Kategorie -Jugendliche

Als Konstrukteur im Schweizer Rennstall

Als Konstrukteur im Schweizer Rennstall

Nur etwa zehn Prozent der Bauteile der letzten Rennsaison können wir jeweils wiederverwenden“, sagt Christof Bruderer. „Alles andere muss wieder überarbeitet werden, bevor wir es ins Auto einbauen können. Zum Beispiel muss meistens die Nase neu konstruiert und hergestellt werden, da sich die Aerodynamik- oder Crashtest-Regeln für die Formel 1 oft ändern.“ Der 50-Jährige ist seit 14 Jahren im Hinwiler Rennstall als Konstrukteur tätig, er arbeitete lange im Bereich Motorumfeld und jetzt an der Aufhängung. Zwischendurch hat Bruderer, der ein rotkariertes Hemd trägt, auch im Windkanal gearbeitet.

Von Ferrari geliefert

Das Sauber-Team ist seit 1993 in der Formel 1 dabei, aktuell mit den Fahrern Marcus Ericsson aus Schweden und dem Deutschen Pascal Wehrlein im Cockpit. Sauber bekommt seine Motoren fertig montiert von Ferrari geliefert, so arbeitet er genau genommen nicht am Motor, sondern an den Schutzschildern, dem Kühler oder Behältern für Flüssigkeiten. „Die Rennleitung der Formel 1 legt für jede Saison neue Anforderungen für die Autos fest. Sei es, um die Rennen mit einfacherem Überholen spannender zu machen, die Rundenzeiten zu erhöhen oder sie wieder zu senken, aus Sicherheitsgründen oder ästhetischen Überlegungen.“ Schon mit 14 Jahren war für den in Rorschach am Bodensee aufgewachsenen Christof Bruderer klar, dass er im Motorsport tätig sein will. Nicht das Fahrzeug selbst hat ihn interessiert, sondern das Triebwerk.

Zum Maschinenbaustudium nach Zürich

Er beschloss, die Kantonsschule und später das Maschinenbaustudium an der ETH in Zürich zu absolvieren: „Ich ging davon aus, dass ich mit dem Maturaabschluss viel mehr Möglichkeiten hätte.“ Nach dem Studium wollte er in England bei dem Motorenlieferanten Ilmor arbeiten. „Ich durfte dann als temporär Angestellter neun Monate bei Mercedes-Benz in Stuttgart arbeiten, dann erhielt ich eine Arbeitserlaubnis für England.“ In England wechselte Bruderer nach ein paar Jahren zu Prodrive, er wollte neue Erfahrungen sammeln. Er arbeitete an Tourenwagen und GT-Autos, die von Prodrive entwickelt wurden. Dort beschäftigte er sich mit dem Motor der Tourenwagen. „Damals habe ich aus Motoren noch Leistung herausgeholt. Heutzutage konstruiere ich Dinge, die das Auto nicht schneller machen, aber trotzdem unbedingt funktionieren müssen.“ Auch in der Freizeit hat er Freude an Motoren: Er besitzt einen 38 Jahre alten Innocenti De Tomaso. Mit seiner Frau und seinen zwei Kindern wohnt er im Nachbardorf Wetzikon im Zürcher Oberland und radelt zur Arbeit. „Ich bin gerne unabhängig von einem Auto.“

Kugellager vom Spezialisten

Im Herbst werden zwar keine Rennen gefahren, aber bis zum Winter muss das Auto konstruiert sein. „Im Sommer geht es nur noch um die Weiterentwicklung, und es gibt darum weniger Arbeit.“ Das Sauber-Team versucht so viele Komponenten wie möglich im Rennstall selbst herzustellen. Dennoch bestellt Sauber auch Konstruktionsteile, wie zum Beispiel Bremsscheiben, Sensoren und Kugellager von Spezialisten. Zum Schluss wird dann das Auto zusammengebaut. Beim ersten Mal dauert der Aufbau des Wagens bis zu einen Monat. Beim zweiten Mal kann er von zehn Mitarbeitern in wenigen Stunden zusammengebaut werden. Dies ist nötig, wenn es im Training oder in der Qualifikation eines Rennens zu einem Schaden kommt, damit schnell ein neues Auto gebaut werden kann. Um diesen schnellen Aufbau zu ermöglichen, müssen die Aufhängung des Autos und weitere Bauteile schon fixfertig vorbereitet sein.

In der Simulationsanlage

Im Windkanal wird mit einem Modell gearbeitet, dessen Größe 60 Prozent des Originals beträgt. Mit der originalen Autogröße darf aufgrund des Reglements im Windkanal grundsätzlich nicht getestet werden. Das Auto ist aber genau wie das Original zusammengebaut, nur kleiner. Ein Axialventilator erzeugt in einem Rohr mit dem Durchmesser von fast 10 Metern einen Windzug. In dem geschlossenen Kreislauf gibt es einen Abschnitt, in dem sich das Auto auf einem Laufband befindet, durch Metallstangen von der Decke gehalten und stabilisiert. Durch diese Simulationsanlage kann die Aerodynamik des Autos getestet und bearbeitet werden.

Viermal in der Saison auf Podestränge

Die Formel 1 ist eine teure Angelegenheit, nur ein Rennstall, der finanzkräftige Partner im Rücken hat, kann dabei bestehen. Die Geldprobleme, die Sauber schon eine Weile überschatten, sind mindestens vorübergehend gelöst, nachdem ein Schweizer Investor den Rennstall aufgekauft hat. Zurzeit läuft es für den Hinwiler Rennstall punktemäßig trotzdem nicht gut. Lange ist es her, seit ein Pokal im Empfang ausgestellt werden durfte. 2012 war dies das letzte Mal der Fall, als Sergio Pérez und Kamui Kobayashi gleich viermal in einer Saison auf die Podestränge fuhren. In der letzten Saison kam das Team erst im zweitletzten von 21 Rennen an Punkte. „Mein Gefühl sagt mir, dass es wieder bergauf geht mit dem Sauber-Rennstall.“ Zumindest was die finanziellen Probleme anbelangt, hat Bruderer richtig gelegen.

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„Unseren Kinder soll es einmal besser gehen“ – Gilt das noch?

Dieses Ziel haben sich deutsche Eltern jahrzehntelang auf die Fahnen geschrieben: „Unseren Kinder soll es einmal besser gehen“. Dahinter stand der Glaube an immer weiterwachsenden Wohlstand. Der ist inzwischen nachhaltig erschüttert: Das alte Versprechen an den Nachwuchs lässt sich kaum erfüllen. Das muss aber nicht schlecht sein.

Der Traum von unbegrenztem Wachstum und Sicherheit scheint ausgeträumt. Neben globalen wirtschaftlichen und politischen Unsicherheiten überschatten auch Terrorgefahr, die Flüchtlingsfrage sowie eine sich verstärkende soziale Spaltung im eigenen Land die Zukunft junger Menschen in Deutschland.

Familien in der Sackgasse?

