Nächtlicher Großeinsatz in MV: Jugendliche fliehen vor Wildschweinen auf Baum

Nächtliche Waldspaziergänge sind in Deutschland nicht zu empfehlen. Zwar streifen keine Löwen durch das Unterholz, aber mitunter Wildschweine. Als zwei Jugendliche in Mecklenburg-Vorpommern einer Rotte begegnen, klettern sie kurzerhand in die Höhe. Es folgt ein aufwendiger Such- und Rettungseinsatz.

Mehrere Wildschweine haben in einem Wald bei Sternberg in Mecklenburg-Vorpommern zwei Jugendliche auf einen Baum gejagt und damit einen größeren Hilfseinsatz ausgelöst. Wie die Polizei in Rostock mitteilte, gelang es dem Duo in der Nacht zwar noch, mit einem Handy aus luftiger Höhe einen Notruf abzusetzen. Bevor sie ihre genaue Position durchgeben konnten, fiel ihnen das Telefon aber hinab. Bei der Suche musste daher am Ende eine Drohne helfen.

Nach Angaben der Beamten waren der 17- und der 18-Jährige nachts auf einem Waldweg unterwegs, als sie von fünf Wildschweinen überrascht wurden. Weil es in dem Bereich ein ganzes Netzwerk aus Wald- und Wanderwegen gibt, konnten Einsatzkräfte der Polizei die Jugendlichen bei einer ersten Absuche nach dem Notruf nicht näher lokalisieren. Daraufhin wurde die Feuerwehr angefordert.

Diese suchte das Waldgebiet mit einer Drohne aus der Luft ab und schickte zudem weitere Einsatzkräfte für die Suche. Letztlich gelang es den beiden Jugendlichen laut Polizei, die Retterinnen und Retter durch lautes Rufen auf ihren ungefähren Standort hinzuweisen. Mit der Feuerwehrdrohne wurde der Bereich den Angaben zufolge dann genauer eingegrenzt und ausgeleuchtet.

Die Wildschweine ergriffen derweil mutmaßlich wegen der Unruhe durch die Suchaktion bereits die Flucht und wurden nicht mehr gesichtet. Die beiden Jugendlichen hätten im Beisein der Rettungskräfte selbst von dem Baum hinabsteigen können, berichtete die Polizei weiter. Sie blieben unverletzt.

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