Kategorie -Jugendliche

Schön durch Penis-Vorhaut: Kate Beckinsale verrät ihr Beauty-Geheimnis


Offiziell heißt die Gesichtsbehandlung, die Kate Beckinsale ihr jugendliches Aussehen verleiht, „Hollywood EGF Facial“. Eingeweihte wie Sandra Bullock aber nennen die Prozedur „Penis-Gesichtsbehandlung“. Was es damit auf sich hat.

Umgerechnet etwa 570 Euro kostet die derzeit gefragteste Gesichtsbehandlung unter Hollywood-Berühmtheiten. Dafür soll sie aber auch wahre Wunder bewirken. Das verspricht unter anderem „Underworld“-Schauspielerin Kate Beckinsale, die auf diese neue Methode schwört. Und auch ihre Kollegin Sandra Bullock ist davon seit einer Weile ganz angetan.

Verwendet wird beim „Hollywood EGF Facial“ ein spezielles epidermisches Wachstums-Serum, das Zellen der Vorhaut beschnittener Kleinkinder aus Korea beinhaltet. Es soll die Kollagenproduktion anregen und so die Haut verjüngen, die Gewebestruktur verbessern und Verfärbungen korrigieren. Außerdem kann es angeblich zur Wundheilung beitragen.

Angeboten wird die Gesichtsbehandlung im Georgia Louise Atelier in New York und besteht aus einem chemischen Peeling und einem anschließenden Microneedling, bei dem mit feinen Nadeln winzige Löcher in die Haut gebohrt werden.

„Nur wenig Penis“

Bei Instagram postete die 45-jährige Beckinsale jetzt ein inzwischen wieder gelöschtes Foto von sich und schrieb dazu: „Nach einem langen Flug lege ich mich gerne hin und lasse mir eine Maske mit verflüssigten, geklonten Vorhäuten auftragen – wer macht das nicht? Danke @georgielouisesk für eine großartige Gesichtsbehandlung. Ich mochte es besonders, dass du mir versichert hast, dass darin 'wenig Penis' sei, da es mein erstes Mal war.“

Sandra Bullock erzählte von dem Treatment bereits im Mai bei Ellen DeGeneres: „Ich denke, wenn du siehst, wie gut es dem Gesicht tut, dann rennst du zu deinem Kosmetiker und sagst: 'Gib' mir den Penis!'“ Die 54-Jährige war so begeistert, dass sie auch ihre „Ocean's 8“-Kollegin Cate Blanchett zu Georgia Louise schickte.

Die sagte anschließend der „Vogue Australia“: „Sandy [Bullock] und ich gingen zu dieser Kosmetikerin in New York, und sie bietet das an, was wir 'Penis-Gesichtsbehandlung' nennen. Ich weiß nicht, was es ist oder ob es daran liegt, dass es einfach ein wenig nach Sperma riecht – darin ist irgendein Enzym, also nennt Sandy es 'Penis-Gesichtsbehandlung'.“ Auch das klingt etwas sonderbar, wo es sich doch um geklonte Kleinkindervorhäute handeln soll.



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Eltern sollten mit Teenagern den Umgang mit Alkohol üben

Jugendliche machen oft schon mit zwölf Jahren erste Erfahrungen mit Alkohol. Weil sie die Wirkung nicht einschätzen können, gehen diese Trinkversuche manchmal schief. Deshalb sollten Eltern ihren Kinden den richtigen Umgang mit Alkohol beibringen, fordern Experten und geben Tipps, wie Eltern dabei vorgehen können.

Alkohol ist überall, und trotzdem fallen ständig Sätze wie „Das ist noch nichts für dich“. Viele Eltern berufen sich dabei auf Verbote und das Jugendschutzgesetz. Das ist verständlich, aber sie laufen damit an der Realität vorbei, meint Professor Klaus Hurrelmann, Erziehungswissenschaftler an der Hertie School of Governance in Berlin.  

„Jugendliche machen heute die ersten Erfahrungen oft schon mit 12, 13 Jahren.“ Und das dann meistens nicht zu Hause, sondern im Freundeskreis oder der Klassenfahrt. Mädchen trinken die ersten Schlucke noch früher, sagt Jörg Kreutziger vom Frühinterventionsprojekt HaLT. Wer das Thema Alkohol in der Familie ausklammert, ignoriert damit laut Hurrelmann einen pädagogischen Aufgabenbereich.

