Der Hüttenmeister des Kölner Doms über seinen sagenhaften Arbeitsplatz

Bis 2030, 2040, höchstens 2050 – so weit reichen derzeitige Prognosen, etwa was den Klimawandel anbetrifft. Wer aber kann schon bis ins Jahr 2078 planen? Dies macht die Dombauhütte in Köln mit ihren künftigen...

Nationaltorwart Neuer – „Meiner WM-Teilnahme steht nichts im Wege“

„Ich gehe fest davon aus, dass ich bei der WM im Tor stehe. Meiner Meinung nach steht der WM-Teilnahme gar nichts im Wege“, sagte der 31 Jahre alte DFB-Kapitän mit Blick auf die Weltmeisterschaft...

Welle der Hilfsbereitschaft nach Bombenanschlag bei Twitter

Nach dem Bombenanschlag in Manchester läuft eine Welle der Hilfsbereitschaft durch die sozialen Netze. Viele Menschen vor Ort boten spontan Hilfe an. Unter dem Hashtag #roomformanchester twitterten sie...

Heime und Pflegefamilien: 200.000 Kinder leben nicht bei ihren Eltern

Die Gründe für eine Unterbringung in einem Heim oder einer Pflegefamilie sind vielfältig. Im vergangenen Jahr waren rund 200.000 Kinder und Jugendliche betroffen – drei Prozent weniger als im Vorjahr...

Clown Emmeran Heringer aus Rosenheim

Geschminkt und im Kostüm, in dreieinhalb Meter Höhe und mit einem kaum zu ahnenden Gewicht der Stelzen an den Füßen stolziert Emmeran Heringer durch die Menschenmenge seines Heimatortes Rosenheim. „Es geht...

Bayer Leverkusen – Heiko Herrlich plagen alte Geister

Der Montagvormittag begann für die Profis von Bayer 04 mit Anschauungsunterricht. Weil es nach dem 2:2 (1:1) gegen den VfL Wolfsburg reichlich Redebedarf gab, bat Trainer Heiko Herrlich seine Spieler zur...

Mitgliederversammlung Diese Anträge sind aus der Mitgliedschaft eingegangen

Am 10. September ist es so weit. Die Mitgliedschaft des VfB Stuttgart ist eingeladen, sich aktiv am Vereinsleben zu beteiligen. Die ordentliche Mitgliederversammlung 2023 steht an. Der Verein hat in die Arena...

Oldtimersammler Alexander Meyer

In einer Welt geprägt von Hightech hat Alexander Meyer seine ganz eigene Leidenschaft: die Welt der Oldtimer. Getrieben vom Wunsch, vergangene Epochen am Leben zu erhalten und automobile Schätze zu bewahren...

ADHS-Report: Zahl der Diagnosen steigt weiter

Dafür, dass ADHS eine Modeerscheinung sein soll, hält sich das Krankheitsbild nun schon zu lange. Immer wieder wird die Diagnose Aufmerksamkeitsstörung von Experten angezweifelt und diskutiert. Jetzt stellt...

Tennis-Comeback geht weiter – Siegemund zieht in Charleston souverän in die zweite Runde ein

Bereits ausgeschieden ist hingegen Andrea Petkovic (30). Die Darmstädterin musste sich Varvara Lepchenko (USA) in 1:42 Stunden mit 4:6, 5:7 geschlagen geben, nachdem sie im zweiten Satz nach 0:4-Rückstand noch...

