Unbekannte haben via WhatsApp eine Sprachnachricht in Umlauf gebracht, die vor allem Kinder und Jugendliche verunsichert. Eine weibliche Computerstimme fordert den Empfänger auf, die Nachricht an eine bestimmte Anzahl seiner Kontakte weiterzuleiten, andernfalls werde er ermordet.
Die fiese Masche ist nicht neu. Zum ersten Mal tauchte sie 2013 auf, kurz nachdem WhatsApp die Funktion für Audionachrichten eingeführt hatte. Seitdem sind verschiedene Versionen dieser Sprachnachricht aufgetaucht. Mal sind es fünf Kontakte, mal zwanzig, an die der gesprochene Kettenbrief meist in kurzer Zeit weitergeleitet werden soll.
Geschiehe dies nicht, so die Computerstimme, werde der Empfänger ermordet. In anderen Versionen der Nachricht wird mit dem Mord der Mutter gedroht oder mit einer schweren Verstümmelung. Bereits im September 2013 warnte das LKA Niedersachsen vor der Masche. .
Was tun, wenn das Kind so eine WhatsApp-Nachricht erhalten hat?
Eltern sollten das Phänomen mit ihren Kindern besprechen und ihnen erklären, dass es Menschen gibt, die es witzig finden, andere sehr zu erschrecken. Machen Sie Ihren Kindern klar, dass solche Nachrichten Angst einjagen sollen, diese Angst aber unbegründet ist. Die Kinder sollten verstehen, dass ein Nichtverbreiten der Nachricht keine negativen Konsequenzen hat. Und löschen Sie die Nachricht, um die weitere Verbreitung zu unterbinden.
Die Herkunft solcher Nachrichten ist in der Regel nicht zu ermitteln, oft werden sie über ausländische Provider in Umlauf gebracht. Solange nicht namentlich und persönlich gedroht wird, sind solche Ketten-Nachrichten auch nicht strafbar.
Die besagen übrigens, dass der Messenger erst ab 13 Jahren verwendet werden darf.
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Stuttgart – Wer mit hohen Zielen startet, der muss damit leben, dass er auch an diesen Vorgaben gemessen wird. „In vier, fünf Jahren wollen wir bei der Tour de France mitfahren“, sagte Julian Rammler, als er 2013 mit seinem Team Stuttgart eine alte Radsport-Marke neu belebte. Heute sagt er: „Die Tour ist noch weit entfernt.“ Aber der Chef hält seinen Laden am Laufen – und das ist doch schon etwas in harten Zeiten.
Denn trotz aller Erfolge, welche die Herren Kittel, Martin oder Degenkolb auf der ganz großen Bühne einfahren, liegt das Geld für Radsportler nicht auf der Straße. Erst recht nicht für einen, der aus einem kleinen Projekt ein großes machen will. „Ich würde gerne noch mehr bewegen, aber das geht nur mit mehr Geld“, sagt Rammler (27), „wir erleben gerade, dass aller Anfang schwer ist.“
Gestartet ist das Team Stuttgart in der vierten Liga des Radsports. Inzwischen ist der Rennstall drittklassig, ausgestattet mit einem Lohn- und Reisekostenetat von 150 000 Euro pro Saison sowie einem Fuhr- und Materialpark, der einen Wert von rund 350 000 Euro hat. Damit ist das Team Stuttgart bei den meisten großen Rennen in Deutschland dabei – von der Bayern-Rundfahrt über den 1.-Mai-Klassiker in Frankfurt bis zu Rund um Köln. Und auch international ist der Rennstall viel unterwegs, vor allem in den Beneluxstaaten, aber auch bei der Portugal-Rundfahrt. „Das Programm“, meint Rammler, „ist sehr attraktiv.“
Das liegt vor allem daran, dass die vergangene Saison eine erfolgreiche war – weshalb das Team auf den Einladungslisten vieler Veranstalter ziemlich weit oben steht. Das Problem dabei: Der Mann, um den sich 2014 vieles drehte, radelt nun woanders. Alexander Krieger (Vaihingen/Enz), DM-Vierter und Sechster bei Rund um Köln, wechselte zum luxemburgischen Team Leopard. „Er hat bei uns den Durchbruch geschafft, aber auch deshalb, weil alle für ihn gearbeitet haben“, sagt Rammler, „nun ist er des Geldes wegen gegangen. Sportlich und vom Umfeld her hat er sich aber verschlechtert.“
