Kategorie -Jugendliche

Wie lange dürfen Jugendliche abends ausgehen?

Sobald das Teenager-Alter erreicht ist, wollen Jugendliche auch häufiger mit Freunden ausgehen. Die Frage, wie lange sie wegbleiben dürfen, sorgt dabei immer wieder für jede Menge Zündstoff. Trotz klarer gesetzlicher Regelungen sollten Jugendliche und ihre Eltern auch gemeinsame Regeln absprechen, an die sich die Kinder dann halten.

Disco: Wie lange dürfen Jugendliche feiern?

Das Jugendschutzgesetz (JuSchG) erlaubt den Discobesuch unter 15 Jahren nur in Begleitung eines Erziehungsberechtigten. Ab 16 Jahren dürfen Jugendliche allein mit ihren Freunden in die Disco gehen – um 24 Uhr ist jedoch Schluss. Ab der Volljährigkeit mit 18 Jahren gelten dann keine Beschränkungen mehr. (Jugendschutz: Was Jugendliche dürfen – und was nicht)

Ausnahmen bei Kirche und Vereinen

Diese Regelungen gelten auch für andere Arten von öffentlichen Tanzveranstaltungen – es sei denn, diese werden von einem Träger der Jugendarbeit, etwa einer Kirche oder einem Verein, veranstaltet: Dort dürfen sich dann auch Jugendliche von 14 bis 16 Jahren bis 24 Uhr aufhalten, Kinder bis 14 Jahre jedoch nur bis 22 Uhr.

Dürfen Jugendliche alleine auf Konzerte gehen?

Konzerte gelten rechtlich nicht als Tanzveranstaltungen. Mit Erlaubnis der Eltern dürfen Jugendliche diese frei besuchen und können selbst mit den Eltern absprechen, wie lange sie ausgehen. Der Veranstalter oder eine zuständige Behörde kann jedoch für einzelne Konzerte einschränkende Regelungen aussprechen, wenn die Inhalte beispielsweise nicht jugendgerecht sind. (Ausgehzeiten – Ohne Konflikte geht es nicht)

eltern.t-online.de: Gefährliche K.o.-Tropfen – 13 Sicherheitsregeln für Jugendliche

Ausgehen: Kino und Gaststätten

Bei Kinobesuchen regelt das Jugendschutzgesetz: Kinder unter 14 Jahren dürfen nur Filmvorführungen besuchen, die um 20 Uhr zu Ende sind. Unter 16 Jahren gilt, dass der Film um 22 Uhr zu Ende sein muss. Kinobesuche für 16- bis 17-Jährige müssen spätestens um 24 Uhr enden.

In Gaststätten dürfen sich unter 16-Jährige nur in Begleitung der Eltern oder eines Betreuers aufhalten. Wenn sie dort zwischen 5 und 23 Uhr etwas trinken oder essen, dürfen sie die Gaststätte jedoch auch alleine besuchen. 16- bis 17-Jährige dürfen sich zwischen 5 und 24 Uhr in Gaststätten aufhalten, ohne dass die Eltern die begleiten. Zwischen 0 und 5 Uhr dürfen sie jedoch keine Gaststätten besuchen.

Keine gesetzliche Regelung gibt es übrigens in der Frage, wie lange Jugendliche sich abends oder nachts auf der Straße aufhalten dürfen. Hier sind die Eltern gefragt und müssen klare Regeln aussprechen. (Ab welchem Alter sind Lippenstift und Lidstrich ok?)

eltern.t-online.de: Jugendwort 2013: Nachfolger von „YOLO“ gesucht

Ausgehen braucht klare Regeln

Neben der gesetzlichen Regelung sollte es zwischen Eltern und Jugendlichen klare und verbindliche Absprachen geben, was das Ausgehen betrifft. Diese sollten nicht nur beinhalten, wie lange der Jugendliche weg bleiben darf, sondern auch, wo er hingeht und wie vor allem am späten Abend das Heimkommen organisiert wird.

Ausgangsregelung möglichst konfliktfrei lösen

Je nach persönlicher Situation könnten Eltern anbieten, den Teenie zu einer bestimmten Uhrzeit abzuholen. So kommt der Teenager nicht auf die Idee, per Anhalter zu fahren. Für den Notfall sollte der Heranwachsende ein Handy dabei haben. Auch was den Alkoholkonsum anbelangt, sollte ein aufklärendes und hinweisendes Gespräch vorher nicht fehlen. (Ab wann darf mein Kind Alkohol trinken?)

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Was tun, wenn das Kind Liebeskummer hat?

Früher oder später leidet so gut wie jeder Jugendliche unter Liebeskummer. Genauso ratlos wie sie selbst fühlen sich die meisten Eltern. Was dabei hilft, den Trennungsschmerz zu verarbeiten und positiv in neue Beziehungen zu starten, lesen Sie hier.

