Kategorie -Jugendliche

Schlechtes Zeugnis? – Das hilft gegen miese Noten

Die Sommerferien stehen an und damit auch die Zeugnisse: So mancher Schüler zittert und manchen Eltern wachsen graue Haare bei den Noten ihrer Sprösslinge. Doch gerade sie sind in der Pflicht, ihre Kinder bei schlechten Leistungen zu unterstützen. Das geht auf verschiedenen Wegen.

Viele Schüler bringen ihr Zeugnis mit einem mulmigen Gefühl nach Hause. Neben der eigenen Enttäuschung ist es meist die erwartete Reaktion der Eltern, die Unbehagen auslöst. Eltern sollten aber verständnisvoll reagieren, rät Klaus Seifried. Er ist Diplom-Psychologe und leitete bis 2016 das Schulpsychologische und inklusionspädagogische Beratungszentrum im Berliner Bezirk Tempelhof-Schöneberg. „Erstmal sollte das Positive betont werden“, sagt er. Das heißt: Die guten Noten sollten gewürdigt werden. „Das Selbstvertrauen von Kindern wächst durch Anerkennung.“

Schlechte Noten haben viele mögliche Ursachen

Eltern sollten schlechte Noten sollten aber auch nicht ignorieren. „Hier hilft aber kein Donnerwetter, sondern Ursachenforschung“, betont Seifried. Die Ursachen für schlechte Noten können vielfältig sein. Sie reichen von hohem Erwartungsdruck, fehlender Motivation, mangelhaftem Fleiß und Lernproblemen, über schlechten Unterricht und Konflikte mit den Lehrern bis hin zu Schlafmangel und einem falschen Umgang im Freundeskreis.

Gespräche mit dem Kind und auch mit seinen Lehrern können Hinweise auf die Gründe geben. Manche Probleme sind für Eltern kaum alleine zu lösen. „Wenn es wegen schulischer Probleme Konflikte und Streit in der Familie gibt oder man bei Lernproblemen überfordert ist, sollte man sich beraten lassen und Hilfe in Anspruch nehmen“, sagt Seifried.

Eltern sollten sich ruhig Hilfe holen

Helfen können die Erziehungs- und Familienberatung oder die Schulpsychologen. Manchmal reicht auch ein Nachhilfelehrer für das Kind. Das sei kein Makel: „Das entlastet die Familie, und die Eltern können sich auf eine positive Beziehung zum Kind und gemeinsame Freizeitaktivitäten konzentrieren, die dem Nachwuchs Halt geben.“

Dennoch sind sie auch praktisch gefragt. Schwächeln Schüler in einzelnen Fächern, können Arbeitspläne helfen. Die müssen realistisch sein, sagt Seifried. Wenn zum Beispiel Englisch ein Problem ist und das Fach Dienstag und Donnerstag ansteht, können Montag und Mittwoch für zehn Minuten Vokabeln geübt werden.

Ist das Kind in mehreren Fächern versetzungsgefährdet, kann es ebenfalls von Arbeitsplänen profitieren. Mit der Brechstange sollte man den Umschwung aber nicht forcieren. „Kleine bewältigbare Ziele, realistische Erwartungen und kleine Zeitperspektiven sind wichtig, um Erfolge zu erreichen“, erklärt Seifried.

Überschaubare Ziele setzen – das hilft beim Durchhalten

Anstatt zu sagen „Jetzt machst du nichts außer Schule“, sei es besser, ein nachvollziehbares Zeitfenster zu nennen. Etwa: „Die nächsten vier Wochen arbeitest du jeden Tag eine halbe Stunde für die Schule.“ In dem Fall sollten Eltern auch in kleinen Schritten denken und nicht gleich die Endjahresnoten in den Blick fassen. Schritt für Schritt, lautet die Devise. Das heißt: Klausur für Klausur. Dort sind dann schon einzelne Verbesserungen zu würdigen. „Denn um Leistung zu bringen, braucht das Kind Erfolge.“ Und die beginnen im Kleinen.

Welche Maßnahmen man ergreift, hängt auch vom Alter des Kindes ab. Wichtig sei, dass Kinder und Jugendliche selbst die Verantwortung für ihre schulischen Leistungen übernehmen – und nicht die Eltern, betont Seifried. Denn Eltern können beim Einteilen der Zeit und beim Motivieren helfen, aber lernen und arbeiten müssen die Schüler selbst – auch schon in der Grundschule. Das beginnt dort laut dem Experten damit, dass das Kind selbst die Hefter sortiert und die Schultasche für den nächsten Tag packt.

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Nachwuchs für Familien-Clan: Ist Kylie Jenner etwa schwanger?


Seit April sind Kylie Jenner und ihr Freund Travis Scott ein Paar. Ein Spiegel-Selfie der 20-Jährigen sorgt jetzt für Schwangerschaftsgerüchte. Angeblich soll der Rapper sogar schon das Geschlecht des Babys verraten haben.

