Kategorie -Jugendliche

Apple-Zulieferer Foxconn beschäftigte Minderjährige

Foxconn steht schon wieder wegen fragwürdiger Arbeitsbedingungen unter Beschuss. Der Apple-Zulieferer hat zugegeben, in einer chinesischen Fabrik Jugendliche im Alter von 14 bis 16 Jahren beschäftigt zu haben. Dabei handelte es sich angeblich um Schülerpraktikanten.

Verstoß geben chinesisches Arbeitsrecht

„Das ist nicht nur ein Verstoß gegen chinesisches Arbeitsrecht, sondern auch ein Verstoß gegen die Foxconn-Regeln“, teilte Foxconn mit. Es seien deshalb „umgehend“ Maßnahmen ergriffen worden, um „diese Praktikanten“ zurück in die Schule zu schicken. Es gebe aber keine Beweise dafür, dass es auch in anderen Fabriken in China Verstöße gegeben habe.

Alter der Praktikanten nicht überprüft

Die Nichtregierungsorganisation China Labour Watch hatte Foxconn vorgeworfen, die Minderjährigen in einer Fabrik in Yantai in Nordost-China mehrere Wochen lang beschäftigt zu haben. Die Praktikanten wurden nach Unternehmens-Angaben von Schulen geschickt, ihr Alter sei jedoch nicht überprüft worden.

Der Konzern soll sich inzwischen bei den Schülern entschuldigt haben. Jeder dafür verantwortliche Mitarbeiter werde entlassen, hieß es. Apple-Produkte werden demnach in dem Werk nicht hergestellt.

Prügelei und Streik wegen harter Arbeitsbedingungen

Der Konzern steht seit Jahren wegen harter Arbeitsbedingungen in der Kritik. Im September kam es in einem Apple-Werk im nordchinesischen Taiyuan zu schweren Ausschreitungen, an denen mehrere Tausend Arbeiter teilnahmen. Das Unternehmen musste in der Folge eines seiner Werke in China schließen. Und erst kürzlich traten tausende Arbeiter im Werk Zhengzhou wegen des hohen Produktionsdrucks beim neuen iPhone 5 von Apple in Streik.

Foxconn ist der größte Hersteller von Computerteilen der Welt und produziert Geräte für Unternehmen wie Apple, Sony, Intel und Nokia. In den Fabriken des Konzerns in China arbeiten bis zu 1,1 Millionen Menschen.

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Dafür geben Kinder 2012 ihr Geld aus

23,74 Milliarden Euro werden unsere sechs- bis 19-jährigen Kinder in diesem Jahr ausgeben. Das hat eine Hochrechnung des Marktforschungsinstituts „Iconkids & Youth“ im Rahmen der Studie „Trend Tracking Kids 2012“ ergeben. Wir verraten, wofür die Kinder das Geld auf den Kopf hauen.

Die meisten geben ihr Geld für Essen und Getränke aus

Die Kaufkraft von Kindern und Jugendliche in Deutschland wächst weiter. In diesem Jahr werden sie 23,74 Milliarden Euro ausgeben – das sind satte 1,41 Milliarden Euro mehr als noch 2011. Jungen und Mädchen gleichen sich dabei in ihren Ausgaben an. Während die Jungen 2011 noch 2,59 Milliarden Euro mehr ausgaben als die Mädchen, beträgt die Differenz 2012 nur noch 1,08 Milliarden Euro. Die Mehrheit der Kinder und Jugendlichen gibt ihr Geld für Süßes, Getränke und Fast Food aus.

Fünf Milliarden für Klamotten

Das meiste Geld wird mit großem Abstand für Klamotten und Schmuck ausgegeben. Über fünf Milliarden machen die Kids dafür im Jahr locker. Immerhin noch fast zwei Milliarden Euro lassen sie sich die Mobilität kosten – so viel Geld fließt in die Anschaffung von Fahrrädern, Mopeds, Autos und deren Unterhalt. An dritter Stelle liegen die Ausgaben fürs Telefonieren, die mit Handygebühren, Kosten für SMS und MMS 1,7 Milliarden Euro betragen.

Dafür geben die Kids ihr Geld aus

Bereich

Anteil, der sechs- bis 19-jährigen,
die dafür Geld ausgeben

Ausgaben in Millionen Euro

Süßigkeiten, Eis

52 Prozent

964 Euro

Getränke

44 Prozent

1630 Euro

Imbissbuden / McDonalds / Burger King / Subway etc.

36 Prozent

1534 Euro

Zeitschriften, Bücher, Comics

29 Prozent

740 Euro

Bekleidung, Mode, Schmuck

29 Prozent

5191 Euro

Körperpflege, Haarpflege

26 Prozent

1454 Euro

Handy-Gebühren

20 Prozent

1702 Euro

Salzige Knabbersachen, Chips

19 Prozent

351 Euro

Eintrittskarten (z.B. Kino, Konzerte, Sportveranstaltungen)

17 Prozent

1192 Euro

Musik-CDs, Hörspiel-CDs

12 Prozent

850 Euro

Spielzeug, Sachen zum Sammeln

8 Prozent

297 Euro

Hobbys

7 Prozent

610 Euro

Fahrrad, Mofa, Moped, Auto, Führerschein, Benzin

7 Prozent

1940 Euro

Sportartikel

7 Prozent

922 Euro

Sachen fürs eigene Zimmer

6 Prozent

642 Euro

DVDs / Videos leihen oder kaufen

5 Prozent

272 Euro

Computer, Software, Videogames, Internet

4 Prozent

470 Euro

Musik- / Film-Downloads aus dem Internet

4 Prozent

152 Euro

Schulsachen

4 Prozent

139 Euro

Handykosten für Downloads, Infos, Apps

3 Prozent

143 Euro

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Internetsucht: Jeder zehnte Jugendliche ist gefährdet

Smartphones und PCs, SMS, Facebook, Online-Games – mobile Kommunikation und das Internet sind im Alltag von Jugendlichen allgegenwärtig. Doch wo verläuft die Grenze zwischen der Begeisterung für Online-Medien und Internetsucht? Eine europaweite Studie kam zu dem alarmierenden Ergebnis, dass jeder zehnte Jugendliche in Deutschland von Internetsucht gefährdet ist. Hier finden Eltern zehn typische Anzeichen für Internetsucht und einen Online-Test.

