Inklusionsbeauftragter Schorndorf

Der Marktplatz in Schorndorf ist von Fachwerkhäusern umgeben, passend dazu Kopfsteinpflaster, um ein altertümliches Flair zu schaffen. Optisch ist das gelungen, aber für Rollstuhlfahrer nicht – für sie ist...

Schweizer Korbball

Zuschauer grölen, diskutieren und läuten mit ihren Kuhglocken. Ein Mädchen singt: „Altnau gwünnt jo sowiso – drü zwei eis, dä Rest isch än Scheiss!“ Der Geruch von Rasen, Matsch, Schweiß und Hotdogs hängt in...

Fliegen, Planeten, Weltraum: IdeenExpo will für Technik-Themen werben

Hannover (dpa) – Nach einer Corona-Pause hofft die IdeenExpo in Hannover in diesem Sommer wieder auf Hunderttausende Besucher. Mit Schwerpunkten wie Faszination Weltraum und Planet Nachhaltigkeit sollen...

Schüler: Smartphones an Schulen – verbieten oder sinnvoll nutzen?

Handys, beziehungsweise Smartphones sind ständige Begleiter von Jugendlichen – klar, dass sie sich in der Schule nicht davon trennen wollen. Handyverbot auf dem Schulgelände ist deshalb immer wieder ein...

Abhängig von Bildung der Eltern: 2,2 Millionen Minderjährige sind von Armut bedroht

Wie stark Kinder und Jugendliche in Deutschland von Armut bedroht sind, hängt nicht zuletzt von der Bildung ihrer Eltern ab. Laut Statistischem Bundesamt lag die Armutsgefährdungsquote von unter 18-Jährigen im...

Smartphones können Kinder krank machen

Konzentrationsprobleme, Hyperaktivität und Einschlafstörungen können schon bei Säuglingen auftreten. Deutschlands Kinderärzte raten deshalb: Smartphones sollen erst ab 12 Jahren genutzt werden. Denn zuviel...

2:0-Sieg gegen Augsburg – Borussia macht spät den Deckel drauf

Nur 42.016 Zuschauer waren an diesem kalten Samstagnachmittag Augenzeuge des ersten Sieges der Borussen im neuen Jahr. 2:0 endete das Spiel gegen den FC Augsburg, das wie erwartet unangenehm war gegen die...

WM 2018: Kroatien durch Sieg im Elfmeterschießen im Halbfinale

WM 2018 Kroatien durch Sieg im Elfmeterschießen im Halbfinale Das letzte Viertelfinale der Fußball-WM in Russland hatte es in sich. Die Gastgeber retteten sich durch einen späten Ausgleich ins...

Vor-Pandemie-Trend hält an: Weniger Jugendliche trinken bis zur Alkoholvergiftung

Saufen, bis man ins Koma fällt, das war in den 2010er Jahren beängstigend weit verbreitet unter Jugendlichen. Inzwischen werden weniger junge Leute nach Alkoholkonsum im Krankenhaus behandelt. Einer neuen...

Heime und Pflegefamilien: 200.000 Kinder leben nicht bei ihren Eltern

Die Gründe für eine Unterbringung in einem Heim oder einer Pflegefamilie sind vielfältig. Im vergangenen Jahr waren rund 200.000 Kinder und Jugendliche betroffen – drei Prozent weniger als im Vorjahr...

