Kategorie -Jugendliche

Auf der traditionellen Kirbe ist Feierlaune angesagt

WeissachAuf der traditionellen Kirbe ist Feierlaune angesagt

In der Alten Festhalle wird wieder ordentlich gefeiert. Foto: factum/Archiv

Weissach – Morgen ist es wieder so weit: Dann startet die alljährliche Weissacher Kirbe. Vier Tage lang, bis einschließlich Montag, 4. November, wird in der Alten Festhalle und auf den Gassen gefeiert, getanzt und gesungen. Seit mehr als 100 Jahren organisieren die 19- und 20-Jährigen das traditionelle Fest. In diesem Jahr besteht das Team aus 21 Jugendlichen. Bedingung: wer mitmacht, muss in der Weissacher Ferdinand-Porsche-Schule seine Grundschuljahre verbracht haben. Der Startschuss fällt heute um 20 Uhr.

Dann steht in der Alten Festhalle in der Grabenstraße die Band „The Jacks and Kings“ auf der Bühne und bringt mit Coverrock die Halle zum Kochen. Am Feiertag, 1. November, können sich die Kirbegänger ein bisschen erholen, ehe es am Samstag, 2. November, wieder in die Vollen geht. Dann heizt DJ Capörn mit elektronischer Musik ein. Los geht es ebenfalls um 20 Uhr.

Der Sonntag ist traditionell Familientag. Von 10 Uhr an gibt es für die Erwachsenen ein Weißwurstfrühstück, während sich der Nachwuchs beim Kinderprogramm austobt. Zwischen Hüpfburg, Dosenwerfen und Kinderschminken (von 11 bis 14 Uhr) ist für jeden etwas dabei. Der Kirbemontag startet bereits am frühen Morgen mit einem Krämermarkt. Auf dem Marktplatz und in den umliegenden Straßen bieten Händler ihre Waren an. Vom Staubsaugerbeutel über Süßwaren bis zum Crêpesmobil ist alles dabei. Am Abend findet in der Festhalle die Oldie- und Schlagernacht mit DJ Kai Panik statt. Die Kirbe ist also nicht nur etwas für die jungen Leute.

Seit ein paar Jahren verschwindet übrigens bei jeder Kirbe ein Werbebanner. Auch diesmal hat der Dieb zugeschlagen und hat eines der drei Banner geklaut.

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Etwa 10.000 junge Flüchtlinge gelten als vermisst

Tausende minderjährige Asylsuchende sind in Europa unauffindbar, warnt Europol. Viele dürften bei Verwandten untergekommen sein. Doch auch Kriminelle hätten die Kinder und Jugendlichen im Visier.

Die Europol-Zahlen klingen beunruhigend. Laut der europäischen Polizeibehörde sollen sich Tausende minderjährige Flüchtlinge in Europa aufhalten, deren Aufenthaltsort den jeweiligen Regierungen nicht bekannt ist. Diese Zahl nannte Europol-Vertreter Brian Donald dem britischen „Observer“.

Die Befürchtung der Sicherheitskräfte: Manche von ihnen könnten kriminellen Banden in die Hände gefallen sein.

Kriminelle beuten die jungen Flüchtlinge aus

„Die Zahl 10.000 erscheint uns durchaus realistisch. Natürlich sind nicht alle von ihnen tatsächlich in Gefahr. Viele werden bei Angehörigen gelandet sein. Aber wir wissen weder, wo sind und was sie machen, noch mit wem“, so Donald. Es gebe inzwischen kriminelle Organisationen, die mit der Ausbeutung der jungen Menschen Geld machen wollten.

Konkret erklärte der Europol-Mitarbeiter, dass allein in Italien rund 5000 Flüchtlinge unter 18 Jahren zwar registriert, aber seitdem unauffindbar seien. In Schweden liege die Zahl bei etwa tausend Personen.

