Kategorie -Jugendliche

Hebammen aus tiefster Überzeugung: alternative Geburten in der Schweiz

Therese Wepfer legt vorsichtig die rechte Hand auf den stark gewölbten Bauch der schwangeren Frau und tastet ihn mit langsam kreisenden Bewegungen ab. Die schlanken Finger der Hebamme streichen behutsam über die gestraffte Haut. Mit sanfter Stimme richtet Wepfer beruhigende Worte an das ungeborene Kind und dessen Mutter, die ihrem Partner ein zaghaftes Lächeln schenkt. Die Frau befindet sich in der 36. Schwangerschaftswoche und freut sich auf die Geburt. Die Hebamme streicht sich eine Strähne ihres kurzen, braunen Haares aus dem Gesicht, ihr Blick ist konzentriert auf den Bauch gerichtet. Ihre Bewegungen werden intensiver und versuchen, Lage und Größe des Kindes zu ertasten. An Wepfers Arbeitsort, dem Geburtshaus Zürcher Oberland in Bäretswil bedeutet dies Handarbeit; Ultraschalluntersuchungen werden hier nicht durchgeführt, da diese der naturverbundenen Philosophie, bei der nicht die Medizin im Vordergrund steht, widersprechen würden.

An die eigene Gebärfähigkeit zu glauben

„Ich bin Hebamme aus tiefer Überzeugung“, sagt die 26-Jährige. „Eigene Kinder habe ich noch keine, der Wunsch danach ist jedoch ein wichtiges Thema für mich“, erklärt sie lächelnd. Ihre Ausbildungszeit verbrachte Wepfer im Spital Uznach, seit einem Jahr ist sie Teil des 27-köpfigen Hebammenteams am Geburtshaus. Dort werden ausschließlich natürliche Geburten durchgeführt. Nicht die ärztliche Unterstützung und Schulmedizin stehen an erster Stelle, sondern die liebevolle Eins-zu-eins-Betreuung durch die Hebamme, das Einbinden des Partners und der werdenden Geschwister. „Die Gebärende soll ihr Kind aktiv und mit einem Bewusstsein zur Welt bringen, sie soll Verantwortung übernehmen. Wir Hebammen nehmen ihr die Geburt nicht ab, sondern begleiten sie“, erklärt Therese Wepfer. Ihre Kollegin Gisela Burri nickt bestätigend und rückt ihr buntes Halstuch zurecht. „Ich möchte Schwangere dazu ermutigen, an die eigene Gebärfähigkeit zu glauben“, sagt die 62-jährige Hebamme und Mutter von vier Kindern. „Frauen meinen, eine Geburt kann nur mit ärztlicher Hilfe stattfinden, sie sind beeinflusst von einer gesellschaftlichen Norm.“

Seit 37 Jahren geht Burri als Hebamme ihrer Berufung nach. 1992 gründete sie zusammen mit sechs Kolleginnen an ihrem Wohnort Wald das Geburtshaus Zürcher Oberland. Nach einem Umzug nach Bäretswil vor acht Jahren bietet es Platz für acht Wöchnerinnen, verfügt über zwei Geburtszimmer und organisiert unter anderem Stillberatungs- oder Rückbildungskurse. Burri, die hier sogar die Geburt ihrer beiden Enkelkinder begleitete, leitet mit vier Arbeitskolleginnen das Geburtshaus und ist Präsidentin des Verwaltungsrats.

Sie pflückt Salbeiblätter und bereitet Tee zu

Homöopathie und pflanzliche Mittel spielen eine wichtige Rolle. Die Hebammen bedienen sich Schüssler Salze, Quarkwickel und verschiedener Heilkräuter, hingegen wird die Pda, die den Wehenschmerz eindämmt, im Geburtshaus nicht zur Verfügung gestellt. „Entspannende Meditationen und Bäder, eine Fußreflexzonenmaßage, Akupunktur oder Craniosacral-Therapie leisten in solchen Fällen oftmals bessere Dienste“, erklärt Wepfer und führt auf die Terrasse: In großen Kisten blühen gelbe Arnikablumen neben grünen Blättern des Frauenmantels. Die Hebamme pflückt Salbeiblätter und bereitet Tee zu. Mit einem Wattestäbchen träufelt sie das heilende Getränk auf die winzige Zunge eines vier Tage alten Babys, das während der Geburt mit dem Scheidenpilz der Mutter in Berührung geriet und nun ebenfalls mit dem lästigen Soor zu kämpfen hat. Das Kind auf ihrem Schoß verzieht beim bitteren Geschmack des Salbeis das Gesicht. Im Zimmer nebenan schläft die Nichte der Hebamme, das Kind einer ihrer drei Schwestern. „Es war ein wunderschönes Erlebnis, meine Schwester entbinden zu dürfen, und ich schätze sehr, die beiden während dem Wochenbett zu begleiten“, sagt die junge Frau und drückt dem Neugeborenen einen sanften Kuss auf die Stirn.

