Kategorie -Jugendliche

20-Jähriger weiterhin flüchtig: Tatverdächtiger von Wiesbaden wieder frei


Die grausame Tat in Hessens Landeshauptstadt schockiert: Eine Jugendliche wird vergewaltigt und ermordet. Nun lässt die Polizei einen Verdächtigen laufen. Die Ermittlungen konzentrieren sich auf einen weiteren Mann – der aber ist auf der Flucht.

Einer der Tatverdächtigen im Fall der ermordeten Susanna in Wiesbaden ist wieder auf freiem Fuß. Oberstaatsanwalt Oliver Kuhn sagte in Frankfurt, nach neuesten Ermittlungserkenntnissen besteht kein dringender Tatverdacht mehr gegen den 35-jährigen Asylbewerber mit türkischer Staatsangehörigkeit. Er habe das Justizgebäude bereits wieder verlassen und könne sich frei bewegen. Weitere Erkenntnisse erhoffen sich die Ermittler nun durch die Obduktion der Leiche der 14-Jährigen und der Auswertung von DNA-Spuren.

Zunächst waren die Ermittler davon ausgegangen, dass zwei Männer Susanna in Wiesbaden vergewaltigt und ermordet haben und nahmen den Flüchtling fest. Der andere Verdächtige, ein 20 Jahre alter irakischer Flüchtling, ist auf der Flucht. Ali B. wird im Irak vermutet. Er stehe weiterhin in dringendem Tatverdacht, sagte Kuhn. 

Am Nachmittag war bekannt geworden, dass die ermordete 14-jährige Jüdin war. Der Zentralrat der Juden schreibt in einer Mitteilung, „Susanna und ihre Mutter waren bzw. sind Mitglieder der Jüdischen Gemeinde Mainz“. Der Zentralrat zeigte sich tief betroffen über das Verbrechen. „Wir erwarten von den Strafverfolgungsbehörden eine rasche und umfassende Aufklärung sowie harte Konsequenzen für den oder die Täter. Alle voreiligen Schlüsse oder gar Ressentiments verbieten sich jedoch.“

Flucht mit Passierschein

Nach Ali B. wird im Irak gefahndet. Die Polizei sucht Zeugen, die wissen, wo er sich aufhält. Er sei vermutlich am vergangenen Donnerstag mit seiner gesamten Familie überhastet abgereist. Der 20-Jährige war bereits mehrfach polizeilich aufgefallen. Er war auch mit der Vergewaltigung eines Kindes in Verbindung gebracht worden. Die Hinweise hätten sich aber nicht erhärten können.

Die Familie aus Vater, Mutter und sechs Kindern habe zuletzt zusammen in einer Flüchtlingsunterkunft in Wiesbaden gelebt. Sie sei nach bisherigen Erkenntnissen von Düsseldorf aus nach Istanbul und von dort aus weiter ins irakische Erbil geflogen. Auf den Flugtickets seien andere Namen angegeben gewesen als auf den ebenfalls am Flughafen vorgelegten Aufenthaltspapieren für Deutschland. Die Gruppe habe aber auch sogenannte Laissez-passer-Dokumente – eine Art Passierschein – in arabischer Sprache mit Passbildern dabei gehabt, die von der irakischen Botschaft ausgestellt worden seien. Am Flughafen seien nach den bisherigen Erkenntnissen die Passfotos, aber nicht die Namen abgeglichen worden.

Die 14-jährige Susanna war am 22. Mai von ihrer Mutter als vermisst gemeldet worden. Sie war mit Freunden in der Wiesbadener Innenstadt unterwegs gewesen und abends nicht wie abgesprochen nach Hause zurückgekehrt. Zwei Wochen war nach Susanna gesucht worden. Ihre Leiche war dann in einem Erdloch in einem schwer zugänglichen Gelände bei Wiesbaden gefunden worden.

Kannte Susanna Alis Bruder?

Die Schülerin wurde erwürgt oder erdrosselt. Es habe eine „Gewalteinwirkung“ auf den Hals gegeben, erklärte der Leitende Oberstaatsanwalt Achim Toma. Die Ermittler gehen davon aus, dass das Mädchen ermordet wurde, um die Vergewaltigung zu vertuschen. Laut Obduktion der Leiche soll sich die Tat bereits am Abend ihres Verschwindens ereignet haben.