Deutschland: Jugendliche müssen nicht in Erstaufnahmelager

Deutschland wird in diesem Zusammenhang nicht explizit erwähnt, doch auch hierzulande halten sich Zehntausende unbegleitete Kinder und Jugendliche auf. Im November 2015 waren es laut Angaben der Bundesländer etwa 58.000 Menschen. Sie werden über eine Quotenregel bundesweit verteilt wie erwachsene Flüchtlinge, aber sie genießen besonderen Schutz. Die Jugendämter sind verpflichtet, unbegleitete Minderjährige in ihre Obhut zu nehmen und unterzubringen. Das geschieht oft in Wohngruppen oder Gastfamilien. Erstaufnahmelager bleiben den Jugendlichen in der Regel erspart.

Auch die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) warnt vor einem wachsenden Problem. Unbegleitete Kinder und Jugendliche aus Konfliktgebieten seien die „mit Abstand am meisten gefährdete Gruppe“, so OSZE-Vertreterin Mariyana Berket. 

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Hoher Schaden nach Brand in Gaststätte

Stuttgart-ZuffenhausenHoher Schaden nach Brand in Gaststätte

In Stuttgart-Zuffenhausen hat eine Gaststätte gebrannt. Foto: dpa

Stuttgart-Zuffenhausen – Aus bislang unbekannter Ursache ist am Samstagnachmittag in der Küche einer Gaststätte in der Markgröninger Straße in Stuttgart-Zuffenhausen ein Feuer ausgebrochen. Ein Anwohner hatte gegen 14.50 Uhr die Rettungskräfte alarmiert, weil aus einem gekippten Fenster der Gaststätte Qualm nach außen gedrungen und der Rauchmelder zu hören war.

Die Feuerwehr fand in der Küche eine brennende Fritteuse vor. Die Einsatzkräfte brachten das Feuer rasch unter Kontrolle und löschten es. An der Küche, die vollständig ausbrannte, entstand nach Schätzungen der Feuerwehr ein Schaden von rund 50.000 Euro. Der Gebäudeschaden wird auf weitere 25.000 Euro geschätzt. Die Ermittlungen zur Brandursache dauern an. Womöglich wurde die Fritteuse versehentlich nicht ausgeschaltet, nicht ausgeschlossen ist aber auch ein technischer Defekt. Verletzt wurde bei dem Feuer niemand.

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Sechs Verdächtige vor Gericht: Prozess um tödliche Prügelei startet


Zwei Jugendliche können sich nicht leiden. Ihre Unstimmigkeiten wollen die Kontrahenten in einem Zweikampf klären. Dabei kommt ein 15-Jähriger ums Leben. Nun steht in Passau der Prozess an.

Sieben Monate nach einem Schaukampf unter Schülern stehen in Passau sechs Tatverdächtige vor Gericht. Sie sollen an der Schlägerei beteiligt sein, bei der Maurice K. im April ums Leben kam. Er hatte sich mit einem Gleichaltrigen verabredet, um einen Streit zu klären. Die Situation eskalierte. Sein Kontrahent sagte vor dem Landgericht: „Ich habe ja nicht damit gerechnet, dass es so böse ausgeht.“

Zwei der Angeklagten stehen im Verhandlungssaal des Landgerichts.

Angeklagt sind fünf deutsche Jugendliche und Männer im Alter zwischen 15 und 25 Jahren sowie ein 22-jähriger Pole. Die Staatsanwaltschaft wirft fünf der Verdächtigen unter anderem Körperverletzung mit Todesfolge und einem sechsten Beihilfe vor. Unklar ist, wer den tödlichen Schlag gegen Maurice ausführte. Der 15-Jährige hatte nach einem Nasenbeinbruch Blut eingeatmet und war daran erstickt.

Zu Prozessbeginn ziehen sich die Angeklagten die Kapuzen ihrer Sweatshirts ins Gesicht oder verstecken sich hinter Aktenordnern. Ihnen gegenüber sitzt als Nebenklägerin die Mutter des Opfers. Sie war an jenem Tag zufällig in der Nähe des Tatortes und kam gerade hinzu, als der Notarzt versuchte, ihren Sohn zu reanimieren. Die Angeklagten wirken angespannt, die noch Minderjährigen unter ihnen werden von Erziehungsberechtigten begleitet.

