Kategorie -Jugendliche

Drei Wildschweine bei Unfällen getötet

Unfälle in Berglen und WeinstadtDrei Wildschweine bei Unfällen getötet

Drei Wildschweine haben in der Nacht auf Samstag bei Unfällen ihr Leben gelassen. Foto: dpa

Berglen/Weinstadt – Gleich zweimal ist es in der Nacht von Freitag auf Samstag an verschiedenen Orten im Rems-Murr-Kreis zu Autounfällen mit Wildschweinen gekommen, bei denen die Tiere jeweils getötet wurden.

Ein 51-Jähriger war am Freitag gegen 23 Uhr mit seinem Mercedes in den Berglen auf der Landesstraße zwischen Birkenweißbuch und Steinach unterwegs, als eine Rotte Schwarzkittel die Fahrbahn querte. Ein Tier wurde von dem Auto erfasst und verendete an der Unfallstelle. Der Schaden am Mercedes wird mit 5000 Euro angegeben.

Polizei: Wie auf dem Schlachtfeld

Auf der B 29 bei Weinstadt erwischte es am Samstag gegen 3.10 Uhr auf Höhe der Anschlussstelle Beinstein gleich zwei Wildschweine. Ein 41-jähriger Toyotafahrer hatte plötzlich einen Schlag an seinem Fahrzeug verspürt, als dieses schon gegen die rechte Leitplanke geschoben wurde, wo es sich drehte, um dann gegen die linke Schutzplanke zu schleudern. Während die Wildschweine den Zusammenstoß mit dem Leben büßten, entstand an dem Toyota ein Sachschaden von 8000 Euro. Da es an der Unfallstelle, wie sich die Polizei ausdrückt, „wie auf dem Schlachtfeld aussah“, musste die Straßenmeisterei Weinstadt zur Reinigung der Fahrbahnen ausrücken.

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Mord an Mathe-Lehrerin: US-Teenager in Salem schuldig gesprochen

Im US-Bundesstaat Massachusetts ist ein Jugendlicher wegen Vergewaltigung und Ermordung seiner Mathe-Lehrerin schuldig gesprochen worden. Ihm droht eine lebenslange Haftstrafe, das Strafmaß wird aber erst später festgesetzt.

Ein Geschworenengericht in der Stadt Salem sah es als erwiesen an, dass Philip C. im Oktober 2013 seiner Lehrerin Colleen R. in die Damentoilette seiner damaligen High School folgte, sie würgte, mindestens 16 Mal auf sie einstach und sich dann an ihr verging.

Vom Vorwurf einer zweiten Vergewaltigung in einem Waldstück nahe der Schule, wo der Beschuldigte die Leiche ablegt haben soll, wurde er freigesprochen. Allerdings wurde C. wegen Diebstahls der Kreditkarten und Unterwäsche seiner Lehrerin des bewaffneten Raubs für schuldig befunden. Er war zum Tatzeitpunkt 14 Jahre alt.

Verteidigung plädiert auf Unzurechnungsfähigkeit

Im Prozess räumte die Verteidigung zwar ein, dass C. die 24-jährige Lehrerin in der nahe Boston gelegenen Danvers High School tötete. Doch habe er an einer schweren psychischen Erkrankung gelitten und sei somit unzurechnungsfähig gewesen.

Der Fall des Teenagers wird nach dem Erwachsenenstrafrecht behandelt. Dem heute 16-Jährigen droht lebenslange Haft. Eine Anhörung über das Strafmaß ist für den 22. Dezember geplant.

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Beleidigungen in Stadtbahn – Zeugen und Geschädigte gesucht

StuttgartBeleidigungen in Stadtbahn – Zeugen und Geschädigte gesucht

Gesucht werden Zeugen und insbesondere auch Geschädigte. Foto: Weingand / Symbolbild

Stuttgart – Ein 28 Jahre alter Mann hat am Donnerstag in der Stadtbahnlinie U13 eine Vielzahl von Fahrgästen offenbar angepöbelt, beleidigt und in aggressiver Weise belästigt.

