Kategorie -Jugendliche

Schießerei an Schule in USA: Jugendlichem gezielt ins Gesicht geschossen

Ein Zwölfjähriger hat Medienberichten zufolge an einer Schule im US-Bundesstaat New Mexico zwei Mitschüler durch Schüsse schwer verletzt. Einem Jungen habe er ins Gesicht geschossen, ein 13-jähriges Mädchen wurde in den Arm getroffen.

Das sagten Angehörige der Zeitung „Albuquerque Journal“, die in ihrer Online-Ausgabe unter Berufung auf Augenzeugen von der schrecklichen Tat berichtete.

Schützen festgenommen

Die beiden Opfer wurden in ein Krankenhaus geflogen. Der Junge sei in einem gesundheitlich „kritischen Zustand“, dem Mädchen gehe es etwas besser. Der Gouverneurin von New Mexico zufolge wurde der Zwölfjährige festgenommen. Zuvor hatte es geheißen, der Schütze sei 13 Jahre alt.

Der Polizei von New Mexico zufolge wurde der Schütze von einem Beamten in Gewahrsam genommen, der sein Kind zu der Schule in Roswell brachte. Ein Mitarbeiter der Einrichtung habe ihn zuvor dazu gebracht, seine Waffe niederzulegen.

Keine Mittäter

Der Zwölfjährige habe wohl allein gehandelt, vermutet die Polizei. Eine Schülerin sagte der Zeitung, der Zwölfjährige habe seine Waffe in einem Instrumentenkoffer versteckt. Die Gründe für die Tat waren zunächst unklar.

Alle anderen Schüler der weiterführenden Schule in Roswell wurden mit Bussen in ein Einkaufszentrum in der Nähe gefahren, wo sie von ihren Eltern abgeholt wurden.

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Sylvia Löhrmann: Schüler heute nicht schlechter als früher

Die Wirtschaft klagt über fehlende Fachkräfte. Gleichwohl fanden im vergangenen Jahr mehr als 80.000 Schulabgänger keine Lehrstelle, obwohl die Arbeitsagenturen sie als „ausbildungsfähig“ einstuften.

Jeder muss die Chance auf Ausbildung erhalten

Die neue Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK), Sylvia Löhrmann (Grüne), hat pauschale Kritik der Wirtschaft an mangelnder Ausbildungsreife der Schulabgänger zurückgewiesen. Die Jugendlichen würden heute in der Schule nicht schlechter auf einen Beruf vorbereitet als früher, sagte die nordrhein-westfälische Schulministerin. Problem sei, dass die Betriebe in den vergangenen Jahren immer weniger Lehrstellen angeboten hätten. Auch wer keine Spitzennoten im Zeugnis habe, müsse die Chance auf eine Berufsausbildung erhalten.

Neue Präsidentin der Kultusministerkonferenz

Löhrmann übernimmt jetzt turnusgemäß die KMK-Präsidentschaft von Sachsen-Anhalts Bildungsminister Stephan Dorgerloh (SPD). Sie ist die erste Grüne, die der Kultusministerkonferenz vorsitzt.

„Kein Abschluss ohne Anschluss“

Klagen von Betrieben über die Qualität der schulischen Vorbildung nehme man ernst, sagte Löhrmann. „Deshalb führt Nordrhein-Westfalen als erstes Flächenland in Abstimmung mit der Wirtschaft derzeit das Programm ‚Kein Abschluss ohne Anschluss‘ ein.“ Die Schule müsse Kinder und Jugendliche gut auf die Anforderungen in Ausbildung und Beruf vorbereiten. „Aber Reformen müssen planvoll und mit langem Atem erfolgen“, erklärte die Ministerin.

„Weiterhin eine hohe Nachfrage nach beruflicher Ausbildung“Pauschalkritik

In der Kontroverse über die Zukunft des deutschen Bildungssystems warnte Löhrmann davor, Studium und Berufsausbildung gegeneinander auszuspielen. „Nicht ‚entweder oder‘, sondern ’sowohl als auch‘ heißt die Devise.“ Es gebe weiterhin eine hohe Nachfrage nach beruflicher Ausbildung. „Und wir sollten uns freuen, dass es einen Trend zu immer besseren Abschlüssen gibt“, sagte sie. Viele Unternehmen hätten sich bereits auf den demografischen Wandel eingestellt, und böten attraktive Ausbildungen an, „die eine gute Alternative zum Studium sind“.