Susanna soll sich öfter in der Flüchtlingsunterkunft in Wiesbaden-Erbenheim aufgehalten haben und den Bruder des tatverdächtigen Irakers näher gekannt haben, sagte der Polizeipräsident. Der entscheidende Hinweis auf die mutmaßlichen Täter kam von einem 13-jährigen Jungen, der ebenfalls in der Flüchtlingsunterkunft wohnte. Der Zeuge hatte den Ermittlern berichtet, Ali B. habe ihm von der Tat persönlich erzählt.



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Jugendliche treffen sich abends zum Kicken

Nachtaktiv-Turniere in PlieningenJugendliche treffen sich abends zum Kicken

Lieber gemeinsam schwitzen, als nur herumzuhängen, das bieten die Turniere. Foto: Georg Friedel

Plieningen – Lieber abends gemeinsam Sport treiben, anstatt herumzuhängen, Alkohol zu trinken und womöglich Unsinn zu machen – das ist die ursprüngliche Idee, die hinter den sogenannten Nachtaktiv-Turnieren steht.

In Plieningen hat es diese Fußball-Turniere schon einmal im vergangenen Frühjahr gegeben. Weil sie so erfolgreich waren, folgt in den nächsten Monaten eine Neuauflage. Die Turniere steigen an fünf Terminen, und sie sollen Jugendlichen in erster Linie die Gelegenheit bieten, sich ohne große Vorkenntnisse und bürokratischen Aufwand abends zum Kicken zu treffen.

Auch soziale Kompetenzen sollen vermittelt werden

Der erste Termin ist am Mittwoch, 11. Dezember. Dann ist die Sporthalle im Wolfer von 21.45 Uhr bis um Mitternacht geöffnet. Wer bei dem zwanglosen Kick mitmachen will, kann einfach kommen und muss nichts außer einem Paar Sportschuhe und bequemer Kleidung mitbringen. Auch Jugendliche, die nicht so versiert im Umgang mit dem Fußball sind, sind bei den Nachtaktiv-Turnieren willkommen.

Veranstalter sind der Jugendrat Plieningen und Birkach, der TV Plieningen sowie das Gemeinschaftserlebnis Sport (GES). Letzteres ist ein gemeinsames Programm des Sportkreises Stuttgart und der Stadt, das Jugendlichen nicht nur eine Möglichkeit zum gemeinsamen Sportmachen bietet, sondern ihnen auch soziale Kompetenzen vermitteln will. Damit es bei dem Turnier gesittet zugeht, werden einige Vertreter der Organisatoren vor Ort sein und darauf achten, dass fair miteinander umgegangen wird.

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Armut in Deutschland: Millionen Kinder zu arm für Urlaub

Wenn die Klassenkameraden nach den Ferien von ihren Urlaubserlebnissen erzählen, können sie nicht mitreden: Millionen Kinder und Jugendliche leben in Familien, die sich keinen Urlaub leisten können.

Im Jahr 2014 lebten insgesamt 16,7 Millionen Menschen in Deutschland in Haushalten, die zu arm für eine einwöchige Urlaubsreise sind. Das betrifft 3,4 Millionen Kinder und Jugendliche – mehr als jeder fünfte unter 18 Jahren.

Das sind die jüngsten Daten des Europäischen Statistikamtes Eurostat aus einer Erhebung zu verschiedenen finanziellen Mangelerscheinungen

5,5 Millionen (38 Prozent) aller unter 18-Jährigen lebten 2014 in einem Haushalt, der Schwierigkeiten hatte, unerwartete Ausgaben von mehreren hundert Euro aus eigenen Mitteln zu bestreiten. In den Familien von 1,2 Millionen Kindern und Jugendlichen ist das Geld sogar zu knapp, um die Miete oder Rechnungen für Versorgungsleistungen rechtzeitig zu zahlen.

Fünf Prozent der Kinder in Deutschland spüren Folgen der Armut

Die nach Alter aufgeschlüsselten Daten hatte die Linken-Fraktionsvize Sabine Zimmermann bei Eurostat erfragt. „Kinder und Jugendliche bekommen häufig zu spüren, was Armut bedeutet“, sagt Zimmermann. „Besonders in der Ferienzeit ist es natürlich bitter, wenn sie gerne verreisen würden, es aber nicht geht.“

Insgesamt sind laut Eurostat fünf Prozent der Minderjährigen in Deutschland von deutlicher materieller Entbehrung betroffen. Der Wert schwankte in den vergangenen knapp zehn Jahren zwischen 4,8 und 7,1 Prozent.