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Das Vereinsheim ist jetzt ein Jugendhaus

Neuer Treffpunkt in Rommelshausen
Das Vereinsheim ist jetzt ein Jugendhaus

Die Sozialarbeiter richten sich im neuen Jugendhaus ein. Foto: Eva Herschmann

Der neue Treff für die Jugendlichen in Rommelshausen wird am Samstag mit Reden und einer Party eröffnet.

Rommelshausen – Die Räume sind fast fertig eingerichtet. Im großen Saal stehen Sofas, Tische, Billardtisch und Kicker. Nach mehr als einem Jahr Umbau und Renovierung ist aus dem ehemaligen Vereinsheim der Kleintierzüchter Rommelshausen in der Kelterstraße ein attraktives Jugendhaus geworden, das am Samstag mit Reden und einer Party eingeweiht wird.

Auch ein Streetball-Platz im Außenbereich ist geplant

Der große Freibereich des 15 Ar großen Grundstücks sieht hingegen noch kahl aus. Früher standen dort Gehege für Hasen, Hühner und Tauben. Doch Kristina Bredow vom Mobilen Jugendreferat Kernen hat schon Bilder im Kopf. „Da vorne wollen wir einen kleinen Gemüsegarten anlegen. Da drüben kommt ein Streetball-Platz hin, da eine Grillstelle und dahinten eine Laube“, sagt die Sozialpädagogin und zeigt auf verschiedene Bereiche. „Das alles machen wir nach und nach in den nächsten Jahren.“

„Wir sind total happy, es ist ein schönes, helles Haus geworden“, sagt Kristina Bredow. Sie und ihre Kollegen Valerie Paulus und Mark Gutwinski richten gerade ihr Büro im Erdgeschoss ein, damit zur Einweihungsfeier alles an seinem Platz ist. Lang genug habe es ja gedauert, sagt Kristina Bredow. Schon vor drei Jahren hatten einige Jugendliche unterstützt von Bauhofmitarbeitern und freiwilligen Helfern die Gehege abgebaut. Vor zwei Jahren halfen junge Gäste aus der ungarischen Partnerstadt Dombóvár, die Solaranlage aufs Dach zu montieren. Im vergangenen März begannen dann die Umbauarbeiten. „Ich bin gespannt, was Siegfried Kauffmann zum Haus sagen wird“, erklärt Kristina Bredow. Der langjährige Chef des aufgelösten lokalen Zuchtverbands, der nun in der Nähe von Heidenheim wohnt, hat sich nämlich zum Eröffnungsfest angekündigt.

Das Gebäude ist runderneuert – zum Gesamtpreis von an die 550 000 Euro brutto

Eigentlich war nur die dringend notwendige Erneuerung der Haustechnik geplant. Fenster und Türen, Bodenbeläge sowie Wand- und Deckenbekleidungen sollten bestehen bleiben. „Das ganze lief unter dem Stichwort Renovierung“, erläutert Thomas Bauer vom Bauamt Kernen. Jetzt ist das Gebäude runderneuert – zum Gesamtpreis von voraussichtlich an die 550 000 Euro brutto. Allerdings hat die Gemeinde für Fassadendämmung, Erneuerung von Fenstern und Türen sowie eine neue Heizungsanlage Zuschüsse in Höhe von 90 Prozent durch das Kommunalinvestitionsförderungsgesetz des Bundes für energetische Maßnahmen bekommen. Das Haus ist barrierefrei, hat neue sanitäre Einrichtungen im Untergeschoss, die alte WC-Anlage im Erdgeschoss wurde zum Behinderten-WC mit Dusche umgebaut. „Schlussendlich wurde das Gebäude durch eine vollständige Sanierung auf den Stand eines Neubaus gebracht“, sagt Bauer.

Einen Namen hat das Haus noch nicht. Die drei Sozialarbeiter haben die Jugendlichen aufgerufen, sich Gedanken zu machen und etwas Originelles einfallen zu lassen.

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Nach dem Abi 2000 Kilometer mit dem Rad durch Europa

Anas Bolata ist nach dem Abitur gereist, aber nicht mit dem Zug, dem Auto oder dem Flugzeug, sondern „en vélo“. Seine erste Reise mit dem Fahrrad führte den mittlerweile 18 Jahre alten Jurastudenten nach Berlin, weil ein Freund dorthin wollte. Diese Idee kam ihm gelegen, so konnte er für seine größere Tour im Sommer trainieren. Dafür war eine Route vom Attersee in Österreich geplant, die ihn über Makarska und Split mit der Fähre nach Ancona und weiter über Venedig, Nago-Torbole und Zürich zurück zu seiner Heimatstadt München bringen sollte. In jedem dieser Orte blieb er einige Tage. „Am Attersee hatte ich Bekannte, in Makarska einen Freund, Venedig war Urlaub, in Nago-Torbole habe ich auch einen Freund, und in Zürich war es mein Onkel. Dazwischen war ich auch einfach irgendwie unterwegs.“