Jugendliche

Pallas aus Diepholz ist eines von fünf Schallplattenunternehmen in Europa


Wenn ich Qualität hören will, dann muss ich Schallplatte hören“, sagt Holger Neumann, der Geschäftsführer der Schallplattenfa­brik Pallas GmbH aus Diepholz. „Das ist so eine Art, die Musik zu zelebrieren, wie vielleicht ein anderer einen Wein genießt oder eine Zigarre raucht. Dafür muss ich mir Zeit nehmen.“ Ein erstes Gespür für die Renaissance der Vinylplatte hatte Neumann 1996 während der Love Parade in Berlin, wo eine Nachfrage nach Schallplatten aufkam. „Das waren zwar nicht viele in einer hohen Auflage, aber ich persönlich hatte so ein Feeling, dass die Schallplatte nicht tot ist und sich da eventuell was entwickeln könnte.“

Etwa im Jahr 2008 setzte dann der Vinyl-Boom ein; die hohe Nachfrage „hat uns völlig überrollt“, sagt Neumann – zum Vorteil für das Unternehmen, denn man war vorbereitet. Zur Verfügung standen Maschinen und Mitarbeiter mit Erfahrung. Diese waren während der Vinyl-Flaute von der Schallplattenproduktion in den CD-produzierenden Bereich gewechselt. „Viele andere Firmen hatten ihre ganzen Fertigungsgeräte für die Schallplatte vernichtet, einfach verschrottet. Die konnten gar kein Vinyl mehr machen“, erzählt Neumann.

Pallas ist nach Angaben des Geschäftsführers eines von fünf verbliebenen Plattenunternehmen in Europa. Sie produzieren und produzierten für internationale Stars wie Beyoncé, Miley Cyrus, Sam Smith, Metallica und Michael Jackson. Die Platten verkauft die Fabrik nicht direkt, sondern an Auftraggeber wie Sony Music, Universal Music Group und Warner Music Group. Diese haben Labels, in denen die Künstler unter Vertrag sind. Sony Music und die Universal Music Group seien die Hauptkunden und garantierten die Aufträge, sagt Neumann. „Hier sieht es teilweise aus wie im Fort Knox: Tore zu, Kameraüberwachung, Handys müssen abgeschottet werden“, berichtet Neumann. So werde verhindert, dass Topsecret-Aufträge vor ihrem eigentlichen Veröffentlichungsdatum auf den Markt kämen.

Nachfrage in der Pandemie gestiegen

Gerade hat man das 75-jährige Jubiläum gefeiert. Das Familienunternehmen beschäftigt rund 240 Mitarbeiter. Die Produktion läuft fünf Tage die Woche, jeweils in drei Schichten. Die Kapazitäten der Maschinen ermöglichen die Fertigung von 170.000 Schallplatten in der Woche. Für 2023 schätzt der Geschäftsführer das Gesamtvolumen der Tonträger auf weit über 13 Millionen. 2020 seien es erst rund 5,1 Millionen Tonträger gewesen.

„In der Corona-Pandemie ist die Nachfrage nach Tonträgern besonders stark gestiegen, denn die Menschen hatten viel Zeit und haben viele Vinylplatten vor allem online gekauft“, berichtet Neumann. Es sei schwierig gewesen, die vielen Aufträge abzuarbeiten. 2023 habe der Umsatz deutlich über 10 Millionen Euro gelegen.

Wie erklärt sich Holger Neumann den Vinyl-Boom trotz steigender Bedeutung von gestreamter Musik? „Das ist zwar alles Musik, aber keine Qualität“, sagt er. „Da die Tonsignale, anders als bei der CD, nicht in Datenpaketen vorliegen, hat die Vinylplatte eine höhere Klangdynamik, und die musikalische Darbietung ist somit dynamischer und gewinnt an Authentizität.“

Nach seiner Erfahrung lassen sich Tonträger besonders auf Konzerten gut verkaufen, wo die Menschen im direkten Kontakt zu der Musik stehen und sie live erleben. Sie bewahrten sich das Musikerlebnis dann auf der Schallplatte. Nach Neumann kaufen besonders zwei Altersgruppen die Schallplatten: Menschen über 50 Jahre und, was ganz verwunderlich sei, viele Jugendliche im Alter zwischen 18 und 32 Jahren.

Der Artikel stammt aus dem F.A.Z.-Schülerprojekt „Jugend und Wirtschaft“

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