Kategorie -Jugendliche

Das Trommelfell vibriert im Takt

Jugendtreff Lauchhau in Stuttgart-VaihingenDas Trommelfell vibriert im Takt

Patrick, Josephine, Felix, Lasse, Milan, Emanuel und Annika (von links) üben jeden Freitag im Jugendtreff Lauchhau. Sie hoffen, ihr Können und einige Lieder beim Lauchfest im Sommer präsentieren zu dürfen. Foto: Sandra Hintermayr

Vaihingen – Verheißungsvoll schlägt Lasse mit seinem Bass die ersten dumpfen Töne an, Patrick gibt mit seinem Schlagzeug den Takt vor. Annika und Emanuel zupfen die Seiten ihrer E-Gitarren, Josephine steigt mit dem Keyboard ein. Milan bläst in seine Trompete, Felix tut es ihm mit seinem Saxofon gleich. Die Titelmelodie der „Mission: Impossible“-Filme schallt durchdringend durch den kleinen Proberaum im Jugendtreff Lauchhau und lässt die Wände und das Trommelfell im Takt vibrieren.

Die Jungen und Mädchen haben beim Bandprojekt des Jugendtreffs eine Möglichkeit gefunden, ihrer gemeinsamen Leidenschaft nachzugehen: der Musik. Die Idee dazu hatten die Jugendlichen selbst beim Jugendforum im vergangenen Jahr. Bei den Mitarbeitern des Treffs sind sie damit auf offene Ohren gestoßen. Mit drei Kids hat das Projekt begonnen, inzwischen spielen sieben Musiker in der Band.

„Ich war bereits in einer Band, die sich allerdings schnell wieder aufgelöst hat“, erzählt der 13-jährige Schlagzeuger Patrick. „Hier habe ich wieder die Möglichkeit, in einer Band zu spielen.“ Annika (14) spielt in einer Schulband und wurde von der Jugendtreffmitarbeiterin Katrin Kohler „entdeckt“. „Sie hat mich auf das Projekt im Treff aufmerksam gemacht. Und mir macht es richtig Spaß, in beiden Bands zu spielen“, sagt die Gitarristin, die gleich ihren Bruder Emanuel, ebenfalls Gitarrist, mit ins Boot geholt hat. „Es ist wirklich cool, mit den anderen zusammen Musik zu machen“, sagt der 13-Jährige. Milan (13) spielt ebenfalls in einer Schulband. „Es ist toll, hier dabei zu sein, denn mit den verschiedenen Instrumenten ist die Musik eher poppig, in der Schulband haben wir hauptsächlich Blasinstrumente“, sagt der Trompeter.

Ebenso wie Annika wurde auch die Sängerin Josephine von Katrin Kohler entdeckt. „Sie hat mich gefragt, ob ich mitmachen will. Nach einem Schnupperbesuch habe ich gleich zugesagt“, sagt die Elfjährige. Zu einer anständigen Band gehört selbstverständlich auch ein Bass. Den spielt Lasse, ebenfalls elf Jahre alt. „Es hat mir gleich gefallen, hier mitzuspielen“, so Lasse. Das Team komplettiert der zwölfjährige Felix mit seinem Saxofon. Er ist erst seit zwei Wochen dabei. „Mein Freund Milan hat mich auf die Band gebracht und ich kann mir gut vorstellen, hier zu bleiben“, sagt Felix.

„Die Kids sind super engagiert“, sagt Patrick Müller, der von allen nur Paco genannt wird und die jungen Musiker anleitet. „Sie kommen jedes Mal früher, um die Technik aufzubauen und helfen nach dem Proben beim Abbau“, sagt der Bass- und Gitarrenlehrer, der am Modern Music Center (MMC) an der Breitwiesenstraße unterrichtet. „Die Jugendlichen sind ein sehr lustiger, aber talentierter Haufen“, bescheinigt Müller den Musikern. Zu ihrem Repertoire gehören neben dem „Mission: Impossible“-Theme unter anderem auch die Titelmelodie der „Blues Brothers“ sowie das Lied „What’s Up?“ von den 4 Non Blondes und „Halo“ von Beyoncé. Während das Schlagzeug und zwei Keyboards zur Ausstattung des Jugendtreffs gehören, bringen die übrigen Musiker ihre Instrumente selbst mit. Patrick Müller arrangiert die Lieder so, dass sie mit allen Instrumenten zu spielen sind.

„Einige unserer Jugendlichen haben die Musik einfach im Blut“, sagt Axel Bodensteiner, einer der hauptamtlichen Mitarbeiter im Jugendtreff. „Es ist schön zu sehen, wie die Truppe zusammenwächst.“ Sowohl Bodensteiner als auch der Coach würden sich freuen, wenn die Jugendtreff-Band es noch in diesem Jahr zu öffentlichen Auftritten schaffen würde, etwa beim Lauchfest im Juli. Für die Kids, die seit drei Monaten gemeinsam proben, ist das ein Ansporn, aber keine Verpflichtung. „Hauptsache ist doch, wir haben Spaß“, sagt Annika.

