Kategorie -Jugendliche

Erkennen Sie diesen Star?: Da hätte man doch nicht schnippeln müssen


Nein, so ganz echt ist an der jungen Dame von damals mittlerweile wohl nur noch wenig. Deswegen dürfte es auch schwerfallen, auf den ersten Blick zu erkennen, wer da als katholisches Schulmädchen posiert.

Es war nicht alles schlecht damals. Das Gesicht von Kim Kardashian zum Beispiel war an gängigen Schönheitsidealen gemessen ziemlich erste Sahne – lange bevor sie als Selfie-Queen die Klatschspalten regieren sollte. Davon kann sich die Welt nun überzeugen.

Auf Instagram postete Kardashian ein Jahrbuchfoto aus der achten Klasse. „Katholisches Schulmädchen“, kommentierte die 37-Jährige den Beitrag. Tatsächlich besuchte Kardashian eine katholische Mädchenschule, die Marymount High School in Los Angeles, die auch andere Stars wie etwa die Schauspielerin und Aktivistin Mia Farrow und Alfred Hitchcocks Tochter Patricia Hitchcock besuchten.

Auf dem Kinderfoto ist Kardashian im weißen Hemd ihrer Schuluniform zu sehen. Die langen Haare fallen ihr über die Schulter. Sie trägt kleine Ohrstecker und dezentes Make-up.

Natürlich schön oder stark geschminkt?

Es ist nicht so, als sei sie heute nicht mehr wiederzuerkennen, doch unterscheidet sich der Look damals deutlich von dem, was Kardashian heute so präsentiert. Meist zeigt sich der Reality-Star stark geschminkt.

Immerhin hat Kardashian das Aufhübschen zum Geschäft gemacht. Nach ihrer jüngsten Schwester, der 20-jährigen Kylie Jenner, hat auch sie ihr eigenes Beauty-Unternehmen.

Zuletzt sorgte Kardashian für Furore, als sie komplett hüllenlos für den Flakon eines neuen Parfums posierte. Der ist nämlich ihrem eigenen Körper nachempfunden. Live kommt nur Gatte Kanye West in den Genuss – Normalsterbliche müssen ein paar Kröten zusammenkratzen, um wenigstens die Mini-Version in den Händen halten zu können. Das ist vielleicht ein ganz klein wenig gruselig, aber die Mitglieder des Kardashian-Clans sind eben Grenzgänger.



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Skiausfahrt für Jugendliche

Turnverein Bad CannstattSkiausfahrt für Jugendliche

Der TV Cannstatt bietet erstmals Ski-Ausfahrten für Jugendliche an. Foto: dpa

Bad Cannstatt
Der TV Cannstatt hat ein neues Angebot für jugendliche Skifahrer. An den Samstagen 31. Januar und 14. März können erstmals Jugendliche von 12 Jahren an mit dem TV Cannstatt nach Balderschwang, Ofterschwang oder Oberjoch fahren. Die Ausfahrten werden für alle Jugendlichen angeboten, die Freude am Skifahren haben und mit anderen Jugendlichen Spaß auf der Piste haben wollen. Abfahrt mit dem Bus ist jeweils um 6 Uhr beim TVC, Am Schnarrenberg 10. Die Jugendlichen werden von Skilehrern begleitet. Im Preis von 60 Euro sind Transport, Liftkarte und Betreuung enthalten. Anmeldung und weitere Infos beim Jugendwart und Skilehrer Peter Oswald unter der Telefonnummer 01 51/18 33 88 49 oder per E-Mail an [email protected].

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EU plant «Solidaritätskorps» mit 100 000 Plätzen

Straßburg (dpa) – Die Europäische Union will ein «Solidaritätskorps» aufbauen, um in Krisenfällen mit Freiwilligen zu helfen. Bis 2020 könnten sich die ersten 100 000 jungen Europäer daran beteiligen, schlug EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker im Europaparlament vor. Eingesetzt werden könnten sie etwa nach Erdbeben wie jetzt in Italien oder zuletzt in der Flüchtlingskrise. «Indem sie sich freiwillig dem Europäischen Solidaritätskorps anschließen, können diese jungen Leute ihre Fähigkeiten ausbauen und auch unschätzbare menschliche Erfahrungen machen», sagte Juncker in seiner Rede.