Fast jeder zehnte Jugendliche in Deutschland nutzt das Internet zu intensiv und in problematischer Weise. Ein Prozent der jungen Deutschen ist sogar internetsüchtig. Das geht aus einer EU-Studie zum Internetverhalten von 14- bis 17-Jährigen in sieben Staaten hervor, die die Universität Mainz und die Landesmedienzentrale Rheinland-Pfalz 2013 veröffentlicht haben.

So viel Zeit verbringen Schüler im Internet

Wie sehr das Internet zum Alltag der Jugendlichen gehört, zeigt eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstituts Mafo im Auftrag des Nachhilfeinstituts Studienkreis. Demnach surfen drei Viertel der Jugendlichen nach der Schule im Internet. Über die Hälfte (57 Prozent) ist auch beim Hausaufgabenmachen online. Dabei steht das Chatten mit Freunden für 76 Prozent höher im Kurs als die Recherche für Hausaufgaben (63 Prozent).

Trotzdem verlieren die Jugendlichen die Schule aber auch während des Chattens nicht aus dem Blick: Knapp 70 Prozent der Befragten gaben an, sich mit Freunden online über Hausaufgaben, Referate oder Prüfungen auszutauschen. Jeder zweite wählte dafür Facebook, gefolgt von E-Mails (42 Prozent).

Wie Internetsucht definiert wird

Die Grenze von der regulären Nutzung zur Abhängigkeit ist auch bei der Internetsucht fließend – eine einfache Faustregel gibt es nicht. Offiziell ist Internetsucht bislang keine eigene Erkrankung. Psychologen diagnostizieren sie anhand eines ganzen Kriterienkatalogs, dessen Vorgaben denen von anderen Suchterkrankungen ähneln.

Als internetsüchtig stufen sie Jugendliche ein, die einen ständigen Drang zum Surfen verspüren, immer mehr Zeit im Netz verbringen und darüber andere Hobbys und Kontakte vernachlässigen. Sie kämpfen mit Entzugserscheinungen, wenn kein Internetzugang möglich ist. Betroffene Jugendliche schrauben ihre Online-Zeit auch dann nicht zurück, wenn sie deshalb schlechte Schulnoten kassieren.

Zwischen „kreativer Nutzung“ und Abhängigkeit

Laut der Studie der Universität Mainz und der Landesmedienzentrale Rheinland-Pfalz stehen Jugendliche in Deutschland und Island im Vergleich noch gut da, während die Altersgenossen in Spanien, Rumänien und Polen besonders stark betroffen sind. Für die repräsentative Studie wurden mehr als 13.000 Schüler befragt, darunter auch in den Niederlanden und Griechenland. Insgesamt sind in den untersuchten Ländern 1,2 Prozent der Jugendlichen internetsüchtig, knapp 13 Prozent gefährdet.

„Es ist beeindruckend, wie vielfältig und kreativ das Internet von Jugendlichen in Europa genutzt wird“, sagte Michael Dreier von der Ambulanz für Spielesucht der Uniklinik Mainz. Gleichzeitig sei es aber alarmierend, dass so viele Jugendliche ein problematisches oder sogar abhängiges Verhalten zeigten.

Größtes Suchtpotenzial bei Sozialen Netzwerken und Online-Spielen

Internetsucht kommt demnach besonders häufig bei intensiven Nutzern von sozialen Netzwerken und Online-Computerspielen vor. Die Betroffenen waren schlechter in der Schule und weniger gewandt im Umgang mit anderen Menschen. Erschreckend hoch sei mit knapp vier Prozent der Anteil derer, die online ein riskantes Glücksspielverhalten zeigten, ergänzte Psychologe Kai Müller.

Diese Jugendlichen sind besonders gefährdet

Zunächst gab der Großteil der Schüler per Fragebogen Auskunft. Im zweiten Schritt interviewten die Forscher 124 Jugendliche, die als internetsüchtig gelten. Dabei stellten sie unterschiedliche Ausprägungen der Internetsucht fest. Einige der Betroffenen sind exzessiv online und dort quasi gefangen, weil sie im wirklichen Leben entweder gemobbt und schüchtern oder aber chronisch gelangweilt sind. Sie drängt es nicht zu Unternehmungen abseits des Computers. Solche Jugendliche sind besonders anfällig für Internetsucht.

Bessere Chancen, sich aus der Sucht zu befreien, hätten Menschen, die sowohl online wie offline aktiv sind, sowie diejenigen, die nach einer exzessiven Online-Nutzungsphase irgendwann selbst die Notbremse ziehen.