Laut Polizei stieg der Mann gegen 13 Uhr an der Haltestelle Uff-Kirchhof in Stuttgart-Bad Cannstatt in die Stadtbahn ein und fing offenbar unvermittelt an, die Fahrgäste mit Hitlergrüßen zu belästigen und zu beleidigen. Zwei bislang unbekannte Frauen beleidigte er, indem er sie nach sexuellen Handlungen fragte.

Der Mann verließ die Stadtbahn in Untertürkheim und lief, nachdem er noch Kinder angepöbelt hatte, in Richtung Augsburger Straße. Von Zeugen alarmierte Polizisten nahmen den Mann dort vorläufig fest. Die Ermittlungen dauern an.

Gesucht werden Zeugen und insbesondere auch Geschädigte. Diese werden gebeten sich, unter der Telefonnummer 0711/8990 3500, mit der Polizei in Verbindung zu setzen.

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Alkoholsucht von Eltern zieht Kinder in die Co-Abhängigkeit

Etwa jedes siebte Kind wächst mit einem alkoholsüchtigen Elternteil auf. Das ist eine enorme Belastung, die bei Kindern seelische und körperliche Spuren hinterlässt. Experten sprechen von Co-Abhängigkeit. Diese ist, wie bei Sonja*, ein lebenslanges Familienerbe. So kommen Betroffene aus dem Teufelskreis.

Sonja* ist jetzt 49 Jahre alt. Verhaltensmuster, die sie als Kind durch die Sucht des Vaters angenommen hatte, kann sie nur schwer loslassen. „Durch diese alten Muster schädige ich mich selbst“, weiß sie heute. Deshalb geht sie jede Woche zu einer Selbsthilfegruppe von Al-Anon für Angehörige von Alkoholikern.

„Ich denke, ich werde mein Leben lang diese Unterstützung brauchen: Ich bin immer noch co-abhängig, obwohl ich seit Jahrzehnten keinen Kontakt mehr zu Papa habe.“ Denn nicht nur der Alkoholiker selber ist krank: Auch Partner und Kinder leiden unter den Folgen seiner Sucht. 

2,65 Millionen Kinder betroffen

Alkoholismus ist eine Krankheit, die unabhängig vom sozialen Status jede Familie treffen kann. Experten gehen davon aus, dass in Deutschland jedes siebte Kind unter 18 Jahren in einer Familie aufwächst, in der ein Elternteil zumindest zeitweise von Alkohol oder Drogen abhängig ist. Das wären etwa 2,65 Millionen Kinder und Jugendliche.

Diese Kinder werden als COAs (Children of Alcoholics) bezeichnet. Sie sind Geiseln der Sucht. Henning Mielke, Vorsitzender von NACOA Deutschland, der Interessenvertretung für Kinder aus Suchtfamilien, sagt: „Ein Drittel der COAs hat psychische Probleme, ein weiteres Drittel entwickelt selber eine stoffliche Abhängigkeit.“ 

Nichts ist sicher

Jede Sucht eines Elternteils ist eine extreme Belastung für die Kinder. COAs werden oft als „vergessene Kinder“ bezeichnet, weil ihre suchtkranken Eltern ihnen nicht die nötige Aufmerksamkeit geben können – denn diese kreist um das Suchtmittel. Dieses macht den Süchtigen dazu noch unberechenbar.