Das Bandprojekt ist erst einmal auf ein halbes Jahr angelegt. Unterstützt wird es etwa vom Vaihinger Bezirksbeirat. Ziel ist es natürlich, das Projekt auch danach weiterzuführen. „Dafür sind wir allerdings auf finanzielle Unterstützung und Spenden angewiesen“, sagt Bodensteiner. „Die Band wird gut angenommen. Es wäre schön, das Projekt langfristig durchführen zu können“, hofft der Jugendtreffmitarbeiter.

Mitmachen: Die Band probt jeden Freitag von 15.30 bis 17 Uhr. Kinder und Jugendliche, die beim Bandprojekt mitmachen möchten, wenden sich am besten an die Mitarbeiter des Jugendtreffs.

Spenden: Wer das Bandprojekt finanziell unterstützen möchte, kontaktiert den Jugendtreff, Im Lauchhau 5, Telefon 6 74 26 71 (Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag 15 bis 20 Uhr, Mittwoch 14.30 bis 18 Uhr), oder E-Mail an [email protected].

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Weniger „Komasaufen“ in Deutschland

Der Trend zum Komasaufen unter Jugendlichen ebbt offenbar ab. Die Bereitschaft zum Alkoholkonsum bei Erwachsenen und Kindern sei aber weiterhin hoch, teilte das Statistische Bundesamt mit. 

Fast 22.000 Kinder und Jugendliche in Deutschland wurden im vergangenen Jahr wegen akuten Alkoholmissbrauchs in Krankenhäusern stationär behandelt. Wie die Bundesbehörde in Wiesbaden mitteilte, ging die Zahl der jungen Komatrinker und schwer Betrunkenen in den Kliniken damit um 2,2 Prozent im Vergleich zum Jahr 2014 zurück. Ausgewertet wurden die Daten von Kindern und Jugendlichen zwischen 10 und 19 Jahren.

Alkoholmissbrauch brachte auch zahlreiche Erwachsene in die Kliniken, berichtete die Behörde nach Auswertung der Krankenhausdiagnosestatistik für 2015. Mit fast 327.000 Fällen lagen psychische Probleme und Verhaltensstörungen durch Alkohol an zweiter Stelle der Häufigkeit aller Diagnosen von insgesamt 19,8 Millionen vollstationären Patienten. Nur Herzinsuffizienz war mit 444.632 Fällen ein noch häufiger diagnostizierter Grund für einen Krankenhausaufenthalt. Auf Platz drei lag die Herzerkrankung Vorhofflimmern und Vorhofflattern mit 298.271 Fällen.

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In Ecuador aus Flugzeug gefallen: Blinde Passagiere waren Jugendliche


Zwei blinde Passagiere verstecken sich in Ecuador im Radkasten eines Flugzeugs. Als sich nach dem Start dessen Türen öffnen, stürzen sie ab. Nun stellt die Polizei fest: die beiden waren erst 16 und 17 Jahre alt.

Die aus dem Radkasten eines startenden Flugzeugs in Ecuador abgestürzten blinden Passagiere sind nach Angaben der Polizei Minderjährige gewesen. Kriminalexperten hätten die Leichen als die eines 16 und eines 17 Jahre alten Jugendlichen identifiziert, teilte die Polizei mit. Die Maschine der Gesellschaft Latam war am Montagmorgen mit Ziel New York gestartet.

Neben den Leichen entdeckte die Polizei auch einen kleinen Koffer am Boden, in dem sich Wäsche sowie 20 Dollar befanden – offenbar für ein neues Leben in den USA.
Fingerabdrücke im Radkasten zeigten, dass die Jugendlichen versucht hätten, sich festzuhalten, als sich nach dem Start die Türen öffneten, um die Räder einzufahren, sagte der örtliche Polizeichef Marcelo Tobar.

Unklar war weiterhin, wie die beiden alle Sicherheitsvorkehrungen überwinden und auf das Rollfeld gelangen konnten. Man schließe nicht aus, dass sie Helfer am Flughafen hatten, so Tobar weiter. Es gebe noch keine Festnahmen. Die beiden Jugendlichen aus der südlichen Provinz Cañar hatten den Informationen zufolge am Sonntag ihren Wohnort verlassen und gesagt, sie gingen zu einem Fußballspiel. Angehörige reisten nach Guayaquil, um die Leichen in Empfang zu nehmen.