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Jugendarbeit sucht dringend neue Ideen

Uneinigkeit über StellenaufbauJugendarbeit sucht dringend neue Ideen

Auf der Fachtagung zur mobilen Jugendarbeit diskutierten Experten in Stuttgart Foto: Lichtgut/Achim Zweygarth

Stuttgart – So wie sich die Lebenswelt von Jugendlichen in den vergangenen Jahren massiv gewandelt hat, so muss sich auch die Jugendarbeit in Stuttgart verändern. Das war die Kernaussage der Fachtagung zur sogenannten mobilen Jugendarbeit, die der Caritasverband, die Evangelische Gesellschaft (eva) und die beiden Kirchen am Dienstag im Hospitalhof veranstaltet haben.

„Zunächst haben sich die Aufenthaltsorte der Jugendlichen in letzter Zeit stark verschoben“, sagte Professor Thomas Meyer, Sozialwissenschaftler an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Stuttgart. Der Forscher verantwortet eine Studie, die er auf der Fachtagung präsentierte. „Früher hielten sie sich in erster Linie in ihren Stadtteilen auf. Heute zählen vor allem zentrale Lagen in der Stadt zu beliebten Orten, etwa die Theodor-Heuss-Straße oder das Einkaufszentrum Milaneo“, sagte Meyer.

Solche Erkenntnisse erklärten sich aus der Alltagsbeobachtung heraus. Das Institut für angewandte Sozialwissenschaften hat jedoch in einer anderthalbjährigen Studie untersucht, wie sich die Jugendarbeit konkret wandeln muss, um der neuen Situation gerecht zu werden. Eines der Ergebnisse der Untersuchung, die vor allem auf Experteninterviews fußt: Die bisher sauber auseinandergehaltenen Berufsbilder des mobilen Jugendarbeiters und Schulsozialarbeiters wachsen zunehmend zusammen.

„Auch die Schulsozialarbeiter sollten nach den Prinzipien der Mobilen Jugendarbeit handeln, also den Zugang zu den Kids über ein freiwilliges und niedrigschwelliges Angebot herstellen – eben das, was den mobilen Jugendarbeiter auszeichnet“, forderte Meyer. Denn die Bereitschaft der Jugendlichen sei entscheidend, wenn es darum geht, Hilfsangebote zu machen, so der Stuttgarter Sozialwissenschaftler.

Die mobile Jugendarbeit in Stuttgart hat eine lange Tradition und besteht seit fast 50 Jahren. Als „Stuttgarter Modell“ entstand sie als Ergänzung zur konventionellen Jugendarbeit und etablierte sich in vielen anderen deutschen Städten. In Stuttgart betreuen rund 80 Mitarbeiter in 17 Stadtteilteams mehr als 2700 Jugendliche,

Indes kommen neue Zielgruppe hinzu. „Stark wachsend ist der Anteil der jugendlichen Flüchtlinge, die Betreuung brauchen. Sie machen bereits jetzt ein riesiges Feld aus, das noch weiter wachsen dürfte“, beobachtet Thomas Meyer. Für sie müssten neue Angebote der Gruppenarbeit entstehen. „Und es muss Weiterqualifizierungen geben.“

Einige Stadträte diskutierten auf der Fachtagung mit Jugendarbeitern, Schuldirektoren und Fachleuten von Jugendamt und freien Trägern. Uneinigkeit herrschte über die Frage, ob das Jugendamt zusätzliche Stellen für die Arbeit mit Jugendlichen schaffen sollte.

Stadtrat Vittorio Lazaridis (Grüne) forderte, dass sich die Jugendarbeit künftig auch auf Gymnasien konzentrieren sollte. „Insbesondere hier sind wir noch lange nicht dort, wo wir sein wollen.“ Die SPD-Stadträtin Judith Vowinkel sah es anders. Sie setzte sich dafür ein, dass die Jugendarbeiter verstärkt Schulabbrecher in den Blick nehmen, also außerhalb der Schule tätig sind.

Zur Mäßigung rief Rosa von Stein (Freie Wähler) auf. „Bevor wir eine neue Stelle nach der anderen schaffen, sollten wir darüber nachdenken, ob nicht auch eine Umverteilung innerhalb der Jugendarbeit sinnvoll ist.“

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„Tote Mädchen lügen nicht 2“: Erste Bilder zur Serie über Suizid


Man muss auch über schlimme Sachen sprechen können. Die Netflix-Serie „Tote Mädchen lügen nicht“ schaut nicht weg, sie legt den Finger in die Wunde. Sensibel verhandelt sie Themen wie Suizid, Missbrauch und Mobbing. n-tv.de hat exklusiv die ersten Bilder zur zweiten Staffel.

