Klubboss schlägt Schiri nieder: „Abscheulicher Angriff“ schockt türkischen Fußball

Es sind verstörende Szenen, die den türkischen Fußball in eine schwere Krise stürzen: Eine brutale Faustattacke von Ankaragücüs Klubpräsident Faruk Koca gegen Schiedsrichter Halil Umut Meler hat weit über die...

Borderline-Syndrom: Wenn rote Tränen fließen

Timm (29) und Janna (33) leiden unter extremer Ausprägung des Borderline-Syndroms. Das ist eine psychische Störung, die in ihrer Kindheit entstanden ist und sie lebenslang belasten wird. Borderliner stehen...

„Depressive Stimmung“

Hamburg-Volksdorf ist ein Stadtteil mit großem Waldgebiet, verkehrsberuhigten Zonen und gepflegten Vorgärten voller bunter Plastikrutschen und Trampoline. Das Viertel wirkt idyllisch, familienfreundlich und...

Integration per Fußball: Kreisligist aus Stuttgart hilft Flüchtlingen

Integration per Fußball Kreisligist aus Stuttgart hilft Flüchtlingen Der Trainer des Fußball-Kreisligisten ABV/TSV Stuttgart 07, Paul Wrensch. Ein Stuttgarter Kreisligist integriert Flüchtlinge aktiv in den...

„Zwei Klangwelten verschmelzen“

Junge Oper Stuttgart„Zwei Klangwelten verschmelzen“ Herr Drömann, Sie haben mit Barbara Tacchini die Oper „Rusalka“ für Kinder und Jugendliche ab zehn Jahren bearbeitet. Was interessiert junge Leute an einer...

Tausende Teenager sind süchtig nach sozialen Medien

Ständig chatten, posten und liken: Rund 100.000 Kinder und Jugendliche in Deutschland sind nach einer repräsentativen Studie der Krankenkasse DAK süchtig nach sozialen Medien. Für die Untersuchung ließ die...

Piercing unter 18 nur mit Zustimmung der Eltern

Immer mehr Jugendliche erachten ein Piercing als geeignete Möglichkeit, sich optisch aus ihrem Umfeld hervorzuheben. Besonders Bauchnabel- und Ohren-Piercings, aber auch Nasen-, Zungen- oder gar Brustwarzen...

Als junge Polin in Deutschland

Mariola Reszka kam als zwei Monate altes Kind mit ihrer Familie von Polen nach Deutschland. Ihre Eltern hatten Verwandte in Frankfurt am Main. Als ihre Großeltern nach Deutschland auswandern wollten, entschied...

Pädophilie: Charité setzt Therapien für Teenager fort

Die Berliner Charité setzt Therapien mit Jugendlichen fort, die sich sexuell zu Kindern hingezogen fühlen. Das Bundesfamilienministerium werde die Finanzierung dieses Pilotprojekts für besseren Kinderschutz...

Ranking der Bundesliga-Saison 2021/22: So heftig traf Corona den VfB Stuttgart

34. Spieltag der Saison 2021/22, letzte Chance, Nachspielzeit – und dann schoss Wataru Endo das Tor seiner Karriere. Innerhalb von einer Sekunde wandelte sich das Schreckgespenst Abstieg in einen ekstatischen...

Jugendliche

Pallas aus Diepholz ist eines von fünf Schallplattenunternehmen in Europa


Wenn ich Qualität hören will, dann muss ich Schallplatte hören“, sagt Holger Neumann, der Geschäftsführer der Schallplattenfa­brik Pallas GmbH aus Diepholz. „Das ist so eine Art, die Musik zu zelebrieren, wie vielleicht ein anderer einen Wein genießt oder eine Zigarre raucht. Dafür muss ich mir Zeit nehmen.“ Ein erstes Gespür für die Renaissance der Vinylplatte hatte Neumann 1996 während der Love Parade in Berlin, wo eine Nachfrage nach Schallplatten aufkam. „Das waren zwar nicht viele in einer hohen Auflage, aber ich persönlich hatte so ein Feeling, dass die Schallplatte nicht tot ist und sich da eventuell was entwickeln könnte.“

Etwa im Jahr 2008 setzte dann der Vinyl-Boom ein; die hohe Nachfrage „hat uns völlig überrollt“, sagt Neumann – zum Vorteil für das Unternehmen, denn man war vorbereitet. Zur Verfügung standen Maschinen und Mitarbeiter mit Erfahrung. Diese waren während der Vinyl-Flaute von der Schallplattenproduktion in den CD-produzierenden Bereich gewechselt. „Viele andere Firmen hatten ihre ganzen Fertigungsgeräte für die Schallplatte vernichtet, einfach verschrottet. Die konnten gar kein Vinyl mehr machen“, erzählt Neumann.

Pallas ist nach Angaben des Geschäftsführers eines von fünf verbliebenen Plattenunternehmen in Europa. Sie produzieren und produzierten für internationale Stars wie Beyoncé, Miley Cyrus, Sam Smith, Metallica und Michael Jackson. Die Platten verkauft die Fabrik nicht direkt, sondern an Auftraggeber wie Sony Music, Universal Music Group und Warner Music Group. Diese haben Labels, in denen die Künstler unter Vertrag sind. Sony Music und die Universal Music Group seien die Hauptkunden und garantierten die Aufträge, sagt Neumann. „Hier sieht es teilweise aus wie im Fort Knox: Tore zu, Kameraüberwachung, Handys müssen abgeschottet werden“, berichtet Neumann. So werde verhindert, dass Topsecret-Aufträge vor ihrem eigentlichen Veröffentlichungsdatum auf den Markt kämen.

Nachfrage in der Pandemie gestiegen

Gerade hat man das 75-jährige Jubiläum gefeiert. Das Familienunternehmen beschäftigt rund 240 Mitarbeiter. Die Produktion läuft fünf Tage die Woche, jeweils in drei Schichten. Die Kapazitäten der Maschinen ermöglichen die Fertigung von 170.000 Schallplatten in der Woche. Für 2023 schätzt der Geschäftsführer das Gesamtvolumen der Tonträger auf weit über 13 Millionen. 2020 seien es erst rund 5,1 Millionen Tonträger gewesen.

„In der Corona-Pandemie ist die Nachfrage nach Tonträgern besonders stark gestiegen, denn die Menschen hatten viel Zeit und haben viele Vinylplatten vor allem online gekauft“, berichtet Neumann. Es sei schwierig gewesen, die vielen Aufträge abzuarbeiten. 2023 habe der Umsatz deutlich über 10 Millionen Euro gelegen.

Wie erklärt sich Holger Neumann den Vinyl-Boom trotz steigender Bedeutung von gestreamter Musik? „Das ist zwar alles Musik, aber keine Qualität“, sagt er. „Da die Tonsignale, anders als bei der CD, nicht in Datenpaketen vorliegen, hat die Vinylplatte eine höhere Klangdynamik, und die musikalische Darbietung ist somit dynamischer und gewinnt an Authentizität.“

Nach seiner Erfahrung lassen sich Tonträger besonders auf Konzerten gut verkaufen, wo die Menschen im direkten Kontakt zu der Musik stehen und sie live erleben. Sie bewahrten sich das Musikerlebnis dann auf der Schallplatte. Nach Neumann kaufen besonders zwei Altersgruppen die Schallplatten: Menschen über 50 Jahre und, was ganz verwunderlich sei, viele Jugendliche im Alter zwischen 18 und 32 Jahren.

Der Artikel stammt aus dem F.A.Z.-Schülerprojekt „Jugend und Wirtschaft“

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