Nach dem Vorfall war der Flughafen vorübergehend geschlossen worden, wie die Behörde für zivile Luftfahrt DGAC mitteilte. Die Maschine wurde für weitere Ermittlungen nach Guayaquil zurückbeordert. „Wir bedauern den Vorfall am Flughafen Guayaquil zutiefst und drücken unser Beileid aus“, sagte der Exekutivdirektor von Latam Ecuador, Manuel van Oordt. „Wir arbeiten mit den Behörden zusammen und hoffen, dass die Ursache des Unglücks ermittelt werden kann.“



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Korntal-West: Jugendliche kommen zu Wort

Bürgerbeteiligung in Korntal-MünchingenKorntal-West: Jugendliche kommen zu Wort

Das Neubaugebiet soll am westlichen Rand von Korntal entstehen. Foto: factum/Archiv

Korntal-Münchingen – Dass bei größeren kommunalpolitischen Bauvorhaben Bürger beteiligt werden und so mit ihren Anregungen Einfluss auf die Planung nehmen können, ist üblich. Die neue Gemeindeordnung, die seit Dezember in Baden-Württemberg gilt, weitet diesen Einfluss aus. Auch die Meinung von Kindern und Jugendlichen soll bei kommunalen Vorhaben stärker Gehör finden. Die Kommunen haben dabei kaum feste Vorgaben, sondern können selbst ab wägen, auf welche Weise sie diese Beteiligung möglich machen. Die Stadt Korntal-Münchingen will nun die Meinung von Jugendlichen zum Neubaugebiet Korntal-West hören. Im Jugendgemeinderat ging es am Mittwoch darum, in welchem Rahmen und mit wie vielen Jugendlichen das geschehen soll.

Schon beim Wettbewerb um die Planung des Großprojekts am westlichen Rand von Korntal waren Jugendgemeinderäte beteiligt worden. Nun sollen die Jugendlichen auch darüber hinaus die Gelegenheit bekommen, ihre Anregungen zu Korntal-West zu äußern. Um den Nachwuchsräten einen Überblick über die Planungen zu geben, war die Sachbereichsleiterin im Bereich Stadtplanung, Hilke Conrad, zu Gast im Jugendgemeinderat. Conrad hat den Räten unter anderem erläutert, wo welche Straßen, Rad- und Gehwege geplant sind. Auch die Ergebnisse der Verkehrsuntersuchung – die zu dem Schluss kam, dass es zwar mehr Verkehr geben werde, aber die Straßen nicht überlastet würden – hat Conrad noch einmal vorgestellt. Zwar hätten viele Bürger diesbezüglich Bedenken, räumte der Bürgermeister Joachim Wolf ein – es bliebe aber alles „im grünen Bereich“. Bislang seien die Verkehrsverhältnisse in den betroffenen Straßen „ausgezeichnet“, durch Korntal-West würden sie „normal“ oder „erträglich“

Bedenken hatten einige Jugendräte beim Feldweg, der zum Grünen Heiner führt. In Richtung des Schuttbergs dürfen auch weiterhin nur Landwirte – und natürlich Fußgänger und Radfahrer – unterwegs sein. „Was ist, wenn das als Durchfahrtsstraße genutzt wird?“, fragte Steffen Müller – schließlich müsse man sonst „durch halb Korntal“ fahren, wenn man in die Richtung wolle. „Wir denken über Lösungen nach“, sagte der Bürgermeister – etwa in Form von Kontrollen, Pollern oder einer Öffnung des Weges. Wolf wies jedoch auch auf die damit verbundenen Nachteile hin.

Kritisch hinterfragten die Jugendräte auch die Zufahrten aus dem Ort ins Neubaugebiet – über die Neuhalden- und Uhlandstraße. In Ausnahmefällen kann auch die Landhausstraße genutzt werden, etwa für Rettungskräfte. Eigentlich will die Stadt dort keinen größeren Verkehr – auch, um die Wohnlage ruhig zu halten.

Bei der Frage, wie die Jugendlichen am Projekt beteiligt werden könnten, sprachen sich die Jugendräte für eher informelle Möglichkeiten aus. So sind für sie etwa Infostände bei Festen – etwa auf dem Hobafäschd – denkbar. Von der Verwaltung kam der Vorschlag, auch einen Workshop während des Unterrichts zu machen – zum Beispiel für die Klassen sechs und acht. Das soll nun bis zu den Sommerferien in Angriff genommen werden. Der Bürgermeister wies auf die Bedeutung des Neubaugebiets für Jugendliche hin: „Das ist eure Zukunft. Ihr werdet da vielleicht mal wohnen.“

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Hausaufgaben werden immer öfter digital erledigt

Information in Büchern nachschlagen und fein säuberlich mit dem Füller niederschreiben – das ist fast vorbei. Bei ihren Hausaufgaben nutzen Schüler verstärkt das Internet. Computer und Smartphones dienen also nicht nur der Ablenkung, sondern sind wesentliche Lernmittel.

Jugendliche machen an Wochentagen im Schnitt eineinhalb Stunden Hausaufgaben – das gaben sie zumindest bei einer Befragung an. Knapp die Hälfte der Zeit arbeiten die 12- bis 19-Jährigen dabei am Computer oder im Internet. Die „digitale Hausaufgabenzeit“ nimmt mit dem Alter der Jugendlichen zu: Bei den 12- bis 13-Jährigen beträgt sie etwa eine halbe Stunde, bei den volljährigen Schülern eine Dreiviertelstunde. 