„Die Kinder stellen keinen Zusammenhang her zwischen der Sucht und den daraus resultierenden schwankenden Emotionen. Was im einen Moment richtig ist, kann im nächsten falsch sein, je nachdem ob gerade getrunken wurde oder nicht“, erklärt Mielke. „Die Kinder beziehen das aber auf sich, fragen sich: Was habe ich falsch gemacht? COAs können sich auf nichts verlassen, ihnen fehlt das Gefühl von Sicherheit“, weiß der NACOA-Vorsitzende, selbst Sohn süchtiger Eltern. „Das stresst und macht Angst.“

Auch der nicht süchtige Elternteil kann seinem Kind nicht genug Aufmerksamkeit schenken, richtet er sie doch vor allem auf den süchtigen Partner. Kurz: Das familiäre Klima ist geprägt von einer Atmosphäre der Unsicherheit, Unberechenbarkeit und Angst, die in der Psyche der Kinder tiefe Spuren hinterlässt. 

„Väter trinken halt Bier, dachten wir“

Bei der Erinnerung an ihre Kindheit bricht Sonjas Stimme auch heute noch. „Ich habe meinen Vater sehr geliebt, auch wenn es oft die Hölle war mit ihm. Man musste immer wachsam sein, welche Stimmung gerade zu Hause herrschte – eher depressive oder aggressive. Diese Unberechenbarkeit war das Gefährlichste an Papa.“

„Mein Vater war sehr jähzornig. Einmal hat er die Küche zerlegt und einmal hat er mich richtig verprügelt. Die Auslöser dafür waren subtil.“

Sonja und ihre eineinhalb Jahre ältere Schwester sprachen als Kinder nie über die „Zustände“ zu Hause. „Dass Papa trank, war das normalste der Welt für uns. Väter trinken halt Bier, dachten wir. Das Problem ‚Alkoholkrankheit‘ gab es nicht, das wurde bei uns totgeschwiegen.“

„Mama sagte dazu nur manchmal: ‚Papa hat viel Stress und ist schwach.‘ Natürlich war klar, dass absolut nichts nach außen dringen durfte. Da waren wir eine ganz normale Familie. Wahrscheinlich liegt es daran, dass meine Schwester bis heute nicht mit mir über die Sucht unseres Vaters sprechen kann und darüber, wie sie uns bis heute beeinflusst“, sagt Sonja. 

Vier Rollenmuster bei co-abhängigen Kindern

In alkoholkranken Familien tragen alle Mitglieder dazu bei, das System Familie trotz Sucht aufrechtzuerhalten. Sie nehmen Rollen an, die den Erfordernissen des Suchtsystems entsprechen, nicht aber kindlichen Bedürfnissen. „Früh entwickeln COAs ein hohes Verantwortungsgefühl“, sagt Mielke. „Vor allem gilt es, das Familiengeheimnis Sucht geheim zu halten. COAs zeigen immer große Loyalität gegenüber ihren Eltern.“

Oft übernehmen betroffene Kinder die Rolle des „Helden“: Das Kind kümmert sich um den Haushalt, versorgt jüngere Geschwister, besorgt Alkohol oder versucht den kranken Elternteil zu retten, indem es das Suchtmittel versteckt oder wegschüttet. Andere Kinder werden verhaltensauffällig: Der „Sündenbock“ lenkt durch sein Fehlverhalten vom eigentlichen Problem der Familie ab. Das „Maskottchen“ wiederum versucht die Spannungen in der Familie durch Herumkaspern zu überspielen. Und das „Stille Kind“ stellt seine Bedürfnisse zurück, um die Eltern zu entlasten.

Alle Rollen dienen demselben Zweck: In der Suchtfamilie emotional zu überleben und das Suchtsystem zu stabilisieren. Co-abhängige Verhaltensmuster entwickeln sich so zwangsläufig. 

Co-abhängige Sonja

Sonja und ihre Schwester wurden „Helden“: „Als ich 15 war, starb unsere Mutter an Krebs“, erzählt die Kölnerin. „Da fand mein Vater noch mehr Grund zu trinken und verwahrloste zunehmend. Er ging zwar immer zur Arbeit, aber zu Hause haben wir alles gemanagt. Wir haben ihm auch den Alkohol mitgebracht. Wo wir einkauften, wusste jeder, dass bei uns immer Bier und Schnaps gekauft wurde. Viele wussten, dass mein Vater Alkoholiker war, aber alle haben es totgeschwiegen.“ Mit 20 zog Sonja aus, mit 24 brach sie den Kontakt zum Vater ab.