Hilfe gegen Liebeskummer von Jugendlichen

Eltern sollten dem eigenen Kind ausreichend Möglichkeit geben, sich den Frust von der Seele zu reden. Regen Sie Ihr Kind an, darüber nachzudenken, was schief gelaufen ist und was an der Zeit mit dem Verflossenen besonders schön war. Das Reflektieren einer Beziehung hat einen positiven Effekt auf zukünftige Partnerschaften. (Erste Liebe: Akzeptieren Sie den ersten Freund bzw. die erste Freundin)

Versuchen Sie, die starken Gefühle aus der Perspektive Ihres Kindes zu begreifen. Fällt es Ihnen schwer, sich in diese Situation hineinzuversetzen, erinnern Sie sich daran, wie sich Ihr letzter Liebeskummer angefühlt hat. Was hat damals geholfen? Was war kontraproduktiv? Jugendliche wünschen sich nach einer Trennung Ehrlichkeit und Offenheit. Dazu gehört manchmal auch, zuzugeben, wie hoffnungslos eine Situation zunächst erscheint. 

Was Eltern vermeiden sollten

Floskeln als Reaktion auf Trauer, Schmerz, Wut und Verzweiflung helfen selten und sollten daher von Eltern vermieden werden. Zu tief sitzt der Schmerz über die gebrochene Beziehung. Phrasen und Sprichwörter treffen selten den Kern einer Sache und signalisieren Desinteresse.

Wurde Ihr Kind emotional verletzt, lindern abfällige Bemerkungen über den Ex den Liebeskummer genauso wenig wie der Versuch, Gleiches mit Gleichem zu vergelten. Familien- und Kommunikationsberater Jan-Uwe Rogge vom Fachportal „elternwissen.de“ rät: „Schützen Sie Ihr Kind vor ‚kopflosen‘ Handlungen“. Versuchen Jugendliche, gegen die gesetzten Grenzen zu rebellieren, befinden sie sich noch in der Phase, in der Wut gegenüber Trauer dominiert.

Eine Lösungsmöglichkeit: Versuchen Sie, den Ärger durch gemeinsame Aktivitäten wie Sport, Shoppen oder einem Wellnessprogramm zu überwinden. Dabei setzt der Körper Glückshormone frei. 

eltern.t-online.de: Himmelhoch jauchzend – zu Tode betrübt: 10 Tipps gegen Liebeskummer

Mitfühlen, aber nicht mitleiden

Mitleid hilft nicht gegen Liebeskummer. Im Gegenteil: Es signalisiert Verzweiflung und Ausweglosigkeit. Zeigen Sie stattdessen ehrliches Mitgefühl, Akzeptanz und Gesprächsbereitschaft. Geben Sie Ihrem Kind den Halt, der ihm verloren gegangen ist. (Extremes Verhalten in der Pubertät: Normal oder Grund zur Sorge?)

Weil die Hirnareale, die für Motivation und Antrieb zuständig sind, nach einer Trennung insbesondere bei Frauen häufig brachliegen, wie Forscher der Universität Tübingen laut „Focus Online“ herausgefunden haben, geraten häufig auch Schlaf- und Essgewohnheiten aus dem Gleichgewicht. Helfen Sie Ihrem Kind, einen normalen Lebensrhythmus zurückzugewinnen. (So erkennen Sie eine Essstörung bei Jugendlichen)

Das bedeutet: Die Schule oder Freizeitangebote vor Kummer ausfallen zu lassen, ist keine Lösung.

Ruhe und Zeit

Wenn Jugendliche nicht über den Liebeskummer sprechen wollen, müssen sie auch nicht. Hilfe anzubieten ist in Ordnung, sie aufzudrängen, jedoch nicht. Wer Liebeskummer hat, muss sich zunächst mit der neuen Situation zurechtzufinden – das braucht Ruhe und Zeit. Sie sollten Ihr Kind nicht zu Nichts drängen.

Völlig normal ist, dass Teenager Beistand und Unterstützung bei Gleichaltrigen suchen. Eltern sind keine geschulten Therapeuten oder Psychologen und sollten sich auch nicht so verhalten.

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Das erste Mal: So bereiten Sie Ihr Kind darauf vor

Das erste Mal ist aufregend, schwierig und mit vielen Fragen verbunden. Eltern fehlt es leider häufig an Souveränität, mit der Sexualität Ihrer Kinder umzugehen. Wichtig: Sie sollten dieses Thema auf keinen Fall tabuisieren.

Der richtige Zeitpunkt für das erste Mal

Per se gibt kein ‚richtiges Alter‘ für den ersten Geschlechtsverkehr. Selbst die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) will sich auf keine Altersempfehlung festlegen. Im Schnitt erleben Mädchen das erste Mal früher als Jungen. Die Langzeituntersuchung der BZgA zum Thema Jugendsexualität zeigt: Der Einstieg ins Sexualleben erfolgt bei beiden Geschlechtern heute früher als zu Beginn der 1980er-Jahre. Doch seit der Jahrtausendwende verlangsamt sich diese Entwicklung. Im Jahr 2010 gab ein Drittel der befragten 14- bis 17-Jährigen an, noch keinen Sex gehabt zu haben.