Zeitlimits und Internetverbot sind nicht sinnvoll

Viele Eltern sind ratlos, wie sie den Internetkonsum von Jugendlichen einschränken können. Doch Experten stimmen überein, dass pauschale Zeitlimits, Steckerziehen oder Internetverbote der falsche Weg sind. „Internetnutzung gehört heutzutage zur kindlichen Entwicklung dazu. Exzessive oder stundenlange Nutzung an sich ist nicht problematisch“, erklärt der Soziologe Michael Dreier auf Nachfrage der Elternredaktion von t-online.de. Eltern müssten verstehen, wie wichtig es heutzutage für Jugendliche sei, beispielsweise bei Facebook an Online-Kommunikation teilzunehmen, um nicht aus ihren Gruppen ausgeschlossen zu werden, und dass es für Jugendliche frustrierend sei, wenn ein Online-Spiel mit mehreren Mitspielern mitten in der Handlung abgebrochen wird – „als würde Erwachsenen beim beim ‚Tatort‘-Gucken fünf Minuten vor der Auflösung des Falls der Fernseher abgeschaltet.“

Problematisch werde Internetkonsum, wenn Eltern bei ihren Kindern Anzeichen für Abhängigkeit wahrnähmen – beispielsweise wenn eine Art der Internetnutzung überhand nimmt und Jugendliche kaum noch Anreize in der „Offline-Welt“ finden, beispielsweise im Sportverein.

Jugendliche bei Regeln für Internetnutzung einbeziehen

Dreier empfiehlt einen „angeleiteten Kontakt“ mit Online-Medien. „Im Grundschulalter hat ein PC nichts im Kinderzimmer zu suchen“, findet er. Kinder könnten zunächst unter Aufsicht den Familien-PC nutzen. Später sollten Eltern mit den Kindern Regeln für die Internetnutzung und Konsequenzen für Missachtung vereinbaren – „nicht aufgezwungen, sondern gemeinsam“, betont der Forscher. Beispielsweise ausgeweitete Internetnutzung als Belohnung für gute Leistungen in der Schule, oder die Übereinkunft, dass sich die Kinder an feste Zeiten für Mahlzeiten und Aktivitäten mit der Familie zu halten haben.

Internetsucht-Checkliste für Eltern

Die EU-Initiative für mehr Sicherheit im Netz bietet auf der Website klicksafe.de für Eltern eine Broschüre zu Internet- und Computerspielabhängigkeit an. Sie enthält eine Checkliste, die Eltern einen ersten Anhaltspunkt geben können, ob ihr Kind gefährdet ist. Wenn drei oder mehr Merkmale zutreffen, sollten Eltern reagieren und gegebenenfalls professionelle Hilfe suchen.

  • die Gedanken des Kindes kreisen auch bei anderen Beschäftigungen ständig um Computer, Internet oder Spielkonsole
  • das Kind spielt und surft bis tief in die Nacht
  • dem Kind fällt es schwer, die Zeit vor dem Bildschirm zu begrenzen
  • das Kind reagiert gereizt, wenn es auf Computer, Internet oder Spielkonsole verzichten muss
  • es zieht sich immer mehr von Familie und Freunden zurück
  • Internetnutzung verdrängt andere Interessen und Hobbies
  • die Leistungen in der Schule haben sich deutlich verschlechtert
  • das Kind verzichtet auf Mahlzeiten, um am Computer zu bleiben
  • es hat stark ab- oder zugenommen und wirkt übermüdet
  • das Kind reagiert Gefühle wie Ärger oder Frust mit Computerspielen ab

Wo Eltern internetsüchtiger Jugendlicher Hilfe finden

Anlaufstellen für Betroffene sind beispielweise Familien- und Suchtberatungsstellen oder Psychologen und. Auf der Webseite des Fachverbands Medienabhängigkeit gibt es Informationen und Adressen von örtlichen Beratungsstellen und Therapeuten. Die Uni-Klinik Mainz betreibt eine Ambulanz für Computerspielsucht und hat sich auf Internet- und Computerspielsucht spezialisiert und eine kostenlose Hotline zu Verhaltenssucht unter der Rufnummer 0800-1-529-529 geschaltet (montags bis freitags von 12 bis 17 Uhr.

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Die Lochis: Video- und Comedy-Stars auf Youtube

Justin Bieber hat es vorgemacht, als er seine Songs auf Youtube veröffentlichte und damit schnell so viele Fans gewann, dass er zum gefeierten Superstar wurde. Heute tummeln sich unzählige Teenager im Netz und zeigen dort ihre eigenen Clips: Songs, Comedy-Sketche, Sportvorführungen oder sogar Styling-Tipps. Zwei, für die Youtube das Tor zur Popularität öffnete, sind die dreizehnjährigen Zwillinge Heiko und Roman Lochmann aus Riedstadt bei Darmstadt im Netz bekannt als „Die Lochis“. Die beiden haben uns erzählt, wie sich ihr Leben als gefragte „Youtuber“ verändert hat.

Begonnen hat die Internetkarriere der „Lochis“ etwa vor eineinhalb Jahren, als Heiko und Roman, die schon seit ihrer Kindergartenzeit gerne singen und Theater spielten, ihre ersten eigenen Videos ins Netz stellten. Ihre Spezialität: Musikparodien auf Chart-Songs und Comedy-Sketche. Den unterhaltsamen Anfang machte damals der Bruno-Mars-Hit „It will rain“, der bei den „Lochis“ zum „Toastbrot-Song“ wurde und schnell hundertausende Klicks auf Youtube erreichte. Seitdem steigt nicht nur die Popularität der hessischen Teenager sondern auch ihre Produktivität. Mittlerweile drehen Heiko und Roman etwa jede Woche ein neues Video. 2012 gewannen sie sogar den Deutschen Webvideopreis in der Nachwuchskategorie „Newbie“.