Orientierung und Beratung nötig

„Es muss wirklich nicht jeder studieren“, sagte Löhrmann. „Die Berufswahl ist letztlich immer eine persönliche Entscheidung. Wichtig ist, dass ihr eine umfassende Orientierung und Beratung vorangeht. Denn Abbrüche gleich welcher Art demotivieren.“

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Facebook-Trend „Biernominierung“: Experten warnen vor Saufspielen im Netz

Hat auch ihr Kind schon eine „Biernominierung“ angenommen? Medienexperten warnen Eltern vor einem riskanten Trend auf Facebook. Bei einem Onlinespiel wetteifern Jugendliche und junge Erwachsene mit waghalsigen Trinkaktionen um die größtmögliche Aufmerksamkeit. Bei anderen Varianten wird zum Zündeln animiert. Solche Mutproben sind nicht nur ein albernes Jugendphänomen, denn sie können tödlich enden.

Das Trinkspiel, das gerade auf Facebook kursiert, nennt sich „Neknominate“. Der Name leitet sich von dem Spruch „Nek your drink, nominate another“ ab, auf Deutsch in etwa „exe dein Getränk und nominiere einen anderen“. Andere Bezeichnungen sind „Socialbeergame“ oder „Biernominierung“. Das Ganze funktioniert wie ein Kettenbrief: Jemand trinkt ein Bier auf ex, stellt das Video online und nominiert drei weitere Personen. Kommen diese der Aufforderung nicht innerhalb von 24 Stunden nach, müssen sie dem Nominator einen Kasten Bier spendieren.

Angefangen hat der Trend wohl in Australien, und sich von dort rasend schnell auch bis nach Deutschland verbreitet. Tausende Videos zeigen meist junge Leute bei ungewöhnlichem Alkoholkonsum: In schrägen Kostümen, auf dem Kopf stehend oder fünf Bierflaschen hintereinander wegkippend.

Kinder gegen Gruppendruck stark machen

Die vom Bundesfamilienministerium getragene Initiative „Schau hin!“ ruft Eltern auf, mit ihren Kindern darüber zu sprechen und ihnen zu erklären, dass die Videos kein harmloser Spaß sind. Sie sollten sie darin bestärken, sich nicht wegen des Gruppendrucks in Gefahr zu begeben, nur um vor ihren Freunden gut dazustehen, rät Mediencoach Kristin Langer.

Beim Saufen verunglückt – erste Todesfälle in Irland

Irische Behörden warnen bereits vor den Trinkspiel-Aufforderungen im Netz. In Großbritannien und Irland hat sich die Diskussion nach einem Vorfall verschärft: Anfang Februar war im irischen Carlow ein 19-Jähriger in einen Fluss gesprungen und ertrunken. Seine Familie meint, der Sprung sei Teil eines „Neknomination“-Videos gewesen. „Das Ganze ist ein Mobbing-Spiel geworden“, sagte der Bruder des jungen Mannes dem Sender BBC. Ein Bekannter von ihm, der nicht habe mitmachen wollen, sei danach als Feigling beschimpft worden.

Auch ein 22-jähriger DJ aus Dublin soll auf das Saufspiel eingegangen und an den Folgen gestorben sein. Die irische Polizei bestätigte lediglich den Tod der Männer, aber nicht die Verbindung zum Online-Spiel. Die irische Regierung rief Facebook auf, das Spiel zu unterbinden. Kommunikationsminister Pat Rabbitte forderte das Unternehmen auf, Seiten mit Trinkvideos zu löschen.

Facebook: Weder Gewalt noch Mobbing im Spiel

Von Facebook hieß es, der Trend verbreite sich nicht nur über das Online-Netzwerk, sondern auch über andere Internetseiten. Man habe aber Videos beobachtet und untersucht. Nach den Richtlinien von Facebook werden Inhalte gelöscht, wenn sie Gewalt propagieren oder Mobbing stattfindet. Das sei bei den Trinkvideos nicht der Fall. „Wir rufen Nutzer auf, uns Inhalte zu melden, von denen sie glauben, dass sie die Regeln brechen“, sagte ein Facebook-Sprecher.

„Todesfälle durch Gruppenzwang verhindern“

„Trinkspiele sind nichts Neues, aber sie können dazu führen, dass jemand sehr schnell sehr viel mehr trinkt und das kann sehr gefährlich sein“, sagte eine Sprecherin von Nordirlands Gesundheitsbehörde.