Kontrahenten kannten sich erst seit Kurzem

Sie hätten sich erst seit wenigen Monaten gekannt, sagt der Kontrahent von Maurice. Warum sie sich nicht mochten und schlecht übereinander redeten, kann er nicht sagen. Als sie sich wie vereinbart an einer Unterführung in Passau trafen, um den Streit „Eins gegen eins“ auszutragen, hätten bereits zahlreiche andere junge Leute herumgestanden.

Der inzwischen 16 Jahre alte Gegner von Maurice sagt, er sei auf diesen zugegangen und habe gesagt, er solle aufpassen, was er über ihn rede. „Dann habe ich ihm eine Watschn gegeben.“ Es wurde geschubst, geschlagen. Beide gingen zu Boden, so schildert es der Jugendliche. Er habe Maurice in den Schwitzkasten genommen. Dann hätten sie sich aufgerappelt und schlugen weiter. Als er erneut zu Boden ging, habe Maurice ihn treten wollen.

Wie es weiterging, konnte er nicht genau sagen. Es sei eine Frau mit Hund gekommen und habe gedroht, die Polizei zu rufen. Da sei er mit anderen davongelaufen, Maurice ebenso, sagt der 16-Jährige. Später am Abend, als ihn die Polizei daheim abholte, habe er von dessen Tod erfahren.

25-Jähriger verpasst Maurice zwei Faustschläge

Einer der Angeklagten, ein 17-Jähriger, lässt über seinen Anwalt mitteilen, wie er versucht habe, Maurice davon abzuhalten, als dieser mit dem Fuß gegen den am Boden liegenden Kontrahenten ausgeholt habe. Es kam zum Gerangel, in das sich zwei Cousins des 17-Jährigen einmischten. Der Ältere der Cousins, ein 25-Jähriger, verpasste Maurice nach eigener Aussage dann je einen Faustschlag gegen die Schläfe und in die Nieren. Als die Frau mit Hund auftauchte, seien sie abgehauen.

Später, so lässt der 17-Jährige seinen Verteidiger sagen, habe er Polizeifahrzeuge in der Nähe des Tatortes gesehen und die Beamten gefragt, ob das mit der Schlägerei zu tun habe. Er habe sich als Beteiligter gestellt und im Streifenwagen über Funk gehört, dass Maurice gestorben sei. „Da habe ich geweint.“ Sein 15-jähriger Cousin sagt über seinen Anwalt aus, er habe es nicht fassen können, als er von Maurices Tod erfuhr. „Es vergeht kein Tag, an dem ich nicht an diese Tragödie denke.“



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„bunt statt blau“: Kunst gegen Komasaufen – Wettbewerb für Teenager

Mit dem Kunstwettbewerb „bunt statt blau“ wollen das Schweriner Sozialministerium und die Krankenkasse DAK-Gesundheit Jugendliche dazu bringen, sich mit den Folgen von Alkoholmissbrauch auseinanderzusetzen. Hintergrund sei, dass 2014 mehr als 300 Kinder und Jugendliche in Mecklenburg-Vorpommern mit Alkoholvergiftung ins Krankenhaus kamen, teilte die Kasse am Montag mit.

„Kinder und Jugendliche müssen lernen, mit Alkohol vernünftig umzugehen“, sagte die Landeschefin der DAK-Gesundheit in Mecklenburg-Vorpommern, Regina Schulz. „Wenn zehnjährige Kinder betrunken in der Klinik landen, müssen wir handeln.“ Der Wettbewerb findet bundesweit statt. Das Besondere bei „bunt statt blau“ sei, dass junge Künstler selbst zu glaubwürdigen Botschaftern gegen das Rauschtrinken werden, sagte Schulz. Landesweit seien 240 Schulen zur Teilnahme eingeladen.

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Unfall mit fünf Fahrzeugen

Polizei BöblingenUnfall mit fünf Fahrzeugen

Weil der Stadt – Ein Schaden in Höhe von etwa 20.000 Euro sind die Bilanz eines Unfalls, der sich am Freitag gegen 9.30 Uhr auf der Landesstraße 1182 zwischen Weil der Stadt und Schafhausen (Landkreis Böblingen) ereignete.

