Kategorie -Jugendliche

„Pornokompetenz“ für Jugendliche nötig

Pornografie ist fast überall zu entdecken und im Internet frei verfügbar. Das kann eine Gefahr für Kinder und Jugendliche sein. Sie brauchen nach Expertenmeinung neben der allgemein bekannten Medienkompetenz auch eine „Pornokompetenz“.

Kinder und Jugendliche brauchen nach Ansicht von Pädagogen Hilfe im Umgang mit Pornografie. „Die Kinder müssen Fragen stellen dürfen, da hilft kein verschämtes Wegducken“, sagte die Rostocker Pädagogin Katharina Zillmer von der Landesfachstelle für sexuelle Gesundheit und Familienplanung Mecklenburg-Vorpommern.

Jugendliche brauchen eine Pornokompetenz

Angelehnt an den Begriff der Medienkompetenz bräuchten sie eine „Pornokompetenz“. Dabei müsse klar sein, dass Verbote nichts nutzen. „Pornografie ist allgegenwärtig, zusätzlich birgt alles Verbotene einen noch höheren Reiz“, betonte Zillmer. Auch Vorwürfe helfen nach den Worten der Expertin nicht weiter.

Kinder sind meist überfordert

Trotz einer angeblich immer freizügigeren Gesellschaft sei das Thema Sexualität und Pornografie emotional hochbelastet, erläuterte Zillmer. Viele Kinder kämen schon mit elf, zwölf Jahren erstmals mit Pornos im Internet in Berührung. „Sie sind meist zunächst überfordert“, sagte Zillmer. Die Reaktionen reichten von schockiert und erschrocken bis hin zu äußerlich völlig cool und abgebrüht.

Was Jugendliche wissen wollen

Mit zunehmendem Alter kämen Fragen zu bestimmten Sexualpraktiken oder zur oft in den Filmen dargestellten freien Verfügbarkeit von Frauen. „Die Jugendlichen brauchen dann einen Raum, in dem alle Fragen gestellt werden dürfen und sie sich sicher sein können, dass die Probleme in diesem Kreis bleiben.“

Die Jugendlichen ernst nehmen

In den wenigsten Fällen seien dann Eltern die ersten Ansprechpartner. Meist ist es der Freundeskreis, aber auch Lehrer und Schulsozialarbeiter könnten hier eine wichtige Funktion erfüllen. Erwachsene sollten die Jugendlichen sehr ernst nehmen. „Das heißt auch, nicht immer gleich Antworten parat haben zu müssen“, sagte Zillmer.

Pornografie und Liebe haben nichts miteinander zu tun

Kindern müsse klargemacht werden, dass Pornografie mit dem Leben und der Liebe nur wenig zu tun haben. So seien Pornoschauspieler gecastet, zum Beispiel nach Aussehen und Figur. Trotzdem seien pornografische Darstellungen per se nicht schädlich, betonte Zillmer. Dafür müsse aber der soziale Hintergrund der Kinder in Ordnung sein. Zudem zeigten die Erfahrungen, dass die meisten jungen Erwachsenen sagen, dass sie früher viel Pornos geschaut hätten – das nun aber der Vergangenheit angehöre.

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„Tanjas BH“ entfacht Feminismus-Debatte – Kritik am Oetinger-Verlag

Da will jemand witzig sein, aber es geht nach hinten los. Ausgerechnet der renommierte Oetinger-Verlag, der Astrid Lindgrens Bücher vertreibt, hat es sich jetzt mit Müttern, Feministinnen und ziemlich vielen Internet-Nutzern verdorben. Schuld ist Tanjas BH oder vielmehr ein Plakat, das für ein neues Jungsbuch werben soll. Der Titel: „Die inneren Werte von Tanjas BH“. Dafür erntete der Verlag einen Shitstorm.

Die Zeichnung auf dem Poster bedient sämtliche Rollenklischees, aber sicherlich ist das nur Ironie, die Jungen mit 14 bestimmt sofort verstehen. Sie haben ja auch ein „Superhirn“, wo Mädchen nur einen „Hohlraum“ haben und eine „Intelligenzausgabestation“ an der Stelle, die beim weiblichen Pendant eine „Quasselstation“ einnimmt. Das Poster beschreibt auf diese Weise fast alle Körperteile von Jungen und Mädchen. Ben ist komplett angezogen, er trägt Jeans und T-Shirt. Tanja ist im knappen Bikini abgebildet. Ihre Brust ist das „Verwirrmodul“ und Ben hat im Schritt einen „Undercover-Sensor“.

Fazit: Der Junge ist cool, witzig und intelligent, das Mädchen ist hübsch und – äh? War da noch was?

Rollenklischees mit Verwirrmodul contra Undercover-Sensor untermauert

„Witzig, respektlos und mit einem ultracoolen Mädchen- und Jungsposter in jedem Buch.“, so wirbt der Oetinger-Verlag dafür. Das hat die Kampagne @feminismusheute aufgegriffen. Der Tweet „#IchbraucheFeminismus, damit solche Werbung nicht mehr in Schulen aufgehängt werden darf!“ hat die Aufregung im Netz ausgelöst. Das Bild zeigt das Plakat in einem Gymnasium in Mecklenburg-Vorpommern.