Sie rief Jugendliche dazu auf, den Anti-Neknomination-Seiten im Internet beizutreten, die bereits gegründet worden seien. Auf Facebook-Seiten wie „Stop Neknominate“ heißt es schon: „Lasst uns Todesfälle durch Gruppenzwang verhindern.“ Mittlerweile ist eine Gegenbewegung im Gange. Dabei filmen sich Menschen bei einer guten Tat und fordern andere zum Mitmachen auf.

Ein Internet-Hype folgt dem nächsten

Andere lächeln über das Phänomen hinweg und warten einfach darauf, dass der Hype vorbei geht. So war es dem Internet-Spiel „Planking“ ergangen. Dabei hatten sich Teilnehmer fotografiert, wie sie kerzengerade an ungewöhnlichen Orten oder auf besonderen Gegenständen lagen, und die Bilder ins Netz gestellt. Auch dabei machten gefährliche Aktionen die Runde. So gab es Fotos zu sehen, bei denen die Macher auf Dächern oder Balken lagen. Inzwischen ist der Trend wieder in den digitalen Niederungen verschwunden.

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Das deutsche Schulsystem bietet mehr Chancen, als viele ahnen

Ungerecht, unsozial, selektiv und nur nach unten durchlässig: Solche negativen Eigenschaften werden, gestützt durch Studien, immer wieder dem deutschen Bildungssystem bescheinigt. Doch trotz der Kritik gibt es zahlreiche Optionen eine Schulkarriere erfolgreich zu beenden und zu studieren, ohne dabei eine gradlinige G8-Laufbahn beschreiten zu müssen. Unser Schulsystem ist besser als sein Ruf.

Studien der Bertelsmann-Stiftung haben in den letzen Jahren wiederholt belegt, dass deutsche Schulen etwa doppelt so viele Absteiger wie Aufsteiger hervorbringen. Im Schuljahr 2010/11 beispielsweise wurden 50.000 Schüler auf eine niedrigere Schulform geschickt und nur halb so viele schafften den Wechsel auf eine höhere.

Verlierer-Image durch „Abschulung“

Schülern, die „abgeschult“ werden – so der Fachbegriff der Bildungsbürokratie – haftet ein Verliererstatus an. Sie werden aussortiert, weil ihre Noten nicht gut genug waren, die Leistungen nicht stimmten und Lehrer ihre Chancen in der jeweiligen Schulform als aussichtslos einschätzten. Für die meisten Kinder und Jugendlichen ist dies ein einschneidendes Erlebnis. Sie bekommen durch das „Downgrading“ die frustrierende Rückmeldung: „Du gehörst nicht mehr dazu, du bist gescheitert, jetzt musst du sehen, wie du klar kommst.“

Um junge Menschen zu motivieren, trotzdem zuversichtlich ihren schulischen Weg zu gehen, sind solche Signale kontraproduktiv. Denn wer nicht G8-kompatibel ist und mit den oft eher theoretischen und abstrakten Lernansätzen nicht zurechtkommt, hat nicht automatisch schlechtere Chancen, später ein Studium zu absolvieren und beruflich erfolgreich zu sein. Die Durchlässigkeit des deutschen Bildungssystems ist nämlich besser als ihr Ruf. Man muss jedoch wissen, welche Pfade man beschreiten kann. Die variieren allerdings von Bundesland zu Bundesland.

Schülerin: „Ich musste selbst sehen, wie es bei mir weitergeht“

Betroffene Schüler wissen allerdings häufig nicht genug über bestehende Weiterbildungsmöglichkeiten. Ihre ehemaligen Schulen machen es sich zu selten zur Aufgabe, den „Abgeschulten“ neue Perspektiven aufzuzeigen.

„Nachdem es mit dem Gymnasium nach zwei Ehrenrunden nicht mehr geklappt hat, musste ich selbst sehen, wie es bei mir weitergeht. Meine frühere Schule hat mir nicht konkret weiter geholfen. Mir kam es so vor, als wäre es den Lehrern dort gleichgültig gewesen. Sie haben sich nicht mehr verantwortlich gefühlt – man gehört ja dann nicht mehr dazu“, berichtet die 17- jährige Anna, die nach der Einführungsphase in der gymnasialen Oberstufe die höhere Schule mit mittlerer Reife verlassen musste und nun eine Berufsschule mit dem Schwerpunkt Sozialpädagogik besucht. Ihr Ziel: Fachabitur in zwei Jahren und dann an der FH Sozialpädagogik studieren.