Was für überraschende Neuigkeiten aus dem berühmtesten Familien-Clan der USA: Kylie Jenner ist schwanger. Das behauptet zumindest „TMZ“. Das in der Regel gut informierte US-Promi-Portal will das aus dem Freundeskreis von Jenner und ihrem Freund, Rapper Travis Scott, erfahren haben. Gerüchten zufolge soll Travis im Gespräch mit Freunden sogar schon das Geschlecht des Babys verraten haben. Angeblich erwarten sie ein gemeinsames Töchterchen.

Ein Foto, das Kylie selbst auf Snapchat postete, untermauert die Schwangerschaftsgerüchte. Die 20-Jährige ist dort auf einem Spiegel-Selfie zu sehen. Auffällig: Sie trägt ein weites Shirt und eine bequeme Hose. Wer ihre sonst veröffentlichten Fotos auf Instagram kennt, der weiß: Dieser Style ist so gar nicht Kylie-like. Eigentlich zeigt sie sich am liebsten in sexy Klamotten, gerne auch bauchfrei.

Wie die „New York Post“ berichtet, soll der erste Nachwuchs Gerüchten zufolge im Februar zur Welt kommen. Es wäre das erste Kind für Kylie und Travis. Die beiden sind seit April dieses Jahres ein Paar. Eine offizielle Bestätigung für die Baby-Gerüchte gibt es bisher noch nicht, wird von US-Medien aber demnächst erwartet.



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In der Pferdeklinik sollte niemand zimperlich sein

In der Pferdeklinik sollte niemand zimperlich sein

Morgens um sieben in der Pferdeklinik in Wolfesing bei München. Nachdem das bereits vorab sedierte Pferd behutsam in die Ablegebox geführt worden ist, verabreicht einer der Tierärzte das Narkosemittel. Um dabei jeglichen Verletzungen vorzubeugen, helfen bis zu vier Ärzte und Assistenten dem Tier, sich vorsichtig in eine geeignete Position zu bringen. An den Beinen wird eine Art Kran befestigt, um das Pferd, dass bis zu 800 Kilogramm schwer sein kann, auf dem Operationstisch zu positionieren. Jeder Handgriff sitzt und scheint wie selbstverständlich. Auf einen Laien wirkt das auf dem Rücken liegende Pferd, dessen Beine in die Luft ragen, jedoch angsteinflößend. „Mein eigenes Pferd würde ich ungern in dieser hilflosen Position bei einer Operation sehen“, sagt Wibke Walders, eine erfahrene Tierärztin, „obwohl ich weiß, dass es bestmöglich versorgt wird.“ Denn obwohl offene Gelenke, Sehnenscheidenverletzungen, infizierte Wunden oder Frakturen zum ganz normalen Alltag der Veterinärin gehören, ist es trotzdem jeden Tag aufs Neue eine Herausforderung und nichts für schwache Nerven.

Damals fehlte ihr die praktische Erfahrung

Schon in ihrer Jugend ist Wibke Walders geritten. Nach dem Praktikum in der neunten Klasse, das sie in einer Kleintierpraxis absolvierte, tauchte bei ihr zum ersten Mal der Wunsch auf, Tiermedizin zu studieren. Nach dem Praktikum arbeitete sie leidenschaftlich gern an den Wochenenden in dieser Praxis und half aus, wo sie nur konnte. Während des Studiums entschied sich Walders, sich auf Pferde zu spezialisieren. Nach fünfeinhalb Jahren Studium durfte sie sich Tierärztin nennen. „Man kann sich dann sofort selbständig machen und eine Praxis eröffnen.“ Diese Idee sei allerdings eher absurd, da Operationen im Studium immer nur theoretisch durchgesprochen werden, die praktische Erfahrung jedoch fehle. Daher assistiert vorerst jeder Tierarzt in den ersten Berufsjahren einem Oberarzt, um auch in schwierigen Situationen die richtige Entscheidung treffen zu lernen.

Nachmittags fährt sie zu den Ställen

Mit dieser Berufswahl sollte man sich von der Idee fester Arbeitszeiten verabschieden. In der Pferdeklinik Wolfesing beginnt der Tag oft um sieben Uhr mit der ersten Operation. Spätestens bei der Visite um halb neun ist das komplette Team versammelt, um von Box zu Box zu gehen und die Behandlung jedes Pferdes durchzusprechen. So haben auch nicht direkt behandelnde Ärzte im Notfall ein klares Bild vom Gesundheitszustand und der notwendigen Therapie eines Pferdes. Danach werden die Klinikpferde versorgt und ambulante Pferde, die zur Nachuntersuchung kommen, behandelt. Am frühen Nachmittag fährt die Veterinärin zu den Ställen, um Patienten vor Ort zu behandeln. Hierbei kann es sich um Impfungen, kleinere Verletzungen, Lahmheitsuntersuchungen oder vieles mehr handeln. Wenn keine Notfallpferde mehr in die Klinik kommen, kann der Arbeitstag um 18 oder 19 Uhr enden. Allerdings sind Tiere unabhängig von Arbeitszeiten krank, wie Wibke Walders lachend erwähnt, daher ist Flexibilität unabdingbar.