Am Anspruch, dem Nachwuchs den Weg in eine sorgenfreie Zukunft zu bereiten, scheitern gegenwärtig zahlreiche Eltern in Deutschland, weil es ihre finanzielle Situation nicht erlaubt oder weil sie am oberen Ende des sozialen Gefüges nicht mehr wissen, wie sich der derzeitige hohe Standard noch weiter steigern ließe. Stecken Familien nun in einer Sackgasse, droht schlimmstenfalls eine Abwärtsspirale? Und wie gehen Mütter und Väter mit der Situation um?

Blick in die Zukunft ist Spekulation

Der Psychotherapeut und Familienberater Ralf Ruhl gibt im Gespräch mit t-online.de Entwarnung. Wenn Eltern hierzulande um Zukunftsperspektiven für die nächste Generation fürchteten, sei das eine gefühlte Einschätzung. Denn ob der Nachwuchs es tatsächlich „schwerer“ haben wird, ist seiner Ansicht nach nicht verlässlich vorhersehbar.

Wachstum schien bis in die 1990er-Jahre unbegrenzt

Ein Blick in die deutsche Geschichte erhellt, dass hinter der elterlichen Sorge eine historische Entwicklung steckt. Grundsätzliche Voraussetzung des Strebens nach einem besseren Leben für die Kinder sei, selbst in weniger guten Verhältnissen aufgewachsen zu sein – wie etwa direkt nach dem Zweiten Weltkrieg, sagt Ruhl.

In den 1950er-Jahren habe ein lang andauernder wirtschaftlicher Aufschwung eingesetzt, bis Ende der 1980er-Jahre sei „Es wird immer besser“ das Lebensgefühl der Deutschen gewesen. Während des Booms der Finanzwirtschaft in den 1990er-Jahren richtete sich dann der Fokus dem Familienberater zufolge immer stärker aufs Materielle. Da schien noch Luft nach oben.

Weniger Chancen auf einen sozialen Aufstieg

Der Wind hat sich gedreht. Nach einem moderaten Einbruch im Zuge der Finanzkrise haben sich Wirtschaft und Arbeitsmarkt in Deutschland zwar stabilisiert – vor allem im Vergleich zu unseren europäischen Nachbarn. Rosig sind die Aussichten für Heranwachsende deshalb keineswegs. Nachdem Eltern zum Beispiel lange Zeit alles investierten, um ihren Kindern einen sozialen Aufstieg zu ermöglichen, ist das heutzutage deutlich schwerer zu schaffen – trotz guter Konjunktur.

Armut verfestigt sich

So ergab eine Untersuchung des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung im vergangenen Jahr: Arme bleiben immer häufiger dauerhaft arm. Zwischen 1991 und 1995 gelang es demnach rund 58 Prozent der Armen in Deutschland, in eine höhere Einkommensgruppe aufzusteigen, von 2009 bis 2013 hingegen nur noch 50 Prozent.

Hingegen bleiben immer mehr Reiche dauerhaft reich. Laut WSI hielten sich von 1991 bis 1995 rund 50 Prozent der sehr Reichen in der obersten Einkommensklasse. Zwischen 2009 und 2013 konnten sich fast 60 Prozent dort behaupten.

Familien laufen Gefahr, abgehängt zu werden

„Die Situation dieser beiden Gruppen macht deutlich, dass in unserem Land wesentliche Teile der Bevölkerung damit konfrontiert sind, dauerhaft abgehängt zu werden“, kommentierte WSI-Verteilungsexpertin Dorothee Spannagel die Analyse. Neben weiteren Reformen im Bildungssystem müsse die Politik zum Beispiel mit gezielter Frühförderung von Kindern aus sozial benachteiligten Familien gegensteuern, forderte WSI-Direktorin Anke Hassel.

Kinder sind arm, wenn ihre Eltern arm sind

Aktuelle Zahlen der Stiftung zur Kinderarmut in Deutschland zeigen kein erfreulicheres Bild. Danach wuchsen trotz guter Wirtschaftslage 2015 bundesweit 14,7 Prozent der Kinder unter 18 Jahren – mehr als 1.930.000 – in Familien auf, die Hartz IV beziehen. Betroffen sind besonders Kinder mit nur einem Elternteil oder zwei und mehr Geschwistern.

Väter sehen sich als Familienernährer

Kein Wunder also, wenn sich in Familien, die Grundsicherungsleistungen erhalten, die Frage „Wie kann ich für den Nachwuchs vorsorgen?“ entsprechend selten stellt. Dort geht es in erster Linie um die Sicherung der gegenwärtigen Existenz. Gerade in sozial schwächeren Schichten sähen sich die Väter in der klassischen Rolle des Familienernährers, sagt Ruhl, der auch als leitender Redakteur des Portals „Väterzeit“ tätig ist. Sie identifizierten sich als Allein- oder Hauptverdiener vor allem durch ihre Erwerbsarbeit.

Auf einen – befürchteten oder realen – Verlust ihres Jobs reagierten diese Papas häufig mit Depressionen, Gewalt oder schlicht Resignation. Viele machten Zuwanderer und Flüchtlinge als direkte Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt verantwortlich für die eigene desolate Lage.

Alltagssorgen verdrängen Gedanken an Vorsorge

Die Mütter in diesen Familien – oft ohne eigene Anstellung oder in einem Minijob tätig – kümmern sich Ruhl zufolge derweil weiter um die Dinge des Alltags und teilen die Sicht des Ehemannes auf das Leben. Die Belastung durch Alltagssorgen verdrängt häufig den Gedanken an die Zukunft ihrer Kinder.

Keine gleichen Chancen auf Bildung und Einkommen

Für den Nachwuchs von auf Hartz IV angewiesene Eltern sei etwa das Reisen und das Studieren im Ausland – für andere junge Menschen oft Standard – keine Option, sagt Ruhl. Eine Analyse des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) bestätigt, dass Einkommen und Bildung in Deutschland weiterhin vom Elternhaus abhängen.

Die Grundaussage der Studie lautet: Verdienen die Eltern wenig und verfügen sie über einen niedrigen Bildungsstand, dann trifft dies mit hoher Wahrscheinlichkeit auch auf die Kinder zu. 40 Prozent der Ungleichheit im Arbeitseinkommen in Deutschland ließen sich durch den Familienhintergrund erklären, heißt es in dem DIW-Bericht. Beim Bildungserfolg liegt der Herkunftseinfluss gemäß den Wirtschaftsforschern sogar bei mehr als 50 Prozent.

Studium bietet keine Wohlstandsgarantie

Eng kann es selbst für Familien aus der Mittelschicht werden. Deren größtes Kapital sei bisher eine gute Bildung gewesen, sagt Ruhl. Darauf allein könnten Eltern derzeit nicht mehr setzen. Ein Studium bietet zum Beispiel keine 100-prozentige Sicherheit auf späteres Wohlergehen.

Zwar liegt dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung zufolge die Arbeitslosenquote unter Akademikern mit 2,5 Prozent auf sehr niedrigem Niveau. Nur bedeutet das nicht, dass auf jeden Universitätsabsolventen eine gutdotierte Festanstellung wartet. Nicht wenige schlagen sich mit schlecht bezahlten Hospitanzen und Gelegenheitsjobs durch.