„Tote Mädchen lügen nicht“ ist eine der beliebtesten Netflix-Serien. Doch die Show war von Anfang an umstritten. Explizite Darstellungen von Suizid und Vergewaltigung fanden Kritiker verstörend und unangemessen – zumal sich die Serie auch an ein junges Publikum richtet. Doch die Anhänger des Formats schätzen genau diese Ehrlichkeit und Authentizität der Erzählungen als wichtigen Aufhänger für überfällige Diskurse.

Wir müssen über Mobbing sprechen, über Einsamkeit, über Machtstrukturen und Verantwortung – so der Tenor. In Staffel eins war es das Mädchen Hannah Baker, das mit besprochenen Kassetten-Tapes ihre Mitschüler, Familie und Lehrer aufrüttelte, nachdem sie sich das Leben genommen hatte. Staffel zwei der Serie wird einen anderen Ansatz wählen müssen, denn Hannah kann ihre Geschichte nicht weitererzählen. Die Tapes sind gehört, neue wird es nicht geben.

„Die Kassetten waren nur der Anfang“, verspricht ein erster Teaser-Trailer für Staffel zwei von „Tote Mädchen lügen nicht“. Polaroid-Fotos spielen in dem Clip eine zentrale Rolle. Welche Wege die Macher der Show ihre Figuren gehen lassen werden, wird sich am 18. Mai zeigen. Ab da stehen die neuen Folgen bei Netflix zum Abruf bereit. n-tv.de hat vorab exklusiv die ersten Szenenbilder.

Zu sehen ist etwa Alisha Boe als Jessica im Zeugenstand. Sie hält Fotos hoch, auf denen sie beim Feiern zu sehen ist. Der Text auf den Bildern bezeichnet sie als „betrunkene Schlampe“. Ein anderes Szenenfoto zeigt Hannas Mutter Mrs. Baker (Kate Walsh) vor Reportern. Offenbar sucht sie die Öffentlichkeit für die Geschichte ihrer Tochter. Ein Bild zeigt den Vertrauenslehrer Mr. Porter (Derek Luke), wie er Bryce (Justin Prentice) würgt. Dieser hatte sich in Staffel eins nicht nur als Tyrann des Schulhofs behauptet, sondern auch Mitschülerinnen missbraucht. Außerdem zu sehen: der geheimnisvolle Tony vor seinem ramponierten Auto, weinend in den Armen eines Mannes, und schließlich Hannahs Freund Clay (Dylan Minnette).

Die zweite Staffel von „Tote Mädchen lügen nicht“ ist ab dem 18. Mai abrufbar über Netflix.



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Tochter verklagt Eltern weil sie Fotos auf Facebook nicht löschen

Viele Eltern teilen Fotos ihrer Kinder auf Facebook. Als Säugling können sich die Kinder nicht dagegen wehren. Später schon: Eine 18-Jährige Schülerin aus Österreich hat ihre Eltern verklagt, weil diese eine Flut von Babybildern auf Facebook nicht löschen wollen.

Das Ganze begann 2009, als die junge Frau ein elfjähriges Kind war und die Eltern Facebook entdeckten. Beinahe täglich posteten sie Baby- und Kinderfotos ihrer Tochter. Diese ärgert sich heute darüber, dass ihre Eltern keine Schamgrenze kannten. Sie posteten auch Bilder, auf denen sie auf dem Töpfchen saß oder nackt im Kinderbett lag.

Über 500 Bilder hochgeladen

Jeder Schritt des Kindes war seit eh und je mit der Kamera verfolgt worden. Selbst Babyfotos landeten nachträglich auf Facebook. Über 500 Fotos von dem Mädchen sind dort zu sehen. Bis die Tochter 14 war und selbst auf Facebook aktiv wurde, wusste gar nichts von dieser Flut von Kinderfotos. Auf Facebook folgten den Eltern zu diesem Zeitpunkt bereits 700 Leute, die täglich neue Bilder bestaunen konnten.

Die Jugendliche beschwerte sich bei ihren Eltern und forderte sie auf, die Fotos zu löschen. Das aber verweigerten sie. Deshalb sah die mittlerweile volljährige Frau keine andere Möglichkeit, als die Eltern zu verklagen. Sie wohnt nicht mehr bei ihnen. Der Prozess soll im November stattfinden.