Dies geht aus der JIM-Studie 2016 hervor, deren Ergebnisse der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest veröffentlichte. 

Handy-Einsatz im Unterricht ist wenig verbreitet 

Demnach ist für die Hälfte der Jugendlichen das Handy oder Smartphone sehr wichtig für die Schulorganisation, beispielsweise um mitzubekommen, dass Stunden ausfallen oder zur Recherche bei den Hausaufgaben. In die Schule dürfen zwar fast alle Befragten das Handy mitnehmen. Zwei Fünftel dürfen es dort aber prinzipiell nicht benutzen, ein Drittel nur in den Pausen. Jedoch darf es jeder Fünfte gezielt im Unterricht einsetzen. Je älter die Schüler sind, desto häufiger ist das Handy im Unterricht erlaubt.

WLAN gibt es nach Angaben der Schüler zwar an 41 Prozent der Schulen. In den weitaus meisten Fällen haben sie dazu aber keinen Zugang, es sei denn, sie brauchen es für Recherchezwecke.

So nutzen Jugendliche die Medien

Die Studienreihe JIM (Jugend, Information, Multimedia) wird vom Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest seit 1998 jährlich in Zusammenarbeit mit dem Südwestrundfunk erstellt. Die repräsentative Studie will das Medienverhalten der Jugendlichen in Deutschland abbilden. Dafür wurden im Frühsommer telefonisch 1200 Jugendliche befragt. Ein Schwerpunkt liegt in diesem Jahr auch auf der Nutzung von Videos und Musik.

Am meisten tauschen sich Mädchen und Jungen über WhatsApp aus. Auf Platz zwei der Kommunikationsanwendungen steht Instagram (51 Prozent), vor Snapchat mit 45 Prozent und Facebook (43 Prozent). Hier lesen Sie weitere .

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„Horrorszenarien unbegründet“: Social Media führt nicht zu schlechten Noten


Wenn Tochter und Sohn dauernd bei Facebook & Co. aktiv sind, bringen sie schlechtere Noten nach Hause – das zumindest befürchten viele Eltern. Doch Forscher stellen fest: Es kommt darauf an, wie die sozialen Medien genutzt werden. Sie können Noten auch verbessern.

Forscher sehen nach einer aktuellen Analyse keinen alarmierenden Zusammenhang zwischen der Nutzung sozialer Netzwerke und dem Lernerfolg von Kindern und Jugendlichen. „Horrorszenarien über die mutmaßlich fatalen Auswirkungen von sozialen Netzwerken auf schulische Leistungen sind unbegründet“, lautet das Fazit von Markus Appel von der Universität Würzburg. Der Kommunikationswissenschaftler hat mit Kollegen aus Bamberg und Würzburg die Ergebnisse von 59 Publikationen zum Zusammenhang zwischen Social-Media-Nutzung und Schulleistungen ausgewertet. Richtig genutzt könnten soziale Netzwerke die Schulnoten sogar leicht verbessern, berichten die Forscher in der Fachzeitschrift „Educational Psychology Review“.

Der Abgleich zeigte: Nutzen Schüler Social Media, um sich über schulbezogene Themen wie Hausaufgaben auszutauschen, schreiben sie im Mittel leicht bessere Noten. Von Multitasking – also Lernen oder Hausaufgaben machen und dabei soziale Medien nutzen – ist jungen Leuten dagegen abzuraten: Es verschlechtert die Leistung leicht.

Auch die Intensität der Nutzung hat Einfluss auf die Schulleistungen. Schüler, die sehr oft bei Facebook, Snapchat, Instagram und Co unterwegs sind, schreiben geringfügig schlechtere Noten. Ein spannender Aspekt der Würzburger Studie ist, dass junge Leute trotz intensiver Handyzeit offenbar nicht weniger lernen. „Es gibt keinen Beleg für die plausible Annahme, dass Social-Media-Zeit zu Lasten des Lernens geht“, sagte Appel. Der Auswertung zufolge verwenden Schüler, die besonders intensiv Social Media nutzen, nicht weniger Zeit aufs Lernen. Möglicherweise nutzten die Jugendlichen dafür die Phasen, die die Generation vor ihr vorm Fernseher verbracht habe. Damit hätte die Jugend von heute sogar einen kleinen Vorteil, so Appel. „Über den Fernseher konnte man sich nicht über Schulaufgaben austauschen“.