Ast in der Pferdeschulter

Vor einigen Jahren, wie sie erzählt, hat es ein Pferd tatsächlich geschafft, sich einen Ast beim Rumtollen auf der Koppel in die Schulter zu rammen. Ein Tierarzt versorgte daraufhin die Wunde im Stall, so gut er konnte, und holte einige Aststücke aus der Wunde. In der Zeit danach lahmte das Pferd immer wieder. Nach zwei Jahren fing die Wunde plötzlich an zu eitern. Daraufhin vermuteten die Tierärzte einen Fremdkörper und operierten. Wie sich herausstellte bestätigte sich diese Einschätzung: Sie fanden ein zehn Zentimeter langes Stück Ast in der Schulter. Da an dieser Stelle Arterien verlaufen, verlor das Pferd viel Blut und musste Infusionen bekommen. In solchen Momenten, bemerkt Walders, muss während der Operation der Besitzer informiert werden, dass das Tier den Eingriff eventuell nicht überleben wird. Im Endeffekt hat das Team es geschafft, die Wunde zu säubern und zu nähen. Damit war die Arbeit noch nicht getan: An der Schulter sind Verbände schwierig anzubringen, da sie ständig belastet wird. „In solchen Fällen muss man kreativ sein. Wir haben also einen Druckverband mit mehreren Handtüchern gebaut, und es hat tatsächlich gehalten.“ Wibke Walders berichtet stolz, dass das Pferd heutzutage wieder normal läuft.

Der Heilungsprozess dauert halt seine Zeit

Besonders die Bedeutung des persönlichen Kontakts zu den Pferdebesitzern sollte nicht unterschätzt werden. Wibke Walders räumt das Klischee aus dem Weg, dass Ärzte Tiermedizin studiert haben, „weil sie keine Menschen mögen“. Amüsiert fügt sie hinzu: „Es wäre sicher keine schlechte Idee, in das Studium einen Hauch von Verhaltenspsychologie des Menschen einfließen zu lassen.“ Natürlich sei es verständlich, dass Pferdebesitzer sich um ihr Tier sorgten, aber der Heilungsprozess dauere seine Zeit. Und dann gebe es auch die Ungeduldigen: „Es ist ernüchternd, wenn sich keine Verbesserung nach mehreren Wochen zeigt, weil der Besitzer sich nicht an den vorgegebenen Genesungsplan hält. Das ist allerdings das Einzige, was ich an meinem Beruf bemängeln könnte.“ Die abwechslungsreiche Aufgabe mit stets wechselnden vierbeinigen Patienten sei außergewöhnlich. Außerdem ist sie gerne in der Natur. Zuletzt gesteht die Tierärztin noch, wie schwierig es sein kann, Besitzern zu erklären, dass ihr Pferd aufgrund von zu starken Schmerzen als Reitpferd nicht mehr einsetzbar ist.

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Schlepper-Vorwurf in Italien: „Jugend Rettet“ wittert rechtes Komplott

Die deutsche Hilfsorganisation „Jugend Rettet“ wehrt sich gegen den Vorwurf, bei der Aufnahme von Flüchtlingen im Mittelmeer mit Schleppern zu kollaborieren. Die deutsche NGO beschuldigt vielmehr die rechte Identitäre Bewegung, angebliche Beweise fingiert zu haben.

Die deutsche Hilfsorganisation „Jugend Rettet“ sieht sich als Opfer rechter Bewegungen. Die Vorwürfe, auf dem Mittelmeer bei der Rettung von Migranten mit Schleppern zusammengearbeitet zu haben, erklärte die NGO auf Sizilien nicht nur für unwahr. Vielmehr hätten Personen mit Verbindungen zur rechten Identitären Bewegung den italienischen Behörden einen Anfangsverdacht geliefert.

Auf Lampedusa beschlagnahmen die italienischen Behörden die

„Es sind gerade Ermittlungen im Gang, die Unregelmäßigkeiten aufweisen“, sagte der italienische Anwalt der NGO, Leonardo Marino. Beweismittel der Polizei versuchte die Organisation vor Journalisten in Trapani an der Westküste Siziliens zu entkräften. Ein Beispiel: Im Juni 2017 hatte ein verdeckter Ermittler an Bord eines anderen Rettungsschiffs der NGO „Save the Children“ vermeintliche Beweise gesammelt. Auf einem Foto ist ein Holzkahn zu sehen, der angeblich von den Freiwilligen zurück in libysche Gewässer gezogen wurde – offenbar, um damit später wieder Migranten in Richtung Europa zu schicken.