Respektlos und überhaupt nicht witzig finden zahlreiche User in den sozialen Netzwerken die Kampagne. Rollenklischees würden bedient und verfestigt. „Ultracool“ wie der Verlag selbst, findet es keiner. Auf Twitter fragt „Die_Mutti“: Oetinger-Verlag – geht’s noch?“

Der Oetinger-Verlag, der unter anderem „Pippi Langstrumpf“, Bücher von Kirsten Boie und „Die Tribute von Panem“ im Sortiment hat, verteidigt sich auf seiner Facebook-Seite und ruft zur Diskussion von Rollenklischees auf:

„Heute online heiß diskutiert: Dieses Plakat, das dem Buch ‚Die inneren Werte von Tanjas BH‘ beiliegt, zeigt den Blick des dreizehnjährigen Ben auf gleichaltrige Mädchen. Ben tappt von einem Fettnapf in den nächsten, weil er sich von Geschlechterklischees leiten lässt. Der Leser lacht über Bens ironisch zugespitzte Verirrungen. Das Plakat folgt dem gleichen Prinzip und ist absichtlich so deutlich überzeichnet, um keinerlei Zweifel aufkommen zu lassen: Hier geht es nicht um eine ernst gemeinte Darstellung von Geschlechtereigenschaften, sondern um unter Jugendlichen in der Pubertät weit verbreitete Vorurteile. Wir als Jugendbuchverlag nehmen dieses Thema ernst und greifen hier zum Mittel der Ironie. Welche Geschlechterklischees nerven Euch?“

Oetinger-Verlag wollte ironisch sein

Laut „Buzzfeed“ sagte Geschäftsführerin Doris Jahnsen, der Verlag habe das Buch verlegt, um mit Geschlechterklischees zu spielen, man wolle sie nicht zementieren, sondern ironisch vorführen. Die Zeichnungen seien so überzogen, dass man über die Geschlechterklischees doch nur lachen könne. „Und Humor ist bekanntermaßen die beste Waffe gegen stereotype Vorstellungen.“

Heute online heiß diskutiert: Dieses Plakat, das dem Buch „Die inneren Werte von Tanjas BH“ beiliegt, zeigt den Blick…

Posted by Verlagsgruppe Oetinger on Mittwoch, 8. April 2015

Lieber Oetinger-Verlag! Wir raten, nächstes Mal unbedingt „Ironie“ in dicken Lettern dazuschreiben. Klar sind die Klischees überzogen, richtig lustig ist das trotzdem nicht, schon deshalb, weil kein Jugendlicher aus der Zielgruppe so spricht – egal ob er eine Intelligenzausgabestation oder eine Quasselstation besitzt.

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DGB-Studie: Hauptschüler nahezu ohne Chance auf Ausbildungsplatz

Die Unternehmen in Deutschland beklagen den Mangel an Fachkräften. Trotzdem haben Jugendliche mit einem Hauptschulabschluss weiterhin schlechte Chancen auf einen Ausbildungsplatz. Laut einer Studie des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) waren von knapp 44.000 offenen Stellen der bundesweiten IHK-Lehrstellenbörse knapp 62 Prozent Jugendlichen mit niedriger Schulbildung verschlossen.

Selbst im Hotel- und Restaurantgewerbe seien 60 beziehungsweise 40 Prozent der Ausschreibungen so formuliert, dass sie Jugendliche mit Hauptschulabschluss ausschließen.

Ausschlussquote bei Bankberufen quasi bei 100 Prozent

Der DGB analysierte Ende März die offenen Ausbildungsplätze des Lehrstellenportals der 80 Industrie- und Handelskammern (IHK). Bei den Bank- und Büroberufen gehe die Chance von Hauptschulabsolventen auf eine Lehrstelle „ohnehin gegen Null“, heißt es in dem Bericht. Im Büromanagement, im Groß- und Außenhandel oder bei Industriekaufleuten liege die Ausschlussquote bei mehr als 90 Prozent. Im gewerblich-technischen Bereich würden Hauptschulabsolventen ebenfalls oft ausgegrenzt.

Das passe nicht zu „den ewigen Klagen über den vermeintlichen Fachkräftemangel“, kritisierte die stellvertretende DGB-Vorsitzende Elke Hannack in der „Süddeutschen Zeitung“. Wer künftig seinen Fachkräftenachwuchs sichern wolle, der müsse verstärkt Jugendlichen mit Hauptschulabschluss eine Chance geben.

Zahl der Hauptschulabsolventen stark zurückgegangen

Der stellvertretende Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), Achim Dercks, dagegen verwies darauf, dass die Anzahl der Hauptschüler in den vergangenen zehn Jahren um 35 Prozent zurückgegangen sei. Nur noch 17 Prozent aller Schüler eines Jahrgangs verließen die Schule mit einem Hauptschulabschluss. Deren Ausbildungschancen seien hervorragend und würden „immer besser“. In anspruchsvollen Ausbildungsberufen reiche ein Hauptschulabschluss aber leider nicht aus.