Eltern sind uneinsichtig

Die Eltern wehren sich gegen die Forderungen ihrer Tochter. Die österreichische Zeitung „Die ganze Woche“ zitiert den Vater: „Ich sehe es als mein Recht an, diese Fotos veröffentlichen zu dürfen. Schließlich ist das unser Kind und es ist für meine Frau und mich ein schönes Familienalbum, das bei unseren Facebook-Freunden gut ankommt.“

Das Recht dürfte aber auf der Seite der Tochter sein, denn sie kann sich auf das „Recht am eigenen Bild“ berufen, dass auch in Österreich zu den Persönlichkeitsrechten gehört. Das Problem dabei ist Facebook.

Facebook prüft nicht die Rechtmäßigkeit von Fotos

Facebook kontrolliert nicht, ob Bilder rechtmäßig von den Nutzern auf seinen Seiten zur Schau gestellt werden. Das gilt nicht nur für die Prüfung des Urheberrechtes, sondern in diesem Fall für das „Recht am eigenen Bild“. Dieses räumt einer fotografierten Person das Recht ein, zu entscheiden ob und wie das Bild veröffentlicht wird. Facebook schreibt in seinen AGB alle rechtlichen Konsequenzen eines Beitrages dessen „Verursacher“ zu. Facebook löscht Bilder erst dann, wenn dem Unternehmen eine Rechtsverletzung bekannt gemacht wird.

Da Kinder und Jugendliche bis zu einem gewissen Alter ihre Rechte nicht allein wahrnehmen können, sind so lange die Eltern deren gesetzliche Vertreter. In diesem Fall hätten die Eltern also stellvertretend für ihre Tochter das Recht am eigenen Bild ausgeübt. Doch wenn Eltern wie in diesem Fall Dinge tun, die die Persönlichkeitsrechte des Kindes verletzen, kann das Kind klagen. Die beschriebenen Bilder auf dem Töpfchen oder nackt im Bett stellen eine solche Verletzung dar.

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Jugendstil oder Jugendwahn in der Formel 1?

17-Jähriger bei Toro-RossoJugendstil oder Jugendwahn in der Formel 1?

Zwei Formel-1-Stars und ein Sternchen: Ex-Weltmeister Sebastian Vettel, der aktuelle Champion Lewis Hamilton und Talent Max Verstappen (v. l.) Foto: dpa

Melbourne – Verkehrskindergarten. Niki Lauda verpackt seine Meinung nicht in Floskeln. Dieses Wort benutzt die Formel-1-Legende gern, wenn sie gefragt wird, was ein Niki Lauda davon hält, dass die Debütanten immer jünger werden. Max Verstappen, der nun in die erste Formel-1-Saison als Stammpilot geht, wird erst im Oktober 18 Jahre alt – doch er darf schon einen Toro Rosso pilotieren, in dem Technik für mehrere Millionen Euro steckt.

Als Mini-Max zum ersten Mal einen Grand-Prix-Boliden bewegte, endete die Showfahrt in Rotterdam in einer Barriere. Der Saisonauftakt in Melbourne an diesem Sonntag (6 Uhr/RTL) wird das fünfte Formel-1-Rennen des Niederländers; vergangene Saison ersetzte er Jean-Eric Vergne für die letzten vier Großen Preise. „Wir haben ihn Schritt für Schritt vorbereitet“, sagt Toro-Rosso-Teamchef Franz Tost.

Der Jugendstil erobert die Formel 1, oder handelt es sich um Jugendwahn? Wann ist einer zu jung für ein Auto, das Tempo 350 schafft und in vier Sekunden von null auf 200 beschleunigt? Als Kimi Räikkönen 2001 sein Debüt in der Königsklasse gab, war er schon 21 – aber manche Motorsport-Urgesteine fürchteten um den Ruf der Serie und die Sicherheit aller Beteiligten. 2007 wurde der Finne Weltmeister.

Sebastian Vettel war in diesem Jahr knapp 20, als er als BMW-Testpilot erstmals an einem Grand Prix teilnehmen durfte, Fernando Alonso war 19 bei seiner Premiere 2001. Beide zählen heute zu den verehrten und geachteten Stars, die Namen der vielen gescheiterten Rennküken sind vergessen. Jaime Alguersuari, Esteban Tueros, Scott Speed, Ricardo Rodriguez . . .

„Ich will alle Rekorde brechen“, sagt Max Verstappen, „die meisten Siege, die meisten Titel. Ich bin nicht beunruhigt, in welchem Alter ich dies tue.“ Für einen 17-Jährigen nimmt der Sohn des Ex-Rennfahrers Jos („the boss“) Verstappen den Mund recht voll, doch er genießt das Vorrecht der Jugend, weder Respekt noch Angst zu zeigen.