In der Hängematte und zweimal im Hotel

Wie hat er es geschafft, immer pünktlich sein Ziel zu erreichen? „Ich habe es berechnet, so wusste ich, dass ich ungefähr 200 Kilometer am Tag schaffe. Ein Navi hatte ich auch dabei, das brauchte ich allerdings nicht immer. Bei meiner großen Tour bin ich teilweise auch einfach am Meer entlanggefahren oder habe mir die Route vorher genau angeschaut. Gegen Ende habe ich auch nur noch einen Zettel benutzt, auf dem die Ortsnamen draufstanden. Je nach Etappe sind manche Navigationsmethoden besser geeignet.“ Anders als auf seiner Berlin-Fahrt, wo er in einer Jugendherberge oder bei einem Freund übernachtet hatte, musste er auch zelten. „Ich habe im Zelt, in der Hängematte, am Strand und auch zweimal im Hotel geschlafen. Einfach da, wo ich Lust hatte“, sagt Anas.

Dunkler Pass am Gardasee

„Ich war knapp 30 Tage unterwegs, bin davon aber nur zwölf Tage lang gefahren. In Kroatien bin ich mal nachts gefahren und in bergigem Land bei starkem Seitenwind, der Bora. Dann musste ich teilweise schieben. Der Wind war so stark, dass er mein Fahrrad einmal hochgehoben hat. Ich musste es wieder auf die Straße drücken. Später war ich gezwungen, hinter einer Mauer zu übernachten, weil ich mein Zelt nicht aufbauen konnte.“ Gefährliche Situationen gab es öfter: Einmal ist der Student, dessen Vater aus Marokko und dessen Mutter aus Deutschland kommt, am Gardasee im Dunkeln einen Pass abgefahren, wobei ihm ein Auto bei einer Straßenverengung gefährlich nah kam. Beide konnten wohl nicht so richtig bremsen, der Autofahrer hat Gas gegeben, so dass er gerade noch an Anas vorbeikam. Am gleichen Abend ist der Abiturient beinahe über die Straßenkante den Berg hinabgestürzt, weil er im Dunkeln die Enge der Kurve falsch eingeschätzt hatte.

Insgesamt ist er rund 2000 Kilometer gefahren. „Ich habe viel gelernt, vor allem dass man Schmerzen am Hintern ignorieren sollte, dass der Körper erstaunlich belastungsfähig ist und dass man Navis nicht immer trauen sollte. Insgesamt war es eine tolle Erfahrung. Ich habe das auf jeden Fall wieder vor.“

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Jugendliche in Dschibuti: Vom Armenviertel ins E-Learning-Center

Für die 16-jährige Kadidja geht ein Traum in Erfüllung. Die Halbwaisin stammt aus einem der Armenviertel in Dschibuti. Sie lebt mit ihrer Familie in einer Wellblechhütte. Dank der Kurse im E-Learning-Zentrum der SOS-Kinderdörfer kann sie nun auf einen guten Job hoffen.

Rund 200 Kinder und Jugendliche profitieren vom breiten Bildungsangebot des E-Learning-Zentrums in Dschibuti. Die Einrichtung umfasst drei Klassenräume mit modernen Computerarbeitsplätzen und Internetanbindung. Mit diesem Bildungsprojekt wird in die Zukunft der Jugend vor Ort investiert.

In Dschibuti sind über 60 Prozent der Bewohner jünger als 25 Jahre – doch viele junge Menschen haben keine Arbeit und keine Perspektiven. Die weitverbreitete Armut ist wiederum der Nährboden für Kriminalität. Um diesen Teufelskreis zu durchbrechen, haben sich die SOS-Kinderdörfer, der Verband Deutscher Reeder (VDR) und das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung 2014 zusammengetan und das E-Learning Zentrum gegründet.

Ausbildung im E-Learning-Zentrum

Das Zentrum ist für die Jugendlichen auch ein Treffplatz, um sich auszutauschen.

Im E-Learning-Zentrum gibt es neben Seminarräumen, auch eine Leihbücherei, und viel Platz, damit sich Jugendliche treffen und austauschen können. Die Jugendlichen werden an den  Computern in den Bereichen Verwaltung, Handel und Tourismus geschult. Die Fähigkeiten sollen den Jugendlichen helfen später eine gute Arbeit zu finden. Die Lehrpläne sind dafür von den SOS-Mitarbeitern direkt auf die in Dschibuti benötigten Berufsanforderungen ausgelegt.



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Gesetze und Regeln für junge Neben- und Ferienjobber

Zeitungen austragen, Babysitten, Botengänge übernehmen: Mit kleinen Jobs möchten viele Heranwachsende ihr Taschengeld aufbessern – und sich damit ein Stück Unabhängigkeit von den Eltern erwirtschaften.

Gesetzliche Regelungen schränken die Beschäftigungsoptionen für Kinder und Jugendliche jedoch stark ein – und auch Eltern sollten im Blick haben, dass sich der Nachwuchs nicht übernimmt.