Ihr co-abhängiges Verhalten blieb: „Ich habe definitiv psychische Probleme“, gesteht die 49-Jährige. „Ich arbeite bis zum Umfallen, muss immer alles im Blick behalten und hasse es, die Kontrolle zu verlieren“, hat Sonja erkannt. „Als ich vor 15 Jahren einen Burn-out hatte, habe ich verstanden, dass ich lernen muss, mich nicht immer um andere zu kümmern, sondern um mich.“ 

Zu wenig Hilfsangebote für Kinder von Alkoholikern

In der Bundesrepublik leben offiziell rund 2,5 Millionen Alkoholabhängige. Alkoholismus ist eine anerkannte Erkrankung, diagnostisch bezeichnet als „Abhängigkeitssyndrom“. Doch auch die Co-Abhängigkeit ist ein vielschichtiges Krankheitsbild. Schätzungsweise zehn Millionen Angehörige leiden in Deutschland mit.

Obwohl Millionen von Kindern und Jugendlichen betroffen sind, gibt es für sie wenig Hilfsangebote. Nur rund zehn Prozent aller Suchtberatungsstellen hätten Angebote für sie, bemängelt Mielke. 

Wird das Jugendamt eingeschaltet, wüssten die Mitarbeiter oft nicht, wie sie mit der Situation umgehen sollen. „Manche sagen, ‚Trinken tut doch fast jeder‘, und kümmern sich nicht weiter. Andere initialisieren eine Familienhilfe oder eine Psychotherapie.“

Mielke räumt mit dem Mythos auf, dass Kinder den Eltern sofort vom Jugendamt weggenommen werden. „Das hindert COAs oft, sich Hilfe zu suchen“, so Mielke. „Das Elternrecht in Deutschland ist sehr stark – es muss viel passieren, bis Kinder wirklich aus Familien herausgenommen werden.“ 

Anonyme Beratung im Internet

NACOA arbeitet dafür, dass das Hilfe-Netz stärker wird. Außerdem bietet die Organisation eine anonyme Online-Beratung für Kinder und Jugendliche. „Es schon ein Riesenschritt, wenn die Kinder sich regelmäßig im Chat oder per E-Mail unterstützen zu lassen. Da ist eben diese unglaubliche Hemmschwelle, über die Sucht der Eltern zu reden.“

Die Kinder bekämen den Rat, sich eine Vertrauensperson zu suchen, zum Beispiel Oma, Trainer, oder Lehrer. Wichtig sei, dass sich COAs aus ihrer Isolation befreien. „Wir ermutigen sie, dieses co-abhängige Verhalten zu bremsen, sich Hobbys zu suchen, sich Vereinen oder einer speziellen Gruppe für COAs anzuschließen.“ 

Kinder müssen begreifen: Du kannst die Sucht nicht stoppen

Sonja geht es heute sehr gut. Ihre Erfahrungen gibt sie an Kinder und Jugendliche von Alkoholikern weiter: „Unsere Alateen-Gruppe in Bornheim ist anonym. Die Kinder dürfen über alles reden. Sie werden mit ihren Bedürfnissen wahrgenommen. Sie dürfen endlich Nein sagen, ohne das Gefühl zu haben, egoistisch zu sein.“ Eine wichtige Botschaft sei: „Mir darf es gut gehen, auch wenn es meinen Eltern schlecht geht.“

Der regelmäßige Besuch solcher Gruppen verhilft co-abhängige Kinder zu einer veränderten Perspektive: „Die Sucht ist eine Krankheit. Du hast sie nicht verursacht und Du wirst sie auch nicht stoppen können – egal wie sehr Du dich anstrengst. Deshalb gestalte dein Leben!“