Franz Tost traut ihm diesen Weg durchaus zu, die nötigen Ansätze sind vorhanden. Der Österreicher kann erklären, warum der Nachwuchs immer früher in die Cockpits drängt. „Ihr Fertigkeitsniveau ist sehr hoch“, sagt der Toro-Rosso-Teamchef, „sie beherrschen die nötigen Techniken, kennen sich in Telemetrie aus, sie sind es gewöhnt, viele Knöpfe zu drücken.“ Generation Playstation. Die Förderprogramme der Rennställe setzen immer früher ein, Talente werden durch die gezielte und umfassende Ausbildung folglich schneller (Grand-Prix-)reif.

Wirklich? Jacques Villeneuve bezweifelt dies. Der Kanadier, Weltmeister 1997 und ein Kerl, der es als Ehre empfindet, ausreichend Feinde zu haben, meint: „Man sollte ein Mann sein, bevor man es in die Formel 1 schafft – sie ist die Spitze, sie ist nicht der Ort, an dem man lernen sollte und Fehler machen darf.“ Der Kanadier sorgt sich um das, was junge Menschen nicht im Überfluss besitzen: Erfahrung.

Villeneuve, und damit steht er nicht alleine, befürchtet, dass junge Piloten eher falsch reagieren könnten, wenn sie in eine kritische Situation geraten. Das will auch Franz Tost nicht in Abrede stellen. „Es geht nicht nur um den Speed“, räumt er ein, „sondern auch um Reife und die Fähigkeit, mit gewissen Situationen umgehen zu können.“ Doch manche Fertigkeiten und Fähigkeiten kann selbst der beste Ausbilder nicht lehren – man muss im Cockpit ausprobieren, in welche Richtung die Nadel ausschlägt: Hero oder Zero, Held oder Null.

„Ich muss beweisen, dass mein Alter auf der Strecke keine Rolle spielt“, sagt Max Verstappen. Lauda wünscht dem Niederländer Glück. „Wenn er sich durchsetzt, heißt das, die Computer-Kids sind für die Formel 1 geeignet“, sagt die PS-Legende. Dann wäre ein Wort für ihn tabu: Verkehrskindergarten.

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Heike Drechsler: Eltern sollten Kinder draußen spielen lassen

Heike Drechsler ist eine der bekanntesten deutschen Sportlerinnen. Zweimal gewann sie Gold bei Olympia, war Weltmeisterin und Sportlerin des Jahres. Im Gespräch mit t-online.de verrät sie, wie man es schafft, Kinder für Sport zu motivieren und welche Sportler sie in Rio besonders beeindruckt haben.

t-online.de: Verfolgen Sie noch das aktuelle Sportgeschehen? Gerade waren Olympische Spiele …

Heike Drechsler: Ich war da! Ich liebe Olympische Spiele, diese besondere Atmosphäre. Es ist wie in einer Großfamilie, man trifft viele ehemalige Athleten.

Hat jemand Sie besonders beeindruckt?

Ja, die 3000-Meter-Hindernis-Läuferin Gesa Felicitas Krause. Die finde ich toll. Sehr sympathisch, mit zwei Füßen auf dem Boden. Sie ist deutschen Rekord gelaufen und hat trotzdem keine Medaille gewonnen. Diese Leistung ist unwahrscheinlich hoch einzuschätzen.

Auch der Lauf von Wayde van Niekerk über 400 Meter war stark. Eine tolle Lauftechnik und er hat auch noch den Weltrekord von Michael Johnson geknackt.

Von den deutschen Leichtathleten gefiel mir auch noch Malaika Mihambo, die mit einer Weite von 6,95 Metern eine Medaille knapp verpasst hat. Bei einem so großen Event wie Olympischen Spielen die persönliche Bestleistung abzuliefern ist eine tolle Leistung.

Sind Sie denn auch noch sportlich aktiv?

Sehr! Ich laufe viel. Zum Beispiel habe ich letztes Wochenende am Alsterlauf teilgenommen …

… mit einer guten Zeit?

Ich laufe nur noch aus Genuss. Bei mir geht es nicht mehr um Zeiten. Habe ich lange genug gehabt, 25 Jahre wurde immer gemessen, das brauche ich nicht mehr.

Beruflich haben Sie aber noch mit dem Sport zu tun?