Gesetzlicher Schutz: Kinderarbeit ist verboten

Kinderarbeit ist in Deutschland grundsätzlich verboten. Darunter fallen nach der UN-Kinderrechtskonvention Tätigkeiten, die jungen Menschen unter 18 Jahren Schaden zufügen oder sie am Schulbesuch hindern. Eine reguläre Arbeit darf demnach erst ausüben, wer nicht mehr schulpflichtig ist. Den entsprechenden Schutzschirm hierzulande bilden das Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG) und die Kinderarbeitsschutzverordnung. Der Gesetzgeber unterscheidet dabei zwischen Kindern und Jugendlichen: Als Jugendliche werden 15- bis 18-Jährige eingestuft, Jüngere als Kinder. Für vollzeitschulpflichtige Jugendliche gelten laut JArbSchG die gleichen Bestimmungen wie für Kinder. Allerdings gibt es Ausnahmen.

Normale Aufgaben in der Familie nicht extra bezahlen

Genauer heißt das: Kinder unter 13 Jahren dürfen gar keiner Beschäftigung nachgehen – eine dem Alter entsprechende Mithilfe im Haushalt oder Garten schließt das natürlich nicht aus. Für ältere Kinder entwickelt sich nicht selten das Waschen von Papas Auto oder das Mähen von Omas Rasen zu einer regelmäßigen Geldquelle. Sozialwissenschaftlerin Alexandra Langmeyer vom Deutschen Jugendinstitut (DJI) rät Eltern aber, normale Aufgaben innerhalb der Familie nicht zu honorieren, sondern ausschließlich einmalige Arbeiten im wörtlichen Sinne zu „belohnen“ – etwa das Zusammenfegen des Laubs im Herbst.

Im Rahmen der in §6 JArbSchG festgeschriebenen „Behördlichen Ausnahmen für Veranstaltungen“ dürfen auch deutlich jüngere Kinder unter Umständen bei Theateraufführungen, Musikveranstaltungen sowie Film- oder Fotoaufnahmen mitwirken. Dazu ist allerdings eine Genehmigung der zuständigen Aufsichtsbehörde erforderlich.

Kleine Jobs sind ab 13 Jahren erlaubt

13- bis 15-Jährigen ist es schon erlaubt, einen Job außerhalb der Familie anzunehmen. Sie brauchen dazu die Zustimmung der Sorgeberechtigten. Unbegrenztes Schuften ist für diese Altersgruppe nicht vorgesehen: Gestattet sind nach §5 JArbSchG Jobs, die an Werktagen – also montags bis samstags – nicht mehr als zwei Stunden täglich zwischen 8 und 18 Uhr in Anspruch nehmen. Die Arbeitsstunden dürfen zudem nicht vor oder in der Schulzeit liegen. Für den Nachwuchs in landwirtschaftlichen Familienbetrieben liegt die Grenze bei drei Stunden am Tag.

Schüler dürfen in den Ferien arbeiten

Jugendlichen zwischen 15 und 18 Jahren, die „hauptberuflich“ noch zur Schule gehen, steht es frei, sich in den Ferien einen Job zu suchen – wenn sie diesen nicht länger als jeweils vier Wochen im Kalenderjahr und ausschließlich in der Ferienzeit ausüben. Die Arbeit darf nach dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) maximal acht Stunden täglich umfassen – also 40 Wochenstunden. Um auf der sicheren Seite zu sein, lassen sich Arbeitgeber von noch schulpflichtigen Ferienjobbern oft eine Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten vorlegen.

Welche Nebentätigkeiten sind geeignet?

Aber was genau darf der Nachwuchs tun? Grundsätzlich müsse es sich um eine leichte, körperlich nicht anstrengende Beschäftigung handeln, die Sicherheit, Gesundheit und Entwicklung des Kindes oder Jugendlichen nicht gefährde, betont Sozialwissenschaftlerin Alexandra Langmeyer. Geeignet sei etwa das Austragen von Zeitungen oder Wochenblättern, Babysitten – wenn dies nicht bis spät in die Nacht dauere –, das Gassigehen mit Hunden oder Füttern der Katze in der Nachbarschaft.

Für Jugendliche ab 15 Jahren erweiterten sich die Optionen. Da sei beispielsweise ein Ferienjob in einem Getränkemarkt denkbar, sagt die DJI-Spezialistin. Über 16-Jährigen, die im Gaststättengewerbe anheuern, gestattet das JArbSchG sogar, bis 22 Uhr und in mehrschichtigen Betrieben bis 23 Uhr zu arbeiten.

Schulbesuch hat Vorrang

Generell gilt: Jobben Minderjährige neben der Schule, darf der Unterricht selbstredend nicht darunter leiden. Schule habe Vorrang vor dem Geldverdienen, sagt Fachfrau Langmeyer. Nicht akzeptabel ist eine Arbeit daher etwa, wenn der junge Arbeiter wegen Übermüdung dem Unterricht nicht mehr folgen kann oder Schule gleich ganz Schule sein lässt.