Der größte Wunsch sei, Vater oder Mutter trocken zu legen, weiß Mielke. „Das schwerste ist, zu akzeptieren, dass sie keine Einflussmöglichkeiten haben, dass der Süchtige nur selbst etwas ändern kann.“

„Fragen Sie Ihr Kind, wie es ihm ergangen ist“

Haben Eltern ihr Suchtproblem erkannt, eine Entgiftung und eine Therapie in Angriff genommen, rät der COA-Experte ihnen, auch Unterstützung für die Kinder zu suchen. „Und endlich miteinander reden. Fragen Sie, wie es Ihrem Kind ergangen ist. Hören Sie ihm zu. Sagen Sie ihm, dass es Ihnen leid tut, dass Sie so oft abwesend waren. Sagen Sie dem Kind: Jetzt bin ich trocken und ich bemühe mich, dir wieder eine gute Mama oder ein guter Papa zu sein.“ 

Sonjas Vater will oder kann bis heute nicht mit seiner Tochter reden. 

*Name von der Redaktion geändert

Hier finden Co-Abhängige Informationen und Hilfe

  • Infos für Kinder aus Suchtfamilien www.nacoa.de
  • Beratungstelefon 030 – 35 12 24 29 (MI 11-13 Uhr) oder Terminvereinbarung unter [email protected]
  • Jugend-Website www.traudich.nacoa.de
  • Online-Beratung für Jugendliche: https://beratung-nacoa.beranet.info
  • Kostenloser Notruf für Kinder suchtkranker Eltern: 0800-280 280 1
  • Al-Anon Selbsthilfegruppen für Erwachsene
    Informationen unter 0201-77 30 07 oder [email protected]
  • Alateen-Gruppen für Kinder und Jugendliche
  • Aktionswoche für Kinder aus Suchtfamilien im Februar 2016

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Schwelbrand beschäftigt Feuerwehr stundenlang

Großeinsatz der Feuerwehr in LudwigsburgSchwelbrand beschäftigt Feuerwehr stundenlang

Ludwigsburg – In der Friedenstraße kam es gegen 16.30 Uhr zu einem Einsatz der Feuerwehr Ludwigsburg. Gemeldet wurde ein Kaminbrand, der sich offenbar schnell und erstmal unentdeckt in der Zwischendecke in einem Mehrfamilienhaus ausbreitete. Dadurch war der Löscheinsatz recht kompliziert. Das Feuer schwelte im Verborgenen.

Um überhaupt an den Brandherd zu kommen und mit Wasser zu löschen, musste den die Brandbekämpfer einen großen Aufwand betreiben. Die vielen versteckten Glutnester konnten erst nach einigen Stunden gelöscht werden. Dabei mussten Wände und Decken aufgerissen werden um in die Zwischenräume zu klettern.

Der Einsatz erwies sich als langwierig und kompliziert. Verletzt wurde ersten Angaben zufolge niemand. Die Ludwigsburger Feuerwehr war mit sechs Wagen im Einsatz, dazu Kräfte der Polizei und der Rettungsdienste.

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17-Jähriger schlägt Mariano Rajoy mit der Faust ins Gesicht

Der spanische Ministerpräsident Mariano Rajoy ist vor der Parlamentswahl von einem Jugendlichen tätlich angegriffen worden. Am Mittwochabend schlug ein 17-Jähriger dem Regierungschef mit der Faust ins Gesicht, wie örtliche Medien berichteten. 

Die Attacke trug sich in der im nordwestlichen Galicien gelegenen Stadt Pontevedra zu, wo Rajoy einen Teil seiner Jugend verbrachte.

Als sich der 60-Jährige dort im Rahmen einer Wahlkampfveranstaltung auf einer Straße an eine Menschenmenge wandte, habe sich ihm der Jugendliche mit dem Vorwand genähert, ein Selfie mit ihm aufnehmen zu wollen, wie die Zeitung „El País“ meldete.