Mal positive, mal negative, mal keine Auswirkungen

In die Auswertung waren die Daten von fast 30.000 jungen Leuten zwischen 13 und 22 Jahren eingeflossen. Einzeln betrachtet zeigten viele der einbezogenen Studien widersprüchliche Ergebnisse, sagte Co-Autorin Caroline Marker. Die einen fänden positive, die anderen negative und manche gar keine Auswirkungen. Statistisch zusammengeführt ergäben die Antworten der Schüler zur Nutzung sozialer Medien und die Auswertung ihrer Noten ein klareres Bild. „Es ist nicht so schlimm wie manchmal behauptet wird“, so Appels Fazit. Die Nutzung von Social Media sei für die junge Generation weder prinzipiell sehr gut noch generell sehr schlecht. „Es kommt eben darauf an, was man mit Social Media macht.“ Noch unklar ist den Forschern zufolge, ob schlechtere Schüler eher zu umfassender Social-Media-Nutzung neigen oder ob es die intensive Beschäftigung mit solchen Netzwerken ist, die zu leicht schlechteren Leistungen führt.

Mit einer anderen Auswirkung von viel Zeit am Smartphone oder Laptop hatte sich kürzlich eine US-Studie beschäftigt: Immer mehr Zeit online zu verbringen heißt demnach nicht zwingend, sich immer besser zu fühlen. Am glücklichsten sind die Teens, die nur knapp eine Stunde täglich online sind, ergab die im Fachmagazin „Emotion“ vorgestellte Analyse der San Diego State University. Für die, die länger als eine Stunde pro Tag am Bildschirm kleben, sinken die Zufriedenheitswerte – ebenso bei denen, die gar keine Digitalmedien nutzen (dürfen). Auch diese Studie stellte allerdings keinen kausalen Zusammenhang her, sondern zeigte nur eine Korrelation – es bleibt also unklar, ob die Zufriedenheit wirklich an die Medien-Nutzung gekoppelt ist oder an andere, damit verbundene Faktoren.



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Tolerant und pragmatisch – so ticken 14- bis 17-Jährige

Sinus-Studie zu JugendlichenTolerant und pragmatisch – so ticken 14- bis 17-Jährige

Wovon träumen 14- bis 17-Jährige heute? Was macht ihnen Angst und welche Werte gelten für sie? Die Sinus-Jugendstudie gibt Antworten. (Symbolfoto) Foto: dpa

Berlin – Rebellion war vorgestern: Teenager in Deutschland suchen der neuen Sinus-Jugendstudie zufolge den engen Schulterschluss mit der Elterngeneration. Für soziale Absicherung nähmen Teenager eine noch größere Nähe zur Welt der Erwachsenen in Kauf als die „Generation Golf“ vor ihnen, interpretiert Jugendforscher Klaus Hurrelmann das Ergebnis. „Das geht schon in Richtung Überanpassung.“

Hurrelmann schrieb das Vorwort zu der Untersuchung, die Sozialwissenschaftler am Dienstag in Berlin vorstellten. Überrascht hat die Forscher die Toleranz der jungen Generation – von Zuwanderung bis Religion. „Die Akzeptanz von Vielfalt nimmt zu“, folgert Studienautor Marc Calmbach.

Forscher werten den ungewöhnlichen Kuschelkurs der Jugendlichen, den es so seit der Nachkriegszeit nicht mehr gab, nicht als Bequemlichkeit. Sie deuten die spürbare Sehnsucht nach Halt und Geborgenheit vielmehr als eine Reaktion auf Wirtschaftskrisen, Terrorgefahr und eine unübersichtlichere, globalisierte Welt.

Überrascht hat die Wissenschaftler der ausgeprägte Mainstream in der jungen Generation. Viele Teenager, mit und ohne Migrationserfahrung, wollen sein „wie alle“. Auffällige Szene- und Subkulturen sind verschwunden. „Die“ Jugend gibt es dennoch nicht: Es bleiben Gruppierungen von Konservativen über Ökos und Spaßfraktion bis hin zu Frustrierten, die sich abgehängt fühlen.

Die Sinus-Studie untersucht seit 2008 alle vier Jahre, wie die 14- bis 17-Jährigen in Deutschland „ticken“. Dazu führen Jugendforscher lange Interviews mit 72 Jugendlichen zu ausgewählten Themen, dieses Mal auch zu Flucht und Asyl.

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Mobbing: Auch Minderjährige können belangt werden

Seitdem Hänseleien gegen Kinder und Jugendliche größtenteils per Smartphone & Co. im virtuellen Raum stattfinden, hat Mobbing eine gefährliche, unkontrollierbare Qualität bekommen. Doch die Opfer solcher Hasstiraden und Attacken können sich rechtlich zur Wehr setzen – sogar gegen Täter, die noch strafunmündig sind.

Beleidigt, erniedrigt und verhöhnt: Wenn Kinder und Teenager von Gleichaltrigen als Opfer oder Loser beschimpft werden, weil sie Außenseiter sind oder sich nicht wehren können, war das schon immer ein grausames Spiel und ein emotionaler Spießrutenlauf für die Betroffenen.

Hetze mit maximaler Öffentlichkeitswirkung

Heue kommt hinzu, dass sich die Schmähungen unkontrolliert verbreiten und jahrelang im Netz verbleiben – jederzeit griffbereit.