Laut Polizei übersah ein 41 Jahre alter Fahrer in einer Mercedes C-Klasse, als er zum Überholen einer vorausfahrenden 64-jährigen Mercedes-B-Klasse-Fahrerin ansetzte, einen entgegenkommenden BMW. In der Folge streifte die C-Klasse den BMW, in dem ein 83 Jahre alter Fahrer saß. Als der 41-Jährige wieder nach rechts zurück lenkte, prallte er gegen das Heck der B-Klasse.

Beide Autos gerieten deshalb ins Schleudern. Die B-Klasse kam nach links von der Fahrbahn ab und blieb schließlich in einem Acker stehen. Die C-Klasse schlitterte nach rechts und touchierte zwei weitere Fahrzeuge, wiederum einen Mercedes und einen Fiat, die geparkt auf einem angrenzenden Feldweg standen. Die C-Klasse und der BMW mussten abgeschleppt werden.

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„The Voice Kids“: Keine fiesen Sprüche, aber große Träume

Kinder mögen Castingshows. Auf dem heimischen Sofa lässt es sich leicht mitfiebern und kritisieren. Wie aber geht es Kindern, wenn sie diejenigen sind, die auf der Bühne stehen und bewertet werden? Bei der neuen Ausgabe von „The Voice Kids“ träumen wieder junge Gesangstalente von der großen Karriere. Medienexperten warnen vor Enttäuschungen.

Blitzlichtgewitter, rote Teppiche, jubelnde Fans: Wer hat als Kind oder Jugendlicher nicht davon geträumt, später einmal berühmt zu werden? Die Castingshow „The Voice Kids“, die am 5.Februar (20.15 Uhr) in die vierte Staffel geht, verspricht zwar keine großen Karrieren. Aber der Gewinner hat zumindest ein Ausbildungsstipendium von 15.000 Euro in der Tasche und – wenn er will – einen Plattenvertrag.

Kinder geraten in die Medienmaschinerie

Einige Medienexperten sehen Castingshows für Jugendliche kritisch. „Eltern müssen sich bewusst darüber sein, dass es nicht nur um den Auftritt auf der Bühne geht, wie man es vielleicht vom Schultheater oder Krippenspiel zu Weihnachten kennt. Die Kinder werden in eine Medienmaschinerie aufgenommen, die natürlich ihre Gesetzmäßigkeiten hat“, sagt etwa Kristin Langer. Sie ist Mediencoach bei der vom Bundesfamilienministerium geförderten Initiative „SCHAU HIN!“, die Eltern Tipps gibt, wie Kinder gut mit Medien aufwachsen.

„Es geht schon mal ruppig zu“

„Wenn eine Show produziert wird, dann muss alles wie am Schnürchen laufen, und es geht schon mal ganz ruppig zu. Das ist kritisch zu betrachten, speziell für jüngere Kinder.“ Die Kandidaten würden Druck und Versagensängste spüren. „Es hängt von der Persönlichkeit ab, wie Kinder mit diesem Druck umgehen.“ Eltern sollten gut abwägen, wie stabil ihr Kind ist.

„Kinder sind gewöhnt, kritisiert zu werden“

Tränen der Enttäuschung haben Zuschauer in den vergangenen Staffeln des Sat.1-Formats allerdings selten gesehen. Die jungen und stimmgewaltigen Teilnehmer wirkten selbstbewusst und oft keck. „Ich glaube, dass die Kinder richtig krass daran gewöhnt sind, öffentlich kritisiert zu werden, schon alleine durch Instagram oder Facebook“, meint die Sängerin Lena Meyer-Landrut („Wild and Free“). Die 24-Jährige ist seit der ersten Staffel als Coach dabei und gibt den jungen Talenten Tipps mit auf den Weg.