Marita Völker-Albert, Pressesprecherin der BZgA, erkennt darin einen Trend unter Teenagern, sich mehr Zeit bei der Entwicklung der eigenen Sexualität zu lassen, erklärt sie in einem Interview mit dem Portal „frauenzimmer.de“. „Sie werden wieder älter. Und das Gros der Jugendlichen sagt: Wir haben nur Sexualverkehr, wenn wir in einer festen Beziehung sind“, so Völker-Albert.

Sexualität von Jugendlichen: Die Rolle der Eltern

Beruhigend für viele Eltern: Die Zahl der Teenagerschwangerschaften geht stetig zurück. Dennoch erleben laut der BZgA-Studie etwa acht Prozent der Jugendlichen das erste Mal ungeschützt. Um Schwangerschaften und Geschlechtskrankheiten zu vermeiden, sollten Eltern Ihre Kinder frühzeitig auf mögliche Konsequenzen ihrer Sexualität hinweisen und verschiedene Szenarien durchspielen.

eltern.t-online.de: Teenagerschwangerschaft: Schwanger und doch selbst noch ein Kind

Die Expertin dazu: „Beginnen Sie von sich aus ein Gespräch, wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihr Kind demnächst sexuell aktiv sein wird und nicht erst dann, wenn Ihr Kind Sie über sein erstes Mal in Kenntnis setzt.“ Wird Aufklärung in den Alltag eingebunden, kann die Hemmschwelle beim Thema Sexualität abgebaut werden. Beantworten Sie neugierige Fragen Ihres Kindes geduldig und ohne moralischen Zeigefinger. (Wenn die Kinder erste sexuelle Erfahrungen machen: Tipps für Eltern)

Wie Eltern Ihr Kind auf das erste Mal vorbereiten

Ab einem bestimmten Alter suchen viele Teenager eher den Rat von Gleichaltrigen. Wenn sich Kinder mit Fragen zur Sexualität aber an die Eltern wenden, gilt: Zeigen Sie unbedingt Offenheit und Verständnis. Mütter sollten ihre Tochter zu einem Frauenarztbesuch animieren und sie bei Bedarf begleiten. (Der erste Besuch beim Frauenarzt ist aufregend)

Hören Sie Ihrem Kind aufmerksam zu: Kennt es sich bereits gut aus, brauchen Sie nicht mit Bienchen und Blümchen anzufangen. Bereiten Sie sich auf diesen Moment vor. Antworten Sie möglichst natürlich und locker und vermeiden Sie Babysprache. Besser ist es, die Dinge beim Namen zu nennen, und sie direkt und präzise anzusprechen.

Rufen Sie sich Ihre eigene Pubertät in Erinnerung: Was hätten Sie sich damals gewünscht, als Ihnen das erste Mal noch bevorstand? Betonen Sie, dass Sexualität bedeutet, sich und einen anderen Menschen zu lieben. Sie sollten Ihrem Kind erklären, dass es nicht schlimm ist, wenn beim ersten Mal nicht gleich alles perfekt klappt. Viel wichtiger ist, dass sich beide Partner miteinander wohlfühlen. (Petting: Wissenswertes zur Sexualpraktik)

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Diabetes: Wechsel in Erwachsenenmedizin gut planen

Oft vernachlässigen junge Diabetiker beim Übergang zum Erwachsenenalter die regelmäßige Kontrolle ihrer Zuckerwerte. Das kann jedoch langfristig schwere gesundheitliche Folgen haben.

Rechtzeitig mit dem Arzt planen

Jugendliche mit Diabetes sollten rechtzeitig vor der Volljährigkeit mit ihrem Jugendarzt den Wechsel zu einem Facharzt für Erwachsene planen. „Spätestens mit 17 Jahren sollte der Übergang – die sogenannte Transition – Thema beim Praxisbesuch sein“, rät Uwe Büsching, Sprecher des Ausschusses Jugendmedizin vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) in Köln. „Die letzte Jugendvorsorge J2 zwischen 16 und 17 Jahren bietet sich dafür an.“

In diesem Alter müssen Heranwachsende viele Herausforderungen bewältigen. Dabei können sie ihre Gesundheit leicht aus den Augen verlieren: Sie vergessen womöglich, dass in der Erwachsenenmedizin eine optimale und ununterbrochene Therapie viel mehr davon abhängt, dass sie sich selbst darum kümmern. (Diabetes: Möglichkeiten der Insulintherapie)

lifestyle.t-online.de: Diabetes: Prävention senkt Risiko drastisch

Routinemäßige Übergangssprechstunden sinnvoll

Kinderärzte in den USA und in Deutschland betonen Büsching zufolge immer wieder, welche die Gesundheit stabilisierende Bedeutung ein organisierter Übergang von der Jugend- in die Erwachsenenmedizin hat. Das gelte insbesondere für chronisch kranke Jugendliche. Routinemäßige Übergangssprechstunden wären daher sinnvoll.