Der Universitätsbesuch ist offenbar keine Garantie für eine strahlende Zukunft. „Wir bilden immer mehr Akademiker aus, deren vorwiegend theoretische Kompetenz wir auf dem Arbeitsmarkt nicht in gleichem Umfang brauchen“, zitiert die „Wirtschaftswoche“ etwa Volker Fasbender, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung hessischer Unternehmerverbände (VhU).

Reiche fürchten Ende der „fetten Jahre“

Doch was veranlasst sogar betuchte Eltern, sich um das Fortkommen ihrer Kinder zu sorgen? Heutige Eltern seien eben noch mit dem oben beschriebenen gefühlten Versprechen, „alles werde immer besser und mehr“, groß geworden, sagt Ruhl. Dieses bekomme durch einen drohenden Abstieg der Kinder sowie ein Gefühl des eigenen Zukurzkommens möglicherweise Brüche. Dabei müsse der gefühlte Niedergang nichts mit der Realität zu tun haben.

Eltern setzen Vertrauen in den Nachwuchs

Klar ist: Die veränderte Situation verlangt ein generelles Umdenken. Früher war etwa das Thema „Erben und Vererben“, das Ansammeln und Weitergeben materieller Werte an die Kinder, für viele Familien von großer Bedeutung – selbst wenn man sich dazu stark einschränken musste.

Gegenwärtig strebten Eltern eher danach, ihrem Nachwuchs eine persönliche Grundlage und nachhaltige Werte zu vermitteln, etwa Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein, sagt Ruhl. Das hieße auch: Vertrauen in die eigene Kraft. Im Elternhaus, in Kitas und Schulen erlebten Kinder, dass sie wertvoll seien und an Entscheidungen beteiligt würden – vom Abendessen über den Urlaub bis hin zur Auswahl ihrer Schule. 

Mehr Zeit statt Sparvertrag

Ein „mehr“ für ihre Kinder haben Eltern im Jahr 2017 allerdings verstärkt im Blick: „Mehr Fürsorge“ steht sicher häufiger auf ihrer Agenda als „mehr Vorsorge“. Zeit mit dem Nachwuchs zu verbringen, ist Müttern und Vätern Ruhl zufolge jetzt sehr viel wichtiger als vor 20 Jahren. Künftig würden Eltern ihren Kindern zwar wahrscheinlich mehr Mobilität, sprich Umzüge zumuten müssen. In seiner Praxis als Familienberater erlebe er jedoch nicht, dass Eltern ihren Töchtern oder Söhnen nicht zutrauten, ihr Leben zu meistern, sagt der Familienberater. 

Zumindest an weiterführenden und Gesamtschulen seien enorme Möglichkeiten vorhanden, an denen Kinder und Jugendliche teilhaben könnten. Zudem verfügten diese über Fertigkeiten, von denen ihre Eltern in deren Jugend kaum zu träumen gewagt hätten, zum Beispiel eine ausgeprägte Selbstorganisation. Sie werden diese Fähigkeiten und eine starke Persönlichkeit künftig vielleicht mehr benötigen als einen Bausparvertrag.

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Auf Schneeschuhen rund um den Feldberg

Auf Schneeschuhen rund um den Feldberg

Los geht’s“, ruft die Schneeschuhführerin Gudrun Schmid einer kleinen Gruppe zu, die vor dem „Haus der Natur“ auf den Beginn ihrer Tour durch das Naturschutzgebiet des Feldbergs wartet. Die Teilnehmer schlängeln sich durch die Menschenmenge, denn viele Leute sind an diesem sonnigen Wintertag auf den Feldberg gekommen, um Ski, Snowboard oder Schlitten zu fahren. Der teils noch weiße, teils schon braune, platt gefahrene Schnee steht in Kontrast zu den bunten Skijacken der Besucher und den knallroten Abgrenzungen der Pisten. Arbeiter steuern Schneepflüge, nichts scheint stillzustehen, jeder ist in Bewegung, und zusätzlich zu dem Durcheinander ist laute Musik zu hören.

Sportliche Friseurmeisterin

„Für uns bedeutet Naturschutz nicht ,Mensch raus‘, er gehört dazu“, erklärt Gudrun Schmid gleich zu Beginn. Seit acht Jahren führt sie für das „Haus der Natur“ freiberuflich Gruppen. Die gebürtige Schwarzwälderin war schon an vielen Orten der Welt zu Hause. So lebte sie in Frankreich, Italien, der Schweiz, doch schlussendlich zog es sie in ihre Heimat, wo sie nun mit viel Elan Besucher durch die Landschaft der subalpinen Region führt. Die ausgebildete Friseurmeisterin war schon immer sportlich. Als sie anfing, Nordic-Walking-Führungen zu übernehmen, stärkte das ihr Interesse für die Natur. Sie ließ sich schulen und eignete sich viel Wissen an. Wie oft sie ihre Runden dreht, hängt von der Nachfrage und Schneelage ab. „In manchen Saisons gibt es viel zu tun, so dass ich jede Woche bis zu viermal losgehe. In anderen dagegen packe ich über den ganzen Winter verteilt nur viermal meine Schneeschuhe aus. Die Natur ist ein Platz zum Auftanken. Dies möchte ich den Leuten klarmachen.“

Erfasst von Lawinen

Nachdem Gudrun Schmid die Gruppe über die Skipisten und Loipen geführt hat, durchqueren sie die erste Baumreihe, um in das Naturschutzgebiet zu gelangen. Die Landschaft wirkt unberührt. Von dem vorhergehenden „Ballermann-Charakter“, wie Gudrun Schmid es beschreibt, ist nichts zu spüren. Nur die gedämpften Geräusche von den Pisten und knirschende Schritte unterbrechen die Ruhe. „Der Übergang zwischen Touristen- und Naturschutzgebiet ist buchstäblich eine Gratwanderung, nur wenige Schritte trennen die beiden Zonen voneinander“, sagt sie.

Das im Februar 1937 entstandene Naturschutzgebiet des Feldbergs ist eines der ältesten in ganz Deutschland. Die Ausschilderung der Wege soll verhindern, dass Menschen zu tief in das Naturschutzgebiet eindringen und dabei einen Schaden anrichten, dessen sie sich nicht bewusst sind, oder sich selbst in Gefahr bringen. Denn in der Schutzzone des Feldbergs gibt es Wechten: eine oberhalb des von Tannen umgebenen, kreisrunden Feldsees, eine zweite beim Gipfel des Herzogenhorns. Wechten sind stark verdichtete Schneeablagerungen, die wie ein Plateau vom steilen Ende eines Bergkamms abstehen. Sie entstehen, wenn starke Winde den Schnee abtragen. Brechen diese Wechten ab, werden Lawinen ausgelöst. Der letzte Unfall, der zwei Todesopfer forderte, geschah im Jahre 2015, als zwei Wintersportler abseits der ausgeschilderten Wege von einer heranrollenden Lawine erfasst wurden.