Bei Stress am Arbeitsplatz sollten Eltern eingreifen

Unabhängig von den gesetzlichen Bestimmungen sollten auch die Eltern am besten darauf achten, wo ihr Kind wie lange welche Tätigkeiten übernimmt, und wie es ihm mit dem Job gehe, empfiehlt Alexandra Langmeyer. Hat das Kind eventuell einen zu langen Weg zur Arbeit beziehungsweise nach Hause? Oder gibt es am Arbeitsplatz Druck, weil dort zu viel in zu kurzer Zeit verlangt wird? Mütter und Väter sollten aus Sicht von Alexandra Langmeyer vor allem eingreifen, wenn die Aufgabe den Nachwuchs unter Stress setzt.

Ferienarbeit bleibt oft sozialversicherungsfrei

Bei der Vergütung junger Ferienjobber werden laut den Experten des Portals „nebenjob.de“ die gleichen Lohnsteuer- und Sozialversicherungsregelungen angewendet wie bei anderen Arbeitnehmern. Nur die Arbeitslosenversicherung falle weg, da eine Ferienaushilfe nach dem Einsatz schließlich nicht arbeitslos werde, erläutern die Nebenjob-Profis. Die meisten Beschäftigungen liegen demnach sowieso im Rahmen eines Mini- oder Saisonjobs und bleiben damit sozialversicherungsfrei. Die pauschale Lohnsteuer führt der Arbeitgeber ans Finanzamt ab.

Hinzuverdienen ohne Abzüge für die Eltern

Die Höhe des Verdienstes ist bei Minderjährigen im Übrigen unproblematisch: Bis zum 18. Geburtstag besteht keine Gefahr, dass den Eltern das Kindergeld gekürzt wird. Aber Achtung: Jedes Einkommen von Familien, die Arbeitslosengeld-II-Leistungen (Hartz IV) erhalten, wird bei der Berechnung der Bezüge berücksichtigt.

Betroffene Kinder unter 25 Jahren, die noch auf allgemeinbildende oder berufsbildende Schulen gehen, können während der Ferien arbeiten und insgesamt 1200 Euro im Jahr verdienen, ohne dass sie etwas abgeben müssen. Die Dauer eines solchen Ferienjobs ist ebenfalls auf vier Wochen im Jahr beschränkt.

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Badminton fordert die Spieler mächtig heraus

Badminton fordert die Spieler mächtig heraus

Auf dem Fensterbrett liegen verschiedene Flyer, an der Wand hängen neben einer Uhr ein Mannschaftsfoto und ein Lageplan des Sportparks. Seit Januar ist Benjamin Wahl nicht nur Spieler der 2. Bundesliga im Badminton, sondern auch Geschäftsführer der SG Schorndorf. Sein Büro befindet sich mitten im Sportpark von Schorndorf, 30 Kilometer entfernt von Stuttgart. Neben den Büros, die umgeben sind von Fußballfeldern, liegt außerdem ein neues Fitnessstudio, das dem Verein gehört. Von Wahls Büro und jenen seiner 15 Angestellten aus kann man auf den danebenliegenden Fußballplatz schauen, auf dem trainiert wird. Die Geschäftsführung ist sozusagen der Dienstleister für die 19 Abteilungen des Vereins, da diese im Ehrenamt arbeiten. Neben klassischen Aufgaben wie Verwaltung muss Wahl sich um die Organisation von Veranstaltungen und die Mitgliederwerbung für das Fitnessstudio kümmern.

Der einzige Deutsche in der Mannschaft

Seit seinem zehnten Lebensjahr spielt Wahl Badminton. Angefangen hat der 32-Jährige in Kaisersbach. Da sein Talent früh erkannt wurde, wechselte er nach einem Jahr nach Winnenden. Mit zwölf Jahren entschied er sich für die SG Schorndorf, wo er heute noch spielt. Mit 16 Jahren spielte er bereits in der 2. Bundesliga und war Trainer der SG Schorndorf. Er war der einzige Deutsche in der Mannschaft, die anderen Spieler wurden eingeflogen. Um eine regionale Mannschaft zu gründen, stiegen sie ab und trainierten mit Spielern aus der Umgebung. Mit dieser Mannschaft gelang ihnen nach vier Jahren der Wiederaufstieg.

Mit mindestens 21 Punkten

Badminton ist ein Rückschlagspiel, das mit einem Federball und einem Badmintonschläger gespielt wird. Auf dem 13,40 Meter langen und 6,10 Meter breiten Spielfeld versuchen die Spieler den Ball so zu spielen, dass der Gegner ihn nicht zurückschlagen kann. „Beim Badminton gilt es grundsätzlich mehr von oben nach unten zu spielen“, erklärt Wahl.