Die Lochis: vielseitig, originell und autodidaktisch

Vom Drehbuch, übers Texten, Singen, Filmen, Schneiden und Aufnehmen der Instrumental-Musikversionen für das spätere Playback beim Dreh machen die beiden Autodidakten jeden Arbeitsschritt an ihrem Computer und Kamera-und Musik-Equipment selbst . Das Kinderzimmer wird dann in ein Videostudio umfunktioniert und der Bolzplatz oder die Bushaltestelle werden zum Drehort. Dabei ist einer der beiden „Lochis“ je nach Rollenverteilung entweder Regisseur, Kammeramann oder singender Hauptdarsteller. Manchmal dürfen ihnen Kumpels am Set assistieren, wenn doch mal mehr helfende Hände gebraucht werden.

„Das hilft uns dabei, selbstständiger zu werden“

Zwei bis drei Tage dauert es etwa, bis so ein „Lochis“-Video im „Kasten“ ist. „Wenn keine Ferien sind, produzieren wir die Filme meist an den Wochenenden,“ erzählen die beiden. „Wir lieben das, denn dabei können wir unsere Kreativität voll ausleben. Außerdem ist es doch viel besser, in seiner Freizeit so etwas zu machen, anstatt sich zu langweilen und nur rumzuhängen. So haben wir immer viel zu tun. Und weil wir unsere Zeit dadurch immer gut organisieren müssen, hilft es uns auch dabei, selbstständiger zu werden.“

Die Lochis sind „Klick-Millionäre“ bei Youtube

Inzwischen sind „Die Lochis“ richtige Berühmtheiten bei Youtube: Über 23 Millionen Mal wurden ihre Clips aufgerufen und gut 90.000 Abonnenten, Tendenz steigend, sind ihnen treu. Das erfolgreichste Video mit stattlichen zwei Millionen Klicks ist zurzeit der parodierte „Maroon 5“ Song „Payphone“, den Heiko und Roman zu einer nicht ganz ernst gemeinten Ode an das Kult-Smartphone mit dem „i“ im Namen umwandelten.

Den Grund für den großen Zuspruch sehen die Teenager nicht nur in ihrer Musikalität und Vielseitigkeit: „Wir glauben, dass das Geheimnis auch darin liegt, dass wir verglichen mit anderen ‚Youtubern‘ noch sehr jung sind und weil wir Zwillinge sind. Und wir haben außerdem eine Marktlücke mit unseren Sketchen und Parodien gefunden, die vor allem Gleichaltrige mögen.“

Mit Youtube das Taschengeld aufbessern

Durch ihre hohe Klick-Quote bekamen die „Lochis“ mittlerweile eine Youtube-Partnerschaft angeboten und sind so an den Werbeeinnahmen auf ihrem „Kanal“ www.youtube.com/DieLochis beteiligt. Das war jedoch erst möglich, nachdem die Eltern Lochmann als Erziehungsberechtigte ihr Einverständnis für die Geschäftsbeziehung gegeben hatten. Nun können die Teenager mit ihrer Leidenschaft auch ihr Taschengeld aufbessern. Wie viel sie damit verdienen, wollen sie aber nicht sagen, so ist es mit den Vertragspartnern vereinbart. Eins verraten sie aber: „Mit dem Geld kaufen wir uns entweder neues Equipment oder Requisiten für unsere Dreharbeiten. Den Rest sparen unsere Eltern für uns und legen ihn an.“

Schule, Freunde und Sport werden bei den Lochis nicht vernachlässigt

Trotz der finanziellen Anreize und dem wachsendem Erfolg sind die hessischen Zwillinge „normal“ geblieben. Dafür sorgen auch Papa und Mama. Sie stehen zwar voll und ganz hinter ihren kreativen Söhnen, doch sie passen auf, dass der Alltag nicht aus den Fugen gerät. Das heißt: Das zeitintensive und aufwändige Hobby darf die schulischen Leistungen ihrer Sprösslinge nicht negativ beeinflussen und auch andere Freizeitbeschäftigungen der Jungs wie etwa Fußball dürfen nicht zu kurz kommen. „Die Schule muss immer Vorrang haben“, erklären Heiko und Roman. „Aber auch wenn wir unsere Freunde vernachlässigen, sagen unsere Eltern etwas. Ansonsten unterstützen sie uns immer zu hundert Prozent.“

Alle Filme der Lochis durchlaufen den Eltern-Check

Ein kritisches Auge haben Mutter und Vater Lochmann außerdem auf die Produktionsinhalte ihres Nachwuchses: „Bevor wir die Videos veröffentlichen und ins Netz stellen, zeigen wir sie unseren Eltern. Sie passen nämlich auf, dass in den Texten zum Bespiel keine zu krassen Kraftausdrücke vorkommen. Da gibt es manchmal Diskussionen, aber wir finden meist einen Kompromiss, mit dem dann alle zufrieden sind.“

„Wir machen das nur, weil wir Spaß an unserem Hobby haben“

Obwohl die „Lochis“ erst 13 Jahre alt sind, gehen sie sehr unaufgeregt und pragmatisch mit ihrer „Prominenz“ um. Sie haben zwar mittlerweile auch Autogrammkarten, eine professionell gestaltete Webseite – www.dielochis.de – und sie pflegen Kontakt zu ihren vielen Fans, doch ist dies kein Grund für sie, abzuheben.