Ich arbeite im Gesundheitsmanagement der Krankenkasse Barmer GEK, vor allem bei der Kampagne „Deutschland bewegt sich“, die Menschen zu mehr Bewegung und gesünderer Ernährung motivieren soll.

Sie sind Mutter, treffen viele Menschen. Was sagen Sie angesichts von zwei Millionen übergewichtigen Kindern? Haben Familien verlernt, einen Ausgleich zwischen Bewegung, gesunder Ernährung und Sitzen zu schaffen?

Unsere Gesellschaft und die Art, wie wir leben, hat sich drastisch verändert. Die Bequemlichkeit ist größer geworden, dazu kommt die Ablenkung durch technische Geräte, virtuelle Welten, mit denen man umgehen muss. Dennoch darf die Bewegung nicht zu kurz kommen. Was wir über Ernährung wissen, hat viel mit Bildung zu tun.

Es  fängt beim Schulbrot an und ob man als Familie noch zusammen isst. Beides ist nicht mehr selbstverständlich. Eltern haben hier eine ganz starke Vorbildfunktion. Nur wer gesundes Essen und Freude an der Bewegung vorlebt, kann es an seine Kinder weitergeben. Meinen Sohn zum Beispiel musste ich nicht extra motivieren. Alle seine Freunde haben Sport gemacht, und er war auch oft mit mir auf dem Sportplatz, konnte da seine Erfahrungen machen.

Es gibt Eltern, die sehr bewusst mit dem Thema umgehen. Aber eben auch viele, denen völlig egal ist, was die Kinder essen.

Wenn es eine Frage der Erziehung und des Aufwachsens ist, wie erreicht man die „anderen“, die nicht aktiven Eltern? 

Nicht so leicht. In Deutschland gibt es das Präventionsgesetz, das vorbeugende Maßnahmen gegen Krankheiten vorsieht. Viele Krankenkassen und Firmen bieten Projekte an. Zudem gibt es bewegungsfreundliche Kindergärten und Schulen.

Gerade über die Firmen erreicht man Menschen, die in einer Gruppe merken, hier habe ich jetzt ein Angebot, hier kann ich mich informieren, eventuell sogar während der Arbeitszeit. Die entscheidende Frage ist, wie wird es im Elternhaus gelebt? Schafft man es, dass die Kinder auch nach draußen gehen? Schulen bieten ebenfalls viele Möglichkeiten, aber sie können nicht alles abdecken. Auch das soziale Umfeld entscheidet mit.

Man kann also in vielerlei Hinsicht Signale setzen. Wie die Menschen im einzelnen das annehmen, ist eine andere Frage.

Ihr Eindruck ist aber schon, dass die Kampagnen bei den Leuten ankommen und angenommen werden?

Ja, das kann man sagen. Die Nachhaltigkeit wurde auch durch Studien überprüft. Meist ist es so: Wer eine Gruppe zum Bewegen gefunden hat, bleibt dabei. Ich mache zum Beispiel viele Laufworkshops und sehe, dass der Einstieg am schwierigsten ist.

Gut wäre es, sich täglich 30 bis 40 Minuten zu bewegen. Auch Alltagsbewegungen zählt dazu! Da kann man sich einiges einfallen lassen. In Stockholm gab es beispielsweise in einer U-Bahn-Station eine Rolltreppe und daneben eine normale Treppe. Auf dieser wurden die Stufen mit einem Ton unterlegt, so dass beim Gang nach oben eine Melodie erklang. Die „Verpackung“ ist wichtig! Es muss auch nicht immer eine Belohnung sein.

Es kommt darauf an, wie man den Leuten Informationen vermittelt. Erwachsene haben eine Eigenverantwortung. Bei Kindern ist das anders. Da muss man vorleben, erziehen, Angebote machen, gemeinsam kochen.

Neben den Eltern ist die Schule der andere große Einflussfaktor auf Kinder. Stichwort Schulsport – ist der gut genug?

Es gibt Schulen, die sind vorbildlich, die erkennen den Stellenwert des Sports. Es hängt natürlich vom Lehrer ab, welche Prioritäten er setzt. Besonders Grundschüler brauchen jeden Tag Bewegung. Das ist wichtig für die Entwicklung, weil die Kinder noch wachsen. Einige Schulen arbeiten bereits mit Vereinen zusammen, damit die Schüler nachmittags Sportangebote erhalten.