Brille zu Bruch gegangen

Dann holte der Teenager allerdings aus und versetzte Rajoy einen heftigen linken Haken. Auf Bildern spanischer TV-Sender war zu sehen, wie der Regierungschef zu Boden zu gehen droht, jedoch von umstehenden Personen gestützt wird. Sicherheitskräfte überwältigten den Angreifer und führten ihn in Handschellen ab.

Auf Fotos waren später auf Rajoys linker Wange rote Flecken zu sehen, ernsthaft verletzt wurde er offenbar nicht. Laut spanischen Medien ging bei der Attacke aber seine Brille zu Bruch.

Ohne die Brille tauchte Rajoy später lächelnd bei einem Wahlkampfauftritt im nahe gelegenen A Coruña auf. Oppositionsführer verurteilten den Angriff auf den Ministerpräsidenten.

Bei der Wahl am kommenden Sonntag dürfte Rajoys Partei Partido Popular laut Umfragen zwar siegen, jedoch ihre absolute Mehrheit im Parlament verlieren.

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Frau mit Stichen im Körper entdeckt – Polizei sucht Zeugen

Mysteriöser Fall in AalenFrau mit Stichen im Körper entdeckt – Polizei sucht Zeugen

Die Polizei in Aalen ermittelt in einem mysteriösen Fall. (Symbolbild) Foto: dpa

Aalen – Die Polizei hat in Aalen eine Frau mit mindestens einer Stichverletzung aufgefunden. Die Anfang 30-Jährige hatte in der Nacht zum Samstag selbst den Notruf gerufen, weil sie verletzt war, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Sie kam in ein Krankenhaus und wurde operiert.

Die Polizei sprach von „Stichen im Körper“, ohne Details darüber zu nennen, was genau passiert war. Auch das genaue Alter der Frau war zunächst nicht bekannt.

Die Polizei sucht nach Menschen, die sich zur Zeit des Vorfalls in der Nähe aufgehalten haben und schreibt: „Jeder, der zwischen ein Uhr und drei Uhr im Bereich Gartenstraße, Fackelbrückenstraße, Brunnenstraße und der Aal unterwegs war, wird gebeten sich zu melden, unabhängig davon, ob er selbst glaubt, Beobachtungen gemacht zu haben“.

Darüber hinaus bittet die Polizei diejenigen, die in der gesamten Gartenstraße, zwischen Friedrichstraße und Hofherrnstraße und den parallel laufenden Straßen und Fußwegen, bis zur Bahnlinie im Süden und der Schillerhöhe im Norden andere Personen gesehen haben, die ihnen auffielen, sich zu melden. „Wer einen Gegenstand findet, mit dem eine Stichverletzung verursacht werden kann, wird gebeten, unmittelbar die Polizei zu informieren, ohne diesen Gegenstand zu berühren“, hieß es in der Mitteilung.

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Familienstreit zu Weihnachten? So nehmen Sie die Spannung raus

Eigentlich soll Weihnachten ein Fest der Liebe und des Friedens sein. Aber ausgerechnet in dieser Zeit brechen oft familiäre Streitigkeiten aus, die alle Generationen betreffen können. Warum das so ist und wie Eltern gegensteuern können, erklärt eine Erziehungsberaterin.

Wenn jeder in Geschenk-Hektik verfällt, die Wohnung für Gäste auf Hochglanz gebracht werden muss und der große Einkauf fürs Festmenü noch aussteht, ist in vielen Familien von der vielen beschworenen Besinnlichkeit nicht viel übrig. In diesem Organisationsmarathon knallt es zwischen Ehepartnern, Eltern und Kindern, Großeltern und ihren erwachsenen Kindern oder sogar den Enkeln.