Verbote und Tabus sind nicht hilfreich

„Woher sollen die Jugendlichen denn wissen, wie man mit der legalen Droge Alkohol umgeht, wenn es ihnen keiner beibringt?“ Der Experte fordert ein Umdenken: „Wir müssen weg von Verboten und Tabuisierung, denn die Erfahrung zeigt, dass damit nichts bewirkt werden kann.“

Woran merke ich, dass es genug ist? Viele Erwachsene wissen aus eigener Erfahrung, dass die erste Lehrstunde oft gründlich in die Hose ging. Exzessives Partysaufen sei von Jugendlichen aber oft auch gewollt, sagt Johannes Lindenmeyer, Suchtexperte und Begründer des Projekts „Lieber schlau als blau“. Viele Teenies trinken, um sich auszuprobieren und mit Gleichaltrigen zu messen.

„Eltern können darauf aber günstig einwirken“, ist Lindenmeyer überzeugt und vergleicht Alkohol mit Fahrradfahren. „Natürlich kann man einem Kind einfach ein Fahrrad hinstellen und es so lange allein damit experimentieren lassen, bis es von ganz alleine lernt, damit zu fahren.“ Davor zu warnen, dass es sich blutige Knie holen kann, bringe nichts – es würde trotzdem losfahren. „Deshalb geben wir Kindern Stützräder und Sturzhelme, so sollten wir es beim Alkoholtrinken auch halten.“

Üben – aber wie?

Wie funktioniert das Trinkenüben aber konkret? „Das ist schwer allgemeingültig zu beantworten“, sagt Hurrelmann. Manche Kinder sind schon früh sehr neugierig auf das verbotene Getränk, andere zeigen keinerlei Interesse. „Eltern müssen den richtigen Zeitpunkt ertasten und versuchen, mit ihrem Kind im Gespräch zu sein.“ Wird im Freundeskreis schon getrunken? Haben Klassenkameraden von Erfahrungen erzählt? „Dann wird es höchste Zeit, darauf zu reagieren.“

Üben – das bedeutet nicht, dem Kind eine Flasche Bier hinzustellen und zu sagen: Nun trink mal. „Der richtige Rahmen ist entscheidend, zum Beispiel ein Geburtstag oder eine andere Familienfeier“, sagt Hurrelmann. So lernen Kinder, dass das Trinken von Alkohol zu einem besonderen Ereignis gehört und in Gesellschaft stattfindet.

Mit einem Sekt anstoßen, ein Alster oder ein halbes Glas Rotwein zum Essen trinken – das dürften unter der Aufsicht der Eltern dann auch schon Jugendliche unter 16 Jahren. „Wichtig ist es, im Vorfeld darüber zu sprechen und die Menge klar zu begrenzen.“ Sehr wichtig ist die Vorbildfunktion der Eltern, sagt Kreutziger: „Achten Sie auf der Feier selbst auf einen moderaten Konsum.“ Kinder, die keinen Alkohol trinken möchten, müssen natürlich nicht an den Alkohol herangeführt werden.

Abstinente Eltern müssten sich hingegen schon mit dem Thema auseinandersetzen: „Man kann dem Jugendlichen natürlich immer sagen, dass man Alkohol ablehnt“, sagt Kreutziger. „Die Gefahr, dass die Droge dann besonders spannend wird, ist aber nicht zu unterschätzen.“

Kinder aufklären und testen lassen

Wichtig ist, die Kinder darüber aufzuklären, was passieren kann, wenn man zu viel trinkt. Die wenigsten Jugendlichen wüssten beispielsweise, dass die Wirkung von Alkohol verzögert einsetzt oder man im Komaschlaf Gefahr läuft, an seinem eigenen Erbrochenen zu ersticken. „Darüber muss man sachlich reden, dann kommen die Bedenken auch bei den Kindern an“, rät Kreutziger.

Auch wenn der Nachwuchs den Rausch bereits erlebt hat, können Eltern noch viel tun, sagt Hurrelmann: „Mit Verständnis und Strenge sollte dann klargestellt werden: So nicht.“ Nach dem Motto: Wenn du schon trinken musst, dann wenigstens mit klugem Kopf, sollten Eltern sich mit ihrem Kind hinsetzen und es gezielt etwas trinken lassen.