„Wir haben ja nichts dagegen bekannt zu werden“, kommentieren sie bescheiden, „aber eigentlich machen wir das alles nur, weil wir großen Spaß an unserem Hobby haben. Trotzdem ist es schon cool und motivierend, wenn man weiß, dass das, was man macht, vielen anderen gefällt und wenn man zum Beispiel in der Stadt beim Shoppen erkannt und angesprochen wird. Aber die Privatsphäre und die Freiheit wird dadurch doch manchmal ein bisschen eingeschränkt.“ In der Schule haben Heiko und Roman, die in die achte Klasse eines Gymnasiums gehen, damit allerdings keine Probleme. Hier sind sie, obwohl die meisten ihre Songs und Sketche kennen, ganz normale Schüler ohne Sonderstatus.

Das Hobby als Wegweiser zu einem Beruf

Bodenständig wollen die „Lochis“ auch weiterhin bleiben. Und sie haben Pläne für die Zukunft: Natürlich noch mehr erfolgreiche Videos machen, aber auch die Schule bis zum Abi durchzuziehen und dann, wenn möglich irgendwann in einen Beruf einsteigen, der etwas mit Medien zu tun hat. Das Handwerkszeug dazu als angehende Moderatoren, Comedians, Sänger, Regisseure, Drehbuchautoren, Kameramänner oder Cutter haben sie ja schon. “ Wir fänden es jedenfalls gut“, fassen die Zwillinge zusammen, „wenn unser Hobby uns auch den Weg weisen würde zu unserem späteren Beruf. Das können wir bald schon mal austesten. Dann haben wir nämlich die Gelegenheit ein Praktikum bei einem großen Fernsehsender zu machen.“

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Jugendgewalt: Mädchen kämpfen mit Gewalt um Anerkennung

Prügeln ist typisch für Jungs. Mädchen und Frauen schlagen nicht, sondern kratzen, ziehen sich an den Haaren oder packen Gewalt allenfalls in Worte. Von wegen! Eine Studie widerlegt solche Rollenklischees. Zwar sind Mädchen statistisch betrachtet weniger gewalttätig als Jungen, aber in der Intensität von Gewalt zeigen sich zwischen den Geschlechtern wenig Unterschiede. Weibliche Jugendliche nutzen verbale und körperliche Gewalt häufig als Mittel, um Anerkennung zu gewinnen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Claudia Equit von der Technischen Universität Dortmund.

Für ihre Dissertation untersuchte Equit, warum manche Mädchen wiederholt Gewalttaten begehen und straffällig werden. Die Wissenschaftlerin suchte Antworten auf Fragen wie: Unter welchen Bedingungen üben Mädchen und junge Frauen Gewalt aus? Wie äußert sich diese Gewalt? Worin unterscheiden sich Mädchen, die häufig Gewalt ausüben von anderen, die so gut wie nie gewalttätig werden? Als Grundlage dienten 20 Interviews mit weiblichen Jugendliche zwischen 13 und 20 Jahren. Die Befragten wurden gebeten, selbst erlebte Gewaltsituationen und -erfahrungen zu schildern.

Gewalttätige Mädchen waren selbst Opfer von Gewalt

„Eines der Hauptmerkmale ist, dass alle Erfahrungen als Opfer gemacht haben“, erklärt Equit. Dazu zählten sexueller Missbrauch und Gewalt in der Familie, aber auch Mobbing in der Schule. Oft versuchten diese Mädchen gemeinsam mit ihrem Freundeskreis, sich nach außen als besonders hart im Nehmen und durchsetzungsfähig zu verkaufen. „Gewalt ist für sie eine Form, um die Opfererfahrung verarbeiten zu können.“

Eltern dürfen Mobbing nicht unterschätzen

Laut der Befragung leiden die Mädchen unter einem grundlegenden Verlust von Anerkennung. Eltern sollten es daher nicht unterschätzen, wie stark beispielsweise Mobbing das Selbstwertgefühl ihres Kindes untergraben kann. In jedem Fall sollten Mutter und Vater dort ansetzen und mit professioneller Hilfe versuchen, den Mobbingprozess zu stoppen. Wichtig wäre außerdem, Wege zu finden, um das Selbstbewusstsein wieder aufzubauen.

Auch Mädchen verteidigen ihre Ehre mit Gewalt

Empfindlich reagieren Mädchen auch auf Kommentare, mit denen sie sich in ihrer Weiblichkeit herabgesetzt fühlen: „Beispielsweise kam es zu Taten, wenn ein Mädchen einem anderen vorwarf, ihr den Freund wegnehmen zu wollen.“ Gewalt sei in dieser Situation eine Möglichkeit, die Ehre wiederherzustellen. Gesellschaftlich betrachtet, werden Mädchen im Vergleich zu Jungen weniger stark als Täter angesehen: „Das wird auch von der Polizei nicht so ernst genommen“, sagt Equit.

Die Dissertation von Claudia Equit ist im Buchhandel erhältlich unter dem Titel „Gewaltkarrieren von Mädchen. Der ‚Kampf um Anerkennung‘ in biografischen Lebensläufen“ (VS Verlag, ISBN 9783531183909).

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Kinder im Jugendcamp missbraucht

Für den sexuellen Missbrauch von 25 Jungen in einem Feriencamp nahe Chemnitz ist ein Betreuer zu einer Haftstrafe verurteilt worden.

Das Amtsgericht Zwickau legte die Strafe auf drei Jahre und drei Monate fest. „Sie haben Grenzen überschritten“, sagte die Vorsitzende Richterin, Simona Meyer.