Stress und Harmoniezwang begünstigen Streit

„Weihnachten birgt ein relativ hohes Konfliktpotential, weil die meisten sehr hohe Erwartungen haben“, erläutert die Psychologin und Erziehungs- und Familienberaterin Karin Jacob vom SOS-Familienzentrum Berlin gegenüber t-online. „Bei dieser Wunschvorstellung spielen auch die gesellschaftlichen Bilder vom Fest der Liebe und Harmonie eine große Rolle. Die Werbung führt uns eine solche Familienidylle vor.“

Es ist also der Gegensatz von Ideal und stressiger Realität, die allzu oft den Haussegen an Weihnachten in Schieflage bringt. Nach der repräsentativen Umfrage eines Marktforschungsinstitutes kommt es wegen enttäuschter Erwartungen am häufigsten zu Familienstreitigkeiten. Zweithäufigster Grund ist die ungerechte Verteilung von Aufgaben vor und während der Feierlichkeiten. Vor allem Ehefrauen, beziehungsweise Mütter, beschwerten sich über mangelnde Unterstützung ihrer Lieben.

Konflikte können sich an den Feiertagen auch an Erziehungsfragen entzünden.  Sei es, dass Mutter und Vater sich nicht einig sind oder sich auch noch die Großeltern in pädagogische Grundsatzdiskussionen einmischen. 

In vielen Familien potenziert sich der Stress durch besondere Familienverhältnisse, etwa wenn die Eltern getrennt leben oder eine Patchwork-Konstellation besteht. Dann ist es schwer, es jedem Recht zu machen.

Ablauf des Weihnachtsfestes gemeinsam besprechen

Obwohl Streit in vielen Familien Jahre zu Weihnachten gehört wie Geschenke unterm Baum, gibt es Möglichkeiten das Konfliktrisiko schon vor den Feiertagen einzudämmen. Karin Jacob empfiehlt, Absprachen zur „Dramaturgie“ des Festes zu treffen Jeder sollte die Möglichkeit haben, seine Vorstellungen einzubringen, um dann einen Konsens zu finden – samt der nötigen Flexibilität aller Beteiligten und Freiraum für jeden.

„Bei solchen Absprachen kann man sich vornehmen, Reizthemen zu vertagen und das dicht gedrängte Weihnachtsprogramm zu entschlacken. Das wirkt Stress und Überfrachtung entgegen und erdet die Erwartungen.“

Eltern geben die Streitregeln vor

Kommt es trotzdem an Weihnachten zu Reibereien, muss das nicht das Ende eines gelungenen Familienfestes sein. Vorausgesetzt jeder beherzigt Regeln für „gutes“, konstruktives Streiten. „Streitregeln anzuwenden ist der Job der Eltern“, kommentiert Jacob. „Sie schaffen den Rahmen und sind die Vorbilder, die eine solche Diskussionskultur ihrem Nachwuchs vorleben.“ Das sind die wichtigsten Regeln:

  • dem Gegenüber keine Vorwürfe machen
  • bei der Sache bleiben, statt in Grundsatzdiskussionen zu verfallen
  • begründen, warum man sich ärgert oder schlecht fühlt
  • Ich-Botschaften verstärken das Verständnis füreinander
  • anklagende „Du-Angriffe“ vermeiden

Einfacher Trick entschärft den Streit 

„Genauso wichtig wie konstruktives Streiten ist richtiges Zuhören. Wer die Argumente des anderen geduldig zusammenfasst, nimmt durch diese Verlangsamung nicht nur Dynamik und Druck aus dem Konflikt. Er stellt auch sicher, dass er den Partner, die Eltern oder die Kinder richtig verstanden hat. Das schafft Respekt für die Sichtweise des anderen und ermöglicht nicht selten einen befriedenden Blickwechsel“, rät Jacob.