Gespräche und kleine Tests, zum Beispiel Matheübungen oder der Versuch, auf einer Linie zu laufen, zeigen dem Kind, wie einschränkend schon kleine Mengen Alkohol sein können. Hurrelmann ist überzeugt: „So ein Training ist die beste Vorbeugung für einen Vollrausch.“

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Drei Verletzte bei Brand wegen defekter Fritteuse

Kirchheim unter TeckDrei Verletzte bei Brand wegen defekter Fritteuse

Kirchheim unter Teck – Beim Brand eines Wohnhaus in Kirchheim unter Teck (Kreis Esslingen) sind drei Menschen verletzt worden. Wie die Polizei mitteilte, fing am Sonntagmittag gegen 12:20 Uhr zunächst ein Pavillon im Elsterweg Feuer – ersten Ermittlungen zufolge hat eine defekte Fritteuse den Brand ausgelöst.

Das Feuer breitete sich daraufhin auf ein Wohnhaus aus, welches zweitweise voll in Flammen stand. Wegen des Rauchs und der Aufregung wurden drei Menschen in Krankenhäusern ambulant behandelt.

Die Polizei in Kirchheim hat die weiteren Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Die Löscharbeiten dauerten zum Nachmittag an. Durch das Feuer fiel in anliegenden Straßen zeitweise der Strom aus.

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So wirkt Kamille gegen Pickel und Hautunreinheiten

Pickel, Mitesser und Akne sind Beschwerden, die durch entzündete und verstopfte Poren entstehen. Wenn Sie Kamille gegen Pickel und Hautunreinheiten verwenden, entscheiden Sie sich für ein preiswertes und natürliches Mittel zur Besserung der Hautstruktur.

Kamille gegen Pickel: Das Prinzip

Vorwiegend Jugendliche leiden unter unreiner Haut und Pickeln. Die Kosmetikindustrie bietet zahlreiche Mittelchen an, welche jedoch meist keinen langfristigen Erfolg bringen. Natürlich und effektiv wirkt hingegen Kamille gegen Pickel.

Wie die „Apotheken Umschau“ erklärt, regt die Pflanze den Hautstoffwechsel an. Denn in der Heilpflanze stecken ätherische Öle, welche auf der Haut eine desinfizierende Wirkung haben. Die Wirkstoffe helfen zudem bei entzündlichen Prozessen. Je nach Art der Anwendung kann Kamille gegen Pickel wirken, indem die Hautporen geöffnet und anschließend gesäubert werden – so auch bei einem klassischen Kamillendampfbad.

Kamillendampfbad gegen unreine Haut

Zur Verbesserung der Haut ist es unerlässlich, dass diese gründlich tiefengereinigt wird. Ein Dampfbad mit Kamillenblüten öffnet die verstopften und verunreinigten Hautporen, entfernt die Schmutzpartikel und desinfiziert anschließend auf sanfte Art und Weise.

Tipp: Sie können Kamillenblüten abgepackt in der Apotheke erwerben. Alternativ lassen sich auch Teebeutel mit getrockneter Kamille gegen Pickel verwenden – ein besonders günstiges Mittel gegen Pickel. Hier sollten Sie aber ausschließlich qualitativ hochwertige Markenprodukte verwenden.

Dosierung: Gießen Sie für ein Dampfbad einen Liter kochendes Wasser in eine Schüssel und fügen Sie zwei bis vier Teebeutel oder mehrere Esslöffel Kamillenblüten hinzu. Nach fünf Minuten Ziehzeit können Sie Ihr Gesicht eine Zeit lang über die Schüssel halten und die wohltuenden ätherischen Öle der Kamille aufnehmen. Damit sich das Hautbild langfristig verbessert, sollten Sie das Kamillendampfbad mehrmals wöchentlich anwenden.

Alternative Anwendung der Heilpflanze

Eine andere Anwendungsmöglichkeit der Heilpflanze: Für eine Intensivkur mit Kamillentee etwa müssen Sie einen Waschlappen in den lauwarmen Sud tunken und diesen anschließend mehrere Minuten auf die strapazierte Gesichtshaut legen.

Eine weitere Methode ist das Tränken von Wattestäbchen in einem besonders starken Kamillensud. Mit dem Wattestäbchen können Sie betroffene Stellen dann gezielt bekämpfen.

