie im Fort Knox: Tore zu, Kameraüberwachung, Handys müssen abgeschottet werden“, berichtet Neumann. So werde verhindert, dass Topsecret-Aufträge vor ihrem eigentlichen Veröffentlichungsdatum auf den Markt kämen.

Nachfrage in der Pandemie gestiegen

Gerade hat man das 75-jährige Jubiläum gefeiert. Das Familienunternehmen beschäftigt rund 240 Mitarbeiter. Die Produktion läuft fünf Tage die Woche, jeweils in drei Schichten. Die Kapazitäten der Maschinen ermöglichen die Fertigung von 170.000 Schallplatten in der Woche. Für 2023 schätzt der Geschäftsführer das Gesamtvolumen der Tonträger auf weit über 13 Millionen. 2020 seien es erst rund 5,1 Millionen Tonträger gewesen.

„In der Corona-Pandemie ist die Nachfrage nach Tonträgern besonders stark gestiegen, denn die Menschen hatten viel Zeit und haben viele Vinylplatten vor allem online gekauft“, berichtet Neumann. Es sei schwierig gewesen, die vielen Aufträge abzuarbeiten. 2023 habe der Umsatz deutlich über 10 Millionen Euro gelegen.

Wie erklärt sich Holger Neumann den Vinyl-Boom trotz steigender Bedeutung von gestreamter Musik? „Das ist zwar alles Musik, aber keine Qualität“, sagt er. „Da die Tonsignale, anders als bei der CD, nicht in Datenpaketen vorliegen, hat die Vinylplatte eine höhere Klangdynamik, und die musikalische Darbietung ist somit dynamischer und gewinnt an Authentizität.“

Nach seiner Erfahrung lassen sich Tonträger besonders auf Konzerten gut verkaufen, wo die Menschen im direkten Kontakt zu der Musik stehen und sie live erleben. Sie bewahrten sich das Musikerlebnis dann auf der Schallplatte. Nach Neumann kaufen besonders zwei Altersgruppen die Schallplatten: Menschen über 50 Jahre und, was ganz verwunderlich sei, viele Jugendliche im Alter zwischen 18 und 32 Jahren.

Der Artikel stammt aus dem F.A.Z.-Schülerprojekt „Jugend und Wirtschaft“

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