Dass sie sich nach der zwangsläufigen schulischen Umorientierung allein gelassen fühlten, berichten auch andere. So schildert Gregor in einem Schülerforum: „Ich finde es schade, dass man so wenig Unterstützung von der alten Schule bekommt. Das Mindeste wäre doch, dass man, bevor man gehen muss, eine individuelle Beratung erhält, damit es möglichst ohne Hürden weitergehen kann. Das sollte Pflicht sein. Irgendwie hat man den Eindruck, dass die unterschiedlichen Schulformen da nicht an einem Strang ziehen – ausgenommen Gesamtschulen, wo sowieso alles an einem Ort gebündelt ist und alle Abschlüsse möglich sind.“

Neue Perspektiven

Auch Anna kam nur mit Eigeninitiative weiter: Sie tauschte sich mit anderen „Abgeschulten“ aus, forschte im Internet und besuchte zusammen mit ihren Eltern Info-Abende an Berufsfachschulen. „Ich fühle mich jetzt sehr wohl hier. Die neue Schule passt viel besser zu mir. Das Lernen ist jetzt praxisorientierter, viel weniger abstrakt und theoretisch als am Gymnasium.“

Ähnlich wie bei diesem Fall wird ein Bildungsupgrade besonders häufig von Schülern mit mittlerem Abschluss angestrebt, die dann für zwei Jahre in das System der beruflichen Bildung gehen, höhere Berufsfachschulen besuchen und dort gekoppelt mit Praktika schließlich die Fachhochschulreife erwerben.

Möglich ist nach der Realschulreife aber auch, auf ein berufliches Gymnasium zum Beispiel mit dem Schwerpunkt Wirtschaft oder Technik zu wechseln. Dort kann man genauso wie auf einem allgemeinbildenden Gymnasium sein Abitur machen und damit eine Zugangsberechtigung zu allen Studiengängen auch an Universitäten erlangen. Das hat den zusätzlichen Vorteil, bereits in der Schulzeit mehr berufsnahe Kenntnisse zu erwerben. Das kommt vor allem solchen Absolventen zugute, die ein technisches oder wirtschaftliches Studienfach belegen.

„Es gibt doch auch andere gute Wege“

Vergleichbare Erfahrungen hat der 20-jährige Patrick gemacht, der an der Universität im zweiten Semester Wirtschaftswissenschaften studiert. „Für mich hat sich das ausgezahlt. Ich hatte so einen Startvorteil im Studium gegenüber den Normalo-Gymnasiasten. Welcher Abiturient kann sich schon rühmen, einen Leistungskurs in BWL mit Rechnungswesen belegt zu haben?“

Seine Kommilitonin Barbara, die zunächst auch erst die Realschule absolviert hatte, meint: „Keinesfalls muss die Realschule eine Sackgasse auf dem Weg zu ‚höheren Sphären‘ sein. Unser differenziertes Bildungssystem, das zugegebenermaßen manchmal kompliziert erscheint, ist dermaßen durchlässig, dass jeder auch nur halbwegs talentierte Schüler auch sein Fachabi oder das Abitur schaffen kann. Ich verstehe deshalb nicht, warum so viele Eltern ihren Kindern Druck machen, damit sie es auf dem Gymnasium schaffen und dann Torschlusspanik bekommen, wenn es da nicht rund läuft. Es gibt doch auch andere gute Wege.“

Mit dem Hauptschulabschluss zum Studium

Sogar Jugendliche, die es lediglich zu einem Hauptschulabschluss gebracht haben, müssen die schulische Karriere nicht als beendet ansehen – solange ihre Noten wenigstens mittelmäßig sind. Entweder geht es dann auf der Realschule weiter oder es besteht die Möglichkeit, eine Lehre zu absolvieren, die mindestens mit „Befriedigend“ abgeschlossen werden muss. So ist es beispielsweise in Nordrhein-Westfalen. Dann stehen wieder die Türen zu einer Berufsfachschule offen, mit der Aussicht auf die Fachhochschulreife.

Genauso plant es gerade die 23-jährige Alyn, die nach dem Hauptschulabschluss auf einer hessischen Gesamtschule eine Lehre als Altenpflegerin abschloss, in dem Beruf eine Weile arbeitete und nun auf einer sozialpädagogischen Berufsfachschule ihre mittlere Reife nachholt. „Ich bin froh, dass ich jetzt noch diese Chance habe, nachdem es bei mir in der Schule jahrelang ziemlich ziellos und chaotisch lief und alle mich schon abgeschrieben hatten. Jetzt kann ich als Spätstarterin vielleicht doch noch studieren, wenn ich hier auch das Fachabi schaffe. Es ist eben nie zu spät. So eingleisig scheint das Schulsystem wohl doch nicht zu sein.“

Informationen zu den unterschiedlichen Bildungswegen und Schulformen gibt es beispielsweise bei den Schulämtern, den Kultusministerien der Länder, aber auch bei der Bundesagentur für Arbeit (planet-beruf.de).