Wie viele Teenager vom Cybermobbing betroffen sind, fand 2014 die JIM-Studie heraus. Danach gab fast jeder fünfte befragte Jugendliche zwischen zwölf und 19 Jahren an, dass über ihn schon Falsches oder Beleidigendes im Netz verbreitet wurde.

Durch Mobbing in den Tod getrieben

Für gemobbte Kids sind solche Erfahrungen nicht selten traumatisch – vor allem wenn die quälenden Attacken über viele Monate andauern. Sie sind fundamental verunsichert, ziehen sich zurück, geraten in Isolation, vertrauen sich niemandem mehr an und ihre Leistungen in der Schule lassen nach. Bei manchen Jugendlichen ist die Verzweiflung schließlich so erdrückend, dass sie nicht mehr leben wollen.

So erlangte beispielsweise der Suizid der 15-jährigen Kanadierin Amanda Todd traurige Berühmtheit – vorher veröffentlichte sie noch einen Hilferuf auf Youtube – nachdem sie wegen eines im Netz verbreiteten Nacktfotos systematisch niedergemacht wurde. Und der 13-jährige Joël aus Österreich warf sich vor einen Zug, nachdem er wochenlang von einem anonymen Absender bösartige E-Mails erhielt, die ihn als schwul beschimpften.

Täter, die diese Art Psychoterror betreiben, bedenken meist nicht die Tragweite ihres Tuns. Sie agieren in vermeintlich sicherer Deckung und schwimmen unter Umständen in einer großen Masse mit – als einer unter vielen Akteuren. Unrechtsbewusstsein, Einfühlungsvermögen und Mitleid für das gepeinigte Opfer sucht man dann vergebens.

Mobbing mit strafrechtlichen und zivilrechtlichen Mitteln bekämpfen

Grundsätzlich gilt: Virtuelle Verunglimpfungen, Beschimpfungen und Bedrohungen aber genauso auch Mobbing auf dem Schulhof sind keine Kavaliersdelikte. Sie können sowohl strafrechtlich – das betrifft dann Täter über 14 Jahren – aber auch zivilrechtlich verfolgt werden.

Es gehe dabei um nicht weniger als um die Menschenrechte der Betroffenen, so die Mainzer Anwälte für Urheber- und Medienrecht Karsten Gulden und Tobias Röttger. Auf ihrer Webseite heißt es: „Beleidigungen, üble Nachreden und Verleumdungen sind Straftaten, die nicht hingenommen werden müssen.“

Die Chancen, hier juristisch etwas auszurichten, sind vor allem dann groß, wenn der Täter bekannt und seine Machenschaften nachweisbar sind. Das trifft auf viele Fälle zu. Über 50 Prozent der von Mobbing betroffenen Kinder und Jugendlichen – so das Ergebnis einer repräsentativen Forsa-Umfrage – kennen ihre Peiniger.

Auch Täter unter 14 Jahren können zur Verantwortung gezogen werden

Sogar wenn die Urheber der Hetze – ob auf dem Schulhof oder im Netz – noch sehr jung sind, kann man sie juristisch in die Schranken weisen. Es sei ein verbreiteter Irrglaube, dass man gegen Minderjährige nichts machen könne, erklären die Mainzer Rechtsexperten: „Richtig ist, dass Schüler erst ab 14 Jahren strafmündig werden. Das bedeutet, dass der 13-jährige Mobber in strafrechtlicher Hinsicht ungeschoren davon kommt, wenn man ihn bei der Polizei anzeigen würde. In zivilrechtlicher Hinsicht kann dies jedoch anders aussehen!“

Bevor betroffene Familien die Initiative ergreifen, sollten die Eltern, wenn es sich um Vorfälle mit Mitschülern handelt, zunächst entweder die Lehrer, die Schulleitung und die Eltern des Täters auffordern, das Mobbing beziehungsweise Cyber-Mobbing zu unterbinden, so die Empfehlung der Juristen.

Mit Abmahnungen gegen Mobbing vorgehen

Wenn diese Maßnahme ins Leere läuft, besteht die Möglichkeit, den Täter mit fachanwaltlicher Unterstützung kostenpflichtig wegen Mobbing abzumahnen und ihn so zur Rechenschaft zu ziehen. Denn eine zivilrechtliche Haftung kann schon ab dem siebten Lebensjahr beginnen.

Dabei muss den Erziehungsberechtigten der Gegenseite im Vorfeld das Fehlverhalten ihres Kindes ausführlich erläutert werden. „Im nächsten Schritt werden die Eltern dann aufgefordert, für ihren Sohn oder die Tochter zu erklären, dass kein Mobbing mehr betrieben wird. Zudem müssen sie die vertragliche Zusicherung geben, dass sie im Falle eines weiteren Mobbings durch ihren Nachwuchs eine sogenannte Vertragsstrafe zahlen werden“, heißt es dazu bei der Fachanwaltskanzlei Gulden Röttger.