Angeklagter leugnet sexuelle Absicht

Der angeklagte 42-Jährige hatte gestanden, die minderjährigen Kinder im Intimbereich berührt zu haben. Das sei im vergangenen Sommer in dem Camp allerdings nicht in sexueller Absicht geschehen, vielmehr habe er nach Zecken gesucht. Dazu meinte Meyer, es hätte völlig ausgereicht, wenn der Angeklagte die Kinder belehrt hätte, wie sie selbst nach Zecken suchen. Stattdessen habe der mehrfach vorbestrafte Mann behauptet, er sei Arzt.

Neben den Zeckenkontrollen soll der Mann einige Jungen am ganzen Körper eingecremt oder bei Heimweh mit ihnen gekuschelt haben. Polizei und Staatsanwaltschaft waren auf den Mann aufmerksam geworden, als einige Kinder ihre Erlebnisse zu Hause erzählten und die Eltern Anzeige erstatteten. Das Amtsgericht Zwickau verurteilte den Mann wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern und Schutzbefohlenen in 90 Fällen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. (Az. 5 Ls 110 Js 02088/12 jug)

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Ausgehzeiten: Ohne Konflikte geht es nicht

Ausgehzeiten gehören zu den am häufigsten ausgetragenen Konflikten in Familien. Wenn Jugendliche zu Erwachsenen heranreifen, gehören Partys oder andere Aktivitäten in den späten Abendstunden einfach dazu. Doch wie sollten sich Eltern bei Streitigkeiten verhalten – wenn sie sich schon nicht vermeiden lassen?

Jugendschutzgesetz schreibt Ausgehzeiten vor

Weil es immer wieder zu Konflikten beim Thema Ausgehzeiten kommt, ist es für Sie als Eltern wichtig zu wissen, wie lange ihre Kinder laut Jugendschutzgesetz überhaupt alleine unterwegs sein dürfen. So haben Sie immer ein paar handfeste Argumente in der Hand: Solange Jugendliche noch nicht volljährig sind, dürfen Sie sich in Diskotheken nur bis 24 Uhr aufhalten; sind sie jünger als 16 Jahre alt, ist der Zutritt dort überhaupt nicht erlaubt. Ähnliches gilt für Gaststätten: Um 24 Uhr ist Schluss, für unter 16-Jährige sogar schon um 23 Uhr. Die Betreiber sind dazu angehalten, die Ausweise zu kontrollieren.

Anders sieht es hingegen bei privaten Partys aus. Wenn Freunde etwa zu Hause feiern, darf es durchaus auch länger gehen – und vor allem in diesen Fällen entstehen immer wieder Konflikte. (Jugendschutz: Was Jugendliche dürfen und was nicht)

Konflikte mit Jugendlichen sind ganz normal

Solche Auseinandersetzungen zu den Ausgehzeiten sind ganz normal bei Jugendlichen. Sie wollen ihre Grenzen ausloten und rebellieren gegen deshalb die Regeln der Eltern. Für Sie als Elternteil ist es aber wichtig, bei Ihren Prinzipien zu bleiben. Denn absolute Freiheiten können Jugendliche überfordern und das Gefühl hervorrufen, dass ihre Eltern sich nicht um sie kümmern oder sich keine Sorgen um sie machen.

Tipp: Bringen Sie Ihre Sorgen deutlich zum Ausdruck, dann kann Ihr Kind Verständnis dafür entwickeln, weshalb ihm bei den Ausgehzeiten Grenzen gesetzt werden.

Klare Vereinbarungen treffen

Wenn Sie Ihrem Kind hin und wieder längere Ausgehzeiten gewähren wollen, sollten Sie darauf pochen, dass es sich stets an die vorher getroffenen Vereinbarungen halten soll. Wenn Sie ihm auf den Weg geben, dass es um 23 Uhr zu Hause sein soll, dann achten Sie darauf, dass diese Zeit auch eingehalten wird. Kommt es mal eine Viertelstunde zu spät, müssen Sie das noch nicht als Vertrauensbruch werten. Kommt es allerdings regelmäßig zu solchen oder noch größeren Verspätungen, sollten Sie konsequent sein und für das nächste Mal die Ausgehzeit verkürzen oder den Besuch bei Freunden ganz verbieten.

Belohnen Sie Zuverlässigkeit

Ist Ihr Kind hingegen verlässlich zur vereinbarten Zeit zu Hause, spricht nichts dagegen, Jugendlichen in Ausnahmefällen immer wieder mal zu erlauben, länger wegzubleiben. Sorgen Sie jedoch dafür, dass Ihr Kind sicher wieder nach Hause kommt. Holen Sie es gegebenenfalls ab. Verspäten sich Jugendliche besonders deutlich, sollten Sie auch nicht den Konflikt scheuen, Ihr Kind anzurufen oder sogar am Ort des Geschehens vorbeizuschauen – schließlich machen Sie sich große Sorgen. (Jugendliche wollen abends ausgehen, aber wie lange)

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Investition in das Kind: Coaches entdecken Kinder als Kunden

Bei Problemen im Beruf oder Privatleben einen Coach zu buchen, gehört heute beinahe zum guten Ton. Doch warum erst so spät anfangen? Einige Coaches haben sich auf Probleme von Kindern spezialisiert. Das ruft auch Kritiker auf den Plan.

Kinder als neue Zielgruppe für Coaches

Coaching-Angebote richteten sich lange Zeit vor allem an Erwachsene. Jetzt haben die Berater auch Kinder als Zielgruppe entdeckt. Die vor allem in Großstädten aktiven Anbieter versprechen unter anderem, Ängste der Kinder ab- und Selbstbewusstsein aufzubauen und so bessere Schulnoten zu erzielen. „Wir wollen Kinder nicht effizienter machen, aber ihnen beibringen, wie sie leichter mit den heutigen Gegebenheiten umgehen“, betont etwa Kinder- und Jugendcoach Daniel Paasch.