Badminton kann als Damen-Einzel oder -Doppel oder Herren-Einzel oder -Doppel oder als gemischtes Doppel gespielt werden. Dabei wird nach Punkten und Sätzen gezählt, einen Punkt erzielt man bei einem Fehler des Gegners. Um zu gewinnen, benötigt man zwei gewonnene Sätze mit mindestens 21 Punkten. „Beim Badminton muss man viele konditionelle Eigenschaften vereinen.“ Das heißt, man muss schnell, koordinativ und beweglich sein, außerdem braucht man Ballgefühl und die richtige Technik, die viel Übung erfordert. Man müsse „auch ein bisschen Schach spielen“, meint Wahl, denn man muss den Ballwechsel vorbereiten und dann den passenden Angriffsschlag setzen.

Das Bedürfnis, den Schläger wegzuschmeißen

Trainiert hat Wahl früher jeden Tag, wobei er viermal in der Woche in der Halle trainierte, joggen war oder Krafttraining machte. Das sei vergleichsweise wenig gewesen, heute trainieren Jugendliche mehr als 20 Stunden in der Woche. „Das Training war hart, und ich hatte auch manchmal das Bedürfnis, den Schläger wegzuschmeißen.“

Der erste deutsche Badmintonverein wurde 1902 in Hessen gegründet. Aber erst 1950 erfuhr Badminton mehr Aufmerksamkeit, woraufhin 1953 die ersten deutschen Meisterschaften folgten. Badminton wird in 160 Nationen von 14 Millionen Spielern wettkampfmäßig betrieben und ist seit 1992 olympische Disziplin. Dass Badminton eine Randsportart ist, liegt nach Benjamin Wahls Meinung daran, dass viele es nicht kennen und unterschätzen. Das Problem sei auch, dass Badminton im Fernsehen zu leicht aussehe, weil man nicht mitkriegt, wie anstrengend es ist. Außerdem würde in den Medien nur selten darüber berichtet.

Am liebsten Doppel oder Mixed

Mit 21 Jahren litt Wahl an Krebs und hätte beinahe seinen linken Arm verloren. Heute hat er noch Probleme mit dem linken Arm. „Die Krankheit hat mich körperlich zurückgeworfen.“ Seitdem spielt er am liebsten Doppel oder Mixed. Man habe einen Partner mit einem gemeinsamen Ziel. „Geteilte Freude ist doppelte Freude, und geteiltes Leid ist halbes Leid“, erklärt er.

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Vergängliche Kunst unter der Autobahn

Graffiti-Wand in Stuttgart-Vaihingen
Vergängliche Kunst unter der Autobahn

An der Unterführung haben sich bereits die ersten Künstler verewigt. Foto: Sandra Hintermayr

Mit bunten Graffiti wurde die Hall of Fame in der Unterführung der A 831 in Stuttgart-Vaihingen eingeweiht. Dafür haben nicht nur die Vaihinger Jugendlichen lange gekämpft.

Vaihingen – Die Autobahnunterführung zeigt Farbe: Am Samstag ist die Vaihinger Hall of Fame in der Verlängerung der Kurmärker Straße offiziell eingeweiht worden. Stuttgarter Graffiti-Künstler und Jugendliche haben zur Sprühdose gegriffen und der grauen Wand einen bunten Anstrich verpasst. Ein langes Leben werden die Kunstwerke aber vermutlich nicht haben: Auf der legalen Graffiti-Wand darf sich jeder verewigen. „Es gibt aber eine Art Ehrenkodex in der Szene. Es darf nur der ein Kunstwerk übersprühen, der es mindestens ebenso gut kann“, erklärt Anna Deparnay-Grunenberg. Die Grünen-Stadträtin hat das Projekt Hall of Fame in den vergangenen zwei Jahren begleitet. „Aber jedes Kunstwerk wird fotografiert und damit für die Zukunft festgehalten“, sagt Deparnay-Grunenberg.

Entstanden war die Idee für eine legale Graffiti-Wand bereits vor einigen Jahren. „Wir suchen schon länger eine weitere Fläche neben der Hall of Fame unter der König-Karls-Brücke in Bad Cannstatt“, sagt Florian Schupp, der Graffiti-Beauftragte der Stuttgarter Jugendhausgesellschaft (Stjg). Im Jugendforum 2015 haben sich Jugendliche intensiver mit dem Projekt befasst. Nun haben sie ihr Ziel erreicht. Die Stadträtin Anna Deparnay-Grunenberg stand als Projektpatin helfend beiseite, ebenso wie Vertreter der Stuttgarter Jugendhausgesellschaft und Johannes Götz. Der Schulsozialarbeiter leitet den Graffiti-Club am Hegel-Gymnasium in Vaihingen.

Die Jugendlichen sind am Ball geblieben

„Die Kids waren über die ganze Zeit engagiert dabei und haben Geduld bewiesen. Auch wenn die Mühlen der Bürokratie manchmal langsam mahlten“, sagt Deparnay-Grunenberg. So hätten die Jugendlichen Orte ausgemacht, an denen sie sich ihre Hall of Fame vorstellen konnten, Fotos geschossen und ihre Vorschläge an die Stadtverwaltung weitergegeben sowie ihre Idee im Vaihinger Bezirksbeirat vorgestellt. Die Lokalpolitiker zeigten sich begeistert von der Idee, einen legalen Rahmen für die Graffiti-Kunst zu schaffen. Lediglich die Frage nach der Abfallbeseitigung war zunächst noch offen. Letztlich verständigte sich der Bezirksbeirat darauf, die Leerung der Mülleimer durch die Abfallwirtschaft Stuttgart (AWS) im ersten Jahr des Projekts zu finanzieren.