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Nebenjobs für Jugendliche: So werden Schüler fündig

Das Taschengeld reicht Jugendlichen nicht immer, um sich ihre Wünsche zu erfüllen. Um sich ein Smartphone, eine Reise oder den Führerschein leisten zu können, suchen sich viele einen Nebenjob. Es muss nicht immer Zeitungsausträger oder Babysitter sein, sondern es gibt auch ungewöhnlichere Jobs bei Film und Fernsehen oder als Fanreporter.

Marika Welz aus Berlin versucht ihr Glück mit handgeschriebenen Zetteln, die sie in der Stadt aufhängt. Die 14-Jährige ist auf der Suche nach einem Nebenjob und möchte gern sechs bis zehn Euro pro Stunde verdienen. Seit fünf Jahren hat Marika Kontakt zu einer Agentur für Nebenrollen in Kino- und TV-Filmen. Die Aufträge sind aber zu unregelmäßig, weshalb sie eine weitere Aufgabe sucht. Auch wenn die Berlinerin gern ihr Taschengeld mit kleinen Jobs aufstockt, geht es ihr nicht allein um das Geld: „Eine Freundin von mir trägt Zeitungen aus, aber das ist mir zu anstrengend. Jobs, die mir keinen Spaß bringen, mache ich nicht.“

Lukrative Statistenrollen bei der Filmproduktion

Knapp 28 Euro Taschengeld pro Monat bekommen Kinder und Jugendliche im Durchschnitt. Das hat die jüngste Kids-Verbraucher-Analyse gezeigt, eine repräsentative Studie, die das Konsumverhalten von Kindern erfragt. Wem das nicht reicht, der hält oft nach einem Job Ausschau, der sich mit der Schule vereinbaren lässt und trotzdem gutes Geld bringt. Es muss nicht immer einer der Klassiker Babysitten, Hunde ausführen oder Nachhilfe sein, wie die folgenden Beispiele zeigen.

Marco Körber, Geschäftsführer der Casting-Agentur Producer’s Friend, hat viele junge Leute in seiner Kartei. Er vermittelt sie als Statisten oder für kleine Nebenrollen in Kino- und TV-Filmen, zum Beispiel für den Kino-Erfolg des Jahres 2013, „Fack ju, Göthe“, oder für den neuen Kinofilm von Matthias Schweighöfer. „Wir locken dabei nicht mit dem Spruch ‚Hey Baby, ich bring dich groß raus‘, sondern wir vermitteln kleine, realistische Rollen“, sagt Körber. 60 Euro bekomme ein Statist im Schnitt pro Drehtag, in einem Werbefilm wie etwa für den Disney Channel seien auch 75 Euro drin. „Grundsätzlich wünschen wir uns, dass sich jemand bei uns nicht nur wegen des Geldes meldet, sondern ein Interesse für Film und Fernsehen mitbringt.“

Jobs für Sportfans: Wischer oder Fußballreporter

Wer sein Taschengeld ohnehin in Tickets für seinen Lieblingsverein investiert, für den kann es sich lohnen, direkt bei seinem Verein anzuheuern. So engagiert zum Beispiel der Basketball-Bundesligist Alba Berlin Jugendliche als Wischer. Wer in den Spielpausen das Parkett wischt und seinen Idolen zum Aufwärmen die Bälle zuwirft, der wird mit Freikarten und Vereinsshirts belohnt.

Wer lieber an der frischen Luft unterwegs ist, kann sich als junger Reporter für das Webportal www.fanreport.com bewerben. Hier liegt der Fokus auf den Spielen der Fußballregionalligen und darunter liegenden Spielklassen. „Ab 16 Jahren ist es möglich, für uns als Reporter zu arbeiten und zum Beispiel Spielberichte zu schreiben oder den Spieler der Woche zu porträtieren“, sagt Andreas Baumann. Er ist Personalmanager des Portals, das in Österreich und Deutschland aktiv ist. Je nach Zeiteinsatz können Jugendliche zwischen 100 bis 300 Euro pro Monat verdienen.