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Wie sich Teenager heute von ihren Eltern abgrenzen

Mit der Pubertät beginnt das Chaos. Hormone wirbeln nicht nur im Körper alles durcheinander, auch , wo wichtige Verbindungen wieder neu geknüpft werden müssen. Eigentlich ist jetzt auch die Zeit der Rebellion, in der Jugendliche mit elterlichen Konventionen brechen, um sich damit von der Welt der Erwachsenen abzugrenzen. Doch ist das heute nicht mehr so einfach, denn viele moderne Mütter und Väter sind ebenfalls in der allgegenwärtigen Jugendkultur verwurzelt. Wie Teenager es trotzdem schaffen, sich abzugrenzen und Autonomie zu erlangen, erklärt eine Expertin.

Es gehört zu den spannnesten Lebensphasen, wenn sich Kinder langsam zu Erwachsenen mausern. Sie erleben die erste Liebe, die ersten sexuellen Erfahrungen und machen die ersten Schritte hin zu einem autonomen Leben. Im Weg stehen dabei aus Sicht der Jugendlichen häufig nur die Eltern, die versuchen die Reifung ihres Nachwuchses in möglichst vernünftige und reibungsfreie Bahnen zu lenken. Verständlich, dass es da auf dem Weg zur Selbstfindung zu Konflikten kommt.

Revolte hilft bei der Ablösung

Das jugendliche Aufbegehren auf der Suche nach dem eigenen Ich findet zunächst in alltäglichen Situationen in kleineren Dosen statt. Etwa wenn die dreizehnjährige Tochter ihrer Mutter trotzig entgegnet: „Du hast ja keine Ahnung, was man jetzt trägt und außerdem geht dich das sowieso nichts an.“

Für Entwicklungspsychologen ist dieser pubertierende Aufstand, der sich bei den meisten Teenagern irgendwann in fast allen Lebenslagen bemerkbar macht, zwar ein Kampf um Akzeptanz, aber kein komplettes Abwenden von den Eltern. „Klar ist, dass die Ablösung von Mutter und Vater im Jugendalter ein sehr wichtiger Entwicklungsschritt ist. Im optimalen Fall bedeutet es zunehmende Autonomie der Jugendlichen bei gleichzeitig hoher emotionaler Verbundenheit mit den Eltern. Das ist das Ziel“, so die Psychologin Eva-Verena Wendt vom Deutschen Jugendinstitut (DJI) gegenüber t-online.de.

Jugendliche haben heute mehr Entscheidungsmacht

Dabei ist die deutliche Abgrenzung vom Erwachsenenkosmos heute schwerer als noch ein oder zwei Generationen zuvor: „Die Eltern der heutigen Jugendlichen“, erklärt die Expertin weiter, „sind circa zwischen 1960 und 1975 geboren. Das heißt, diese Eltern haben ihrerseits schon eine gewandelte, teils ausgesprochen anti-autoritäre Erziehung erlebt und setzen bei ihren eigenen Kindern auch deshalb ganz andere Ziele, als das Eltern in der Nachkriegszeit in den 1950er Jahren getan haben.“

So haben pädagogische Prinzipien wie Gehorsam und Unterordnung seit der Nachkriegszeit kontinuierlich an Bedeutung verloren. „Immer wichtiger werden dagegen Selbständigkeit und freier Wille. Jugendliche haben heutzutage mehr Entscheidungsmacht als früher und werden durch Diskussionen und Erklärungen an Entscheidungen beteiligt, und nicht wie früher in Form von Anweisungen – gegen die ja rebelliert wurde. Trotzdem bleibt die Ablösung eine Herausforderung für Jugendliche und Eltern“, kommentiert die Psychologin.

Wenn sich das Styling und der Musikgeschmack gleichen

Auch die Themen, über die zwischen den Generationen gestritten wird, haben sich mittlerweile verändert. Insbesondere bei Äußerlichkeiten wie etwa bei Kleidung und Styling haben sich Jung und Alt einander angenähert.

Viele jung gebliebene Eltern vereinnahmen inzwischen auch für sich solche sichtbaren Attribute, die noch vor 30 Jahren als Insignien des Heranwachsens und der Rebellion galten und allein Teenagern und jungen Erwachsenen vorbehalten schienen. Dazu gehören zerschlissene Jeans genauso wie Piercings und Tattoos oder punkige Frisuren. Sogar bei den musikalischen Vorlieben sind die Schnittmengen größer geworden.

Es bleibt genug Konfliktpotential

Trotz solcher Verschmelzungen bestehe aber bei bestimmten Fragen zwischen pubertierenden Kindern und ihren Eltern immer noch genug Konfliktpotential mit entsprechender Reibungshitze, betont Wendt. „Diskussionsbedarf über andere Bereiche gibt es genauso wie früher – etwa wenn es um Zeitgrenzen beim Ausgehen, Übernachtungsregeln, Alkoholkonsum, Lernen und Schule, Wahl der Sozialkontakte, Sexualität oder um die Nutzung des elterlichen Autos und das Taschengeld geht. In nahezu jeder Familie werden sich deshalb Felder finden lassen, wo diese wichtigen Auseinandersetzungen zwischen Eltern und Jugendlichen entstehen, wo die Teenager auf dem Weg zur Autonomie ihre Grenzen austesten, wo sie versuchen werden, heimlich Grenzen zu erweitern.“

Jugendlicher Netzjargon im digitalen Kosmos

Eine besondere Rolle bei diesem jugendlichen Selbstfindungs- und Ablösungsprozess spielen heute moderne Kommunikationsmittel und ihre Nutzung. Hier sind Teenager oftmals nicht nur technisch ihren Eltern haushoch überlegen, sondern bewegen sich beim Twittern und Chatten in einem Sprachraum, der für viele Väter und Mütter zum großen Teil ein Mysterium bleibt.