Weil er zudem 2014 den einen oder anderen Fahrer unter Vertrag hatte, mit dem es nicht rund lief, hat der Chef des Team Stuttgart einen Neuaufbau gestartet. Neun Fahrer gehören nun zum Kader, was nicht allzu üppig ist, aber andererseits jedem auch genügend Einsatzzeiten garantiert. Topleute sind Arnold Fiek, der zuletzt in Zoznegg den ersten Saisonsieg geholt hat, U-23-Nationalfahrer Johannes Weber und Tim Gebauer, ein Mann für Fluchtgruppen. „Viele haben zu mir gesagt, was ich denn da für eine Truppe zusammengewürfelt hätte“, sagt Rammler, „aber ich bin überzeugt, dass wir besser sind als vor einem Jahr. Damals hatten wir nur einen starken Fahrer, jetzt können einige von uns gute Platzierungen einfahren.“
Und das ist nötig, um auch in Zukunft konkurrenzfähig zu bleiben. Denn wenn überhaupt Sponsoren zu finden sind, dann nur für erfolgreiche Teams. Und klar ist auch: Mit Gehältern zwischen 800 und 1500 Euro im Monat, die derzeit bezahlt werden, sind Radprofis nur schwer zu ködern, selbst wenn sie noch am Anfang ihrer Karriere stehen.
Erst recht, wenn es so wenige Talente gibt wie derzeit. Vom Ziel, Nachwuchsleute aus der Region in seinem Rennstall weiterzuentwickeln, hat sich der ehrgeizige Rammler bereits wieder verabschiedet. „Wir merken gerade, dass 2006 bei der Tour die große Doping-Bombe geplatzt ist. Damals haben viele Jugendliche dem Radsport den Rücken gekehrt“, sagt er, „und in Württemberg kommt noch dazu, dass es dem Verband an Geldern für die Nachwuchsarbeit fehlt.“
Womit sich der Kreis schließt: Wer weiterkommen will, muss investieren können. Ansonsten sind Ziele nur schwer zu erreichen – selbst wenn sie nicht so hoch gesteckt sind wie eine Teilnahme an der Tour de France.
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Sie gehören einfach zusammen: Thomas Schaaf kehrt zu Werder Bremen zurück. Bei den Grün-Weißen soll der 57-Jährige dafür sorgen, dass von der Jugend bis zu den Profis ein einheitliches Spielverständnis vermittelt wird.
Thomas Schaaf kehrt zum Fußball-Bundesligisten Werder Bremen zurück. Der 57-Jährige übernimmt am 1. Juli den neu geschaffenen Posten des Technischen Direktors bei den Bremern, wie der Verein mitteilte. Schaaf trainiert von 1999 bis 2013 die Grün-Weißen und führte die Mannschaft unter anderem 2004 zum Double aus Meisterschaft und DFB-Pokal.
In seiner neuen Funktion soll er nun unter anderem eine „einheitliche Trainings- und Spielphilosophie“ entwickeln. Ferner wird er Mentor für die Trainer im Leistungszentrum. Schließlich soll er eine ständige Analyse des europäischen Spitzenfußballs sicherstellen. Dies hatte er in der Vergangenheit auch bereits für den Weltfußballverband Fifa getan. Unter Schaaf hatte das Team über Jahre einen ballbesitzorientierten Offensivfußball gespielt. Fester Bestandteil im defensiven Mittelfeld war damals der jetzige Geschäftsführer Frank Baumann.
Schaaf ist seit 1972 im Verein. Von 1978 bis 1995 spielte er als Profi für die Bremer und wurde 1988 und 1993 deutscher Meister. Über eine Rückkehr zu den Norddeutschen war bereits seit Monaten spekuliert worden. Nach seinem ersten Abschied in Bremen hatte er als Trainer in Frankfurt und Hannover gearbeitet. In der Vergangenheit hatte Schaaf stets ausgeschlossen, bei einer etwaigen Rückkehr an die Weser als Technischer Direktor im Notfall als Interimstrainer zu Verfügung zu stehen.