Jugendliche

Pallas aus Diepholz ist eines von fünf Schallplattenunternehmen in Europa


Wenn ich Qualität hören will, dann muss ich Schallplatte hören“, sagt Holger Neumann, der Geschäftsführer der Schallplattenfa­brik Pallas GmbH aus Diepholz. „Das ist so eine Art, die Musik zu zelebrieren, wie vielleicht ein anderer einen Wein genießt oder eine Zigarre raucht. Dafür muss ich mir Zeit nehmen.“ Ein erstes Gespür für die Renaissance der Vinylplatte hatte Neumann 1996 während der Love Parade in Berlin, wo eine Nachfrage nach Schallplatten aufkam. „Das waren zwar nicht viele in einer hohen Auflage, aber ich persönlich hatte so ein Feeling, dass die Schallplatte nicht tot ist und sich da eventuell was entwickeln könnte.“

Etwa im Jahr 2008 setzte dann der Vinyl-Boom ein; die hohe Nachfrage „hat uns völlig überrollt“, sagt Neumann – zum Vorteil für das Unternehmen, denn man war vorbereitet. Zur Verfügung standen Maschinen und Mitarbeiter mit Erfahrung. Diese waren während der Vinyl-Flaute von der Schallplattenproduktion in den CD-produzierenden Bereich gewechselt. „Viele andere Firmen hatten ihre ganzen Fertigungsgeräte für die Schallplatte vernichtet, einfach verschrottet. Die konnten gar kein Vinyl mehr machen“, erzählt Neumann.

Pallas ist nach Angaben des Geschäftsführers eines von fünf verbliebenen Plattenunternehmen in Europa. Sie produzieren und produzierten für internationale Stars wie Beyoncé, Miley Cyrus, Sam Smith, Metallica und Michael Jackson. Die Platten verkauft die Fabrik nicht direkt, sondern an Auftraggeber wie Sony Music, Universal Music Group und Warner Music Group. Diese haben Labels, in denen die Künstler unter Vertrag sind. Sony Music und die Universal Music Group seien die Hauptkunden und garantierten die Aufträge, sagt Neumann. „Hier sieht es teilweise aus wie im Fort Knox: Tore zu, Kameraüberwachung, Handys müssen abgeschottet werden“, berichtet Neumann. So werde verhindert, dass Topsecret-Aufträge vor ihrem eigentlichen Veröffentlichungsdatum auf den Markt kämen.

Nachfrage in der Pandemie gestiegen

Gerade hat man das 75-jährige Jubiläum gefeiert. Das Familienunternehmen beschäftigt rund 240 Mitarbeiter. Die Produktion läuft fünf Tage die Woche, jeweils in drei Schichten. Die Kapazitäten der Maschinen ermöglichen die Fertigung von 170.000 Schallplatten in der Woche. Für 2023 schätzt der Geschäftsführer das Gesamtvolumen der Tonträger auf weit über 13 Millionen. 2020 seien es erst rund 5,1 Millionen Tonträger gewesen.

„In der Corona-Pandemie ist die Nachfrage nach Tonträgern besonders stark gestiegen, denn die Menschen hatten viel Zeit und haben viele Vinylplatten vor allem online gekauft“, berichtet Neumann. Es sei schwierig gewesen, die vielen Aufträge abzuarbeiten. 2023 habe der Umsatz deutlich über 10 Millionen Euro gelegen.

Wie erklärt sich Holger Neumann den Vinyl-Boom trotz steigender Bedeutung von gestreamter Musik? „Das ist zwar alles Musik, aber keine Qualität“, sagt er. „Da die Tonsignale, anders als bei der CD, nicht in Datenpaketen vorliegen, hat die Vinylplatte eine höhere Klangdynamik, und die musikalische Darbietung ist somit dynamischer und gewinnt an Authentizität.“

Nach seiner Erfahrung lassen sich Tonträger besonders auf Konzerten gut verkaufen, wo die Menschen im direkten Kontakt zu der Musik stehen und sie live erleben. Sie bewahrten sich das Musikerlebnis dann auf der Schallplatte. Nach Neumann kaufen besonders zwei Altersgruppen die Schallplatten: Menschen über 50 Jahre und, was ganz verwunderlich sei, viele Jugendliche im Alter zwischen 18 und 32 Jahren.

Der Artikel stammt aus dem F.A.Z.-Schülerprojekt „Jugend und Wirtschaft“

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