Keine fiesen Sprüche, aber große Träume

„Es gibt jeden Tag so viel Kritik, nicht nur täglich in der Schule, sondern auch auf diesen sozialen Plattformen. Ich habe das Gefühl, dass sie da nicht so sensibel sind. Sie sind eher dankbar für konstruktive Kritik.“ Auch Mediencoach Kristin Langer sieht in der Show positive Ansätze: „‚The Voice Kids‘ unterscheidet sich in der Tat von ähnlichen Formaten. Fiese Sprüche oder Kommentare unter der Gürtellinie sind ausgespart. Aber es werden dennoch große Träume aufgebaut.“

Mit Enttäuschungen umgehen

Sie warnt davor, dass Kinder mit großen Enttäuschungen von der Bühne gehen könnten, die sie erst einmal verarbeiten müssten. Die Jurymitglieder hätten dabei eine große Verantwortung, aber auch hinter der Bühne müssten die Kids betreut werden. Der Privatsender hat dafür nach eigenen Angaben einen Psychologen im Einsatz, der sich hinter der Bühne um die Talente kümmert und auch schon mal zu ihnen Hause fährt.

„An Erfahrungen wachsen“

„Ich habe das Gefühl, dass hier sehr gut mit den Kids umgegangen wird und darauf sehr geachtet wird. Ich glaube, dass sie hier Erfahrungen sammeln und daran wachsen“, erklärt Meyer-Landrut, die selbst mit 18 Jahren zum ersten Mal auf der großen Bühne stand.

Den Kindern etwas mitgeben

An ihrer Seite kämpfen in diesem Jahr die Sänger Mark Forster (32, „Au Revoir“) und Sasha („Slowly“, „Good Days“) um die besten Talente. Der 44-Jährige ist zum ersten Mal dabei: „Ich finde so schön an dieser Sendung, dass die Kids richtig Bock auf das Wissen und die Erfahrung von uns haben. Man kann ihnen viel mitgeben. Wenn wir ihnen Tipps geben, versuchen sie, das sofort in die Tat umzusetzen.“

Vorjahressieger veröffentlicht bald eine Single

Im vergangenen Jahr überzeugte der damals 13-jährige Noah-Levi aus dem Team Lena die meisten Zuschauer. Dem Schüler aus Berlin hat die Bühnenerfahrung offenbar gefallen: In der kommenden „Voice Kids“-Staffel ist er als Online-Reporter dabei, im März will der Sohn einer Schauspielerin eine Single veröffentlichen.

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Gefahr für Frauen und Kinder: Griechenlands desaströse Flüchtlingszentren


Vor allem sind sie überfüllt. Aber auch sonst sind die Zustände in den griechischen Flüchtlingsunterkünften verheerend. Lange Schlangen vor den Toiletten, fehlende Betreuung für Jugendliche ohne Begleitung – der Europarat äußert sich extrem besorgt.

Unzumutbare hygienische Bedingungen in hoffnungslos überfüllten Sammelunterkünften, Polizeigewalt und sexuelle Übergriffe auf Frauen und Kinder – der Europarat hat sich abermals alarmiert über die Situation tausender Flüchtlinge in Griechenland geäußert. Besonders besorgniserregend sei die Lage der über 3000 unbegleiteten minderjährigen Migranten, stellte die Menschenrechtskommissarin des Europarats, Dunja Mijatovic, fest. Die meisten von ihnen seien gemeinsam mit Erwachsenen in Containern oder Zelten untergebracht – ohne jegliche Betreuung.

Der Bericht der Kommissarin beruht auf einer fünftägigen Inspektionsreise, die sie im Juni mit zwei Mitarbeitern unternommen hatte. Zu diesem Zeitpunkt hielten sich offiziellen Angaben zufolge rund 65.000 Migranten in Griechenland auf. Geradezu verheerende Zustände fanden die Experten des Europarats in den sechs so genannten „Hot Spots“ auf fünf Inseln in der Ägäis sowie in der Stadt Fylakio an der türkisch-griechischen Grenze vor, in denen ankommenden Flüchtlinge registriert werden.