Tiere leiden unter Getümmel und Lärm

Förster Achim Schlosser überwacht seit fünf Jahren das Schutzgebiet. Er kümmert sich darum, dass die Touristen sich nicht in den geschützten Zonen aufhalten. „Im Sommer steht bei meiner Arbeit der Schutz der Pflanzen im Vordergrund, während ich mich im Winter um den Schutz der Tiere kümmere“, erklärt er.

Hauptsächlich leiden die Tiere an dem ständigen Getümmel und Lärm. Hasen und Rehe verstecken sich tagsüber im Wald und begeben sich bevorzugt nachts auf Futtersuche. Neben den Fichten sieht man in den höheren Lagen oft die sogenannten Krüppelbuchen. Wie der Name vermuten lässt, haben sie eine ungewöhnliche Form. Dadurch, dass sie die Last des Schnees tragen müssen, haben sie mehrere breitgefächerte Stämme sowie gestreute Wurzeln, um nicht unter der Schneelast zusammenzubrechen. Ein anderer Grund für ihren Namen sind die vielen unterschiedlichen Tierverbisse, die überall und auf jeder Höhe des Baums verteilt sind. Sie weisen darauf hin, dass der Schneefall im Winter so stark sein kann, dass sogar Hasen an den höchsten Zweigen knabbern.

Die vielen Besucher sind wichtig

Das Anliegen des „Hauses der Natur“ ist es, trotz der Pisten den Tieren noch ruhige Plätze und Rückzugsorte zu bieten. Am wichtigsten ist dies für den bedrohten Auerhahn, der im Winter besonderen Schutz benötigt. Denn wenn er mehrfach aufgescheucht wird und flüchten muss, gibt es für ihn keine Chance, den starken Energieverbrauch wettzumachen und den kalten Winter in den Bäumen des Feldbergs zu überstehen. Der Auerhahn ist ein archaisches Tier, er lernt nicht, dass der Mensch für ihn keine große Gefahr darstellt, und gerät deshalb in Stress, wenn ein ungebetener Gast in seinem Revier auftaucht.

Dass jeden Winter mehr als eine Million Besucher den Feldberg aufsuchen, ist für die Einheimischen von großer Bedeutung, denn sonst wäre es für sie unmöglich, sich in dieser Region ein Leben aufzubauen. Auch deshalb will das „Haus der Natur“ die Verbindung zwischen Mensch und Natur stärken. So sind bestimmte Zonen betretbar oder komplett verboten. Als Orientierung dienen Pfähle oder Pfeile, die einer Route folgen oder bei starkem Nebel oder Schneefall den Weg zurück zum Ausgangspunkt weisen.

Zum Greifen nah

Inzwischen ist die Gruppe auf fast 1500 Höhenmeter gestiegen und auf dem Gipfel angekommen. Die Sicht erstreckt sich ungetrübt bis über die französischen Alpen und die Vogesen. Die vereinzelten Wolken scheinen zum Greifen nah. Die Menschen auf den Pisten sind zu kleinen Punkten geschrumpft. Schweigend genießt die Gruppe den schneeverhangenen Südschwarzwald.

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Unterschiede unter Ländern: Chancen auf Ausbildungsplatz steigen


Im Verlauf der vergangenen zehn Jahre verbessern sich die Chancen Jugendlicher auf einen Ausbildungsplatz erheblich. Das zeigt eine neue Studie der Bertelsmann Stiftung. Doch die Aussichten sind stark abhängig von Wohnort und Bildungsstand der Bewerber.

Die Chancen für junge Menschen auf einen Ausbildungsplatz haben sich im Bundesschnitt verbessert. Das ist einer der Befunde des „Ländermonitors berufliche Bildung“ der Bertelsmann Stiftung. Im Jahr 2016 kamen auf 100 Bewerber 94 Ausbildungsplätze. 2007 stand rechnerisch nur für 85 Prozent der Interessenten eine Lehrstelle bereit. Paradox: Die verbesserten Chancen gehen mit einem Rückgang der Anzahl der Ausbildungsplätze einher. Zugleich ging jedoch die Zahl der Bewerber um fast das Doppelte zurück.

Beim Blick auf die Zahlen in den Ländern zeigt sich: Die Aussichten für Jugendliche unterscheiden sich je nach Region erheblich. Während es in einigen Bundesländern ein Überangebot an Ausbildungsplätzen gibt, gehen in anderen Gegenden junge Menschen rechnerisch leer aus. Zu den Bundesländern, in denen es mehr Stellen als Bewerber gibt, gehören neben Bayern mit Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen auch drei ostdeutsche Länder. Die schlechtesten Perspektiven haben Jugendliche in Schleswig-Holstein.

Probleme gibt es immer noch beim sogenannten Matching, also dem Zusammenfinden von Bewerber und Betrieb. Acht Prozent aller Ausbildungsstellen blieb 2016 unbesetzt, 13,4 Prozent der Ausbildungssuchenden fanden keinen passenden Betrieb. Gründe sind geographische Hürden, aber auch die mangelnde Attraktivität einzelner Berufe. Für Hotel- und Gaststättengewerbe fällt es den Studienmachern zufolge besonders schwer, Auszubildende zu begeistern.

Weitere Ergebnisse der Untersuchung: Auch wenn sich die Situation insgesamt verbessert hat, profitieren Hauptschüler kaum davon. 2015 fanden lediglich 49 Prozent der Hauptschulabsolventen eine Ausbildungsstelle. Und: Nicht-deutsche Jugendliche haben besonders schlechte Karten. Die Unterschiede zu deutschen Bewerbern ist laut Bertelsmann Stiftung in Schleswig-Holstein, Sachsen und Bayern besonders groß. Die Wissenschaftler heben hervor: Die im Zuge der Flüchtlingskrise ab 2015 nach Deutschland gekommenen Jugendlichen sind hierbei noch nicht enthalten.

Jörg Dräger, Vorstand der Bertelsmann Stiftung, verknüpft mit der Veröffentlichung der Studie die Forderung, Betriebe sollten neue Wege der Bewerberansprache einschlagen, sich neuen Zielgruppen öffnen und in unattraktiven Berufen die Rahmenbedingungen verbessern. Zudem sei eine größere Unterstützung gerade kleinerer Betriebe nötig. Zudem fordert die Bertelsmann Stiftung eine staatliche Ausbildungsgarantie, um allen Jugendlichen eine Chance zu eröffnen.



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Ferien im American-Football-Camp

Stuttgart-SillenbuchFerien im American-Football-Camp

In den Faschingsferien können Jugendliche auf  dem Gelände des SV Sillenbuch  American Football trainieren. Foto: Sonja Reith

Sillenbuch – Arme wie Baumstämme. Das ist nicht das Einzige, was Corey Chapman und Jermaine Guynn eint. Die zwei Männer kennen sich seit der Highschool im US-amerikanischen Indianapolis. Dort und später auch auf dem College haben sie zusammen die Schulbank gedrückt – und trainiert. Eishockey und Leichtathletik, in erster Linie aber American Football.