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In Berlin sind bisher nur wenige Fälle von Warnschussarrest als Strafmaßnahme gegen Jugendliche bekannt. Bei der Staatsanwaltschaft wurden seit der Einführung dieser Sanktionsform im März 2013 lediglich 12 Fälle dokumentiert, wie aus einer Antwort der Senatsverwaltung für Justiz auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen-Fraktion hervorgeht. 2016 wurde demnach bisher einmal Warnschussarrest verhängt.
Die tatsächliche Zahl kann höher liegen – allerdings gebe es bundesweit ein Problem bei der Erfassung, erläuterte eine Sprecherin der Justizverwaltung auf Anfrage. Aus Urteilen der Gerichte geht demnach oft nicht eindeutig hervor, ob es sich um einen Warnschussarrest oder einen normalen Arrest handelt.
Mit dem Warnschussarrest wurde 2013 das Jugendstrafrecht verschärft. Zusätzlich zu einer Jugendstrafe auf Bewährung können Straftäter seither bis zu vier Wochen lang eingesperrt werden, ohne Telefon und Internet, dafür mit Beratungsgesprächen. Das soll eine abschreckende Wirkung haben. Die Einführung war umstritten.
Bei den bekannten Fällen bekamen nach Senatsangaben 8 von 12 Jugendlichen Warnschussarrest wegen Delikten wie Diebstahl, Raub, räuberische Erpressung und Betrug.
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VfB StuttgartNachwuchssorgen im Lager der VfB-Fans
Stuttgart – Der Tag des Jugendfußballs sollte kurz vor Weihnachten noch einmal zum großen Familienfest für die weiß-rote Fangemeinde werden. Der VfB Stuttgart hatte im letzten Heimspiel der Hinrunde Tausende Kinder und Jugendliche mit verbilligten Karten in die Mercedes-Benz-Arena gelockt. Die Hütte war voll, die Kids waren begeistert. Doch während der 90 Minuten gegen den SC Paderborn wich die Freude purer Tristesse. Die dürftige Darbietung endete mit einem 0:0 und mit der bitteren Erkenntnis: Chance verpasst!
Kein Initiationserlebnis weit und breit. So nennt Jonas Gabler (33) den Funken, der im Stadionbesucher ein Feuer entfachen kann, welches das Herz für den Verein ein Leben lang wärmt. „Es sind meist noch immer die persönlichen Erlebnisse im Stadion mit Papa, Opa oder Freunden, die ein Fan-Dasein begründen“, sagt der Berliner Fanforscher. Doch für solche Aha-Erlebnisse waren Stadionbesuche in Stuttgart in den zurückliegenden Jahren höchst selten geeignet.
Zwar ist die Mercedes-Benz-Arena trotz des wiederholten Kampfes gegen den Abstieg noch immer gut besucht. So kamen zu den 13 Spielen in dieser Saison im Schnitt über 49 000 Zuschauer. Von Nachhaltigkeit waren die Besuche allerdings nicht geprägt. Es gibt zwar noch keinen Beleg dafür, dass der Anhang der Roten altert wie bei Pop-Bands, die nur noch von ihrer Vergangenheit leben. Fanforscher Gabler warnt jedoch vor langfristigen Auswirkungen: „Zwei, drei schlechte Jahre kann jeder Verein überdauern. Danach kann es passieren, dass der Anhang bröckelt.“ Oder kein neuer mehr hinzukommt.
Wer über Bolzplätze und Schulhöfe in der Region streift, sieht Knirpse in Trikots des FC Bayern, von Borussia Dortmund oder der Nationalelf. Das weiße Jersey mit dem roten Brustring sucht man häufig vergebens. Der Tabellenletzte ist für junge Fußballfans so attraktiv wie ein Ball ohne Luft. Erfolg macht eben sexy. Der Rekordmeister aus München kann sich der Sympathien kaum mehr erwehren. Mittlerweile zählt der FC Bayern 250 000 Mitglieder – so viel wie kein anderer Verein auf der Welt.