In den von der Europäischen Union mitfinanzierten Aufnahmezentren auf den Inseln waren zum Zeitpunkt der Visite rund 11.500 Flüchtlinge untergebracht, darunter schwangere Frauen und Mütter mit Säuglingen. Die offizielle Aufnahmekapazität der Zentren lag nur bei 6400 Menschen. Mittlerweile ist die Zahl der Flüchtlinge den Angaben zufolge in diesen „Hot Spots“ noch weiter angestiegen – auf rund 20.000 im September.

„Gefahr für die Volksgesundheit“

Laut des Berichts müssen Flüchtlinge oft lange anstehen, um zu Duschen oder Toiletten zu gelangen. Frauen und Kinder, die ohne Begleitung die sanitären Einrichtungen benutzten, seien sexuellen Angriffen ausgesetzt. Besonders explosiv ist demnach die Lage in dem Aufnahmezentrum Moria auf Lesbos, wo derzeit über 8000 Migranten ausharren, obwohl es nur Platz für 3000 gibt.

Vertreter der Gesundheitsbehörden hätten das Lager kürzlich als „Gefahr für die Volksgesundheit“ bezeichnet, weil die Abflüsse der Toiletten defekt seien, stellte die Menschenrechtskommissarin fest. Die zuständigen Behörden hätten das Einwanderungsministerium aufgefordert, binnen 30 Tagen den Schaden zu beheben oder das Lager zu schließen.

Nach Angaben der Europäischen Kommission in Brüssel haben Griechenland und dort engagierte Nichtregierungsorganisationen seit dem Jahr 2015 aus dem EU-Haushalt mehr als 400 Millionen Euro für ein Notprogramm erhalten. Diese Hilfe ergänzt demnach die Zuwendungen in Höhe von fast 510 Millionen Euro, die dem Land für die Jahre 2014 bis 2020 zur Betreuung von Flüchtlingen bewilligt worden waren.



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Drei Autos werden ein Raub der Flammen

A8 bei StuttgartDrei Autos werden ein Raub der Flammen

Stuttgart – Bei einem Feuer auf einem Autotransporter sind am Mittwochabend auf der A8 bei Stuttgart mehrere Autos vollständig ausgebrannt. Wie die Polizei mitteilt, war zwischen der Anschlussstelle Leonberg-Ost und der Raststätte Sindelfinger Wald in Richtung München der Auflieger eines litauischen Autotransporters aus bislang unbekannter Ursache in Brand geraten.

Von den fünf geladenen Neufahrzeugen blieb lediglich eines ohne Schaden, während die anderen Autos zum Teil total beschädigt wurden. Auch der Auflieger wurde durch den Brand zerstört, während die Zugmaschine aufgrund des geringen Schadens noch fahrbereit war. Durch das Feuer entstand ein Sachschaden in Höhe von rund 150.000 Euro.

Verletzt wurde niemand. Während der Lösch-und Bergungsarbeiten kam es auf der Autobahn zu einem Rückstau von bis zu sieben Kilometern.

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Datenmissbrauch macht Jugendlichen im Netz zu schaffen

Abzocke und Missbrauch machen jungen Leuten im Internet und in sozialen Netzwerken zunehmend zu schaffen. Unter anderem geht es um Datenklau bei WhatsApp-Nachrichten, Abzocke bei vermeintlich kostenlosen Online-Spielen, dem Einsatz von Freunden in Facebook-Werbeanzeigen oder den Klau von Profilen, teilte die Niedersächsische Landesmedienanstalt (NLM) in Hannover anlässlich des Safer Internet Days an diesem Dienstag mit. Selbsthilfe von Jugendlichen für Jugendliche in diesen Fragen bietet die bundesweite Plattform juuuport, deren Zentrale in Hannover am Dienstag (11.30 Uhr) über aktuelle Probleme der Ratsuchenden berichtet.

„Kinder und Jugendliche brauchen heute nicht mehr das Portemonnaie der Eltern, weil viele Online-Spiele und Apps scheinbar kostenlos sind“, erklärte NLM-Direktor Andreas Fischer. „Allerdings zahlen sie im Netz oft unwissentlich mit einer ganz anderen Währung: den persönlichen Daten.“ Die Rechnung folge in Form von personalisierter Werbung oder Spam-Mails, die zu immer neuen Angeboten verführten.

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