Wo Schüler einen Nebenjob finden

Es gibt viele verschiedene Wege, den passenden Schülerjob zu finden. Auf dem Internet-Portal www.schuelerjobs.de zum Beispiel werden deutschlandweit Jobs für Schüler angeboten. Sucht man einen Job in der Nähe, der zu den eigenen Vorlieben passt, lohnt es sich, persönlich auf die Pirsch zu gehen und nachzufragen.

Die Evergreens Babysitten, Nachhilfe, Gartenarbeit und Hunde ausführen sind vielleicht keine ausgefallenen Tätigkeiten, haben aber einige Vorteile: Die Jobs sind in nahezu jeder Stadt möglich, sie bieten ein regelmäßiges Einkommen, und wer Kinder, Natur und Hunde liebt, hat viel Freude dabei.

Jugendschutzgesetz und Unfallrisiken beachten

Manche Traumjobs hingegen scheitern an den Arbeitszeiten oder den Versicherungsauflagen. Im Theater beispielsweise finden die meisten Aufführungen am Abend statt, auf dem Reiterhof oder in der Skatehalle scheuen potenzielle Arbeitgeber oft vor den Versicherungskosten und Aufsichtspflichten zurück. Und von ihren Lebensrettern und Strandwächtern erwartet die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) ehrenamtliches Engagement und zahlt nur eine Aufwandsentschädigung.

Wie lange Schüler arbeiten dürfen

Für alle Schülerjobs gilt: Arbeitszeiten, erlaubte Beschäftigungen und die Anforderungen an den Arbeitsschutz sind im Jugendarbeitsschutzgesetz verankert. Dabei gelten für unter 15-Jährige strengere Regeln als für die Älteren. „Wer jünger als 15 Jahre ist, darf bis zu zwei Stunden täglich arbeiten, allerdings nicht vor Schulbeginn und nicht nach 18 Uhr“, sagt Janin Gurtz, Anwältin für Arbeitsrecht in Rostock.

Wer zwischen 15 und 18 Jahren alt ist und Vollzeit zur Schule geht, gilt nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz noch als Kind und muss die gleichen Grenzen für die Arbeitszeiten einhalten. Mit einer Ausnahme: Maximal vier Wochen im Jahr können die Älteren in den Schulferien arbeiten. Jugendliche, die 15 Jahre oder älter sind und nicht mehr zur Schule gehen, können bis zu 40 Stunden pro Woche arbeiten.

Dabei müssen die Aufgaben auf die Kinder und Jugendlichen zugeschnitten sein. „Körperlich schwere oder gefährliche Arbeiten sind untersagt“, sagt Gurtz. Bleibt der Arbeitgeber das Honorar schuldig oder werden Arbeitsschutzbestimmungen verletzt, haben Kinder und Jugendliche die gleichen Rechte, dagegen juristisch vorzugehen, wie Erwachsene. Allerdings müssen sie sich vor Gericht von ihren Eltern vertreten lassen.

Verbraucherschützer warnen vor Abzocke mit Nebenjobs

Zudem warnt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen vor Abzocke: Jugendliche sollten beispielsweise skeptisch sein, wenn sie für nähere Informationen zum Nebenjob eine 0900- oder 0190-Nummer wählen müssen. Oft läuft nur ein Band, und sie müssen weitere kostenpflichtige Nummern wählen. Statt der Chance, Geld zu verdienen, verlieren Jugendliche erstmal einiges. Der versprochene Job existiert meist gar nicht.

Vorsicht ist auch geboten, wenn junge Leute die Sachen, mit denen sie Geld verdienen sollen, erst einmal selbst kaufen müssen. Eventuell dauert es sehr lange, bis sie diese Investition wieder reingeholt haben – oder sie bleiben ewig auf der Ware sitzen.

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Ministerin Nahles: kein Mindestlohn unter 18 Jahren

Jugendliche bis zum 18. Lebensjahr sollen den gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro nicht erhalten. Das Plant die Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles. „Wir müssen verhindern, dass junge Menschen lieber einen besser bezahlten Aushilfsjob annehmen, statt eine Ausbildung anzufangen“, sagte die SPD-Politikerin der „Bild am Sonntag“.

Weitere von der Union geforderte Ausnahmen etwa für Rentner oder Minijobber lehnt Nahles ab. „Das geht nicht. Warum sollen Menschen schlechter bezahlt werden, nur weil sie älter sind oder weniger Stunden arbeiten als andere?“ Ihren Gesetzentwurf zum Mindestlohn will die Ministerin Anfang der Woche den anderen Ressorts zuleiten.