Auch eine aktuelle amerikanische Untersuchung legt nahe, dass junge Erwachsene mit Diabetes zusätzlich Unterstützung benötigen, wenn sie von der Jugend- in die Erwachsenenmedizin wechseln. Ohne sie gelingt weniger jungen Menschen eine gleichbleibend gute Diabeteskontrolle. Der Studie zufolge haben junge Erwachsene mit Diabetes Typ 1 derzeit beim Übergang in die Erwachsenenmedizin ein mehr als doppelt so hohes Risiko im Vergleich zu ihrer Kindheit, die Blutzuckerkontrolle zu vernachlässigen. Dauerhaft schlechtere Blutzuckerwerte können die Folge sein. Damit schädigen sie über die Jahrzehnte unter anderem ihr Gefäßsystem. Das kann zu Herzinfarkt, Schlaganfall, Erblindung oder Nierenversagen führen.

Laut Schätzungen in Deutschland sind 25 000 Kinder und Jugendliche bis zu 19 Jahre von Diabetes Typ 1 betroffen. Insgesamt leiden 300 000 Menschen daran. (Typ-1-Diabetes: Symptome und Merkmale der Krankheit)

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Ab welchem Alter sich Mädchen schminken dürfen

Das Schminken gehört zur alltäglichen Körperkultur. Doch ab welchem Alter dürfen Mädchen regelmäßig Make-up tragen? Anstatt ein bestimmtes Lebensjahr zu bestimmen, sollten Sie einen grundsätzlichen Tipp im Hinterkopf behalten: Die Gesundheit der Haut Ihrer Tochter sollte bei der Nutzung von Schminke im Vordergrund stehen. Weil bei Jugendlichen rigorose Verbote häufig nicht den gewünschten Erfolg liefern, sollten Sie bereits früh mit Ihrem Nachwuchs über Kosmetikprodukte diskutieren.

Wann sind Mädchen zu jung zum Schminken?

Weil sich jedes Kind individuell entwickelt, gibt es kein festgelegtes Alter dafür, wann Sie Ihrem Kind erlauben dürfen, sich zu schminken. Babys, Kleinkinder und Grundschulkinder sollten keinen Lippenstift, Liedschatten oder ähnliches tragen. Spätestens mit dem Beginn der Pubertät steigt aber die Wahrscheinlichkeit, dass Ihre Tochter selbst das Recht einfordert, Make-up tragen zu dürfen. Dermatologe Dr. Stefan Duve vom Haut- und Laserzentrum in München rät in einem Artikel der „Bild“: „Schminke verstärkt die hormonellen Umstellungsprozesse in der Haut in der Regel negativ“, weswegen Mädchen in der Pubertät aus medizinischer Sicht  mit den Produkten vorsichtig sein sollten. (Empfindliche Haut: Tipps für die Pflege)

Die richtigen Produkte: Auf Parabene und Nickel verzichten

Kaufen Sie gemeinsam mit Ihrer Tochter Kosmetikprodukte und achten Sie grundsätzlich auf die Qualität: Die Marke Ihrer Wahl sollte kein Nickel enthalten, denn dadurch könnten Allergien ausgelöst werden. Die Artikel sollten zudem parabenfrei sein. Parabene sind Stoffe, die in Kosmetika und in bestimmten Lebensmitteln als Konservierungsmittel eingesetzt werden, allerdings können diese Zusätze zum Teil für Allergien verantwortlich sein. (Die richtige Pflege für junge Haut)

Mädchen in der Pubertät: Ein schweres Alter

Sie werden nur bedingt bestimmen können, ab wann sich Ihre Tochter in der Pubertät schminken wird. Denn leider helfen bei Jungs und Mädchen auch Verbote manchmal nicht. Sie können aber schon in einem frühen Alter auf Aufklärung setzen: Hinterfragen Sie gemeinsam in einem offenen Gespräch Idealtypen aus den Medien, an denen sich möglicherweise das Bedürfnis nach Make-up festmachen lässt. Außerdem können feste Regelungen sinnvoll sein: Sie können Ihrem Kind zum Beispiel erlauben, sich nur für Aktivitäten außerhalb der Schule zu schminken.

eltern.t-online.de: Erziehung: Kinder sollten Make-up nur zum Verkleiden einsetzen

Gekonntes Schminken: Auch gemeinsam

Die Schminkversuche mögen Ihnen vielleicht nicht gefallen, Ihrem Kind ist diese Erfahrung aber wichtig. Egal, in welchem Alter Ihr Nachwuchs zum ersten Mal mit Make-up experimentiert: Bleiben Sie gelassen und suchen Sie auch hier die offene Kommunikation. Außerdem fördert gemeinsames Schminken fördert das Gemeinschaftsgefühl und Ihre Tochter kann von Ihren Erfahrungen profitieren. (So gelingt der perfekte Lidstrich)

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Jugendarbeitsschutzgesetz: Diese Regeln gelten für Ferienjobs

Ferienjobs helfen, das Taschengeld aufzubessern und gewähren frühzeitig Einblicke in die Arbeitswelt. Die DGB-Jugend gibt Tipps, damit alles reibungslos verläuft und verweist auf das Jugendarbeitsschutzgesetz.