Nach langem Aufwärtstrend ist die Zahl der Mitglieder beim VfB seit 2009 rückläufig – aktuell registriert der Club noch 43 478. Das Ganze ist nach VfB-Angaben demografisch bedingt. Die Zahl der offiziellen Fanclubs (OFC) erreichte ihren Höchststand im Meisterjahr 2007. Seither sinkt sie, gleichzeitig gibt es aber mehr OFC-Mitglieder als früher (16 968).
Doch Zahlen geben nur bedingt Aufschluss. Wichtig sind überdies Stimmungsbilder und Einschätzungen aus der Szene. Die Rot-Weißen Schwaben Berkheim leiden zwar nicht nennenswert an Mitgliederschwund, die Begeisterung für Auswärtsfahrten hat in einem der größten VfB-Fanclubs nach Auskunft ihres Vorsitzenden aber nachgelassen. Doch gerade dies ist ein wichtiger Hinweis auf die Befindlichkeit der Fan-Seele. „Viele sind des Misserfolgs überdrüssig“, sagt Joachim Schmid. Auch bei den Ultras von Commando Cannstatt und beim Schwabensturm gibt es Anzeichen von Nachwuchsmangel. Die übereinstimmende Meinung: „Der Zulauf war schon größer.“
Wenigstens geht von denjenigen, die aktuell bei jedem Spiel in der Kurve stehen, niemand von der Fahne. „Wenn sie dem Verein jetzt den Rücken kehren, würden sie ja ihr eigenes Selbstbild negieren“, erklärt Gabler. Die verbreitete Annahme, Erfolg oder Misserfolg seien für die Ultras nebensächlich, weisen diese brüsk zurück: Auch wenn sie bei Niederlagen munter weitersingen – der Kampf gegen den Abstieg verdrießt sie ebenso wie jeden anderen Anhänger.
Droht dem VfB eine komplette Generation von Fans wegzubrechen? Fanforscher wie Gabler oder Sporthistoriker Nils Havemann von der Uni Stuttgart glauben, dass man darüber erst in ein paar Jahren urteilen kann. Havemann macht dem VfB sogar Hoffnung, dass brachliegendes Potenzial schnell wieder geweckt werden könne. Bestes Beispiel sei Borussia Dortmund. „Nach dem finanziellen Beinahezusammenbruch konnte sich der Club fast nur noch auf seine regionale Basis verlassen. Erst mit der Ära Klopp, der auch als positiver Mensch wahrgenommen wird, konnte der BVB auch bundesweit wieder neue Sympathisanten gewinnen“, sagt der Autor des Bundesliga-Buches „Samstags um halb 4“.
In einem Punkt hat der Historiker eine andere Sichtweise als Fanforscher Gabler. Havemann glaubt, dass die Bindungen an einen Verein flüchtiger geworden sind als früher. „Auch im Fußball neigen die Menschen weniger zur stabilen Einehe, die mit einer lebenslangen Liebe zu einem einzigen Verein verbunden ist, sondern zu einer leicht aufzulösenden Polygamie“, sagt der 49-Jährige.
Was das für den VfB bedeutet? Dass er bei potenziellen Fans gegen immer mehr Nebenbuhler zu kämpfen hat. Havemann schätzt, dass die Globalisierung des Fußballs auch die Fans mit auf die Reise nimmt. „Es kommt immer häufiger vor, dass sie ihre Sympathien gleichzeitig auf – zum Beispiel – den FC Schalke, Manchester United und den FC Barcelona verteilen.“
Beim VfB ist man sich dieser Problematik bewusst. „Unsere Fans sind in Vorleistung gegangen“, sagt Sportvorstand Robin Dutt, „jetzt liegt es an uns, verloren gegangenes Vertrauen wieder zurückzugewinnen.“
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Fünf Kinder und Jugendliche haben sich in Essen auf Bahngleisen fotografiert und damit eine Streckensperrung verursacht. Ein Junge und vier Mädchen im Alter von 12 bis 16 Jahren hätten Bilder für ihren Instagram-Account machen wollen, so die Polizei am Samstag. Es sei großes Glück gewesen, dass in diesem Moment kein Zug gekommen sei. Ein S-Bahn-Führer habe die Gruppe am Freitag auf den Gleisen gesehen und die Bundespolizei informiert. Die Bahnstrecke wurde daraufhin gesperrt und die Gruppe nach einem ermahnenden Gespräch an ihre Eltern übergeben. Zudem leitete die Bundespolizei ein Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen unerlaubten Aufenthalts im Gleisbereich ein.
