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Betreuer weiter gesucht: Vermisste 14-Jährige meldet sich

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Keine Fans mehr erlaubt: Bayern verhängt Geisterspiele ab Samstag

Fußballspiele in Bayern werden vorerst ohne Zuschauer stattfinden. Das bayerische Kabinett beschloss am Freitag inmitten der vierten Corona-Welle eine entsprechende Verschärfung der Maßnahmen. Die neuen...

Duisburg springt auf Platz fünf: Torhüter Müller trifft bei MSV-Sieg in Meppen

Düsseldorf/Meppen Der MSV Duisburg feiert den dritten Sieg in Serie. Beim 3:0 in Meppen überzeugen die Zebras kämpferisch und spielerisch. Ein Tor aus der eigenen Hälfte von Torhüter Vincent Müller krönt den...

Denn sie sind nur das: Menschen!

Zum neunten Mal ist im Jüdischen Museum Berlin der Rolf Joseph Preis verliehen worden. Im Gedenken an den 2012 gestorbenen Holocaustüberlebenden Rolf Joseph werden mit ihm jedes Jahr Schülerprojekte...

Polizei stellt über 4000 Schokoladentafeln sicher

Diebstahl in KarlsruhePolizei stellt über 4000 Schokoladentafeln sicher Karlsruhe – Polizisten haben in einer Wohnung in Karlsruhe mehr als 4000 Tafeln Schokolade im Wert von rund 10 000 Euro entdeckt...

Die Zahl junger Flüchtlinge steigt weiter

Unterkünfte in Stuttgart-VaihingenDie Zahl junger Flüchtlinge steigt weiter Vaihingen – Die Zahl der Flüchtlinge, die nach Stuttgart kommen, steigt konstant. Das gilt auch für die Zahl der...

Jim-Studie: WhatsApp bei Jugendlichen hoch im Kurs, Facebook sinkt

Wie kommunizieren Jugendliche? Eines steht fest: Bei Facebook immer seltener. Das ist eines der Ergebnisse der alljährlichen Jim-Studie. Mädchen und Jungen in Deutschland tauschen sich im Internet meistens...

Italiens Jugend: Ciao, Mamma!

Von wegen Muttersöhnchen. Immer mehr junge, gut ausgebildete Italiener bauen sich ihre Zukunft im Ausland auf. Das bringt das traditionelle Bild der italienischen Familie ins Wanken. „Ich würde schon...

Unser Olympia-Blog „Made in China“: Die strapaziöse Anreise unseres Reporters zum Olympiastadion

Peking – Für Wintersportler auf der ganzen Welt steht ein Höhepunkt ihrer Karriere an. Vom 4. bis zum 20. Februar werden in Peking die Olympischen Winterspiele ausgetragen. Auch für unsere...

Jugendliche

Pallas aus Diepholz ist eines von fünf Schallplattenunternehmen in Europa


Wenn ich Qualität hören will, dann muss ich Schallplatte hören“, sagt Holger Neumann, der Geschäftsführer der Schallplattenfa­brik Pallas GmbH aus Diepholz. „Das ist so eine Art, die Musik zu zelebrieren, wie vielleicht ein anderer einen Wein genießt oder eine Zigarre raucht. Dafür muss ich mir Zeit nehmen.“ Ein erstes Gespür für die Renaissance der Vinylplatte hatte Neumann 1996 während der Love Parade in Berlin, wo eine Nachfrage nach Schallplatten aufkam. „Das waren zwar nicht viele in einer hohen Auflage, aber ich persönlich hatte so ein Feeling, dass die Schallplatte nicht tot ist und sich da eventuell was entwickeln könnte.“

Etwa im Jahr 2008 setzte dann der Vinyl-Boom ein; die hohe Nachfrage „hat uns völlig überrollt“, sagt Neumann – zum Vorteil für das Unternehmen, denn man war vorbereitet. Zur Verfügung standen Maschinen und Mitarbeiter mit Erfahrung. Diese waren während der Vinyl-Flaute von der Schallplattenproduktion in den CD-produzierenden Bereich gewechselt. „Viele andere Firmen hatten ihre ganzen Fertigungsgeräte für die Schallplatte vernichtet, einfach verschrottet. Die konnten gar kein Vinyl mehr machen“, erzählt Neumann.

Pallas ist nach Angaben des Geschäftsführers eines von fünf verbliebenen Plattenunternehmen in Europa. Sie produzieren und produzierten für internationale Stars wie Beyoncé, Miley Cyrus, Sam Smith, Metallica und Michael Jackson. Die Platten verkauft die Fabrik nicht direkt, sondern an Auftraggeber wie Sony Music, Universal Music Group und Warner Music Group. Diese haben Labels, in denen die Künstler unter Vertrag sind. Sony Music und die Universal Music Group seien die Hauptkunden und garantierten die Aufträge, sagt Neumann. „Hier sieht es teilweise aus wie im Fort Knox: Tore zu, Kameraüberwachung, Handys müssen abgeschottet werden“, berichtet Neumann. So werde verhindert, dass Topsecret-Aufträge vor ihrem eigentlichen Veröffentlichungsdatum auf den Markt kämen.

Nachfrage in der Pandemie gestiegen

Gerade hat man das 75-jährige Jubiläum gefeiert. Das Familienunternehmen beschäftigt rund 240 Mitarbeiter. Die Produktion läuft fünf Tage die Woche, jeweils in drei Schichten. Die Kapazitäten der Maschinen ermöglichen die Fertigung von 170.000 Schallplatten in der Woche. Für 2023 schätzt der Geschäftsführer das Gesamtvolumen der Tonträger auf weit über 13 Millionen. 2020 seien es erst rund 5,1 Millionen Tonträger gewesen.

„In der Corona-Pandemie ist die Nachfrage nach Tonträgern besonders stark gestiegen, denn die Menschen hatten viel Zeit und haben viele Vinylplatten vor allem online gekauft“, berichtet Neumann. Es sei schwierig gewesen, die vielen Aufträge abzuarbeiten. 2023 habe der Umsatz deutlich über 10 Millionen Euro gelegen.

Wie erklärt sich Holger Neumann den Vinyl-Boom trotz steigender Bedeutung von gestreamter Musik? „Das ist zwar alles Musik, aber keine Qualität“, sagt er. „Da die Tonsignale, anders als bei der CD, nicht in Datenpaketen vorliegen, hat die Vinylplatte eine höhere Klangdynamik, und die musikalische Darbietung ist somit dynamischer und gewinnt an Authentizität.“

Nach seiner Erfahrung lassen sich Tonträger besonders auf Konzerten gut verkaufen, wo die Menschen im direkten Kontakt zu der Musik stehen und sie live erleben. Sie bewahrten sich das Musikerlebnis dann auf der Schallplatte. Nach Neumann kaufen besonders zwei Altersgruppen die Schallplatten: Menschen über 50 Jahre und, was ganz verwunderlich sei, viele Jugendliche im Alter zwischen 18 und 32 Jahren.

Der Artikel stammt aus dem F.A.Z.-Schülerprojekt „Jugend und Wirtschaft“

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