Borussia Mönchengladbach – Wegberg ist kein „Kanonenfutter“ mehr für die U 23

Und der Gegner ist bisher bei Weitem nicht das „Kanonenfutter“, das er bei seinem ersten Versuch in der vierten Liga vor zwei Jahren noch war. Denn würde die Mannschaft von Trainer Friedel Hensen...

Kein neuer Vertrag: VfB Stuttgart verabschiedet Daniel Didavi

Didavi kam 1997 in die Jugend des VfB, von 2008 an war er dann für die zweite Mannschaft am Ball, ehe er 2010 den Sprung in den Profikader schaffte. In der Saison 2011/12 wurde der gebürtige Nürtinger an den 1...

264 junge Menschen ohne Obdach

Auf Stuttgarts Straßen264 junge Menschen ohne Obdach Stuttgart – Immer mehr Menschen unter 25 Jahren in Baden-Württemberg sind wohnungslos. Mit 1265 Personen wurde 2009 ein neuer Höchststand verzeichnet...

Facebook und WhatsApp:EU gibt Internet-Nutzern mehr Rechte

Nach 18 Jahren hat die EU eine Reform des Datenschutzes beschlossen. Die Verordnung gibt Nutzern mehr Kontrolle über ihre Daten und macht Beschwerden leichter. Das geplante und umstrittene Facebook-Verbot für...

Youtube-Star und Mädchenschwarm

Izzi in StuttgartYoutube-Star und Mädchenschwarm Stuttgart – Wer selbst in der Generation aufgewachsten ist, in der Videospiele aus Kinderzimmern nicht mehr wegzudenken sind, kennt diese Szenen:...

Ostfrankreich: 14-Jähriger erschießt seinen Zwillingsbruder

Ein 14-Jähriger hat in Ostfrankreich ungewollt seinen Zwillingsbruder erschossen. Ein Familienmitglied habe zum Abendessen in der Vogesen-Gemeinde Hennezel mehrere Waffen hervorgeholt, berichtete die Polizei...

Transgenerationale Prägungen: Die Kinder der Nachkriegseltern und ihre Kämpfe

Sie haben ihre Kindheit oder Jugend im Zweiten Weltkrieg erlebt, sind nach dem Krieg herangereift, wurden erwachsen und bekamen Kinder. Diese Nachkriegseltern hinterlassen bei den nachfolgenden Generationen...

Immer mehr Jugendliche gehören zur Generation Krummer Rücken

Stundenlang am Smartphone wischen, chatten oder am Tablet Videos anschauen: Das gehört für viele Kids und Teenager heute zu ihrer liebsten Freizeitbeschäftigung. Doch zu wenig Bewegung und zu viel virtuelle...

Sprechen Sie mit Ihren Kindern über die Chat-App „Sarahah“

Die Trend-App „Sarahah“ erlaubt den Empfang anonymer Nachrichten. Sie stürmt die Charts in Apples AppStore und bei Google Play. Ursprünglich war sie für ehrliches, anonymes Feedback  in Unternehmen...

Linguistin Christa Dürscheid

Mehr Eigeninitiative“, das gefalle Christa Dürscheid an den Studenten in Zürich im Vergleich zu den Studenten, die sie in Deutschland unterrichtet habe. „Die Studierenden sind auf einem höheren Niveau, wenn...

Jugendliche

Pallas aus Diepholz ist eines von fünf Schallplattenunternehmen in Europa


Wenn ich Qualität hören will, dann muss ich Schallplatte hören“, sagt Holger Neumann, der Geschäftsführer der Schallplattenfa­brik Pallas GmbH aus Diepholz. „Das ist so eine Art, die Musik zu zelebrieren, wie vielleicht ein anderer einen Wein genießt oder eine Zigarre raucht. Dafür muss ich mir Zeit nehmen.“ Ein erstes Gespür für die Renaissance der Vinylplatte hatte Neumann 1996 während der Love Parade in Berlin, wo eine Nachfrage nach Schallplatten aufkam. „Das waren zwar nicht viele in einer hohen Auflage, aber ich persönlich hatte so ein Feeling, dass die Schallplatte nicht tot ist und sich da eventuell was entwickeln könnte.“

Etwa im Jahr 2008 setzte dann der Vinyl-Boom ein; die hohe Nachfrage „hat uns völlig überrollt“, sagt Neumann – zum Vorteil für das Unternehmen, denn man war vorbereitet. Zur Verfügung standen Maschinen und Mitarbeiter mit Erfahrung. Diese waren während der Vinyl-Flaute von der Schallplattenproduktion in den CD-produzierenden Bereich gewechselt. „Viele andere Firmen hatten ihre ganzen Fertigungsgeräte für die Schallplatte vernichtet, einfach verschrottet. Die konnten gar kein Vinyl mehr machen“, erzählt Neumann.

Pallas ist nach Angaben des Geschäftsführers eines von fünf verbliebenen Plattenunternehmen in Europa. Sie produzieren und produzierten für internationale Stars wie Beyoncé, Miley Cyrus, Sam Smith, Metallica und Michael Jackson. Die Platten verkauft die Fabrik nicht direkt, sondern an Auftraggeber wie Sony Music, Universal Music Group und Warner Music Group. Diese haben Labels, in denen die Künstler unter Vertrag sind. Sony Music und die Universal Music Group seien die Hauptkunden und garantierten die Aufträge, sagt Neumann. „Hier sieht es teilweise aus wie im Fort Knox: Tore zu, Kameraüberwachung, Handys müssen abgeschottet werden“, berichtet Neumann. So werde verhindert, dass Topsecret-Aufträge vor ihrem eigentlichen Veröffentlichungsdatum auf den Markt kämen.

Nachfrage in der Pandemie gestiegen

Gerade hat man das 75-jährige Jubiläum gefeiert. Das Familienunternehmen beschäftigt rund 240 Mitarbeiter. Die Produktion läuft fünf Tage die Woche, jeweils in drei Schichten. Die Kapazitäten der Maschinen ermöglichen die Fertigung von 170.000 Schallplatten in der Woche. Für 2023 schätzt der Geschäftsführer das Gesamtvolumen der Tonträger auf weit über 13 Millionen. 2020 seien es erst rund 5,1 Millionen Tonträger gewesen.

„In der Corona-Pandemie ist die Nachfrage nach Tonträgern besonders stark gestiegen, denn die Menschen hatten viel Zeit und haben viele Vinylplatten vor allem online gekauft“, berichtet Neumann. Es sei schwierig gewesen, die vielen Aufträge abzuarbeiten. 2023 habe der Umsatz deutlich über 10 Millionen Euro gelegen.

Wie erklärt sich Holger Neumann den Vinyl-Boom trotz steigender Bedeutung von gestreamter Musik? „Das ist zwar alles Musik, aber keine Qualität“, sagt er. „Da die Tonsignale, anders als bei der CD, nicht in Datenpaketen vorliegen, hat die Vinylplatte eine höhere Klangdynamik, und die musikalische Darbietung ist somit dynamischer und gewinnt an Authentizität.“

Nach seiner Erfahrung lassen sich Tonträger besonders auf Konzerten gut verkaufen, wo die Menschen im direkten Kontakt zu der Musik stehen und sie live erleben. Sie bewahrten sich das Musikerlebnis dann auf der Schallplatte. Nach Neumann kaufen besonders zwei Altersgruppen die Schallplatten: Menschen über 50 Jahre und, was ganz verwunderlich sei, viele Jugendliche im Alter zwischen 18 und 32 Jahren.

Der Artikel stammt aus dem F.A.Z.-Schülerprojekt „Jugend und Wirtschaft“

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