Gladbachs besondere Spiele gegen Mainz: Als der Stern des Marco Reus aufging

Mönchengladbach Borussia und der FSV Mainz 05 bestreiten am Freitag ihr 38. Pflichtspiel gegeneinander. Seit dem ersten Aufeinandertreffen 1994 haben schon einige Duelle besondere Geschichten geliefert. Wir...

Sao Paulo – Hamilton auch in Sao Paulo der schnellste Fahrer

In 1:09,202 Minuten hatte Hamilton am Vormittag den Streckenrekord verbessert. Vettel wurde in der Endabrechnung nur Sechster – mit mehr als einer halben Sekunde Rückstand. Ein Dreher und der folgende...

„Pizza Champions League“: UEFA geht gegen Pizzeria in Gießen vor

Köln – Die Europäische Fußball-Union (UEFA) geht juristisch gegen eine Pizzeria in Gießen vor. Der europäische Dachverband hat eine Kanzlei eingeschaltet, weil „Pizza Wolke“ eine Pizza unter dem Namen...

Hüpfen wie auf Wolken

Kinderhaus Stuttgart-BüsnauHüpfen wie auf Wolken Büsnau – Den Zweitklässlern der Steinbachschule fällt es sichtlich schwer, ruhig stehen zu bleiben. Der Drang, zu wippen und zu hüpfen, ist einfach zu...

Reitsport und Corona

Die Reiter können doch zusammenhalten, auch wenn sie häufig ge­geneinander kämpfen“, sagt Bet­tina Schilling, erste Vorsitzende des Reitsportvereins Kleinostheim, mit einem Schmunzeln. Wenigstens etwas...

„Ich bin ein konsequenter Mann“ – Heynckes lassen Spekulationen über Nachfolger kalt

„Bis dato haben sich so viele wichtige und unwichtige Menschen zu meinem Engagement bei Bayern München geäußert“, sagte der Trainer des deutschen Fußball-Meisters am Freitag in München. „Wer...

Krefeld Pinguine – Pinguine müssen Heimbilanz aufpolieren

Es ist schon lange her, dass der König-Palast für die Gegner der Krefeld Pinguine sehr häufig eine uneinnehmbare Festung war. An diese guten alten Zeiten wollen die Schwarz-Gelben in dieser Saison erinnern...

Clemens Prokop – „Der Sport hat eine Glaubwürdigkeitskrise“

Von Wehmut will Clemens Prokop nichts wissen. Er werde der Leichtathletik ja weiterhin verbunden bleiben, gerade auch im Organisationskomitee der EM 2018 in Berlin. Präsident des Deutschen Leichtathletik...

Mutige Worte bei Ersatz-Wiesn: Cathy Hummels spricht über Depressionen

Da das Oktoberfest in diesem Jahr wieder ausfällt, heißt es stattdessen auf der „Wiesn Wiesn Charity Night“ für viele Promis: „O’zapft is!“ Dass es dabei auch um einen guten Zweck...

Einheitliche Spielphilosophie: Schaaf heuert wieder bei Bremen an

Sie gehören einfach zusammen: Thomas Schaaf kehrt zu Werder Bremen zurück. Bei den Grün-Weißen soll der 57-Jährige dafür sorgen, dass von der Jugend bis zu den Profis ein einheitliches Spielverständnis...

Jugendliche

Pallas aus Diepholz ist eines von fünf Schallplattenunternehmen in Europa


Wenn ich Qualität hören will, dann muss ich Schallplatte hören“, sagt Holger Neumann, der Geschäftsführer der Schallplattenfa­brik Pallas GmbH aus Diepholz. „Das ist so eine Art, die Musik zu zelebrieren, wie vielleicht ein anderer einen Wein genießt oder eine Zigarre raucht. Dafür muss ich mir Zeit nehmen.“ Ein erstes Gespür für die Renaissance der Vinylplatte hatte Neumann 1996 während der Love Parade in Berlin, wo eine Nachfrage nach Schallplatten aufkam. „Das waren zwar nicht viele in einer hohen Auflage, aber ich persönlich hatte so ein Feeling, dass die Schallplatte nicht tot ist und sich da eventuell was entwickeln könnte.“

Etwa im Jahr 2008 setzte dann der Vinyl-Boom ein; die hohe Nachfrage „hat uns völlig überrollt“, sagt Neumann – zum Vorteil für das Unternehmen, denn man war vorbereitet. Zur Verfügung standen Maschinen und Mitarbeiter mit Erfahrung. Diese waren während der Vinyl-Flaute von der Schallplattenproduktion in den CD-produzierenden Bereich gewechselt. „Viele andere Firmen hatten ihre ganzen Fertigungsgeräte für die Schallplatte vernichtet, einfach verschrottet. Die konnten gar kein Vinyl mehr machen“, erzählt Neumann.

Pallas ist nach Angaben des Geschäftsführers eines von fünf verbliebenen Plattenunternehmen in Europa. Sie produzieren und produzierten für internationale Stars wie Beyoncé, Miley Cyrus, Sam Smith, Metallica und Michael Jackson. Die Platten verkauft die Fabrik nicht direkt, sondern an Auftraggeber wie Sony Music, Universal Music Group und Warner Music Group. Diese haben Labels, in denen die Künstler unter Vertrag sind. Sony Music und die Universal Music Group seien die Hauptkunden und garantierten die Aufträge, sagt Neumann. „Hier sieht es teilweise aus wie im Fort Knox: Tore zu, Kameraüberwachung, Handys müssen abgeschottet werden“, berichtet Neumann. So werde verhindert, dass Topsecret-Aufträge vor ihrem eigentlichen Veröffentlichungsdatum auf den Markt kämen.

Nachfrage in der Pandemie gestiegen

Gerade hat man das 75-jährige Jubiläum gefeiert. Das Familienunternehmen beschäftigt rund 240 Mitarbeiter. Die Produktion läuft fünf Tage die Woche, jeweils in drei Schichten. Die Kapazitäten der Maschinen ermöglichen die Fertigung von 170.000 Schallplatten in der Woche. Für 2023 schätzt der Geschäftsführer das Gesamtvolumen der Tonträger auf weit über 13 Millionen. 2020 seien es erst rund 5,1 Millionen Tonträger gewesen.

„In der Corona-Pandemie ist die Nachfrage nach Tonträgern besonders stark gestiegen, denn die Menschen hatten viel Zeit und haben viele Vinylplatten vor allem online gekauft“, berichtet Neumann. Es sei schwierig gewesen, die vielen Aufträge abzuarbeiten. 2023 habe der Umsatz deutlich über 10 Millionen Euro gelegen.

Wie erklärt sich Holger Neumann den Vinyl-Boom trotz steigender Bedeutung von gestreamter Musik? „Das ist zwar alles Musik, aber keine Qualität“, sagt er. „Da die Tonsignale, anders als bei der CD, nicht in Datenpaketen vorliegen, hat die Vinylplatte eine höhere Klangdynamik, und die musikalische Darbietung ist somit dynamischer und gewinnt an Authentizität.“

Nach seiner Erfahrung lassen sich Tonträger besonders auf Konzerten gut verkaufen, wo die Menschen im direkten Kontakt zu der Musik stehen und sie live erleben. Sie bewahrten sich das Musikerlebnis dann auf der Schallplatte. Nach Neumann kaufen besonders zwei Altersgruppen die Schallplatten: Menschen über 50 Jahre und, was ganz verwunderlich sei, viele Jugendliche im Alter zwischen 18 und 32 Jahren.

Der Artikel stammt aus dem F.A.Z.-Schülerprojekt „Jugend und Wirtschaft“

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