Arm in einem reichen Land

„Für eines der reichsten Länder der Erde ist es beschämend, dass Kinder und Jugendliche überdurchschnittlich von finanziellen Problemen und Einschränkungen betroffen sind“, sagte Zimmermann. „Statt unbeschwert aufwachsen zu können, lernen sie Entbehrungen kennen.“

In Deutschland können sich zudem mehr als sechs Millionen Menschen nicht regelmäßig fleisch- oder eiweißhaltige Mahlzeiten leisten. Davon sind fast 900.000 Kinder und Jugendliche betroffen. Knapp vier Millionen Menschen haben nicht genug Geld für eine angemessen geheizte Wohnung, davon knapp 800.000 Kinder und Jugendliche.

Von der Bundesregierung forderte Zimmermann ein Konzept gegen Kinder- und Jugendarmut.

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Lass uns tanzen!

Nikolausparty im Vaihinger JugendtreffLass uns tanzen!

Gute Stimmung auf der Nikolaus-Party Foto: Stefanie Käfferlein

Vaihingen – Alors on danse“ von Stromae tönt aus den Lautsprechern. Lass uns tanzen, so lautet die Übersetzung des französischen Songs. Das lassen sich die Jugendlichen nicht zweimal sagen und stürmen die Tanzfläche des Kinder- und Jugendhauses. Am Freitagabend hat dort wieder einmal eine U-16-Party stattgefunden. Zugleich war sie Abschlussfest des rund einwöchigen Schüleraustausches zwischen der Robert-Koch-Realschule und dem Collège Jacques Amyot aus Melun. „Wir waren unter anderem am Bodensee und im Daimler-Benz-Museum“, sagt Maria Schwarz, die mit ihrer Kollegin Stephanie Burck und ihren französischen Kolleginnen den Austausch organisiert hat.

„Die Stimmung ist klasse“, sagt Klaus Hausch, der Leiter des Kinder- und Jugendhauses. Mitarbeiter der Einrichtung mixen alkoholfreie Cocktails wie Havanna Juicer und Virgin Colada; ein ehemaliger Zivi, Jens-Peter Kühn, legt, unterstützt von Nadine Koch, einer Jugendhaus-Praktikantin, auf. Die neue Lichtanlage wirft dazu verschieden bunte Muster durch die Luft.

Die U-16-Partys sieht Hausch auch als Präventionsarbeit. „Die Jugendlichen sehen, dass man auch ohne Alkohol Spaß haben kann“, sagt er. Freilich gehe es nicht darum, jungen Erwachsenen den Alkohol ganz zu verbieten. Stattdessen sollen sie den richtigen Umgang mit Alkohol lernen. Bei Veranstaltungen für die Älteren, die bereits Alkohol trinken dürfen, werde auch schon einmal Bier ausgeschenkt. Zudem sollen die Partys Raum zum Chillen bieten. „Die Kinder und Jugendlichen stehen in der Schule häufig unter Strom“, so Hausch. Man dürfe nicht vergessen, dass es Kinder seien, die auch Spaß haben sollen.

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Der Tag: Facebook wird bei Jugendlichen immer unbeliebter

Facebook hat wachsende Probleme, junge Nutzer für sein Online-Netzwerk zu gewinnen. Die Zahl der Facebook-Nutzer im Alter zwischen 13 und 17 Jahren ging in den USA in den vergangenen Jahren deutlich zurück, heißt es in einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Pew Research Center. Demnach sind nur noch 51 Prozent der 13- bis 17-Jährigen mit diesem Netzwerk verbunden. Facebook fiel demnach in dieser Altersgruppe hinter andere Dienste zurück, die auf das Teilen von Fotos und Videos spezialisiert sind. 85 Prozent nutzen der Studie zufolge YouTube, 72 Prozent Instagram und 69 Prozent Snapchat. In einer früheren Pew-Umfrage von 2014/15 hatte die Facebook-Plattform das Feld noch klar angeführt: Damals wurde das Netzwerk noch von 71 Prozent der Teenager genutzt.



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Freiwillige für Bewegung: 50 000. Sporthelfer ausgezeichnet

Für viele sportbegeisterte Jugendliche ist es der Einstieg in ehrenamtliches Engagement im Sportverein oder der Schule: In Nordrhein-Westfalen ist am Montag der 50 000. Sporthelfer ausgezeichnet worden. Sporthelfer sind junge Freiwillige zwischen 13 und 17 Jahren, die andere Schüler bei Sportangeboten im Ganztagsunterricht oder im Verein bei Spiel und Bewegung betreuen.