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Fellbach – Was bringt die Zukunft? Eine Frage, die den nachfolgenden Generationen zur Beantwortung übergeben wird. Das weiß auch Christoph Palm. Deshalb freute sich der Oberbürgermeister umso mehr, dass er am Donnerstagvormittag rund 70 Jugendliche zur ersten Zukunftswerkstatt in Fellbach begrüßen durfte.
„Wir haben Sie als Experten geholt“, sagte der OB zu den jungen Leuten, die aus Fellbach sowie den Partnerstädten Erba, Meißen, Tain l’Hermitage und Tournon in die Schmidener Festhalle gekommen waren. Die Zukunftswerkstatt sei eine Möglichkeit, sich mit eigenen Erfahrungen und Fantasien einzubringen. „Ihr könnt euren Städten etwas bringen, weil ihr die Welt klarer seht“, sagte Palm.
Rund 100 Mitwirkende haben das internationale Jugendtreffen auf die Beine gestellt, darunter auch die Partnerschaftsbeauftragte Cornelia Bloch und Bernd Kauffmann, der zuständigen Amtsleiter. Die Karl- und Elisabeth-Eisele-Stiftung hat einen großen Betrag bei der Finanzierung übernommen. OB Palm regte die Jugendlichen an, sich vorzustellen, wie die Welt ihrer Großeltern ausgesehen hat. „Damals war jeder vierter Mensch Europäer, heute ist es nur noch jeder vierzehnte.“ Deshalb müsse man sich in Europa stärker als Einheit begreifen.
Udo Wenzel vom Landesjugendring Baden-Württemberg hat schon viele Zukunftswerkstätten begleitet. „Die größte Herausforderung ist, die Veranstaltung auf drei Sprachen auf den Weg zu bringen“, sagte Wenzel. Und er hatte recht. Bei seinem Impulsreferat zum Thema „Jugend mischt mit – weil Engagement sich lohnt“ waren die Übersetzer mit Wörtern wie „Friedensaspekt“ schnell überfordert.
In den anschließenden Workshops sollten sich die Jugendlichen zunächst mit der Ist-Situation in ihren Städten auseinandersetzen. Was gibt es für Kritikpunkte? Wo läuft’s gut, wo gibt es Verbesserungsmöglichkeiten? Anschließend folgte die sogenannte Utopiephase, in der die Teilnehmer äußern sollten, wie sie sich die perfekte Beteiligung vorstellen. Für Udo Wenzel ist die Zukunftswerkstatt eine wichtige Sache: „Manchmal denken die jungen Leute, dass Europa weit weg von ihrem Leben ist – das stimmt aber nicht.“
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Bei schweren Überschwemmungen im Süden Israels sind mindestens neun Jugendliche getötet worden. Dies teilte der Rettungsdienst Zaka mit.
Laut Medienberichten werden weitere Teenager vermisst, man fürchte um ihr Leben. Bereits am Mittwoch waren bei Überschwemmungen in Israel und in den Palästinensergebieten zwei junge Menschen getötet worden.
Die Gruppe von 25 Teenagern im Alter von 17 und 18 Jahren ist bei einem Ausflug in der Arava-Wüste von Wassermassen mitgerissen worden, berichteten mehrere Medien. Seit den Morgenstunden hatte es im Süden Israels heftige Regenfälle gegeben.
Eine israelische Polizeisprecherin sprach im Rundfunk von einer „Tragödie, die hätte verhindert werden können“. Man habe angesichts der Wetterlage ausdrücklich vor Ausflügen in der Gegend gewarnt.
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Aus einem harmlos wirkenden Chat im Internet kann sexueller Missbrauch werden. Cyber-Grooming heißt die Masche, bei der sich Erwachsene an Kinder heranmachen. Wie Eltern reagieren sollten, wenn ihr Kind betroffen ist.
Cyber-Grooming passiert in Chats, sozialen Netzwerken oder beim Spielen von Onlinegames: Harmlose Dialoge verwandeln sich in sexuelle Anmache. Betroffen sind Kinder und Jugendliche, die von vermeintlich Gleichaltrigen angeschrieben werden.