„Jugend Rettet“ erklärte, angewiesen worden zu sein, aus Sicherheitsgründen das leere Boot während eines Einsatzes aus dem Weg zu räumen. Überhaupt sei es gar nicht möglich, ein Holzboot auf diese Weise bis an die libysche Küste zu schleppen. Entweder die italienischen Ermittler hätten „schlampig“ gearbeitet oder es solle der Eindruck erweckt werden, dass „Jugend Rettet“ und andere Hilfsorganisationen auf dem Mittelmeer Hand in Hand mit den Schleppern arbeiteten, sagte Adrian Knöpfel, der sich bei „Jugend Rettet“ um rechtliche Belange kümmert.

Beweise gefälscht?

Nicht nur die Fotos, auch die Logbucheinträge, die als Beweise gegen die Organisation angeführt werden, seien „völlig aus dem Kontext gerissen“ sowie „instrumentalisiert und bewusst auf erschreckende Weise falsch ausgelegt“ worden, sagte der Sprecher der NGO, Philipp Külker. Die Aussagen der zwei Zeugen, die „Jugend Rettet“ dem rechten Milieu zuordnet und die dem italienischen Auslandsgeheimdienst „Unregelmäßigkeiten“ bei „Jugend Rettet“ gemeldet hatten, widersprächen sich, sagte Rechtsanwalt Marino. Es sei „merkwürdig“, dass Ermittlungen auf so einer Grundlage in Gang gesetzt worden seien.

Seit das Rettungsschiff „Iuventa“ nun vor Anker in Trapani liegt, konnte „Jugend Rettet“ ihre Mission nicht mehr fortsetzen. Es war im August von den italienischen Behörden auf Lampedusa durchsucht und konfisziert worden. Am Dienstag legte „Jugend Rettet“ Einspruch gegen die Beschlagnahme ein. Wann das Gericht eine Entscheidung verkündet, ist unklar. Bisher gibt es noch keine Anklage – weder gegen die Organisation noch gegen einzelne Mitglieder.

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Drei Tierärztinnen über ihren fordernden Berufsalltag

Drei Tierärztinnen über ihren fordernden Berufsalltag

Wind fegt durch den Offenstall in Heidesheim. Bei der braunen Ponystute setzt langsam die Wirkung der Beruhigungsmittel ein. Widerstandslos lässt sie sich Maulgatter und den Dentalhaltering anlegen. Die Pferdetierärztin und Inhaberin einer ambulanten Fahrpraxis mit Büro in Ingelheim Inka Kreling-Boysen kann mit der Behandlung beginnen. Nach sorgfältiger Untersuchung des Zahnzustandes entfernt die mit Stirnlampe ausgerüstete Tierärztin mit Schleifgeräten Kanten und Haken an den Backenzähnen der Stute, dann korrigiert sie die Fehlabnutzung der Schneidezähne.

Ungeplante Extraktion des Schneidezahns

Die 55-Jährige mit blondem, kurzem Haar erklärt, dass das Pferd bei zu langen Schneidezähnen einen starken Druck aufbauen muss, um die Backenzähne miteinander in Kontakt zu bringen. Ziel der Behandlung ist es, dass sich Ober- und Unterkiefer leicht gegeneinander verschieben lassen und die Backenzähne dabei einen guten Kontakt aufbauen. Nur so sind eine physiologische Kaubewegung und ein gleichmäßiger Abrieb der Zähne möglich. Bei der Routinekontrolle muss eine ungeplante Extraktion des oberen linken Schneidezahns vorgenommen werden. Aufgrund typischer Symptome stellt sie bei der Stute eine schmerzhafte, entzündliche Erkrankung der Schneide- und Backenzähne fest, bei der es zu einer Auflösung der Zahnhartsubstanzen und übermäßiger Ersatzbildung von Zahnzement kommt: Das Zahnfleisch zieht sich zurück, es bildet sich Zahnstein, das führt zu einer Lockerung des Zahns. Nach der Extraktion verschließt die Veterinärin das Zahnfach mit einer Tamponade und klärt über den Fortgang der Behandlung auf. Sie verschreibt ein Medikament, das als Entzündungshemmer und zur Schmerztherapie dient.

Sie müssen viel dokumentieren

Die Zahnpflege ist nur eine von vielen Behandlungsleistungen, die ein Tierarzt täglich ausführt. Der Alltag ist individuell gestaltet. Dabei hänge es unter anderem von Größe und Inventar der Praxis oder Klinik ab, ob Patienten ambulant oder stationär behandelt werden, macht die auf Verhaltenstherapie für Hund und Katze spezialisierte Tierärztin einer Kleintierpraxis in Mainz-Drais Gabriele von Gaertner deutlich. Neben niedergelassenen Praxen gibt es ambulante Fahrpraxen, die sich auf Hausbesuche beschränken. „Unabhängig von der Praxisform kommt neben der praktischen Arbeit auch Verwaltungs- und Dokumentationsarbeiten ein hoher Stellenwert zu“, sagt von Gaertner. Die Dokumentationstätigkeit ist unter anderem aus forensischen Gründen, für Verlaufskontrollen, die Apothekenführung, Abrechnungen und das Personalwesen notwendig. Ohne diese wäre das ständig wachsende Fachwissen nicht umsetzbar.

