Im Prozess um die mutmaßliche Vergewaltigung einer 14-Jährigen vor dem Landgericht Magdeburg hat der Angeklagte am Dienstag Sex mit ihr zugegeben. Der 23 Jahre alte Mann ließ über seinen Verteidiger mitteilen, dass er mit dem Mädchen, das er nur flüchtig kannte, nachts auf einer Parkbank einvernehmlich intim geworden sei. Er habe sie geküsst, mit dem Fingern stimuliert und dann mit ihr im Stehen Sex gehabt. Es sei nur kurz und ohne jegliche Gewalt passiert, hieß es. Die 14-Jährige war nach Aussage des Mannes einverstanden. Sie habe nichts gesagt.
Laut Anklage soll der 23-Jährige die Jugendliche nachts per Handynachricht vor die Tür gelockt und vergewaltigt haben. Sie wurde verletzt. Der Angeklagte befindet sich in Untersuchungshaft. Die Mutter des mutmaßlichen Opfers tritt als Nebenklägerin auf.
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Kreis HeilbronnPostausfahrerin von eigenem Auto erdrückt
Löwenstein – Eine Postausfahrerin ist in Löwenstein (Kreis Heilbronn) von ihrem Transporter mitgeschleift, an einer Mauer eingeklemmt und tödlich verletzt worden. Die 50-Jährige hatte versucht, das Fahrzeug von Hand zu stoppen, nachdem es nach dem Aussteigen losgerollt war, wie die Polizei am Freitag mitteilte. „Die Lage gestaltete sich so unglücklich, dass die alarmierte Feuerwehr längere Zeit brauchte, bis sie die Verunglückte bergen konnte“, hieß es.
Die 50-Jährige erlag noch an der Unfallstelle ihren Verletzungen.
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Beim Fußballspielen haben sich junge Flüchtlinge in Trier eine Schlägerei geliefert. Beteiligt waren mindestens 15 Jugendliche. Sieben von ihnen wurden nach Angaben der Polizei leicht verletzt. Die Jugendlichen hatten sich den Erkenntnissen zufolge auf dem Platz zuerst beschimpft, dann prügelten sie aufeinander ein. Die Polizei trennte die Gruppen, wie die Beamten am Dienstag mitteilten. Gegen mehrere Schläger ermitteln die Beamten wegen gefährlicher Körperverletzung. Der Auslöser der Auseinandersetzung am Montagabend stand zunächst nicht fest.
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Ein unschuldiges Mädchen soll sein Leben in die Hände des Teufels legen, doch das Mädchen will nicht – jedenfalls nicht einfach so. Die Serie „The Chilling Adventures of Sabrina“ erzählt von einem Leben als Halbhexe.
Bei Sabrina Spellman ist der Name Programm. Das Mädchen ist eine Hexe – jedenfalls zur Hälfte. Seit dem Tod ihrer Eltern lebt sie bei ihren Tanten Hilda und Zelda. Sabrinas Geschichte beginnt wenige Tage vor ihrem 16. Geburtstag. Unter Hexen ist es Tradition, sich zu diesem Anlass im Rahmen einer satanischen Taufe dem Teufel zu versprechen. Sabrina soll ihr weltliches Leben und ihre Freunde zurücklassen und sich ganz der Magie zuwenden. Doch sie ist sich nicht sicher, ob es das ist, was sie vom Leben will. Sie hat Freunde, mit denen sie Hobbys und Interessen teilt, und einen süßen Freund, der sie stets mit Dackelblick betrachtet. Wieso sich einem dunklen Lord versprechen?
Wem die Geschichte vertraut vorkommt, der hat den richtigen Riecher. Denn in den 90ern gab es schon einmal eine Sabrina. Es gab ihre Tanten Hilda und Zelda und auch Kater Salem. Doch „Sabrina Total Verhext!“ mit Melissa Joan Hart in der Titelrolle hat mit „The Chilling Adventures of Sabrina“ nicht viel mehr als die Figuren gemein. Serie Nummer eins ist eine Sitcom, Nummer zwei ist zwar auch lustig, aber vor allem düster. Statt wohliger Unterhaltung bietet Netflix' „Sabrina“ Blut und Grusel und präsentiert Satanismus als valide Lebensweise.
