Heiße Phase in der Quali: Wer es wie zur WM 2022 in Katar schafft

Deutschland und Dänemark haben es schon vorgemacht und sich ein Ticket für die Fußball-Weltmeisterschaft in Katar gesichert. Wir zeigen, wie es in den anderen Gruppen aussieht. Wer führt mit Abstand, wer muss...

Gymnasium probt Geschlechtertrennung in Physik

Hat es Vorteile, wenn Jungen und Mädchen in bestimmten Fächern getrennt unterrichtet werden? Ein Gymnasium in der Pfalz hat es ausprobiert. Am Anfang stand für Michael Scheffe eine simple Beobachtung...

Mehr Prävention gegen Radikalisierung Jugendlicher gefordert

Ein stärker ausgebautes regionales Frühwarnsystem kann aus Sicht des Demokratiezentrums Baden-Württemberg einer Radikalisierung Jugendlicher entgegenwirken. „Viele kleine Puzzleteile können einen Hinweis...

Teenie-Magazin: 65 Jahre "Bravo" – "Die Marke wird überleben"

München (dpa) – Als am 26. August 1956 die „Film- und Fernsehzeitschrift“ mit dem Titel „Bravo“ zum ersten Mal erschien, war das ein Meilenstein. Generationen von Jugendlichen...

Knieprobleme – Nadal zieht sich nach Niederlage von der ATP-WM zurück

„Ich bin raus. Meine Saison ist beendet“, sagte der spanische Spieler in der Nacht zum Dienstag. Zuvor hatte der Tennis-Profi überraschend mit 6:7 (5:7), 7:6 (7:4), 4:6 gegen den Belgier David...

0:1 gegen Frankfurt – Ideenlose Borussia kassiert erste Saisonniederlage

Yann Sommer schaute konsterniert dem Ball hinterher, er wird sich gedacht haben: „Nicht schon wieder!“ 48 Sekunden waren gespielt zwischen den Borussen und Eintracht Frankfurt, als der Ball im Tor...

Hitzfeld kritisiert WM-Chef Mutko – „In Russland gelten vielleicht noch andere Gesetze“

„Ich glaube, in Deutschland oder unseren Nachbarländern wäre so etwas nicht möglich. Aber in Russland gelten vielleicht noch andere Gesetze“, sagte der 68-jährige Hitzfeld der Deutschen Presse...

Hotline für Kinderschutz: Wo Ärzte bei Verdacht Rat bekommen

Wenn dieses Telefon klingelt, braucht meist ein geschundenes Kind Hilfe – und ein Mediziner den sofortigen Rat von Kollegen. Seit dem Sommer stehen dafür rund um die Uhr speziell geschulte Ärzte bereit...

Diabetes schon bei Kindern und Jugendlichen

Altersdiabetes wurde früher der Typ-2-Diabetes genannt, weil in der Regel nur Menschen ab 40 Jahren daran erkrankten. Das hat sich stark geändert. „Es gibt schon Fünfjährige mit einem klassischen...

Apple-Zulieferer Foxconn beschäftigte Minderjährige

Foxconn steht schon wieder wegen fragwürdiger Arbeitsbedingungen unter Beschuss. Der Apple-Zulieferer hat zugegeben, in einer chinesischen Fabrik Jugendliche im Alter von 14 bis 16 Jahren beschäftigt zu haben...