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Betreuung im Krisenfall: Konzept für jugendliche Gefährder entwickelt


Der Fall ist einmalig: Vor zwei Jahren versucht ein radikalisierter 12-Jähriger eine Nagelbombe auf einem Weihnachtsmarkt in Ludwigshafen zu zünden. Ein Unglück bleibt aus. Rheinland-Pfalz will potenziell gefährliche Kinder künftig besser betreuen.

Nach dem bundesweit Aufsehen erregenden Fall eines Zwölfjährigen unter Terrorverdacht hat das Jugendministerium in Rheinland-Pfalz ein Konzept für den Umgang mit potenziell gefährlichen Minderjährigen entwickelt. Dazu gehören nach Angaben des Ministeriums die Unterbringung in einem dafür bereit gehaltenen Gebäude, die Einrichtung einer Koordinierungsstelle sowie die Zusammenarbeit mit freien Trägern für eine Betreuung im Krisenfall. Für alle Bausteine hat das Land für die nächsten beiden Jahre bis zu 200.000 Euro an Haushaltsmitteln vorgesehen.

Ein damals zwölf Jahre alter Junge hatte im Dezember 2016 nach Angaben des Mainzer Innenministeriums versucht, einen Sprengsatz in der Nähe des Weihnachtsmarkts von Ludwigshafen abzulegen. Der unter islamistischen Einfluss geratene Jugendliche wurde danach in eine geschlossene Einrichtung gebracht und befindet sich in Obhut eines Jugendhilfe-Trägers.

Zur Unterstützung der für eine Betreuung zuständigen Jugendämter soll im kommenden Jahr ein Haus gesucht werden, in dem strafunmündige Minderjährige, die als Sicherheitsrisiko eingestuft werden, untergebracht werden können. Für nicht strafmündige Minderjährige, die anderweitig kriminell werden, bleibt es dagegen bei bestehenden Einrichtungen mit entsprechenden pädagogischen Konzepten.



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Laster prallt frontal mit Auto zusammen

Tödlicher Unfall im Main-Tauber-KreisLaster prallt frontal mit Auto zusammen

Der Pkw, in dem die beiden saßen, brannte aus. Der Lkw fing ebenfalls Feuer. Foto: dpa

Wertheim – Beim Frontalzusammenstoß eines Lastwagens mit einem Auto in Wertheim (Main-Tauber-Kreis) sind am Freitag zwei Menschen ums Leben gekommen. Der Pkw, in dem die beiden saßen, brannte aus. Nach Angaben der Polizei war zunächst unklar, wer die Toten sind. Der Lastwagenfahrer wurde leicht verletzt. Der Lkw fing ebenfalls Feuer.

Unfallursache und Schadenshöhe waren zunächst unklar.

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Bensheim: Fünf Verletzte nach Streit in Flüchtlingsheim

Bensheim (dpa/lhe) – Bei einem Streit in einer Flüchtlingsunterkunft in Bensheim (Kreis Bergstraße) sind am Donnerstagabend fünf Jugendliche verletzt worden. Ein 16-jähriger Albaner hatte nach Angaben der Polizei versucht, einen Streit zwischen einem Eritreer und einem anderen Bewohner zu schlichten.

Dabei verletzte der Eritreer den Albaner mit einem Besteckmesser am Arm. Daraufhin habe es ein Handgemenge gegeben, bei dem der Eritreer mit dem Messer um sich geschlagen und so weitere Jugendliche leicht verletzte haben soll. Der Sicherheitsdienst konnte den Streit beenden. Der Eritreer war laut Polizei alkoholisiert.

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Zwölfjährige und 65-Jähriger bei Busunfall verletzt

Kreis Schwäbisch HallZwölfjährige und 65-Jähriger bei Busunfall verletzt

Bei einem Unfall mit einem Schulbus sind ein zwölfjähriges Mädchen und ein 65-jähriger Autofahrer verletzt worden. (Symbolbild) Foto: dpa

Michelfeld – Bei einem Unfall mit einem Schulbus sind ein zwölfjähriges Mädchen und ein 65-jähriger Autofahrer verletzt worden. Der Busfahrer und die übrigen 31 Fahrgäste blieben bei dem Zusammenstoß am Mittwoch bei Michelfeld (Kreis Schwäbisch Hall) unverletzt, wie die Polizei mitteilte. Der 68-jährige Busfahrer erkannte demnach bei tiefstehender Sonne ein Auto zu spät, das zum Linksabbiegen angehalten hatte.