Die Eltern des Mobbers müssen zahlen

Zwischen 2500 und 5000 Euro zuzüglich der Anwaltskosten können schließlich anfallen, wenn gegen diese Abmachung verstoßen wird. Zahlungspflichtig sind dann zumeist die Eltern des Mobbers, weil sie gegen ihre Erziehungspflichten verstoßen haben. Zudem besteht auch die Möglichkeit, Ansprüche auf Unterlassung per Gericht durchzusetzen.

Medienerziehung in den Schulen kann vorbeugen

Fachleute sind überzeugt, dass bereits das Wissen um mögliche rechtliche Folgen so großen Eindruck auf Heranwachsende machen könnte, dass sie schnell verinnerlichten, Beschimpfungen und Hetzerei gegen Dritte nicht mehr als harmloses Spiel anzusehen. Das betrifft besonders den Umgang miteinander im virtuellen Kosmos.

Die Schule könnte hierbei eine wichtige Rolle spielen, indem sie beispielsweise schon bei Zehnjährigen beginnt, Medienerziehung als regelmäßige Unterrichtseinheit einzuführen. Den Kindern wird so frühzeitig vermittelt, welche rechtlichen und moralischen Grenzen bestehen, wenn man sich über andere öffentlich äußert und welche Möglichkeiten es gibt, sich bei Regelverstößen zur Wehr zu setzen.

Nicht wegschauen

Wird der Rahmen jedoch nicht respektiert und die Persönlichkeitsrechte Dritter durch minderjährige Mobber massiv verletzt, rät die Kanzlei Gulden Röttger betroffenen Eltern ebenso wie verantwortlichen Lehrern auf keinen Fall wegzuschauen, sondern zu handeln – mit allen Konsequenzen. „Rechtliche Schritte gegen die Täter sollten nicht gescheut werden, noch darf das Thema tabuisiert oder bagatellisiert werden. Schülermobbing ist letztendlich die Folge von mangelndem Verantwortungsgefühl für den Mitmenschen.“

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„Sehr heterogene Gruppe“: Beratungsstelle erwartet IS-Rückkehrer


Sie beraten Familien, in denen sich Jugendliche radikalen Islamisten anschließen wollen oder dies schon getan haben. Nun bereiten sich die Experten des Deradikalisierungs-Netzwerks darauf vor, dass mehr Kämpfer aus Syrien und dem Irak nach Deutschland zurückkehren.

Islamismus-Experten bereiten sich nach den immensen Gebietsverlusten der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) auf eine zunehmende Rückkehr von IS-Kämpfern sowie deren Frauen und Kindern aus bisherigen Kampfgebieten in Syrien und im Irak vor. „Dieses Thema wird 2018 vermehrt auf die Sicherheitsbehörden, aber auch auf das Beratungsnetzwerk zukommen“, sagte der Leiter der Beratungsstelle Radikalisierung beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF), Florian Endres.

Florian Endres von der Beratungsstelle Radikalisierung in Nürnberg.

„Wir versuchen derzeit, dafür bestehende Strukturen weiter auszubauen“, so Endres. Die unterschiedlichen Behörden müssten bei diesem Thema eng zusammenarbeiten. Mit Blick auf die Kinder müssten vor allem die Jugendämter eingebunden und unterstützt werden, sagte Endres. „Wir müssen zur Bearbeitung dieser Fälle möglichst breit aufgestellt sein.“ Erst kürzlich war das Kind einer im Irak inhaftierten deutschen mutmaßlichen IS-Anhängerin nach Deutschland gebracht worden.

Die Bundesregierung vermutete zuletzt, dass mehr als 100 Kinder von ausgereisten IS-Anhängern in die Heimat zurückkehren könnten. Mit dem Thema Rückkehr befassen sich die Deradikalisierungs-Berater laut Endres schon seit längerem. „Seit 2014/2015 gibt es hier erste Erfahrungen mit einzelnen Rückkehrern.“ Bei diesen ehemaligen Kämpfern seien die Familienangehörigen meist schon zum Zeitpunkt der Ausreise in Kampfgebiete betreut worden. „Man hat sich also seit längerem auf die Rückkehr vorbereitet.“

Rückkehrer sind eine „sehr heterogene Gruppe“

Die Berater helfen Familien, in denen junge Leute in die salafistische Szene abdriften. Der Salafismus ist eine besonders konservative Ausprägung des Islam und gilt als ein wesentlicher Nährboden für Terrorismus. Am häufigsten rufen verzweifelte Mütter bei der Hotline an, danach kommen Lehrer und Behördenmitarbeiter. Etwa 950 Islamisten aus Deutschland sind über die Jahre in Richtung Syrien und Irak ausgereist, um sich dort der Terrorgruppe Islamischer Staat anzuschließen. Mindestens 145 von ihnen sind tot, ein Drittel ist wieder nach Deutschland zurückgekehrt. Doch nur ein eher kleiner Teil von ihnen befinde sich in Deradikalisierungs-Programmen, sagte Endres.

