VfB-Transfer-Ticker: VfB findet Abnehmer für Hans Sarpei

Hans Sarpei verlässt den VfB Stuttgart in Richtung Slowakei. Der VfB Stuttgart ist weiterhin dabei, seinen Kader für die laufende Bundesligasaison schlagkräftig aufzustellen. Wir berichten über alle relevanten...

Polizei greift bei Kurdendemo ein

Demo in StuttgartPolizei greift bei Kurdendemo ein Stuttgart – Der erste November ist für viele Kurden der „Welt-Kobane-Tag“, an dem sie an das Schicksal der Menschen in der kurdischen Stadt Kobane in...

Was wir hoffen, was wir fürchten

Sie sind zwischen 15 und 24 Jahre alt. Sie machen sich Gedanken darüber, wie sie leben wollen. Sie müssen sich für eine Ausbildung, ein Studium, einen Beruf entscheiden. Die Eltern geben Ratschläge, Medien...

Weniger „Komasaufen“ in Deutschland

Der Trend zum Komasaufen unter Jugendlichen ebbt offenbar ab. Die Bereitschaft zum Alkoholkonsum bei Erwachsenen und Kindern sei aber weiterhin hoch, teilte das Statistische Bundesamt mit.  Fast 22.000 Kinder...

„Müssen über die Situation sprechen“: Australiens Fußballer positionieren sich vor der WM in Katar

Düsseldorf Die Spieler der australischen Fußball-Nationalmannschaft haben vor der Weltmeisterschaft in Katar eine Videobotschaft veröffentlicht. Darin sprechen sie Missstände und nötige Reformen im...

Polizei nimmt vier mutmaßliche Erpresser fest

StuttgartPolizei nimmt vier mutmaßliche Erpresser fest Stuttgart – Polizisten haben am Donnerstagnachmittag drei Männer und eine Frau festgenommen, die im Verdacht stehen, einen 37 Jahre alten Mann...

Zukunft in Deutschland – so denken Jugendliche

Die allermeisten Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Deutschland blicken optimistisch in die eigene Zukunft. Nur knapp jeder Fünfte äußert sich pessimistisch – und glaubt außerdem, dass es ihm einmal...

Linguistin Christa Dürscheid

Mehr Eigeninitiative“, das gefalle Christa Dürscheid an den Studenten in Zürich im Vergleich zu den Studenten, die sie in Deutschland unterrichtet habe. „Die Studierenden sind auf einem höheren Niveau, wenn...

Jahrzehntelanger Missbrauch: Ex-Jugendtrainer zu 30 Jahren Haft verurteilt

„Sie waren der Teufel in Menschengestalt. Sie haben ihnen die Jugend und ihre Unschuld geraubt, um ihre eigene Perversion zu befriedigen“, sagt der Richter bei der Urteilsverkündung. Schuldig...

Borussias Torschütze Vestergaard – „Es war enttäuschend“

Borussia bleibt in dieser Saison ein Team mit zwei Gesichtern. „Diese Mannschaft ist mir ein Rätsel“, schrieb ein Fan nach dem ernüchternden 1:1 gegen den FSV Mainz 05. Es war ein glücklicher Punkt...

Jugendliche

Pallas aus Diepholz ist eines von fünf Schallplattenunternehmen in Europa


Wenn ich Qualität hören will, dann muss ich Schallplatte hören“, sagt Holger Neumann, der Geschäftsführer der Schallplattenfa­brik Pallas GmbH aus Diepholz. „Das ist so eine Art, die Musik zu zelebrieren, wie vielleicht ein anderer einen Wein genießt oder eine Zigarre raucht. Dafür muss ich mir Zeit nehmen.“ Ein erstes Gespür für die Renaissance der Vinylplatte hatte Neumann 1996 während der Love Parade in Berlin, wo eine Nachfrage nach Schallplatten aufkam. „Das waren zwar nicht viele in einer hohen Auflage, aber ich persönlich hatte so ein Feeling, dass die Schallplatte nicht tot ist und sich da eventuell was entwickeln könnte.“

Etwa im Jahr 2008 setzte dann der Vinyl-Boom ein; die hohe Nachfrage „hat uns völlig überrollt“, sagt Neumann – zum Vorteil für das Unternehmen, denn man war vorbereitet. Zur Verfügung standen Maschinen und Mitarbeiter mit Erfahrung. Diese waren während der Vinyl-Flaute von der Schallplattenproduktion in den CD-produzierenden Bereich gewechselt. „Viele andere Firmen hatten ihre ganzen Fertigungsgeräte für die Schallplatte vernichtet, einfach verschrottet. Die konnten gar kein Vinyl mehr machen“, erzählt Neumann.

Pallas ist nach Angaben des Geschäftsführers eines von fünf verbliebenen Plattenunternehmen in Europa. Sie produzieren und produzierten für internationale Stars wie Beyoncé, Miley Cyrus, Sam Smith, Metallica und Michael Jackson. Die Platten verkauft die Fabrik nicht direkt, sondern an Auftraggeber wie Sony Music, Universal Music Group und Warner Music Group. Diese haben Labels, in denen die Künstler unter Vertrag sind. Sony Music und die Universal Music Group seien die Hauptkunden und garantierten die Aufträge, sagt Neumann. „Hier sieht es teilweise aus wie im Fort Knox: Tore zu, Kameraüberwachung, Handys müssen abgeschottet werden“, berichtet Neumann. So werde verhindert, dass Topsecret-Aufträge vor ihrem eigentlichen Veröffentlichungsdatum auf den Markt kämen.

Nachfrage in der Pandemie gestiegen

Gerade hat man das 75-jährige Jubiläum gefeiert. Das Familienunternehmen beschäftigt rund 240 Mitarbeiter. Die Produktion läuft fünf Tage die Woche, jeweils in drei Schichten. Die Kapazitäten der Maschinen ermöglichen die Fertigung von 170.000 Schallplatten in der Woche. Für 2023 schätzt der Geschäftsführer das Gesamtvolumen der Tonträger auf weit über 13 Millionen. 2020 seien es erst rund 5,1 Millionen Tonträger gewesen.

„In der Corona-Pandemie ist die Nachfrage nach Tonträgern besonders stark gestiegen, denn die Menschen hatten viel Zeit und haben viele Vinylplatten vor allem online gekauft“, berichtet Neumann. Es sei schwierig gewesen, die vielen Aufträge abzuarbeiten. 2023 habe der Umsatz deutlich über 10 Millionen Euro gelegen.

Wie erklärt sich Holger Neumann den Vinyl-Boom trotz steigender Bedeutung von gestreamter Musik? „Das ist zwar alles Musik, aber keine Qualität“, sagt er. „Da die Tonsignale, anders als bei der CD, nicht in Datenpaketen vorliegen, hat die Vinylplatte eine höhere Klangdynamik, und die musikalische Darbietung ist somit dynamischer und gewinnt an Authentizität.“

Nach seiner Erfahrung lassen sich Tonträger besonders auf Konzerten gut verkaufen, wo die Menschen im direkten Kontakt zu der Musik stehen und sie live erleben. Sie bewahrten sich das Musikerlebnis dann auf der Schallplatte. Nach Neumann kaufen besonders zwei Altersgruppen die Schallplatten: Menschen über 50 Jahre und, was ganz verwunderlich sei, viele Jugendliche im Alter zwischen 18 und 32 Jahren.

Der Artikel stammt aus dem F.A.Z.-Schülerprojekt „Jugend und Wirtschaft“

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