„Jugendliche entwickeln hier eigene Kommunikationstraditionen in ihren Kontaktkreisen, beispielsweise Kommunikation im Dialekt oder Nutzung von Abkürzungen. Sie verwenden also einen eigenen Netzjargon, den die Eltern unter Umständen nicht verstehen können, weil sie da einfach nicht mehr auf dem Stand der Zeit sind“, erklärt die Expertin des DJI.

Teenie-Sprache als wirkungsvolles Abgrenzungsinstrument

Dabei ist eine spezielle Jugendsprache als Abgrenzung zu anderen absolut nichts Neues. Schon immer war sie mit charakteristischen codierten Ausdrucksweisen ein wichtiger Bestandteil der Selbstinszenierung Heranwachsender und innerhalb von Teenie-Cliquen außerdem identitätsstiftend. Insiderformulierungen lösen Zugehörigkeitsgefühl unter Gleichgesinnten aus, brechen aber zugleich auch mit bestimmten Normen der Älteren und wollen provozieren.

Zu den bevorzugten kreativen Sprachbasteleien, die sowohl sprechend als auch schreibend benutzt werden, gehören zum Beispiel Wortverfremdungen, Übertreibungen und Wortneuschöpfungen, die oft mit abgewandelten Anglizismen verknüpft werden oder Vokabeln, die in einem neuen Kontext verwendet werden. Dabei wird mit der Muttersprache und deren Regeln oft ziemlich rabiat umgesprungen: Grammatik ist dann dazu da, ignoriert zu werden, Rechtschreibung gilt höchstens als Empfehlung.

Sprachliche Anleihen beim Jugendslang

Doch Jugendsprache, die sich ohnehin ständig in einem Wandel befindet, muss sich mehr denn je permanent erneuern – gleich welcher Jugendkultur sie entstammt. Denn gerade unsere auf Jugend fokussierte Gesellschaft adaptiert gerne Begriffe aus diesem Kommunikationskosmos, die über die Medien und die Werbung manchmal sogar als genormtes Sprachgut den Weg in den Duden schaffen. Zur klaren Abgrenzung von der Erwachsenenwelt taugen solche Vokabeln und Redewendungen dann jedenfalls nicht mehr.

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Ursache von Feuer in Hamburger Flüchtlingsheim klar

„Es ist Brandstiftung.“ Nach dem Feuer in einer Hamburger Container-Unterkunft für jugendliche Flüchtlinge am Dienstagabend steht die Brandursache fest. In einem unbewohnten Raum sei eine Matratze angezündet worden, sagte eine Polizeisprecherin in der Hansestadt. Von einem Anschlag von außen sei nach aktuellem Stand aber wohl nicht auszugehen.

Jetzt ermittelt die Polizei, wer die Matratze angezündet hat. An einen Anschlag von außen glauben die Ermittler auch deshalb nicht, weil das Gelände gesichert sei. Dieser Fall sei „eher unwahrscheinlich“.

Der Brandstifter sei möglicherweise in den Reihen der Jugendlichen selbst zu suchen, sagte ein Polizeisprecher. Bei dem Feuer war ein Wohncontainer ausgebrannt, zwei weitere wurden durch die Flammen von außen beschädigt. Verletzt wurde niemand.

Betreuung von Intensivstraftätern

Das Feuer sei in dem unbewohnten Zimmer eines Containers ausgebrochen, sagte der Polizeisprecher. Dort sei eine Matratze angezündet worden. „Wir können aber noch nicht sagen, von wem.“

In der kleinen Unterkunft in einem Industriegebiet im Stadtteil Hammerbrook werden erst seit kurzem 20 minderjährige Intensivstraftäter speziell betreut, die ohne Eltern nach Deutschland gekommen sind. Sie waren zuvor in anderen regulären Einrichtungen untergebracht. Es gab dort allerdings teils erhebliche Probleme mit ihnen.

Bewohner können sich frei bewegen

Die Einrichtung auf einem ehemaligen Recyclinghof besteht aus einem Hauptgebäude und insgesamt 16 Wohn- und Sanitärcontainern für die Jugendlichen, die den Behörden zufolge durch Straftaten, Aggressivität und teils massiven Drogenkonsum auffielen. Auf dem von einem Zaun umgebenen Gelände sind rund um die Uhr Betreuer und Mitarbeiter eines Sicherheitsdiensts anwesend.

Es ist aber kein geschlossenes Heim. Die Bewohner können sich frei bewegen. Die Jugendlichen könnten das Gelände verlassen und bis 22 Uhr auch Gäste mit hereinbringen. Allerdings würden sie auf Drogen und Waffen untersucht.