Laut NRW-Sportministerium sind pro Jahr 14 000 Sporthelfer an Schulen im Land aktiv, Tausende kommen jährlich hinzu. Damit habe sich das Qualifizierungsprogramm seit seiner Einführung im Jahr 2001 zu einem anerkannten Erfolgsmodell in der Freiwilligenarbeit etabliert, teilte der Landessportbund nach der Zertifizierungsfeier in Emsdetten mit.

Bei mehrtägigen Seminaren lernen die Jugendlichen, wie man Bewegungsspiele anleitet, Wettkämpfe organisiert und sich mit Ideen in das Schul- und Vereinsleben einbringt. Die Helfer unterstützen ihre Sportlehrer beispielsweise bei Festen oder bei Turnangeboten für Jüngere. Für viele ist es auch der erste Schritt, um im Sportverein mehr Verantwortung zu übernehmen. Ziel des Programms ist außerdem eine engere Verknüpfung von Schul- und Vereinssport. Hier sollen Sporthelfer Kontakte aufbauen und gemeinsame Veranstaltungen mitplanen. Gefördert wird das Programm von mehreren Partnern, unter anderem dem NRW-Schulministerium und dem Sportministerium.

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Er zockt, sie ritzt

Mobile Jugendarbeit SillenbuchEr zockt, sie ritzt

M Foto: Jens Schierenbeck

Sillenbuch – Es sind Wetten, die sie kaum gewinnen können, die sie vorher eher den letzten Cent kosten. Immer wieder zieht es die jungen Kerle in die Sportwettbüros in der Innenstadt, sie schauen dort Fußball, setzen auf einen Verein und hoffen aufs große Geld. Oder sie hocken in einer Spielhalle vor einem Daddelautomaten und verzocken Euro um Euro. Erst aus Langeweile. „Aber irgendwann geht es darum, mit der Zockerei die Schulden zu tilgen“, sagt Simon Fregin. Die Spielschulden.

Simon Fregin, Sozialarbeiter bei der Mobilen Jugendarbeit in Sillenbuch, weiß, wovon er spricht. Im vergangenen Jahr sind bei ihm und seinen Kollegen viele Fälle von derartigem Spieltrieb bei Jungs bekannt geworden – mehr als sonst. So hat er es auch neulich in der Sitzung des Bezirksbeirats erzählt.

Das Wichtigste ist, dass die Eltern nichts vom kostspieligen Hobby der Söhne erfahren. „Das darf aus deren Sicht nie, nie passieren“, sagt Andrea Wollmann, die Kollegin von Simon Fregin. Deshalb hat sich auch kein Freiwilliger gefunden, der über sein Problem mit der Zeitung sprechen will. Zu groß ist die Gefahr, dass alles rauskommt.

Wollmann erklärt sich das mit der Pubertät. Es ist die Lebensphase, wo sowieso Chaos regiert. Und wenn die Mädchen dann noch familiäre Probleme haben, kann es sein, dass sie das körperliche Leid brauchen, um sich zu spüren. Um eine Modeerscheinung geht es nicht, sagt Andrea Wollmann. „Die tun sich wirklich weh, das macht man nicht einfach so“, sagt sie.

In Gesprächen hat sie erfahren, dass sich die Mädchen beim Ritzen taub fühlen, dass sie den Schmerz nicht als Schmerz wahrnehmen. Er ist ein willkommenes Ventil. „Mädchen richten die Aggression eher gegen sich selbst als gegen andere“, sagt Sonja Lengerer, ebenfalls Sozialarbeiterin bei der Mobilen Jugendarbeit. Vielleicht lechzen sie nach Aufmerksamkeit.

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Diabetes schon bei Kindern und Jugendlichen

Altersdiabetes wurde früher der Typ-2-Diabetes genannt, weil in der Regel nur Menschen ab 40 Jahren daran erkrankten. Das hat sich stark geändert. „Es gibt schon Fünfjährige mit einem klassischen Altersdiabetes“, sagt der Mediziner Prof. Peter Schwarz von der Technischen Universität Dresden.

Auch die Zahl der Jugendlichen mit Typ-2-Diabetes – meist erkranken sie während der Pubertät – ist in den vergangenen Jahren enorm gestiegen. Und die Prognosen verheißen nichts Gutes.