Erst Vertrauen aufbauen, dann Nacktbilder fordern
In Wirklichkeit verbergen sich dahinter aber meist Erwachsene mit sexuellem Interesse an Kindern. Sie versuchen anfangs durch unverfängliche Themen, Vertrauen zu den Kindern aufzubauen. Später verlangen sie dann intime Bilder oder wollen sich sogar treffen.
„Wenn Kindern oder Jugendlichen so etwas passiert, ist ihnen das sehr peinlich“, erklärt Susanne Rödiger. Sie ist Medienpädagogin bei „Juuuport“, einem Portal, das von der Niedersächsischen Landesmedienanstalt getragen wird. Auf dem Portal beraten ausgebildete Jugendliche Gleichaltrige, die im Netz belästigt werden.
„Muss dir nicht peinlich sein“
Die Scham sei das größte Hemmnis, sich Eltern oder Freunden anzuvertrauen, sagt Rödiger. „Außerdem kommt es natürlich sehr stark auf das Vertrauensverhältnis zu den Erwachsenen an.“ Wenn sich Kinder in einem Fall von Cyber-Grooming an ihre Eltern wenden, sei die erste Reaktion sehr wichtig. Die müsse lauten: „Was da passiert ist, muss dir nicht peinlich sein. Es ist richtig, dass du auf mich zugekommen bist.“
Beweise sichern
Wenn möglich, sollten sich Eltern den Chatverlauf zeigen lassen und einen Screenshot machen. Nur so kann die Anmache im Netz zur Anzeige gebracht werden. Außerdem sollte man den Chatpartner dem Betreiber der Website oder des Chats melden. „So verhindert man, dass derjenige andere anschreibt“, erklärt Rödiger.
Adressen und Badefotos nicht preisgeben
Können Eltern ihr Kind davor schützen, dass es im Internet angemacht wird? „Eine umfassende Kontrolle ist natürlich nicht möglich.“ Aber Eltern können mit ihren Kindern besprechen, was sie von sich in Chats preisgeben: Der Nachwuchs sollte mit Namen, Adressen, Urlaubsbildern im Bikini oder Badehose und anderen Daten geizig umgehen.
Auch Telefonnummern sollten Chatpartner auf keinen Fall bekommen. „Wichtig ist auch, sich bei Chats nicht gleich in private Chats zurückzuziehen, nur weil man dazu aufgefordert wird“, rät Rödiger.
Auf seltsame Fragen achten
Während des Chatverlaufs sollten Kinder immer wieder hinterfragen: Schreibt der andere so, wie ich das auch von meinen Freunden kenne? Oder stellt der oder die mir komische Fragen? Wenn jemand nachhakt: „Was trägst du gerne für Unterwäsche?“, muss man stutzig werden, sagt die Medienpädagogin.
Chatpartner niemals allein treffen
Eltern sollten ihrem Kind außerdem einschärfen, dass es sich auf keinen Fall mit dem Chatpartner treffen soll – vor allem nicht alleine bei ihm zu Hause oder an einsamen Orten. „Wir wissen, dass es leider trotzdem oft gemacht wird. Dann sollten sich Jugendliche wenigstens einen guten Freund als Unterstützung mitnehmen.“
Was ist Cyber-Grooming?
Mit dem englischen Begriff „grooming“ (anbahnen, vorbereiten) bezeichnen Experten das Vorgehen von Tätern, die sexuellen Missbrauch vorbereiten. Beim Cyber-Grooming machen sich Erwachsene im Internet mit sexuellen Absichten an Kinder und Jugendliche heran. Sie geben sich in sozialen Netzwerken und Chats oft jünger aus als sie sind, bauen mit Schmeicheleien nach und nach Vertrauen bei ihren Opfern auf und belästigen sie dann sexuell.
Die Täter sprechen oft über Liebe und Sex. Sie überreden ihre Opfer, ihnen freizügige Fotos zu schicken. Dann verlangen sie Nacktfotos oder fordern ihr Opfer dazu auf, ihnen per Webcam beim Sex zuzuschauen oder nötigen sie sogar zu eigenen sexuellen Handlungen.