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Deutschland mit niedrigstem Kinderanteil in der EU

Deutschland hat in der Europäischen Union (EU) den niedrigsten Anteil an Kindern. 2014 seien nur 13,1 Prozent der Bevölkerung in der Bundesrepublik unter 15 Jahre alt gewesen, teilte das europäische Statistikamt Eurostat am Donnerstag mit. Den höchsten Anteil verzeichnete dagegen mit Abstand Irland (22 Prozent), gefolgt von Frankreich (18,6 Prozent) und Großbritannien (17,6 Prozent).

Generell wird der Kinderanteil in den kommenden Jahrzehnten in den meisten EU-Ländern weiter abnehmen: Im Schnitt der 28 Mitgliedstaaten wird er von heute 15,6 Prozent auf 15 Prozent im Jahr 2050 fallen.

Hier steigen die Geburtenzahlen

Bis Mitte des Jahrhunderts wird der Kinderanteil nur in neun Ländern steigen: Belgien, Bulgarien, Tschechien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Slowenien und Schweden. Die stärksten Zuwächse werden nach der Eurostat-Prognose dabei Litauen mit zwei Prozentpunkten und Lettland mit 1,2 Prozentpunkten verzeichnen. In Deutschland sinkt der Anteil bis 2050 dagegen um 0,4 Prozentpunkte auf 12,7 Prozent. Den niedrigsten Kinderanteil werden dann Portugal (11,5 Prozent) und die Slowakei (11,8 Prozent) verzeichnen.

Diese Statistiken spielen eine wichtige Rolle bei der Bewertung der Fortschritte der EU-Jugendstrategie. Es geht neben den Geburtenzahlen auch um Kinderbetreuung, den Übergang von der Schule ins Berufsleben und die Auswirkungen von Informations- und Kommunikationstechnologien.

„Being young in Europe today“ behandelt in sieben Kapiteln die Themen Demografie, Familie und Gesellschaft, Gesundheit, Erziehung und Bildung, Zugang zum und Teilnahme am Arbeitsmarkt, Lebensbedingungen und digitale Welt.

Beispiel Nesthocker – Nestflüchter: Daten klaffen weit auseinander

Einige Daten klaffen weit auseinander. In den nordischen EU-Mitgliedstaaten verlassen beispielsweise junge Leute das Elternhaus früher. Das Durchschnittsalter, in dem junge Menschen aus dem Elternhaus auszogen, betrug 2013 für die gesamte EU 26,1 Jahre. In Schweden sind die Nestflüchter am jüngsten, nämlich im Schnitt 19,6 Jahre, in Kroatien am ältesten, nämlich 31,9 Jahre.

Weitere Daten und Fakten zu Familie, Arbeit, Freizeit, Studium und Internet stellt Eurostat in interaktiven Grafiken zur Verfügung. Hier können sich beispielsweise Jugendliche mit anderen Altersgenossen anderer EU-Länder vergleichen.

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Gynaekologie: Der erste Besuch für junge Mädchen beim Frauenarzt

Erste Regelblutung, erster Freund, Regelschmerzen, Impfen gegen Gebärmutterhalskrebs? Wann ist für Mädchen der beste Zeitpunkt für den ersten Besuch beim Frauenarzt? So läuft der erste Termin beim Gynäkologen ab und diese Fragen sollten die jungen Frauen ansprechen.

Wenn ein junges Mädchen noch keinen Geschlechtsverkehr hat oder plant und keine Beschwerden wie Ausfluss oder Schmerzen vorliegen, dann ist ein Besuch beim Frauenarzt auch noch nicht notwendig. Sobald man aber das Bedürfnis hat, Fragen zu stellen in Bezug auf den Körper, Sexualität, Geschlechtskrankheiten, Verhütung oder Ähnliches, ist der Frauenarzt die richtige Adresse.

Eine Ärztin, bitte

Die meisten jungen Frauen entscheiden sich dann für den ersten Besuch, wenn sie sich die Pille verschreiben lassen möchten. Ein Großteil davon möchte von einer Frau behandelt werden. Der Gedanke daran, dass ein fremder Mann die intimsten Stellen untersucht, macht oft noch mehr Angst als der Gedanke an die Untersuchung an sich, der ja schon unangenehm genug ist. Dass das für den Arzt Alltag ist, tröstet da wenig.

Vertrauensvolles Gespräch

Viele Frauenärzte bieten den Mädchen an, beim ersten Besuch lediglich ein klärendes Gespräch zu führen und erst bei einem weiteren Termin die Untersuchung durchzuführen. Manche Praxen bieten auch eine spezielle Teenagersprechstunde. Im Gespräch werden nicht nur der Grund des Besuches, sondern auch vorherige Krankheiten, familiäre Situation und eventuelle Verhütungsmethoden abgeklärt. Normalerweise erklärt der Arzt auch, mit welchen Instrumenten er arbeitet und was genau er damit macht. Sollte das nicht der Fall sein, hat jede Frau das Recht, danach zu fragen.