Die Wichtigkeit des Sports wird aber noch nicht überall gesehen. Schul- und Gesundheitsministerien müssten enger zusammen arbeiten. Hier hat man die Chance, den Jugendlichen zu zeigen, dass Sport Spaß macht und gut tut.

Die Erkenntnis, dass Sport genauso wichtig ist, wie eine Mathestunde ist noch nicht überall angekommen. Sport nützt ja auch den anderen Fächern, fördert nicht nur die Motorik, sondern auch die Konzentrationsfähigkeit und die Kreativität – kommt also der Mathestunde ebenso zu Gute.

Ältere Kinder lassen sich ja nicht mehr so leicht motivieren …

Eigentlich müsste man das vorher machen. In der Pubertät kommen viele neue Interessen. Freunde werden wichtiger, das andere Geschlecht. In diesem Alter gehen dem Sport die meisten Kinder verloren. Ganz wichtig: von den Lehrern und den Schulen müssen altersgerechte, kreative Angebote kommen, mit spezieller Ansprache. Jugendliche sind mit dem Körper schon erwachsen, der Kopf und das Bewusstsein hinken aber noch hinterher

Wie viel sollten sich Kinder bewegen? Was wäre ein gutes Maß?

Am besten natürlich täglich. Alltagsbewegungen zählen mit, finden aber immer weniger statt. Eltern sollten den Mut haben, die Kinder draußen spielen zu lassen. Viele übervorsichtige Eltern fahren ihre Kinder in die Schule – bis in die Pubertät hinein – die haben gar keine Chance, sich zu bewegen.

Für viele Eltern muss alles sicher sein, das mündet in Überbetreuung. Kinder müssen sich aber austoben, sich bewegen. Mindestens dreimal die Woche. Am besten in einem Verein. Auch Kinder haben für ihre Gesundheit eine Verantwortung, man muss ihnen ja nicht das Gehirn abnehmen. Fördern und Fordern – diese Formel bringt es gut auf den Punkt.

Müsste die Politik mehr unterstützen?

Sport hat noch zu wenig Lobby. Ich finde, auch die Kultusministerien müssten sich inhaltlich mit dem Thema Sport beschäftigen, nicht nur die Gesundheitsministerien. Es gibt bereits tolle Projekte, aber noch nicht genug.

Wenn man es richtig machen will, müsste man auch über Ernährung sprechen. Wenn man einkaufen geht, hat man inzwischen kaum Chancen, dem Zucker zu entkommen. Gerade die Ernährungsindustrie hat aber eine starke Lobby. Da ist die Politik schon gefordert. Ein schwieriges, komplexes Thema!

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Mitmachen war Ehrensache

Schüler-EngagementMitmachen war Ehrensache

Stuttgart – Nicola Joiko brauchte Ausdauer und schnelle Finger. Wenn die 15-Jährige an den 5. Dezember des vergangenen Jahres zurückdenkt, dann erinnert sie sich sofort an die gelben Postkisten, mit denen sie die Hauspost in der Robert Bosch Stiftung ausgeliefert hatte. Die Schülerin der Jahn-Realschule war eine von 734 Jugendlichen, die beim landesweiten Aktionstag Mitmachen Ehrensache dabei gewesen sind. „Der Tag war zwar anstrengend, aber es hat sehr viel Spaß gemacht. Wir helfen vielen Kindern und Jugendlichen, denen es nicht so gut geht wie uns“, zieht Nicola Joiko Bilanz.

Alle Schüler zusammen haben an diesem Aktionstag in Stuttgart 20 100 Euro erarbeitet, landesweit sind sogar 266 100 Euro zusammengekommen. „Eine stolze Zahl, wenn man bedenkt, dass sich in ganz Baden-Württemberg im letzten Jahr über 10 000 Schüler beteiligt haben“, sagt Gabi Kircher von der Jugendhausgesellschaft. „Dass die Jugendlichen sich sozial engagieren, haben wir auch der großen Bandbreite an Firmen zu verdanken.“ Angefangen von Apotheken und Bäckern bis hin zu Kindergärten und Arztpraxen war fast jedes Berufsfeld vertreten. Als Dank winkte den Jugendlichen am Mittwoch eine Feier im Jugendhaus Mitte sowie die Ehre, dabei gewesen zu sein.