Es gibt ein breites Spektrum an Ferienjobs in den unterschiedlichen Branchen und mit verschiedensten Aufgaben, doch Schüler dürfen nicht jede Tätigkeit ausüben. „Das Jugendarbeitsschutzgesetz regelt, unter welchen Bedingungen Kinder und Jugendliche arbeiten dürfen“, sagt DGB-Bundesjugendsekretär Florian Haggenmiller.

Wann bereits 13-Jährige arbeiten dürfen

So verbietet das Jugendarbeitsschutzgesetz Kindern bis einschließlich zum 14. Lebensjahr zu arbeiten. Es gibt aber Ausnahmen: Mit Zustimmung der Eltern dürfen 13-jährige Kinder bis zu zwei Stunden täglich zwischen 8 und 18 Uhr arbeiten. Im landwirtschaftlichen Bereich sind drei Stunden täglich innerhalb dieses Zeitraums erlaubt. Voraussetzung ist, dass es sich um leichte Tätigkeiten handelt. Das können zum Beispiel Gartenarbeit, Zeitungen austragen oder Botengänge sein.

Für Jugendliche, also 15- bis 17-Jährige, gibt es beim Jobben in den Ferien weniger Einschränkungen. „Aber auch hier sind einige Regeln zu beachten“, so Haggenmiller: „Wenn die Jugendlichen noch schulpflichtig sind, dann dürfen sie nicht länger als vier Wochen pro Jahr in den Ferien jobben. Denn ganz klar gilt: Schulferien dienen in erster Linie der Erholung.“

Diese Arbeiten kommen für Jugendliche nicht in Frage

Wichtig ist, dass für Jugendliche schwere körperliche oder gefährliche Arbeit nicht erlaubt ist. Dazu zählen das Tragen von schweren Gegenständen, das Hantieren mit Chemikalien oder Akkordarbeit. Die Arbeitszeit von acht Stunden am Tag und 40 Stunden pro Woche darf nicht überschritten werden, auch nicht der Arbeitszeitraum zwischen 6 bis 20 Uhr.

Allerdings gibt es auch hier Ausnahmen, wenn der Schüler bereits 16 Jahre alt ist. Sie dürfen im Gaststättengewerbe bis 22 Uhr und in mehrschichtigen Betrieben bis 23 Uhr arbeiten. Wochenendarbeit ist ebenfalls tabu außer zum Beispiel bei Sportveranstaltungen.

Was das Jugendarbeitsschutzgesetz regelt

Das Jugendarbeitsschutzgesetz regelt auch Fragen wie zum Beispiel die Ruhepausen von Unter-18-Jährigen. Bei einer Arbeitszeit von mehr als viereinhalb bis zu sechs Stunden am Tag müssen die Schüler mindestens eine Pause von 30 Minuten bekommen, bei einer täglichen Arbeitszeit von mehr als sechs Stunden mindestens 60 Minuten. Die Arbeitgeber sind nicht nur verpflichtet, das Jugendarbeitsschutzgesetz einzuhalten. Sie müssen Schüler für ihren Ferienjob auch über den Betrieb unfallversichern.

Werden die gesetzlichen Regelungen nicht eingehalten, rät Haggenmiller den Schülern, sich zu wehren: „Verstöße gegen die Arbeitsschutzgesetze für die Jugendlichen sind nicht einfach hinzunehmen. Betroffene sollten sich unbedingt an die örtliche Aufsichtsbehörde wenden.“ In der Regel sind das die Gewerbeaufsichtsämter oder die Ämter für Arbeitsschutz.

Faire Bezahlung sollte auch für Ferienjobs gelten

Bei der Auswahl der Jobs empfiehlt Florian Haggenmiller, den Lohn im Blick zu behalten: „Auch Ferienjobs sind Jobs, die fair entlohnt werden sollen. Für Ferienjobs ist es wichtig zu wissen, dass Beiträge zur Sozialversicherung nicht anfallen. Wenn der Lohn allerdings über 896 Euro pro Monat liegt, werden Steuern fällig. Die werden allerdings normalerweise im nächsten Jahr wieder erstattet. Ratsam ist es, eine Lohnsteuerkarte abzugeben.“ Auf jeden Fall sollten die Schüler darauf achten, zu Beginn ihres Ferienjobs einen schriftlichen Vertrag zu bekommen, in dem die Aufgaben, Arbeitszeiten und der Lohn klar beschrieben sind.

In unserer „Eltern-Welt“ finden Sie alles, was Eltern bewegt: Jetzt Fan werden und mitdiskutieren!

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Wie sollten Eltern auf den Modegeschmack ihrer Kinder reagieren?

Bauchfreie Tops, Hosen, die bis in die Kniekehlen hängen, Netzstrümpfe, seltsame Kopfbedeckungen und das alles manchmal in sehr ausgefallenen Farben – die von Kindern und Jugendlichen selbst zusammengestellten Bekleidungs-Variationen sind unerschöpflich und nicht immer nach dem Geschmack der Eltern, aber wichtig, um den eigenen Stil zu finden.