Mit einem kleinen Straßenfest mit Livemusik und Gegrilltem nahmen die Künstler die Wände am Samstag in Beschlag. Während die „Profis“ sich an der breiten Unterführung der A 831 verewigten, probierten sich die Jugendlichen unter der kleineren Brücke der Gründgensstraße aus. Ein Schild an der Autobahnunterführung weist die Stellen aus, an denen das Sprayen erlaubt ist. Alte Hasen und junge Hüpfer hätten sich gleichermaßen für die Wände begeistert. „Es war schon fast ein generationenübergreifendes Event“, sagt Johannes Götz.

So schön kann Graffiti sein

„Wir sind unheimlich froh über die neue legale Graffiti-Wand. Da steckt viel Arbeit dahinter“, sagt Florian Schupp. Die Unterführung sei ein stark frequentierter Ort, wo Fußgänger und Radfahrer die Möglichkeit haben, mit der Kunst in Berührung zu kommen. „Dieser Austausch ist uns wichtig“, sagt Schupp. „Wir möchten den Bürgern zeigen, wie schön Graffiti sein kann.“ Johannes Götz ergänzt: „Qualität setzt sich durch.“ Gute Kunstwerke bleiben länger, schlechtere werden schneller wieder übersprüht. „Auch, wenn man sich erst einmal trauen muss, ein Graffiti zu übermalen“, sagt Götz. In erster Linie sei die Vaihinger Hall of Fame dafür gedacht, dass die jungen Künstler sich in ihrer Freizeit dort ausprobieren können. Aber der Schulsozialarbeiter möchte die Wand auch mit seinem Graffiti-Club nutzen.

„Die Vaihinger Hall of Fame ist ein gutes Beispiel für eine erfolgreiche Jugendbeteiligung“, sagt Anna Deparnay-Grunenberg. Für die Jugendlichen sei das eine wichtige Erfahrung. „Schön, dass wir das nach zwei Jahren Engagement geschafft haben. Die Vaihinger Hall of Fame ist der Lohn für die viele Arbeit der Jugendlichen. Ich bin gespannt, wie die Reise weitergeht“, sagt die Grünen-Stadträtin.

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Darum sollten Teenager besonders eisenhaltig essen

Heranwachsende benötigen besonders viel Eisen. Es ist das wichtigstes Element bei der Bildung des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin und damit für die Versorgung des Organismus mit Sauerstoff zuständig. Im Jugendalter nimmt zum einen die Blutmenge zu, zum anderen verlieren Mädchen während ihrer Menstruation Eisen.

Körper kann am besten tierisches Eisen aufnehmen

Eltern sollten deshalb darauf achten, dass ihre jugendlichen Kinder genug von dem Spurenelement zu sich nehmen. Am besten kann der Körper tierisches Eisen verarbeiten, erklärt der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ, www.kinderaerzte-im-netz.de). Gerade Kinder, die sich vegetarisch ernähren, hätten deshalb häufig Mangelerscheinungen. Ebenso kann Experten zufolge extremer Sport bei Mädchen und Jungen zu Eisenverlust führen.

Appetitlosigkeit, Müdigkeit – So äußert sich Eisenmangel

Betroffene sind auffällig blass, haben kaum Appetit, eingerissene Mundwinkel oder brüchige Fingernägel. Außerdem kann sich der Eisenmangel durch häufige Müdigkeit und Konzentrationsmangel äußern. Eisenmangel gehört in Europa zu den häufigsten Mangelerscheinungen bei Kindern und Jugendlichen.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt zwischen zehn und 19 Jahren eine Eisen-Zufuhr von 12 Milligramm pro Tag für Jungen und 10 Milligramm pro Tag für Mädchen. Während Mädchen ihre Periode habe, liegt die empfohlene Menge bei 15 Milligramm.

Diese Lebensmittel haben einen hohen Eisengehalt

Einen hohen Eisengehalt von mehr als 7 Milligramm pro 100 Gramm haben dem Vegetarierbund zufolge

  • Kürbiskerne (12,5 Milligramm)
  • Linsen (8 Milligramm)
  • Amarant (9 Milligramm)

Anders als früher angenommen hat roher Spinat dagegen nur einen mittleren Gehalt von 4,1 Milligramm.

Eisenreich sind zudem

  • Blutwurst
  • Innereien
  • rotes Fleisch
  • dunkles Geflügelfleisch wie Straußenfleisch
  • Thunfisch
  • Lachs

Ungünstig auf die Eisenaufnahme wirken sich Tannine aus, die zum Beispiel im Tee oder Kaffee enthalten sind. Deshalb sollten Vegetarier zum Essen keinen schwarzen oder grünen Tee oder Kaffee trinken.