Methoden für Führungskräfte wirken auch bei Kindern

Der vierfache Vater und ehemalige Personalleiter aus dem nordrhein-westfälischen Ibbenbüren hat vor einigen Jahren das Institut für Potenzial-Entfaltung (IPE) gegründet. Er habe gemerkt, dass Coaching-Methoden für Führungskräfte auch bei Kindern wirken. Einen Psychotherapeuten oder Nachhilfelehrer könne er aber nicht ersetzen, betont Paasch. Sein Angebot richte sich nur an gesunde Schüler, die sich manchmal selbst im Weg stünden, unter Prüfungsangst oder Konzentrationsschwierigkeiten litten.

„Energieduschen“ für neue Kraft

Paasch bildet auch Erwachsene zu Coaches aus. Bundesweit hat er eigenen Angaben zufolge schon etwa 220 Zertifikate verteilt. Vor einiger Zeit trainierte er eine Gruppe in Berlin. Paasch zeigte Methoden wie „Doppelter Future Back Check“ oder „Fantasiereise“. Die Teilnehmer, darunter Heilpädagogen, Sozialarbeiter, eine Hausfrau und ein Kinderdorf-Vater, lernten, Kindern beim Suchen eigener Ideen zu helfen oder sie auf eine fiktive Reise zu schicken, an deren Ende eine „Energiedusche“ neue Kraft verleihen soll.

„Ich wollte gern mehr Selbstvertrauen haben“

Zu den Kindern, die die Dienste eines IPE-Coachs bereits genutzt haben, gehört etwa die 13-Jährige Paula aus Bonn. Aus ihrer Sicht haben sich die zwei Stunden á 80 Euro ausgezahlt. „Ich wollte gern mehr Selbstvertrauen haben“, berichtet die Schülerin. Sie habe vor allem Probleme gehabt, fremde Leute anzusprechen. Ihre Trainerin habe dann mit ihr eine Fantasiereise unternommen und einen Trick gezeigt, mit dem sich die Angst aushebeln lässt.

„Schon am nächsten Tag hat sich meine Tochter getraut, einen Kellner im Café anzusprechen“, erinnert sich Paulas Mutter Verena R. „So ein Coach kann in kurzer Zeit viel bewirken“, ist sie überzeugt. Ihre Tochter habe einen Kick von außen gebraucht. Ab einem gewissen Alter der Kinder könnten Eltern einfach nicht mehr so viel ausrichten, glaubt sie.

Kinder-Coaching ist in Deutschland noch nicht verbreitet

In Deutschland stehe das Kinder-Coaching noch am Anfang, sagt Christin Colli, Berliner Regionalsprecherin des Deutschen Coaching Verbandes (DCV). „Viele Eltern nutzen eher staatlich bezuschusste Angebote und sind noch nicht bereit, in ihr Kind zu investieren“, sagt Colli. Dabei lohne sich ein Coaching bereits bei jungen Leuten: Viele Erfahrungen müsse man nicht erst als Erwachsener machen.

Experten sind eher kritisch

Der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen fordert hingegen, die vorhandenen Beratungs- und Therapieangebote auszubauen, die Qualifikationen und Methoden von Coaches seien oft fragwürdig, sagt Stefan Drewes von der Sektion Schulpsychologie. Neben der Schulsozialarbeit, der -psychologie und Familienberatung sei auch eine Stärkung der Psychotherapie wichtig, fordert er.

„Kinder und Jugendliche brauchen eher diese etablierten Hilfen als solch ein Angebot mit unklaren Qualifikationen“, betont der Experte und fragt: „Folgen wir da einem Menschenbild, wo auch die Jugendlichen immer gut funktionieren müssen und schon ihren eigenen Trainer haben müssen, um ihre Probleme zu bewältigen?“

Nur heiße Luft?

„Ich bin skeptisch, ob das Etikett Kinder-Coaching irgendetwas taugt“, meint auch Buchautor Erik Lindner („Coachingwahn. Wie wir uns hemmungslos optimieren lassen“, 2011). Aus seiner Sicht ist es problematisch, dass sich jeder Coach nennen darf – auch ohne Ausbildung. Es könne aber durchaus sein, dass ein Kinder-Coach das bringe, was er verspricht, räumt Lindner ein. „Es kann aber auch passieren, dass er nur heiße Luft fabriziert“, warnt er.

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Jugendschutz: Was Jugendliche dürfen – und was nicht

Das Jugendschutzgesetz soll Jugendliche in der Öffentlichkeit schützen. Zentrale Punkte sind hier der Verkauf, die Abgabe sowie der Konsum von Alkohol und Tabak. Außerdem regelt das Gesetz, welche Filme unter 18-Jährige sehen und welche Computerspiele sie spielen dürfen. Schließlich schreibt es auch vor, welche Veranstaltungen ab welchem Alter besucht werden dürfen.

Jugendschutzgesetz: Regelungen zu Alkohol und Tabak

Jugendliche unter 14 Jahren dürfen laut Jugendschutzgesetz weder Alkohol konsumieren, noch dürfen alkoholische Getränke an sie abgegeben oder verkauft werden. Ab 14 Jahren sind Bier, Wein, Sekt und Mixgetränke mit Bier oder Wein erlaubt, wenn die Minderjährigen von einem Erwachsenen begleitet werden, so das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ). Ab einem Alter von 16 Jahren dürfen dieselben Getränke auch ohne Aufsicht konsumiert werden. Spirituosen und branntweinhaltige Mixgetränke sind hingegen grundsätzlich erst ab 18 Jahren erlaubt.