Typ-2-Diabetes wird vor allem durch falsche Ernährung und zu wenig Bewegung ausgelöst. „Fettleibigkeit ist die häufigste chronische Erkrankung im Kindes- und Jugendalter“, erläutert Professor Thomas Danne von der Vereinigung DiabetesDE. Er leitet das Zentrum für Kinderdiabetologie im Kinderkrankenhaus auf der Bult in Hannover.

Zirka 200 Jugendliche erkranken jährlich

Laut einer Studie des Robert Koch-Instituts aus dem Jahr 2007 sind 6,3 Prozent der deutschen Kinder und Jugendlichen fettleibig und 15 Prozent übergewichtig. „Das sind mehr als doppelt so viel wie vor zehn Jahren“, erläutert Peter Achenbach vom Institut für Diabetesforschung am Helmholtz-Zentrum München. Etwa zehn Prozent dieser Jugendlichen haben einen gestörten Glukosestoffwechsel – eine Vorstufe von Diabetes. An Typ-2-Diabetes erkranken in Deutschland mittlerweile jährlich etwa 200 Jugendliche – fünfmal so viel wie vor zehn Jahren.

Ungesunde Fette in Lebensmitteln

Eine Ursache dafür, dass immer mehr Jugendliche zu dick sind, sieht Schwarz auch in den versteckten Fetten in Lebensmitteln. „Die sind in den letzten 20 Jahren deutlich mehr geworden“, sagt er. Der Lebensmittelindustrie mag er jedoch nicht den Schwarzen Peter zuschieben: „Die produzieren das, was die Leute kaufen.“ Und mit Fett schmecken viele Nahrungsmittel eben besser.

Es drohen Herzinfarkt und Schlaganfall

Beim Typ-2-Diabetes produziert zwar die Bauchspeicheldrüse Insulin, aber das Hormon wirkt im Körper nicht richtig. „Das heißt, dass der Zucker im Blut nicht ausreichend in die Zellen gelangt“, erklärt Achenbach. Im Anfangsstadium kann der Typ-2-Diabetes manchmal allein durch Bewegung, gesunde Ernährung und Gewichtsabnahme gut behandelt werden. Meist sind jedoch Medikamente nötig. Unentdeckt kann die Krankheit fatale Folgen haben. Unbemerkt verändern sich die Blutgefäße, es kommt zu Durchblutungsstörungen. „Die meisten Diabetiker sterben an einem Herzinfarkt oder an einem Schlaganfall“, sagt Schwarz.

Typ-1-Diabetes ist eine Autoimmunkrankheit

Im Gegensatz zum Altersdiabetes sind beim Typ-1-Diabetes die Symptome sehr deutlich. Die Erkrankten haben viel Durst und nehmen innerhalb weniger Wochen rapide ab. Entsprechend rasch werden sie von einem Arzt untersucht – zwischen den ersten Symptomen und der Diagnose liegen meist nur wenige Wochen. Dieser Diabetes-Typ, der meist im Kindes- und frühen Jugendalter beginn ist eine Autoimmunkrankheit. Dabei werden die Insulin produzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse schubweise zerstört. Auch hier nimmt die Zahl der Erkrankten schnell und heftig zu. „Bis zum Jahr 2020 wird die Zahl in Europa um 70 Prozent steigen“, sagt Danne vorher. Bislang sind in Deutschland etwa 2500 Kinder und Jugendliche betroffen.

„Es liegt definitiv eine Erblichkeit vor“, sagt Achenbach über die Ursachen von Typ-1-Diabetes. Die stark steigende Zahl der Erkrankten in den vergangenen Jahren könne jedoch nicht alleine durch Risikogene erklärt werden. Eine aktuelle Studie der TU München und der Forschergruppe Diabetes soll klären, ob zum Beispiel Viruserkrankungen oder Allergien die Krankheit verursachen können.

Bisher keine Heilung möglich

Eine Heilung gibt es bislang nicht – die Kinder und Jugendlichen sind lebenslang auf Insulinbehandlungen angewiesen. Als Alternative könnten dem Körper Insulin produzierende Zellen zugeführt werden, die von Spenderorganen stammen. Dies ist in der Praxis allerdings sehr selten. „Das liegt daran, dass es nicht genügend Spenderorgane gibt“, erklärt Achenbach. Es werde daher derzeit nach alternativen Quellen für diese Zellen geforscht, zum Beispiel Stammzellen.

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Schön geschnippelt?: Bella Hadid verteidigt ihr Gesicht


Auch die schönsten der Schönen gucken manchmal in den Spiegel und fühlen sich schlecht. Bella Hadid litt als Jugendliche unter ihrem Aussehen, heute ärgern sie Gerüchte über Beauty-OPs. Sie streitet alles ab, doch die Fans glauben ihr nicht.