Der Bus rammte das Auto so stark, dass es sich zwei mal überschlug und auf dem Dach zum Liegen kam. Der Autofahrer wurde schwer verletzt in ein Krankenhaus eingeliefert. Das Mädchen im Schulbus wurde leicht verletzt. Der Schaden beträgt laut Polizei etwa 22.000 Euro.

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Tennisstar und Frauenrechtlerin: Billie Jean King ohrfeigte den Chauvinismus


Sie war einst ein großer Tennisstar. Doch die Jugend von heute kennt Billie Jean King eher als Kämpferin für Gleichberechtigung. Ganz gleich, wie man die US-Amerikanerin auch sieht – sie hat viel erreicht und viel bewegt.

Die Jubilarin hatte vorgefeiert. Obwohl Billie Jean King erst an diesem Donnerstag 75 Jahre alt wird, gab es bereits vor acht Tagen eine große Party. Das berühmte New Yorker Museum „New-York Historical Society“ hatte zu einer „vorzeitigen Geburtstagsfeier“ geladen – und viele Promis waren gekommen. Tennis-Oldie John McEnroe stieß ebenso mit ihr an wie Maria Scharapowa, die Sängerinnen Cyndi Lauper und Sara Bareilles oder auch Hollywood-Schauspielerin Emma Stone. Der ehemalige US-Präsident Barack Obama und Musiker Elton John gratulierten via Videobotschaft. Die Liste zeigt all die Generationen, die Billie Jean King begeistert und beeinflusst hat.

Billie Jean King wird heute 75.

Sie ist Idol, Identifikationsfigur und Ikone zugleich. Und es ist schwer zu sagen, wofür Billie Jean King eigentlich mehr steht: große Erfolge auf den Tennisplätzen – sie gewann im Einzel, Doppel und Mixed 39 Grand Slam-Titel – oder für unermüdlichen Einsatz im Kampf für Gleichberechtigung von Frauen und Homosexuellen. „Sie hat das Frauentennis für uns geformt, war ein Vorbild für mich. Und ich bin froh, dass ich sie mittlerweile persönlich kennenlernen konnte“, sagt Steffi Graf. „Billie ist der klügste und weiseste Mensch, den ich kenne. Jede Tennisspielerin, jede Athletin sollte ihr persönlich dankbar sein, Vertrauen in den Frauensport aufgebaut zu haben“, ergänzt Chris Evert.

Billie Jean Moffitt kam am 22. November 1943 im kalifornischen Long Beach zur Welt. Bereits als Siebenjährige habe sie sich vorgenommen, „etwas Großartiges“ aus ihrem Leben zu machen. Und nur vier Jahre später hatte sie ihre Lebensaufgabe klar definiert. Weil sie keinen Tennisrock trug, durfte die damals 11-Jährige nicht auf ein Team-Foto. Zudem missfiel ihr, dass in ihrer Sportart alles von einer Farbe geprägt war: weiß: „Alle trugen weiße Schuhe, weiße Socken, weiße Kleidung. Unsere Bälle waren damals noch weiß und jeder, der Tennis spielte, war es ebenso. Ich fragte mich: 'Wo sind all die anderen?'“ In diesem Moment, so King, sei ihr klargeworden, dass sie „für den Rest meines Lebens für Gleichberechtigung“ kämpfen werde.

„Ich wollte den Kuchen, die Sahne und die Kirsche“

Aus der Revoluzzerin King wurde bald eine Queen auf den Tennisplätzen der Welt. Die US-Amerikanerin mit den kurzen, dunklen Haaren und der markanten Brille war ab Ende der Sechziger die dominierende Frau. Doch finanziell spiegelten sich ihre Erfolge nicht wider. 1970 verdienten die Männer zwölf Mal so viel an Preisgeldern wie die Frauen. „Jeder dachte, wir Frauen sollten uns freuen, die Krümel zu bekommen. Aber ich wollte den Kuchen, die Sahne und noch die Kirsche obendrauf“, so King. 1973 hatte sie die „Triple Crown“ geholt – sie hatte in Wimbledon die Titel bei den Frauen sowie im Doppel und Mixed gewonnen. Ihr Gesamtpreisgeld betrug 3550 Pfund. Herren-Sieger Jan Kodes aus der CSSR strich hingegen 5000 Pfund ein.