Mit Scham und Unsicherheit umgehen können

Für Mädchen, die noch Jungfrauen sind, gibt es sogar extra Instrumente, wie zum Beispiel einen kleineren Scheidenspiegel. Grundsätzlich wird die Untersuchung aber sowieso so durchgeführt, dass das Jungfernhäutchen dabei nicht verletzt wird. Oft macht auch der Gedanke Angst, sich komplett ausziehen zu müssen. Das ist aber gar nicht notwendig. Viele Frauen, die sich ihrer Nacktheit in diesem Moment schämen, greifen auf den Trick mit dem Rock zurück. So muss man lediglich Unterhose und Strumpfhose ausziehen und kann den Weg von Umkleidekabine zur Untersuchung und zurück „bekleidet“ hinter sich bringen. Es ist auch nicht notwendig, vor der Untersuchung Intimsprays oder Ähnliches anzuwenden. Normale Hygiene genügt völlig.

Vertrauen ist wichtig

Wenn man noch nie bei einem Frauenarzt war, dann ist es sinnvoll, Freundinnen, die große Schwester, die Mutter oder andere vertraute Personen um Rat zu fragen. Sie haben meistens bereits mehrere Frauenärzte konsultiert und können oft gute Tipps geben. Denn es ist in diesem Fall sehr wichtig, dass man sich bei dem behandelnden Arzt gut aufgehoben fühlt und Vertrauen entwickeln kann.

Es besteht kein Zwang

Trotzdem kann es passieren, dass der Arzt oder die Ärztin der jeweiligen Person doch unsympathisch ist. Dann hat man das Recht, jederzeit die Untersuchung abzubrechen. Man ist nicht gezwungen, sich von jemandem untersuchen zu lassen, der einem unangenehm ist!

Begleitperson gestattet

Wer Angst davor hat, alleine zu gehen, kann grundsätzlich eine Person seines Vertrauens mitbringen. Das kann die Mutter sein, aber auch der Freund. Das wird von den Mädchen übrigens oft als besonderes Zeichen seines Verantwortungsgefühls gewertet.

Mitteilungspflicht des Arztes

Bis zum 14. Lebensjahr ist der Arzt verpflichtet, den Eltern Auskunft über die Untersuchung zu geben. In den zwei Jahren danach liegt es in seinem Ermessen. Sollte man nicht wollen, dass die Eltern etwas über den Besuch des Frauenarztes erfahren, so sollte man das dem Arzt auch mitteilen.

Der „Horrorstuhl“

Zugegeben, der Stuhl, auf dem die Untersuchung durchgeführt wird, sieht nicht gerade vertrauenserweckend aus. Der gynäkologische Stuhl ist eine Art Liege, auf der man auf dem Rücken liegt und die Beine auf links und rechts angebrachte Stützen stellt. Die meisten Mädchen und Frauen empfinden es als sehr unangenehm, dass man sich mit gespreizten Beinen hinsetzen muss. Das allerdings ist notwendig, damit der Arzt den Scheideneingang, die Scheide selbst und den Gebärmutterhals gut sehen und wenn nötig mit einem Holzspatel oder einem Wattestäbchen einen Abstrich machen kann.

Brustuntersuchung

Bei der Tastuntersuchung werden Gebärmutter, Eierstöcke und Eileiter abgetastet. Eine Brustuntersuchung, die ebenfalls tastend durchgeführt wird, macht man bei jungen Mädchen meist noch nicht routinemäßig, da es sich hier um eine Früherkennungsmöglichkeit für Brustkrebs handelt. Allerdings ist es sinnvoll, sich vom Arzt zeigen zu lassen, wie man den Busen am besten selbst untersucht. Auch wenn das Gefühl besteht, dass mit der Brust irgendetwas nicht stimmt, ist der Frauenarzt der richtige Ansprechpartner.

Die Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs

Seit 2007 empfiehlt die Ständige Impfkommission (STiKO) die Impfung von Mädchen im Alter von 12 bis 17 Jahren gegen die HPV-Typen 16 und 18. Um diese Impfung entbrannte bei ihrer Zulassung eine heftige Diskussion, in er es um Nebenwirkungen, um Nutzen, Kosten und irreführende Werbung seitens der Hersteller ging. Viele Eltern wurden dadurch verunsichert.

Es liegt im Ermessen der Eltern, ob sie ihre Tochter impfen lassen oder nicht. Die Wirkung ist höchst umstritten. Diese Impfung kann auch Thema des ersten Termins beim Gynäkologen sein.

Checkliste kann hilfreich sein

Da man, wenn man vor dem Arzt sitzt, oft aufgeregt ist, hilft es, sich vorher eine Checkliste zu erstellen und sich zu notieren, welche Fragen man stellen wollte. Außerdem sollte man den ersten Tag der letzten Monatsblutung kennen und wann die erste Periode einsetzte. Beim ersten Besuch ist es sogar ratsam, den Zyklus vorher über einige Monate hin zu notieren. So bekommt der Arzt einen besseren Überblick. Außerdem ist es gut, wenn man sein Gewicht und seine Größe weiß.

Das könnten Fragen sein, die Mädchen dem Frauenarzt stellen wollen:

  • Meine Periode kommt sehr unregelmäßig – muss ich mir deswegen Sorgen machen?
  • Ich habe Schmerzen, wenn ich meine Tage habe. Ist das normal? Kann ich etwas dagegen tun?
  • Ich habe einen Freund und will mit ihm schlafen. Gibt es Alternativen zur Pille?
  • Muss ich meinen Eltern sagen, dass ich die Pille nehme?
  • Verändert die Pille mich und meinen Körper?
  • Muss ich mich gegen Gebärmutterhals impfen lassen? Was sind die HPV-Viren eigentlich?