Seit einigen Jahren leben die Freunde in Stuttgart und spielen beide in ersten Ligen. Zwei Saisons haben sie bei den Stuttgart Scorpions in der Defense-Line gestanden. Chapman ist der Mannschaft auf der Waldau bis heute treu geblieben, Guynn ist mittlerweile bei den Swarco Raiders Tirol und pendelt zwischen dem Schwabenland und dem österreichischen Innsbruck.

Camp ist für Jugendliche zwischen 14 und 20 Jahren

Demnächst stehen die beiden US-Amerikaner wieder gemeinsam auf dem Feld, und zwar beim „American Football Elite Skills Camp“. Das richtet die Firma CFS Sports Performance auf dem Gelände des SV Sillenbuch aus. In den Faschingsferien (27. Februar bis 3. März) lernen hier Jugendliche zwischen 14 und 20 Jahren fünf Tage lang den amerikanischen Nationalsport kennen – und vor allem die Art und Weise, wie die Athleten in Übersee trainieren. Die Methoden unterscheiden sich laut Corey Chapman, dem Inhaber der Firma, nämlich wesentlich von der Herangehensweise der Deutschen. Vor allem mental nähere man sich in den US-Universitäten dem Sport anders. „Das ist dein Job. Nicht trainieren, geht nicht. Da geht es um viel Disziplin. Am College heißt es: Football first“, erklärt der 29-Jährige. Und sein zwei Jahre älterer Kollege fügt hinzu: „Im Mittelpunkt steht auch die Theorie, das Studieren des Gegners.“

Dies seien Gründe dafür, warum die Amerikaner in dieser Sportart die Nase vorn haben, erklären die Sportwissenschaftler. Ebenfalls ausschlaggebend: Die meisten Kinder fangen in den Staaten mit neun, zehn Jahren an. Und zwar mit vollem Körperkontakt, erklärt Jermaine Guynn. In deutschen Teams etwa sei dies erst von 15 Jahren an erlaubt. Sprich: Die Amerikaner haben viel mehr Erfahrung. Nicht zuletzt deswegen ist die Zahl der Amerikaner in europäischen Football-Teams streng reglementiert. „Es dürfen immer nur sechs Amis im Team spielen und zwei auf dem Feld stehen“, sagt Corey Chapman.

Bereits im vergangenen Jahr hat CFS ein solches Camp unterm Fernsehturm ausgerichtet, seinerzeit auf der Waldau bei der Germania Degerloch. In diesem Jahr geht es nach Sillenbuch, weil man dort, sollte das Wetter schlecht sein, in die Sporthalle ausweichen könne.

Was Corey Chapman betont: Bis auf einen Trainer sind alle aus den USA. Angekündigt werden Coaches der NFL, GFL und AFL. Während der zwei Trainingseinheiten pro Tag werden die Teilnehmer gefilmt, später werden die Videos analysiert. Zudem wollen die Profis in den Pausen von ihrem Werdegang erzählen. Ganz nebenbei können die Jugendlichen ihre Englisch-Kenntnisse aufbessern. Zwar sprechen etwa Corey Chapman und Jermaine Guynn mittlerweile sehr gut Deutsch, das Training werde aber nach Möglichkeit in ihrer Muttersprache abgehalten. Auch deshalb gelte: Zum Camp können zwar auch Neulinge stoßen, etwas Erfahrung im American Football ist jedoch von Vorteil.

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Zweifel an Demokratiekompetenz der Jugend

Es geht um Verantwortung der Generationen füreinander und um nichts weniger als unsere politische Zukunft: Wie steht es um das Vertrauen zwischen den Generationen in Deutschland, wenn es um grundlegende Werte wie den Erhalt der Demokratie geht? Das Deutsche Kinderhilfswerk hat für seinen Kinderreport 2017 nachgefragt.

Die Ergebnisse liegen vor, doch deren Interpretation ist offen. Zwei Drittel der Erwachsenen hegen keine Zweifel, dass die junge Generation später Verantwortung für die Demokratie übernimmt. Einem Drittel fehlt bei dieser Frage das Vertrauen in Kinder und Jugendliche. Bei der Interpretation dieser Zahlen gehen die Meinungen auseinander. Die Gründe für das Misstrauen geben Rätsel auf.

Erwachsene in der Pflicht

Thomas Krüger, Präsident des Kinderhilfswerks, nennt das Umfrageergebnis „besorgniserregend“. „Eine Gesellschaft kann kippen, wenn mehr als 25 Prozent der Menschen den Glauben an etwas verlieren“, sagt er. Auch sei es die Aufgabe der jetzigen Erwachsenengeneration, die Jugend auf die Verteidigung demokratischer Werte vorzubereiten. Wenn sie Zweifel an der nächsten Generation hege, werde es schwierig.

„Alarmsignal“: „Rechtspopulisten sind auf dem Vormarsch“

Die Vizepräsidentin des Bundestags, Petra Pau (Linke), wertet das Ergebnis als „Alarmsignal“: „Rechtspopulisten sind auf dem Vormarsch. Das birgt Gefahren für die Demokratie.“

Widersprüchliche Interpretationen

Jugendforscher Klaus Hurrelmann sieht Vertrauenswerte bei zwei Dritteln der Erwachsenen mit Blick auf den Demokratieerhalt dagegen als Vertrauensbeweis. „Es ist überraschend, dass dieser Wert so hoch ist. Ich hätte ihn positiv interpretiert“, sagt er. Denn die Vorurteile der älteren Generation seien sonst enorm. Es gebe in Deutschland viele Zweifel, ob die junge Generation das Erbe der bestehenden Gesellschaft fortsetze.

Das sagt die Studie aus

Die Umfrage belegt, dass die jüngeren Erwachsenen zwischen 18 und 44 Jahren die größten Zweifel an der späteren Demokratiefähigkeit der Jugend haben. Insgesamt haben AfD- und Linken-Sympathisanten mit Abstand das geringste Vertrauen. Geringverdiener zweifeln mehr als Gutsituierte. Weitgehende Einigkeit herrscht dagegen bei der Frage, wer bei der Demokratieerziehung die Hauptverantwortung hat. 90 Prozent sehen sie bei den Eltern, 65 Prozent bei Kita und Schule, ein gutes Zehntel bei Sportvereinen und politischen Parteien.

Nach den Gründen für das Misstrauen gegenüber der Jugend will das Kinderhilfswerk erst beim nächsten Report fragen. Bis dahin kann Präsident Krüger nur spekulieren. Er überrascht mit einer These: Vielleicht liege es gar nicht an der Jugend, sondern an den Erwachsenen, sagt er.
Ein Monitor für Sachsen-Anhalt zeige zum Beispiel, dass Kinder und Jugendliche die größten Abwehrkräfte gegen Rechtsextremismus hätten. Denn viele wüchsen bereits in Schule und Nachbarschaft in einer heterogenen Gesellschaft auf.