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Vaihingen bekennt Farbe

Graffiti in Stuttgart-VaihingenVaihingen bekennt Farbe

Nach der Hall of Fame in Bad Cannstatt soll in Vaihingen eine weitere Fläche entstehen, auf der Jugendliche legal Graffiti sprühen dürfen. Foto: Ursula Vollmer

Vaihingen – Um die 250 000 Euro hat die Stadt Stuttgart im vergangenen Jahr für die Entfernung illegaler Graffiti ausgegeben. Das ist viel Geld. Lediglich etwa ein Prozent davon, nämlich 2600 Euro, würde es jährlich kosten, einen Mülleimer an einer legalen Graffiti-Fläche bereitzustellen und diesen regelmäßig zu leeren.

Mit diesem Kostenvergleich warben fünf Schüler der Graffiti-AG des Hegel-Gymnasiums im Bezirksbeirat in Stuttgart-Vaihingen. Emil Gruneberg und Maximilian Kecksprachen stellvertretend für die Jugendlichen, die sich eine Fläche wünschen, auf der sie legal ihre Werke verewigen dürfen. Denn einen solchen Ort gibt es bislang nur in der„Hall of Fame“ unter der König-Karls-Brücke in Bad Cannstatt. „Graffiti ist eine Kunst, die viele Menschen schön finden, auch wenn sie nicht selber sprühen“, so die Jugendlichen.

Die Vaihinger Bezirksbeiräte unterstützten das Anliegen der Gymnasiasten. „Ich finde die Idee großartig. Der Bezirk wird ein bisschen bunter, und die Stadt spart sogar noch Geld“, sagte Eyüp Ölcer (Freie Wähler). „Es macht Sinn, hier in Vaihingen eine weitere legale Fläche umzusetzen, denn die Hall of Fame in Cannstatt ist weit weg“, ergänzte Karsten Eichstädt von der CDU.

Im Blick haben die Jugendlichen die Unterführung der A 831 bei der BMW-Niederlassung an der Ecke Kurmärker Straße und Panzerstraße. Die gehöre zwar dem Bund, der habe allerdings seine Zustimmung zur Nutzung als Graffiti-Fläche gegeben, erklärte Claus-Dieter Hauck, der Leiter der Abteilung Stadtbahn, Brücken und Tunnelbau im Tiefbauamt. „Die Unterführung ist schön lang und breit genug, dass sich Künstler und Fußgänger oder Radfahrer nicht in die Quere kommen“, sagte Hauck. Auch die Jugendlichen werden nicht gefährdet, weil dort eigentlich kein Auto durchfahren darf.

Die Unterführung wird allerdings gerne als Parkplatz genutzt. Das wird sich künftig ändern, wenn eine der beiden Wände als Graffiti-Fläche ausgeschildert wird. „Neun, zehn Autos weniger werden dann unter der Brücke Platz finden“, erläuterte Hauck. Wer doch sein Auto abstellt, riskiert schlichtweg eine Beschädigung seines Fahrzeugs durch Sprühnebel. „Wir können gerne beide Seiten für Graffiti freigeben, es würde nicht schaden, wenn dort gar nicht mehr geparkt wird“, warf Ulrich Bayer ein. Claus-Dieter Hauck bremste den CDU-Bezirksbeirat allerdings aus. „Ich würde es nicht übertreiben wollen, der Parkdruck im Gebiet Untere Waldplätze ist groß“, sagte er. Mit der Firma BMW nebenan habe man bereits Gespräche geführt, das Unternehmen sei offen für die Graffiti-Wand.

Bezirksbeirat unterstützt Jugendliche mit 1300 Euro

„Ich fahre oft durch diese Unterführung und bin gespannt, was dort entstehen wird“, sagte Sigrid Beckmann (SPD). Die Bedenken der Bezirksbeiräte, das Sprayen könnte ausufern oder leere Dosen einfach auf den Boden geworfen werden, hielten sich in Grenzen. Die Hegel-Schüler besänftigten zusätzlich: „Wenn es einen Mülleimer gibt, wieso sollte ich die Spraydose dann auf den Boden werfen?“

Auch auf Anja Suffner-Roosens (CDU) Sorge, die gesprühten Motive könnten nicht jedem gefallen, hatten die Jugendlichen eine Antwort: „Kein Graffiti bleibt für immer. Die einzelnen Motive werden immer wieder übersprüht. Und wie man in der Hall of Fame sieht, setzen sich die guten Bilder durch“, sagte Nicolas Oesterle.

