Play-offs starten wie geplant: Verwirrung im Volleyball


Play-offs starten wie geplant Verwirrung im Volleyball Stuttgart (hinten) gegen Schwerin ist auch ein Fall fürs Fernsehen

Der Spartensender Sport 1 hat für Diskussionen bei den Volleyballfans gesorgt. Es ging um eine mögliche Verlegung des ersten Play-off-Finales zwischen Stuttgart und Schwerin, das nun wie geplant am 21. April ausgetragen wird.

Stuttgart – Wer bezahlt, der bestimmt, heißt es gerne. Sport 1 zahlt zwar nicht, beeinflusst aber trotzdem den Spielplan – zumindest im Volleyball. Die Fans hat der Spartensender damit jedenfalls auf die Palme gebracht.

Nicht nur beim SSC Palmberg Schwerin, sondern auch bei dessen Finalgegner Allianz MTV Stuttgart. Das erste Play-off-Spiel war für den 22. April avisiert, geht aber nicht, weil die heimische Scharrena da schon durch den Handball-Bundesligisten TVB Stuttgart belegt ist und die Partie live auf Sky übertragen wird. Also ein Tag vorher am 21. April? Wollte der Fernsehsender nicht, weil dafür kein Zeitfenster frei war.

„Jetzt bleibt Gott sei Dank alles beim alten“, sagt Stuttgarts Geschäftsführer Aurel Irion. Also Spiel eins ist am 21. April um 19.30 Uhr in der Scharrena. Von einer in den sozialen Netzwerken diskutierten Vorverlegung auf den Mittwoch ist ihm jedenfalls nichts bekannt. Die Debatte kam letztendlich dadurch auf, weil der Spartensender Sport 1 diese Saison – nach Verlust der Zweitliga-Rechte im Fußball sowie an der Handball-Bundesliga – seine Liebe zum Volleyball entdeckt hat. Durchaus mit Erfolg, die Partie zwischen Dresden und Stuttgart vom 8. November 2017 hält bisher den Rekordwert mit 150 000 Zusehern im Schnitt und sogar 290 000 in der Spitze. Dennoch wird das bei den Fans durchaus kritisch beäugt. Volker Leitner bringt es bei Facebook auf den Punkt: „Mehr TV-Präsenz ist gut, aber nicht um jeden Preis.“

Genauso sieht es auch Aurel Irion: „Grundsätzlich ist das eine Riesenchance fürs Volleyball, aber der Sport muss im Vordergrund stehen und darf nicht hin- und hergeschoben werden.“ Soll heißen: der Fan muss rechtzeitig wissen, wann gespielt wird, nicht dass es wie jetzt soweit kommt, dass der Vorverkauf für das erste Play-off-Spiel kurz unterbrochen werden muss, was zu den Spekulationen geführt hat.

Zumal die Clubs auch noch die Produktionskosten übernehmen müssen, um überhaupt gesendet zu werden. Im bisher einzigen Fall in Stuttgart hat die der Sponsor Kärcher gestemmt, wobei für die nächste Saison der Abschluss eines Fernsehvertrages im Raum steht. „Dann müssen wir dahin kommen, dass es auch einen Geldrückfluss für die Vereine gibt“, betont Irion. Denn er muss stets einen Blick auf die Finanzen haben – und da tun sich schon die nächsten Sorgen auf. Nachdem die DVL für nächste Saison drei Startplätze in der Champions League erhalten hat, wäre der MTV als Finalist bereits qualifiziert. Doch bei einem drohenden Minus im sechsstelligen Bereich in diesem Wettbewerb, wird der Verein wohl abwinken müssen.

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