Nicht die Kinder sind das Problem

Die Problemgruppe mit Blick auf die Anfälligkeit für rechtsextreme Positionen seien beim Monitor vielmehr die berufstätigen Erwachsenen. Vielleicht projizierten sie ihre eigenen Zweifel an der Demokratie auf ihre Kinder, mutmaßt Krüger.

Kinder wurden gar nicht gefragt

Die Jugend selbst ist für den Kinderreport 2017 nicht nach ihrer Sicht auf die Verteidigung demokratischer Werte gefragt worden. Eine einleuchtende Erklärung dafür hatten die Macher nicht.

Entfremdung von Institutionen macht sich breit

Die Shell-Jugendstudien zeigten, dass die Einstellungen zur Demokratie als Staatsform bei jungen Leuten wachse, berichtet Jugendforscher Hurrelmann. Was sinke, sei dagegen das Vertrauen in Strukturen wie Parlamente und Parteien. „Es ist kein Misstrauen. Aber auch kein Vertrauen, eher eine Art Entfremdung“, ergänzt er.

Der Trump-Effekt wirkt

Junge Leute seien ein ungeduldiges Publikum. In ihren Familien und digitalen Welten seien sie es gewohnt, Dinge schnell beeinflussen zu können. „Langwierige Prozesse wie in einer Demokratie leuchten ihnen nicht ein.“ Allerdings zeige sich gerade eine Art Trump-Effekt. Der Regierungsstil des US-Präsidenten schrecke viele junge Leute ab – und könne vielleicht sogar als positives Mittel gegen die schleichende Politikverdrossenheit der Jugend wirken.

Politische Bildung stärken

An Demokratieakzeptanz und Engagement mangele es Kindern und Jugendlichen nicht, betont auch Thomas Krüger. Bei den Befragungen für den Kinderreport wünschten sich fast alle noch mehr Mitbestimmung in der Familie und in der Schule. „Es geht darum, den Fächerkanon Politik, Geschichte und Sozialkunde hochzuhalten. Er spielt an Haupt-, Real- und Berufsschulen eine verschwindend geringe Rolle“, sagte Krüger. Politische Bildung müsse auch Thema in Kitas und Grundschulen werden.

Einigkeit zwischen den Generationen herrscht im Kinderreport beim Thema Kinderarmut. Die befragten Zehn- bis 17-Jährigen finden, dass viele Eltern zu wenig verdienen, sich Politiker zu wenig um das Thema kümmern und alleinerziehende Eltern zu wenig unterstützt werden. Die Erwachsenen kritisieren zusätzlich, dass sich Armut fortsetzt, weil betroffene Kinder weniger Chancen auf einen gutes Bildungsabschluss haben.

So lief die Befragung ab

Für den Kinderreport befragte das Meinungsforschungsinstitut infratest dimap zwischen dem 1. und 8. Dezember 2016 repräsentativ 623 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 10 und 17 Jahren online. 1080 Erwachsene aus der deutschsprachigen Bevölkerung wurden per Telefon interviewt. Die Fragen an Erwachsene lauteten unter anderem:

  • Trauen Sie der heutigen Generation der Kinder und Jugendlichen in Deutschland zu, als Erwachsene Verantwortung für denErhalt unserer Demokratie zu übernehmen?
  • Wer trägt Ihrer Ansicht nach hauptsächlich die Verantwortung dafür, bei Kindern und Jugendlichen demokratische Überzeugungen und Fähigkeiten zu fördern?
  • Auf Basis aktueller Studien kommen Kinderhilfsorganisationen zu der Erkenntnis, dass es in Deutschland viele Kinder gibt, die von Armut betroffen sind. Was sind Ihrer Meinung nach die Ursachen für Kinderarmut in Deutschland?

Kinder und Jugendliche wurden nicht zu ihrer Demokratiekompetenz befragt. Alle anderen Fragen waren inhaltlich gleich, nur einfacher formuliert.

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Gehirnwäsche im IS-Gebiet: Auch Frauen und Kinder unter Gefährdern


Sie gelten als besonders gefährliche Islamisten: Den Gefährdern trauen die Sicherheitsbehörden schwerste Straftaten zu. Die meisten von ihnen sind Männer. Doch der Verfassungsschutz warnt: Auch einige Frauen, Jugendliche und Kinder sind Teil der Bedrohung.

Die Sicherheitsbehörden in Deutschland stufen mehrere Dutzend Frauen und Jugendliche als islamistische Gefährder ein – und trauen ihnen damit potenziell einen Terrorakt zu. Aktuell gibt es mehr als 720 islamistische Gefährder in Deutschland. Die Zahl ist so hoch wie nie zuvor. Überwiegend handelt es sich um Männer. Seit einiger Zeit aber rücken zunehmend Frauen und Jugendliche aus der Islamisten-Szene ins Blickfeld von Polizei und Geheimdiensten. Aus Sicherheitskreisen verlautete, dass es einen niedrigen einstelligen Prozentanteil an Frauen und Minderjährigen unter den Gefährdern in Deutschland gebe.

Verfassungsschutzchef Hans-Georg Maaßen hatte zuletzt eindringlich vor einer Gefahr durch islamistische Frauen und Kinder gewarnt – insbesondere durch jene, die aus früheren Kampfgebieten der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zurückkehren. Anfang Dezember hatte er gemahnt, es gebe Kinder und Jugendliche, die in „Schulen“ im IS-Gebiet eine Gehirnwäsche durchlaufen hätten und in starkem Maße radikalisiert seien. Bei ihrer Rückkehr stellten sie ein Problem dar, weil sie mitunter gefährlich seien. Auch heimkehrende Frauen von IS-Kämpfern seien zum Teil eine Bedrohung. „Frauen, die in den vergangenen Jahren in IS-Gebieten gelebt haben, sind oftmals derart radikalisiert und identifizieren sich so mit der IS-Ideologie, dass man sie mit Fug und Recht auch als Dschihadistinnen bezeichnen kann.“

„Bloß um den Haushalt gekümmert“

So gingen drei islamistische Terrorattacken in Deutschland im vergangenen Jahr auf das Konto von Minderjährigen: die Messerattacke einer 15-Jährigen auf einen Bundespolizisten am Hauptbahnhof Hannover, der Bombenanschlag von zwei Jugendlichen auf ein Gebetshaus der Sikhs in Essen und der Axt-Angriff eines 17-Jährigen in einer Regionalbahn bei Würzburg. Hinzu kam ein Anschlagsversuch auf den Ludwigshafener Weihnachtsmarkt – geplant von einem Zwölfjährigen. Außerdem sitzen im ehemaligen IS-Gebiet im Irak einige Frauen auch aus Deutschland im Gefängnis, darunter Minderjährige, die sich dem IS angeschlossen hatten und sich nun um eine Rückkehr nach Deutschland bemühen. Unter ihnen ist die inzwischen 17-jährige Linda W. aus dem sächsischen Pulsnitz.

Den Sicherheitsbehörden bereitet das Sorgen. Ein Problem ist auch, dass die Justiz sich schwer tut, IS-Anhängerinnen zu belangen, etwa weil diese beteuern, sie hätten sich bloß um Haushalt und Kinder von IS-Kämpfern gekümmert, aber nichts mit Kampfhandlungen oder terroristischen Akten zu tun gehabt.