Baggy-Pants – nichts für Erwachsene und Schüchterne

„Meine Güte! Wie halten die bloß? Warum rutschen die nicht ganz runter?“ Gedanken, die wohl nur Erwachsene jenseits der 25 bewegen beim Anblick von Baggy-Pants, den Hosen, die auf Halbmast irgendwo zwischen Bauchnabel und Kniekehle hängen und Ausblicke bieten auf Unterwäsche und Bauchpartie ihrer Träger. Ein Anblick, der sicherlich nicht jedem gefällt. Verbieten lässt es sich hierzulande aber sicherlich keiner der coolen Jungs- weder von den Eltern noch vom Gesetzgeber. Anders in Florida: In Palm Beach Gardens regte sich die Bevölkerung so stark über die Hosen auf, dass sie das Tragen 2008 kurzerhand unter Strafe stellte. Wer sich dennoch in Baggy-Pants zeigt, dem drohen Bußgeld oder sogar Gefängnis. Jetzt gingen zwei Rechtsanwälte gegen das Verbot an: Es verstoße gegen das in der Verfassung garantierte Recht auf Selbstbestimmung und auf persönliche Freiheit.

Auf dem Weg zum eigenen Stil

Irgendwie berufen sich wohl weltweit die Teenager auf das Recht der freien Entfaltung, wenn es um ungewöhnliche und hochgradig kreative Kleidungs-Kreationen und Kombinationen geht, besonders ihren Eltern gegenüber. „Das ist doch wohl nicht Dein Ernst?“ ist häufig die erste Frage, die Kinder an der Schwelle zum Erwachsenwerden morgens zu hören bekommen. Der Nachwuchs ist auf dem Weg zum eigenen Stil und das treibt bisweilen etwas seltsame Blüten.

Kleider machen Leute

Die Wahl unserer Kleidungsstücke zeigt nach außen, wer wir sind, beziehungsweise wer wir sein wollen. Unsere Persönlichkeit, Individualität aber auch unseren Status in der Gesellschaft signalisieren wir damit auf den ersten Blick. Ein perfektes Feld für Pubertierende, die sich durch nichts besser von ihren Eltern und deren Generation abgrenzen können, als durch Kleidung, (Körper-)Schmuck und die Wahl der Frisur. Aber es geht nicht nur um Abgrenzung, es geht auch um die Identifikation mit anderen Jugendlichen.

Eine Frage des Geschmacks

Die Suche nach dem eigenen Stil kann eine Weile dauern und elterliche Nerven schwer strapazieren. Die Kleidung der Erwachsenen gilt ab sofort als spießig und das, was beispielsweise Popstars tragen, als schick. Auch der Gruppendruck spielt eine große Rolle. Jugendliche sind dabei, ihren Platz in der Gesellschaft zu finden. Ihre Unsicherheit und der Wunsch nach Anerkennung durch Gleichaltrige stehen dabei im Vordergrund.

Der finanzielle Aspekt

Trendige Kleidung kann teuer werden. Und immerhin geben, einer Studie des Münchner Meinungsforschungsinstituts iconkids&youth zufolge, Jugendliche mehr als 4,4 Milliarden Euro im Jahr für Kleidung aus. Bestimmte Labels stehen hier oft im Vordergrund. Plötzlich muss es eine teure Markenjacke sein, eine Hose vom Trödelmarkt und sei sie noch so schön, geht gar nicht und wer nicht ein bestimmtes Zeichen auf seinen Schuhen trägt, ist out. Bereits in der Grundschule bekommt man teilweise die ersten Tendenzen zu spüren. Dem Kind dann zu erklären, dass es nicht auf die Marke ankommt, ist nicht einfach. Vor allem dann nicht, wenn Mobbing und Ausgegrenztwerden die Folge der „falschen“ Kleidung sind. Doch nicht alle Eltern können und vor allem nicht alle Eltern wollen sich das leisten.

Schnäppchen online kaufen

Manchmal hat man Glück und kann die angesagten Markenprodukte als Schnäppchen ergattern, sei es bei Räumungsverkäufen, Outlet-Shops oder in speziellen Online-Shops im Internet. Hier gibt es oft bis zu 70 Prozent Nachlass bei Markenwaren. „Besonders Kleidung sowie Schuhe können online zu Preisen erworben werden, zu denen es im Einzelhandel oft nur No-Name-Produkte gibt. Darüber hinaus müssen Online-Käufer nicht wie im Einzelhandel bis zum Schlussverkauf warten, um Schnäppchen zu machen“, sagt Chris Klotz, Geschäftsführer des Internetdiscounters Magic-Price.

Nur seriöse Shops nutzen

Diese Shops bieten die Sicherheit, Originalware zu kaufen, was bei Internet-Auktionen von Privatleuten nicht garantiert ist. Die deutlichen Rabatte können die Markendiscounter durch ihre großen Bestellmengen sowie geschickten Wareneinkauf ermöglichen. „Kids und Teens ist es egal, wo und wie ihre Kleidung eingekauft wird. Wie Befragungen ergeben haben, zählen für sie vor allem die Marke und das Design“, erläutert Klotz. Das Shopping-Erlebnis holen sich die Kids auch so, beim Stadtbummel mit der Clique. Kleidung zählt heute neben Technik, Büchern und Tonträgern zu den am häufigsten im Internet erworbenen Produkten.

