400.000 Euro die Woche – Özil verlängert Vertrag beim FC Arsenal bis 2021

Das teilte der Londoner Klub von Teammanager Arsene Wenger am Donnerstag mit. Özil steigt damit nach monatelangem Poker zum bestbezahlten Profi bei den Gunners auf. „Ich habe das Ding unterschrieben...

Kriminologe Christian Pfeiffer: Gewalt gegen Kinder geht zurück

Die Zahlen der Kriminalstatistik sind alarmierend: 153 Kinder sind 2013 in Deutschland an den Folgen von Gewalt oder Vernachlässigung gestorben. Fast 14.000 wurden sexuell missbraucht und rund 4000 misshandelt...

Leihspieler des Pablo Maffeo überrascht mit RCD Mallorca

Stuttgart – Leihen, egal ob mit oder ohne Kaufoption, sind im modernen Fußball längst an der Tagesordnung. Der VfB Stuttgart hat beispielsweise aktuell drei Spieler ausgeliehen (Dinos Mavropanos, Omar...

Darum sollten Jugendliche das Schülerpraktikum ernst nehmen

Irgendwann ab der achten Klasse machen Jugendliche ihr erstes Praktikum. Für viele ist das eine willkommende Abwechslung zum stressigen Schulalltag, für andere vielleicht nur eine lästige Pflicht. Dabei ist es...

Mehr Todesfälle als durch Autos: US-Kinder sterben am häufigsten durch Waffen

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Polizeischüsse auf 16-Jährigen: Pfefferspray bei Dortmunder Einsatz war abgelaufen

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Anis Amri als Vorbild: Hamburger Attentäter erwog Lkw-Anschlag

Am 28. Juli tötet Ahmad A. in einem Hamburger Supermarkt mit einem Messer einen anderen Menschen. Dass es nur einen Toten gab, bedauert er einem Bericht zufolge. Gerne hätte er wie Anis Amri in Berlin...

Weniger Zeit mit dem Smartphone: Zu viel Internet macht Teenager unglücklich

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Fehlschuss in Wolfsburg: Bei Elfmetern spricht weiterhin viel für Borussia-Kapitän Stindl

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Schwäbische Kaffeeröster bemühen sich um fair vermarkteten Kaffee

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Jugendliche

Pallas aus Diepholz ist eines von fünf Schallplattenunternehmen in Europa


Wenn ich Qualität hören will, dann muss ich Schallplatte hören“, sagt Holger Neumann, der Geschäftsführer der Schallplattenfa­brik Pallas GmbH aus Diepholz. „Das ist so eine Art, die Musik zu zelebrieren, wie vielleicht ein anderer einen Wein genießt oder eine Zigarre raucht. Dafür muss ich mir Zeit nehmen.“ Ein erstes Gespür für die Renaissance der Vinylplatte hatte Neumann 1996 während der Love Parade in Berlin, wo eine Nachfrage nach Schallplatten aufkam. „Das waren zwar nicht viele in einer hohen Auflage, aber ich persönlich hatte so ein Feeling, dass die Schallplatte nicht tot ist und sich da eventuell was entwickeln könnte.“

Etwa im Jahr 2008 setzte dann der Vinyl-Boom ein; die hohe Nachfrage „hat uns völlig überrollt“, sagt Neumann – zum Vorteil für das Unternehmen, denn man war vorbereitet. Zur Verfügung standen Maschinen und Mitarbeiter mit Erfahrung. Diese waren während der Vinyl-Flaute von der Schallplattenproduktion in den CD-produzierenden Bereich gewechselt. „Viele andere Firmen hatten ihre ganzen Fertigungsgeräte für die Schallplatte vernichtet, einfach verschrottet. Die konnten gar kein Vinyl mehr machen“, erzählt Neumann.

Pallas ist nach Angaben des Geschäftsführers eines von fünf verbliebenen Plattenunternehmen in Europa. Sie produzieren und produzierten für internationale Stars wie Beyoncé, Miley Cyrus, Sam Smith, Metallica und Michael Jackson. Die Platten verkauft die Fabrik nicht direkt, sondern an Auftraggeber wie Sony Music, Universal Music Group und Warner Music Group. Diese haben Labels, in denen die Künstler unter Vertrag sind. Sony Music und die Universal Music Group seien die Hauptkunden und garantierten die Aufträge, sagt Neumann. „Hier sieht es teilweise aus wie im Fort Knox: Tore zu, Kameraüberwachung, Handys müssen abgeschottet werden“, berichtet Neumann. So werde verhindert, dass Topsecret-Aufträge vor ihrem eigentlichen Veröffentlichungsdatum auf den Markt kämen.

Nachfrage in der Pandemie gestiegen

Gerade hat man das 75-jährige Jubiläum gefeiert. Das Familienunternehmen beschäftigt rund 240 Mitarbeiter. Die Produktion läuft fünf Tage die Woche, jeweils in drei Schichten. Die Kapazitäten der Maschinen ermöglichen die Fertigung von 170.000 Schallplatten in der Woche. Für 2023 schätzt der Geschäftsführer das Gesamtvolumen der Tonträger auf weit über 13 Millionen. 2020 seien es erst rund 5,1 Millionen Tonträger gewesen.

„In der Corona-Pandemie ist die Nachfrage nach Tonträgern besonders stark gestiegen, denn die Menschen hatten viel Zeit und haben viele Vinylplatten vor allem online gekauft“, berichtet Neumann. Es sei schwierig gewesen, die vielen Aufträge abzuarbeiten. 2023 habe der Umsatz deutlich über 10 Millionen Euro gelegen.

Wie erklärt sich Holger Neumann den Vinyl-Boom trotz steigender Bedeutung von gestreamter Musik? „Das ist zwar alles Musik, aber keine Qualität“, sagt er. „Da die Tonsignale, anders als bei der CD, nicht in Datenpaketen vorliegen, hat die Vinylplatte eine höhere Klangdynamik, und die musikalische Darbietung ist somit dynamischer und gewinnt an Authentizität.“

Nach seiner Erfahrung lassen sich Tonträger besonders auf Konzerten gut verkaufen, wo die Menschen im direkten Kontakt zu der Musik stehen und sie live erleben. Sie bewahrten sich das Musikerlebnis dann auf der Schallplatte. Nach Neumann kaufen besonders zwei Altersgruppen die Schallplatten: Menschen über 50 Jahre und, was ganz verwunderlich sei, viele Jugendliche im Alter zwischen 18 und 32 Jahren.

Der Artikel stammt aus dem F.A.Z.-Schülerprojekt „Jugend und Wirtschaft“

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