Die Bundesanwaltschaft hat nun angekündigt, auch hart gegen zurückkehrende Frauen aus IS-Gebieten vorzugehen, selbst wenn sie nicht für die Terrormiliz gekämpft haben. „Wir sind der Meinung, dass sich auch bei diesen Frauen die Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Organisation bejahen lässt“, sagte Generalbundesanwalt Peter Frank zuletzt der „Süddeutschen Zeitung“ sowie den Sendern NDR und SWR. Demnach soll es laut Bundesanwaltschaft bereits eine terroristische Straftat sein, wenn jemand zum „Staatsvolk“ des IS gehört habe.

In den vergangenen Jahren sind mehr als 950 Islamisten aus Deutschland Richtung Syrien und Irak ausgereist, um sich dort dem IS anzuschließen. Etwa 20 Prozent waren weiblich. Einige der Ausgereisten sind in den Kampfgebieten ums Leben gekommen. Ein Drittel ist wieder nach Deutschland zurückgekehrt.



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Ein Künstler und sein Creative Farming

Ein Künstler und sein Creative Farming

Wenn man einen Fuß auf die drei Jahre alte Straußenfarm setzt, weht einem Landluft in die Nase. Am Eingang des Hofs stehen Steinskulpturen. Neben dem Schotterweg, der vorbei an der uralten Klostermühle hinunter zur Farm führt, wiegt sich eine vier Meter hohe Pappel. Das Gelände erstreckt sich neben dem Natur- und Wasserschutzgebiet zwischen Wiesen, Bachläufen und dem ehemaligen Augustiner-Kloster in Springiersbach. Christoph Engels, der Besitzer der Farm, hat aus dem jahrelang brachliegendem Gelände eine idyllische Landschaft gezaubert. Mit seiner Idee des Creative Farming möchte der gelernte Kfz-Mechaniker aus Kröv an der Mosel den Menschen die Landwirtschaft näherbringen. Zuerst wollte Engels Rinder halten, hält jetzt aber Strauße. Ein Freund hatte ihm dazu geraten, da es profitabler sei. So züchtet er die aus dem südlichen Afrika kommenden Blauhals-Strauße oder Zimbawe Blue.

Angst habe ich keine, aber laufen kann ich

Junge wie alte Menschen kommen hierher, um die neugierigen Fluchttiere zu betrachten. Die mehr als zwei Meter großen Strauße sind flink, frech und recken ihren langen Hals gerne mal über den Geländezaun. Sie sind zwar leicht zu überlisten, aber nicht dumm, denn sie wissen sich zu wehren. Wenn Strauße Gefahr wittern, laufen sie im Regelfall schnell davon, nach dem Motto: „Angst hab ich keine, aber laufen kann ich“. Sie können sich jedoch gut mit den Füßen durch kräftige Tritte verteidigen. Mit ihrem Schnabel schnappen sie überraschend zu. So landet nicht selten ein Hut oder eine Mütze der Besucher hinter dem Zaun. Unkundige Besucher, besonders Kinder, sind über das Verhalten der Tiere häufig erstaunt und verhalten sich zurückhaltend.

Mittelgebirge zwischen Koblenz und Trier

Zum Beginn der Paarungszeit verhält sich das Straußenmännchen wie viele Artgenossen der Gattung Laufvögel. So führt der Straußenhahn häufig vor der Straußenhenne einen Balztanz vor. Dieses Balzverhalten ist ein Signal während der Paarungszeit. Wie Tänzer staksen die Strauße umher, putzen ihr Gefieder oder jagen sich gegenseitig über das Gelände. Die Mindestanforderung an Platz nach den Vorschriften für Tierschutz des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft reicht laut Engels für den Auslauf der Strauße gar nicht aus, weshalb sie bei ihm bis zu viermal mehr Platz genießen. Das Mittelgebirge zwischen Koblenz und Trier sei optimal für die Straußenzucht geeignet. Selbst der Winter in Deutschland mache dem afrikanischen Strauß nichts aus; ganz im Gegenteil. Falls es ihnen draußen trotzdem einmal zu kalt ist, haben sie ausreichend Platz in einer der vielen Stallungen.

Sie wachsen drei Zentimeter am Tag

Vor Ort leben zehn Zuchttiere, 20 Jungtiere sowie zehn Küken. Alle zwei Tage legen adulte Hennen, die 2,40 Meter groß sind und ein Gewicht von 120 bis 130 Kilogramm aufweisen, ein Ei. Die niedlichen Küken wachsen stolze ein bis drei Zentimeter am Tag. Sie gehören somit zu einer der am schnellsten wachsenden Tierarten überhaupt. Auch mit der Laufgeschwindigkeit der Strauße können nicht viele Tiere mithalten. Sie liegt bei 50 bis 60 Kilometern in der Stunde und kann bis zu 30 Minuten eingehalten werden. Christoph Engels weiß bestens Bescheid über das Wohlbefinden seiner Strauße, denn seit neuestem ist er nicht nur Jongleur und Komödiant, sondern auch geprüfter Landwirt. Sein Spezialgebiet fokussiert er mittlerweile auf die Kükenzucht.

Tanz in Berlin und Zirkus in Budapest

Mit seinen Auftritten und Shows begeistert er die Menschen auf eine besondere Art. Da er durch seine Reisen viel Wissen mitbringt, gibt es immer etwas Neues zu sehen. Bevor der Künstler mit den rot gefärbten Haaren sich seiner Leidenschaft für Landwirtschaft widmete, beendete er eine Tanzausbildung in Berlin, die Theaterschule in der Schweiz und die Zirkusschule in Budapest. Der Familienvater ist viel in Europa unterwegs und verbindet mit seinem Creative Farming all seine Träume. In Bengel hat Christoph Engels seinen Platz gefunden. Das Gelände rund um die Klostermühle ist mit seinem Biergarten und dem Hofladen ein beliebter Fleck in Rheinland-Pfalz geworden. Jedes Jahr veranstaltet der Künstler traditionell das Moseljonglierfestival, wo Profi-Artisten aus aller Welt auftreten.

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Ist es zu trocken, lassen sie es im Zürcher Regenwaldzoo regnen

Ist es zu trocken, lassen sie es im Zürcher Regenwaldzoo regnen

Gemächlich setzt das 40 Zentimeter lange Tier einen Fuß vor den anderen. Seine grünen, blauen und roten Schuppen ziehen sich über den Körper. Je nachdem, was für Emotionen es empfindet, ändern sich die Farben. Ein Mitarbeiter hält eine Heuschrecke in die Luft. In Nullkommanichts hat das Reptil seine Zunge ausgeschossen, die Heuschrecke gepackt und im Maul versenkt. „Jedes dieser Pantherchamäleons ist ein Individuum“, schwärmt Francesco Biondi. Die Zunge könne so lang werden wie der Körper und es sei fähig, seine Augen unabhängig voneinander zu bewegen. Biondi ist Tierpfleger und Landschaftsgärtner des Zürcher Zoos. Seit eineinhalb Jahren arbeitet er in der Masoala-Halle.