Der gespendete Lohn wird nun drei ausgewählten sozialen Projekten zur Verfügung gestellt. So gehen 9050 Euro an das Stuttgarter Slow-Mobil. Die Macher dieses Projektes setzen sich für eine gesunde Ernährung für Kinder ein. Es wurde ein Fahrzeug mit integrierter Küche entwickelt, in dem Kinder von sechs bis zwölf Jahren lernen, mit frischen Produkten zu kochen. Waltraud Ulshöfer, Ehefrau des Stuttgarter Oberbürgermeisters Fritz Kuhn, ist Vorsitzende des Slow-Mobil-Vereins: „Wie viel besser schmeckt eine frische Karotte, als eine, die mit Plastikhülle im Supermarkt zu kaufen ist? Wir wollen mit der mobilen Küche in Kitas und Grundschulen fahren und den Kindern das Erlebnis von Geschmack mitgeben.“

Ebenfalls 9050 Euro erhält die Arbeitsgemeinschaft Dritte Welt (AGDW), die Unterstützungs- und Integrationsangebote für Stuttgarter Kinder und Jugendliche aus Flüchtlingsfamilien organisieren möchte. Die Geschäftsführerin Karin Dressel freut sich über die gut ausgestattete Finanzspritze. „Das ist viel Geld für uns. Wir werden damit unter anderem Sprachhilfe für Kinder finanzieren, die erst seit wenigen Wochen in Deutschland sind“. Die Flüchtlinge, die größtenteils aus Syrien kommen, können kaum Deutsch. Klassische Nachhilfe hilft da wenig. Die AGDW plant zudem Ausflüge in die Wilhelma und ins Stadion zum VfB Stuttgart.

Weitere 2000 Euro gehen an das Jugendzentrum Rahovec im Kosovo. Dorarta Lokaj, eine ehemalige Botschafterin der Aktion Mitmachen Ehrensache, absolviert dort ein Freiwilliges Soziales Jahr und will benachteiligten Kindern und Jugendlichen an Ort und Stelle Freizeit- und Bildungsangebote machen.

Mitmachen Ehrensache wurde im Jahr 2000 von interessierten Bürgern ins Leben gerufen. Seit 2003 sind die Stuttgarter Jugendhaus Gesellschaft und die Jugendstiftung Baden-Württemberg die Träger der Aktion. Beim diesjährigen Aktionstag am 4. Dezember findet Mitmachen Ehrensache zum 15. Mal statt. Dann wird auch wieder Nicola Joiko mit dabei sein. „Denn Mitmachen ist für mich jetzt wirklich Ehrensache“.

Wer sich als jugendlicher Botschafter engagieren möchte, kann sich an das Aktionsbüro wenden. Tel. 07 11 / 9 97 85 99, oder www.mitmachen-ehrensache.de

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Schwierige Marktbedingungen: Modemarke Bench meldet Insolvenz an


Das vor allem bei Jugendlichen beliebte Modelabel Bench ist pleite. Der Mutterkonzern zieht angesichts mehrerer Probleme die Notbremse. Für die Fans der Kapuzen- und Fleece-Pullis besteht allerdings noch Grund zur Hoffnung.

Die Kult-Modemarke Bench ist pleite. Der Mutterkonzern mit Sitz in Manchester nannte als Gründe unter anderen den schwierigen Einzelhandelsmarkt in Großbritannien sowie Währungs- und Logistikprobleme. „Durch die Abwertung des britischen Pfundes, den starken Wettbewerb und den rückläufigen Markt in unserem Modebereich haben wir viel Gegenwind erfahren“, teilte der Direktor von Bench Limited, Barry Knight, in Manchester mit.

Außerdem habe das Unternehmen unter einem größeren Logistikproblem im Jahr 2016 gelitten. Von der Insolvenz sei auch die deutsche Konzerntochter betroffen. Zu möglichen Interessenten wollte sich ein Unternehmenssprecher in Manchester nicht äußern. „Dazu ist es einfach noch zu früh“, sagte Matthew Thomlinson.

Am Wochenende hatte sich Direktor Knight allerdings zuversichtlich gezeigt: „Trotz der zahlreichen Herausforderungen sind wir zuversichtlich, dass die Marke Bench eine Zukunft hat, da sich die Marke sowohl in Großbritannien, Deutschland und auch international vermarkten lässt. Unsere drei Lizenzvereinbarungen sind der beste Beweis dafür.“

Bench ist in Deutschland für seine Kapuzen- und Fleece-Pullis bekannt. Das Unternehmen ist vor allem in Großbritannien und Deutschland aktiv: In England gibt es 20 Geschäfte mit 176 Mitarbeitern und in Deutschland zwölf mit 170 Beschäftigten.



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