Was tun in dringenden Fällen?

Wenn man eine Untersuchung in mit dem Frauenarzt vereinbart, so sollte man zum Beispiel bei Beschwerden oder vermuteter Schwangerschaft auf einen schnellen Termin drängen. In sehr dringenden Fällen kann man auch ohne Termin zum Frauenarzt gehen. Oder sich an einen anderen Arzt und bei ganz akuten Fällen auch an das örtliche Krankenhaus wenden. Nicht abwimmeln lassen!

Terminwahl

Einen Termin beim Frauenarzt sollte man übrigens nur dann vereinbaren, wenn man ziemlich sicher damit rechnen kann, seine Periode an diesem Tag nicht zu haben. Das hat nichts mit Hygiene zu tun, sondern damit, dass der Arzt dann bei der Untersuchung zum Beispiel keinen Abstrich machen kann.

Der „Männerarzt“

Für Mädchen und Frauen ist spätestens ab dem ersten Geschlechtsverkehr ein regelmäßiger Besuch beim Frauenarzt ratsam. Aber auch Jungs erhalten professionelle Hilfe bei Problemen mit den Geschlechtsteilen. Urologen sind hier die richtigen Ansprechpartner. Wenn Vorhaut oder Eichel entzündet sind, es zu einem Ausfluss aus der Harnröhre kommt, es beim Toilettengang brennt oder die Hoden schmerzen beziehungsweise sich verändern, dann ist ein Arztbesuch notwendig. Ein Grund für viele Beschwerden können Geschlechtskrankheiten sein. Für die übrigens auch der Hautarzt zuständig ist. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen sind bei jungen Männern aber nicht nötig.

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E-Zigaretten und E-Shishas sollen für Jugendliche verboten werden

Füllfederhaltergroße E-Shishas sind vor allem bei Jugendlichen der Renner. Die Elektro-Wasserpfeifen fallen nicht unter das Jugendschutzgesetz, daher dürfen sie frei verkauft werden – wie Kaugummis oder Schokolade. Dagegen wettern Suchtexperten und Krebsforscher schon lange. Nun will die Bundesregierung den Verkauf von E-Zigaretten und E-Shishas an Kinder und Jugendliche in Deutschland verbieten.

Nikotinfreie Elektro-Zigaretten und -Shishas sind auch in Geschmacksrichtungen wie Erdbeere oder Schokolade erhältlich. Daher werden sie nicht als „Tabakwaren“ eingestuft und werden bislang frei verkauft. Statt Nikotin enthalten sie meist aromatisierte Fluids. Ein Mini-Akku bringt einen Glimmdraht zum Glühen, der mit einem fluid-getränkten Docht umwickelt ist. Zieht ein Raucher an einer E-Shisha, wird der Heizdraht sekundenschnell erhitzt und lässt die aromatisierte Flüssigkeit verdampfen.

Nach Informationen von Tabakgroßhändlern gibt es die handlichen Elektro-Wasserpfeifen seit rund drei Jahren auf dem deutschen Markt. Online-Händler versuchen die nikotinfreien E-Shishas vor allem mit Blick auf das verbreitete Rauchverbot ihren Kunden schmackhaft zu machen: „Genießen Sie Ihre E-Shisha überall und zu jeder Zeit in Restaurants, Cafés, Bars und Kneipen, Hotels und Clubs, Saunen und Bädern“, heißt es auf der Internetseite eines Anbieters.

Minister vergleicht E-Shishas mit Alkopop

Die Verdampfer seien keine „harmlosen Naschereien“, warnt Bundesernährungsminister Christian Schmidt (CSU). Es gebe Parallelen zu den sogenannten Alkopops, „wo der süße Geschmack Hochprozentiges verdeckt hat“.

Schmidt sagte, das Bundesamt für Risikobewertung habe eine wissenschaftliche Untersuchung und Bewertung neuer Studien vorgenommen und komme zu dem Schluss, dass sich beim Dampfen sowohl von nikotinhaltigen als auch nikotinfreien E-Zigaretten Stoffe lösten, die Krebs auslösen können. Außerdem enthielten die sogenannten Aerosole von E-Zigaretten und E-Shishas „feine und ultrafeine Partikel“, die sich besonders in der Wachstumsphase gerade auf die Lunge negativ auswirken könnten.

Nun sollen sowohl Produkte mit als auch ohne Nikotin verboten werden. Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig will für das Verkaufsverbot eine Lücke im Jugendschutzgesetz schließen. Dort sei nur ein Verbot von Tabakwaren festgehalten – unter die E-Zigaretten und E-Shishas nicht fallen. Das Verkaufsverbot an Minderjährige soll auch den Versand- und Internethandel betreffen.

Die strengeren Regeln für den Handel mit nikotinfreien E-Zigaretten sind Teil der neuen EU-Tabakrichtlinie, die bis spätestens Anfang 2016 deutsches Recht werden soll.

Niemand weiß, was er da eigentlich inhaliert

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) rät entschieden vom Konsum von E-Shishas ab. Vor allem Kinder und Jugendliche sollten ihre Finger davon lassen. Man wisse einfach zu wenig über die inhalierten Dämpfe, betont die Präventionsbehörde. Für besonders bedenklich hält die Bundeszentrale die süßlichen Geschmacksrichtungen, die E-Shishas besonders für Kinder und Jugendliche attraktiv machten.