Kings Sieg im

Außerhalb des Platzes waren ihr in jenem Sommer zwei Asse gelungen. Am 20. Juni 1973 hatten sich unter der Führung von King mehr als 60 Aktive im Londoner Gloucester Hotel versammelt und die Vereinigung der professionellen Tennis-Spielerinnen (WTA) gegründet. Und es war ihrem Lobbyismus zu verdanken, dass bereits am 19. Juli die US Open als erstes der vier Grand Slam-Turniere bekannt gaben, ab sofort das gleiche Preisgeld für Frauen und Männer auszuzahlen.

„Billie hatte damals eine Vision, sie konnte zehn Jahre vorausschauen. Ich war 18 und hatte keine Ahnung, was diese Gleichberechtigungs-Bewegung für die Zukunft des Frauen-Tennis bedeuten würde“, so Evert. Sie wurde 1976 die erste Tennis-Spielerin, die mehr als eine Million Dollar verdient hatte. Seit 2007 sind bei allen vier Grand Slam-Turnieren die Preisgelder für Frauen und Männer gleich. Das Wirtschaftsmagazin „Forbes“ führt auf seiner Liste der „Bestbezahlten Sportlerinnen 2018“ auf den Plätzen eins bis sechs ausschließlich Tennisspielerinnen. An der Spitze rangiert Serena Williams. „Das ist das, was meine Generation für sie erreichen wollte. Sie leben unseren Traum“, freut sich King.

Der Chauvi geht unter

Ihren wichtigsten Sieg feierte sie bei keinem Grand Slam, sondern am 20. September 1973 in einem Schaukampf, der als „Battle of the Sexes“ in die Geschichte einging. Im Astrodome von Houston traf die 29-Jährige auf den 26 Jahre älteren Bobby Riggs. Der war 1939 Weltranglisten-Erster und hatte im selben Jahr Wimbledon und die US Open gewonnen. Sein Ruhm war jedoch längst verblasst. Mit chauvinistischen Äußerungen wie „Für Frauen spielen Frauen ganz gut Tennis. Aber wenn sie einem Mann gegenüberstehen, selbst einem alten Sack wie mir, haben sie große Probleme“, hatte sich Riggs nun wieder ins Gespräch gebracht.

Für ihn ging es darum, zu zeigen, dass der Mann – egal, ob im Sport oder im Beruf – überlegen ist. King wollte beweisen, wie leistungsstark weibliche Athleten sein können und dass das Geschlecht keine große Rolle spiele. Allerdings hatte sie Angst, dass eine Niederlage „die Frauen mindestens 50 Jahre zurückwerfen“ würde. 50 Millionen Landsleute saßen vor den TV-Geräten. Der „Battle of the Sexes“ wurde zum berühmtesten Geschlechterkampf der Sport-Geschichte – und King gewann 6:4, 6:3, 6:3. Im vergangenen Jahr wurde das Duell verfilmt und kam unter dem gleichnamigen Titel in die Kinos. Emma Stone spielt Billie Jean King, Steve Carell die Rolle von Bobby Riggs.

Zur Lebensgeschichte von BJK gehört auch ihr Privatleben. 1965 heiratete sie Larry King. Doch ab 1971 führte sie eine geheime Beziehung mit ihrer Sekretärin Marilyn Barnett. Zehn Jahre später hatte diese auf Unterhaltszahlung geklagt und gedroht, Kings Homosexualität öffentlich zu machen. King ging in die Offensive, gab eine Pressekonferenz und outete sich – obwohl ihr Anwalt sowie ihr Management davon abgeraten hatten. King spricht heute noch vom „schwersten Schritt“ – und bekam die Folgen damals umgehend zu spüren. Innerhalb von 24 Stunden habe sie alle Sponsoren verloren, so King. Seit nunmehr 30 Jahren lebt sie mit der ehemaligen Tennisspielerin Ilana Klos zusammen. Ihr Ratschlag an die Frauen: „Egal, ob im Sport oder im Beruf. Ihr solltet mutig sein, nicht perfekt.“



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