Gerade bei jüngeren Kindern löst Streit in der Familie, insbesondere zwischen den Eltern, häufig Unsicherheit und existentielle Ängste aus. „Diese Furcht kann man entkräften“, weiß die Therapeutin. Eltern sollten ihren Kindern vermitteln, dass Streiten grundsätzlich kein Bedrohung darstellt, sondern etwas Normales ist. Daraus können sogar neue Impulse für eine Problemlösung entstehen. „Diese Zuversicht muss man seinen Kindern unbedingt geben.“

So lässt sich Streit mit Teenagern vermeiden

Dass Jugendliche mit Besinnlichkeit und familiärer Eintracht nur wenig am Hut haben, liegt an der notwendigen Ablösung in dieser Entwicklungsphase. Dennoch muss ein Streit mit bockigen Teenagern nicht zwangsläufig eskalieren. Etwas „Freilauf“ und Rückzugsmöglichkeiten während der Feiertage könnten zur Entspannung aller beitragen, meint die Expertin.

Sie gibt zu bedenken, dass Jugendliche in dieser Lebensphase nicht von hormonellen Wallungen gesteuert würden, sondern auch im Gehirn „alles neu verschaltet“ werde. Eltern müssten einfach damit rechnen, dass die Stimmung ihres Kindes stark schwankt. Mit diesem Bewusstsein sollten Eltern gelassen bleiben und nicht jeden Angriff ihres Sprössling zu persönlich nehmen – ob zu Weihnachten oder im Alltag.

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75-Jährige übersieht Auto beim Abbiegen

B27 im Kreis Esslingen75-Jährige übersieht Auto beim Abbiegen

Esslingen – Leicht verletzt wurden drei Personen bei einem Unfall, der sich am Freitag gegen 12.20 Uhr zwischen Bernhausen und Plattenhardt (Kreis Esslingen) auf der B27 ereignet hat.

Eine 75-Jährige fuhr laut Polizei von der B 27 an der Ausfahrt Plattenhart ab. An der nachfolgenden Kreuzung wollte sie auf die Landstraße 1209 in Richtung Bernhausen fahren. Hierbei übersah sie einen von Bernhausen kommenden Mazda-Fahrer. Es kam zur Kollision, wobei die Toyota-Fahrerin, der 24-jährige Mazda-Fahrer sowie sein 17-jähriger Beifahrer leicht verletzt wurden. Sie mussten alle vom Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht werden. Beide Fahrzeuge wurden abgeschleppt. Es entstand Schaden in Höhe von ungefähr 10.000 Euro.

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Polizei greift bei Kurdendemo ein

Demo in StuttgartPolizei greift bei Kurdendemo ein

Stuttgart – Der erste November ist für viele Kurden der „Welt-Kobane-Tag“, an dem sie an das Schicksal der Menschen in der kurdischen Stadt Kobane in Syrien erinnern. Am Mittwoch gingen in Stuttgart mehrere Hundert Menschen auf die Straße, auch, um gegen die türkische Regierung zu demonstrieren. „Die Demo verlief sehr ruhig“, sagte ein Sprecher der Polizei. Nur einmal am Anfang mussten die Polizeibeamten, die den Aufzug begleiteten, einschreiten.

Ein Mann und eine Frau hatten an der Lautenschlagerstraße ein Transparent an einem Baugerüst angebracht. Deswegen schritt die Polizei ein, außerdem soll der Mann verbotenerweise Pyrotechnik, also Böller oder Bengalos, abgebrannt haben. Die Beamten fassten den Mann und nahmen seine Personalien auf. Die Frau, die mit ihm zusammen das Transparent verbotenerweise angebracht haben soll, entkam den Polizisten. Vor gut einer Woche war es nach einer Kurdendemo in der Innenstadt zu einem gefährlichen Zwischenfall gekommen. Ein Mann, der ebenfalls Pyrotechnik gezündet haben soll, stieß in der Calwer Straße einen Passanten vor ein Polizeiauto. Die Ermittler gingen davon aus, dass er dadurch die Ordnungshüter abschütteln wollten, die ihm nach dem Zwischenfall mit dem Böller auf dem Schlossplatz auf den Fersen waren.

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