Jugendliche könnten wieder mehr Zigaretten rauchen

Schon fürchtet die Bundeszentrale um ihre Erfolge beim Zurückdrängen des Nikotinkonsums bei Jugendlichen. Denn hatten 2001 noch 28 Prozent der Zwölf- bis 17-Jährigen regelmäßig zum Glimmstängel gegriffen, waren es nach Angaben von BZgA-Sprecherin Marita Völker-Albert 2012 nur noch elf Prozent. „Wir sehen die große Gefahr, dass Jugendliche mit dem Konsum von E-Shishas plötzlich das Zigarettenrauchen wieder interessant finden“, gibt die Behördensprecherin zu bedenken.

Krebserregende Substanzen im Dampf

„Mit vermeintlich harmlosen und schmackhaften E-Shishas und E-Zigaretten wird das Rauchritual eingeübt“, sagte Gerd Nettekoven von der Deutschen Krebshilfe in Berlin.

Längst beschäftigt auch das Deutsche Krebsforschungszentrum in Heidelberg das Thema „E-Shisha“. Schon vor einem Jahr sprachen sich die Forscher dafür aus, „elektronische Inhalationsprodukte wie E-Zigaretten und E-Shishas genauso zu behandeln wie herkömmliche Zigaretten“. Mit dem Dampf der Produkte inhalierten die Jugendlichen nicht nur die atemwegsreizende Grundsubstanz Propylenglykol. „Teilweise enthält der Dampf auch krebserzeugende Substanzen wie Formaldehyd, Nickel oder Chrom“, warnen die Krebsforscher.

Sprunghafter Anstieg des Konsums von E-Zigaretten

Die Drogenbeauftragte Marlene Mortler begrüßte die Verbotspläne der Bundesregierung. Neueste Zahlen zeigten, dass im vergangenen Jahr unter den 16- bis 19-Jährigen gut jeder Vierte E-Zigaretten schon einmal ausprobiert habe – nach acht Prozent im Jahr 2013. „Der sprunghafte Anstieg zeigt die fatale verlockende Wirkung der neuen Produkte auf Kinder und Jugendliche“, sagte Mortler der Deutschen Presse-Agentur.

Auch der Verband des E-Zigarettenhandels unterstützt ein Verbot für Minderjährige. E-Zigaretten seien „nur für erwachsene Tabakraucher entwickelt worden“, teilte ein Sprecher der dpa mit.

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Gas-Unfall in Waren fordert zweit Todesopfer

Mit einem tödlichen Unfall ist die fröhliche Feier von vier Jugendlichen aus Mecklenburg-Vorpommern auf einer Jacht geendet: Zwei 17 und 19 Jahre alte Jungen kamen dabei im Hafen von Waren in Mecklenburg-Vorpommern ums Leben. Zwei weitere im Alter von 17 und 18 Jahren wurden dabei am Freitagabend schwer verletzt. „Wir gehen von einem tragischen Unglück aus“, erklärte eine Polizeisprecherin am Samstag in Neubrandenburg.

Möglich sei eine Kohlenmonoxidvergiftung aufgrund eines technischen Defekts. Nach ersten Ermittlungen sollen sich die jungen Männer auf dem Boot im belebten Stadthafen von Waren zum Feiern getroffen haben.

Mutter eines der Jugendlichen entdeckte das Unglück

Die Eltern des 19-Jährigen hatten mehrfach vergeblich versucht, ihren Sohn telefonisch zu erreichen. Weil die Mutter das ungewöhnlich fand, ging sie zu dem Boot – und machte dort den schrecklichen Fund.

Wie das lokale Netzwerk „Wir sind Müritzer“ unter Berufung auf die Feuerwehr berichtet, sollen Kohlenmonoxid und weitere Gase in hoher Konzentration gemessen worden sein. Es habe deshalb auch Explosionsgefahr bestanden.

Kohlenmonoxid ist ein farb- und geruchloses Gas. Wird es eingeatmet, kann es innerhalb von Minuten die Sauerstoffversorgung blockieren und zum Tod führen.

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17-Jähriger in Hessen stürzt nach Party in den Tod

Tragisches Ende einer Geburtstagsfeier: Ein 17-Jähriger ist im Süden von Hessen in der Nacht zum Sonntag vom Dach gestürzt und dabei ums Leben gekommen.

Nach Angaben der Polizei hatte der junge Mann die Feier zum 18. Geburtstag eines Freundes in dem Rhein-Städtchen Ginsheim-Gustavsburg gegen 1 Uhr morgens verlassen. Anschließend kletterte er allein über eine Außenleiter auf ein Firmendach. Nach wenigen Schritten brach er ein und stürzte acht Meter in die Tiefe.

Der Jugendliche erlag trotz sofortiger Wiederbelebungsversuche nach vor Ort seinen schweren Verletzungen. Neben den Rettungskräften waren mehrere Notfallseelsorger im Einsatz. Die Polizei nahm die Ermittlungen auf, geht nach eigenen Angaben aber von einem tragischen Unfall aus.

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