Ihr Gesicht ist Gold wert – oder jedenfalls eine ganze Menge Kohle. Im vergangenen Jahr verdiente Bella Hadid als Model rund 6 Millionen Dollar (rund 5,1 Mio. Euro). Das sollte ihr Bestätigung genug sein und das ist es auch. Früher allerdings, da haperte es mit dem Selbstwertgefühl ganz gewaltig. Das verriet Hadid nun dem amerikanischen Magazin „In Style“.

Bella Hadid sagt, an ihrem Gesicht sei alles ganz natürlich.

Als Teenager sei sie gemobbt worden, weil sie breite Hüften gehabt habe und etwas speckig gewesen sei, erzählte Hadid. „Im vergangenen Jahr habe ich unter schweren Depressionen gelitten“, so die 21-Jährige. „Ich glaube, die hatten ihren Ursprung in der Zeit, als ich jünger war und von den anderen Kindern in der Schule gehänselt wurde.“

Bella Hadid gab auch zu, neidisch auf die athletische Figur ihrer älteren Schwester Gigi Hadid gewesen zu sein. Und auch ansonsten habe sie darunter gelitten, immer wieder mit dem heute 23-jährigen Model verglichen zu werden. „Meine Schwester ist sehr quirlig, ich bin eher reserviert“, erklärt sie ihre Sorge, Gigi könne bei anderen Leuten besser ankommen.

„Will mein Gesicht nicht ruinieren“

Rein aufs Äußere bezogen beschäftigt Bella Hadid aber vor allem eine Sache: die Gerüchte um eventuelle Schönheitseingriffe. „Die Leute denken, ich hätte mich all diesen Operationen unterzogen“, sagte sie gegenüber „In Style“. Das sei allerdings völliger Quatsch. Sie habe zum Beispiel Angst, sich die Lippen aufspritzen zu lassen. „Ich will mir mein Gesicht nicht ruinieren“, so Hadid.

Auch wenn sich Hadid offenbar alle Mühe gibt, den Spekulationen um jedwede Beauty-Korrekturen Einhalt zu gebieten. Die Fans sind nicht überzeugt. Auf Twitter posteten eine ganze Menge Nutzer als Reaktion auf Hadids Interview umgehend alte Fotos des Models zum Vergleich mit dem derzeitigen Erscheinungsbild. Könnte schon sein, dass da einfach nur jemand erwachsen geworden ist. Vielleicht aber wurde doch geschummelt. Das bleibt wohl vorerst Hadids Geheimnis.



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Wahl endet am 30. Januar

Jugendrat Birkach/PlieningenWahl endet am 30. Januar

Die Birkacher und Plieninger Jugendlichen haben elf Stimmen. Foto: privat

Birkach/Plieningen – Anfang Februar steht fest, welche elf Jugendlichen ihre Altersgenossen aus Birkach und Plieningen während der nächsten zwei Jahre politisch vertreten werden. Insgesamt haben sich 22 Mädchen und Jungen um einen Sitz im Jugendrat beworben.

Noch können die jungen Birkacher und Plieninger die Wahl beeinflussen. Die Abstimmung läuft bis Ende Januar. Wer seine Stimme abgeben möchte, kann den letzten Termin nutzen. Dieser ist am Donnerstag, 30. Januar. Die Urne steht von 16 bis 18 Uhr im Bezirksrathaus an der Garbe bereit. Die Briefwahl endet am Dienstag, 28. Januar.

Die Jugendlichen haben so viele Stimmen, wie das Gremium Sitze hat. Im Fall von Birkach und Plieningen also elf. Wählen dürfen alle 14- bis 18-Jährigen – mit und ohne deutschem Pass. Die Ergebnisse der Wahlen dürften laut Stadt bis zum 1. Februar feststehen und dann im Internet veröffentlich werden.

Der Birkacher und Plieninger Jugendrat ist auf den Fildern der einzige. In den Wahlbezirken Degerloch, Sillenbuch, Möhringen und Vaihingen hatten sich zu wenige Kandidaten für die Wahlen beworben. Dort kümmern sich fortan Projektgruppen um die Anliegen der Jugendlichen. Wenn der Oberbürgermeister Fritz Kuhn die Jungpolitiker am 17. Februar offiziell begrüßt, sind jedoch auch die Projektgruppen dabei.

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