Drei Gladbacher im DFB-Team im Einsatz: Neuhaus untermauert seinen Aufwärtstrend

Mönchengladbach Beim 9:0-Erfolg in der WM-Qualifikation gegen Liechtenstein zeigte Florian Neuhaus als Joker eine gute Leistung. Der Auftritt dürfte ihm auch für den Kampf um den Stammplatz in Gladbach...

Punks aus der Ukraine über den Krieg

Lässige Kleidung und eine Frisur, die ein wenig beängstigend ist. Viel Alkohol und Zigarettenrauch. Punks stellen sich außerhalb des Systems und sind bereit, die Konsequenzen dafür in Kauf zu nehmen. Punks...

Mehr Prävention gegen Radikalisierung Jugendlicher gefordert

Ein stärker ausgebautes regionales Frühwarnsystem kann aus Sicht des Demokratiezentrums Baden-Württemberg einer Radikalisierung Jugendlicher entgegenwirken. „Viele kleine Puzzleteile können einen Hinweis...

Erfolg bei Rettungseinsatz: Taucher holen fünften Jungen aus Höhle

Nach fünf Stunden können Spezialtaucher laut einem Medienbericht ein weiteres Mitglied der eingeschlossenen Fußballmannschaft aus einer thailändischen Höhle bergen. Die noch verbliebenen sieben Jugendlichen...

Homosexuelle Jugendliche werden oft diskriminiert

Von gesellschaftlicher Normalität kann noch keine Rede sein. Homosexuelle Jugendliche erleben in Deutschland oft Ablehnung. Erstmals ist ihre Situation in einer Studie untersucht worden. Das Deutsche...

Volleyball: Dritte Liga: Der kleine Pfeil begleitet den SVF

Fellbach – Der SV Fellbach findet sich hinter der Zahl 5. Und hinter dem Vereinsnamen ist ein kleiner Pfeil angebracht, der nach unten zeigt. Das ist kein gutes Zeichen, denn der kleine Pfeil...

Telefonpatenschaft Hamburg: Anruf bei unbekannt

Mit roten Wangen und zittrigen Händen drücke ich auf das Kamerasymbol. Obwohl es nur ein Videotelefonat ist, bin ich unglaublich aufgeregt. Dabei bin ich gut vorbereitet. Ich habe ein Kommunikationscoaching...

Der erste Argentinier beim VfB Stuttgart: Das Drama um Basualdo

Buenos dias, Santiago Ascacibar! Schon einmal spielte ein Argentinier für den VfB Stuttgart. Von 1989 bis 1991 trug José Horacio Basualdo das Trikot mit dem roten Brustring. Er war der Liebling der Fans und...

Zu wenig Kontrolle bei Alkoholverkauf

AltersgrenzeZu wenig Kontrolle bei Alkoholverkauf Stuttgart – Eigentlich ist das System an der Kasse narrensicher. Alkohol wird mit einem roten Signal quittiert – keine Abgabe an Kunden unter 18, im...

„Allgemein und uneingeschränkt“: Kinderärzte raten Jugendlichen dringend zur Impfung

Die Datenlage ist für Fachvertreter eindeutig. Kinderärzte werben inzwischen so eindringlich für eine Immunisierung junger Menschen, wie sie dies auch bei Erwachsenen tun. Zudem sprechen sie sich weiter gegen...

Jugendliche

Pallas aus Diepholz ist eines von fünf Schallplattenunternehmen in Europa


Wenn ich Qualität hören will, dann muss ich Schallplatte hören“, sagt Holger Neumann, der Geschäftsführer der Schallplattenfa­brik Pallas GmbH aus Diepholz. „Das ist so eine Art, die Musik zu zelebrieren, wie vielleicht ein anderer einen Wein genießt oder eine Zigarre raucht. Dafür muss ich mir Zeit nehmen.“ Ein erstes Gespür für die Renaissance der Vinylplatte hatte Neumann 1996 während der Love Parade in Berlin, wo eine Nachfrage nach Schallplatten aufkam. „Das waren zwar nicht viele in einer hohen Auflage, aber ich persönlich hatte so ein Feeling, dass die Schallplatte nicht tot ist und sich da eventuell was entwickeln könnte.“

Etwa im Jahr 2008 setzte dann der Vinyl-Boom ein; die hohe Nachfrage „hat uns völlig überrollt“, sagt Neumann – zum Vorteil für das Unternehmen, denn man war vorbereitet. Zur Verfügung standen Maschinen und Mitarbeiter mit Erfahrung. Diese waren während der Vinyl-Flaute von der Schallplattenproduktion in den CD-produzierenden Bereich gewechselt. „Viele andere Firmen hatten ihre ganzen Fertigungsgeräte für die Schallplatte vernichtet, einfach verschrottet. Die konnten gar kein Vinyl mehr machen“, erzählt Neumann.

Pallas ist nach Angaben des Geschäftsführers eines von fünf verbliebenen Plattenunternehmen in Europa. Sie produzieren und produzierten für internationale Stars wie Beyoncé, Miley Cyrus, Sam Smith, Metallica und Michael Jackson. Die Platten verkauft die Fabrik nicht direkt, sondern an Auftraggeber wie Sony Music, Universal Music Group und Warner Music Group. Diese haben Labels, in denen die Künstler unter Vertrag sind. Sony Music und die Universal Music Group seien die Hauptkunden und garantierten die Aufträge, sagt Neumann. „Hier sieht es teilweise aus wie im Fort Knox: Tore zu, Kameraüberwachung, Handys müssen abgeschottet werden“, berichtet Neumann. So werde verhindert, dass Topsecret-Aufträge vor ihrem eigentlichen Veröffentlichungsdatum auf den Markt kämen.

Nachfrage in der Pandemie gestiegen

Gerade hat man das 75-jährige Jubiläum gefeiert. Das Familienunternehmen beschäftigt rund 240 Mitarbeiter. Die Produktion läuft fünf Tage die Woche, jeweils in drei Schichten. Die Kapazitäten der Maschinen ermöglichen die Fertigung von 170.000 Schallplatten in der Woche. Für 2023 schätzt der Geschäftsführer das Gesamtvolumen der Tonträger auf weit über 13 Millionen. 2020 seien es erst rund 5,1 Millionen Tonträger gewesen.

„In der Corona-Pandemie ist die Nachfrage nach Tonträgern besonders stark gestiegen, denn die Menschen hatten viel Zeit und haben viele Vinylplatten vor allem online gekauft“, berichtet Neumann. Es sei schwierig gewesen, die vielen Aufträge abzuarbeiten. 2023 habe der Umsatz deutlich über 10 Millionen Euro gelegen.

Wie erklärt sich Holger Neumann den Vinyl-Boom trotz steigender Bedeutung von gestreamter Musik? „Das ist zwar alles Musik, aber keine Qualität“, sagt er. „Da die Tonsignale, anders als bei der CD, nicht in Datenpaketen vorliegen, hat die Vinylplatte eine höhere Klangdynamik, und die musikalische Darbietung ist somit dynamischer und gewinnt an Authentizität.“

Nach seiner Erfahrung lassen sich Tonträger besonders auf Konzerten gut verkaufen, wo die Menschen im direkten Kontakt zu der Musik stehen und sie live erleben. Sie bewahrten sich das Musikerlebnis dann auf der Schallplatte. Nach Neumann kaufen besonders zwei Altersgruppen die Schallplatten: Menschen über 50 Jahre und, was ganz verwunderlich sei, viele Jugendliche im Alter zwischen 18 und 32 Jahren.

Der Artikel stammt aus dem F.A.Z.-Schülerprojekt „Jugend und Wirtschaft“

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