Halbhexe als Superheldin
Remakes dürfen dieser Tage gern etwas verschrobener sein – vor allem wenn es sich um Comic-Verfilmungen handelt. „Sabrina“ gehört zur Familie der Archie Comics, deren Titelheld Serienfans bereits aus „Riverdale“ bekannt ist. Die Serie aus dem Jahr 2017 hat jetzt bereits eine riesige Fan-Gemeinde – vor allem bei jungen Leuten ist sie beliebt, ihre Darsteller wurden zu Stars. „Sabrina“ soll das nun ebenfalls gelingen. Mit Roberto Aguirre-Sacasa ist jedenfalls der richtige Mann verpflichtet. Er ist Kreativchef von Archie Comics und er hat vor „Sabrina“ bereits besagtes „Riverdale“ entwickelt.
Wie auch „Riverdale“ existiert „Sabrina“ in einer seltsamen Zwischenwelt, in der es zwar Handys und Computer gibt, deren Interieur aber aus der Zeit gefallen zu sein scheint. Türschwellen knarzen grundsätzlich und im Wald steht Nebel. Irgendwie schaurig, aber auch ganz gemütlich. Und wie perfekt für die künftigen Fans zugeschnitten, ist Sabrina ein richtiges Vorbild. Wie eine Superheldin stellt sie sich vor die Figur Susie, als der wegen ihrer nicht-binären Geschlechteridentität das Gesicht blutig geboxt wird. Sabrina ist stets positiv eingestellt und voller Tatendrang. Sie ist nicht frech zu ihren Lehrern, sondern wählt lieber eine List, um sich zu behaupten. Und als von ihr verlangt wird, alles zurückzulassen, was sie kennt und liebt, verweigert sie sich der Entscheidung über ihren Kopf hinweg.
Inklusivität und Akzeptanz
Fast in jeder Szene ist Sabrina zu sehen. Es ist also eine ganz schön große Rolle, die Kiernan Shipka da angetreten hat. Die 18-Jährige wuchs vor den Augen der Fernsehzuschauer als Sally Draper von „Mad Men“ auf. Nun muss sie nicht länger die Nebenrolle spielen. Ihrer neuen Aufgabe ist Shipka gewachsen, wenngleich durchaus noch Spielraum nach oben besteht. Überhaupt sind es nicht die Szenen mit den jungen Cast-Mitgliedern, die bei „Sabrina“ große Schauspielkunst bieten. Dafür sind Lucy Davis und Miranda Otto als Hilda und Zelda ein Fest fürs Auge und auch Michelle Gomez ist als besessene Lehrerin vielversprechend.
Wer sich während der ersten Herbsttage auf die Couch fläzen möchte, ein bisschen lachen, ein bisschen weinen und sich außerdem ein bisschen gruseln will, der ist mit „Sabrina“ bestens bedient. Die Serie ist ein bisschen Teen-Drama und ein bisschen Gruselshow. Anders als andere Netflix-Produktionen der jüngeren Jahre nimmt „Sabrina“ schnell Fahrt auf. Kein Handlungsstrang wird künstlich aufgeblasen. Nebenbei zeigt die Serie Gespür für Inklusivität und Akzeptanz. Das wirkt manchmal ein bisschen gewollt, ist aber alles in allem zu begrüßen. Schließlich sind ein vornehmlich weiblicher Cast, nicht-weiße Darsteller und dergleichen noch immer keine Selbstverständlichkeit. Eine zweite Staffel „The Chilling Adventures of Sabrina“ ist übrigens schon bestellt. Für Nachschub ist also gesorgt.
„Chilling Adventures of Sabrina“ ist ab dem 26. Oktober abrufbar über Netflix.
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12 Zylinder, 612 PS, Spitze 250 – für die Fahrt zur Schule dürfte das gereicht haben. Ein 16-Jähriger Hamburger soll bei einem Sportwagenhändler mehrere teurere Autos gestohlen haben. Darunter war auch ein gebrauchter aber immer noch fast 60 000 Euro teurer Sportwagen, der auf dem Parkplatz einer Schule in Hamburg-Allermöhe entdeckt wurde, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Der Jugendliche wurde aus dem Unterricht geholt und vorläufig festgenommen. Er hatte in dem Autohaus, aus dem der Sportwagen und weitere Autos gestohlen worden waren, ein Praktikum absolviert. Eine Tat gestand der 16-Jährige, er sei aber nicht alleine verantwortlich.