Sie gehe nicht davon aus, dass es durch den Mindestlohn zur Vernichtung von Arbeitsplätzen kommt. „Ich prognostiziere, dass der allgemeine Mindestlohn keine negativen Effekte auf den Arbeitsmarkt hat“, sagte Nahles der Zeitung. Nach Berechnungen ihres Ministeriums werden ab Januar nächsten Jahres 3,7 Millionen Menschen vom flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn profitieren.

Gespräche gehen weiter

In einem „ernsthaften Dialog“ stehe sie mit Branchen, die Probleme mit einem Stundenlohn von 8,50 Euro haben. Diese hätten bis zum 1. Januar 2017 Zeit, ihre Löhne über Tarifverträge schrittweise auf 8,50 Euro anzuheben. Gespräche über Ausnahmen bis 2017 hat Nahles nach eigenen Angaben mit Gaststättenbetrieben, Taxifahrern, Callcentern, Zeitungsverlegern, Erntehelfern geführt.

Über diesen Zeitpunkt hinaus werde es keine Ausnahmen mehr geben. „Ich sage klipp und klar: Es wird nicht möglich sein, über dieses Zeitfenster hinaus ganze Branchen aus dem allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn auszunehmen.“ Die Einhaltung des Mindestlohns will das Arbeitsministerium streng überwachen. „Ich möchte eine Info-Hotline einrichten, bei der Anrufer Verstöße melden können“, sagte Nahles. „Das hat in Großbritannien gute Wirkung gezeigt.“

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Rauchen: Krebsforschungszentrum warnt vor E-Shishas

Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg warnt vor E-Shishas und E-Zigaretten, die bei Jugendlichen derzeit im Trend sind. Auf Parkbänken und Schulhöfen paffen sie damit süße Aromen wie Kirsche, Schokolade, Piña Colada oder Bubble Gum – und inhalieren einen bedenklichen Chemiecocktail. Experten sehen auch die Gefahr, dass die jungen Konsumenten zum Umstieg aufs Zigarettenrauchen verleitet werden.

Mit den herkömmlichen Wasserpfeifen hat die E-Shisha oder „Shisha-to-go“ optisch nichts mehr gemeinsam. Manche ähneln Flakons oder dicken Stiften. Es handelt sich um kleine Kartuschen mit batteriebetriebenen Verdampfer und Mundstück. Gefüllt ist sie mit einer aromatisierten Flüssigkeit, die beim Saugen am Mundstück verdampft. Klein, bunt und schick gestaltet sind sie für Kinder und Jugendliche zu einem Trend-Accessoire geworden. Eltern sollte bewusst sein, dass sie keinesfalls harmlos sind.

Chemiecocktail für die Lunge

Mit dem Dampf inhalieren die Jugendlichen einen Cocktail aus Chemikalien. Die Grundsubstanz Propylenglykol reize die Atemwege, Aromastoffe wie Menthol oder Vanillin könnten Allergien auslösen. „Teilweise enthält der Dampf krebserzeugende Substanzen wie Formaldehyd, Nickel oder Chrom“, warnt das DKFZ. „Die Langzeitfolgen, insbesondere für die noch in der Entwicklung stehende Lunge Jugendlicher, sind noch unbekannt.“

Suchtgefahr durch Nikotin

E-Zigaretten enthalten Nikotin, E-Shishas sind meist nikotinfrei, aber auch mit dem schädlichen Suchtstoff erhältlich. Dann besteht das Risiko einer Abhängigkeit. „Es steht zu befürchten dass sie daher Jugendliche zum Umstieg auf herkömmliche Zigaretten verleiten“, heißt es in einer Informationsbroschüre des Krebsforschungszentrums für Schulen.

Das Krebsforschungsinstitut bemängelt, dass es noch keine gesetzlichen Standards für die Bestandteile der Geräte, für die Reinheit und Konzentrationen der Inhaltsstoffe sowie für Warn- und Sicherheitshinweise auf den Verpackungen gibt. Bei einigen Produkten sei die enthaltene Nikotinmenge falsch deklariert worden, und in einigen, als nikotinfrei ausgezeichneten Produkten, sei Nikotin nachgewiesen worden. Zudem schwanke die abgegebene Nikotinmenge je nach Gerät, Füllmenge, Batteriestärke und der Intensität, mit der am Mundstück gezogen werde.