Der Bezirksbeirat unterstützte die Idee der Jugendlichen einstimmig. Wann genau in der Unterführung gesprüht werden darf, ist noch nicht klar. Zunächst müssen die Schilder und Markierungen angebracht werden, die auf die legale Graffiti-Fläche hinweisen und das Parken untersagen. „Aber sobald das umgesetzt ist, können die Jugendlichen loslegen“, sagte Hauck und nannte die Monate Mai/Juni als wahrscheinlichen Zeitpunkt. Zudem bewilligte das Gremium, ebenfalls einstimmig, den Jugendlichen 1300 Euro aus dem Kulturetat. Das entspricht in etwa der Summe, die die Abfallbeseitigung in einem Zeitraum von einem halben Jahr kosten wird. Läuft das Projekt gut, könnte die Stadt ab 2018 die Kosten übernehmen.

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Weniger Kalorien, längeres Leben: Diät verlangsamt das Altern


Die Altersuhr eines Menschen beginnt bei der Geburt an zu ticken – unaufhörlich. Doch er kann sie beeinflussen. Forscher präsentieren neue Erkenntnisse, wie sich das Altern verlangsamen lässt. Wie funktioniert der „positive Anti-Aging-Effekt“?

Der Takt der biologischen Uhr lässt sich durch eine Diät verlangsamen. Dies haben Forscher mit einer Analyse spezieller Veränderungen am Erbgut belegt. Das Team um Shinji Maegawa von der Temple University in Philadelphia setzte für die Studie Affen auf eine Diät. Dabei wurde die Zusammensetzung des Futters nicht verändert, sondern nur weniger von einer normalen Mahlzeit gegeben.

Dann untersuchten sie mithilfe von Blutproben sogenannte epigenetische Veränderungen im Erbgut der Tiere. Dabei lagern sich kleine Substanzen an die DNA an und blockieren das Ablesen des Gens und damit die Genaktivität.

„Biomarker für das Alter gefunden“

Je schneller die Uhr

„Die Forscher haben damit einen Biomarker für das Alter in einem der nächsten Verwandten des Menschen gefunden“, sagte Oliver Hahn vom Max-Planck-Institut für Biologie des Alterns in Köln. Der Doktorand in der Arbeitgruppe von Linda Partridge hat selbst bereits Anfang des Jahres eine ähnliche, unabhängige Studie mit Mäusen im Journal „Genome Biology“ veröffentlicht.

Je mehr epigenetische Veränderungen sich auf der DNA ansammeln, desto schneller „tickt“ diese epigenetische Uhr. Je schneller die Uhr „tickt“, desto geringer ist die Lebenserwartung für ein Lebewesen. „Es ist die erste Studie, die sich systematisch in Mäusen, Affen und dem Menschen mit der Frage beschäftigt, wie die Ernährung die Geschwindigkeit des Alterns beeinflussen kann“, erläuterte Holger Bierhoff, Leiter der Arbeitsgruppe „Epigenetik des Alterns“ an der Universität Jena.

Die Epigenetik beschäftigt sich mit der Frage, wie die Umwelt die Ausprägung unserer Erbinformation beeinflusst, ohne die Abfolge der Buchstaben der DNA zu verändern. Denn die Umwelt, zu der auch die Ernährung gehört, kann ein Stück weit bestimmen, welche Gene auf der DNA vom Körper abgelesen werden, und welche nicht. Im Laufe des Lebens haften sich kleine chemische Moleküle, sogenannte Methylgruppen, an die DNA. Sie können Gene blockieren, so dass sie nicht mehr abgelesen werden. „Wenn man das Altern als das Ablaufen einer Uhr sieht, dann kann man die epigenetischen Veränderungen als das Ziffernblatt verstehen“, erklärt Hahn.

Messung des biologischen Alters

Hunger und Not: niederländische Frauen auf der Flucht vor dem Krieg, Kerkrade 1944.

Das Team aus Philadelphia untersuchte auch Tiere, die sich normal ernährten. Die Forscher entnahmen in verschiedenen Lebensphasen Blutproben für eine DNA-Analyse, um das biologische Alter zu messen. Je älter die Tiere wurden, desto mehr epigenetische Veränderungen habe ihr Genom, schreiben die Wissenschaftler im Journal „Nature Communications“.

Eine mögliche Vererbung von epigenetischen Veränderungen zeigt der niederländische Hungerwinter 1944 auf. Es herrschten Krieg und Hunger in den Niederlanden. Viele Menschen aßen weniger als 400 Kalorien am Tag – statt der üblichen 2000. Frauen, die zu dieser Zeit schwanger waren, brachten ungewöhnlich viele untergewichtige Kinder zur Welt. Und auch diese bekamen später häufiger solche Kinder – obwohl die Hungersnot schon längst vorbei war. Das Extrem-Ereignis der Hungersnot hatte einen vererbbaren Einfluss darauf, wie der Körper bestimmte Gene ablesen konnte.

Positiver 'Anti-Aging'-Effekt

Es ist schon seit Längerem bekannt, dass von den Forschern als „kalorische Restriktionen“ bezeichnete Diäten zu einer höheren Lebenserwartung führen können – solange die Reduktion eine gewisse Grenze nicht unterschreitet. „Es gibt immer mehr Hinweise, dass die Reduzierung von Kalorien auch im Menschen einen positiven 'Anti-Aging'-Effekt hat“, erzählt Bierhoff.