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Junge Parteimitglieder vor der Bundestagswahl„Ich fühle mich als junge Frau nicht mehr so sicher“
Stuttgart – Im Oktober letzten Jahres ist Jagna Szafirski (19) in Stuttgart der Jungen Union beigetreten. Sie fühle sich seit einer Weile hier nicht mehr richtig sicher, sagt sie. Deswegen ist sie für mehr Polizei – und für die CDU. „Die Junge Union ist nicht nur konservativ“, sagt sie im Video.
Ein Jahr lang war Jagna Szafirski in der JU in Stuttgart sehr aktiv, in diesem Herbst beginnt sie in Wien ein Politikwissenschafts-Studium. Engagieren will sie sich aber trotzdem weiterhin.
Jagna Szafirski ist eine von sechs jungen Menschen, mit denen wir gesprochen haben – und die in den letzten Monaten in eine Partei eingetretensind. In einem gemeinsamen Projekt mit dem SWR erfahren Sie mehr über die Jugendlichen – und hören unterschiedliche Perspektiven.
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Am zweiten Weihnachtsfeiertag 1943 will Georg Koppelstätter in einer abgeschiedenen Hütte in den Bergen mit Freunden seinen 17. Geburtstag feiern. Doch der Jugendliche verschwindet spurlos. Es braucht ganze 75 Jahre, bis sich sein Schicksal aufklärt.
75 Jahre lang rätselte Österreich über das Schicksal des vermissten 17-jährigen Georg Koppelstätter, genannt „Schorschi“. Jetzt haben Höhlenforscher laut der „Kronen-Zeitung“ in den Bergen Österreichs eine Leiche geborgen und sind sicher: Es handelt sich um den 1943 verschwundenen Teenager. Damit ist der älteste Vermisstenfall Österreich aufgeklärt.
Rückblick: Am frühen Morgen des 26. Dezember 1943 machen sich „Schorschi“ und seine Freunde in der klirrenden Kälte auf den Weg zur Rieder Hütte im Höllengebirge. An dem abgeschiedenen Ort auf 1800 Metern Höhe wollen die Jugendlichen den 17. Geburtstag Koppelstätters feiern – Kuchen und einige Flaschen Most im Gepäck dürfen deshalb nicht fehlen.
Doch bei der Ankunft auf der Hütte bemerkt das Geburtstagskind, dass es seine Ziehharmonika in der Bergstation der Seilbahn vergessen hat. Weil das Wetter gut ist und der Tag noch lang, beschließt „Schorschi“, mit seinen Skiern zurückzufahren und das Instrument zu holen. Doch zu der geplanten Party am Abend kommt es nicht mehr – denn der Jugendliche kehrt nie zurück.
Koppelstätters Familie, die das Verschwinden ihres Sohnes „psychisch zerstört“, wie Nachbarn der „Kronen-Zeitung“ berichten, glaubt bis zuletzt, dass ihr Sohn noch lebt und schaltet Zeitungsannoncen in der ganzen Welt. Vor allem der Vater des Jugendlichen, der die Tour ungeachtet des Widerstands seiner Frau erlaubt hatte, macht sich Vorwürfe und stirbt einige Jahre später. An „gebrochenem Herzen“, so heißt es.
2016 findet ein Höhlenforscher in einer Felsspalte in der Nähe dann ein menschliches Skelett und Holzskier. Doch weil kurz darauf heftiger Schneefall einsetzt, können die Gebeine erst am 13. September 2018 geborgen und untersucht werden. Mittlerweile steht fest: Es ist die Leiche von „Schorschi“. Anfang Oktober hat er im Grab seiner Eltern die letzte Ruhe gefunden.
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Junge Parteimitglieder vor der Bundestagswahl„Der Rechtsruck hat mir den letzten Kick gegeben“
Herrenberg – Der Rechtsruck in der Gesellschaft, sagt Felix Leonhardt, habe ihm den letzten Kick gegeben, sich politisch zu engagieren. Der 15-Jährige aus Herrenberg ist deshalb vor ungefähr einem Jahr den Jusos beigetreten, der Jugendorganisation der SPD.
Im Wahlkampf ist ziemlich aktiv, macht bei Plakataktionen und Infoständen mit – und will so verhindern, dass die Leute rechts wählen. Worum es ihm geht, sagt er in unserem Video.
Felix Leonhardt ist einer von sechs jungen Menschen, die in den letzten Monaten in eine Partei eingetretensind. In einem gemeinsamen Projekt mit dem SWR erfahren Sie mehr über die Jugendlichen – und hören die anderen Perspektiven.
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