Jugendliche

Pallas aus Diepholz ist eines von fünf Schallplattenunternehmen in Europa


Wenn ich Qualität hören will, dann muss ich Schallplatte hören“, sagt Holger Neumann, der Geschäftsführer der Schallplattenfa­brik Pallas GmbH aus Diepholz. „Das ist so eine Art, die Musik zu zelebrieren, wie vielleicht ein anderer einen Wein genießt oder eine Zigarre raucht. Dafür muss ich mir Zeit nehmen.“ Ein erstes Gespür für die Renaissance der Vinylplatte hatte Neumann 1996 während der Love Parade in Berlin, wo eine Nachfrage nach Schallplatten aufkam. „Das waren zwar nicht viele in einer hohen Auflage, aber ich persönlich hatte so ein Feeling, dass die Schallplatte nicht tot ist und sich da eventuell was entwickeln könnte.“

Etwa im Jahr 2008 setzte dann der Vinyl-Boom ein; die hohe Nachfrage „hat uns völlig überrollt“, sagt Neumann – zum Vorteil für das Unternehmen, denn man war vorbereitet. Zur Verfügung standen Maschinen und Mitarbeiter mit Erfahrung. Diese waren während der Vinyl-Flaute von der Schallplattenproduktion in den CD-produzierenden Bereich gewechselt. „Viele andere Firmen hatten ihre ganzen Fertigungsgeräte für die Schallplatte vernichtet, einfach verschrottet. Die konnten gar kein Vinyl mehr machen“, erzählt Neumann.

Pallas ist nach Angaben des Geschäftsführers eines von fünf verbliebenen Plattenunternehmen in Europa. Sie produzieren und produzierten für internationale Stars wie Beyoncé, Miley Cyrus, Sam Smith, Metallica und Michael Jackson. Die Platten verkauft die Fabrik nicht direkt, sondern an Auftraggeber wie Sony Music, Universal Music Group und Warner Music Group. Diese haben Labels, in denen die Künstler unter Vertrag sind. Sony Music und die Universal Music Group seien die Hauptkunden und garantierten die Aufträge, sagt Neumann. „Hier sieht es teilweise aus wie im Fort Knox: Tore zu, Kameraüberwachung, Handys müssen abgeschottet werden“, berichtet Neumann. So werde verhindert, dass Topsecret-Aufträge vor ihrem eigentlichen Veröffentlichungsdatum auf den Markt kämen.

Nachfrage in der Pandemie gestiegen

Gerade hat man das 75-jährige Jubiläum gefeiert. Das Familienunternehmen beschäftigt rund 240 Mitarbeiter. Die Produktion läuft fünf Tage die Woche, jeweils in drei Schichten. Die Kapazitäten der Maschinen ermöglichen die Fertigung von 170.000 Schallplatten in der Woche. Für 2023 schätzt der Geschäftsführer das Gesamtvolumen der Tonträger auf weit über 13 Millionen. 2020 seien es erst rund 5,1 Millionen Tonträger gewesen.

„In der Corona-Pandemie ist die Nachfrage nach Tonträgern besonders stark gestiegen, denn die Menschen hatten viel Zeit und haben viele Vinylplatten vor allem online gekauft“, berichtet Neumann. Es sei schwierig gewesen, die vielen Aufträge abzuarbeiten. 2023 habe der Umsatz deutlich über 10 Millionen Euro gelegen.

Wie erklärt sich Holger Neumann den Vinyl-Boom trotz steigender Bedeutung von gestreamter Musik? „Das ist zwar alles Musik, aber keine Qualität“, sagt er. „Da die Tonsignale, anders als bei der CD, nicht in Datenpaketen vorliegen, hat die Vinylplatte eine höhere Klangdynamik, und die musikalische Darbietung ist somit dynamischer und gewinnt an Authentizität.“

Nach seiner Erfahrung lassen sich Tonträger besonders auf Konzerten gut verkaufen, wo die Menschen im direkten Kontakt zu der Musik stehen und sie live erleben. Sie bewahrten sich das Musikerlebnis dann auf der Schallplatte. Nach Neumann kaufen besonders zwei Altersgruppen die Schallplatten: Menschen über 50 Jahre und, was ganz verwunderlich sei, viele Jugendliche im Alter zwischen 18 und 32 Jahren.

Der Artikel stammt aus dem F.A.Z.-Schülerprojekt „Jugend und Wirtschaft“

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