Allerdings ist das Einsparen von Kalorien eher ein grobes Werkzeug, um für ein langes Leben zu sorgen. Um das Ticken der Uhr zu verlangsamen kann man auch die Zusammensetzung der Ernährung umstellen, etwa weniger Einfach-Zucker dafür aber mehr komplexe Kohlenhydrate zu sich nehmen. Epigenetiker Steve Horvath von der University of California in Los Angeles rät zu Gemüse, Fisch und nicht zu viel Alkohol.

Auch kurzzeitiges Fasten erfolgreich

Als erfolgreich hat sich nach Angaben von Bierhoff auch kurzzeitiges Fasten erwiesen. Dabei nimmt man 16 Stunden am Tag keine Nahrung auf. „Kurzzeitiges Fasten hat die gleiche positive Wirkung wie lange Fastenkuren“, meint er.

Forscher suchen schon seit längerer Zeit nach biologischen Markern, um die Lebenserwartung eines Menschen bestimmen zu können. Die epigenetische Uhr liefert ihnen nun eine neue Messmethode.

Die Studie könne den Unterschied zwischen dem Alter auf dem Ausweis und der eigentlichen Fitness des Körpers erklären, sagte Hahn. „Die Untersuchung epigenetischer Veränderungen kann man wie Altersringe an einem Baum verstehen.“ Das könne bei der Entwicklung von Medikamenten helfen, die das Altern aufhalten sollen. Direkt nach dem Verabreichen der Medikamente können Forscher nun testen, ob die epigenetische Uhr langsamer tickt – das Medikament somit wirkt. Die Forschung kann laut Hahn auch bald in der Forensik angewandt werden, um das Alter eines Täters bei einem Kriminalfall aufzudecken.



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Schlafforscher fordern späteren Schulbeginn

„Ich komme mit vier Stunden Schlaf aus“ – das hört man öfter und bewundert dann vielleicht denjenigen, der so viel Power zu haben scheint. Völlig falsch, sagen Forscher dazu. Sie fordern eine neue Schlafkultur und einen späteren Schulbeginn. Den Schülern würde es sicher gefallen.

Schulstart um Neun Uhr

Schlafforscher fordern einen späteren Schulbeginn. Neun Uhr wäre eine gute Zeit, sagte der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM), Alfred Wiater, am Mittwoch in Köln.

Ein Unterrichtsbeginn noch vor acht Uhr sei „sicherlich problematisch“. Und wenn schon, dann solle der Schultag mit Fächern wie Sport, Kunst oder Musik anfangen und nicht gerade mit Mathe oder Physik.

Schlafmangel reduziert die Leistungsfähigkeit

Der im europäischen Vergleich eher frühe Schulbeginn in Deutschland mache insbesondere Schülern ab der Pubertät zu schaffen, sagte Wiater. Es setze dann ein „Time-Shifting zum Spät-Typen“ ein. Dementsprechend kämen viele Jugendliche unausgeschlafen zur Schule.

Eine Studie der Universität Leipzig vom vergangenen Jahr habe jedoch gezeigt, dass schon eine halbe Stunde weniger Schlaf die Leistungsfähigkeit in der Schule um 30 Prozent reduziere. „Wenn wir über eine Bildungsoffensive nachdenken, dann sollte auch der frühe Schulbeginn zur Diskussion stehen“, forderte Wiater.

„Neue Schlafkultur“ gefordert

Deutschland brauche eine „neue Schlafkultur“, in der es nicht mehr als bewundernswert gelte, wenn jemand behaupte, mit vier Stunden Schlaf auszukommen. Ein völlig unterschätztes Thema sei auch der Sekundenschlaf am Steuer. Wie oft lese man, dass zum Beispiel ein Lastwagenfahrer ungebremst auf ein Stauende aufgefahren sei.

Studien in den USA hätten ergeben, dass Schläfrigkeit doppelt so viele tödliche Verkehrsunfälle verursache wie Alkohol. In der deutschen Unfallstatistik tauche Schläfrigkeit dagegen nur mit einem Anteil von 0,5 Prozent auf. Dies habe damit zu tun, dass man Schläfrigkeit anders als Alkohol nicht messen könne – der Adrenalinpegel schnelle nach einem Unfall natürlich hoch, sagte der Schlafforscher Hans-Günter Weeß.

Seine Empfehlung: Wenn man merkt, dass man müde wird, muss man anhalten und entweder eine Viertelstunde schlafen oder Sport treiben, damit der Kreislauf in Schwung kommt. Was dagegen nicht hilft: Fenster runterkurbeln, Cola trinken oder Musik lauter machen. Die Forscher äußerten sich zum „Aktionstag erholsamer Schlaf“ am 21. Juni. 