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Busunglück in Frankreich: Fahrer sterben bei Unfall auf A6 bei Fleurville

Beim Unfall eines Reisebusses mit deutschen Jugendlichen an Bord sind die beiden Fahrer ums Leben gekommen. Vier Menschen wurden bei dem Unglück in Frankreich verletzt, zwei von ihnen schwer.

Bei den Verletzten handele es sich um zwei Begleiterinnen und zwei Jugendliche. Sie sind nach Mâcon ins Krankenhaus gebracht worden.

50 Feuerwehrleute im Einsatz

In dem Bus, der nach Angaben der Behörden aus der Gegend von Köln gekommen ist, waren 51 Jugendliche im Alter zwischen 15 und 17 Jahren. Sie waren auf dem Weg zur Costa Brava in Spanien, als das Fahrzeug auf der Autobahn A6 bei Fleurville im Département Saône-et-Loire aus noch ungeklärter Ursache auf einen Lastwagen fuhr.

Der Unfall habe sich gegen 0.25 Uhr ereignet. Das Fahrzeug sei weder umgestürzt noch in Brand geraten. 49 Menschen seien zu einem Rastplatz nördlich von Mâcon gebracht worden. Dort sollten sie die Nacht verbringen, bevor sie mit einem anderen Bus die Fahrt fortsetzen können. Etwa 50 Feuerwehrleute seien im Einsatz gewesen.

Inzwischen hat sich der betroffene Reiseanbieter aus Rheinland-Pfalz erschüttert geäußert: „Wir können uns den Unfall nicht erklären“, teilte das Unternehmen Bischoff-Touristik mit.

Unternehmen: Busfahrer äußerst gewissenhaft

Der Bus sei erst drei Jahre alt gewesen, entspreche dem neuen Stand der Technik und habe im Juli eine letzte Sicherheitsprüfung durchlaufen, erläuterte Inhaber Uwe Bischoff in einer Mitteilung. „Unser Bus war vorschriftsmäßig mit zwei Busfahrern besetzt.“ Die beiden Fahrer im Alter von 48 und 57 Jahren seien als äußerst gewissenhaft bekannt gewesen. „Einer der Fahrer ist schon über 20 Jahre in unserem Unternehmen“, hieß es. 

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Jugend-Studie: Deutsche Jugendliche sind Streber statt Rebellen

Schluss mit den Vorurteilen über die Null-Bock-Mentalität der Jugend: „Die heutige junge Generation ist der genaue Gegenpol“, sagt die Geschäftsführerin des Allensbach-Instituts, Renate Köcher. Laut einer Studie ihres Instituts ist die Mehrheit der Jugendlichen von heute ehrgeizig, leistungsbereit und schätzt die Eltern als wichtigste Ratgeber.

Das Institut befragte im Auftrag der Imbisskette McDonald’s rund 3000 Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 15 und 24 Jahren. Das Ergebnis: Junge Leute sind leistungsbereiter als noch vor etwa 20 Jahren. 63 Prozent sind der Meinung, dass sich Leistung im deutschen Wirtschaftssystem lohne. Ein Großteil strebt nach einem erfolgversprechenden Beruf, der Zukunft hat und zugleich Spaß macht. Eher auf den hinteren Plätzen rangieren dagegen Aspekte wie wenig Stress oder viel Urlaub.

Jugendforscher Hurrelmann: „Keine Flausen im Kopf“

Sehr realistisch sei diese Generation und sehr angepasst, sagt der Jugendforscher Klaus Hurrelmann von der Hertie School of Governance: „Ohne Flausen im Kopf.“ Passend dazu sind die wichtigsten Ratgeber der jungen Menschen die Eltern. 83 Prozent der Schüler sprechen mit ihnen über ihre beruflichen Möglichkeiten. Das Elternhaus sei für die jungen Menschen eine sichere Basis, sagt Hurrelmann.

Zu viele Jugendliche wollen studieren

Der Studie zufolge wollen 51 Prozent aller Schüler nach der Schulzeit studieren – mit teils problematischen Folgen. Denn gleichzeitig verliert damit das duale System aus Schule und Berufsausbildung. Ursprünglich sollten an einer Hauptschule handwerklich Begabte ausgebildet werden – mittlerweile gilt diese Schulform vielen aber als „Resterampe“. Der Ansturm auf die höheren Schulen verändert die Situation auf dem Ausbildungsmarkt: Es fehlen Lehrlinge, obwohl es nicht an Bewerbern mangelt.

Mit Beginn des neuen Ausbildungsjahres Anfang September waren laut Bundesagentur für Arbeit bundesweit noch über 100.000 Lehrstellen als unbesetzt gemeldet. Gleichzeitig waren etwa ebenso viele Jugendliche unversorgt. „Viele Lehrstellen erreichen junge Leute nicht“, sagt Hurrelmann.