Druck machen sie mit der Drohung, die Bilder im Umfeld des Kindes oder Jugendlichen zu verbreiten. Oft versuchen Täter auch, mit einer solchen Erpressung ihr Opfer zu einem persönlichen Treffen zu zwingen, bei dem sie es dann sexuell missbrauchen.
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Herr Drömann, Sie haben mit Barbara Tacchini die Oper „Rusalka“ für Kinder und Jugendliche ab zehn Jahren bearbeitet. Was interessiert junge Leute an einer Oper für Erwachsene, die Antonín Dvorák nach Hans Christian Andersens Märchen von der Meerjungfrau schuf?
Dvorák war es ganz wichtig, dass seine Musik unmittelbar verstanden wird. Er hat sich ja auch als Komponist seines Volkes gesehen. Wir Musiker spüren sofort, was Dvorák musikalisch sagen wollte: Spiele ich da gerade Sehnsucht, Verzweiflung, einen Zusammenbruch oder eine giftige Hexe? Und das passiert auch bei Kindern: dass sie unmittelbar spüren und hören, was diese Musik meint.
Dvoráks Musik erklingt in einer gekürzten Fassung und wird mit Musik der Gegenwart konfrontiert?
Ja, es gibt in „Nixe“ zwei Klangwelten: Die von Dvorák, die vor allem die Zustände widerspiegelt – Musik der Seele, der Gefühle. Dazwischen gibt es Musik aus elektronischen Wassersounds von DJ Alexandra Holtsch – also eine konkrete Klangwelt aus Wassertropfen, Rauschen, Wind, einem Rohrbruch. Diese Klänge entwickeln eine geheimnisvolle Eigendynamik. Das Besondere bei „Nixe“ ist, dass sich zwei Klangwelten gegenüberstehen, aber auch miteinander verschmelzen.
Sie werden in dieser Produktion das Landesjugendorchester Baden-Württemberg (LJO), das Patenorchester des Staatsorchesters Stuttgart, dirigieren. Wie kam es zu dieser Kooperation?
Das LJO bietet ja jungen Musikern und Musikerinnen die Möglichkeit, schon mal ein Gefühl dafür zu bekommen, wie sich ein Musikerleben gestalten kann. Viele der Jugendlichen wollen ja nach der Schule Musik studieren. Und weil das Besondere an der Orchesterlandschaft Deutschlands ist, dass sie vor allem aus Opernorchestern besteht, kamen die Verantwortlichen des LJO auf die Idee, dass es Sinn machen könnte, wenn die jungen Leute noch vor ihrem Studium einmal erfahren könnten, was das für ein tolles Gefühl ist, eine Oper zu spielen: also Sänger zu begleiten, Teil einer Handlung zu sein, ja, mit dem eigenen Instrument Theater zu machen.
Was bietet „Nixe“ sonst noch an musikalischer Vermittlungsarbeit?
Da gibt es viele Vermittlungsscharniere, zum Beispiel den „Nixenchor“, in dem viele Mädchen aus der Stuttgarter Umgebung mitsingen. Und junge Zuschauer haben die Möglichkeit, das erste Mal Oper zu erleben: dieses unglaubliche Phänomen, dass da jemand alleine auf der Bühne steht und singt und dass ihn dabei ein ganzes Orchester begleitet. Die Verbindung zweier Klangwelten schafft viele unterschiedliche offene Türen, über die das „Haus“ Oper wie eine Galerie betreten werden kann: Die Leute können hereinspazieren und gucken, was es da so alles gibt.
Sie haben 2013 an der Jungen Oper schon „Momo“ dirigiert. Was gefällt Ihnen hier besonders?
Der künstlerisch hohe Anspruch der Produktionen. Erst kommt das Kunstwerk mit all seiner großen Fantasie und seinen komplexen Gedanken, dann stellt sich als zweiter Schritt die Frage der Vermittlung. Da wird nicht einfach nur gekürzt und geguckt, wie machen wir das jetzt besonders nett für die Kleinen. Man könnte „Rusalka“ ja auch einfach nur auf die Märchenerzählung von der armen kleinen Meerjungfrau reduzieren. Aber dann hätte man nicht vermittelt, was Oper eigentlich ist.
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