Zuerst war Biondi 14 Jahre Landschaftsgärtner in Basel. „Ich habe Volontariate in verschiedenen Zoos gemacht, um herauszufinden, ob Tierpfleger auch etwas für mich wäre. Dann wurde eine Stelle im Zürcher Zoo frei.“ Er bewarb sich. Der rund ein Hektar große Masoala-Regenwald wurde 2003 eröffnet. Die Temperatur in der Halle liegt zwischen 20 und 30 Grad Celsius, mit einer Luftfeuchtigkeit von 80 Prozent. Beheizt wird sie zum größten Teil mit Erdsonden, die über eine Wärmepumpe die Wärme aus dem Boden beziehen, und einer Holzschnitzelheizung.

Die Froschfarbe erinnert an Tomaten

Mehr als 50 Wirbeltierarten leben dort. Davon fünf verschiedene Säugetierarten. So wie der Rote Vari, ein Lemur mit rötlichem Fell. Man findet Reptilien wie Pantherchamäleons, Schildkröten, Geckos, Schildechsen und Schlangen. Letztere aber nur hinter Glas im Informationszentrum. Speziell sind außerdem die 23 Vogelarten, die hier angesiedelt wurden. Eine davon ist die Afrikanische Zwergglanzente, sie ist die kleinste Ente Afrikas. Überdies kommen Amphibien vor, wie etwa die Tomatenfrösche, die bis zu 10,5 Zentimeter lang werden. Wegen ihrer orange- rötlichen Haut erinnern sie einen an eine Tomate. Auch wird die Halle von Insekten, Spinnen und fünf verschiedenen Fischarten bewohnt. Zum Beispiel leben der Rotschwanz-Ährenfisch oder der Menarambo-Buntbarsch hier. Das größte Tier, das man finden kann, ist die Aldabra-Riesenschildkröte. Ein Männchen kann bis zu 120 Zentimeter lang werden und wiegt bis zu 250 Kilogramm. Besucher können in der feuchten Halle die Tierarten in ihrem natürlichen Umfeld erleben. Ein Höhepunkt ist der Baumkronen-Weg mit seinen beiden 10 und 18 Meter hohen Türmen. Die Stahltürme sind von Lianen umschlungen. Hier wachsen 500 Pflanzenarten. Der Affenbrotbaum mit einer glatten, hellgrauen Rinde und einer Höhe von bis zu 35 Meter, die Knollenpflanze Titanenwurz oder der Kaschu-baum mit seinen Scheinfrüchten, den Kaschuäpfeln. In der Region Masoala in Madagaskar leistet der Zoo das größte Naturschutz-Engagement. Es werden Projekte zur Walderhaltung, Aufforstung, nachhaltigen Landwirtschaft, Wasserversorgung, Hygiene und zur Schulbildung der Kinder unterstützt. Jährlich steuert der Zürcher Zoo 125 000 Dollar zu den Betriebskosten des Masoala Nationalparks bei.

Man hört seinen Basler Dialekt

Francesco Biondis Tag beginnt um viertel nach sechs. Am Morgen werden die Tiere gefüttert. Die Pflanzen haben es nötig, regelmäßig geschnitten und nachgepflanzt zu werden. Es gibt eine kleine Baumschule. Der Wassergehalt in der Halle wird regelmäßig überprüft, ist er zu niedrig, programmiert man einen Regen. Auch gibt es noch ein Salzwasseraquarium. Wenn Biondi spricht, hört man seinen Basler Dialekt gut. Aufgewachsen ist der braungebrannte 36-Jährige in Laufental im Kanton Basel-Landschaft. „Im ersten Jahr bin ich noch zwischen Basel und Zürich gependelt, das wurde mir aber zu zeitaufwendig.“ Zurzeit wohnt er ganz in der Nähe am Zürichberg. Sein Vater ist Elektriker, seine Mutter Hausfrau. „Wir hatten vier Katzen. Aber im Moment fehlt mir leider die Zeit für ein Haustier.“ Der leidenschaftliche Fischer und Segler sagt: „Ich bin häufig in der Natur unterwegs.“ Seine Freundin teilt diese Leidenschaft mit ihm. Sie selbst ist Phytotherapeutin.

Biondis dunkelbraune Locken sind zerzaust, auf der Stirn bilden sich Schweißperlen. Die Luftfeuchtigkeit macht auch dem Profi zu schaffen. Abends werden die nachtaktiven Mausmakis, eine Untergruppe der Lemuren, gefüttert. Alle Tiere verfügen über einen Chip, und einmal im Jahr wird überprüft, wie viele noch leben, ob es Jungtiere gegeben hat und wie es um ihren Zustand steht. Ein dunkelblauer Vogel mit drei Federn auf dem Kopf landet auf einem Ast und schaut kurz. Biondi steht an einem Bambustisch und erklärt, dass dies ein Madagaskar-Drongo ist. Er schaut dem schönen Tier zu, wie es davonfliegt.

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Polizei nimmt vier mutmaßliche Erpresser fest

StuttgartPolizei nimmt vier mutmaßliche Erpresser fest

Die Polizei hat in Stuttgart vier mutmaßliche Erpresser festgenommen (Symbolbild). Foto: dpa

Stuttgart – Polizisten haben am Donnerstagnachmittag drei Männer und eine Frau festgenommen, die im Verdacht stehen, einen 37 Jahre alten Mann beraubt und Geld von ihm erpresst zu haben.

Wie die Polizei berichtet, tauchten die vier Tatverdächtigen am 31. August gegen 23 Uhr in seiner Wohnung in Stuttgart-Ost auf. Sie zwangen ihn, zu ihnen ins Auto zu steigen und fuhren mit ihm zur Wohnung zweier Tatverdächtiger – eines 59 und 53 Jahre alten Ehepaars in Stuttgart-West. Mit vorgehaltener Waffe zwangen sie ihn, einen Schuldschein über mehrere Zehntausend Euro zu unterschreiben.

Außerdem nahmen sie ihm unter Waffengewalt mehrere Tausend Euro Bargeld und sein Handy ab. Nachdem der 37-Jährige zugesagt hatte, die geforderte Summe innerhalb einer Woche zu bezahlen, wurde er aus der Wohnung geworfen.

Hintergrund der Tat war offenbar eine geschäftliche Beziehung zwischen dem 37-Jährigen und der 53-Jährigen, aus der die Frau offene Geldforderungen zu haben glaubte. Der 37-Jährige vertraute sich der Polizei an. Bei einer fingierten Geldübergabe in Stuttgart-Hedelfingen nahmen Spezialkräfte zunächst einen 27-Jährigen und einen 31-Jährigen fest.

Wenig später wurden auch die beiden anderen Tatverdächtigen in ihrer Wohnung festgenommen. Die vier Tatverdächtigen wurden am Freitag mit Antrag der Staatsanwaltschaft auf Erlass eines Haftbefehls dem zuständigen Richter vorgeführt. Die Ermittlungen dauern an.

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