Genauso verhält es sich mit Zigaretten oder anderweitigem Tabakkonsum: Der Jugendschutz verbietet es Nichtvolljährigen, in der Öffentlichkeit zu rauchen. Auch der Verkauf oder die Abgabe an Jugendliche in Gaststätten oder Verkaufsstellen ist verboten. Im Kino dürfen Alkohol und Tabak übrigens erst ab 18 Uhr beworben werden. (Komasaufen: Trinken Jugendliche exzessiver als früher?)

Filme und Computerspiele und Kino

Computerspiele und Filme (auch im Kino) müssen mit einer Altersfreigabe gemäß Paragraf 14 des Jugendschutzgesetzes versehen werden. Der Verkauf, die Abgabe oder die Vorführung ist nur dann erlaubt, wenn Jugendliche das entsprechende Alter nachweisen können. Filme oder Computerspiele „ohne Altersfreigabe“ sind ausschließlich Volljährigen vorbehalten.

Die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien hat laut BMFSFJ außerdem das Recht, bestimmte Medien zu indizieren oder mit Abgabe-, Vertriebs- und Werbeverboten zu belegen. Mögliche Gründe können kriegs- oder gewaltverherrlichende Inhalte sein, oder aber Inhalte, die die Menschenwürde verletzten oder Jugendliche in eindeutig geschlechtsbetonter Körperhaltung zeigen.

Welche Veranstaltungen Jugendliche besuchen dürfen

Auch der Besuch von öffentlichen Veranstaltungen wird für Personen unter 18 Jahren durch das Jugendschutzgesetz geregelt. Der Besuch von Diskotheken ist beispielsweise erst ab 16 Jahren erlaubt und dann auch nur bis 24 Uhr. Nachtclubs und Spielhallen dürfen ausschließlich bei Volljährigkeit besucht werden.

Für Gaststätten gilt für Jugendliche unter 16 Jahren, dass sie ein sorge- oder erziehungsberechtigter Erwachsener begleiten muss. Ebenfalls erlaubt ist der Gaststättenbesuch, wenn sie etwas essen oder Alkoholfreies trinken wollen – allerdings nur im Zeitraum zwischen 5 und 23 Uhr. Ab 16 Jahren brauchen Jugendliche laut Jugendschutz keine erwachsene Begleitung mehr und dürfen sich von 5 bis 24 Uhr in Gaststätten aufhalten.

Konzerte und Jugendtreffs und Strafen

Veranstaltungen von Jugendtreffs, Vereinen oder Kirchen dürfen Jugendliche laut Gesetz übrigens bis 24 Uhr beiwohnen. Für Konzerte gibt es hingegen keine offiziellen Beschränkungen. Allerdings kann es sein, dass Veranstalter eine Erlaubnis der Eltern verlangen.

Wer gegen das Jugendschutzgesetz verstößt, begeht laut BMFSFJ eine Straftat oder eine Ordnungswidrigkeit. Letztere kann mit Bußgeldern von bis zu 50.000 Euro geahndet werden, die beispielsweise an Veranstalter oder Gewerbetreibende verhängt werden können, die gegen das Jugendschutzgesetz verstoßen. (Ausgehzeiten: Ohne Konflikte geht es nicht)

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Erste Liebe: Akzeptieren Sie den ersten Partner

Mit dem Beginn der Pubertät erleben die meisten Teenager ihre erste Liebe. Für sie gibt es in dieser Zeit nichts Wichtigeres als den ersten Freund beziehungsweise die Freundin. Natürlich möchten sie den neuen Partner auch irgendwann gerne mit nach Hause bringen und am liebsten rund um die Uhr bei sich haben.

Die erste Liebe des Nachwuchses respektieren

So manche Mutter schmunzelt über das neue und etwas sonderbare Verhalten ihres Kindes. Dabei fällt aber auf, dass das Liebesleben der Tochter oft viel genauer und kritischer beäugt wird, als die Liebelei des Sohnes.

Nicht selten wird der Freund der Tochter als störend empfunden, schließlich weiß ja niemand so genau, wie weit das „Miteinander“ schon ist. Doch statt den Teenager zu verurteilen, sollten beide Elternteile Vertrauen aufbauen und den neuen Partner respektieren. Zeigen Sie beiden, dass der Besuch für sie als Eltern kein Problem darstellt.

Die erste Liebe – Aufklärung statt Spionage

Die Teenager sind womöglich schon eine Zeit lang ein Paar und verbringen dementsprechend viel Zeit miteinander. Eltern können nicht immer dabei sein, sie sollen auch nicht kontrollieren oder gar spionieren. Um eine Vertrauensbasis aufzubauen oder zu erhalten, brauchen die jungen Liebenden aber grundsätzlich auch ihre eigene Privatsphäre. Je nach Alter der Kinder sollte beiden, ob Freund oder Freundin, bewusst sein, dass es auch Grenzen gibt.

Sind beide unter 14 Jahre alt, sollte körperlicher Kontakt im elterlichen Heim untersagt werden. Problematisch ist auch, wenn einer der beiden schon über 14 Jahre ist, denn nach dem Gesetz sind Kinder erst mit dem vollendeten 14. Lebensjahr in der Lage, ihr Sexualleben selbst zu bestimmen. (Wenn die Kinder erste sexuelle Erfahrungen machen: Tipps für Eltern)

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