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Schlepper-Vorwurf in Italien: „Jugend Rettet“ wittert rechten Komplott

Jugend Rettet wehrt sich gegen den Vorwurf, bei der Aufnahme von Flüchtlingen im Mittelmeer mit Schleppern zu kollaborieren. Die deutsche NGO beschuldigt vielmehr die rechte Identitäre Bewegung, angebliche Beweise fingiert zu haben.

Die deutsche Hilfsorganisation „Jugend Rettet“ sieht sich als Opfer rechter Bewegungen. Die Vorwürfe, auf dem Mittelmeer bei der Rettung von Migranten mit Schleppern zusammengearbeitet zu haben, erklärte die NGO auf Sizilien nicht nur für unwahr. Vielmehr hätten Personen mit Verbindungen zur rechten Identitären Bewegung den italienischen Behörden einen Anfangsverdacht geliefert.

Auf Lampedusa beschlagnahmen die italienischen Behörden die

„Es sind gerade Ermittlungen im Gang, die Unregelmäßigkeiten aufweisen“, sagte der italienische Anwalt der NGO, Leonardo Marino. Beweismittel der Polizei versuchte die Organisation vor Journalisten in Trapani an der Westküste Siziliens zu entkräften. Ein Beispiel: Im Juni 2017 hatte ein verdeckter Ermittler an Bord eines anderen Rettungsschiffs der NGO Save the Children vermeintliche Beweise gesammelt. Auf einem Foto ist ein Holzkahn zu sehen, der angeblich von den Freiwilligen zurück in libysche Gewässer gezogen wurde – offenbar, um damit später wieder Migranten in Richtung Europa zu schicken.

Jugend Rettet erklärte, angewiesen worden zu sein, aus Sicherheitsgründen das leere Boot während eines Einsatzes aus dem Weg zu räumen. Überhaupt sei es gar nicht möglich, ein Holzboot auf diese Weise bis an die libysche Küste zu schleppen. Entweder, die italienischen Ermittler hätten „schlampig“ gearbeitet oder es solle der Eindruck erweckt werden, dass Jugend Rettet und andere Hilfsorganisationen auf dem Mittelmeer Hand in Hand mit den Schleppern arbeiteten, sagte Adrian Knöpfel, der sich bei Jugend Rettet um rechtliche Belange kümmert.

Beweise gefälscht?

Nicht nur die Fotos, auch die Logbucheinträge, die als Beweise gegen die Organisation angeführt werden, seien „völlig aus dem Kontext gerissen“ sowie „instrumentalisiert und bewusst auf erschreckende Weise falsch ausgelegt“ worden, sagte der Sprecher der NGO, Philipp Külker. Die Aussagen der zwei Zeugen, die Jugend Rettet dem rechten Milieu zuordnet und die dem italienischen Auslandsgeheimdienst „Unregelmäßigkeiten“ bei Jugend Rettet gemeldet hatten, widersprächen sich, sagte Rechtsanwalt Marino. Es sei „merkwürdig“, dass Ermittlungen auf so einer Grundlage in Gang gesetzt worden seien.

Seit das Rettungsschiff „Iuventa“ nun vor Anker in Trapani liegt, konnte Jugend Rettet ihre Mission nicht mehr fortsetzen. Es war im August von den italienischen Behörden auf Lampedusa durchsucht und konfisziert worden. Am Dienstag legte Jugend Rettet Einspruch gegen die Beschlagnahme ein. Wann das Gericht eine Entscheidung verkündet, ist unklar. Bisher gibt es noch keine Anklage – weder gegen die Organisation, noch gegen einzelne Mitglieder.



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Jugendliche beschießen Autos

Backnang im Rems-Murr-Kreis
Jugendliche beschießen Autos

Mit täuschend echt aussehenden Spielzeug- und Luftdruckwaffen kommt es immer wieder zu Vorfällen – auch im Rems-Murr-Kreis (Symbolbild). Foto: Archiv (Polizei)

Zeugen melden der Polizei, dass in Backnang-Sachsenweiler zwei Jugendliche mit einer Waffe hantieren. Die rückt mit vier Autos an und sperrt eine Straße – und findet nur noch eine Pistole für Plastikkugeln.

Backnang – Im Backnanger Teilort Sachsenweiler (Rems-Murr-Kreis) haben Jugendliche am Freitag Autos mit Softairwaffen beschossen. Die gegen Mittag alarmierte Polizei rückte mit vier Fahrzeugen in der dortigen Bergstraße an und sperrte sie komplett ab.

Von Zeugen erfuhren die Polizisten, dass die Jugendlichen sich in eine nahe Wohnung geflüchtet hätten. Dort konnten sie nicht gefunden werden – die Waffe jedoch schon. Laut einem Polizeisprecher verschießt die Waffe Plastikkugeln, sie muss nun waffenrechtlich eingeordnet werden, etwa, was deren Geschossenergie angeht. Die Ermittler haben schon einen Verdacht, welche Jugendlichen für die Schüsse verantwortlich sein könnten. An den beschossenen Autos ist nach bisherigen Erkenntnissen kein Schaden entstanden.

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