Fortuna Düsseldorf – Plötzlich die Gejagten

Am Sonntag kommt nun Union Berlin zum Kräftemessen in die Esprit-Arena. Beide Mannschaften sind ungeschlagen. Berlin ist ebenso wie Fortuna offensiv gefährlich (jeweils acht Tore), dafür aber defensiv...

„Menschen hautnah“ begleitet David (13), der weiß, dass er Waise wird

David ist 13 Jahre alt und Halbwaise. Sein Vater Gerd starb vor vier Jahren nach einer Darmerkrankung. Nun wird auch seine Mutter bald sterben, denn Ute hat Krebs. Sie hat sich entschlossen, David von Anfang...

Düsseldorfer EG – DEG startet mit neuem Trikotsponsor

So etwas hat es bei der 1935 gegründeten Düsseldorfer Eislauf-Gemeinschaft noch nicht gegeben. Am vierten aufeinander folgenden Tag präsentierte der Klub einen Sponsor. Nach den Team- und Premiumsponsoren...

Bayer Leverkusen – Leon, der Feierprofi

Nach dem erlösenden Schlusspfiff in der BayArena war Leon Bailey einer der ersten Profis der Werkself, die mit den Fans in der Nordkurve feierten. Er kletterte auf den Zaun und ließ seiner Freude freien Lauf...

Mädchen stürzt durch Dach in den Tod

Ein 14-jähriges Mädchen ist in Baden-Württemberg durch das Dach einer Sporthalle gestürzt und dabei ums Leben gekommen. Auch in München kam es zu einem schweren Unfall gleicher Art. Wie die Polizei in...

Fortuna Düsseldorf – Fortuna war Faßbenders große Liebe

Im Alter von 84 Jahren ist Werner Faßbender am Sonntag gestorben. Er war „Mister Fortuna“. So hat man ihn gern respektvoll genannt, denn über Jahrzehnte hat er den Düsseldorfer Klub in wichtigen...

TVB Stuttgart: Enttäuschender Auftritt im Derby

TVB Stuttgart Enttäuschender Auftritt im Derby Für Marian Orlowski (Mi.) und den TVB Stuttgart gab es gegen Frisch Auf Göppingen kaum ein Durchkommen. Handball-Bundesligist TVB Stuttgart enttäuscht vor eigenem...

Schlupfloch in der Verfassung: 14-Jähriger tritt bei Gouverneurswahl an

Bekommt der US-Bundesstaat Vermont bald einen 14-Jährigen als Gouverneur? Zumindest stellt sich mit Ethan Sonneborn ein Jugendlicher zur Wahl. Er hat nicht nur ein politisches Konzept. Das Leben der meisten 14...

Reisebusfahrer in Bäretswil

Ich mag keine Autobahnen“, meint Manfred Rutz und lacht: „Geradeaus fahren kann jeder.“ Der 56-Jährige schreitet in seiner Arbeitsuniform, die aus einem weißen Hemd und einer schwarzen Hose besteht, durch die...

Wie normal sind kurzlebige Teenager-Lieben?

Teenager-Beziehungen haben oft eine sehr kurze Haltbarkeit. Wie viele Partnerwechsel sind bei Heranwachsenden normal und wie sollten Väter und Mütter damit umgehen – vor allem, wenn die häufigen...

Jugendliche

Pallas aus Diepholz ist eines von fünf Schallplattenunternehmen in Europa


Wenn ich Qualität hören will, dann muss ich Schallplatte hören“, sagt Holger Neumann, der Geschäftsführer der Schallplattenfa­brik Pallas GmbH aus Diepholz. „Das ist so eine Art, die Musik zu zelebrieren, wie vielleicht ein anderer einen Wein genießt oder eine Zigarre raucht. Dafür muss ich mir Zeit nehmen.“ Ein erstes Gespür für die Renaissance der Vinylplatte hatte Neumann 1996 während der Love Parade in Berlin, wo eine Nachfrage nach Schallplatten aufkam. „Das waren zwar nicht viele in einer hohen Auflage, aber ich persönlich hatte so ein Feeling, dass die Schallplatte nicht tot ist und sich da eventuell was entwickeln könnte.“

Etwa im Jahr 2008 setzte dann der Vinyl-Boom ein; die hohe Nachfrage „hat uns völlig überrollt“, sagt Neumann – zum Vorteil für das Unternehmen, denn man war vorbereitet. Zur Verfügung standen Maschinen und Mitarbeiter mit Erfahrung. Diese waren während der Vinyl-Flaute von der Schallplattenproduktion in den CD-produzierenden Bereich gewechselt. „Viele andere Firmen hatten ihre ganzen Fertigungsgeräte für die Schallplatte vernichtet, einfach verschrottet. Die konnten gar kein Vinyl mehr machen“, erzählt Neumann.

Pallas ist nach Angaben des Geschäftsführers eines von fünf verbliebenen Plattenunternehmen in Europa. Sie produzieren und produzierten für internationale Stars wie Beyoncé, Miley Cyrus, Sam Smith, Metallica und Michael Jackson. Die Platten verkauft die Fabrik nicht direkt, sondern an Auftraggeber wie Sony Music, Universal Music Group und Warner Music Group. Diese haben Labels, in denen die Künstler unter Vertrag sind. Sony Music und die Universal Music Group seien die Hauptkunden und garantierten die Aufträge, sagt Neumann. „Hier sieht es teilweise aus wie im Fort Knox: Tore zu, Kameraüberwachung, Handys müssen abgeschottet werden“, berichtet Neumann. So werde verhindert, dass Topsecret-Aufträge vor ihrem eigentlichen Veröffentlichungsdatum auf den Markt kämen.

Nachfrage in der Pandemie gestiegen

Gerade hat man das 75-jährige Jubiläum gefeiert. Das Familienunternehmen beschäftigt rund 240 Mitarbeiter. Die Produktion läuft fünf Tage die Woche, jeweils in drei Schichten. Die Kapazitäten der Maschinen ermöglichen die Fertigung von 170.000 Schallplatten in der Woche. Für 2023 schätzt der Geschäftsführer das Gesamtvolumen der Tonträger auf weit über 13 Millionen. 2020 seien es erst rund 5,1 Millionen Tonträger gewesen.

„In der Corona-Pandemie ist die Nachfrage nach Tonträgern besonders stark gestiegen, denn die Menschen hatten viel Zeit und haben viele Vinylplatten vor allem online gekauft“, berichtet Neumann. Es sei schwierig gewesen, die vielen Aufträge abzuarbeiten. 2023 habe der Umsatz deutlich über 10 Millionen Euro gelegen.

Wie erklärt sich Holger Neumann den Vinyl-Boom trotz steigender Bedeutung von gestreamter Musik? „Das ist zwar alles Musik, aber keine Qualität“, sagt er. „Da die Tonsignale, anders als bei der CD, nicht in Datenpaketen vorliegen, hat die Vinylplatte eine höhere Klangdynamik, und die musikalische Darbietung ist somit dynamischer und gewinnt an Authentizität.“

Nach seiner Erfahrung lassen sich Tonträger besonders auf Konzerten gut verkaufen, wo die Menschen im direkten Kontakt zu der Musik stehen und sie live erleben. Sie bewahrten sich das Musikerlebnis dann auf der Schallplatte. Nach Neumann kaufen besonders zwei Altersgruppen die Schallplatten: Menschen über 50 Jahre und, was ganz verwunderlich sei, viele Jugendliche im Alter zwischen 18 und 32 Jahren.

Der Artikel stammt aus dem F.A.Z.-Schülerprojekt „Jugend und Wirtschaft“

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