Neben der Zufuhr von eisenhaltigen Lebensmitteln lässt sich der Tagesbedarf auch durch eine Unterstützung der Eisenaufnahmefähigkeit erreichen. Vitamin C, unterschiedliche Aminosäuren und Fruktose helfen dem Körper dabei, das Eisen aufzunehmen.

Laut einer amerikanischen Studie kann auch Helicobacter pylori zu Eisenmangel führen. Das Bakterium ist eine der Hauptursachen für die Entstehung von Magengeschwüren. Wird bei einem Jugendlichen ein Eisenmangel diagnostiziert, kann es unter Umständen sinnvoll sein, einen Test auf Helicobacter pylori durchzuführen.

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Sprechen Sie mit Ihren Kindern über die Chat-App „Sarahah“

Die Trend-App „Sarahah“ erlaubt den Empfang anonymer Nachrichten. Sie stürmt die Charts in Apples AppStore und bei Google Play. Ursprünglich war sie für ehrliches, anonymes Feedback  in Unternehmen gedacht. Mit dieser App kann aber auch Jeder anonym Hass-Botschaften hinterlassen.

Wenn Sie Ihrem Chef mal so richtig die Meinung geigen wollen, ohne gleich um ihren Job zu fürchten, schafft „Sarahah“ eine Plattform dafür. Kritik, Hinweise, Tratsch oder auch Liebes- und Hassbotschaften kann man anonym verschicken.

Sarahah bedeutet Offenheit und Ehrlichkeit

Das Prinzip ist einfach: Bei der Anmeldung erhalten Nutzer ein Postfach, an das andere anonym Nachrichten schicken können. Für das Absenden ist kein Nutzerkonto nötig. Nur Nachrichten von registrierten Benutzern können blockiert werden. Seit es möglich ist, Sarahah mit Snapchat zu verknüpfen, steigt die Popularität der Chat-App besonders unter Teenagern sprunghaft an.

Auf der Webseite des saudi-arabischen Entwicklers heißt es: „Erhalten Sie ehrliches Feedback Ihrer Kollegen und Freunde“. Doch nicht alle Nutzer üben konstruktive Kritik, ganz im Gegenteil: Unter Jugendlichen werden auch jede Menge Gemeinheiten und Drohungen ausgetauscht. Denn es gibt keinen Filter für Hass und Mobbing-Nachrichten.

Gefahr für Jugendliche und Kinder

Für Kinder und Jugendliche kann die anonyme Chat-App eine große Gefahr bergen. Denn das Risiko für Online-Mobbing steigt durch die Anonymität drastisch. Viele Kinder und Jugendliche sind sich der Auswirkungen nicht bewusst.

Messenger zum Chatten von Facebook und WhatsApp gehören zu den beliebtesten Apps in Deutschland. (Quelle: t-online.de/Statista)Messenger zum Chatten von Facebook und WhatsApp gehören zu den beliebtesten Apps in Deutschland. (Quelle: Statista/t-online.de)

Eltern sollten die Gefahren anonymer Apps mit ihren Kindern diskutieren. Zum einen müssen Kinder lernen, wie sie sich in privaten Chats ausdrücken und welche Konsequenzen unbedachte Äußerungen haben. Andererseits brauchen sie, falls sie selbst Opfer werden, Rat und (professionelle) Hilfe.

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Hessen startet Aktion für mehr Respekt mit Nele Neuhaus

Die Krimi- und Jugendbuchautorin Nele Neuhaus macht bei einer Aktion für mehr Toleranz der hessischen Landesregierung mit. Mitte August starte der Schreibwettbewerb für 12- bis 16-jährige Jugendliche unter dem Motto „Respekt, was geht? – Erzähl‘ Deine Story“ in Gießen, teilte die Staatskanzlei am Samstag in Wiesbaden mit.

Mit Nele Neuhaus und ihrer gleichnamigen Stiftung würden im Rahmen der Initiative „Hessen lebt Respekt“ die besten Erzählungen zum Thema gesucht – in regionalen Ausschreibungen mit Stadtbibliotheken und Tageszeitungen in Gießen, Fulda, Wiesbaden, Kassel und Darmstadt. Die jungen Autoren können unter anderem eine Schreibwerkstatt mit Neuhaus im Frühjahr 2018 gewinnen.

„Über Respekt zu schreiben oder darüber zu sprechen, entwickelt das Bewusstsein und die Sensibilität für andere Menschen“, sagte Neuhaus laut Staatskanzlei. Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) erklärte, Respekt und Anerkennung bei Jugendlichen zählten mehr denn je, auch wenn gern über respektloses Verhalten Jugendlicher geklagt werde. Der Wettbewerb startet in Gießen in Kooperation mit dem „Gießener Anzeiger“. Die ausgewählten Beiträge werden am 26. September dort vorgestellt. Bis Februar folgen weitere Ausschreibungen und Veranstaltungen.

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