Zahlreiche Verhaftungen: Russland geht gegen Nationalisten vor


Über 300 mutmaßliche Nationalisten seien in Moskau festgenommen worden, teilt das russische Innenministerium mit. Bei den bewaffneten Nationalisten handelt es sich größtenteils um Jugendliche. 100 von ihnen mussten die Nacht in Gewahrsam verbringen.

Die russische Polizei hat mehr als 100 mutmaßliche Anhänger einer verbotenen Nationalistengruppe über Nacht in Gewahrsam behalten. Gegen einige würden Strafverfahren eingeleitet, berichtete das Bürgerrechtsportal OVD-Info in Moskau. Am Vortag waren ihrer Zählung nach landesweit zunächst 412 Anhänger der Bewegung Artpodgotovka (vorbereitendes Artilleriefeuer) und anderer Oppositionsgruppen festgenommen worden. Der Anführer der verbotenen Gruppe, der nationalistische Videoblogger Wjatscheslaw Malzew, hatte seinen jugendlichen Anhängern verkündet, in Russland werde erneut die Revolution ausbrechen. Sie sollten sich deshalb an zentralen Plätzen versammeln und ausharren, bis Präsident Wladimir Putin zurücktritt.

Malzews Ankündigung steht im Zusammenhang mit dem 100. Jahrestag der Oktoberrevolution 1917. Allein im Zentrum von Moskau seien mehr als 300 Menschen festgenommen worden, teilte das Innenministerium mit. Viele Jugendliche seien mit Messern, Reizgas oder Pistolen mit Gummigeschossen bewaffnet gewesen. Die meisten wurden aber noch am gleichen Tag wieder freigelassen. Wie bei Kundgebungen des Oppositionellen Alexej Nawalny schickten Bürgerrechtsgruppen Anwälte in die Polizeistationen, um den Festgenommenen zu helfen. Am Freitag hatte der russische Inlandsgeheimdienst FSB nach eigenen Angaben eine Terrorzelle von Artpodgotovka ausgehoben.



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