Denkwürdige Pressekonferenz: Infantino beerdigt den Grundgedanken des Fußballs

Meinung Doha Mit seiner Pressekonferenz vor dem Beginn der WM in Katar hat sich Gianni Infantino selbst entlarvt. Die Aussagen sind reinste Realitätsverweigerung, er und die Fifa haben jegliche Moral verloren...

Warum Streetworker eigentlich so wichtig sind

Streetworker sind für viele Jugendliche, die auf die schiefe Bahn geraten sind, eine wichtige Hilfe, um in ihrem Leben wieder Fuß zu fassen. Die Sozialpädagogen suchen die jungen Menschen in sozialen...

Bildschirm statt Ballspiel: Youtube will Kinder mit neuer App schützen

Um Kinder vor den teilweise ungefilterten Videoinhalten auf YouTube zu schützen etabliert der Konzern nun auch in Deutschland die Kinderapp „YouTube Kids“. Für Eltern ist das praktisch und in...

Gedenkfeier für Franz Beckenbauer: Letzte Ehre für den Kaiser: „Wird sehr emotional werden“

Der FC Bayern, so heißt es auf der Vereins-Website, will einen „besonderen, emotionalen Rahmen“ schaffen, um Beckenbauer im eigenen Stadion zu verabschieden. Schließlich, das betonte auch der langjährige...

Wäscheladen Elfi in Berlin

Auch diesen Nachbarn hat sie überlebt. Nach sechs Monaten verschwanden endlich die Absperrungen, die Bodenmarkierungen und die langen Warteschlangen vor ihrem Schaufenster. Wand an Wand mit einem Corona...

Angeklagter: Einvernehmlicher Sex mit 14-Jähriger

Im Prozess um die mutmaßliche Vergewaltigung einer 14-Jährigen vor dem Landgericht Magdeburg hat der Angeklagte am Dienstag Sex mit ihr zugegeben. Der 23 Jahre alte Mann ließ über seinen Verteidiger mitteilen...

Der Tag: Jugendliche legen Zugverkehr mit „lebensgefährlichem Unsinn“ lahm

Die Bundespolizei ermittelt gegen Jugendliche, die am Sonntag den Zugverkehr auf der ICE-Schnellfahrstrecke in Grabow in Westmecklenburg gestoppt haben sollen. Ihnen wird gefährlicher Eingriff in den...

Vereinspolitik beim Neue Diskussion um VfB-Satzung

Die Initiative zur Satzungsänderung beim VfB Stuttgart erhält neuen Diskussionsstoff. Nachdem die beiden Mitglieder Michael Reichl und Fabian Lang im Juli mehrere Anträge beim Fußball-Bundesligisten...

Frauen-Fußball-WM 2023: Voss-Tecklenburg erkundet das Terrain

Martina Voss-Tecklenburg weiß selbst, dass diese Dienstreise mit einigen Strapazen verbunden ist. Am Montag in den Flieger nach Australien zu steigen, um sich für drei Tage am Schauplatz der kommenden Frauen...

Deich-Führung in Cuxhaven

Von einem auf den anderen Moment fängt es an wie aus Eimern zu schütten, und der Regen prasselt gegen die große Fensterfront der Jugendherberge in Cuxhaven-Duhnen. Nicht nur draußen biegen sich die Äste heftig...

Jugendliche

Pallas aus Diepholz ist eines von fünf Schallplattenunternehmen in Europa


Wenn ich Qualität hören will, dann muss ich Schallplatte hören“, sagt Holger Neumann, der Geschäftsführer der Schallplattenfa­brik Pallas GmbH aus Diepholz. „Das ist so eine Art, die Musik zu zelebrieren, wie vielleicht ein anderer einen Wein genießt oder eine Zigarre raucht. Dafür muss ich mir Zeit nehmen.“ Ein erstes Gespür für die Renaissance der Vinylplatte hatte Neumann 1996 während der Love Parade in Berlin, wo eine Nachfrage nach Schallplatten aufkam. „Das waren zwar nicht viele in einer hohen Auflage, aber ich persönlich hatte so ein Feeling, dass die Schallplatte nicht tot ist und sich da eventuell was entwickeln könnte.“

Etwa im Jahr 2008 setzte dann der Vinyl-Boom ein; die hohe Nachfrage „hat uns völlig überrollt“, sagt Neumann – zum Vorteil für das Unternehmen, denn man war vorbereitet. Zur Verfügung standen Maschinen und Mitarbeiter mit Erfahrung. Diese waren während der Vinyl-Flaute von der Schallplattenproduktion in den CD-produzierenden Bereich gewechselt. „Viele andere Firmen hatten ihre ganzen Fertigungsgeräte für die Schallplatte vernichtet, einfach verschrottet. Die konnten gar kein Vinyl mehr machen“, erzählt Neumann.

Pallas ist nach Angaben des Geschäftsführers eines von fünf verbliebenen Plattenunternehmen in Europa. Sie produzieren und produzierten für internationale Stars wie Beyoncé, Miley Cyrus, Sam Smith, Metallica und Michael Jackson. Die Platten verkauft die Fabrik nicht direkt, sondern an Auftraggeber wie Sony Music, Universal Music Group und Warner Music Group. Diese haben Labels, in denen die Künstler unter Vertrag sind. Sony Music und die Universal Music Group seien die Hauptkunden und garantierten die Aufträge, sagt Neumann. „Hier sieht es teilweise aus wie im Fort Knox: Tore zu, Kameraüberwachung, Handys müssen abgeschottet werden“, berichtet Neumann. So werde verhindert, dass Topsecret-Aufträge vor ihrem eigentlichen Veröffentlichungsdatum auf den Markt kämen.

Nachfrage in der Pandemie gestiegen

Gerade hat man das 75-jährige Jubiläum gefeiert. Das Familienunternehmen beschäftigt rund 240 Mitarbeiter. Die Produktion läuft fünf Tage die Woche, jeweils in drei Schichten. Die Kapazitäten der Maschinen ermöglichen die Fertigung von 170.000 Schallplatten in der Woche. Für 2023 schätzt der Geschäftsführer das Gesamtvolumen der Tonträger auf weit über 13 Millionen. 2020 seien es erst rund 5,1 Millionen Tonträger gewesen.

„In der Corona-Pandemie ist die Nachfrage nach Tonträgern besonders stark gestiegen, denn die Menschen hatten viel Zeit und haben viele Vinylplatten vor allem online gekauft“, berichtet Neumann. Es sei schwierig gewesen, die vielen Aufträge abzuarbeiten. 2023 habe der Umsatz deutlich über 10 Millionen Euro gelegen.

Wie erklärt sich Holger Neumann den Vinyl-Boom trotz steigender Bedeutung von gestreamter Musik? „Das ist zwar alles Musik, aber keine Qualität“, sagt er. „Da die Tonsignale, anders als bei der CD, nicht in Datenpaketen vorliegen, hat die Vinylplatte eine höhere Klangdynamik, und die musikalische Darbietung ist somit dynamischer und gewinnt an Authentizität.“

Nach seiner Erfahrung lassen sich Tonträger besonders auf Konzerten gut verkaufen, wo die Menschen im direkten Kontakt zu der Musik stehen und sie live erleben. Sie bewahrten sich das Musikerlebnis dann auf der Schallplatte. Nach Neumann kaufen besonders zwei Altersgruppen die Schallplatten: Menschen über 50 Jahre und, was ganz verwunderlich sei, viele Jugendliche im Alter zwischen 18 und 32 Jahren.

Der Artikel stammt aus dem F.A.Z.-Schülerprojekt „Jugend und Wirtschaft“

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