Die Rückkehrer seien eine „sehr heterogene Gruppe hinsichtlich der Alterszusammensetzung, der Motivation der Rückkehr und der Erfahrungen in den Kampfgebieten“, sagte Endres. Für jeden Einzelfall sei daher eine eigene Herangehensweise nötig. „Nicht jeder von ihnen ist ausstiegswillig oder geläutert.“ Eine enge Abstimmung mit den Sicherheitsbehörden sei nötig „und die findet auch statt“. Endres räumte zugleich ein, dass die Beratungsstellen vermutlich nicht jeden Rückkehrer deradikalisieren oder zum Ausstieg bringen könnten.



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Die Jugend will hoch hinaus

„Beweg dich!“ auf dem MarienplatzDie Jugend will hoch hinaus

Der Kletterturm ist bei den Kindern  besonders beliebt.Im Zirkuszelt können die Kinder ihr Gleichgewicht testen. Foto: Sandra Hintermayr

S-Süd – Edison hat es fast geschafft. Geschickt hangelt er sich an den kleinen Griffen und Tritten bis ganz nach oben. Oben, das ist bei dem mobilen Kletterturm eine Höhe von fast acht Metern. Mit einem breiten Grinsen im Gesicht lässt sich der Elfjährige anschließend wieder abseilen. „Das hat Spaß gemacht“, sagt Edison, der bereits zum zweiten Mal an diesem Samstag auf den Turm geklettert ist. Angst habe er nicht gehabt, sagt er und schüttelt energisch den Kopf.

Seinem Freund Emi hingegen ist der Kletterturm nicht ganz so geheuer. Er ist froh, wieder unten zu sein. „Aber der Pumptrack ist cool“, sagt der Neunjährige und meint einen aufgestellten Rundkurs, auf dem die Kinder und Jugendlichen mit BMX-Rädern und Rollern über Hügel und durch enge Kurven fahren können.

Hier tobt sich auch der 14-jährige Julian aus. „Die Aktion auf dem Marienplatz finde ich ziemlich gut“, sagt er, nachdem er das Fahrrad wieder am Verleihstand abgegeben hat. Auf Einladung eines Freundes sei der Esslinger gekommen, um die verschiedenen Stationen auszuprobieren, sagt Julian. Die kleine Olivia sucht sich erst einmal einen Sitzplatz, nachdem sie die Pedalo-Fahrgeräte ausprobiert und ein Eis gegessen hat. Die Vierjährige ist mit ihrer Mutter Sandra Rottler gekommen. „Wir wollten schauen, was es hier gibt, die verschiedenen Stationen ausprobieren“, sagt die junge Mutter. „Es ist toll, dass die Kinder sich hier an der frischen Luft bewegen können“, findet Rottler.

Kinder können Dinge ausprobieren, die es nicht überall gibt

Genau das ist das Ziel der Stuttgarter Jugendhaus Gesellschaft (Stjg), die die Aktion mit dem Namen „Beweg dich!“ organisiert. „Im Wohngebiet rund um den Marienplatz sind die Möglichkeiten begrenzt, sich draußen sportlich zu betätigen“, sagt Fred Kalinowski von der Stjg. „Wir wollen etwas bieten, das sowohl Kinder als auch Jugendliche anspricht.“ Die Bewegungsbaustelle, die die Balance schulen soll, ist für die kleinsten Besucher gedacht. Sie können sich außerdem im Zirkuszelt schminken lassen, Jonglieren und Pedalo fahren. Fußballfeld und Trampolin sind bei Kindern jeden Alters beliebt. Die Mädchen sind vor allem an den Tanzvorführungen und -Workshops interessiert. Neu in diesem Jahr sind der Pumptrack und der Kletterturm, wo sich vermehrt die älteren Kinder und Jugendlichen versammeln. Der Andrang an beiden Stationen ist groß. Kreativ- und Bastelangebote sowie Essens- und Getränkestände runden das Angebot ab. „Die Mischung hat sich bewährt“, sagt Kalinowski. Die Aktion ist für die Besucher kostenlos. Sie dürfen alles ausprobieren, was sie wollen und so oft sie wollen. „Die Kinder lernen mal etwas Neues kennen“, sagt der Organisator. „Es ist ein gutes Gefühl, wenn sie draußen aktiv sind.“

Das sonnig-warme Wetter kommt dem Veranstalter am Samstag zugute. Bereits am frühen Nachmittag zeigt sich Sieghard Kelle, der Geschäftsführer der Stuttgarter Jugendhaus Gesellschaft, mit den Besucherzahlen zufrieden. „Es ist einfach wunderbar zu sehen, wie die Kinder und Jugendlichen den Platz in Beschlag nehmen“, sagt Kelle. „Der Marienplatz ist ideal für so ein Bewegungsangebot. Er liegt mitten im Stadtbezirk und die Mischung von Bühne, Ständen und Stationen passt wirklich gut hierher“, so Kelle.

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