Die Schattenseite: „Wir haben eine verfestigte Unterschicht“

Doch längst nicht alle jungen Menschen sind so ehrgeizig: Gut jeder Fünfte glaubt, dass sich der soziale Status durch Leistung nicht verbessern lässt. Besonders pessimistisch schätzen junge Leute aus den unteren gesellschaftlichen Schichten ihre Aufstiegschancen ein. „Wir haben in Deutschland eine zu verfestigte Unterschicht“, sagt Köcher. Doch im Vergleich mit europäischen Krisenländern ist das Lebensgefühl der jungen Deutschen insgesamt positiv: Laut Studie blicken 71 Prozent mit Optimismus in ihre berufliche Zukunft.

 

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Erstes Jugendhospiz in Niedersachsen öffnet – mit Disco und Bar

Unheilbar kranke Jugendliche finden im ersten Jugendhospiz in Niedersachsen Ablenkung: Laute Discomusik ist dort ebenso erlaubt wie Fernsehen. Bundesweit gibt es elf Kinderhospize und vier für Jugendliche.

Eine Disco, eine Bar, Sitzecken zum Chillen und Fernseher in jedem Zimmer: So sieht es im ersten Hospiz für todkranke Jugendliche in Niedersachsen aus. Der 19 Jahre alte Dennis hat das Haus in Syke bei Bremen mitgeplant. „Ich konnte sagen, wie das aussehen soll“, sagt der junge Mann aus Marienhafe in Ostfriesland selbstbewusst. Dennis kommt seit langer Zeit regelmäßig nach Syke, zweimal im Jahr für etwa 14 Tage. Bisher wohnte er dann nebenan im Kinderhospiz Löwenherz. Nun freut er sich auf die neuen Zimmer.

Zu wenige Kinder- und Jugendhospize

Nach Angaben des Bundesverbandes Kinderhospiz leben in Deutschland etwa 22.600 Kinder und Jugendliche mit schwersten, lebensbegrenzenden Erkrankungen. Jährlich sterben rund 5000 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene daran. Bundesweit gibt es inzwischen elf Kinderhospize. Spezielle Einrichtungen für Jugendliche und junge Erwachsene gibt es neben Syke in Olpe in Nordrhein-Westfalen, Hamburg und Berlin.

Dennis sitzt im Rollstuhl. Er leidet am Louis-Bar-Syndrom, einem seltenen genetischen Defekt, der erblich ist. Dennis arbeitet regelmäßig bei den Ostfriesischen Behinderten Werkstätten in Emden. Über seine Krankheit weiß er alles. „Ich bin da ein Profi. Es wird keine absolute Heilung geben.“ Zu den Symptomen gehören Störungen der körperlichen und geistigen Entwicklung, die Lebenserwartung ist deutlich herabgesetzt. Die Sprache entwickelt sich nur in den ersten zehn Lebensjahren, danach wird das Sprachvermögen schlechter.

„Wenn man sich Zeit nimmt, versteht man mich auch“

Dennis gibt sich große Mühe, seine Sätze zu formen. „Wenn man sich Zeit nimmt, versteht man mich auch“, sagt er. Seine Mutter Roswitha Schoolmann freut sich: „An Selbstbewusstsein mangelt es ihm nicht. Und er hat einen starken Lebenswillen.“

Mit Begeisterung erzählt Dennis über die Planungen für das Jugendhospiz. Im Kinderhospiz habe ein Pädagoge nebenbei Disco gemacht. Jetzt wurde im neuen Haus eine richtige Disco eingebaut. „Partys wird es sicher auch mal da geben“, sagt der 19-Jährige und lacht. „Ich habe auch vorgeschlagen, dass in jedem Pflegezimmer ein Fernseher steht. Das ist auch durchgekommen.“

Dennis freut sich, dass die Jugendlichen bald unter sich sind. „Die Kinder dürfen uns besuchen“, gibt er sich zunächst großzügig. „Aber eigentlich“, überlegt er, „gibt es dafür das Kinderhospiz.“ Das kümmert sich seit zehn Jahren um unheilbar erkrankte Kinder und deren Eltern. Pünktlich zum Jubiläum öffnet nun das erste Jugendhospiz in Niedersachsen. Bundesweit ist es das vierte.

Dennis wünscht sich mehr Männer

Die Mitgründerin und Geschäftsführerin Gaby Letzing schob den Neubau mit an, die räumliche Trennung der Kinder und Jugendlichen hält sie für sinnvoll. „Teenager finden es nicht immer so cool, von den Kleinen umgeben zu sein“, sagt sie. Etwa 30 Prozent der Gäste seien älter als 14 Jahre, und es gebe immer mehr Anfragen von Eltern größerer Kinder. Dank der Fortschritte in der Medizin verlängere sich die Lebenserwartung schwer kranker Kinder oft. Dem wird mit dem Neubau Rechnung getragen, acht Pflegezimmer gibt es dort künftig.

Und Dennis, der Werder-Fan und Modellauto-Sammler, hat noch einen ganz speziellen Wunsch: „Ich würde mir wünschen, dass mehr männliche Pfleger da wären. Im ganzen Hospiz sind nur drei Männer, davon einer in der Pflege.“

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