Krebsforschungsinstitut für Verbot von E-Shishas in Schulen

In Deutschland ist derzeit nicht gesetzlich geregelt, wo elektronische Inhalationsprodukte wie E-Zigaretten und E-Shishas verwendet werden dürfen. Daher sei unklar, ob sie an Orten wie Schulen, an denen das Rauchen untersagt ist, benutzt werden dürfen oder nicht. Das Deutsche Krebsforschungszentrum empfiehlt Schulen, über das Hausrecht das Rauchverbot für Zigaretten auf den Konsum von elektronischen Inhalationsprodukten auszuweiten.

„Die Schule als Lebens- und Lernort muss ein geschützter Raum sein, in dem legale und illegale Drogen keinen Platz haben. Der Konsum von Suchtmitteln im Schulhaus und auf dem Schulgelände darf nicht gefördert werden“, heißt es.

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Brandunglück in Rottweil: Zwei Jugendliche sterben

Bei einem Brand im baden-württembergischen Rottweil sind in der Nacht zum Sonntag zwei Jugendliche ums Leben gekommen. Mehrere Menschen wurden verletzt und mussten ins Krankenhaus. Das Feuer in dem Einfamilienhaus brach gegen 3.40 Uhr aus.

Die beiden Jungen im Alter von 15 und 16 Jahren konnten nicht mehr gerettet werden.

Brandursache noch ungeklärt

Nach ersten Erkenntnissen waren zum Zeitpunkt des Unglücks sieben Menschen im Haus: Eine fünfköpfige Familie sowie zwei jugendliche Besucher.

Bei dem 15 Jahre alten Todesopfer soll es sich um einen Sohn der Familie handeln, der 16-Jährige sei ein Freund, sagte eine Sprecherin der Polizei. Weitere Angaben zu den Opfern konnte sie vorerst nicht machen.

Unklar ist bislang auch noch die Brandursache. Das Feuer war den ersten Ermittlungen zufolge im zweiten Obergeschoss im Bereich der Küche ausgebrochen und hatte diese Etage komplett in Brand gesetzt.

Die Flammen griffen aber nicht auf darunterliegende Räume über, wie die Polizeisprecherin sagte. Die Höhe des Sachschadens steht noch zunächst nicht fest.

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15-Jähriger greift Schüler an

In einer Realschule im mittelfränkischen Hersbruck (Landkreis Nürnberger Land) ist ein 15-Jähriger mit einem Messer auf einen Schüler losgegangen.

Der 16-Jährige wurde bei dem Angriff am Montag im Klassenzimmer leicht verletzt. Der Angreifer wurde nach Polizeiangaben festgenommen. Die Hintergründe sind bislang unklar.

Nach der Tat mussten alle Schüler in den Klassenzimmern bleiben, weil erst unklar war, ob der Jugendliche allein gehandelt hatte. Mehrere Schülerinnen und Schüler erlitten einen Schock und mussten ärztlich betreut werden.

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Dutzende Jugendliche in Honduras hingerichtet

Seit dem Amtsantritt des neuen honduranischen Staatschefs Juan Orlando Hernández vor einem Monat sind in dem mittelamerikanischen Land nach Angaben von Aktivisten mehr als 80 junge Menschen hingerichtet worden.

Die Zahl belaufe sich bis Ende Februar auf 84 „Mädchen, Jungen und Jugendliche unter 23 Jahren“, teilte die Kinderrechtsorganisation Casa Alianza mit. Im Februar des Vorjahrs habe sie bei 79 gelegen. Casa Alianza sprach von „außergerichtlichen Hinrichtungen“ und warf den Behörden eine Politik der „sozialen Säuberung“ vor.

Nach Streitigkeiten um das Wahlergebnis war der konservative Hernández am 27. Januar für vier Jahre an der Staatsspitze vereidigt worden. Der 45-jährige Jurist von der Nationalen Partei trat die Nachfolge seines Parteifreunds Porfirio Lobo an. Im Wahlkampf hatte Hernández angekündigt, mit aller Härte gegen Kriminalität und organisiertes Verbrechen vorzugehen.

In Honduras leben 71 Prozent der 8,5 Millionen Einwohner unter der Armutsgrenze. Mit im Schnitt 20 Morden pro Tag ist das Land einer der gefährlichsten Staaten der Welt. Die Kinder und Jugendlichen werden von Banden und Kartellen oft als Drogenkuriere oder sogar als Auftragskiller missbraucht.

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